Ausgabe 
7.3.1936
 
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Sven Hedin in Gießen

DAF.

könne.

bis spätestens

Ortsgruppen

Feierstunde der Arbeit am Heldengedenktag.

Am Heldengedenktag, 8. März, 16 Uhr, hält die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" im Cafe Leib, Gießen, eine Feierstunde der Arbeit ab. Der bekannte Arbeiterdichter Max Barthel erzählt aus seinem Leben und liest aus eigenen Werken. Die Feierstunde wird umrahmt durch Sprechchöre und Gesang der Werkscharen. Eintrittspreis 20 Pf. Vorverkauf: KreisdienststelleKdF.", Schanzen­straße 18.

Schachturnier.

Die NSG.Kraft durch Freude" veranstaltet in Verbindung mit dem Großdeutschen Schachbund ein Schachturnier, welches von Karfreitag bis Oster­montag in Frankfurt durchgeführt wird. Jeder Volksgenosse kann daran teilnehmen und hat sich selbst in eine der nachfolgenden -Klassen einzuteilen:

Alle Sportwerbewarte weisen auf das in Frank­furt stattfindende Schachturnier hin und legen Listen auf, in die sich die Teilnehmer eintragen können. Rückmeldung bis spätestens 12. März an die Ge- schäftsstelle.

Gaulag der Stenographen in Gießen.

Von der Ortsgruppe Gießen der Deutschen Stenographenschaft wird uns geschrieben:

Bekanntlich findet am 4. und 5. Juli der Gautag des Gaugebietes Hessen-Nassau der Deutschen Stenographenschaft in Gießen statt. Die Tagung wird ein Ereignis sein, für das die Gießener Orts-

Es war in der Expedition eine ganze Univer­sität, zum mindesten eine ganze naturwissen­schaftliche Sektion einer philosophischen Fakul­tät viele Iahre lang in Zentral-Asien tätig und konnte dort sehr bedeutende wissenschaft­liche Forschungsergebnisse ernten.

Die von der chinesischen Regierung stark geför­derte Expedition Sven Hedins hatte auch zur Folge, daß der Forscher im Jahre 1933 ein Memorandum an die chinesische Regierung in Nanking einzurei- chen hatte, das sich mit dem Straßenbau durch die Wüste Gobi nach dem Westen des Riesenreiches beschäftigte. Sven Hedin schlug den Bau von Auto­straßen vor, auf denen in Zukunft die westliche Hauptstadt in der Provinz Sinkiang von Nanking aus mit dem Kraftwagen in 14 Tagen zu er­reichen wäre, während man jetzt mit den Kamel- Karawanen ein Vierteljahr unterwegs ist. Um alle mit dieser Frage zusammenhängenden Details nach Möglichkeit zu klären, machte Sven Hedin eine weitere Expedition durch dieses riesige Landschafts­gebiet, die auf acht Monate berechnet war, aber 17 Monate gedauert hat, weil die Expedition wiederum mehrmals gefangen genommen wurde. Rund 17 000 Kilometer haben die Forscher auf dieser Reise im schwierigsten Gelände zurückgelegt.

Im Anschluß an seine einleitenden Schilderungen zeigte Sven Hedin neben gutem Kartenmaterial eine große Fülle von ausgezeichneten Lichtbildern, die eine wunderbare Möglichkeit gaben, das Er­leben dieser Männer im Geiste teilen zu können. Man erhielt dadurch umfassende neue Erkenntnisse von fremden Völkern, Ländern, Sitten und Ge­bräuchen, für die man dem Forscher noch besonders zu Dank verpflichtet ist. Am Schluffe seines Vor­trags dankte der Redner den Zuhörern für das lebhafte und warme Interesse, mit dem sie seinen Schilderungen gefolgt waren.

Oberbürgermeister Ritter brachte sodann den herzlichsten Dank der Zuhörer in warmen Worten zum Ausdruck, gab seine Freude darüber kund, daß Sven Hedin auch jetzt wieder Gelegenheit genommen hat, sich selbst Einblick in Deutschland zu verschaffen und dabei die Ueberzeugung gewin­nen konnte, daß

das ganze deutsche Volk geschlossen hinter

(Giehen-Mitte).

Werte Eltern!

Am Samstag, 7. März, findet der zweite Eltern­ausspracheabend der Gefolgschaft 3/116 der Hitler- Jugend im Saale der GastwirtschaftZum Gam- brinus", Gießen, Wetzsteingasse 10, statt, zu dem ich Sie hiermit freundlichst einlade.

Ich bitte Sie allerdings inständig, diese Einla­dung nicht als eine gewöhnliche, wie Sie eine solche vielleicht des öfteren durch einen Verein oder dgl. erhalten, anzusehen, sondern dahingehend zu be­trachten, daß diese Jugend aufs äußerste bemüht ist, das gegenseitige Verhältnis von Hitler-Jugend zum Elternhaus stets zu verbessern, zu erweitern und damit zu vertiefen.

Bei dieser Gelegenheit darf ich wohl gleichzeitig die Bitte aussprechen, daß doch mehr Eltern, als dies im vorigen Jahre der Fall war, und hierbei muß ich besonders die Väter der Jgg. erwähnen, an der Veranstaltung teilnehmen Durch die ver­schiedenen Ausdrucksformen, mit welchen die Hitler- Jugend an die Oeffentlichkeit trat, dürften Sie auch sicher von der großen und gewaltigen Arbeit in unseren Einheiten überzeugt worden sein.

Wie ich bereits in meinem letzten Elternrund­schreiben betonte, wollen und dürfen wir nichts unversucht lassen den steten Kontakt mit dem Eltern­haus auf der besten Grundlage zu halten, da sich andauernd immer wiederkehrende Vorfälle ereig­nen, welche nicht zum Besten der gegenseitigen Ver­ständigung angetan sind. Wegen des weiteren Aus­baues der Hitler-Jugend dürfte Sie sicher das Ge­füge der noch in diesem Jahre beginnenden Aktion zum Aufbau der Staatsjugend interessieren.

Ich kann mir nun nicht vorstellen, daß vielleicht auch Sie ja nicht gerade gleichgültig, aber doch nicht so an dem Geschehen innerhalb der Hitler-Jugend teilnahmen, als dies unbedingt erforderlich ist. Dies soll nun nicht im Geringsten irgendeinen Vorwur gegen Sie darstellen, jedoch müssen wir im Inter­esse der Sache beiderseits bestrebt sein, nun einmal immer wiederkehrende Mängel zu überbrücken und zu beseitigen. Außerdem wird der Leiter der Be­rufsberatungsstelle beim Arbeitsamt Gießen, Pg. Dr. Wagenbach, welcher gleichzeitig Berufs­referent im Bannstab des Bannes 116 der Hitler- Jugend ist, Gelegenheit nehmen, über Berufsarbeit der Hitler-Jugend uni) dgl. zu Ihnen zu sprechen, was sicher viel Wissenswertes und Aufklärung für Sie bringen wird.

Indem wir uns bemühen, die Zusammenarbeit

zwischen Hitler-Jugend und Elternhaus auszu­bauen und zu vertiefen, bitte ich Sie nochmals, zu unserem Abend zu kommen, und ich rechne mit Ihrem Erscheinen am Samstag um 20.15 Uhr.

Heil Hitler!

Der Führer der Gefolgschaft 3/116: Rabenau, Scharführer.

gegangen.

Zu den großen Reisen, die im Mittelpunkt seines Vortrages standen, versammelten sich Expeditions­mitglieder im Jahre 1927 in Peking. Es waren insgesamt 28 Herren aus verschiedenen Ländern Europas und 75 Diener; dazu kamen 300 Kamele und 21 Zelte, also eine riesige Karawane. Der Vortragende schilderte in überaus fesselnder Dar­stellung den jahrelangen Forscherweg dieser Expe­dition. Anfangs hatte er sie in drei Gruppen em- geteilt, die auf drei verschiedenen Straßen zogen, später wurde sie in fünf Gruppen gegliedert, um die Ergebnisse der Forschung möglichst weitreichend zu gestalten. Die Reise ging von Peking durch die Wüste Gobi nach der chinesischen Westprovmz Sinkiang, eine Provinz, die nach Sven Hedins Mitteilung so groß ist, wie ganz Eurova (ohne Rußland) zusammenqenommen, aber nur etwa 3,5 Millionen Einwohner zählt, da 95 v. H. des Landes Sandwüste sind und nur 5 v. H. kul­tivierten Boden darstellen.

Packend waren die Schilderungen über die viel­fachen Erlebnisse der Expeditionsteilnehmer; diese Männer hatten nicht nur ungeheure Strapazen zu

feinem Führer Adolf Hiller steht, mit dem es in Frieden nur seiner Aufbauarbeit leben will.

Der Oberbürgermeister bat Sven Hedin, nach Rückkehr in seine Heimat von diesem neuen Deutsch­land zu erzählen und dabei seinen Landsleuten zu sagen, daß das deutscheVolk den Frieden will, aber ebenso stark entschlossen jederzeit bereit ist, mit ganzer Kraft für sein Recht und seine Ver­teidigung einzustehen in hingebungsvoller Treue und in unverbrüchlicher Geschlossenheit zu seinem Führer Adolf Hitler. Mit dem begeistert auf­genommenen Sieg-Heil-Gruß an den Führer wurde der denkwürdige Abend geschlossen.

Darmstadt ehrt Sven Hedin.

LPD. D a r m st a d t, 6. März. Im restlos aus­verkauften Großen Haus des Hessischen Landesthea­ters sprach am Donnerstagabend Sven Hedin über seine Darmstädter Erinnerungen und anschlie­ßend über seine letzte zentralasiatisch'e Expedition. Der mit langanbaltendem Beifall empfangene große Forscher wurde auf der Bühne von Oberbürgermeister Kreisleiter Wambold herzlich begrüßt, derdem großen Sohn des schwedischen Volkes, dem erfolg­reichen Forscher und aufrichtigen Freund Deutsch­lands auch in schwerer Notzeit" als höchste Aus­zeichnung der Stadt für kulturelle und wissenschaft­liche Leistungen die Ehrenmünze der Stadt Darmstadt in Silber überreichte.

Thealervorstellungen.

Zu den nachstehend aufgeführten Theatervorstel­lungen erhalten DAF.-Mitglieder laut Preisstaffe­lung verbilligte Karten:

8. März:Der Kanzler von Tirol", Schauspiel in 14 Bildern von Josef Wenter. An­fang 19 Uhr

11. März:Hilde und 4 P S", Lustspiel in 3 Akten von Kurt Sellnick. Anfang 19.30 Uhr.

15. März:U n d i n e", romantische Zauberoper in 4 Aufzügen von Albert Lortzing. Anfang 19 Uhr.

Reich phantastischer Bergriesen. Die Fahrt bietet einen selten schönen Urlaub.

SporiamtKraE durch Freude".

Schachkurse.

Wer Lust und Liebe hat, das Schachspiel zu er­lernen, melde sich auf der Geschäftsstelle, Schanzen- traße 18.

mit dabei- Der W senken, a Monaten1 A erst ein

4. Starke Spieler. Anmeldungen schäftsstelle, Schanzenstraße 18, 12. März entgegen.

An alle Sporlwerbewarle der und Betriebe.

Sauschulungstagung

der NG.-Schwesternschost.

NSG Am Sonntag, 8. März, 10 Uhr, findet in Frankfurt a. M. - Süd, Schulstrahe 7, die erste Schulung der NS.-Gemeindeschwestern des Gaues Hessen-Nassau statt. In halbstündigen Dortragen berichten die Gausachbearbeiterin Sußlrk, em Vertreter der NSV., der Gauamtsleiter des Amtes für Volksgesundheit, Dr. Behrens, und die

ländes übertragen.

HI.-Gefolgschast 3/116.

An die Ellern der Jgg. in der Gefolgschaft 3/116

Gauoertrauensschwester Kaufmann. Der Ober­arzt der Frauenklinik des Städtischen Kranken­hauses, Dr. Ehrhardt, spricht in längeren Aus­führungen überBiologische Diagnose aus dem Harn". Ein gemeinsames Eintopfessen, eine all­gemeine Aussprache, sowie dienstliche Mitteilungen werden die Tagung beschließen.

Förderung der Neubautätigkeit.

Die Stadtverwaltung veröffentlicht in unserer heutigen Ausgabe eine Bekanntmachung über die Förderung der Neubautätigkeit bei dem Ausbau von Baulücken. Es handelt sich dabei um eine Reihe von Vergünstigungen, die beim Städtischen Hoch- und Tiefbauamt zu beantragen sind. Vorerst ist die Maßnahme bis zum 1. Oktober 1936 befristet. Interessenten seien auf die Bekanntmachung beson­ders hingewiesen.

Winterhilfsspende

der Fleiscber-Znnunq Sießen.

Das Deutsche Fleischerhandwerk und die ihm an­gehörenden Innungen hatten im letzten Vorwinter dem von der Reichsregierung veranlaßten Winter­hilfswerk eine größere Spende in Dosenfleisch Rindfleisch im eigenen Saft" zur Verfügung ge­stellt. An dieser Spende so wird uns von der Fleischer-Innung für Stadt und Kreis Gießen mit­geteilt hat sich u. a. auch die Fleischer-Innung "für Stadt und Kreis Gießen beteiligt und zu dem vorgenannten Zwecke 285 Dosen im Werte von etwa 450 RM. gerne zur Verfügung gestellt, die jetzt, im Laufe dieser Woche, der Kreiswaltung des Winterhilfswerkes der Stadt Offenbach zuge­sandt wurden. Das Fleischerhondwerk hat damit er­neut gezeigt, daß es dem Winterhilfswerk und dem wohlwollenden Zweck volles Verständnis entgegen­bringt, trotz der schwierigen Lage, in der gerade das Fleischerhandwerk sich schon längere Zeit befindet.

Gieszener Dochenmarktpreise

* G i e ß e n, 7. März. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,55 Mk., Landbutter 1,42, Markenbutter 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, deutsche Handelsklassen-Eier Kl. S 11, Kl. A IOV2, Kl. B 10, Kl. C 9*/2, Kl. D 9, ungezeichnete 8, Enteneier 9 bis 10, Wirsing (gelb), das Pfund 12 bis 15, (grün) 20 bis 25, Weißkraut 8 bis 15, Rotkraut 15 bis 18, Gelbe Rüben 10 bis 15, Rote Rüben 10, Spinat 18 bis 20, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 25 bis 40, Feldsalat 70 Pf. bis 1 Mk., Tomaten 35 bis 40 Pf., Zwiebeln 10 bis 18, Meer- : rettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 40, Kar­toffeln, das Pfund 4 bis 4*/2, 10 Pfund 43 Pf., der Zentner 3,50 bis 3,70 Mk., Aepfel, das Pfund : 18 bis 35 Pf., Zwetfchenhonig 45, junge Hähne > 90 Pf. bis 1 Mk., Suppenhühner 80 bis 90 Pf., ' Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 25 bis 50, Salat 25 bis 30, Endivien 10 bis 25, Lauch , 5 bis 10, Sellerie 10 bis 50, Rettich 5 bis 20, Radieschen, das Bund 15 Ps.

Sven Hedin

sprach hierauf ein kurzes, herzliches Dankeswort an feinelieben deutschen Freunde". Besonders ein­drucksvoll war dabei das in einem schlichten Satze ausgesprochene starke Bekenntnis Sven Hedins:

Für mich war es immer eine natürliche Sache, auf der Seite der Germanen zu stehen, im Kriege und auch nach dem Kriege. Es ist mir eine besondere Freude, das Deutschland der neuen Zeit und die Morgenröte über diesem großen Deutschland des Dritten Reiches mit­erleben zu können." (Herzlicher Beifall.)

Sodann ging Sven Hedin zu feinem Vortrags­thema8 Jahre Kampf in Zentralasien" über. Er erinnerte einleitend daran, daß er vor 35 Jahren in Gießen einen Vortrag über seine Reisen und Forschungen in Tibet gehalten hat. Dann erzählte er, daß er feine erste Reise nach Asien im Jahre 1885 allein unternahm, aber da­mals schon immer den Wunsch und den Traum hatte, einmal eine große Expedition in jenen ge­waltigen Gebieten führen zu können; erst im Jahre 1925 "ist dieser sehnsuchtsvolle Traum in Erfüllung

Morgen GA.-Eintopf!

Der letzte Eintopf-Sonntag des Mnlerhilfs- werks 1935/36 steht im Zeichen der SA. In allen-Orten geht die SA. geschlossen zum Ein­topf-Mittagessen. Sie dokumentiert damit ihre Verbundenheit mit dem hohen Sinn des Ein­topfs und mit dem starken willen zur Hilfs­bereitschaft für die ärmsten deutschen Volks­genossen. Sie handelt dadurch opferfreudig im Geiste des Obersten SA.-Führers Adolf Hitler. Alle Volksgenossen und Volksgenossinnen, die in gleicher weise in der Gefolgschaft unseres Führers marschieren, bekennen sich am mor­gigen Sonntag ebenfalls zum Eintopf und sehen sich in den bekanntgegebenen Gaststätten Der letzte Eintopf-Sonntag des winterhilfs- mit der SA. zusammen zu Tisch. Die Parole lautet: Durch diesen Eintopf verstärkte

Hilfe für das Winterhilfswerk!

Der Leiter des Organifattonsarntes der und des Reichswahlbüros für die Vertrauensrats­wahlen, Hauptamtsleiter Claus S e l z n e r , spricht am Sonntag, 8. März, 10 Uhr im Hippodrom zu Frankfurt zu den Betriebsführern und Be- triebswaltern des Gaues Hessen-Nassau über Sinn und Zweck der Vertrauensratswahlen am 4. April. Die Rede wird in den Bach-Saal des Festhallenge-

1. Anfänger^ 2. Fortgeschrittene, 3. Gute Spieler, nimmt die Ge-

teten Allgemeinbildung, die den Lehrling befähigt, als Gehilfe eines Rechtsanwalts und Notars tätig ZU sein".

Es ist nicht der Sinn dieser Prüfung, eine Aus­lese der Besten und Begabtesten vorzunehmen. Die Prüfung foll den Beruf vielmehr vor völlig unge­eignetem Nachwuchs bewahren und daher eine Fest­stellung des Mindestwissens und der Mindestleistung ermöglichen.

Der Bezirk des örtlichen Prüfungsausschusses Gießen umfaßt die Amtsgerichtsbezirke: Alsfeld, Altenstadt, Bad-Nauheim, Büdingen, Butzbach, Friedberg i. H., Grünberq i. H., Herbstein, Hom­berg, Hungen, Laubach, Lauterbach, Lich (Oberh), Nidda, Ortenberg, Schlitz, Schotten, Ulrichstein.

Alle auslernenden Lehrlinge bei Notaren und Rechtsanwälte, die bei diesen Amtsgerichten zuge­lassen sind, müssen dem örtlichen Prüfungsausschuß Gießen gemeldet werden. Die Anmeldungen sind in der Zeit vom 9. bis 14. März 1936 an den Vorsitzenden des örtlichen Prüfungsausschusses in Gießen, Herrn Rechtsanwalt L. E n g i s ch, Gießen, Schließfach 129, zu richten. Die Vordrucke für Die Anmeldung und die Bescheinigung können beim Vorsitzenden angefordert werden.

Mit der Anmeldung ist die Prüfungsgebühr von 3 Mark einzuzahlen.

Großkundgebung der Deutschen Arbeitsfront.

ertragen, sondern sie waren auch vielfachen Gefahren ausgesetzt, fielen Räuberbanden in die Hände, ge­rieten zwischen die im Bürgerkrieg einander be­kämpfenden chinesischen Truppen und in die Hand von sowjetrussischen Soldaten, sie wurden wieder­holt gefangen genommen, waren mehr als einmal in allernächster Nachbarschaft des Todes ufw. Trotz­dem gingen alle mit ungebeugtem Mut ihren Auf­gaben als Forscher nach und hatten dabei die Ge­nugtuung, daß ihre wissenschaftliche Forschertätigkeit reiche Früchte trug. Als Beispiel hierfür sei nur erwähnt, daß an Fossilien und Pflanzen soviel gefunden wurde, daß die Beschreibung dieser Funde allein etwa 25 Bände in Anspruch nehmen wurde; aus der jüngeren Steinzeit wurden rund 50 000 Gegenstände aufgefunden; in 45 entdeckten Wacht­türmen aus der Zeit von etwa 2000 v. Chr. wur­den über 10 000 Manuskripte auf Holz geschrieben gefunden, und zur wissenschaftlichen Auswertung allein dieses Fundes in Peking ein Institut ge­gründet, in dem etwa 10 Jahre lang zu arbeiten ist, bis diese Manuskripte alle für die Wissenschaft aus- gewertet sind. Auf den Reifen wurden auch viele Karten gezeichnet, die es ermöglichen, jetzt an die Herausgabe eines neuen großen Atlas heranzugehen. Mit einem Wort, so faßte Sven Hedin zusammen:

konnten.

Sven Hedin war der Einladung des Goethe- Bundes zu einem Vortrage gefolgt, den er in der Neuen Aula der Universität hielt. Wie stark das Echo dieser Einladung des Goethe-Bundes an die Bevölkerung war, zeigte außerordentlich eindrucks­voll der gewaltige Besuch der Aula; der große Saal war nicht nur bis zum letzten normalen Platze besetzt, sondern darüber hinaus standen noch viele Männer und Frauen in den Seitengängen, ober sie hatten auf zusätzlich geschaffenen Stuhlrechen Platz genommen, so daß man wohl sagen kann, daß die Aula ein derartig überwältigendes Bild des starken Besuchs bisher noch nicht geboten hat.

Sven Hedin wurde bei seinem Erscheinen im Saale, den er in Begleitung von Oberbürgermeister Ritter und Oberregierungsrat Dr. Schoen- Hals betrat, geradezu mit einem Beifallsorkan empfangen. Immer und immer wieder verneigte sich der freudig begrüßte Gast, dem man die Er­griffenheit über diesen herzlichen Empfang ansah, in dankbarer Verbindlichkeit vor seiner großen Hörergemeinde. Nachdem sich der Beifallssturm end­lich gelegt hatte, entbot Oberbürgermeister Ritter Sven Hedin die herzlichsten Willkommensgruße der Stadt Gießen. Er betonte dabei, daß unsere Bevölkerung in dem Gast nicht nur den großen Forscher mit seinen bleibenden Verdiensten sehe, andern in ihm vor allem auch den warmherzigen Freund unseres deutschen Volkes erblicke (starker Beifall), dem unser Volk in tiefer Dankbarkeit ver­bunden fei für alles das, was er in der Zeit des Welttrieges besonders für unser Volk tat, als wir in der ganzen Welt beschimpft und beschmutzt wur­den. In herzlicher Dankbarkeit verbunden fühle unser Volk sich ihm auch dafür, daß er immer un­erschrocken, nach der Art des arischen Menschen, ür Wahrheit und Gerechtigkeit gegenüber dem deutschen Volke und für das gute Recht unseres Volkes gegenüber der Welt aufgetreten fei. (Er­neuter starker Beifall.) Sodann gab der Ober­bürgermeister feiner Freude darüber Ausdruck, daß der Gast in so prächtiger Gesundheit und Frische, trotz seines hohen Alters, sich befinde und daher immer noch die großen Strapazen seiner anstren- aenben Tätigkeit und weiten Reisen auf sich nehmen

Unsere Stadt Gießen hatte am gestrigen Freitag­abend die Ehre, den weltberühmten Asien-Forscher und warmherzigen Freund des deutschen Volkes, den großen Schweden Sven Hedin, hier begrü­ßen zu können. Dem Goethe-Bund Gießen ist es zu danken, daß wir die Bekanntschaft mit diesem großen Manne unserer Zeit machen

^rben. Da die Teilnahme an einem solchen Schrei- den große Vorteile mit sich bringt, fei allen Steno- graphen, die noch nicht Mitglied der Deutschen Stenographenschaft sind, die Anmeldung empfohlen, welche bei Leder-Haas, Seltersweg 3, möglich ist. Man beachte die heutige Anzeige.

** Eine Achtzigjähr i g e. Am kommenden Montag, 9. März, kann Frau Wwe. Euteneuer, Niegelpfad 68 wohnhaft, in körperlicher und geisti­ger Frische ihren 80. Geburtstag begehen. Die Jubilarin ist seit 34 Jahren treue Bezieherin des Gießener Anzeigers".

** Die letzten städtischen Brennholz- oer ft eigerungen finden am Montag, Mitt­woch und Freitag nächster Woche statt. Interessenten seien auf die heutige Bekanntmachung der Bürger­meisterei besonders hingewiesen.

Der Aufbau der 3. Reichsnährstands« Ausstellung hat begonnen.

LPD. Frankfurt a. M., 6. März. Ausstel­lungen pflegen im allgemeinen in wenigen Wochen, ja manchmal sogar innerhalb weniger Tage aufgebaut zu werden. Diese kurze Dorberei­tungszeit ist jedoch nur möglich, wenn es sich, wie bei den meisten Ausstellungen, um reine Hallschauen handelt. Ganz anders liegen die Dinge bei den alljährlich ftattfinbenben großen Reichsnähr- stands-Ausstellungen. Hier muß, da diese Ausstellungen vornehmlich eine riesige Freiland' schau darstellen, bereits Monate vorher mit dem Aufbau begonnen werden, um rechtzeitig zur Er­öffnung fertig zu werden. Aus diesem Grunde hat auch bereits in diesen Tagen ein Teil der Vorbe­reitungsstelle des Reichsnährstandes, die Schau­leitung, ihre Büros von Berlin nach Frankfurt verlegt, wo in diesem Jahre bekanntlich in bef Zeit vom 17. bis 24. M a i die 3. Reichs« nährstands-Ausstellung stattfindet, una mit dem Aufbau begonnen.

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Urlaubsfahrt 6/36 nach Allgäu Pfronten vom 21. bis 29. März.

kosten: 36. Mk. Schluß der Anmeldung: 17. März.

Die Allgäufahrten des Gaues Hessen-Nassau sind schon zur Tradition geworden. Wo gibt es aber auch einen schöneren Urlaub als im Reich der bay­rischen Berge. Stolz aufragend blicken Roßberg, Schlicke, Hirnpel mit ihren schneebedeckten Häuptern auf die lieblichen Häuser im Tal. Kleine und große Ausflüge führen die Teilnehmer in das seltsame

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gruppe umfassende Vorbereitungen treffen muß. Die umfangreiche Arbeit ist bereits von sieben ver­schiedenen Ausschüssen in Angriff genommen wor­den.

Der geschästsführende Ausschuß unter Leitung des Ortsgruppenführers $). Graf (Stv. A. Merle) wird durch Propaganda und andere Maßnahmen im Gaugebiet erreichen, daß die Tagung ein voller Erfolg sowohl für die Gießener Ortsgruppe, als auch für die Stadt Gießen wird. Herr L. G ro­ll e l i u s (Stv. F. 2) ö r f n e r) sorgt dafür, daß die auswärtigen Gäste gut und ordentlich verpflegt und untergebracht werden. Herr A. Siebert (Stv. B. Balken) als Leiter des Wettschreibausschusses ist verantwortlich für die glatte Durchführung des großen Leistungsschreibens, das mit der Tagung ver­bunden ist. Der Empfangsausschuß unter Leitung der Herren K a r n b a ch und H a n ft e i n trifft alle Vorbereitungen für einen würdigen Empfang der hier eintreffenden 1500 Stenographen. Wacht­meister Ki11hau (Stv. K. Heß) hat als Leiter des Festausschusses die gesgmte Ausgestaltung der Tagung durch Unterhaltung usw. übernommen. Alle finanziellen Angelegenheiten werden von Herrn K. Heß (Stv. L. G r a v e l i u s) geregelt. Herr P. Dehmer (Stv. K. H. Kuhl) unterrichtet die Oeffentlichkeit in Gießen und im ganzen Gaugebiet über alle die Tagung angehenden Fragen.

Daß die unterrichtliche Vorbereitung für das große Leistungsschreiben am Gautag nicht vernach­lässigt wird, versteht sich von selbst. Als Probe­galopp findet am Sonntag, 15. März, in der öffentlichen Handelslehranstalt Gießen ein Lei­stungsschreiben der hiesigen Ortsgruppe der Deut­schen Stenographenschaft statt, an der etwa 160 Stenographen und Maschinenschreiber teilnehmen

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