über dem Vorjahre einer Erhöhung um über 14,3Millionen Pfund entspricht. — Wenn man bedenkt, daß der Haushaltsplan des Vorjahres sich ursprünglich auf rund 23,8 Millionen Pfund belief, da die im Mai beschlossenen Luft- aufrüstungsmaßnahmen durch Nachtragshaushalte gedeckt wurden, so stellt der neue Voranschlag fast eine Verdoppelung dar. Nach Durchführung des im vorigen Jahre beschlossenen Aufrüstungsprogramms sowie der im Weißbuch enthaltenen Vorschläge werden die englischen Luftstreitkräfte i m Heimatgebiet 129 Geschwader von insgesamt 1750 Frontflugzeugen umfassen. Die entsprechenden Ziffern waren am 1. April 1935 53 Geschwader mit insgesamt 580 Frontflugzeugen.
Bombensichere Großkampsschiffe?
London, 7. März. (DNV. Funkspruch ) Der Flottenberichterstatter des „Daily Telegraph" meldet, die Admiralität habe sich durch Bombenabwurfversuche auf Kriegsschiffe überzeugt, daß ein modernes Großkampfschiff keiner großen Gefahr durck angreifende Flugzeuge ausgesetzt sei. Auf Grund der Versuche könne festgestellt werden, daß die neuen englischen Großkampfschiffe, die im kommenden Januar auf Kiel gelegt werden, so gut wie bombensicher sein werden. Man habe Bomben verschiedenster Art und Größe oberhalb und unterhalb des Wassers in der Nähe von Kriegsschiffen explodieren lassen und dabei festgestellt, daß selbst
durch eine schwere hochexplosive Bombe der Oberbau des Schiffes erstaunlich geringen Schaden erlitten habe. Bei amerikanischen Versuchen, in denen schwere Bomben und Torpedos in der Nähe des Schiffsbodens zum Explodieren gebracht wurden, fei das Versuchsschiff vier Tage lang ohne Ausbesserung weiter geschwommen und habe schließlich durch Geschützfeuer versenkt werden müssen.
Ein Aufruf
des englischen olympischen Ausschusses.
London, 7. März. (DNB. Funkspruch.) Der englische olympische Ausschuß veröffentlicht einen Aufruf, um durch finanzielle Unterstützung eine angemessene englische Beteiligung an den Spielen sicherzustellen. Es heißt darin u. a.: Zum ersten Male würden die Spiele in Deutschland abgehalten, und die Deutschen seien sich aufs tiefste der Verpflichtungen bewußt, die sie einaegangen seien. Der britische olympische Ausschuß sei überzeugt, daß er bei der Entsendung einer Mannschaft nach Berlin im besten Interesse des Sportes handle. Die Olympischen Spiele hätten stets das Ideal der Harmonie und der Versöhnung zwischen den Nationen vertreten. Es wäre unheilvoll, wenn England, von dem die Welt eine Führung erwarte, gegenwärtig in dem sehr kritischen Zustand der Welt bei einer, die Sportsleute beinahe sämtlicher Nationen umfassenden Veranstaltung nicht voll vertreten wäre
Jn Erwartung der italienischen Antwort.
Oer italienische Botschafter bei Flandin.
von Griechenland, die Großfürsten Andre und Dimitrij von Rußland, der Graßher- zog von Mecklenburg-Schwerin und Herzog Georg von Mecklenburg-Schwerin, das Herzogspaar von S ch l e s w i g - H o l ft e i n - G l ü ck s- b u r g, der Jnfant und die Infantin Alfons von Spanien sowie der Erbprinz und die Erb- prinzessin zu Le in in gen. Die Stadt Koburg war durch Bürgermeister R e h l e i n, das Bataillon durch eine Ofsiziersabordnung vertreten..
Das Iabrikationsprogramm der Opelwerke.
Die diesjährige Automobil-Ausstellung brachte keine bahnbrechenden Neuschöpfungen. Deutlich wurde offenbar, daß der Automobilbau aus der Phase der revolutionären Umwälzungen in den ruhigeren Zustand der Weiterentwicklung des einmal als richtig Erkannten gekommen ist. Diese Tatsache tritt besonders in Erscheinung bei dem Bauprogramm der Adam-Opel-AG., die mit über 100 000 im Jahre 1935 erzeugten Wagen die größte Automobilfabrik auf dem europäischen Kontinent ist. Nur die Beibehaltung bestimmter Grundtypen, die es nicht notwendig machen, die fabrikatorischen Einrichtungen in kurzen Zeitabständen von Grund aus zu ändern, ermöglicht eine hohe Qualität der Produktion, große Aüflageziffern und damit eine Preisgestaltung, die breite Schichten des Volkes in die Lage versetzt, den Wunschtraum „Automobil" zu verwirklichen. — 96 Prozent aller im Jahre 1935 in Deutschland zugelassenen Personenwagen gehören den gleichen Stärkeklassen wie die Opel
wagen an, nämlich der 1-, 1,5- und 2-Liter-Klasse. An diesen drei Klassen ist Opel mit nahezu der Hälfte beteiligt.
Das Bauprogramm umfaßt drei Grund« typen mit insgesamt 12 verschiedenen Aufbauten: Preisklasse unter 2000 Mark: Typ „P 4" mit 1,1» Liter-Motor und drei Aufbauten (Normal-Limousine, Kabriolett-Limousine und Spezial-Limousine), Preisklasse zwischen 2000 und 3000 Mark: „Typ Olympia" mit 1,3-Liter-Motor, freitragender Stahlkarosserie, in zwei Modellen als Limousine und Kabriolett-Limousine; Preisklasse von 3000 bis 5000 Mark: „Liter Sechszylinder" mit drei verschiedenen Radständen und Aufbauten: zwei- und viertürige Limousine, Kabriolett-Limousine und Kabriolett. Sechssitzer: Jnnensteuer- und Pullman- Limousine, auf Chassis mit verlängertem Radstand. Geländewagen auf Chassis mit verkürztem Radstand.
Auch tm Liefer- und La st wagenbau gilt der Opel-Grundsatz „Festhalten am Bewährten! Neues erst bauen, wenn es restlos erprobt ist!" Die beiden Blitz-Schnell-Lastwagen-Typen, der Eintonner sowie der Zwei- bzw. Zweieinhalbtonner werden im wesentlichen unverändert weitergebaut. Sie werden jetzt in dem Anfang des Jahres eröffneten Zweigwerk Brandenburg hergestellt. Dieses Werk, das die modernste Lastwagenfabrik der Welt ist, erzeugt zur Zeit 50 Lastwagen pro Tag und besitzt eine Kapazität von 150 Wagen täglich bei drei Schichten. — In Weiterentwicklung des bisherigen 1,2 Liter- Lieferwagens ist Ende 1935 der Opel-„Geschäfts- wagen" mit 1,3 Liter-Motor herausgebracht worden, der besonders für die schnelle Personenbeförderung unter Mitnahme leichter Lasten geeignet ist.
Der Kulturkreis der SA.
Paris, 7. März. (DNB.) Der französische Außenminister F l a n d i n hatte am Freitag eine Unterredung mit dem italienischen Botschafter in Paris, um ihn über die Hal- tuna Italiens gegenüber der Forderung des Völkerbundes zu befragen, die darauf hinausgeht, die beiden kriegführenden Mächte, Italien und Abessinien, zu Friedensverhandlungen zu veranlassen.
Es scheint, daß sich bei dieser Besprechung noch kein endgültiger Standpunkt der italienischen Regierung ergeben hat, da der Botschafter nicht in der Lage war, über die Beschlüsse des italienischen Ministerrats, der erst im Laufe des Samstag zusammentritt, irgendwelche Auskunft geben au können. Jn Paris weist man darauf hin, daß der französische Außenminister im Falle einer ablehnenden Antwort gezwungen sein könnte, sich der Auffassung einer Reihe anderer Mächte anzuschließen, die besonders darauf Hinweisen, daß derNegus bereits seine vorbehaltloseZu- st i m m u n g zu den Friedensvorschlägen gegeben habe.
Italienischer Kampfftieger über Addis Abeba.
Addis Abeba, 6. März. (DNB.) Zum ersten Mal seit Ausbruch des Krieges umkreiste am Freitag zwischen 12 und 12.30 Uhr ein großes dreimotoriges Flugzeug die abessinische Hauptstadt. Bomben wurden nicht abgeworfen.
Die Bewohner der Stadt erfaßte beim Erscheinen des italienischen Bombenflugzeuges panikartiger Schrecken. Aus allen Stadtteilen bewegen sich die Einwohner in fieberhafter Hast in großen Scharen in die Umgebung.
Ein Engländer durch italienische Fliegerbombe getötet.
London, 6. März. (DNB.) Reuter meldet aus Addis Abeba, daß der englische Major Bor - goyne, der sich als Leiter einer abessinischen Roten-Kreuz-Abteilung bei der Nordarmee befand, bei einem italienischen Fliegerangriff durch eine Bombe getötet worden sei. Die Roten-Kreuz-Transporte hätten sich offenbar auf dem Rückzug vom Amba Alatschi nach Koram südlich vom Aschangi-See befunden.
Englischer Protest in 5tom.
London, 6. März. (DNB.) Die britische Regierung hat ihren Botschafter in Rom, Sir Eric Drummond, angewiesen, bei der italienischen Regieruny gegen die Bombardierung der britischen Sanitätsabteilung in Abessinien Protest einzulegen. Der Botschafter soll ferner um eine sofortige Untersuchung bitten und darauf bestehen, daß Anweisungen an die italienischen Militärbehörden in Ostafrika gesandt werden, um die Wiederholung derartiger Zwischenfälle für die Zukunft zu vermeiden.
Schüsse im Belgrader Parlament.
Oer südslawische Ministerpräsident unverletzt
Belgrad, 6. März. (DNB.) Während einer Rede des Ministerpräsidenten und Außenministers Stojadinowitsch wurden in der Skupschtina heute gegen 11.30 Uhr drei Revolverschüsse abgegeben. Im Saal entstand große Verwirrung. Die Sitzung wurde sofort unterbrochen. Anscheinend wurde niemand verletzt. Als Schütze wurde der Abg. Damian Arnautowitsch von der Saalpolizei fe ft genommen. Er gehört der Jeftitsch-Opposition an.
Die Sitzung galt der Beratung des Staatshaushalts. Die Äbgeovdnetenbänke waren nicht sehr
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Stojjadino witsch Ministerpräsident von Jugoslawien. — (Scherl-M.)
Nach einer halbstündigen Pause wurde die Sitzung wieder aufgenommen. Ministerpräsident Stojadinowitsch setzte seine außenpolitischen Ausführungen fort. Belgrad wolle die überlieferte Freundschaft mit Frankreich pflegen. Mit England strebe Jugoslawien eine möglichst enge Zusammenarbeit an. Mit dem benachbarten Italien wolle es die Mißverständnisse der Vergangenheit löschen, um die Grundlage für eine dauernde Freundschaft in der Zukunft zu sichern. Die enge wirtschaftliche Verbundenheit mit Deutschland verlange die Ausdehnung der gegenseitigen Beziehungen so weit als möglich. Die Stellung Jugoslawiens zur Klei- nen Entente sei unerschütterlich. Die Kleine Entente werde durch den Balkanbund ergänzt, der die Verhältnisse im Südosten Europas soweit gefestigt habe, daß der Balkan heute nicht mehr das Pulverfaß Europas fei. Die Regierung fei bestrebt, ihre Beziehungen zu Bulgarien und Albanien zu bessern. Die kürzliche Begegnung zwischen König Boris und dem Prinzregenten Paul haben diese Politik fortgesetzt. Auch zu Oesterreich habe Jugoslawien gute Beziehungen. Es habe daher niemals verstehen können, weshalb dort legitimistische Propaganda gemacht werde. Eine Wiedereinsetzung der Habsburger würde unausweichlich zu Verwickelungen und schweren Folgen für den europäischen Frieden führen. Es sei daher die Pflicht der jugoslawischen Regierung, ihr entschlossenes „Nein" zu wiederholen. Im übrigen wünsche Belgrad wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit mit Wien und sei dazu auch mit Budapest bereit.
start besetzt, um so dichter die Diplomaten- und Journalistenlogen, sowie die Galerie. Stojadinowitsch beschäftigte sich zuerst mit den Einwendungen der Opposition gegen den Haushaltsentwurf. Während feiner Darlegungen kam es verschiedentlich zu Störungen durch die wenigen oppositionellen Abgeordneten, die im Saal anwesend waren. Der Vorsitzende mußte mehrere Abgeordnete verwarnen und einen von ihnen ausschließen. Als Stojadinowitsch kaum mit einigen Sätzen auf das Kapitel Außenpolitik eingegangen war, entstand in einem Teil des Saales große Unruhe. Man hörte heftige Zwischenrufe, denen ein Wortwechsel folgte. Plötzlich zeigt der Urheber dieses Auftritts, der Abgeordnete Arnautowitsch, einen Revolver. Zugleich hörte man Stimmen: „Der Mensch ist ja betrunken, führt ihn sofort hinaus!" In diesem Augenblick fiel der erste Schuß. Arnautowitsch hatte auf den Ministerpräsidenten gezielt, war aber im letzten Augenblick durch einen Abgeordneten an der Abgabe eines gezielten Schusses gehindert worden. Dieser hatte den Arm des Revolverschützen in die Höhe geschlagen, so daß die Kugel über den Kopf des Ministerpräsidenten hinwegging und in die gegenüberliegende Wand des Sitzungssaales. ganz in der Nähe der Diplomatenloge einschlug. Sie traf die Mauer nur einen halben Meter entfernt vom Kopf des englischen Gesandten. Die nächsten Schüsse gingen in den Fußboden.
Beisetzungsfeier
für die Großfürstin Kyrill.
K o b u r g, 6. März. (DNB.) Die Beisetzung der in Amorbach verstorbenen Großfürstin Kyrill von Rußland, die in erster Ehe mit dem Großherzog Ernst Ludwig von Hessen vermählt war, erfolgte am Freitagvormittag in der Familiengruft des herzoglichen Hauses Sachsen-Koburg und Gotha. Großfürst Kyrill, der mit den anderen Familienmitgliedern der Verstorbenen aus Saint-Briac, feinem bretonischen Wohnsitz, gekommen war, verweilte vorher am Sarge seiner Gattin. Die Trauerfeier fand in der Kapelle des Mausoleums statt. Der Geistliche der Russischen Kirche in Wiesbaden leitete die Feier, die umrahmt war von Gesängen des russischen Kirchenchores in Wiesbaden. Nach dem Trauergottesdienst war der reich mit Blumen und Kränzen geschmückte Sarg in der linken Bestattungshalle beigesetzt worden, wo bereits die Eltern und der Bruder der Fürstin ruhen. An der Feier nahmen u. a. teil: die Schwester der Verstorbenen Konigin-Witwe Maria von Rumänien, Kö- nig F e r dinand von Bulgarien, die Königin Elisabeth von Griechenland, der Heraog von Sachsen-Koburg und Gotha, Für st und Fürstin zu Hohenlohe- Langenburg, der Erbprinz zu Hohenlohe-Langenburg mit Schwestern, Prinzessin Nikolaus
Der Stabschef der SA., Viktor Lutze, hat in einem Aufsatz für die kulturpolitische Arbeit der SA. wichtige Richtlinien aufgestellt. Zur Vertiefung dieser Bestrebungen wird der neugeschaffene Kulturkreis der SA. eine bedeutungsvolle Aufgabe übernehmen. Keinesfalls ist daran gedacht, mit diesem „Kulturkreis" eine neue Organisation zu schaffen. Man denkt noch weniger daran, eine besondere Kulturpolitik aufzustellen, denn es gibt nur eine deutsche Kultur und ihre Vertretung und Förderung ist Sache der gesamten Bewegung. Die SA. will nichts anderes, als in ständiger Fühlungnahme mit der Reichskulturkammer und dem Kultursenat dasjenige prüfen und weitergeben, was geeignet ist, in kultureller Hinsicht das Leben in den Gliederungen zu befruchten und die großen Feiern der Bewegung zu erhalten. Es sind also b e - ft i m m t e Aufgaben, die im Rahmen der aroßen deutschen Kulturpolitik bearbeitet werden sollen.
Schon jetzt haben die Verbände und Gliederungen, nicht nur die SA., sondern auch die HI., die SS., der Arbeitsdienst und andere das Bestreben gezeigt, ihre Feierstunden nach weltanschaulichen Grundsätzen auszugestalten. 2)ie(e Arbeit soll durch Anregung und Beispiel unterstützt und ausgebaut werden. Dabei ist man sich, wie Kulturwalter M o r a l l e r in einem Vortrag vor der Presse ausführte, bewußt, daß die Entwicklung alles ist, daß man sich aber von Zwantz und Reglementierung nichts erwartet. Es werden sich überall neue Kräfte geltend machen, die aus dem Erlebnis heraus für die nationalsozialistische Idee eigene Formen künstlerischen Ausdrucks suchen. Aus solchem Werden kann ein neuer Kulturbegriff entstehen, so wie unter dem Einfluß der großen politischen Bewegung aus den anfänglichen Debattierabenden die große Kundgebung entstanden ist, die heute zu der politischen Versammlung wurde
Ein Beispiel dafür, wie sich auf diesem Wege neue Gestaltung entwickelt, ist die „heldische Feie r", die von dem jungen Sturmbannführer Gerhard Sch u m a n n geschaffen wurde. Sie zeigt nicht die übliche Vortragsfolge verschiedenster Darbietungen, sondern eine Einheit, die in sich alles umschließt, was an Dichtung und Musik, an Sprech
chören ober gemeinsamen Liedern ober in der Feierrede geboten wird. Die Musik von F. Philipp trägt symphonischen Charakter, sie ist nicht geschaffen, das Feierspiel zu untermalen, sondern als selbständiges Element zu wirken. Die Tage der Kampfzeit, der Sinn ihrer Opfer und die endliche Erfüllung der deutschen Sehnsucht durch den Führer sind hier aus der Tiefe der nationalsoaialistischen Weltanschauung heraus Erkenntnis und Bekenntnis ge- rooroen. Diese „heldische Feier" (Erstaufführung am Heldengedenktaa in der Volksbühne in Berlin) ist aus echtem SA.-Geist heraus entstanden. Sie bietet einen Beweis dafür, daß solcher Geist auch zur kulturellen Neuschöpfung befähigt. Das zu sichern und zu formen, ist die Absicht des neuen Kulturkreises.
Oer Stabschef
beruft den Kulturkreis der SA.
Berlin, 6. März. (DNB.) Aus der Erkenntnis heraus, daß nur in einer Zusammenfassung aller gestaltenden und schöpferischen Kräfte innerhalb der SA. ihr Wirken auf einer gebundenen Marschrichtung erfolgreich und über die SA. hinaus fruchtbar werden kann, hat der Stabschef des Führers mit Wirkung vom 19. Februar 1936 den Kulturkreis der SA. geschaffen. In diese kulturelle und künstlerische Kameradschaft wurden berufen: Oberführer Franz Moraller, Berlin; Brigadeführer Josef Berchthold, München; Obersturmbannführer Gerhard Schumann, Stuttgart; Obersturmführer Herbert Böhme, München; Oberscharführer Herybert Menzel, Tirschtiegel; Obertruppführer Lembeck, München; Standartenführer Schaudinn, Berlin; Sturmbannführer Götz Otto Stoffregen, Berlin; SA.-Mann Dietrich Loder, München; Truppführer Schloderer, München; Pg. Heinrich An acker, Berlin; Obertruppführer Hans D u f f n e r , Hugstetten (Breisgau); Obertruppführer Dr. Hans Volz-, Berlin; Brigadeführer Gießler, Oldenburg; Truppführer Hans Schlenck, München; Oberscharführer Helmut Hansen, Berlin. Am 7. und 8. März findet die erste Arbeitstagung des SA.-Kulturkreises zusammen mit den Presse- und Kulturreferenten der Gruppen in Berlin statt.
Die Aufnahme in das OeutscheIungvolk.
Berlin, 6. März. (DNB.) Auf Anordnung des Reichsjugendführers wurden die Ausführungsbestimmungen aum „Jahr des Deutschen Jungvolks^" erlassen. Es werden zur Probe im Laufe des Jahres 1936 alle Jungen und Mädel des Jahrganges 1926 ausgenommen, soweit sie den Grundbedingungen für eine Aufnahme in die HI. und deren Untergliederungen entsprechen (arisch, reichsdeutsch, erbgesund usw.). Die Aufnahme der Zehnjährigen erfolgt in der Zeit vom 2 0. März bis 2 0. April 1936. Bei den früheren Jahrgängen (1925 bis 1922) können Ausnahmen zur Probe vorgenommen werden. Der Jahrgang 1925 kann dabei in der Zeit vom 20. März bis 20. April 1936 ausgenommen werden.
Die Anmeldung dazu erfolgt auf allen Dien st st eilen und in allen Heimen der HI. und ihrer Untergliederungen, sowie bei den DJ.-Führern (in der Stadt ab Fähnleinführer), auf dem Land ab Jungmädelscharführerin. Nach erfolgter Anmeldung und Ausfüllung des Probeaufnahmescheines werden die Jungen bzw. Mädel der für ihre Wohnung zuständigen Einheit zugeteilt, um sich einer Probedienstzeit im Deutschen Jungvolk (DJ.) bzw. bei den Jungmädel (IM.) zu unterziehen. Die Probedienstzeit dauert für DJ. mindestens 2 und höchstens 6 Monate, für IM. 3 Monate.
Bei der Zuteilung zu einer Einheit wird auf eine altersmäßig möglichst ausgeglichene Zusammensetzung dieser Einheit gesehen. Es soll damit der Grundstein zu einem jahrgangsweisen Aufbau des Deutschen Jungvolks gelegt werden. Vom Tag des Probedienstantritts an beginnt der Dienst der Jungen und Mädel, deren Pünktlichkeit, geistige und körperliche Regsamkeit während der Probedienstzeit besonders überprüft wird. Während der Probedienstzeit hat der Neueintretende jeden Dienst mitzumachen, wobei nur Krankheit als Entschuldigung gelten kann. Die Probedienstzeit setzt sich aus wöchentlich einem Heimnachmittag, monatlich in der Regel zwei Tagen, sowie aus monatlich zwei Appellen der 2)3.« Anwärter bzw. sechswöchentlich einem Appell der IM.-Anwärterinnen zusammen. Die HJ.-Versiche- rung gilt bereits während der Probedienstzeit.
Während der Probedienstzeit werden die HI.- Anwärter und Jungmädel-Anwärterinnen ärzt- lich..auf ihre Eignung untersucht. Die endgültige Aufnahme kann nur erfolgen, wenn das Tauglichkeitszeugnis des zuständigen Arztes vorliegt. Nach bestandener Pimpfenprobe dürfen in das DJ. nur die Jungen ausgenommen werden, die im Gesundheitspaß den Vermerk „tauglich" oder „bedingt tauglich" haben. Bei der ärztlichen
Untersuchung können Junaen des Jahrganges 1926 aus gesundheitlichen Gründen (körperliche Schwäche usw.) auf ein Jahr vom Eintritt in das DJ. z u - rückgestellt werden. Die ärztliche Untersuchung der JM.-Anwärterinnen geschieht entsprechend der DJ.-Anwärter. Eine Zurückstellung der Mädel des Jahrganges 1926 aus gesundheitlichen Gründen kann ebenfalls wie bei den Jungen erfolgen.
Aufnahmegebühren und Beiträge werden bei Beginn und während der Probedienstzeit nicht erhoben. Erst von dem Zeitpunkt der Aufnahme an gelten uneingeschränkt die seitens des Derwaltungsamtes der Reichsjugendführung festgesetzten Bestimmungen einschließlich der Bestimmungen über Erleichterung der Beitragszahlung. Die geldliche Frage wird bei der Probeaufnahme bzw. Aufnahme in das DJ. und die IM. unter keinen Umständen als Hinderungsgrund auftreten.
Während der Probedienstzeit ist der Pimpf und das Jungmädel berechtigt, den Dienstanzug des DJ. bzw. die Bundestracht der IM. zu tragen, wobei der Pimpf diesen jedoch ohne Fahrtenmesser, HI. - Abzeichen und Schulte r st r e i f e n trägt, bis er hierzu auf Grund der abgelegten Pimpfenprobe berechtigt ist. Bedürftige werden mit Hilfe der nationalsozialistischen Volkswohlfahrt eingekleidet. Hierzu erlassen die Gebiete und Obergaue im Einvernehmen mit dem Organisationsamt weitere Bestimmungen.
Nach Ableistung der Probedienstzeit werden die DJ.-Anwärter und JM.-Anwärterinnen feierlich in das DJ. bzw. die IM. ausgenommen. Die in das Deutsche Jungvolk und die Jungmädelschast aufgenommenen Jungen und Mädel bilden jahrgangsweise Einheiten, so daß z. B. zukünftig alle Zehn» und Elfjährigen eines Ortes oder Stadtteils in einer Einheit zusammengefaßt werden. Unmittelbar nach der Aufnahme beginnt der regelmäßige Dienst der Pimpfe und Jungmädel und damit ihr Weg durch die Schule der Nation.
Zehn Haushallilngsschulen de«Ni>M.
Berlin, 6. März. (DNB.) Am 20. April 1936 werden im Reich zehn Haushaltungsschulen des BDM. eröffnet. Sie dienen als Grundlage für die Ausbildung von Kindergärtnerinnen, Kinderpflege- rinnen, Hortnerinnen, Haushaltspflegerinnen, Säuglingsschwestern, Krankenschwestern, Diät-Schwester« ufw. Die Mädelreferentin im Sozialen Amt der RIF., Untergauführerin G. Kunzemann, führte der Presse dazu aus: Mit der Eröffnung der Haushaltungsschulen des BDM. ist endlich dem bringen*


