Eine Denkschrift de- Führer- der aufgelösten Eisernen Gardes
gehen.
Neue Führung in der Studentenschaft
Ein Vortragsabend beim Gauleiter
sieht.
In der Rächt vom 26. zum 27. September J wurde Pfarrer Albert Meier aus Charkow von der GPU. verhaftet. Es ist völlig unerfindlich. warum diese Verhaftung stattfand und was man Pfarrer Meier vorwerfen kann, denn seit Iahren ist er auch seitens der Sowjetbehörden als völlig unpolitischer, ruhiger und zurückhaltender Mann bekannt, dem sogar die besondere amtliche Erlaubnis erteilt wurde, außerhalb seines Amtsbezirkes in anderen Gemeinden Gottesdienste abzuhalten. Der Grund für seine Verhaftung kann nur in der g r u n b- sä hlichen Religionsfeindschaft und dem rücksichtslosen Willen der Sowjets gesucht werden, Religion und Kirche vollständig zu vernichten. Die Verhaftung von Pfarrer Meier stehl in schreiendem Gegensatz zu den Phrasen des berüchtigten Artikels 124 der Sowjetverfassung, wo heuchlerisch von einer „Freiheit der Abhaltung religiöser Kulte" geredet wird.
Der Vorgänger von Pfarrer Meier, Propst Birth, schmachtet schon s e i t d r e i I a h r e n i m h o h e n Norden in der Verbannung. Pfarrer Friedrich B r a tz aus Ludwigsthal ist zu zehn I a h r e n Zwangsarbeit verurteilt und befindet sich tm hager Komy in Sibirien. Pfarrer Karl K r e n tz aus Neu-Stuttgart ist b ei d e r Z w a n g s- arbeit in einem Steinbruch im Lager bei Tomsk zum zweiten Male zusammengebrochen. Sein baldiges Ende ist mit Sicherheit zu erwarten. Im selben Steinbruch arbeitet Pfarrer
ist verschollen.
Nachdem auch Pfarrer Waldemar Reichwald im Juni d. I. zu sieben Jahren Gefängnis und seine Frau zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden sind, ist auch das ganze Sibirien ohne einen einzigen evangelischen Pfarrer. Alle übrigen 33 Pastoren. über deren Schicksal in der Verbannung bis zum Anfang dieses Jahres noch Nachrichten eintrafen, sind gänzlich verschollen. Von den 230 Pfarrern, die vor der Revolution in 539 Kirchspielen und 1828 Gotteshäusern die evangelischen Christen Rußlands betreuten, sind heute nur noch drei bis vier tätig auf einem Territorium, das ein Sechstel der Erde umfaßt! Der Bolschewismus hat sein Zeil, dievernichtungdesevan- gelischen Christentums, restlos erreicht. Ueberslüssig zu betonen, daß das Schicksal der katholischen und der griechisch-orthodoxen Kirchen in der Sowjetunion dem Schicksal der evangelischen Kirche genau entspricht.
Rumänien-Jugend gegen ein Bündnis mit dem Bolschewismus.
Sutareft, 5. Nov. (DNB.) Der frühere Führer der aufgelösten „Eisernen Garde, Ornenu Zelen C o d r e a n u, hat eine Denkschrift v^offent licht, die sich an den König persönlich wendet und in ganz außergewöhnlicher Offenheit und Sch s die äußere und innere Politik Rumäniens behandelt. Codreanu erklärt darin, die Zeit des Polittkertum fei vorbei, die Zeit der nationalen Jugend gerom- men. Wenn die Jugend Rumäniens genötigt jein sollte, a n d e r S e i t e d e r b o l s ch e w i st ischen Hetzer gegen die V e r t e i d i g e r d e r ch r i st- l i ch e n Weltzivilisation für die Zerstörer von Kirchen und Heldengräbern in den Krieg zu ziehen, so würde sie mit Pistolen au f al le jene schießen, die sie dahin gebracht hatten, und dann, um nicht die Ehrlosigkeit einer Desertion zu begehen, Selbstmord verüben. Niemals werde die Jugend Rumäniens im Zeichen des Teufels gegen Gott kämpfen. Es gebe keine Kleine Entente, es gebe keine Balkan-Entente; wer daran glaube, beweise, daß er noch nicht begriffen habe. Zwei Welten stünden einander gegenüber, unter deren Zusammenprall im Augenblick eines Krieges alle politischen Kombinationen wie Kartenhäuser verfallen würden. Die eine dieser zwei Welten bestehe aus den Staaten der nationalen Revolution, die für das Kreuz und die viel- tausendjährige Zivilisation der Menschheit stritten,
Berlin, 5. Nov. (DNB.) Die deutsche Pro- Deo-Kommission, Berlin, hat aus völlig zuverlas,i- aer Quelle Mitteilungen über das Schicksal Der letzten evangelischen Geistlichen aus dem Gebiete der Sowjetunion erhalten. Pfarrer Simon Kludt aus Freudenfeld wurdevor eml- aer Zeit zum Tode verurteilt. Das Urteil soll schon vor Monaten v o l l st r e ck t worden sein. Die verzweifelte Familie aber spannt man auf die Folter, indem man ihr eine endgültige Mittel- luna darüber hartnäckig verweigert. Auch der älteste Sohn war eines Tages verschwunden, es stellte sich heraus, daß er im GPU.-Gefängnis sitzt und seiner Verurteilung entgegen
bemühte sich die Türkei darum, Trapezunt als Umschlagplatz zu empfehlen, wobei sie gleichzeitig darauf Hinweisen konnte, daß eine gute Autostraße von Trapezunt wie bei Erzerum bis an die iranische Grenze bereits im Bau sei. Von f r a n z ö s i s ch e r Seite schließlich wurde Alexandrette als der günstigste Umschlagplatz bezeichnet. In der Tat wäre auch Alexandrette eigentlich der gegebene Platz, denn die heute schon bis Nisibin und bald noch weiter ostwärts führende Bagdadbahnlinie erschließ Alexandrette ein gewaltiger Hinterland, das durch eine leicht zu schaffende Verbindung bis nach Iran eine gewaltige Bedeutung erlangen könnte.
Trotz dieser günstigen Verhältnisse hat sich Die iranische Regierung doch entschlossen, Trapezunt als Umschlagplatz zu wählen und den größten Umweg über das Schwarze Meer und durch das Mar- mara-Meer in Kauf zu nehmen. Ganz offensichtlich haben hier politische Gründe eine ausschlag- aebende Rolle gespielt. Steht doch der Ab,chluß eines Freundschaftsvertrages zwischen der Türkei, dem Irak, Iran und Afghanistan unmittelbar bevor. Die im Hinblick auf diesen Freuno- schaftsvertraq schon heute zu beobachtende enge türkisch-iranische Zusammenarbeit hat es offensichtlich vermocht, die an sich bessere..französisch-syrische Konkurrenz zu schlagen. Anderseits besteht jetzt die Möglichkeit, darauf hinzuweisen, daß Alexandrette roenn es türkisch wäre sicher gegenüber Trapezunt den Vorzug erhalten hatte, schon aus Gründen der Wirtschaftlichkeit. Aus national-
die andere fei der Bolschewismus und l-In- Anhängfel, die für di- Vernichtung der Volker und der christlichen ZivilisaUon kämpften.
Titulescu habe das größte Verbrechen gegen sein Land begangen. Auf Befehl d e r F r maurerei und d e s Judent um s habe sich Rumänien zur Teilnahme an den Sanktionen geradezu gedrängt. Italien habe dieses Vorgehen als Verrat empfunden. Wundere sich noch jemand über das, was gekommen sei? Die Rede Mussolini s sei die schmerzliche Antwort auf die Gehässigkeit und Intrige, die die rumänische Außenpoiilir als Werkzeug des Freimaurertums und des JuDen- tums durch 14 Jahre gegen das faschistische Italien angewandt habe. Es sei die Pflicht der jungen G - neration, mit den Fingern auf jene äst weisen, die Rumänien auf diesen Weg gebracht hatten, der es ium Tode führen müsse. , ,, „ .
Auf die Innenpolitik übergehend, erhebt Codreanu Anklagen gegen jene, die die fugend Rumäniens aus Haß gegen den nationalen Gedanken und das Christentum auf Befehl des Freimaurertums und auf tägliches Betreiben der Judenpresse an ihrer Entwicklung hindern wollten. Die Denkschrift schließt mit einem Aufruf an die rumänische Jugend, sich von Freimaurertum, Judentum und Bolschewismus frei zu machen und ihren Weg in die Zukunft zu
Berlin, 5. Nov. (DNB.) Der stellvertretende i Reichsführer der Deutschen Studentenschaft, Walde- I mar Müller, hat an den Reichserziehungsmim- i (ter Rust folgendes Schreiben gerichtet: Sehr geehrter Herr Minister! Nach dem Rücktritt des Pg. - Feickert als Führer der Reichsschaft der Stu- _ dierenden und Reichsführer der Deutschen Studen- , tenschaft im vorigen Jahre haben Sie diese Aemter । nicht neu besetzt, sondern in Erwartung der von ihnen erstrebten einheitlichen Führung des deutschen Studententums mich beauftragt, vertretungsweise die Geschäfte zu führen. Sie gaben mir den Auftrag, nach Möglichkeit diese einheitliche Führung auf Seiten der Deutschen Studentenschaft vorzubereiten, bis dahin aber unter allen Umständen ihre sachliche Arbeit fortzuführen. Die Deutsche Studentenschaft steht heute bereit politische Haltung mit beruflicher Leistung zu vollem Einsatz zu verbinden. Ich glaube daher, daß die Stunde gekommen ist, in der ich Sie, Herr Minister, bitten kann, meinen oorbereiten» denAuftragalserledigtzu erklären. Zur Herbeiführung einer einheitlichen Führung des gesamten deutschen Studententums schlage >.ch Jbnen vor, den früheren Kreisführer der Deutschen Studentenschaft, SS.-Obersturmbannführer Pg. Gustav Adolf Scheel, zum Führer der Reichsschaft der Studierenden und Reichsführer der Deutschen Studentenschaft zu ernennen. „
Reichsminister Rust hat an Pg. Waldemar Müller mit folgendem Brief geantwortet: Lieber Parteigenosse Müller! Ihrer Bitte entsprechend en t - binde ich Sie von den Geschäften eines stellvertretenden Reichsschaftsführers und Reichsführers der Deutschen Studentenschaft, nachdem tue ihnen von mir gestellte Aufgabe, die einheitliche Führung des deutschen Studententums auf Seiten der deutschen Studentenschaft vorzubereiten, erfüllt ist. Ich werde aemäß ihrem Vorschläge den Pg. Dr. S ch e e l zum Führer der Reichsschaft der Studierenden und Reichsführer der Deutschen Studentenschaft ernennen, nachdem inzwischen der Stellvertreter des Führers Dr. Scheel auch zum Führer des Studentenbundes ernannt. Daß ich beute diesem Ihrem Wunsche nachkommen kann, ist mit Ihrer Arbeit zu verdanken. Uneigennützig haben Sie, lieber Pg Müller, unter schwierigen Umstanden vertretungsweise die Deutsche Studentenschaft über-
Ausrottung des evangelischen Christentums in Sowjetrußland.
Don 230 Pfarrern nur noch vier tätig, alle übrigen verbannt oder ermordet, die Pfarrfrauen in Zwangsarbeüsiagern.
politischen Erwägungen aber habe man eben darm doch Trapezunt wählen müssen. Hier ist der Turke ein wertvolles Werkzeug m die Hand gegeben, mit dessen Hilfe die Bevölkerung von Alexandrette selbst lA veranlaßt werden kann, ihre Wun che nach Neuregelung ihrer staatlicher Zugehörigkeit ach wirt s ch °stl i ch z u b e g r Ü n d - n und zu unter-
"handelt sich a(fo, wie man sieht, bei der jetzt von der Türkei angeschnittenen Frage von Alexan drette nicht um -in Seilproblemi m> n nur wttgtr Bedeutung, sondern um eine Frage, Die eine zin Gelegenheit gang Dorderasiens ist, die für die Entwicklung der zwischenstaatlichen Verhältnisse in btefem °Raum eines Tages °°r. sehr große B deu- hma werden kann. Da man aber auch aravljcher {eits Wert darauf legt, mit der Türkei als einen o überaus wichtigen Faktor in ^er vorderasiatischen Politik in gutem Einvernehmen zu leben, so wird man erwarten können, daß in abfehbarer Zeit eine allseits befriedigende Lösung dieser Frage gefunden werden müsse. Größtes Jnter°si° daran haben schließlich auch die europäischen Keftmachtc und war nicht nur Frankreich, als mit Syrien eng verbundene Macht, sondern auch England, das gerade jetzt an dem Ausbau der Alexandrette vorgelagerten Insel Cy Pern zu einem festen strategischen Stützpunkt schreitet und das daher alles andere eher brauchen tann als einen neuen Konflikt in feiner nächsten Nachbarschaft.
Friedrich Deutsch mann aus Hochstadt. Auch er ist a m E n d e s e i n e r K r a f t. Früher arbeitete dort auch der zum Tode verurteilte und dann zu zehn Jahren Zwangsarbeit „begnadigte" Pfarrer Waldemar S e i b aus Dnjepropetrowsk Er ist verschollen. Pfarrer Peter Heinrich Withol aus Lugansk bekam zehn I a hr e 3 w vng s- arbeit und erkrankte bald an Schwindsucht. Er ist höchstwahrscheinlich gestorben. Propst Liborius Behning ist tot. Pfarrer Erbes ist in der Verbannung an Hungertyphus gestorben. Verschollen sind die verschickten Pfarrer Emil und Artur Pfeiffer aus Norka (Wolga) Saratow, Pfarrer Artur Kluck aus Katarinenstadt, der schon vor acht Jahren verbanm wurde, Pfarrer Hansen aus Leningrad, der nach dem hohen Norden verschickt wurde.
Das Empörendste jedoch ist, daß auch die Frauen evangelischer Pfarrer in Zwangsarbeitslager verbannt worden sind. Die Frau von Pfarrer Kluck erhielt zehn Jahre und befindet sich im Fernen Osten hinter Chabarowsk. Seine Schwester Selma, die ebenfalls zu zehn Jahren verurteilt wurde und sich zu Anfang des Jahres in Medweshja Gora inKarelien befand.
nommen und es verstanden, sie zu sachlicher Lei« stung und nationalsozialistischer Haltung gleicherweise zu führen. Für Ihre Arbeit sage ich Ihnen daher meinen herzlichsten Dank. Anschließend hat Reichserziehungsminister Rust SS.-Obersturmbannführer Dr. Scheel entsprechend zum Reichsfuhrer der Deutschen Studentenschaft ernannt.. Damit sind derNSD. -Studentenbund und die D e u t • sch e Studentenschaft, die or g an isck erhalten bleiben, wieder unter einer F u h - rung zusammengefaßt und ist die Einheit des gesamten deutschen Studententums gewährleistet. Parteigenosse Dr. Scheel, der die Amtsbezeichnung Reichs st udentenführer tragen wird, hat tue große Aufgabe, das deutsche Studententum durch einheitlichen Einsatz zu um so größerer Leistung für Volk und Staat zu führen.
SS.-Obersturmbannführer^Pg. Dr. Scheel trat 1930 der SA. und dem NSD.-Studentenbund bei. 1931 wurde er Führer d e r Heidelberger Studentenschaft. Unter seiner Führung wurde die Entfernung des berüchtigten Professors Gumbel von der Hochschule Heidelberg durchgesetzt. Bis 1935 war Dr. Scheel Kreisführer Sud- d e u t s ch l a n d s der Deutschen Studentenschaft und Gaustudentenbundführer Baden. 1934 legte er sein Staatsexamen ab und promovierte zum Dr. der Medizin. Die Universität Heidelberg ehrte ihn wegen seiner Verdienste um den Neuaufbau der Hochschule mit der Ernennung zum Ehrensenator, die erste und einzige Ehrung dieser Art in Deutschland. 1935 wurde Dr. Scheel vom Reichs- führer SS. mit wichtigen Ausgaben betraut.
Aeichöminister ZRuft
eröffnet das neue Semester.
! Berlin, 5. Nov. (DNB.) Reichserziehungsrnini- fter Rust wird anläßlich der 125-Jahrfeier der
, Friedrich-Wilhelm-Universität in Breslau am 7. November 1936, vormittags 11 Uhr, in einer Rede
: sich mit Hochschulfragen befassen. Mit dieser : Rede, die durch die Reichssender Breslau, München i und Köln übertragen wird, wird der Minister gleich» : zeitig das neue Semester an den deutschen Hoch- ; schulen eröffnen. Die deutschen Dozenten und Stu» - deuten werden durch Gemeinschaftsempfang an - der Rede teilnehmen.
Neichsärzteführer 0r. Wagner spricht in der Gauhauptstadt Hessen-Nassaus.
6.Nov. (DNB. Funkfpruch.) Nach fenai fetzt sich zusammen aus 75 Demokraten 17 echnunaen hat Roosevelt 25 317 591 Republikanern, einem Progressiven emem Unabhan-
der aus
gigen und zwei Vertretern der Landarbeiter. Die demokratische Mehrheit im Unterhaus ist die größte irgend einer Partei feit dem Jahre 1 8 85 und im Senat seit 1869. Zahlenmäßig ist die demokratische Mehrheit in beiden Häusern des Kongresses die größte in der Geschichte
Ne uy or k, 6. vi.w. u-.-.r-
den letzten Berechnungen hat Roosevelt--------
Stimmen, Landon 15 795 236 Stimmen erhalten. Die endgültige Ausstellung dürfte eine Stimmenmehrheit von 10 Millionen für Roosevelt aufzeigen. Roosevelts Wahlsieg ist der größte Sieg eines Präsidentschaftskandidaten seit dem Jahre 1820; damals erhielt James Monroe sämtliche Wahlmännerstimmen, außer einer einzigen. Der eine Wahlmann stimmte lediglich aus dem Grunde gegen Monroe, um ihm nicht den gleichen Sieg wie dem ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten, George Washington, zu geben, der sämtliche Wahlmännerstimmen erhalten hatte. Daß Roosevelts Wiederwahl auch größtenteils e i n Persönlichkeitssieg ist, erkennt man daraus, daß die republikanische Hochburg Vermont nur Roosevelt Stimmenmehrheit gab, dagegen alle anderen republikanischen Kandidaten
einer verstärkten und verbesserten Ausbildung desNachwuchses, für die alle Kräfte eingesetzt werden müßten. Der Minister werde gerade der Facharbeiterftage sein besonderes Augenmerk zuwenden. Nach einer lebhaften Aussprache machte Dr. Schacht Ausführungen darüber, welche ungeheure Bedeutung für die Gesamtwirt- schaft und das gesamte Volk in der Erhaltung eines gesunden Handwerks und in der Wahrung bester handwerklicher Traditionen und Einrichtungen liege. Die Organisation der gewerblichen Wirtschaft und die Deutsche Arbeitsfront hätten ihre eigenen Aufgaben, die aber fo viele Berührungspunkte enthielten, daß nur eine loyale Zusammenarbeit unter Anerkennung der beiderseitigen besonderen Funktionen zum Gelingen des großen Werkes beitragen könne.
den Händen der nationalen Streitkräfte befinden, wurden zahlreiche Brandherde am Rande der Stadt festgestellt, woraus man schließt, daß die Kommunisten und Anarchisten mit der Plünderung und Brandstiftung begonnen haben. Im Verlaufe der Kämpfe, die an den verschiedenen Frontabschnitten stattfanden, fielen wiederum zahlreiche fowjetrussische schwere Tanks in die Hände der Nationalisten. In der Gegend von Chapineria haben die Roten ihre befe'fttigten Stellungen kampflos verlassen. <
Die bei Alcorcon stehende nationale Artillerie beschoß Madrid. Das Ziel des Feuers
ist die Rassenpolitik des Nationalsozialismus gleichzeitig Friedenspolitik; bereits heute ist im Ausland ein Wandel im Verständnis der Rassenfrage festzustellen: bei den meisten Kulturvölkern beginnt das Rassenbewußtsein zu erwachen, das zur gegen» Zeitigen Anerkennung des arteigenen Rechts zwingt. Bei den zukünftigen Aufgaben der nattonalsozia- listischen Beoölkerungspolitik muß es in erster Linie gelingen, eine innere Umformung der kinderfeindlichen Haltung herbeizuführen. Dabei wird es Sache des Staates fein, die Lasten auszugleichen, während der Partei die noch höhere Aufgabe der Volksführung zufällt. Die politische Tat der nationalsozialistischen Rassenpolitik und Gesundheitsführung ist notwendig, um dem deutschen Volke für alle Zeiten die Ehre, Wehrkraft und Freiheit zu sichern.
Noch einmal spricht der Gastgeber, Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger zu den Erschienenen: Die Führerschaft des Gaues Hessen-Nassau wird in den zur Diskussion gestellten Fragen jederzeit vorbildlich vorangehen. Wenn alle in der Rasfen» frage Disziplin wahren, ist jede weitere gesetzliche Regelung nicht vonnöten. Wir sind der deutschen Aerzteschast dankbar, daß. sie mithilft, unser Volk wieder arbeits- und gesundheitsfreudig werden zu lassen. „Denn nur mit einem lachenden Volk kann man eine alte Welt stürzen, und das deutsche Volk wird sie stürzen!"
NSG. Frankfurt a.M., 5. Nov. „Wie schon einmal zu Beginn dieses Jahres habe ich die g e • samteFührerfchicht des Gaues Hessen- Nassau zusammengerufen, damit sie sich gegen» fettig näher kennenlernt und so der notwendige Ausgleich bei auftretenden Schwierigkeiten sachlicher Art herbeigeführt wird!" Diese Worte des Gaulei» ter 5 stehen am Anfana eines Abends, an dem im Frankfurter Palmengarten alle maßgebenden Persönlichkeiten des Rhein- Main-Gebietes um bas politische Oberhaupt des Gaues versammelt sind Das letzte Ziel des Führers ist, alle Deutschen zu wahren Nationalsozialisten zu machen. Dabei fallen den Mitkämpfern jeweils verschiedene Aufgaben zu. Neben der Partei steht die Wehr- macht, und auf diesen beiden Säulen baut sich das deutsche Volksleben auf. Staatspolitik und Weltpolitik wird nicht mit dem Vorschlaghammer gemacht; damit die Grundsatzfrage richtig verstanden wird, ist es unerläßlich, etappenweise in die Tat zu gehen.
Nach dem Begrüßungswort des Gauleiters spricht der Referent des Abends, Reichsärzteführer Dr. Wagner, über das Thema: Rassenpolitik und Gesundheitsführung im nationalsozialistischen Staat. Es wird behauptet, daß unser Rassenstandpunkt eine Ueberhebung, daß er imperialistisch sei. Die Anschauung ist falsch: wir sagen nicht, daß die übrigen Rassen der Welt schlechter, sondern daß sie anders sind. Wir wissen aber, daß eine Rassen- vermischung zur Bastardierung führen muß. Dabet
Sieg der Persönlichkeit.
Der größte Wahlsieg in USA. seit hundert Jahren.-Noosevelts erste Ausgabe Ausgleich des Haushalts.
war insbesondere der in der Stadtmitte gelegene Platz Puerto del Sol, aus dem sich u. a. auch t>as Innenministerium befindet. Die Roten feuerten zu gleicher Zeit aus 10 5-cm - Geschützen, die im Westen der Stadt, im Volkspark Casa de Campo, stehen, auf bas Dorf Alcorcon und die nach Madrid führende Landsttaße.
Die Landeshandwerksmeister bei Schacht.
Berlin, 5. Nov. (DNB.) Am 5. November d. I. wurden die Landeshandwerksmeister vom Reichs- wirtschaftsminister zu einer längeren Aussprache empfangen. Dr. Schacht wies auf die großen Aufgaben hin, die der Reichsgruppe Handwerk im Rayrnen des Dierjahresplanes gestellt werden. Insbesondere liegen diese Aufgaben auf dem Gebiete
erwählte. , m .
Bei feiner Abfahrt von Hydepark nach Washington teilte Roosevelt der ihm zum Abschied zujubelnden Menge mit, er kehre nach Washington zurück und wolle versuchen, den Haushalt auszugleichen, um dadurch den ersten Teil seines Wahlversprechens hinsichtlich des New Deals zu verwirklichen. Am 17. November werde er nach dem Süden abreisen und erst kurz vor Weihnachten zurückkehren. Damit darf angenommen morden, daß Roosevelt nach Buenos Aires fahren werde, um dort am 1. Dezember die panamerikanische Friedenskonferenz zu eröffnen.
beispiellose demokratische Mehrheit im Kongreß.
Schwere Niederlage der Kommunisten in Neuyork.
Neuyork, 6. Nov (DNB. Funkspruch.) Auf Grund der endgültigen Ergebnisse der Wahlen besteht das Repräsentantenhaus des Kongresses aus 334 Demokraten, 89 Republikanern, 7 Progressiven und 5 Vertretern der Landarbeiter. Der Bundes»
des Sandes.
Bei den insgesamt 33 Gouverneurswah- len sind bisher 26 Demokraten gewählt morden, während in Vermont, Newhampshire und Sud- Dakota die republikanischen Kandidaten den Sieg daoontrugen. Der k o m m u n i st i s ch e Gouverneurskandidat für Neuyork, Robert Minor, erhielt nur 36307 Stimmen. Die kommunistische Partei hat infolgedessen die gesetzlich vorgeschriebene Mindestzahl (50 000) nicht erreicht, und darf sich daher an künftigen Wahlen nicht beteiligen.
Anarchie m Madrid
Brandstiftungen und Plünderungen
Paris, 6. Nov. (DNB. Funkspruch.) In spanischen Hauptstadt soll nach einer Meldung Teneriffa größte Verwirrung herrschen. Nationale Flugzeuge, die Donnerstag die Stadt überflogen, haben Straßenkämpfe beobachtet, die anscheinend zwischen Anhängern und Gegnern des roten Häuptlings Caballero ftattfinden. Von den Vororten Madrids aus, die sich bereits in


