Oer Mgen-amm -em Eisenbahnverkehr übergeben
Rögen ist keine Insel mehr!
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Stralsund, 5. Oft. (DNB.) Seit drei Jahren arbeiten Tausende von fleißigen Händen an dem Riesenwerk des Rügendammes, der in einer Länge von fast drei Kilometer den Strelasund überbrückt und den Eisenbahn-, Kraftwagen und Personenverkehr vomFestland nachRügen über- nehmen soll. Der erste Teil dieses gewaltigen Werkes, die Eisenbahnverbindung über den Rügendamm, ist f e r t i g g e st e l l t. Sie ermöglicht eine Beschleunigung des Eisenbahnverkehrs umdreiviertelStunden. Hinzu kommt dann noch die durch die E l e k t r i f i z i e r u n g der schwe-
vertretenden Generalsekretär des Völkerbundes handeln, so ist die Regierung hiermit voll einverstanden und sieht davon ab, einen Delegierten zu entsenden."
Prooinzialverbandes der angrenzenden Gemeinden usw. mitgewirkt. Die ungeheure Arbeitsleistung tue» ses Bauwerkes ist der Tüchtigkeit deutscher Snge- nieure und Arbeiter zu verdanken, von denen viele Arbeitslose beim Bau des Rügendammes beschäftigt wurden. Jetzt ist das Bauwerk fertig. Bald auch werden die Wagenkolonnen und die Fußgänger nach Rügen gelangen, und weiter wird der Damm dazu beitragen, daß sich der deutsch-skandinavische Reise- und Güterverkehr wesent»
Wegeunterhaltspflichtigen aufgebracht werden, der Beschaffung dieser Mittel hat vor allem Oeffa unter Beteiligung der Reichsanstalt für beitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung,
Zur Abberu unq Lesters
Em Briefwechsel zwischen Avenol und Greiser.
Steine einzufassen, aber es zeigte sich, daß eiserne Spundwände besser waren. Die größte Höhe des Dammes beträgt 9,5 Meter über Mittelwasser. An der Sohle ist der Damm 100 Meter breit, die Kronenbreite beträgt 13,5 Meter, von denen 5,5 Meter die eingleisige Eisenbahn einnimmt, da eine eingleisige Bahn für den Verkehr vollständig genügt; weiter kommt eine 6 Meter breite Krait- fahrstraße und ein 2,25 Meter breiter Fuß- gängersteig hinzu, die jedoch noch nicht Der- kehrsfertig sind. Die beiden bisherigen Privatfähr» schiffe werden überflüssig.
Der Bau der beiden Brücken erforderte besondere Konstruktionen. Bei der Ziegelgrabenbrücke mußte ein Durchlaß für die Schiffahrt geschaffen werden. Sie hat zwei Öffnungen von 52 Meter Spannweite und eine bewegliche De ff. nung von 29 Meter Stützweite zwischen den Reib- hölzern, die den Druck der Schiffe aufnehmen, falls sie gegen die Brückenpfeiler getrieben werden. Das Gewicht der Brücke wird bei dem Waagebalken durch eine entsprechende Betonlast ausgeglichen. Die andere Brücke, die über den Strelasund, ist 550 Meter lang und hat den Zweck, dem S?e- wasser die Möglichkeit des Ausgleichs zu geben. Würde man den Damm ohne diese Ausgleichs- Möglichkeit errichtet haben, so setzte man ihn er- heblichen Gefahren aus, da das Hochwasser der Ostsee durch den Wind gegen die Konstruktion getrieben wird. Allein beim Bau der Strelabrücke wurden 27 000 Raummeter Beton und 5000 Tonnen Stahl eingebaut.
Die Finanzierung des Baues des Rügen- dammes ist ausschließlich aus deutschen Mitteln erfolgt. Das Projekt sah einen Kostenaufwand von insgesamt etwa 26,9 Millionen Reichsmark vor, von denen rund 16 Millionen Reichsmark auf die Deutsche Reichsbahn entfielen. Die rest-
wohnern der Stadt Stralsund und der Rügenschen Ortschaften eingefunden, um dem Eintreffen des ersten Zuges beizuwohnen. Der Präsident der Reichsbahndirektion Stettin, Lohse, bezeichnete den Rügendamm als ein Friedenswerk deutschen Lebens- und Aufbauwillens, als Werk deutscher Technik und deutschen Fleißes. Er dankte dem Füh- rer und Reichskanzler, der die Voraussetzungen dieses Baues überhaupt erst geschaffen habe. Der Rügendamm werde reichen Segen bringen Ober- Präsident Gauleiter Schwede- Koburg dankte der Deutschen Reichsbahn, allen Arbeitern, Eisenbah- nern und Werkleuten, die an diesem Werk mitgeschaffen haben, für ihre hingebende Arbeitsleistung. Für die am Bau beteiligten Kameraden gab ein Arbeiter der Freude aller Ausdruck, daß sie Mithelfer fein durften an dem großen, weithin sicht- baren Werk des Führers. Generaldirektor Dr. Dorpmüller hob noch einmal die große Be- deutung dieses Bauwerkes hervor. Die große Völkerstraße nach dem Norden habe durch den Rügendamm ein neues Bindeglied erfahren. Er sprach der Stadt Stralsund, der Provinz Pommern, dem Staat und dem Reich Dank für ihre Unterstützung bei dem Bauwerk aus und schloß mit einem freudig aufgenommenen Sieg-Heil auf den Führer.
In dem gleichen Augenblick, als die Hellrufe er-
Vom Ziegelgraben mit der Klappbrücke über die Insel Dänholm, führt der neue große Rüdendamm und erreicht bei Altefähr, dickt an der bisherigen Fähranlegestelle, die Insel Rügen. — (Scherl-M.)
dischen Anschlußbahnen ermöglichte weitere Zeitersparnis, so daß der internationale Verkehr insgesamt eine Beschleunigung um 2% Stunden erfährt. Der Kraftwagen- und der Personenverkehr wird zu einem späteren Zeitpunkt ausgenommen.
Zur feierlichen Eröffnung trafen in der festlich geschmückten Stadt Stralsund ein: der Oberpräsident und Gauleiter der Provinz Pommern, Schwede (Koburg), Generaldirektor Dr. Dorpmüller, Staatssekretär König vom Reichsverkehrsministerium. die Mitglieder des Internationalen Kongresses für Brückenbau und Hochbau, unter ihnen auch Generalinspektor Dr. Todt. Besonders zahlreich war die Beteiligung aus den skandinavischen Ländern. Mit dem deutschen Gesandten in Stockholm, Prinzen zu Wied, nahm der norwegische Gesandte in Berlin, Exzellenz Scheel, und der schwedische Gesandte in Berlin, Exzellenz a f Wirsen, an der Eröffnungsfeier teil. Mit einem Sonderzug fuhren die Gäste nach Stralsund- Hafen und von dort mit dem Fährschiff „Altefähr", das an diesem Tage seine letzte Fahrt macht, nach der Insel Rügen. Dabei bot sich Gelegenheit, das stolze Bauwerk des R ü g e n d a m m e s , das in seiner technischen Vollendung ein erhebendes Zeugnis von deutscher Schaffenskraft ablegt, zu besichtigen. Nach der Rückkehr nach Stralsund-Hafen hielt Generaldirektor Dr. Dorpmüller an die angetretenen Fährschiffbesatzungen eine Ansprache. Er begrüßte die r#)teranen und die aktiven Männer vom Fährdienst und dankte ihnen für ihre aufopfernde Arbeit während langer Dienstjahre. Dann wurde die Flagge vom Portal des Fährschiffbettes niedergeholt. Nachdem der Vorstand des Bauamtes die Fertigstellung des Eisenbahntelles des Rügendammes gemeldet hatte, fuhren die Gäste mit dem Sonderzug nach Stralfund-Hauptbahnhof zurück. Hier bestieg Generaldirektor Dr. Dorpmüller die Lokomotive eines Zuges, der alle offiziellen Vertreter und Ehrengäste zum ersten Male über den Rügendamm führte. Dor dem Ueberfahren der Brücke wurde ein zwischen zwei Fahnenmasten aufgespanntes weißes Band von dem Zuge durchschnitten.
Auf dem Bahnhof Altefähr hatten sich die dienstfreien Eisenbahner, die Gefolgschaft der am Bau beteiligten Stellen und Tausende von Ein-
lichen 10,9 Millionen entfallen auf den Straßenbauanteil. Dieser Anteil mußte von
tönten, fuhr der erste von Skandinavien kommende O-Zug in den Bahnhof Altefähr ein. Die zahlreichen Insassen des Zuges erwiderten herzlich die Grüße der großen Feftoersamm.'ung. Dann wies der Generaldirektor der schwedischen Eisenbahnen G r a n h o l m auf die Vorteile hin, die der Rügendamm Deutschland und den skandinavischen Ländern bringen werde, betonte d i e enge Freundschaft, die Schweden und Deutschland verbinde und sprach der Deutschen Reichsbahn die herzlichsten Glückwünsche zu diesem neuen großen Werk aus. Er sei sicher, daß auch der König mit lebhaftem Interesse dieses neue Werk verfolge, das der Besserung des Verkehrs zwischen den beiden Völkern diene. Dem schwedischen Gast antwortete Generaldirektor Dorpmüller mit herzlichen Worten des Dankes und mit einem freudig aufgenommenen Hoch auf den König von Schweden. Bald nach Beendigung dieses Festaktes erfolgte die Durchfahrt des ersten planmäßigen Schnellzuges von Deutschland nach Skandinavien. Den Abschluß der Festlichkeit bildete ein kameradschaftliches Beisammensein der Eisenbahner, der Gefolgschaft der Baufirmen des Rügendammes und der geladenen Ehrengäste in einem riesigen Festzelt, das mehrere tausend Menschen faßte.
seinem Schreiben dem Senatspräsidenten mit, daß auf die Tagesordnung des Völker- bundsrates folgende Fragen gesetzt worden seien: 15a: Bericht des Ratsausschusses; 15b: E r - nennung eines Hohen Kommissars des Völkerbundes in Danzig. Wenn die Regierung der Freien Stadt Danzig an der Prüfung dieser Fragen durch den Rat teilzunehmen wünsche, so würde er dem Präsidenten dankbar sein, wenn er ihm rechtzeitig den Namen des Delegierten mit- tellen würde. Das Schreiben des Generalsekretärs Avenol trägt das Datum des 2. Oktober und ist erst am 5. Oktober in Danzig eingetroffen. Aus Genf verlautet jedoch, daß die Danziger Fragen bereits am 5. b. M. abends vor dem Rat behandelt werden sollen.
Senatspräsident Greiser beantwortete das Schreiben des Generalsekretärs sogleich. Er bestätigte dem Generalsekretär, daß er dessen Schreiben erhalten habe und teilte u. a. folgendes mit: „Ich erlaube mir, darauf zu antworten, daß es sich bei Punkt 15a der Tagesordnung augenscheinlich um den Bericht des Herrn Hohen Kommissars handelt, der erft am 16. September d. I. hier eingegangen ist. Ich bedauere, einen Vertreter nicht entsenden zu können. Zu Punkt 15b der Tagesordnung beehre ich mich zu bemerken, daß die Regierung der Freien Stadt Danzig naturgemäß das größte Interesse daran hat, an der Ernennung eines Hohen Kommissars des Völkerbundes in Danzig mitzuwirken. Es wurde jedoch dem Vertreter Danzigs, Herrn Staatsrat Dr. Böttcher, unzweideutig zum Ausdruck gebracht, daß nicht beabsichtigt sei, schonwährend der 94. Tagung des Rates einen Hohen Kommissar zu ernennen, sondern lediglich den amtierenden Hohen Kommissar a b z u b e r u f e n. Sollte es sich nur um die Abberufung des Herrn Lester von Danzig und um seine Ernennung zum stell
Aus der Kundgebung der Danziger NSDAP., über die wir schon berichteten, erklärte der Senatspräsident Greiser u. a.: Der Völkerbund und seine Mitglieder haben sich damit abfinden müssen, daß das deutsche Danzig natio- n a l i st i s ch i st u n d bleibt. Unser Nachbar und Vertragspartner Polen wird damit zu rechnen haben, daß nationalsozialistische Zusagen auch gehalten werden und keines bekräftigenden neuen Beweises bedürfen. So sehr die Ereignisse der letzten Tage in Genf der Danziger Bevölkerung mit Recht die Möglichkeit geben, sich darüber zu freuen, um so mehr müssen mir auf de r Hut fein und bas dort offensichtlich gewordene Bestreben, das heiße Eisen Danzig durch eine Mandatspolitik abzukühlen, mit größtem Mißtrauen betrachten. Die Danziger Bevölkerung wird erst dann wieder das Wort Genf ohne üblen Beigeschmack empfinden, wenn der Völkerbund sich z u einer T a t aufrafft. Dies könnte nach dem Wunsch der Danziger Bevölkerung nur darin bestehen, den Beschluß zu fassen, überhaupt keinen Kommissar mehr zu schicken."
b e n s mittel für die Verteidiger ab- werfen können. Die Eingeschlossenen seien vor längerer Zeit aus den Provinzen Jaen und Cor- dvba wegen unsicherer Haltung gegenüber der JJcabnber Regierung nach diesem Kloster ver- bannt und scharf bewacht worden. Bei Ausbruch der nationalen Erhebung hätten sie von sich aus den Kampf gegen die Roten ausgenommen und sogar versucht, sich der Ortschaft Andujar zu bemächtigen. Infolge der Uebermacht der Gegner hätten sie sich aber zurückziehen müssen Die in dieser Gegend operierenden nationalen Truppen ständen gegenwärtig etwa f ünfnia Kilometer von Andujar entfernt. 6 9
Marxistische Greuestatrn.
Burgos, 5. Okt. (DNB.) Die nationale Regierung in Burgos veröffentlicht einen Bericht über die Mordtaten, Plünderungen, Schändungen und Brandstiftungen, die die marxistischen Horden in mittelspanischen Städten verübt haben
So sind in Arahal 23 Menschen bei lebendigem Leibe verbrannt worben. In Amal- collar würben 20 Einwohner bestialisch abae- s ch l ach t e t. Aus ber Stadt Baena liegt eine Na- menslifte von 91 Menschen vor, die auch unfaßbare Einzelheiten über die Art ihres Todes enthält. In La Campana fanden die nationalen Truppen d i e verkohlten Leichen vieler Einwohner. In Campillo wurden zehn Menschen ermordet aufgefunden. In Cazalla wurden 60 Morde fest- gestellt. Hier, wie in allen Orten, waren die Kirchen geschändet und zerstört, Banken und Wohnhäuser ausgeraubt. In Lora del Rio wurden 138 Priester und Nationalgesinnte zu Tode gequält. In Moguer zerstörten die Marxisten unersetzliche Kunstdenkmäler. In Moron wurden 25 Einwohner siinaerichtet. In Palma del Con- dado sind 18 Gefangene mit Handgranaten getötet worden. In Palma del Rio fanden 41 Personen einen grauenvollen Tod. 105 Menschen wurden in Posadas hingemetzelt, groß rst hier besonders die Zahl der Frauen, die von den roten Bestien vergewaltigt wurden. In Puente Senil wurden 154 Morde verübt und 7 Kirchen angezündet, und in Utrera sind 17 Menschen hin- gemorbet worben. Der mit unwiberleglichen Beweisen belegte Bericht ber nationalen Regierung in Burgos enthüllt nur einen Teil ber bolschewistischen Verbrechen in Spanien. Er genügt aber, um bas bhittriefenbe Antlitz des Bolschewismus zu erkennen.
D e Rückzuqslime der roten Regierung
P a r i s, 6. DEL (DNB. Funkspruch.) Der Sender Sevilla tellt mit, daß die Madrider Regierung Gold im Werte von mehreren Millionen Mark nach Sow- jetrußland verfrachtet habe. Das Pariser Blatt „Le Jour" schreibt, die Goldbarren seien in Cartagena an Bord eines sowjetrussischen Dampfers geschafft worden. Der sowjetrussische Botschafter in Madrid, Rosenberg, habe persönlich die Verladung geleitet. Der Sowjetdampfer werde in Cartagena noch Passa - g i e r e an Bord nehmen. Sobald die Lage in Madrid unhaltbar werde, würden die Regierungsmitglieder auf dem Dampfer Zuflucht nehmen.
beibehalten wollten. Auch die Amerikaner müßten ihre Einrichtungen erhalten und den Kommunismus ausrotten. Auch Amerika müsse Schritte unternehmen, um den Niedergang der Vaterlandsliebe aufzuhalten. Präsident Brundage zollte weiter der deutsch-amerikanischen Unterstützung für die Olympiamannschaft der Vereinigten Staa» ten Anerkennung Dank der Unterstützung Der Menschen deutschen Stammes in Amerika sei es möglich gewesen, die amerikanische Mannschaft nach Berlin zu entsenden. Bei der Entscheidung über die Teilnahme ber Vereinigten Staaten an ben Olym« pischen Spielen in Berlin habe es sich Darum ge- hanbelt, ob eine großschnäuzige, hochorganisierte und gut finanzierte Minderheit 120 Millionen Men- schen ihren Willen aufzwingen könne.
Oberbürgermeister Strölin überreichte den 12 besten Schülern und Schülerinnen aus den Reihen der Amerikadeutschen im Namen der Stadt des Auslandsdeutschtums bas Zeppe - linbuch, eine Einrichtung, bie jährlich wiederholt wird. Die neugeschaffene Pastorius-Plakette wurde dem 81jährigen deutsch - amerikanischen Schriftsteller Rudolf Cron au verliehen. In der Neuyorker Turnhalle fand noch die Ueberreichung von Silberplaketten der Stadt Stuttgart an 25 besonders verdienstvolle Deutschamerikaner statt.
Mit der llebergabe des Rügendamms für den Eisenbahnverkehr ist ein gewaltiges Werk der neuen Regierung der Öffentlichkeit übergeben worden. Rügen i ft keine Insel mehr, denn der Damm, der Rügen mit dem Festlande verbindet und eine Breite von 15 Metern hat, auf dem nebeneinander die Eisenbahn fährt, der Kraftwagen eine besondere Straße findet und der Fußgänger ebenfalls, geht in einer Länge von 2,54 Kilometern zum Festlande und verbindet Stralsund mit der Insel. Rügen, die Perle der Ostsee, wird durch dieses gewaltige Friedenswerk einen neuen Aufschwung erleben. Die Bäder der Insel werden durch den Bau des ,Kraft durch Freude"-Bades bei Mukran auf Rügen, in dem 20 000 Volksgenossen Erholung finden sollen, vermehrt. Die Notwendigkeit dieses monumentalen Bauwerkes war also gegeben. Hinzu kommt, daß die Verbindung nach Schweden dadurch leichter gestaltet wird.
Für den Bau des Rügendammes waren viele Pläne ausgearbeitet worden, bie sich u. a. bamit befaßten, ob nicht anstelle des Dammes ein Tunnel gebaut werben solle. Aber bas scheiterte an ben allzu hohen Kosten. Im Jahre 1931 wurden bie Pläne für ben Bau fertiggestellt, eine Beteiligung bes schwebischen Kapitals, bie ursprünglich vorgesehen war, kam aber infolge ber Entwertung ber schwebischen Krone nicht zustande. Im Jahre' 1934 wurde mit dem Bau begonnen. Zunächst mußte eine Fahrrinne von etwa 6 Meter Tiefe gebaggert werben, bamit der Stralsunder Hafen von Süden zu erreichen ist. Es entstand die Fahr- st raße durch den Ziegelgraben, der zwischen ber Insel Dänholm und dem Festlande läuft und über den die fertiggestellte Ziegelgrabenbrücke führt. Schon diese Arbeit stellte an die Erfahrung der Ingenieure und Arbeiter große Ansprüche, denn es mußten nicht weniger als insgesamt 2,5 Millionen Raummeter Schlick und Meeresboden beseitigt werden. Diese gewaltigen Mengen wurden durch große Maschinen an Dänholm und anderwärts angespült. Es entstanden so neue L a n d s l ä ch e n, die allein für die Stadt Stralsund 380 Morgen groß sind.
Dann wurde eine stählerne Mole für den neuen Stralsunder Hafen gebaut und mit der Errichtung des eigentlichen Dammes begonnen. Der Damm selbst ist durch zwei Brücken von zusammen 700 Meter unterbrochen worden, und zwar beiderseits der Insel Dänholm. Es sind moderne Klappbrücken mit 50 Meter weiten Flut- öffnungen, so daß bie größten Schiffe u n - behinbert passieren können. Ursprünglich hatte man vorgesehen den ganzen Damm durch
Der „Deutsche Tag" tu Aeuyork
Neuyork, 5. Okt. (DNB.) In einer wuchtigen Kundgebung feierte das Deutschtum in Neuyork gleichzeitig mit dem Erntedankfest in dem 25 000 Menschen besetzten Madison Square Garden den „Deutschen Tag''. Der Veranstaltung kam diesmal besondere Bedeutung zu, da sich zum e r st e n Male in der vieljahrigen Geschichte dieses Tages nach dem Vorbild der Heimat alle deutschen und deutsch-amerikanischen Verbände von Neuyork zusammengefunden hatten.
Botschafter Dr. Luther überbrachte die Grüße ber Heimat. Er betonte den deutschen Friedenswillen und verwies auf die in Nürnberg vom Führer wiederholte Erklärung, daß der Nationalsozialismus keine Exportware sei. Die Tatsache, daß das deutsche Volk voll Vertrauen zu seinem Führer nunmehr den geschichtlichen Weg kenne, ber ihm gewiesen sei, habe auch bet ben Menschen deutschen Ursprungs fern der Heimat die Flamme äes Glaubens an das eigene Volkstum höher entfacht. Der Präsident des amerikanischen Olympiaaus- schusies, Avery Brundage, führte u. a. aus, daß die Vereinigten Staaten vom nationalsozialistischen Deutschland lernen müßten, wenn sie ihre bestehenden Einrichtungen
Danzig, 5. Okt. (DNB.) Die Pressestelle ... Danziger Senats veröffentlicht einen Briefwechsel zwischen dem Generalsekretär des Völkerbundes Avenol und dem Präsidenten ber Freien Stabt Danzig Greiser. Generalsekretär Avenol teilt in
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ALTEFÄHR,
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KLA^f RUCK
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