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Gießen, Landgraf-Philipp-Platz 3, eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschuffes statt mit folgen­der Tagesordnung: 1. Klage des David Meyer zu Holzheim gegen den Bescheid des Kreisamts Gießen vom 13. Mai 1936 wegen Versagung des Wandergewerbescheins für 1936 Kj. 2. Klage des Paul Euler in Gießen gegen den Bescheid des Kreisamts Gießen vom 20. Mai 1936 wegen Ver­sagung der Legitimationskarte für 1936 Kj.

*

** Evangelisch-kirchliche Persona­lien. Ernannt wurden: Der Pfarroerwalter Gün­ter Schwengel zu Wahlrod, Dekanat Selters, zum Pfarrer dieser Pfarrei mit Wirkung vom 1. August 1936 ab; der Pfarroerwalter Karl Mi­chel zu Langenhain, Dekanat Friedberg, zum Pfarrer dieser Pfarrei mit Wirkung vom 1. August 1936 ab; der Pfarroerwalter Hermann Peter­sen zu Fürfeld, Dekanat Wöllstein, zum Pfarrer dieser Pfarrei mit Wirkung oom 1. August 1936 ab; der Pfarroerwalter Erich Schmidt zu Nieder- Saulheim, Dekanat Mainz, zum Pfarrer dieser

Tausende und aber Taufende ältere und jüngere Erholungsbedürftige wurden in diesem Jahr bereits verschickt. Die NSB. will nicht ruhen, bis auch der Letzte ver­sorgt ist. Alle NS.. Dienststellen nehmen Meldungen von Freiplähen für das Er­holungswerk des deutschen Volkes und der Kinderlandverschickung entgegen.

Pfarrei mit Wirkung oom 1. August 1936 ab; der Pfarramtskandidat Ludwig L a m b i n e t aus Mainz-Gonfenheim zum Pfarroerwalter der Pfar­rei Preungesheim, Dekanat Frankfurt a. M.-Ost, mit Wirkung oom 21. Juli 1936 ab. In den Ruhestand versetzt wurde auf eigenen Antrag der Pfarrer Johann Heinz zu Mainz-Kastel, Dekanat Mainz, mit Wirkung vom 1. November 1936 ab.

* * D i e Sprech st unden des Kreisschul­amtes Gießen fallen am 5. und 12. August, die Sprechstunden des Stadtschulamtes am 8. und 15. August aus.

* * In Untersuchungshaft genommen. Die wegen der Veruntreuungen beim Städtischen Hoch- und Tiefbauamt von der Kriminalpolizei verhafteten drei Personen sind am gestrigen Mitt- wochvormittag dem Richter zur Vernehmung vor­geführt worden. Nach eingehenden Feststellungen hat der Richter gegen alle drei Verhafteten Haft­befehl erlassen, die daraufhin in gerichtliche Unter­suchungshaft gebracht wurden.

* * Straßensperrung. Wegen Vornahme von Straßenbauarbeiten wird die Gn a u th st r a ß e zwischen Bismarckstraße und Stephanstraße ab 4. August auf die Dauer von drei Wochen für jeg­lichen Fahrzeugoerkehr gesperrt. Die aufgestellten Sverr, und Umleitungsschilder sind zu beachten.

* * Die Bezahlung der Strom- und Gasgelder betrifft eine Bekanntmachung der Direktion der städtischen Betriebe in unserem heu­tigen Anzeigenteil, auf die wir besonders Hinweisen.

* * D i e Fuhrwerkswaage in der Ga­be l s b e r g e r S sr a ß e ist für die ganze nächste Woche wegen Neueichung gesperrt. (Siehe heutige Bekanntmachung.)

** Ein Probealarm der Feuersirenen findet am kommenden Samstag um 15 Uhr statt. Ein Grund zur Beunruhigung ist also nicht vorhan­den, wenn die Bevölkerung die Signale der Sirene vernimt.

Gießener Wochen Marktpreise.

* Gießen, 6. Aug. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, kg 1,55 Mark, Landbutter 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse B 12, Klasse C 11^, Wirsing, kg 8 bis 10, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 10 bis 15, gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Sn'.nat 15 bis 20, Römischkobl 8 bis 10, Bohnen, grün 15 bis 30, gelb 15 bis 30, Erbsen 15 bis 30, Tomaten 28 bis 30, Zwiebeln 10 bis 12, Pilze 20 bis 25, Kartoffeln, neue, kg 6 bis 7 Pf., 5 kg 55 Pf., 50 kg 5,50 bis 6 Mark, Frühäpfel, X- kg 20 bis 50 Pf., Falläpfel 7 bis 8, Birnen 20 bis 40, Pfirsiche 50 bis 55, Kirschen 30 bis 35, Pflaumen 35 bis 45, Zwetschen 30 bis 40, Mirabellen 30 bis 40, Renekloden 30 bis 40, Himbeeren 25 bis 30, Brom­beeren 30 bis 35, Preiselbeeren 45, Heidelbeeren 30 bis 35, Stachelbeeren 10 bis 20, Johannisbeeren 12 bis 15 Nüsse 45 Pf., Hähne 1 Mark, Blumenkohl 10 bis 80 Pf., Salat 5 bis 10, Salatgurken 10 bis 30, Oberkohlrabi 8 bis 15, Lauch 4 bis 8, Sellerie 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 10 Pf.

Schöffengericht (Hießen.

Don der Anklage der widernatürlichen Unzucht im Sinne des § 175 StGB, wurden zwei Angeklagte aus Bad-Nauheim mangels ausreichenden Beweises freigesprochen. Die Kosten wurden der Staatskasse auferlegt.

Wirtschaft

Be-

Nie Hypothekenzinssenkung der öffentlichen Körperschaften.

Fwd. Der Reichsfinanzminister hatte unter

schuldigung nach den Paragraphen 165, 74 StGB, wurden die Eheleute M. von Bisses zu Geld­strafen von je 100 Mark verurteilt, die im Falle der Uneinbringlichkeit mit einem Tag Ge­fängnis für je 2 Mark zu verbüßen sind. Die An­geklagten haben wider besseres Wissen, einen Drit­ten der Begehung strafbarer Handlungen in der Absicht verdächtigt, ein behördliches Verfahren gegen ihn herbeizuführen. In einem Schreiben an eine Behörde, das der angeklagte Ehemann verfaßt und die angeklagte Ehefrau unterschrieben hat, haben die Angeklagten ausgeführt, ein gewisser Dr. I führe ihm nicht zustehende Titel, er habe sich des Betrugs und der Erpressung schuldig gemacht, die angeklagte Ehefrau und deren Tochter in un­flätigster Weise belästigt und zugleich einen Haus­friedensbruch begangen.

Ausslihrungsfristen bei öffentlichen Aufträgen muffen ausreichend bemessen fein.

festpreise ab Mühlenstation; Soyaschrok, Palm­kuchen, Erdnußkuchen, Treber 14,75, Trocken­schnitzel, Heu südd. 4,50 bis 5,00; Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt oder gebündelt 2,00. Tenöenz ruhig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 6. Aug. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 37 Rinder (4 Ochsen, 7 Bullen, 22 Kühe, 4 Färsen), 631 Kälber, 105 Schafe, 520 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 45 Mark, Bullen 43, Kühe 25 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 44, Kälber 48 bis 80, Härnrnel 45 bis 50, Schafe 41 bis 45, Schweine 51 bis 57 Mk. Marktverkauf: Rinder und Schweine zugeteilt, Käl­ber, Härnrnel und Schafe flott.

Zuchthaus für Veruntreuungen.

Lpd. Frankfurt a. M., 5. Aug. Die Große Strafkammer befaßte sich in zweitägiger Sitzung mit Veruntreuungen, die sich der 45jährige Karl Bergmann zuschulden kommen ließ, der an die Spitze eines Frankfurter Vereins berufen worden war und hier auch mit den Geschäften einer angegliederten S t e r b e k a s s e zu tun hatte. Nach seinen eigenen Angaben hat der Angeklagte 8800 Reichsmark von April 1934 bis Januar 1936 ver­untreut. Die Verhandlung ließ keinen Zweifel, daß sich die veruntreute Summe weit höher, und zwar auf etwa 13 000 RM. stellt. Der Angeklagte, der sich früher in guten Verhältnissen befand, hielt sich ein Auto und war an einer Jagd im Odenwald beteiligt. Das Gericht erachtete den Fall als be­sonders schwer und erkannte auf eineinhalb Jahre Zuchthaus und 3000 RM. Geldstrafe, oder weitere 30 Tage Zuchthaus.

Arbeitsdienstmann gewinnt einen Krafiwagen.

Herborn, 5. Aug. (LPD.) Der Ärbeitsdienst- mann Theo Tripp aus Hundsangen bei Lim­burg, der im Arbeitsdienstlager Drie­dorf weilt, hatte durch ein Preisausschreiben in einer Sportzeitschrist einen 6 - Z y l i n d e r - P e r- sonenkraft wagen gewonnen. Er verkaufte den Wagen, um die Möglichkeit zu haben, F l le­ge r o f f i z i e r zu werden, was schon immer fein sehnlichster Wunsch gewesen ist.

Eine Kopie der Mainzer Zupitersäule in Zom.

Lpd. Mainz, 5. Aug. Vor wenigen Tagen ist aus Rom der Mainzer Bildhauer Jean Sauer zurückgekehrt, der dort einen ehrenvollen Auftrag erfüllt und deutscher Qualitätsarbeit eine ehrliche Anerkennung errungen hat. Die Italiener planen zu Beginn des kommenden Jahres eine große Ju­biläumsausstellung zu Ehren des Kaisers Augu­stus, die im Nationalmuseum in Rom durchgeführt wird. Aus diesem Anläß holt Italien aus allen Ländern und Gegenden, in denen einst Römer waren, seine wertvollsten Kulturdenkmäler zurück. Das geschieht in Form von Nachbildungen, die der Direktor des Nationalmuseums vergeben hat. Bild­hauer Sauer erhielt nun den Auftrag, aus dem Bonner Landesmufeum etwa 15 Grabsteine und aus der Mainzer Gegend ungefähr 20 größere Grabsteine nachzubilden, sowie eine Kopie der Ju- pitersäule in Mainz zu liefern. Aus einer Hartguß- maffe wurden diese Nachbildungen in Mainz fertig- gestellt, um dann in Rom von dem Bildhauer selbst aufgestellt zu werden.

Der aus der Untersuchungshaft vorgeführte Hein­rich Peter Dickel, 25 Jahre alt, aus Romrod hatte sich wegen Diebstahls im strafschärfenden Rückfalle zu verantworten. Der Angeklagte hat in den Monaten August und September 1934 in Trohe, Ehringshausen und Arnshain Geld und sonstige Gegenstände entwendet. Unter Frei­sprechung im übrigen und unter Einbeziehung der durch Urteil des Schöffengerichts in Arnsberg am 19. Juni 1936 erkannten Strafe von 8 Monaten 14 Tagen Gefängnis wurde der Angeklagte zu einer Gesamtstrafe von 1 Jahr und 2 Monaten Zuchthaus verurteilt. Die Kosten des Verfahrens wurden dem Angeklagten auferlegt, insoweit Freisprechung erfolgte, hat die Staatskasse die Kosten des Verfahrens zu tragen.

Wegen gemeinschaftlicher vorsätzlicher falscher An-

Fwd. Auf die nachteiligen Auswirkungen unzu­reichender Ausführungsfristen bei der Vergebung öffentlicher Aufträge weisen der Reichs- und Preu­ßische Arbeitsminister und der Reichs- und Preu­ßische Wirtschaftsminister in einem gemeinsamen Rundschreiben an die obersten Reichsbehörden und die ßanesregierungen hin.

Danach müssen bei der gegenwärtigen Arbeits­tage stoßartige Arbeitsanhäufungen in einzelnen Unternehmungen oder Wirtschaftszweigen unter allen Umständen vermieden werde.., weil geeignete Arbeitslose vielfach nicht mehr vorhanden sind und die kurzen Ausführungsfristen daher nur durch Her­anziehung anderwärts beschäftigter Arbeiter, oder durch Arbeitszeitverlängerungen eingehalten werden können. Dagegen sprechen aber dringende Gründe des Arbeitseinsatzes und des Arbeiterschutzes und die etwaigen Rückwirkungen auf das Lohn- und Preisgefüge. Auch aus Gründen der Wirtschaftlich­keit sollten den Betrieben grundsätzlich langfristige Dispositionen ermöglicht werden. Nach Möglichkeit sollen die öffentlichen Aufträge in arbeitsstille Zei­ten gelegt werden. Im Interesse der Sicherstellung der deutschen Rohstoffversorgung sollen unter allen

Umständen Auslandaufträge den Vorrang vor den öffentlichen Aufträgen erhalten. Die Befchaffungs- stellen sollen erneut angewiesen werden, in die Lie­ferverträge einen entsprechenden Vermerk aufzu­nehmen, wonach die Auftraggeber verpflichtet wer­den, sofort die Verlängerung der Lieferfrist für den öffentlichen Auftrag nachzusuchen, falls bei Einhal­tung der für den öffentlichen Auftrag vorgesehenen Frist die Ausführung oder die Hereinnahme eines Auslandauftrages bei der Lieferantin selbst oder bei einer ihrer Unterlieferanten unmöglich gemacht wird.

Aus den vorgenannten Gründen bitten die beiden Reichsminister dringend, auf ausreichende Bemes­sung der Ausführungs- und der Angebotsfristen bei den Vergebungen besonders zu achten. Zwar müß­ten bei denjenigen öffentlichen Aufträgen, die wegen ihrer Dringlichkeit keinen Aufschub vertragen, ge­wisse Unzuträglichkeiten in Kauf genommen werden. Vergebungen mit übermäßig kurzen Lieferfristen sollten aber ausschließlich auf die Fälle beschränkt bleiben, in denen sie aus zwingenden Gründen un­abweisbar nötig sind.

Grenzen. Die Kurse erfuhren am Aktienmarkt überwiegend leichte Erhöhungen von 0,250,50 v. H. Scheideanstalt stiegen um 2 v. H. auf 274, Südd. Zucker um 1,50 v. H. auf 224. Westdeutsche Kauf­hof zogen auf 56,50 (56) an. Montanaktien lagen durchweg voll behauptet. Am Einheitsmarkt gingen Gebr. Ädt weiter zurück auf 52 (52,75). Der Ren­te n m a r k t lag völlig geschäftskos, auch auslän­dische Werte sehr still.

U. a. notierten: 6proz. IG. Farben 130,13, 4proz. Oesterr. Einheitsrente (Juli) 1,67V2, 4proz. Ungarn- Kronen 2,20, 4proz. Rumänen 5,65, Commerzbank 101,65, DD.-Bank 104,75, Dresdner Bank 104,50, Buderus 117, Harpener 135, Ilse Genuß 137,50, Klöckner 117,50, Mannesmann 113,25, Rheinstahl 150, Laurahütte 21,25, Verein. Stahlwerke 113,50, Aku 62,2562,50, AEG. 39,25, Bemberg 86,75, Ce- ment Heidelberg 150, Conti Gummi 188,25, Chem. Albert 127, Scheideanstalt 274, Dresdner Schnell­presse 92,50, Etzlinger Maschinen 102, IG. Farben 170, Felten 137,50, Gesfürel 143,50, Goldschmidt 119,65, Gritzner 34,65, Holzmann E 131,50, Jung- hans 104,25, Muag 119,75, Metallgesellschaft 139,

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 5. Aug. Für Brotgetreide neuer Ernte besteht weiter gute Nachfrage, doch hat infolge der schlechten Witterung die Anlieferung noch nicht begonnen. Auch zur Lieferung August- September sind die Angebote seltener, weil die Ver­käufer zunächst die bereits eingegangenen Liefe­rungsverpflichtungen einhalten wollen. Die ersten kleinen Anlieferungen aus unserem Gebiet haben größtenteils übermäßigen Feuchtigkeitsgehalt, was Abzüge bedingt. Wintergerste zu Futterzwecken ist nicht am Markt. Die Nachfrage für die reichlich an­gebotene Jnduftriegerfte hat nachgelassen. Die bis jetzt vorgelegten Muster von Sommergerste neuer Ernte sind sehr unterschiedlich, aber meist zufrie­denstellend.

Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 217, W 16 220, W19 224, W 20 226, Roggen R 12 160, R 15 163, RIB 167, R19 169 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete; Futtergerste , Futterhafer 190; Weizenmehl Type 790 *W 13 28,75, W16 29, W 19 29, W 20 29,35, Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich; Weizen­futtermehl 13,20 bis 13,50; Weizenkleie W 13 10,65, W 16 10,80, W 19 11, W 20 11,10, Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R19 10,50 Mühlen-

zugnahme auf das Gesetz über Hypothekenzinsen vom 2. Juli 1936 die nachgeordneten Stellen er­mächtigt, Hypothekenschuldnern des Reichs auf ihren Antrag frühestens vom 1. Juli 1936 ab Zins­ermäßigung in gleichem Umfange einzuräumen, wie sie den Gläubigern der freien Hand durch das Ge­setz über Hypothekenzinsen auferleqt worden sind. Gleichzeitig ersuchte er, in allen Fällen, in denen das Reich Hypothekenschuldner ist, zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Zinssenkung gegeben sind und gegebenenfalls das weitere gemäß dem Ge­setz über Hypothekenzinsen zu veranlassen. Im Mi­nisterialblatt des Reichs- und Preußischen Ministe­riums des Inneren wird jetzt ein Runderlaß ver­öffentlicht, in dem die Kommunalaufsichtsbehörden, Gemeinden und Gemeindeoerbände ersucht werden, den Erlaß des Reichsfinanzministers durchzuführen. Oer Sarfoffelmarff in Heften-Nassau.

Fwd. In der letzten Woche verstärkten sich am Kartvffelmarkt in Hessen-Nassau die Zufuhren von Speisekartoffeln, vor allem in der Sorte Böhms Allerfrüheste. Die angelieferten Mengen wurden hauptsächlich in den Verbrauchergebieten des eigenen Bezirks untergebracht. Süddeutschland, das neben den eigenen Anbaugebieten vor allem aus dem Rheinland beliefert wird, war weniger aufnahme­fähig. Der Verbraucherbedarf war nicht besonders lebhaft.

Nbein-Mainftche Börse.

Freundlich.

Frankfurt a. M., 5. Aug. Die Börse setzte am Aktienmarkt in freundlicher Haltung ein, das Geschäft hatte allerdings nur kleinen Umfang. Es lagen einige Kaufaufträge aus dem Publikum vor, auch die Kulisse bekundete auf der ermäßigten Basis Rückkaufsneigung, so daß die ersten Kurse überwiegend 0,50 bis 1 v. H. höher ankamen. Et­was lebhafter lag der Montanmarkt, wo Hoesch, Mannesmann, Buderus, Mansfelder und Ilse Ge­nuß bis 1 v. H. anzogen, Klöckner plus 1,50 v. H., Verein. Stahl zunächst 112,50 (112), dann 113. Fest lagen Otavi Minen mit 31,75 bis 32,50 (31,50). Etwas lebhafter waren auch Westdeutsche Kaufhof mit 55,13 bis 55,50 (55,25). Am Elektromarkt waren Schuckert um 1,25 v. H., Siemens um 1 v. H. und Gesfürel 0,50 v. H. erholt, AEG. unv. 39, Bekula und Licht und Kraft noch etwas ad- bröckelnd, auch Deutsch-Atlanten-Telegraph 1 v. H. niedriger. Von Maschinenwerten Muag 117,75 bis 118 (117), ferner Daimler Motoren 130,40^ (129). Schiffahrtswerte setzten 0,13 bis 0,25 v. H. höher ein, außerdem gewannen AG. für Verkehr 0,50 v. H., Kunstseide Aku 0,25 v. H. und Löwenbräu München mit 222 v. H. JG -Farben lagen mit 170,50 bis 170,25 (170) behauptet, ebenso Reicks- bank mit 196,50. Holzmann und Hanfwerke Füssen eröffneten je 0,50 v. H. leichter.

Am Rentenmarkt hielt die Geschäftsstille an. Kommunal-Umschuldung unv. 88,15, zertif. Dollar-Bonds etwa 0,25 v. H. fester. Don fremden Werten blieben Mexikaner gut behauptet.

Im Verlaufe lag die Börse sehr ruhig. Am Aktienmarkt blieben die Kurse etwa gehalten, teilweise bröckelten sie infolge der Geschäftsstille um Bruchteile eines Prozentes ab. Von erst später notierten Werten verloren Südd. Zucker bei sehr kleinem Umsatz 4,50 v. H. auf 222,50, Zement Hei­delberg lagen 1 v. H. höher mit 150,50. Am Kafsa- marft blieben Mez Söhne stark gefragt, die Taxe lag bei 85 bis 90 (l. K. 80).

Der Frei-verkehr lag still. Oberbedarf fester mit 35 (33,50), dagegen Katt Wintershall 126 (128), Auto-Union 132 (134), DDM. 140 (141).

Abendbörse freundlich.

An der Abendbörse war die Tendenz freundlich, das Geschäft bewegte sich allerdings in sehr engen

Kurszettel der Berliner und Krankfurier Börse.

____________________________Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Srantnirt a. M.

Berlin

Frankfurt a.M.

Berlin

Frankfurt a. M.

Berlin

Devisenmarkt Berlin Frankfurt <l2R.

Schluß­kurs

Echlußk. Abend­börse

Schluß­kurs

Echlußk. Mittag« börse

Schluß­kurs

Echlußk. Abend- börse

Schluß­kurs

Echlußk. Mittag- börse

Schluß­kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag-

4-August

5.August

'Oalnm

4.8.

5-8.

4.8. | 58.

Datum

4.8.

5-8.

4.8.

5.8.

Datum

4-8.

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4.8.

58.

Amtliche Notierung

Geld | Brief

Amtliche Geld

Notierung Bries

6% Deutsche Retchsanteihe v. 1927 4% Deutjche Reichsoni. von 1934

6*/z% Doung-Anleihe von 1930 Deutjche Ani.-Ablös.-Schuld mti

Auslos.-Rechten ............

4Yi% Deutsche Retchspostschatzan Weisungen von 1934, I.......

*'/2% ehern. 8% Hessischer Solte stuat 1929 (rückzahlb. 102%) ...

454% ehem.8% Hessische Landes baut Darmstadt Gold N. 12...

6%% ehem. 4^% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLigu.

4*/i% ehem. 8% Darmst. Komm

LanoeSb.Goldschuldverschr. fR.e Oberhessen Provinz-Anleihe mt

Auslol.-Rechten ............

Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

4*/2% ehcm.8% Franks. Hyp.-Vanl

Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

6y2% ehem. 4/2% Franks. Hyp.

Bank-Liqu.-Psandbriese......

6*4% ehem. 4*4% Rheinisch.

Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse. ...

454°o chem. 8% Pr. Landespfand.

briefanflalt, Pfandbriefe R. 19

4!4% ebcm. 7% Pr. Landespfand

briefanst., Gold Komm. Obi. 20 Steuergutsch.Berrechnungsk. 34-38

4% Oesterretchische Goldrente...

4,20% Oesterretchische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4*4% heSgl. von 1913..........

6% obgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie 1......... ..........

101,4

97,7

102

112,75

100,2

98,75

97

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124

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97,5

95 109,5

2,65

9,13

8,7

8,7

14,75

101,4

98

102

112,7

100,4

98,75

97

100,9

93,75

124

119,5

97

101,3

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97,5

95

109,5

2,55

9

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8,65

14,5

101,4

97,7

102

112,7

100,2

119,75

101,4

97,5

95

109,6

2,65

9,1

8,65

14,8

101,4

98

102

112,6

100,4

98,75

119,75

101,5

97,5

95

109,6

30,5

2,65

9

8,6

8,55

14,6

4% oeegi. Serie li ............

5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903 4*4%Ruman.veretnh.Rentev.lV13 4% ssiunlänische vereinh. Rente .

2 y4% Anatolier............

Hamburg-Amerika-Paket .....u

Hamburg-Südam. Dampfschiss. 0

Norddeutscher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

Commerz, und Privat-Bank ... 4 Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................ 4

Dresdner Bank..............4

Reichsbank ................12

21.(5.®...................... 0

Bekula.....................8

Clektr. Lieferungsgeiellichast... 6

Licht und Kraft .............7

Felten & Guilleaume......... 4

Gesellsch.f.Clektr.Unlernehmung. 6

Rheinische Elektrizität ........ 6

Rhein. Wests. Elektr.......... 6

Schuckert L Co............... 6

Siemens L Halske............ 8

LahmeyerLCo......... ?

Buderus ................... <

Deutsche Erdöl ..............4

Harpener................. 2%

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. 8

Ilse Bergbau ...............6

Ilse Bergbau Genüsse........6

Klöcknerwerke ...............3

Mannes mann- hren........8

6,6

10,13

5,6 45

15,75

16

118,5

125

101,65

104,5

104,5

196,5

39

154,75

132

156

137

143,5

136,25

160,75

201,5

142,25

115,5

131,75

136

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166,4

137

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112

6,6

10,2

5,5 45,13

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16,25 119,4

125 101,65

104,75

104,5

196

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154,5

132 155,65

137,5

143,5

131

136,5 162,5

202,5

143

117

132,25

135 115,25 166,5 137,5 117,5

113,25

6,75 10,1 5,55 44,9

15,75

45

16 118,65 126,5 101,65

104,5 104,5

195

38.9 155,13 131,75 155,13

137,5 143,65 131,25 136,25

160,5 201.25

143

115,9

131 135,25 113,75

167

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111,5

6,7

10,13

5.6 45

15,75 45,75

16 119,13

126 101,65

104,75

104,5

195

39,4 155,13 132,25 155,13 137,75

143,5

131,5

136,5 162,25

202

117,4

131,9 134,5

115,65 167,25

137,5 117,75 113,13

Mansseider Bergbau....... 6 yt

Kokswerke .................. 6

Rheinische Braunkohlen .....12

Rhetnstahl .................. 4

Bereinigte Stahlwerke......8yt

Otavi Minen ...............o

Kaliwerke Aschersleben.'.......5

Kaliwerke Westeregeln........5

Kaliwerke Salzdetfurth..... 7yt

I. G. Farben-Jndustrie.......7

Scheideanstalt...............9

Goldschmidt ................6

RütgerSwerke ............... 6

Metallgelellschaft.............5

Philipp Holz mann...........4

Zementwerk Heidelberg ......7

Cementwerk Karlstadt.........6

Schultheis Patzenhoser .......4

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg...................6

Zellstoff Waldhof ............6

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer Gas ...............7

Daimler Motoren............0

Deutsche Linoleum...........8

Lrenstetn & Koppel ..........0

Westdeutsche Kaushos.........0

Chade...................... 9

Accumulatoren-Fabrik....... 12

Conti-Gummi.............. 11

Gritzner....................0

Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4

Süddeutscher Zucker........10

150

224,5

148

112

31,5

125,5

170

271

119

130,5

149,5

154

62,5

87,4

152

123,75

129

173

55,25

392,25

188

36

98,5

227

151

224,5

150

113,5

33

126,5

124

170

224

119,65

134

139

131,5

150

154

62,5

86,75

153,5

123,25

130,4

173

56,5 391,25

188,25

224

151

134

224,5

148

111,4

31,65

125,5

124

176

170,25

119

132

7

108,65

63,25

87,25

151,5

123,25

114,5

128,9

172,75

86,9

55

392,75

213

188

5

228

151,5 136,25

225

150 113,4

32,9 ' ~.5

5 5

170

120 134,65

139

131

.09,4 62,75 86,25

154 123,75 113,25 129,75

172,5 87,75

56 392,5

188

34,25

223

Buenos titre Brüssel .... Rio de Jan. Sofia.....

Kopenhagen. Danzig.... London.... HelsingsorS. Parts .....

Holland ... Italien..... Japan .....

Jugoslawien Oslo..... :

Wien.......

Lissabon.... Stockholm... Schweiz ...

Spanien....

Prag.......

Budapest .. Neuyork ...

________Br

Amentantiche Belgische Note Dänische Note Englische Note Französische R Holländische 91 Italienische N Norwegische 9" Deutsch Löste Rumänische 9i Schwedische 9 Schweizer No Spanische Not Ungarische No

0,687 41,96 0,143 3,047 55,72 46,80 12,48 5,504 16,40 168,97

19,57 0,727 5,654 62,72 48,95 11,34 64,35 81,15 33,62 10,275

2,489

rim, 5-Auuus Noten.......

n...........

n ..........

n ..........

oten........

oten........

oten.........

oten .......

rreich, i 100 oten........

oten........

en..........

en..........

len.........

0,691 42,04 0,145 3,053 55,84

46,90 12,51

5,516 16,44

169,31 19,61 0,729 5,666 62,84

49,05 11,36 64,47 81,31 33,68

10,295

2,493

Banfno

Schilling

en

0,689 41,96 0,143 3,047 55,74 46,80 12,485

5,504 16,40 169,03

19,57 0,728 5,654 62,75 48,95 11,34 64,38

81,17 32,62 10,275

2,489

Escld 2,441 41,80 55,54 12,45 16,35 168,61

62,53

64,16 80,99 32,29

0,693 42,04 0,145 3,053 55,86 46,90 12,515

5,516 16,44 169,37

19,61 0,730 5,666 62,87 49,05 11,36 64,50 81,33 32,68

10,295

2,493

Ärlej 1 2,461 41,96 55,76 12,49 16,41

169,29

62,79

64,42 81,31 32,41