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Das Gautreffen der Stenographen brachte viele Festbesucher aus weitem Umkreis nach Gießen. Aus dem ganzen Gaugebiet Hessen der Deutschen Ste- nographenschaft waren die Freunde der Kurzschrift herbeigeeilt, um wieder einmal im Leistungswettkampf die Kräfte zu messen, Fortschritt und erweiterte Geschicklichkeit zu beweisen, neue Anregun- gen und neue Begeisterung zur Sache der Kurz- chrift zu gewinnen, die ja für unser wirtschaftliches Leben mehr und mehr an Bedeutung gewinnt.
Das Gautreffen der Stenographen brachte eine Reihe von Veranstaltungen, um deren Ausgestaltung ich die Ortsgruppe Gießen der Deutschen Steno- graphenschaft in erster Linie verdient gemacht hatte. Es war keine Mühe gescheut worden, den Gästen von auswärts neben dem Leistungswettkampf auch einige angenehme und unterhaltsame Stunden zu bieten. Die Ortsgruppe ließ es sich sehr angelegen sein, die Feier ihres 75jährigen Bestehens würdig zu begehen. Das Treffen in seiner Gesamtheit nahm einen ausgezeichneten Verlauf.
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Die Tagung wurde mit einer Sitzung des Gau- führe-rrates und der K r e i s g e b i e t s - führer im Hotel Hindenburg eröffnet. Gaugebietsführer Werner- Darmstadt sprach zunächst über die Aufgaben der Gautagung, dann über die Notwendigkeit der Einsetzung von Kreisobmännern für die Organisation des Maschinenschreibens. Wei- tere Ausführungen galten der Führerschule innerhalb der Stenographenschaft. Angeregt wurde die Gründung von neuen Ortsgruppen im Westerwald. Die Bearbeitung solle durch die benachbarten Kreise erfolgen. Einen sehr aufschlußreichen Ueberblick über die Entwicklung der Mitgliederzahlen ließ ein stän- diges Anwachsen der Zahl der Kurzschriftler erkennen.
Anschließend vereinigte die
Tisch, auf dem das Gautschen stattfinden sollte, war bald dicht umlagert. Die einfachen Vorbereitungen für das Gautschen waren getroffen. Nachdem der Gautschmeister die notwendigen Anweisungen gegeben hatte, holten die Packer einen nach dem anderen der Freigesprochenen an den Tisch, auf dem ein chwer mit Wasser getränkter Schwamm lag. Die jungen Gesellen wurden nun einige Malr kraftvoll mit dem nassen Schwamm in enge Beruh, rung gebracht und ließen so diese merkwürdige Be- rufstaufe über sich ergehen. Der alte schone Brauch löste durch seinen dramatischen Ablauf mel Freude
Neben guter Musik und Tanz, neben gesanglichen Darbietungen von Herrn Hexamer trug das alte Zunftspiel, das Preis-Quadräteln, wesentlich zur Unterhaltung bei.
Grunde ließ ich die Ableitung gleich von vorn« herein in abgeschirmtem Kabel, sogenannter Silber» leitung trauen. Wie groß war die Ueberraschung, als ich mit diesem Drähtchen nicht nur Empfang, sondern durch die Silberleitung auch einen stör« freien Empfang hatte. Und mein Bagdader Kollege hatte in dieser Gegend schon soviel Antennen gebaut, ohne zu einem günstigen Ergebnis zu kommen.
Schweiß war bei dieser Arbeit in Strömen geflossen, und zur Belohnung gab es dann für uns Europäer ein eisgekühltes Glas Paulanerbräu, das besonders gut schmeckt. Denn das geschah alles so bei etwa 42 Grad im Schatten.
kurzen Rückblick auf die Geschichte der Deutschen Stenographenschaft und rief dabei interessante Erinnerungen wach. Er dankte zum Schluß dem Gau- gebietsführer für seinen allzeit tätigen Einsatz für die Sache der Deutschen Stenographenschaft, die eine Sache der deutschen Jugend und damit der deutschen Zukunft sei. Mit einem dreifachen „Sieg- Heil!" auf den Führer fand die Versammlung ihren Abschluß.
Kundgebung im 6of6 Leib.
Am Abend traf man sich dann zu einer Kund- gebung und zu kameradschaftlichem Beisammensein im Caf6 Leib. Gaugebietsführer Werner hielt die Begrüßungsansprache und vermittelte zugleich die Grüße des Reichsführers der Steno- graphen. Er sagte der gastfreien Stadt Gießen und ihrer Bürgerschaft Dank für die freundliche Aufnahme und gab dann einen Ueberblick über die er- folgte Vereinheitlichung hinsichtlich der Organisation wie auch der Systeme.
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Von H. O. von Bonin-Ponih.
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Rektor Adam unterstrich die Notwendigkeit der Berufsschule, die auf neuer Grundlage das theoretische Wissen für die praktische Arbeit schaffen will, damit dem Handwerk ein leistungsfähiger Nachwuchs hercmgebildet wird.
In seinem Schlußwort gab Kreishandwerksmeister Stühler noch die Glückwünsche des Landes- Handwerksmeisters Sanier, des Kreisleiters der NSDAP., der Handwerkskammer u. a. bekannt und brachte das Treugelöbnis zum Führer und Handwerk aus. Anschließend wurden die Nationallieder gesungen.
Mit den vom Gesangverein „Heiterkeit' zum Vortrag gebrachten Chören von der „Weihe des Gesanges" und einem „Gesellen-Wanderlied" und dem von der Kapelle Krengel ausgezeichnet wiedergegebenen „Aufzug der Meistersinger" von Wagner klang die Feierstunde aus.
Lehrlingsfreisprechung und Zohannisfeier der Buchdrucker. Die Kreisbetriebsgemeinschaft Gießen in der Reichsbetriebsgemeinschaft „Druck und Papier" der Deutschen Arbeitsfront, hielt am Samstagabend im Cafä Ebel in Anwesenheit zahlreicher Berusskame- raden in feierlicher Form die Freisprechung der Lehrlinge ab, mit der auch gleichzeitig der im Druckgewerbe übliche und bis aus den heutigen Tag erhaltene Brauch des „Gautschens" verbunden war.
Nach einleitender Musik der Kapelle Einbrodt hielt der Kreisfachberater Ullrich eine kurze Begrüßungsansprache, in der er kurz auf die Bedeutung des Abends für den Beruf und für die Lehrlinge insbesondere einging. Dann hielt der Kreishandwerksmeister Stühler eine Ansprache, mit der er sich sowohl an die Berufskameraden in ihrer Gesamtheit, wie an die Lehrlinge wandte. Er sprach davon, daß der Reichsstand des Deutschen Handwerks gemeinsam mit der Reichsbetriebsgemeinschaft Druck alles gegenseitige Verständnis pflegen und vertiefen wolle. Wenn man sich der alten Handwerksbräuche besänne, so geschehe es deshalb, weil in der Vergangenheit des Handwerks viel Gutes aufzufinden sei, das auch im Dritten Reich geformt zu werden wert fei. Das solle gleichzeitig eine Arbeit in die Zukunft sein. Nachdem von den Lehrlingen ein Gelöbnis abgelegt worden war, in dem sie Treue und Fleiß im Beruf versprachen, ferner treu zum Volke, zum Vaterland und zum Führer zu stehen gelabten, wurden die Lehrlinge
Lob des Billardspiels.
Eins der schönsten und edelsten Spiele ist das Billardspiel, das an die Spielenden mancherlei Ansprüche stellt, aber auch hohen Genuß bereitet । Wie die meisten unserer Spiele ist das Billard-' spiel vermutlich sehr alt. Es gibt noch Spieltische,. man nannte sie „Billet", auf denen mit Stein- ballen gespielt wurde oder auch mit flachen Stein- scheiben, bis die Elfenbeinbälle diese verdrängten. Lange Zeit spielte man nur mit zwei Bällen, und erst als der rote Ball eingeführt wurde, kam es zu den Spielregeln, wie sie sich allmählich in der ganzen Welt eingebürgert haben.
Die Zahl der Billardspieler auf unserem Planeten wird mit fünf Millionen eher zu niedrig ah zu hoch geschätzt. Es ist nicht zu leugnen, daß das Spiel auch körperliche Anstrengungen verlangt, dir der Laie nicht ahnt. Ein Franzose hat berechnet daß eine Durchschnittspartie der Kraftleistung eine; eineinhalb Kilometer langen Marsches entfprhfjt Es ist daher verständlich, daß die großen Berufe spieler sich vor der Teilnahme an Billardturniercn gründlich trainieren, da schon mancher frühzeitig den Kampf aufgeben mußte, weil er mit feinest Kräften am Ende war. Das ändert nichts an der Tatsache, daß das Billardspiel entschieden gesund' heitsfördernd ist, den Körper elastisch erhält, dor Auge übt und den Geist anregt. Das Spiel ist nicht leicht, bietet aber große Entsaltungsmöglichkeiteiu
Eine Firma, die einen kompletten Antennenmast liefert, gibt es nicht. Eine deutsche Firma stellte mir einen Herrn als Dolmetscher zur Verfügung, der mich bei der Beschaffung unterstützen sollte. Jetzt ging es in den Bazar, und da wurden zunächst die notwendigen Gasrohre für einen 21 Meter hohen Mast eingehandelt. Wenn der Verkäufer 100 Mark verlangt, dann will er in Wirklichkeit nicht mehr als 50 Mark haben, aber es muß ge- handelt werden. In einem Tag ist so ein Geschäft natürlich nicht abgeschlossen. Er schwört, bei allem, was ihm heilig ist, daß er die Rohre überhaupt nur uns zuliebe abgibt, und bei dem Geschäft noch etwas zugibt. Nach drei Tagen haben wir dann unsere vier Gasrohre. Dann wurde ein Schmied im Bazar gesucht, der sich nach langem Hin- und Herreden bereiterklärte, die notwendigen Schellen und Anker anzufertigen. Nach einer Zeichnung kann er, wie dort alle Handwerker, nicht arbeiten. Er sieht sich also die Rohre an und versichert, baß altes zu unserer Zufriedenheit ausfallen wird. Er fängt an zu schmieden. Hat er ein Stück halb fertig, dann geht er an den Platz, wo die Rohre liegen und probiert. So läuft er den Tag zwischen Rohren und seiner Schmiede vielleicht zwanzigmal hm und her, bis das Stück wirklich paßt.
Na also, nach etwa 14 Tagen war alles so weit, daß die Teile angefahren und an die Errichtung gedacht werden konnte. Jetzt ging es dran, den Mast zusammenzusetzen. Auch keine einfache Arbeit, denn für das Zusammensetzen und die Befestigung der Abspannungen standen als Werkzeuge nur zwei Rohrzangen und eine Kombinationszange zur Verfügung. Aber nach fünf Stunden hatten wir es glücklich geschafft, und lediglich der Verkäufer des Drahtseils hatte sich um lumpige drei Meter, die uns fehlten, geirrt. Hilfsmittel zum Aufrichten standen uns nicht zur Verfügung. Also wurde ein Sprachkundiger fortgeschickt, der noch einige Kulis holen mußte. Es muß mit Menschenkraft gehen, so wie hier die Ureinwohner ihre Monumentalbauten schon vor Jahrhunderten geschaffen haben. Langsam anheben, eine etwas altersschwache Leiter wird als Stütze untergeschoben. Ein paar Mann fassen nicht richtig zu, und schon haben wir von der Leiter nur noch Ueberrefte und Sprossen und die zwei Seitenteile. Nach weiteren zwei Stunden und wiederholtem Umlegen war es soweit geschafft, daß der Mast in seiner Grude stand und aufgerichtet werden konnte. Die geschmiedeten Anker von zwei Meter Länge brachten auch noch eine Enttäuschung, denn beim Einschlagen stellte es sich heraus, daß sie , sich selbst in dem weichen Lehmboden nach 3/< Meter umbogen. Also nur provisorisch verspannt, bis neue Anker vorbereitet waren.
Jager sehr bald kennt und deren Schilfteil er selbst- i oetftänölid) bei der Mausererpeljagd liegen lassen wird. Schlimmer ist es aber, daß der Bestand an Enten in Deutschland während der letzten Jahrzehnte stark abgenommen hat. Daran sind neben einem unverständigen Abschuß vor Einführung der neuen Reichsjagdgesetze sicherlich auch die zahlreichen Urbarmachungen von Mooren und Brüchen und Begradigungen von Flußufern und Wasserläufen chuld. Denn vielen Enten werden dadurch die Nist- gelegenheiten genommen. Aus diesem Grunde hat der Reichsjägermeister in diesem Jahre den deutschen Jägern eine allgemeine Entenhege empfohlen.
Es ist sehr interessant, welche Entenarten der Jäger bei der Sommerjagd antreffen kann. Neben der allgemein bekannten Stock- oder Märzente kann er häufig die Knäckente beobachten, die im Sommerkleide leicht mit der etwas kleineren Krickente verwechselt wird, doch jederzeit an dem „Spiegel" unterschieden werden kann, der bei ihr mattgrün und mattschwarz, bei der Krickente goldgrün und samtschwarz ist. Die interessanteste Ente ist wohl die Löffelente, bei der der Entenschnabe! seine höchste Ausbildung erfahren hat. Er ist hinten schmal, vorn stark erweitert und gewölbt. Die Lamellen des Oberschnabels sind zu kammartig angeordneten, langen Zähnchen umgebildet und ermöglichen dem Vogel, das mit Nahrungsstoffen gesättigte Wasser einzuschlürfen und gleichsam wie durch ein Sieb wieder auszustoßen, wobei Wasserinsekten, Laich und Pflanzenteile im Schnabel zurückbleiben.
Antennenbau im Orient.
Von unserem Ho.-Berichierstaiier.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Bagdad, im Sommer 1936.
Nach meinen bisherigen Ausländserfahrungen reiste ich mit großen Hoffnungen und fester Zeiteinteilung für den Bau einer drahtlosen Telegraphenanlage gen Osten. Welche Ueberraschung! Soviel Zeit, wie man dort haben muß, gibt es bei uns überhaupt nicht, und aus dem beabsichtigten Aufenthalt von etwa zehn Tagen wurden fünf > Wochen.
In Europa — Rußland vielleicht ausgenommen : — geht man nun in so einem Fall am Sauort zu : einem Handwerker ober bestellt bei einem ein- i schlägigen Unternehmen die für einen Mast not« • wendigen Teile. So hatte ich mir das auch gedacht, i aber nicht mit dem Orient gerechnet.
Schon im Juni haben an vielen Seen und Tei« 1 chen besonders im Osten Deutschlands, in Ostpreu- ’ ßen, an den zahlreichen Seen Masurens Jäger in den breiten Schilfgürteln der Seeränder Schneisen einqeschnitten und am Ufer gut verblendete Schirme 1 errichtet, die breiten Boote hergerichtet und ausgebessert. Denn ab Mitte Juli geht die Jagd auf Enten auf, bei der zuerste die Mausererpel gejagt werden. Nichts ist geheimnisvoller und interessanter als das Treiben der Tierwelt als unsichtbarer Zuschauer in dem so selten dem menschlichen Blick offenen Schilf zu beobachten, dem Flug der geschickten doppelflügeligen Libelle zuzuschauen, dabei zu sein, wenn der räuberische Hecht unbeweglich am Schilfrand feiner Beute auflauert, die Bläue des Wassers und des Himmels und die Wärme des Sommers zu genießen.
Ab und an ist in der sonst so wohltuenden Stille des Tages das Platschen der Treiber und Hunde, das Klatschen eines Ruders zu vernehmen. Die Sinne des Jägers sind aufs Höchste gespannt, da die Menschen und das Boot immer näher kommen. Da ... schon hebt der Jäger die Flinte, setzt sie wieder ab, denn er erkennt noch rechtzeitig, daß der Vogel, der über die Schneise schwamm, nur ein Bläßhuhn war. Wenig später aber bemerkt er, wie sich ein Mausererpel vorsichtig durch den Schilfwall pürscht und sich bemüht, die ihm sichtbar unangenehme Schneise zu vermeiden. Hastig backt der Jäger wieder an, um die günstige Gelegenheit nicht zu versäumen. Er kann den Schuß auch nicht mehr halten, obgleich er beim Berühren des Abzuges merkt, daß der Erpel die Bewegung eräugt hat und getaucht ist. Auf der andern Seite der Schneise und unsichtbar für den Jäger taucht der Erpel wieder auf. Jetzt ist der Jäger vorsichtiger geworden und entschließt sich erst zum Schuß und zur Bewegung mit dem Gewehr, wenn er seiner Sache sicher ist.
Die Jagd auf den Mausererpel ist außerordentlich reizvoll, interessant und keineswegs unwaidmän- nisch, wie viele Jäger und vor allem jagdliche Laien glauben, die diese Jagdart nicht kennen. Gewiß ist der Mausererpel nicht flugfähig, doch versteht er außerordentlich geschickt, den Schroten des Jägers zu entgehen und mit geschärften Sinnen den Gefahren, die ihm drohen, zu begegnen. Es ist selbstverständlich, daß der Jäger bei dieser Jagd führende Enten schon und Jungenten nur schießt, wenn sie flugfähig sind. Es ist nicht wahr, daß unter den Mausererpeln auch weibliche Enten in der Mauser geschossen werden; denn eigentümlicherweise halten
Der jubilierenden Gießener Ortsgruppe über« brachte er die Glückwünsche des Reichsführers und auch die der Gaugebietsführung. Er feierte die Gießener Ortsgruppe als eine der ersten im Gau« gebiet, die nach Hanau und Darmstadt zu den ältesten Gruppen im Gau zählt und hinsichtlich ihrer Leistungen in Kurzschrift und im Maschinen- schreiben sowohl im Gau, wie auch in Oberhessen an erster Stelle marschiert. Ganz besonderen Dank stattete er dem unermüdlichen und erfolgreichen Ortsgruppensührer Graf und den in jahrzehntelanger Treue und Vorarbeit für die Kurzschrift in Gießen und Oberhessen verdienten Kreisgebietsführer K. H. K u h l ab. Für besondere Verdienste als Obmann für das Leistungsschreiben überreichte der Redner dem Kurzschriftlehrer August Heinrich Siebert, Gießen, den Ehrenbnes der Deutschen Stenographenschaft und der Ortsgruppe Gießen für ihre 75jährige Pionier- arbeit für die deutsche Kurzschrift die silberne Ehrenplakette des Reichs führers.
Als erster überbrachte der Syndikus Dr. Meusel, Wiesbaden, als Vorsitzender des Prüfungsausschusses für die Handelskammerstenographen im Gebiet der Rhein-Mainischen Handelskammern die Glückwünsche an den Gießener Verein.
In für die Kurzschrift begeisternden und von hohem Idealismus getragenen Ausführungen übermittelte der Gaugebietsführer des kurhessischen Nachbargaues, M a n d t, Kassel, die Glückwünsche an die Gießener Ortsgruppe und an den Gau Hessen. Er erinnerte an die früher bestandene Zusammengehörigkeit der Gaue und hob hervor, wie dankbar sich die kurhessischen Kurzschriftler der hur I meinenJ^reub erhaltenen Anregungen erinnern. Er feierte die Ortsgruppe Gießen und würdigte die großen Verdienste des Gaugebietsführers Direktor Werner.
Der Vorsitzende des staatlichen Prüfungsamtes für die Kurzschriftlehrerprüfung, Kammersteno' graph Mich. Wink l er, Darmstadt, als Gausach«
Ich hatte mir für Versuchszwecke und Vergleichs« Messungen Stahldraht von 0,5 Millimeter Querschnitt mitgenommen, den ich verwenden wollte. Als ich diese Leitung als Antenne hochzog, erklärte dies der deutsche Techniker in Bagdad für einen verspäteten Aprilscherz, denn mit dem „dünnen" Drähtchen könne man sicher nichts empfangen. Außerdem hatte er mir vorher prophezeit, daß an dieser Stelle wegen der Nähe des Elektrizitätswerks ein Empfang überhaupt nicht möglich fei. Aus dem
durch Handschlag und durch die Ueberreichung des Gesellenbriefes vom Kreishandwerksmeister freige- prochen. Der Kreishandwerksmeister ermahnte die Jung-Gesellen, stets zu zeigen, was im Beruf gelernt wurde und dem Beruf Ehre zu machen. Er gab ihnen dann beste Glückwünsche mit auf den Lebensweg.
Sodann übernahm der Kreisfachberater Ullrich die Jung-Gesellen in den Gesellenstand und gab ihnen ebenfalls mit kurzen herzlichen Worten herzliche Glückwünsche auf den ferneren Lebensweg. Der Obermeister der Buch- und Steindrucker-Jnnung, Herr W e i m e r - Lollar, dankte dem Fachausschuß ür seine im Interesse der Lehrlinge und des Berufs geleistete Arbeit. Er grüßte die Jung-Gesellen und gab dem Wunsche Ausdruck, daß sie immer ihre guten Kenntnisse und ihre gut deutsche Gesinnung unter Beweis stellen mögen.
und beglückwünschte sie dazu, daß sie als Glieder des Berufsstandes anerkannt worden sind. Die Altgesellen, so führte er weiter aus, erwarten von euch, daß ihr euch dieser Ehre würdig erweist. In einem Rückblick auf die Prüfungsarbeiten stellte er fest, daß vielen Prüflingen das Vertrauen xu sich selbst fehlte, und daß sie mit übergroßer Zaghaftigkeit ihre Arbeiten in Angriff nahmen. Darum muh die erste Aufgabe sein, das Vertrauen zum eigenen Können zu erwerben. Die Junggesellen ermahnte er, in andere Gaue und zu tüchtigen Meistern zu gehen und sich zur höchsten Vollendung zu üben.
Den Dank der Junggesellen sprach Fay (Lich) aus, der in erster Linie dem Kreishandwerksmeister Stühler für die viele Mühe und Hingabe dankte. In seine Dankesworte schloß er die Betriebsführer, die Abteilungsleiter, Meister, Prüfungsmeister und nicht zuletzt die Eltern ein.
Für das Kreisamt Gießen überbrachte Regierungsrat Weber
die Glückwünsche. Er stellte die Pflichten des Junggesellen gegenüber dem Handwerk, dem Volke und dem Führer heraus, aus deren verantwortungsbewußter Erfüllung dem einzelnen Nutzen und dem Handwerk Segen erwachsen wird.
Im Auftrage des Kreiswalters der DAF. übermittelte Kreisbetriebsgemeinschaftswalter Stein die Glückwünsche und verband damit die Mahnung zur Dankbarkeit an alle diejenigen und nicht zuletzt an die Eltern, die mitgeholfen haben an der Erreichung dieses ersten Abschnittes des angehenden Handwerkers. Er erinnerte daran, daß über die Betriebsgemeinschaft hinaus die Volksgemeinschaft zur Leistungsgemeinschaft werden muß. Der Leiter der Gewerblichen Berufsschule
liche Anzahl von Ortsgruppen bekannt, die die I Sache der Stenographenschaft mit bestem Erfolg < vorantrieben. Im Reiche stehe der Gau Hessen der i Mitgliederzahl nach an zweiter Stelle, in der Um» । rechnung auf das prozentuale Verhältnis zur Ge- i cimtzahl der Einwohnerschaft des Gaugebiets an 1 erster Stelle. Ziel der gesamten Arbeit müsse sein, 1 in jeder Ortschaft von über 2000 Einwohnern eine Ortsgruppe der Deutschen Stenographenschaft zu organisieren.
Nachdem der Referent noch auf die Vorteile der Einheitskurzschrift hingewiesen und die Möglichkeiten der ständigen Fortbildung vor Augen gerückt hatte, sagte er den Ortsgruppen Dank für die Spendenunterstützungen für das Hessen - Zim - m e r im Haus der Stenographenschaft zu Bayreuth. Die Versammlung nahm dann Kenntnis von der großen Zahl der bestandenen Handelskammer- Stenographenprüfungen. Schöne Erfolge wurden außerdem in der Kurzschriftlehrerprüfung gezeitigt. 30 Kurzschriftfreunde konnten die Lehrerprüfung bestehen. Der Gau verfügt nunmehr über 220 ausgebildete Kurzschriftlehrkräfte. Mit großer Freude nahm bann der Gaugebietsführer einige Ehrungen vor. Frl. Böttcher (Wiesbaden-Biebrich) wurde mit einem Diplom für hervorragende Leistungen im Maschinenschreiben ausgezeichnet, ferner wurden Frl. Eischen Becker (Nierstein) und ebenfalls Frl. Böttcher (Wiesbaden-Biebrich) für die errungenen Deutschen Meisterschaften im Maschinenschreiben (durchschnittliche Anschläge in der Minute 460) besonders geehrt. Zwei verdiente Kurzschriftfteunde wurden außerdem mit Ehrennadeln bedacht.
Sodann gab det Gaukassenwart Engelhard den Kassenbericht in kürzester Form bekannt. Die Einnahmen betrugen 3635,95, die Ausgaben 2773,32 Mark, so daß ' ein Ueberschuß von 862,63 Mark verbleibt.
Im weiteren Verlauf der Versammlung hielt Kreisgebietsführer Spehnkuch (Offenbach) ein kurzes Referat über das Thema „M aschinen- schreiben in den Ortsgruppen". Er betonte einerseits die Notwendigkeit eines gesteigerten Unterrichts in Maschinenschrift, erwähnte aber auch die besonderen Schwierigkeiten, die, dem entgegenstehen und gab schließlich praktische Anregungen für den Ausbau des Unterrichts im Maschinenschreiben. Er erläuterte vor allem die mannigfachen Vorteile der Blindschrift. Voraussetzung für eine Einführung der Blindschrift auf breiterer Basis sei allerdings die Normung der Maschinen hinsichtlich der Zahl der Typen und ihrer Anord- nung.
Zum Schluß der Versammlung gab der Gaugebietsführer bekannt, daß sich in den Kreisführungen, wie auch im Gauführerrat keine Aen - berungen ergeben haben. Der nächste Herbstverbandstag solle in Mainz stattfinden. Der nächste „Deutsche Stenographentag" werde in Hamburg abgehalten.
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Als weiterer Redner sprach sodann in Vertretung des Kreiswalters der Deutschen Arbeitsfront, Herr Stein. Er überbrachte die Grüße der DAF. unb- bes Kreiswalters. Er forberte die Jung-Gesellen dazu auf, den Eltern dankbar zu sein, die Zeit genug für die Lehrzeit ließen, und jenen, die ihnen die beruflichen Kenntnisse vermittelten. Jeder muffe Leistung zeigen. Nur aus der Gesellenfchaft heraus könne jemand Meister werden. Jeder müsse sich der schöpferischen Gemeinschaft bewußt fein, in der er stehe. Es dürfe keine Unterschiede mehr vom Dün- fei her geben. Nur in diesem Sinne baue sich bas Reich unb bas Werk bes Führers auf.
Nach weiteren musikalischen Darbietungen hielt bann ber Gautfchmeister Lindenstruth feine offizielle Ansprache zum eigentlichen „Gautschen , bas im Hofe des Cas6 Ebel abgehalten wurde. Je- bermann wohnte den luftigen Szenen bei und der
Stenographen im Leistungswettkampf.
Der 56. Gautag der Stenographen im Gau Heffen-Nassau.-I5 Jahre Ortsgruppe Gießen der Deutschen Stenographenschast.
... Hotels „Hindenburg"
Gaugebietsführer Werner (Darmstadt) dankte zunächst der Ortsgruppe Gießen für die ausgezeichnete Vorarbeit. Kurze herzliche Worte fand er bann für bie Gefallenen bes Weltkrieges unb bie Toten aus ben Reihen ber Stenographenschast. Er hieß bie Gauvertreter und besonders die Gäste herzlich willkommen. Nach dem gemeinsam gelungenen Lied „Volk ans Gewehr" erstattete er ben Jahresbericht. Das Gautreffen solle, so führte er u. a. aus, Anlaß zu Rückschau unb zu Ausschau in die Zukunft bedeuten. Das Jahresziel, das sich der Gau gesteckt habe, 15 000 Kurzschriftler zu erfassen, sei er- reicht, ja sogar überschritten worden. Das Ziel für das nächste Jahr laute: 18 000 Mitglieder im Gaugebiet. Erfreulich sei es, daß gerade die kleineren Ortsgruppen, die Ortsgruppen in den Landgemeinden außerordentlichen Zuwachs und günstige Entwicklung zu verzeichnen hatten. In seinen nachfolgenden Darlegungen gab ber Rebner eine statt-


