tun.
Aus den preußischen Nachbargebieien
Wirtschaft
Berlin wieder wettmachen.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) N e u y o r k, Ende Juni 1936.
Der Ooppelmörder von Bad Homburg verhaftet. Er stellt sich in Heidelberg selbst der Polizei
LPD. Frankfurt a. 2!L, 4. 3uli. Die Presse- telle des Polizeipräsidiums und die Justizpressetelle teilen mit, daß der wegen Doppetmords gesuchte Lrich Blaibach, der in Bad Homburg seine Eltern mit einer Axt erschlagen hatte, am 4. Juli gegen 9 Uhr sich im Büro des Fahndungskommandos der Kriminalpolizei t n Heidelberg gestellt hat. Bei einer kurzen informatorischen Vernehmung hat er die Tat zugegeben. Nachdem die Kriminalpolizei in heidelbr-g die Landeskriminalpolizei Frankfurt am Main verständigt hatte, wurde Blaibach noch am 4. Juli durch den Sachbearbeiter der Staatsanwaltschaft und Beamten der Landeskriminalpolizeistelle bzw. der Mordkommission von Heidelberg nach Frankfurt a. M. übergeführt, wo nunmehr durch
Iibein Mainifche Börse.
Uneinheitlich, eher fester.
Frankfurt, 4. Juli. Die Wochenschlutzbörse eröffnete uneinheitlich, jedoch eher fester, da Kauf» orders in größerem Umfange herauskamen. Am Chemiemarkt gewannen Farben 1 o. h. auf 170, dagegen Scheideanstalt um 0,50 v. h. abgeschwächt. Montanwerte lagen durchweg fester, besonders har. pener mit plus 3 v. h. Verein. Stahlwerke um 0,90 o. h. auf 100,40 befestigt, die übrig.,. Montanwerte hatten Kurserhöhungen im Ausmaß von 0,50 bis 1 v. h. zu verzeichnen. Elektrowerte uneinheitlich, El. Lieferungen plus 0,90, REG- plus 0,25, dagegen Siemens 2,25 v. H., Vekula 0,25 v. h. ger. Motorenaktien abgeschwächt, besonders BMW. mit minus 3 v. h., da man vielfach mit einer höhe- ren Dividende gerechnet hat, Daimler verloren 0,50 d. h. Zellstoff dagegen fester, Zellstoff Aschaffenburg plus 0,40. Waldhof mit 148 behauptet, ebenso Bau- und Zementwerte befestigt, Zement Heidelberg und Holzmann je plus 0,50 v. h. Verkehrswerte gut behauptet. Don sonstigen Papieren Westd. Kaufhof m Nachwirkung der HD.-Ausführungen anfangs um
Ankauf frer Auslosungsscheine
der Anleiheablösungsschuld des Deutschen Reiches.
Die bei der Auslosung am 8. Juni 1936 gezogenen Auslosungsrechte der Anleiheablofungfchuld des Deutschen Reiches sind bestimmungsgemäß am 1 Oktober 1936 einzulösen. Wie in früheren Jahren, werden die gezogenen Auslosungsrechte bereits vor der Fälligkeit unter Abzug eines zum leroeiligen Reichsbankdiskontfatz zu berechnenden Dlskontes frei von Provision angekauft werden.
Der Ankauf der Auslofungsscheme erfolgt durch die Reichsbankanstalten, in Berlin, durch die Nostro-Börsenabteilung der Reichshauptbank, Ja- gerstraße 55 I. Die Inhaber der Auslosungsscheine, die vor dem 1. Oktober 1936 in den Besitz des Einlösunqsbetrages kommen wollen, können schon jetzt ihre' Stücke der nächstgelegenen Reichsbankan- slalt zum Ankauf übergeben, die die Auszahlung des Einlösungsbetrages unter Abzug des Diskonts nach Prüfung der Stücke vornehmen roin).
Der vorzeitige Ankauf der ausgelosten Schuld- buchforderunqen der Anleiheablosungsschuld des Deutschen Reiches erfolgt zu denselben Bedingungen durch die Reichsschuldenverwaltung.
Die Vereinigten Wen rüsten für Berlin.
Amerikas Olympia-Mannschaft 1936 größer als 1932 im eigenen Lande.
Don unserem ständigen G. A. £> «Ämchterstattcr.
In einer Artikelserie, die kürzlich in lämtlichen Zeitungen der Hearst-Presse erschien, warnt der bekannte Sportlehrer und Leiter der amerikanischen olympischen Leichtathletik-Mannschaft, Lawson Robertson, seine Landsleute jedoch davor, allzu optimistisch zu sein. „Es ist meine Überzeugung , schreibt Robertson, „daß D e u t s ch l a n d die Dor- Herrschaft der Amerikaner auf dem Gebiet der Leichtathletik ernstlich bedroht." obertson glaubt, daß Deuschland in 11 von den 23 leichtathletischen Wettbewerben gute Aussichten auf Erfolg hat, vor allem in solchen, die stetige Kraft erfordern also im Zehnkampf, Diskus- und Speerwerfen, Kugel- stoßen, Hammerwerfen usw. Und gerade weil man von Deutschland scharfe Konkurrenz erwartet, haben amerikanische Sportverbände die planmäßige Kampfschulung deutscher Athleten sehr genau studiert Qr$ ist auffallend, wie sie dieses Jahr zum erstenmal bemüht sind, die Startmöglichkelten ihrer Leute zu begrenzen. Trotz aller Warnungen, mit den Kräften' hauszuhalten, wird auf den Dorkämpfen ein Weltrekord nach dem ande»
0,13 v. h. erhöht, lm Verlaufe auf 47,75 (48) ab-
Der Rentenmarkt lag befestigt, aber ruhiger. Altbesitz 112,65 (112,50), Zinsvergutungsscheine J2,6U bis 92,70 (92,50 bis 92,60), Kommunal-Umschuldung behauptet. Don Auslandsrenten Mexikaner ohne größeres Geschäft um etwa 0,25 v. h. ebenso Ungarn eher etwas fester, Warschau-Wiener zirka 0,25 d. h. befestigt . ,
Im Verlaufe bröckelten die Kurse überwiegend ab. IG.-Farben auf 169 (170) ermäßigt, AEG. auf 36,75 (37,13), Verein. Stahlwerke verloren von ihrem Anfangsgewinn wieder 0 40 v.h. aus 1'0. Von den spater zur Notiz gekommenen Werten Gesfürel um 1,25 o. h. erhöht Deutsche Linoleum plus 0,50 v. h., Reichsbank auf 196,50 v. h. (198) abgeschwächt. AG. für Verkehr ließen im Verlaufe loh. nach, dagegen Reichsbahn-VA. 0,50 o. h. höher. Westd. Kaufhof weiter auf 47,50 v.h. er- ma6'9t Frankfurter Schladitoiehmarn.
Frankfurt a. TI., 6. Juli. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 286 Rinder (31 Ochsen, 51 Bullen, 155 Kühe, 49 Färsen), 459 Kälber, 38 Schafe, 4258 Schweine. Es kos eten: Rinder: Ochsen 43 bis 45 Mark Nullen 39 bis 43, Kübe 25 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 40 bis 44 Kälber 44 bis 70, Hammel 46 bis 48, Schweine 50 bis 57 Mark. — Marktverkauf: Rinder und Schweine zugeteilt, Kälber, hämmel und Schafe lebhaft.
Oberhessen.
i Landkreis Gietzen.
Mittel zur Reise beinahe sichergestellt. Nur die 1 Kasse der Leichtathleten ist noch leer, ober man hofft auf ein ausoerkauftes Stadion bei den Schluß- kämpfen. Die Sportanlagen der Randatt-Jnsel und die neue, 27 Kilometer lange Brücke, die sie mit Manhattan, Lang Island und'dem Festland oer- bindet, sollen bei dieser Gelegenheit eingeweiht werden. Präsident Roosevelt hat sein Erscheinen für dieses Ereignis zugesagt.
Am 15. Juli werden sich die Leichtathleten, Schwimmer und anderen noch verbleibenden Mannschaften auf dem Dampfer „Manhattan no^) Berlin einschisfen. Die große Wanderung der Besucher nach Berlin hat bereits eingesetzt. Schon setzt sind alle deutschen, englischen, französischen, italienischen, schwedischen, holländischen Dampfer äusser, kauft und laut Mitteilung der Schiffahrtsgesellschaften ist beinahe jeder verfügbare Platz bis Ende Juli gebucht. Da ein Teil des Reiseverkehrs sich nach anderen europäischen Ländern wenden wirb, ist es unmöglich, auch nur schätzungsweise anzugeben, wieoiele Gäste aus Amerika Deutschland diesen Sommer erwarten kann. Ihre Zahl wird wahr- scheinlich größer sein als zu irgendeiner Zeit seit dem Weltkriege. Hauptanziehungskraft bilden natürlich die Olympischen Spiele, aber auch die den Reisenden gewährten Vergünstigungen, die neuen Dampfer „Queen Mary“ und „Normandie und die Tatsache, daß der Dollar wieder leichter rollt, haben mit dem außergewöhnlichen Reiseverkehr zu
* Allendorf (Lumda), 6. Juki. Am morgigen Dienstag, 7. Juli, kann der hiesige Gastwirt Hein, rieb Bergen l. in geistiger und körperlicher Frische seinen 8 0. Geburtstag feiern. Der hochbetagte Mann ist seit 40 Jahren treuer Leser des Gießener Anzeigers. „ r.
y Watzenborn-Steinberg, 6. Juli. Das Psychologische Institut der Universität Gießen machte dieser Tage 3um Zwecke einer größeren wisienfchaftlichen Arbeit zur Rassenkunde in unserer Gemeinde mehrere Aufnahmen. Don Personen un Alter von 20 bis 25 Jahren wurden außer den Angaben über Figur und körperliche Eigenarten photographische Aufnahmen gemacht.
ftrei» Schotten
• Schotten, 5. Juli. Der Brand, der dieser Tage in Ruppertsburg zwei Scheunen ganz und ein Wohnhaus zum Teil einäscherte, hatte leider noch ein trauriges Nachspiel. Als die 74 Jahre alte Frau Maria Wagner aus Ruppertsburg zur Brandstätte eilte, regte sie sich fo stark auf, daß sie einen Hirnschlag erlitt, der noch am gleichen Abend ihren Tod herbeiführte.
Jlundfunkprogramm
Mittwoch, 8. Juli.
6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Gaunachrichten. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. Anschließend: Nachrichten aus dem Sendebemrk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Aus unsterblichen Operetten. 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Südroestdeutsche Erzähler. 15.40: Musik der Natur. Ein Dorttag von Univ.-Prof. Dr. Konrad Guenther. 16: Kammermusik. 16.30: Unterhaltung^ ! konzert. 17.30: HJ.-Funk — Zeltlager an der Kin- 3ia| Don den Vorbereitungen für das Südwest- ' marklager 1936. 18: Wirbel der Melodien. 19.45: Kampf dem Verderb! 20: Nachrichten. Der Volkssender 1936 ruft! 20.15: Stunde der jungen Nation. 21.15: heiteres Kammerbrettl, ein intimer, bunter Abend. 22. Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Ein Sommerabend am Rhein. 24 bis 2: Nachtmusik.
die Mordkommission eine eingehende Vernehmung erfolgt.
Zuchthäusler ausgebrochen.
LPD. Marburg, 4. Juli. In der Nackt zum 2. Juli ist aus dem Marburger Gerichtsgefängnis der Zuchthäusler Nikolaus Willershausen, geboren am 9. März 1911 in Marburg, entwichen. Willershausen ist 1,68 bis 1,70 Meter groß, von untersetzter Gestalt, hat waagrechte Schulterns- gung, frisches, ovales, hageres Gesicht, geneigte Stirn, dunkelbraune haare, blaue Augen, dunkel- braune Augenbrauen und lückenhafte Zähne. Drei Zentimeter vom Finten Mundwinkel hat er eine kleine Warze. Er war bekleidet mit geflickter flrauer Knickerbockerhose, blauschwarzem Rock und Schaft- stiefeln. Die Kleidung wird er inzwischen gewechselt haben. Willershausen ist Einbrecher und Fahrrad- dieb. Er wird versuchen, sich fatsche Papiere zu verschaffen? Auch seinen richtigen Namen wird er nicht angeben. Bei Antreffen wird um Festnahme und Nachricht an die Staatsanwaltschaft oder Die Ortspolizeibehörde Marburg (Lahn) ersucht.
Die Werbung für die Olympischen Spiele hat be- sonders in deutsch-amerikanischen Kreisen starken Widerhall gefunden. Nicht nur, daß von dieser Seite viele hochherzige Spenden dem Olympia- Fonds zugeflossen sind, sondern zahlreiche Deutsch- Amerikaner, die ihre Heimat seit dem Kriege nicht mehr gesehen haben, nehmen die Olympischen Spiele zum Anlaß einer D e u t s ch l a nd f a h r t. Deutschamerikanische Vereine und Gesellschaften haben auf den Schnelldampfern ganze Decks ve- legt. Auf Grund der vorliegenden Ziffern hat man ausgerechnet, daß dieses Jahr über 100 000 Rei- sende den Hafen Neuyork europawarts verlassen werden, das sind beinahe so viel, wie im Prosper», tätsjahre 1929. Deutschland wird den Löwenanteil dieses Besucherstroms abbekommen.
Donnerstag, 9. 3uli:
6 Uhr: Deutscher Spruch — Morgenspruch. Gym- nasttk. 6.30: Frühkonzert, ausgeführt vom ErnDe- Orchester. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gym- nastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Musik am Morgen. 10: Sendepause. 11: Nur Trier und Koblenz: Nachrichten. 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Das Phänomen der Stimme (Xll). Lilly Trautmann. 15: Volk und Wirtschaft Unsere Handelsflotte wird erneuert. 15.15: Kinderfunk. 16: Unterhaltungskonzert. 17: heitere Flötenmusik. 1730: Kreuz und quer durch unsere Zett. Eine heitere Tertfolge mit Beiträgen von Peter Bamm. 18- Konzert. 19: Geschultert den Spaten. Ein Tagewerk im Arbeitslager. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Alte deutsche Dolks-Balladen aus aller Welt. 21: Der Dolkssender 1936 ruft. Ausschnitte aus Dolkssender- Sendungen. 22: Nachrichten (auch aus dem Sende- bezirk). 22.30: „Kampfarten der Griechen und ihre Technik". 22.45: Sinfonie in d-moll von W. A. R6my. 23.30: Leichte Unterhaltungsmusik. 24—2: Nachtkonzert.
Der Wille und die Energie der sporttreibenden , amerikanischen Jugend sind heute nur auf ein Ziel । gerichtet, vor der Welt auf den kommenden O l y m° : pischen Spielen erneut Zeugnis ihrer sportlichen Führung abzulegen. Daher bringen die Amerikaner es auch trotz allergrößter Sä-wierigkeiten fertig, dieses Jahr eine Mannschaft nach Berlin zu senden, die um zwanzig Athleten stärker ist als die Mannschaft, die sie 1932 in ihrem eigenen Lande aufstellten. Und da wir gerade von nchrvie- rigkeiten reden: Zuerst galt es, eine wohlorgam- fierte, finanziell mächtige, jüdische Deutschenhetze zu überwinden, dann müssen die amerikanischen Sportverbände, da der Olympische "Ausschuß keinerlei staatliche Unterstützung bezieht, die Reise ihrer 395 Athleten, 55 Trainer und 8 Ex^ditionsletter nach Berlin auseigener Tasche bezahlen, und schließlich hat die Auswahl der Besten aus einem Gebiet zu erfolgen, dessen Landesgrenzen von Ost nach West 5000 und von Nord nach Süd 3000 Kilometer auseinanderliegen. Man stelle sich vor: ein kalifornischer Leichtathlet, der auf den Ausschei- dungskämpfen in Neuyork nicht qualifiziert wird, hat umsonst eine Reise zurückgelegt, die der Entfernung Berlin—Kapstadt entspricht.
Schon seit etlichen Wochen wickeln sich in verschiedenen Landesteilen die B e z i r k s k ä m p f e ab, sog. „regional meets", aus denen das ™ate? rial für die Vorkämpfe gesondert wird. Aus die 60 Dezirkskämpfe folgen die nationalen h o ch s chu l - Meisterschaften in Chikago und die Vorkämpfe für Leichtathleten in Los Angeles, Mil- waukee und Cambridge. Die Besten aus diesen Der- anftaltungen wiederum meßen sich in den endgültigen Ausscheidungsspielen, den nationalen Meisterschaften der Amateur Athletic Union in Princeton am 3. Juli und den großen Schlußkämpfen am 11. und 12. Juli auf Randalls Island im East River in Neuyork. Die Austragungen sind, wie man sieht, ziemlich gleichmäßig über das ganze Gebiet der Vereinigten Staaten verteilt. Die Leichtathleten, die sich in den Bezirkskämpfen qualifiziert haben, stellen sich zum Vorkampf an dem ihnen nächstliegenden Ort, die Kalifornier z. B. in Los Angeles. Don jebem Wettbewerb werden die beiden Besten zu den Schlußkämpfen zuaelasien, also von Chikago, Milwaukee, Los Angeles und Cambridge zusammen 8, dazu noch die nächstbesten 8 des ganzen Landes, ohne Rücksicht auf den Bezirk ober darauf, ob sie sich in den letzten Monaten an irgendeinem Wettbewerb beteiligt haben ober nicht. Auf Randalls Island treffen die jeweils 16 Besten der ganzen Vereinigten Staaten zusammen. Die Auswahl wurde deshalb so geregelt, weil einzelne Landes- tcile in gewissen Sportarten besonders stark vertreten sind. So trifft es sich Z. B., daß Kalifornien die besten Stabhochspringer hat und Neu-England die besten Hammerwerfer. Kalifornien kann mit fünf Stabhochspringern aufwarten, die alle über 4,26 Meter springen: ihr dritter Mann ist immer noch besser als der erste Mann des Bezirks Milwaukee. Es wäre unter diesen Umständen natürlich ungerecht, nur zwei Kalifornier zur Aus
scheidung zuzulasien.
Berichte über Spitzenleistungen mut. m a ß l i ch e r Olympiateilnehmer, über ihre Aussichten in Berlin, Men heute die ersten Seiten der Sportzeitungen und drängen selb Baseball oder Golf in den Hintergrund. Man ist fest davon überzeugt, daß Amerika die ersten Plätze auf allen Kurzstrecken, im SBcitfprunfl, Stab- Hochsprung, Hürdenlauf belegen wird. Alle Weltrekorde von 100 Yards bis zu 2 Meilen werden heute von Amerikanern gehalten. Onkel Sani wird in Berlin durch eine Reihe von ,Kanonen vertreten fein, die schwer zu schlagen sind: Owens, Metcalfe, E a st m a n, D e n z k e, B o n t h r o n, Cunningham, Harbin, O Brien, Laoalle, Johnson, Brown, um nur einige zu nennen. Nur auf den Langstrecken sah es bisher schlecht aus. Da taucht vor einer Woche der Student Don Lash in Princeton auf und bricht auf durchweichter Aschenbahn Paavo Nur m i s Z w e i - Meilen-Weltrekord. Lash ist letzt Amerikas Hoffnung für die 5000 Meter, melleicht sogar Zehn-Kilometer-Sttecke. So kann dieses Land immer wieder unbesorgt aus der unermeßlichen Fülle seines Menschenmaterials schöpfen.
Besondere Aufmerksamkeit haben die Amerikaner der Verbesserung ihrer Schwimmlei- ft u n g e n gewidmet. Nichts hat sie in Los Angeles o geschmerzt, wie der Verlust ihrer Schwirmnlorbee- ren an die Japaner. Peter F i ck und Adolph K i e- fer die beiden Deutschamerikaner aus Chicago, und Jack Medica sollen diese Niederlage m
ren gebrochen.
Jede der olympischen Mannschaften muß die Mittel für ihre Berliner Reise selbst aufbringen. Die Gesamtunkosten der Expedition werden auf 300 000 Dollars geschätzt, wobei man Der Reichsregierung für die billige Unterbrin = gung der Teilnehmer im Olympischen Dor sehr dankbar ist. Die Ausbringung des Geldes geschieht durch Sammlungen bei Sportfesten, durch freiwillige Spenden aus den Kreisen der Bevölkerung, durch Einnahmen bei Schaukämpfen und aus dem Verkauf von Abzeichen. Leider sind die Dorkampfe infolge der riesigen (Entfernungen eher eine finanzielle Belastung als eine Einnahmequelle. Einem großen Sportverband gelang es erst vor kurzem, einen Fehlbetrag aus den Deprefsionsjahren abzu- ^zahlen; immerhin sind nach Mitteilung des Amerikanischen Olympischen Komitees die finanziellen
Die hinter den Papieren
Arankiun a. Ul.
Berlin
Schluß- knrs
Gchlußl. Abendbörse
Schluß» kurs
Schlußl. mittag» börse
Dalum
3-7
47.
3-7
4.7-
5% Deutsche Retchscmteihe v. 1927
101,4
101,4
101,4 | 98 102
101,4
97,75
102
4% Deutsche Rerchsanl. von 1934 6W7O Doung-Anleihe von 1930 .
98
101,65
97,75
101,5
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit AuÄos.-Rechten ............
112,5
112,5
112,5
112,6
4V4% Deutsche Reichspostschatzan
Weisungen von 1934, 1.......
100,2
100,2
100,2
100,2
4%% ehe«. 8% Hessischer Sol» staat 1929 (rstckzahlb. 102%) ..
98,75
98,75
98,75
—
4yt% ehem. 8% Hessische Landes
6ant Darmstadt Gold R. 12...
97
97
—
97
6%% ehem. 47i% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstavlLwu
101,25
101,4
—
—
41/,% ehem. 8% Darmst. Lomm
LandeSb.Goldschuldverichr. R. 6
93,5
93,5
—
—
Lberhessen Provinz.Anleihe mti LuSlol.-Rechten .......- - - -
123,5
123,5
—
—
Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie I mit Auslos..Rechten
119,5
119,4
119,65
119,5
47t% efyem.8% Franks. Hyv.-Banl Goldpse. 15 unfünöbat bis 1935
97
97
—
—
57i% ehem. 4yt% ffianff. HyP Bank-Liäu -Psanobnese ......
6 7i% ehem. 47,% Rheinische
Hpp^Bank-Liqu.-Goldpse. .. •
101,25
101,4
—
—
101,65
101,65
101,5
101,5
47.% ehem. 8% Pr. Lanoespsand bsiefanfralt, Pfandbriese R- 1t
97,5
97,5
97,5
97,5
471% ehem. 7% Pr. Lauoe-Pfand briesanst., Gold Somm. CbL 2
’ 95
95
95
95
Steuergutich.B e rre chnung«. M-3f
109,5
109,5
109,5
109,5
4% Oestrrretchtfche Goidrrnte...
4,20% t>sterreichische Stlüerrente
2,525
9,2
2,55
9,25
30,25
2,55
9,2
29,5
2,6
9,2
<% Ungarische S laut« re nie v. 1910
8,65
8,7
8,75
8,7
4’/.% betflL von 1913.........
b% obfldt. Golowerikaner von 99
8,7
14,65
14,7
14,65
14,65
4% Türkische Bagoaobahw«»1eche
Serie t....................
4-3uii
3 Juli
furd
bSrse
3-7-
4.7.
Datum
3.7-
124,5]
141,5
150 |
Banknoten.
62,55
62,31
194
194,25
195
33
«ritzner..........-••••••••• ®|
Matnkraftwerke Höchst O.SU.. 4|
Süddeutscher Zuck« l°l
228,5
Lombardzinsfuß 5 v. H
o
8
48
426
47,5
422
125
142
150
123
192
63,92
81,01
33,68
64,18
81,33
33,82
97,75
97,75
196,5
7
S 5 6
5
169
272
113
129,4
138,75
123,5
191,5
114,25
129,75
137,25
113,65
129,75
138,5
111,75
52,25
86,75
148,4 109,9
121,75
122,75
191,25
83,5
47,4 421
0 0 ö
12 11
169
271,5
112
129,75
52,5
87
148
109,75
Schlußkurs
36,65
156 133,75 158,25
132
144
131,5
138 157,65 205,75
143
BuderuS
Deutsche Erdöl
106,5
129,5
130,25
115
174,75
136
109,5
104,9
14,65
43
16 115,65 120,25
95,5
52,25
87
148
109
<% oesgi. Sene U..........
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4Vr°/oRumän.vereinh.Reutev.lS13 4% Rumänische vereinh. Rente .
2 ys/o Anatolier ..............
Philipp Holzmann .... Aemenlwett Heidelberg Lemeutwerk Karlstadt..
Schtußk. mittag» börse
I. G. Yarben-Industrie
Schetdeanstast........
Goldschmidt
Rütgerswerke
Metallgelellichaft
6,9
10
5,75
Etettr. LteserungSgesellschast ... 6
Licht und Kraft ............. 7
gelten & Guilleaume 4
Gesellsch.s.Elektr.Unternehnnmg. 6
Rheinische Elektrizität ........ 6
Rhein. Wests. Elektr 6
Schlickert L Eo 6
Siemens L Halske 8
Lahnreyer L Ed 7
168,9 168,75
। 125 । 125
A.E.G.
Betula
Deoifenmatfl Berlin — Iranksurl a. BL
. 4 tYi .. 3
6 ,. 6
8 ». ö
Srantfurt a.M.
Schluß. Xt
Äerlm,4.Zuli
Amerikanstche Roten.. Belgische Roten..................
Dänische Roten Englische Roten Französische Roten...............
Holländische Roten Italienische Roten Norwegische Noten •••••//■ Deutsch Oesterreich, A 100 Schilling Rumänische Noten Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten.................
Ungarische Note»
Harpen er.................
Hoesch Eisen—Kölw-Neuessen Ilse Bergbau Ilse Bergbau Genüsse......
klöcknerwerke Maaaesmamt-Röhrea.....
Schultheis Patzenhofer ....... 4 Atu (Allgemeine Kunstseide) .. o Bemberg...................£
Zellstoss Waldhos « Zellstoff Aschassenburg 0 Dessauer Gai 1 Daimler Motoren — 0
Deutsche Linoleum ... Lrenstetn L Koppel ..
Westdeutsche Kaufhof.
Chade..............
Äccumulatoren-Fabrü Lonti-Gummi.......
2,43 41,84 55,29
12,405 16,385 168,66
"W
2,45 42,00
55,51
12,445 16,445
169,34
Hamburg-Amerita-Pater .... 0
Hamdurg-Südom. Dampfschiff . 0
Norddeutscher Lloyd .........0
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
Berliner Handelsgesellschaft ... 6
Commerz» und Privat-Bank ... 4
Deutsche Bank und DiSconto- «esellschaft................4
Dresdner Bant <
Retchsbank ................1*
112
52,5
87
148 108,75 121,75 123,13
191,9
83
47
425
215 195,5
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
angeführten Ziffern geben die höhe der zuletzt "" ~ Reick>-b°nkdi-k°nt 4
32,9 I 33,25 -
95 95 -
2251 228,5 1 226 I
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß» furd
Schluß!. Ab end- börse
Schluß« kurs
Schlußt.
Mistag- bSrse
Datum
3-7-
4.7.
37.
4-7.
ManSseloer Bergüau....... 67t
........................... 6
Rheinische Braunkohlen .....12
Rheinftahl....... •*
Vereintste Stahlwerke......»7i
Otavi Minen ...............0
Kaliwerke Aschersleben........b
Kaliwerke Westeregeln........o
Kaliwerke Salzdetfurth.....7%
141,5
240,5
143,75
99,5
29,25
127
141,5
144,13
100
29,7
126,75
141
130 240,75 143,25
99,13 29,13 127,5
126,75
141
129,5
243
143,75
100
29,75
127
126,9
181,75
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
lSeld |
Bricf |
Geld |
Sri et
öueno» Aire
Brüssel ....
0,658 41,98
0,662
42,06
0,661
41,96
0,665 42,04
Rio de Jan.
Sofia.....
0,139
3,047
0,141
3,053
0,139
3,047
0,141
3,053
Kopenhagen Danzig.... London....
55,63
46,80
12,46
55,75
46,90
12,49
55,54
46,80
12,44
55,66
46,90
12,47
Heisings ors.
Pari- .....
5,49 16,435
5,50 16,475
.5,48 16,435
5,49 16,475
Holland ...
169,10
169,44
169,08
169,42
Italien.....
19,53
19,57
19,53
19,57
0,728
0,730
0,727
0,729
Jugoslawien
5,654
62,63
5,666
62,75
5,654
62,52
5,666
62,64
Wien.......
48,95
11,32
49,05
48,95
49,05
Lissabon....
11,34
11,305
11,325
Stockholm...
64,24
64,36
64,14
64,26
Schwei, ...
81,21
81,37
81,19
81,35
Spanien...
34,06
34,12
34,02
34,08
Prag.......
10,29
2,480
10,31
10,30
10,32
Budapest ..
Neuyork ...
2,484
2,478
2,482
6,6
6,7
6,7
9,8
10
9,95
5,65
5,65
5,7
42,5
42,25
42,25
14,5
14,5
14,75
—
——
44
16,4
16,25
16,25
117
116
117
—
121
95,5
95,75
95
97,5
97,75
97,25
97,5
97,75
97,25
198
196
197
37,13
36,9
36,9
155,5
155,75
156
134
134,9
133,5
157,5
158,25
157,5
132,5
132
131,5
142,5
143,5
142,25
130,5
131,5
—
138
137,75
138
158
157,13
157
208,75
206,5
206,5
142,5
143
143
106
106,25
106
129,75
129
129,75
128,5
131
129
114,5
115
114,5
—
173
135,5
136,5
135,5
109
110
109
104,5
105
103,75


