Ausgabe 
6.5.1936
 
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Nr. 105 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Mittwoch, 6.M 1956

3. Reichsnährstands - Ausstellung in Frankfurt im Entstehen.

Rund 150 Morgen Ausstellungsgelände.18,5 km Länge der AussteUungsfronten.

Rund 800 Gonderzüge. Bisher über 400000 Llebernachtungen gemeldet.

Lehrreiche Leistungsschauen für den Bauer und den Städter.

Leistungsprüfungen in ihren heimatlichen £an- deslierzuchlverbänden unter schärfster Kontrolle ausgewählten Spihenleistungstiere zu sehen sein werden. In zahlreichen Richtringen werden diese Tiere täglich zur Vorführung kommen,' um den Besuchern zu zeigen, aus welch hohem Stand die deutsche Tierzucht angelangt ist, zugleich aber auch Anregungen für die Praxis und das weitere Streben nach Höchstleistungen auf die-

tEigener Bericht des Gießester Anzeigers.)

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Blick auf den Bauernhof. (Aufnahme: Reichsnährstand.)

Wer in diesen Tagen von Gießen nach Frank­furt fährt, wird zwischen den Stationen Frankfurt- West und Frankfurt-Hauptbahnhof auf dem Ge­lände der Frankfurter Festhalle, aber auch gegen­über auf der anderen Seite des Bahnkörpers außer­ordentlich reges Schaffen bemerken. Dort wird von vielen Arbeitskameraden in vielseitigster Weise ge­baut.

Die 3. Reichsnährstands-Ausstellung wird errichtet.

Das weite Festhallengelände wird geradezu völlig umgekrempelt; neben den ständigen Bauten sind große Ausstellungshallen im Entstehen begriffen. Ein vollständig ausgestatteter Bauernhof mit allem, was dazu gehört, ist das Kernstück der großen Bauten. Ferner sind rund um den Bauernhof her­um Ackerstücke, Wiesenland, Bauernwald, Feld­bereinigungsflächen, bauernwirtschaftliche Betriebs­anlagen usw. (die Aecker und Wiesen selbstverständ­lich nicht in der Normalgröße eines Bauernbetriebs, sondern in kleineren Flächen als zweckmäßige An­schauungsmittel) in Bearbeitung. Das städtische Gelände auf der westlichen Seite des Bahnkörpers, also gegenüber dem Festhallengelände, zeigt einen großen Bau der Elektro-Wirtschaft, ferner riesige Anlagen von Stallgebäuden, Tierständen, Vor­führungsring, Tribünen usw., sämtlich dazu be­stimmt, im Rahmen der Gesamtschau die große Bedeutung der Tierzucht durch Leistungstiere aller­erster Qualität zu veranschaulichen, zugleich auch den Nutzen der Elektrizität im Rahmen der bäuer­lichen Wirtschaft vor Augen Zu führen.

Die Gesamtfläche des Ausstellungsgeländes be­läuft sich auf 37 Hektar, also nahezu 150 Morgen. Wer die einzelnen Abteilungen der großartigen Schau abschreitet, hat am Ende seines Rundganges eine Entfernung von rund 18,5 Kilometer zurückgelegt, etwa der Land- strahenstrecke GießenGrünberg entsprechend.

Natürlich findet eine derart große Schau, wie sie in Frankfurt vom Reichsnährstand gegenwärtig aufgebaut wird, im ganzen Reiche und darüber hin­aus in der Welt das größte Interesse, denn diese Reichsnährstands-Ausstellung ist nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa die größte Ausstellung überhaupt. Für ihre Unter­bringung können nur Städte mit ganz großen Raummöglichkeiten in Betracht kommen, wie bei­spielsweise bisher München, Leipzig, Hamburg, Berlin und jetzt Frankfurt, die Mainstadt aber auch nur dadurch, daß sie neben dem Festhallengelände noch eine sehr große Fläche Freiland auf dem gegenüberliegenden Gelände der Ausstellungs­leitung zur Verfügung gestellt hat.

Zur Bewältigung des außerordentlich starken Massenbesuches hat die Ausstellungsleitung im Zusammenwirken mit der Reichsbahn alle Maßnahmen zur Abfertigung von rund 800 Sonderzügen für die hin- und Rückfahrt, selbstverständlich neben allen planmäßigen Zügen, getroffen. Bisher sind von auswär­tigen Interessenten bereits rund 4 0 8 0 0 0 Uebernachtungen angemeldet worden, die natürlich nicht alle in Frankfurt unterzu­bringen waren, so daß die Ausstellungsleitung alle Vororte und die Rachbarstädte, wie z. B. Darmstadt, Mainz, ja sogar bis nach Koblenz einschließlich als Uebernachtungsorle zu Hilfe nehmen mußte. Von diesen Rachbarplähen aus werden die Besucher in Sonderzügen nach

Frankfurt kommen.

Die Ausstellungsleitung hatte die Presse des Rhein-Main-Gebietes am gestrigen Dienstagnach­mittag zu einer ersten Dorbesichtigung der im Entstehen begriffenen 3. Reichsnahrstands- f di au einqeladen. Dem großen Kreis der auf dem Fcsthallengelände versammelten Schriftleiter wurde auf einem mehrstündigen Rundgang ein umfassen­der Ueberblick über das außerordentliche Ausmatz der Schau gegeben, der auf alle Besucher einen starken Eindruck machte. Der Generalgedanke die­ser Ausstellung ist, wie Landesbauernfuhrer Dr. Wagner vor Beginn des Rundganges erklärte, darin zu erblicken, daß die Schau

alle Vorgänge der Erzeugungsschlacht in der Bauernwirtschaft praktisch veranschaulichen soll und dabei an vielen lehrreichen Beispielen ge­zeigt wird, wie in einem Vauernbetrieb rich­tig gearbeitet wird und wie der Bauer es nicht

machen soll, um sich und die Gesamtheit des Volkes vor Rachteilen zu bewahren.

Zu diesem Zwecke wird auf der Ausstellung das Beste vom Besten gezeigt und damit für jeden Bauern, aber auch für die Männer und Frauen der städtischen Bevölkerung der Besuch der Ausstellung lohnend gemacht. Auf dem Rundgang konnten wir denn auch feststellen, daß der ganze organisatorische Aufbau der Ausstellung nicht auf das Landvolk allein zugeschnitten ist, obwohl na­türlich die Bauernarbeit mit ihren vielfältigen Er­scheinungen überall im Vordergrund steht, sondern daß auch für die in den Städten wohnende Ver- braucherschaft ungemein viel Lehrreiches und Wis­senswertes in dieser Ausstellung zusammengetragen wird.

Man kann von der großen Zahl der Abteilun­gen und Unterabteilungen dieser Schau im Rah­men eines Presseberichts natürlich nicht alle Einzel­heiten schildern. Der Pressemann kann hier seiner Schilderung nur den einen Rat an alle Volks­genossen voranstellen:

Fahrt nach Frankfurt und seht euch diese groß­artige Ausstellung an, keiner wird diesen Besuch zu bereuen haben!

Und nunmehr lassen wir die wichtigsten Abteilun­gen und Bauten der Veranstaltung vor dem geisti­gen Auge unserer Leser erscheinen. Die Festhalle selbst, im Rahmen der AusstellungReichs­nährstandshaus" genannt, enthält in zahl­reichen Abteilungen alle die Dinge, die mit der Ausgabe des deutschen Bauerntums, Erhalter und ewiger Blutsquell der Nation zu sein, zusammen­hängen; hier werden in den einzelnen Abteilungen die Fragen des Blutes, der Rasse und der Kultur in mannigfacher Darstellung behandelt. Anschlie­ßend folgt dasHaus der Marktordnun g", in dem besonders die Stadtbevölkerung sehen kann, in welch hohem Maße die Versorgung der großen Städte mit Lebensmitteln van einem geordneten Markt abhängt.

Eine kleine Ausstellung für sich im Rahmen der Gesamtschau ist derBauernhof in der Erzeugungsschlacht", der allein eine Fläche von 12 000 Quadratmeter ein­nimmt. Für diese Abteilung ist ein besonderer Bauernhof in fränkischem Baustil als Lehrbei­spiel errichtet worden.

Der Hof ist geschlossen umbaut und gedacht für einen Betrieb von etwa 60 Morgen landwirtschaft­lich genutzter Fläche, von denen 30 Morgen für Ackerland, 25 Morgen als Grünland und 5 Mor­gen als Wald genutzt werden. Die Einrichtungen des Hofes find, wie auch die Anlage der Aecker, Wiesen und des Bauernwaldes nach dem Grund­satz geschaffen worden: Man sieht, wie es richtig sein soll, und es wird daneben gezeigt, wie man es nicht machen darf. Diese unmittelbare Gegen­überstellung in allen Teilen eines Bauernbetriebes ist überaus anschaulich und in hohem Maße lehr­reich, dabei mit einer Umsicht und Klarheit der Ge­staltung geschaffen, daß unzweifelhaft jedermann von der Besichtigung dieser Schau einen starken Eindruck mitnehmen wird. Selbstverständlich ist in diesem Rahmen nicht nur der bauernwirtschaftliche Betrieb der Durchschnittsart allein veranschaulicht, sondern es find auch alle neuzeitlichen Ge­sichtspunkte der Betriebsführung so­wohl auf dem Hofe selbst, wie auf den Aeckern, Wiesen und im Wald, zur Geltung gekommen.

Von den weiteren Lehrschauen sei hier auch auf die Weinbau-Aus st ellung hingewiesen, in der man alle Einzelheiten eines vorbildlichen Win­zerbetriebs im Weinbau selbst und in der Behand­lung des edlen Stoffes in den Keltereien und Kel­lereien sehen kann, ferner auch Gelegenheit erhält, Kostproben der deutschen Weine zu genießen und dabei, wenn man sich entschließt, seine Bestellung bei dem Winzer abgeben. Außerordentlich lehr­reich wird ferner dasHaus der Düngung" sein, in dem die Düngemittel-Industrie in Gemein­schaft mit dem Reichsnährstand eine Lehrschau auf­baut, die nicht etwa eine geschäftliche Angelegenheit der Aussteller sein wird, sondern einzig und allein unter dem Gesichtswinkel des Gemeinwohls und des Dienstes am Volke stehen soll. Das Haus der Pflanzenzucht" in einer weite­ren Halle wird alle in dieses Fachgebiet gehörigen Dinge und Erzeugnisse zeigen, insbesondere an Hand von lehrreichen Beispielen auch mit dem Märchen aufräumen, daß der ausländische Weizen besser sei als der deutsche. Die Besucher werden Gelegenheit

haben, in dieser Abteilung aus rein deutschem Weizen hergestelltes Backwerk, das täglich frisch in einer Bäckerei in der Ausstellungshalle geschaffen wird, genießen zu können, um daran die Güte des deutschen Weizens zu erkennen In dieser Halle wird auch der Tabakbau in Hessen mit einer entsprechenden Schau und mit Kostmöglichkeit in Form von Zigarren und Zigaretten, die in der Ausstellung hergestellt werden, in Erscheinung treten.

Für die Hausfrauen in Stabt und Land wirb namentlich basHaus ber Milchwirt­schaft" von ganz befonberer Vebeutung fein. Zur Unterbringung bieser Abteilung ist bie große Messehalle benutzt unb in brei Sonder- schauen aufgeteilt worben, hier unb auch in angrenzenben weiteren hallen werben bie viel­fachen Aufgaben unb Dinge ber Milchwirtschaft vor Augen geführt werben. Milch, Butter unb käse, ferner Dauerwaren, Milchprobukte ber verschiebensten Art, Frischmilchgenuß, Butter- milchausschank, Butterbrote mit käse usw. wer­ben hier täglich frisch unb in vielfacher Auf­machung ben Besuchern nicht nur vor Augen geführt, sonbern ihnen auch zum Genuß zur Verfügung stehen.

Maschinenausstellungen, anschauliche Lehrschauen über Unfallschutz rationelle Arbeitsweise, landwirt­schaftliche Hilfsmittel, ein Ausschnitt aus der Klein­tierzucht mit z. B 60 Bassins für Fische, ferner Bienenwirtschaft und Seidenbau dürften weitere starke Anziehungspunkte für die Besucher sein

Jenseits des Festhallengeländes, auf der anderen Seite des Bahnkörpers, mit dem Festhallengelände durch eine besondere Fahnenstraße verbunden, hat die Lehrschau der Viehzucht mit dem Haus der Elektrowirtschaft" ihren Platz erhalten. Was die Elektrowirtschaft auf dieser Aus­stellung bezweckt, ist oben bereits zur Genüge gesagt worden.

Zur Lehrschau der Tierzucht ist noch beson­ders hervorzuheben, daß hier die durch vielfache

fern Gebiete der deutschen Arbeit zu geben.

Diese Wettbewerbe werden täglich besondere Höhe­punkte der Ausstellung sein. Ferner wird den Be­suchern dieser Abteilung in dem großen Vorfüh­rungsring Gelegenheit geboten, Reit- unb Fahrturniere und ähnliche Wettbewerbe, außerdem Sondervorführungen, z. B. eine P a - raöe der SS.-Verfügungstruppe, eine große Luftfchutz-Uebung mit entsprechendem Fliegereinsatz unter besonderer Berücksichtigung des bäuerlichen Luftschutzes usw. zu sehen.

Für die Besucher ist es besonders wichtig, zu hören, daß auch bei der Gestaltung der Preise für Erfrischungen aller Art in weitgehen­dem Maße der Gedanke des Gemeinnutzes zur Gel­tung gebracht wurde.

Sämtliche Preise für ben verzehr sinb von ber Ausstellungsleitung fest vorgeschrieben wor­ben. Die Erfrischungsstätten unterliegen hin­sichtlich ber Einhaltung ber festgesetzten Preise einer stänbigen Kontrolle.

Die Eröffnung der Ausstellung erfolgt am 17. Mai durch den Reichsbauernführer in einem feierlichen Festakt, zu dem etwa 1400 ge­ladene Gäste erscheinen werden. Schon jetzt läßt sich auf Grund der gestrigen Eindrücke sagen, daß man es in dieser Schau mit einem gewaltigen deutschen Ereignis zu tun hat, dessen Durch­führung in unserer engeren Heimat besonders zu begrüßen ist. Man darf nur noch wünschen, daß das Wetter während der ganzen Ausstellungszeit vom 17. bis 2 4. Mai günstig sein möge, damit alle Volksgenossen diese überaus lehrreiche und sehens­werte Schau in so gedeihlicher Weise in Augenschein nehmen können, wie sie es verdient.

Es sei bei dieser Gelegenheit noch besonders dar­auf hingewiesen, daß die 54 Sonderzüge aus Hessen-Nassau, also aus unserer engsten Heimat, sämtlich Tageszüge sind, die morgens auf dem Heimatbahnhof abfafjren und am gleichen Abend wieder dorthin zurückkehren. Auf der Sonderzugfahrkarte ist die Nummer des Sonderzuges abgedruckt, die Fahrkarte kann daher nicht für andere Sonderzüge, die zu einem späteren Termin dieselbe Strecke be­fahren, benutzt werden.

Der Musterstall desBauernhofes in der Erzeugungsfchlacht". (Aufnahme: Reichsnährstand.)

Aus der provinzialhaupistadi.

Erfüllter Wunsch.

Oben, quer über die Fensterscheiben meines Er­kers hinweg, streckte sich der große Ast des Baumes im Garten meiner neuen Wohnung. Daß ich nicht wußte, was für ein Baum es eigentlich war, be­schämte mich bald nicht mehr, da es die verschieden­sten Menschen, die ich befragte, auch nicht wußten. So wartete ich gern und gespannt darauf, daß die Sonne es an den Tag bringen würde

Und das begann sie zu tun. Knospen entwickelten sich, blank, länglich, rosa-grün gefärbt, und dann sprangen Blättchen heraus, voll und hell die Aeste umschmückend.Könnte ich sie doch nur einmal in nächster Nähe mit all ihren besonderen Einzelheiten sehen, dann würde ich auch gleich wissen, was für ein Baum meinen Arbeitsplatz im Sommer beschat­ten wird " So hatte ich oft gewünscht und wünschte es wieder, als es plötzlich einen gewaltigen Krach gab, und der Ast vor meinen erstaunten Augen am Fenster vorbei herunterstürzte. Gleichzeitig aber stieg gellendes Iubelgeschrei aus der Kindergruppe herauf, die ich nun draußen, auf der Straße be­merkte

Ja, was war denn nur geschehen? Daß Wünsche Aeste abbrechen, hatte ich noch nicht gehört. So öffnete ich mehr als neugierig das Fenster, sah in die Höhe und erblickte dort, auf langer Leiter hoch oben im Geäst stehend, zwei Männer. Eifrig sägend waren sie dabei, einen weiteren Ast zur Erde zu befördern.Zurück, Kinder, gleich kommt er runter", riefen sie warnend. Die Säge knirschte, knirschte, dann krachte und prasselte es mächtig, und über den Gartenzaun warf sich eine grüne Last.

Inzwischen stand ich längst im Garten und sah wehmütig auf den glatten Stamm, der kahl und gespenstig emporfteilte.Er verdunkelte die Zimmer zu sehr, darum soll er weg", erklärte der Mann mit der Säge. Nun ja, das hatte ich wohl auch manchmal befürchtet. Und rings umher standen genug andere Bäume auf der Straße. Trotzdem wollte mich eine Traurigkeit überkommen doch sie wurde überjubelt von den Kindern. Solch feines Maiengrün! Direkt vom Himmel heruntergefallen! Und sie brachen sich Zweig um Zweig ab, knick, knack, mit flinken, emsigen Händchen, und ebenso emsig versorgte sich eine junge Frau.Da hat man doch auch sein Stückchen Frühling im Zimmer, das

gibt Freude", lachte sie mich durch das Gitter an. Da pflückte auch ich mir fröhlich mein Teil.

Nun steht der Strauß vor mir auf dem Schreib­tisch, und ich kann mich nicht sattsehen an dem Wunderwerk der entfalteten Bergahornblättchen, so Zierlich geformt, geädert und noch fein gefältelt. Zwischen ihnen aber blüht es wie kleine grüne Hyazinthen, je zwischen vier Blättern steht eine Blüte. Mein Wunsch ist erfüllt. Ich kann sie ganz nahe sehen, bis in die kleinsten feinsten Einzel­heiten studieren. Ob mich die unerwartete Erfül­lung aber glücklich macht? Ob ich all die Zweige nicht lieber hoch und fern über mir gegen den Himmel sähe?

Doch dafür tausche ich Licht und Sonne ein. Das ist auch etwas Gutes. Und an das Gute muß man sich halten. Darin besteht schließlich die Lebens­kunst. E. v. M.

Dornoiizen.

Tageskalender für Mittwoch.

SA.-Musikzug der Standarte 116: 18.30 bis 19.30 Uhr Platzkonzert auf dem Landgraf-Philipp-Platz. NSG.Kraft durch Freude": 20.30 bis 21.45 Uhr allgemeine Körperschule im Lyzeum. Stadttheater: 19.30 bis 22 Uhr:Schwarze Husaren". Gloria- Palast, Seltersweg:Hauptmann Sorrell und sein Sohn". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Die lusti- gen Weiber". Oberhessischer Kunstverein (Turm­haus am Brandplatz): 17 bis 18 Uhr Ausstellung von Werken von Fritz Heidingsfeld (Danzig) und P. A. Böckstiegel (Dresden). Zirkus Althoff: 16 und 20.30 Uhr Vorstellung, 10 bis 19 Uhr Tierschau. Bekenntnis-Gemeinde Gießen: 20.15 Uhr Vortrag von Pfarrer Martin Niemöller in der Johannes- kirche.

Sladtthealer Gießen.

Heute von 19.30 bis 22 Uhr die Operette Schwarze Husaren" von W. W. Goetze. Musikalische Leitung: Ernst Bräuer. Spielleitung: Der In­tendant. 29. Vorstellung im Mittwoch-Abonne­ment.

Bekenntnis-Gemeinde Gießen.

Heute, Mittwoch, abend Vortrag von Pfarrer N i e m ö l l e r in der Johanneskirche. (Siehe heutige Anzeige.)