Ausgabe 
6.5.1936
 
Einzelbild herunterladen

Wirtschaft

auf

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

Devisenmarkt Vertin Frankfurt a. 2TL

Zrarmun a. M.

Berlin

4-5. I 5-5.

4 5.

116,75

116,5

Drir

die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 0. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Die hinter den Papieren a

rn

113,5

100,2

98,25

96,65

100,75

97,5

103,25

113,5

100,25

98,25

100,75

97,5

101,5

97

97

108,9

100,75

97,5

102,9

113,3

100,1 !

98,25

96,5

101,05

92,25

120

116,75

96,5

101,25

101,5

97

97

108,9

1,65

9 8,75 8,85 13,8

121

116,5

96,5

101,4

101,65

97

97

108,9

Mein-Mainische Börse.

Mttagsbörse ruhig, schwächer.

Frankfurt a. M., 5. Mai. Die Börse lag

4% Oesterreichiscye Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente .......

4% Ungarische Staalsrente v. 1910 4/,% desgl. von 1913..........

6% abfleft. Goldmexikaner von 99 4% Tür/ische Bagdadbahn-Anleihe

Serie I......

29,25 | 1,75 9,13

9 I 9,1

14

30

1,75

8,9

8,7

8,7

13,8

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Mittwoch, den 6. Mai.

Gießen. Stadtkirche. 20 Uhr: Abendandacht.

Die Zndustrie- und Handelskammer Gießen

gibt Auskunft:

388: Die Durchführungsbestimmungen zur neuen polnischen Devisenverordnung. Der Wortlaut des Gesetzes. Der Verkehr mit ausländischen Zahlungs­mitteln. 389: Bekanntmachung KP 133 der Ueber- wachungsstelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise. 390: Die Olympia-Wertzeichen der Deutschen Reichspost.

Ob st und Südfrüchte: Deutsches Aepfel- angebot schwach. Treibhaus-Erdbeeren schwach an­geboten, Nachfrage gering. Preise rückläufig. Apfel- sinenangebot noch gut, Geschäft lebhaft. U. a. no­tierten: Aepfel I 28 bis 38, II 20 bis 26, III 15 bis 20, Tiroler Spitzleder 42 bis 45, Apfelsinen blond 14 bis 20 span., Blut 16 bis 20 span., 26 bis 28 ital., Bananen 12V2-k§-Kifte netto 7,50 bis 8 Braf., Treibhaus-Erdbeeren 2,50 bis 3,50, Zitro­nen, Kiste 300 und 360 Stück, 6 bis 7,50.

Hinöertnorff in Gießen.

Auf dem gestrigen Rinder- (Nutzvieh-) Markt in Gießen standen 591 Stück Großvieh, 231 Fresser und 139 Kälber zum Berkaus. Es kosteten Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 480 bis 650 Mark, 2. Qualität 350 bis 460, 3. Qualität 200 bis 300, Rinder Vi- bis Xjährig 140 bis 210, X- bis zweijährig 210 bis 280, tragend 290 bis 500, Kälber bis zwei Wochen pro Zentner 32, bis vier Wochen 52, bis sechs Wochen 74 Mark. Marktver- lauf anfangs lebhaft, später abflauend, Ueberstand. Nächster Markt am 12. Mai.

zwischen Nord und Süd, Ost und West im deutschen Vaterland erzielt werden. Und er wurde erzielt, wie die Entwicklung der DLG. im Laufe von fast 50 Jahren gezeigt hat. Daß sie Anfang 1934 un­ter Beibehaltung ihrer Ziele und Aufgaben im Reichsnährstand aufgehen konnte, zeigt wohl am besten, daß E y t h einen fundamentalen Grundstein für die nationale Hebung der deutschen Landwirt- chaft gelegt hatte.

Im Jahre 1896 überließ er die Weiterfuhrung der DLG. bewährten und jüngeren Kräften. Der 60jährige zog sich nach Ulm in sein geliebtes Schwa­benland zurück. Zwar wollte Eyth in Ulmaus­ruhen" von der aufreibenden Arbeit seines Lebens, aber nicht die Hände in den Schoß legen. Im Gegenteil: vor über 30 Jahren hatten die herrlichen Tropennächte, die unendliche Wüste und die gewal­tigen Steinpyramiden Aegyptens unvergeßliche Eindrücke hinterlassen. Nun konnte er endlich seine beiden großen ErzählungenHinter Pflug und Schraubstock" undDer Kampf um die Cheopspyramide" niederschreiben. Schon in der Stuttgarter Zeit, ehe er nach England ging, hatte sich der Dichter in ihm geregt, aber Eyth sand damals keine Zeit, solchen Regungen nachzugehen. Dann arbeitete er an der Herausgabe feiner vorzüglichenBrief e", seinen Tagebuch­aufzeichnungen aus 37 Reise- und Wanderjahren, die unter dem TitelIm Strome unserer Zeit" erschienen und eine der schönsten Selbst-

9

9

9

14

DerMann Hinterpflug und Schraubstock

Zum iOO. Geburtstage des Oichter-Zngenieurs Max Eytb.

Lon Gilbert W. Liinnefeld.

101,5

97

97

108,9

biographien der deutschen Literatur geblieben sind. Auch sein RomanDerSchneidervonUl m", darin Eyth das uralte Problem des Menschenflu­ges mit Muskelkraft behandelt, fand großen Anklang. Gewiß standen bei Eyth, weil er Ingenieur und Tech­niker war, die technischen Probleme und Fragen im Vordergrund, aber feine Bücher, besonders seine dreibändige Selbstbiographie, sind alles andere als technische" Werken die Technik tritt hier stark in den Hintergrund; wenn sie einmal hervorbricht, dann ist sie für jedermann auch den Nichttech­niker durchaus verständlich und lebendig geschil­dert; noch weit mehr aber kommt der hoch über allen Dingen des Lebens stehende Mensch Max Eyth in Poesie und Prosa zum Ausdruck, der das Leben gemeistert hat, der die Welt kennt, der sich selbst immer gleichblieb, und der dem Leben einen köstlichen Humor abgerungen hat.

Ein Jahr vor seinem Tode erhielt Max von Eyth er war inzwischen geadelt und zum Hofrat er­nannt worden die höchste Auszeichnung des Ver­eins Deutscher Ingenieure, die G r a s h o f - D e n k- münze. Im selben Jahr verlieh ihm die Technische Hochschule seiner Heimat, Stuttgart, den D r. - I n g. ehrenhalber, und zwar, wie es in der Ur­kunde heißt,in Anerkennung seiner hervorragen­den Verdienste in Bau und Einführung landwirt­schaftlicher Maschinen, in Anerkennung seiner gro­ßen Leistungen im nationalen Interesse durch die Gründung und Ausgestaltung der Deutschen Land­wirtschafts-Gesellschaft und in Anerkennung feiner schriftstellerischen Arbeiten mit dem Ziel, das Ver­ständnis ... für das Jngenieurwesen und damit dieses selbst zu fördern". Das schönste Denkmal aber hat Max Eyth sich selbst in seinem unvergänglichen Schaffen und besonders in seinen Briefen und Büchern gesetzt.

börsc 5-5.

100,75

97,5

103

113,65

100,1

98,25

96,65

101

Preußen.

Sängerkundgebung in Krofdorf.

(D Krofdorf, 4. Mai. Zu den Orten, in denen in diesem Frühjahr die sechs Liedertage des Sän­gerkreises Solms-Wetzlar im Gau 12 des Deutschen Sängerbundes durchgeführt wurden, gehörte auch Krofdorf. Am vergangenen Sonntag trafen sich hier die GesangvereineFrohsinn" Ätzbach,Ein­tracht" Erda,Eintracht" Vetzberg,Hermanus" Gleiberg,Fortuna" Kinzenbach,Liederhain" Bie­ber,Eintracht" Rodheim,Germania" Krofdorf undHarmonie" Mudersbach.

Zu dem Wertungssingen, das in der Turnhalle vor sich ging, hatten sich zahlreiche einheimische und auswärtige Sangesfreunde eingefunden. Bewer­tung und anschließende öffentliche Kritik nahm Musikdirektor Jos. Knettel (Bingen) vor. Da mit der Krofdorfer Veranstaltung die Durchführung der Kreisliedertage ihr Ende gefunden hatte, sprach der Führer des heimischen Sängerkreises Lehrer Majewski (Oberndorf) der Leitung der Sänger­schaft und Dirigenten sowie Musikdirektor Knet­tel für seine Tätigkeit an drei arbeitsreichen Sonn­tagen seinen Dank aus. Anschließend zogen die Sänger, voran die Fahnen, mit einem Marschlied zur dörflichen Kundgebung, froh begrüßt von der versammelten Ortseinwohnerschaft.

Mit dem deutschen Särrgergruß und einem Massenchor unter Stabführung des Dirigenten Ph. Groß (Wieseck) wurde die Kundgebung einyeleitet. Der Sängerkreisführer entbot den Anwesenden und insonderheit dem Bürgermeister und Ortsgruppen­leiter einen herzlichen Gruß und wies auf den Charakter der jährlichen Liedertage hin, die nicht ein Zurfchaustellen von Leistungen, sondern einen Höhepunkt im Sängerjahr darstellen würden. Sie sollen bewußt die geeinte Arbeit im Volksleben zeigen, die nicht an Dereinsgrenzen gebunden ist, die aber als Gemeinschaft das Für- und Miteinander aller bekunde. Verpflichtend der im vorigen Jahr­hundert übernommenen Dolksturnsarbeit stehe der Sänger aber auch heute mit der Tat inmitten des Lebens von Volk und Staat, helfend an der Bil­dung der Ganzheit des Volkes. Wenn es dabei hauptsächlich auf die innere Umwandlung ankäme, so können gerade durch Musik und Lied die edelsten Kräfte der Volksseele geweckt und entfaltet werden. Die einfachen, klaren Volkslieder, gefaßt im weite­sten Sinne des Wortes, seien aemeinschastsbildend. In Sängerkreisen bestehe die beste Voraussetzung, das Werk des Führers mit vollenden zu helfen.

Nach dem Gesang des ersten Verses des Deutsch­landliedes und einem weiteren Massenchor entbot Bürgermeister und Ortsgruppenleiter Schmidt von hier im Namen der Gemeinde und der Orts­gruppe der NSDAP, sowie namens des verhin­derten Kreisleiters Haus der Sängerschaft seinen Gruß. Er betonte die Bedeutung des Liedes in allen Zeiten der Vergangenheit, doch habe das Lied in jahrtausendalter völkischer Zerrissenheit so verschieden geklungen. Vornehmste Ausgabe des Sängerbundes fei es, das Gemeinschafts- und Ein­heitsbildende des Liedes zu pflegen und damit an Adolf Hitlers Aufbau mitzuwirken. Mit der Bitte an die Bevölkerung, die Sangesarbeit in diesem Sinne nach Kräften zu unterstützen, schlossen die Ausführungen.

Nach demSieg-Heil!" auf den Führer und dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes war die eindrucks­volle Sängerkundgebung zu Ende.

Am 6. Mai jährt sich zum 100. Male der Ge­burtstag eines der großen Pioniere der Reformie­rung der deutschen Landwirtschaft, Max von Eyth, den man schlechthin denDichter-Ingenieur" nennt. Damit kennzeichnet man aber sein Wirken und Schaffen nicht erschöpfend; denn Eyths Leben zeigt eine sehr klare Dreiteilung: Mehr als zwei Jahrzehnte Wirken zur Förderung der Technik besonders der landwirtschaftlichen Technik in aller Herren Ländern, dann vierzehn Jahre lang Gründung und Führung des früher bedeutungs­vollsten landwirtschaftlichen Vereins in Deutschland, und als dritten Abschnitt das zehnjährigeAus- ruhen^ von einem ungeheuer arbeitsreichen Leben voll Abwechslung und Kampf, in dem er endlich die Ruhe und Muße fand, seine schriftstellerischen Neigungen zu verwirklichen und der Nachwelt so einen einzigartigen Niederschlag feines Denkens und Schaffens als Mensch und Ingenieur, als Weltenbummler und als Deutscher zu geben.

Geboren wurde Maximilian Friedrich Edward Eyth als Lehrerssohn zu Kirchheim in Württem­berg. Als Junge fand er mehr Gefallen an einem in der Nähe liegenden Eisenhammer als an Sprach- und anderen Schulstunden. Er sollte zwar Theologie studieren, verließ aber 1852 das Seminar, um sich auf dem Stuttgarter Polytechnikum seinem Jugend­wunsch zu widmen: Techniker zu werden. 1856 war sein Studium beendet; Eyth hatte die Lehranstalt mit drei Preisen verlassen, arbeitete ein Jahr vrak tisch in Heilbronn, ging dann drei Jahre als Zeich­ner, Monteur und Studienreisender zur Kuhnschen Maschinenfabrik in Stuttgart-Berg. Dann kam der Wandertrieb aller Schwaben zum Ausbruch, Eyth wollte ins Ausland und kam auch wirklich als Schlosser nach England zu dem Pionier des Dampf­pfluges, John Fowler in Leeds, wo er überraschend schnell weiterkam und schon als Sechsundzwanzig­jähriger dessen Vertrauter und Bevollmächtigter wurde.

Nun begann ein mehr als zwei Jahrzehnte dauerndes Wandern von einem Land zum anderen; von Europa nach Indien, von dort nach Aegypten. Hier war er länger als zwei JahreChefingenieur" des Paschas Halim, für den er nicht nur Dampf­pflüge beschaffte, sondern auch Fabriken aller Art einrichtete, Schiffe auf Stapel legte, die Orte mit Wasserleitungen versah u. a. m. Don Aegypten aus machte er einenAbstecher" nach Beirut. 1866 kam er nach England zurück und war hier die wichtigste Stütze der Fowlerschen Fabrik. Dann ging er nach Amerika, um dort die Seilschiffahrt einzuführen. In Neuorleans, Loufiana, Missouri, Illinois, Buf­falo und Pennsyloanien war er tätig. Dann führte er die Seilschiffahrt in den Niederlanden und in Belgien ein. 1869 steuerte er ein einziges Mal so in seinem Daterlande den ersten Dampfpflug in Deutschland bei Wegersleben. Bald darauf ist er abermals in Indien, muh nach Ungarn, zum zweitenmal nach Aegypten, wegen der Wiener Weltausstellung 1873 zurück nach Europa. Dann wird er nach Rußland geschickt, um es mit Damps- pflünen zu versorgen; von dort gehts nach Italien, weiter nach Panama, Peru und Kalifornien, von hier aus muß er zur 8. Weltausstellung in Paris, dann fährt er zum Bosporus, von dort nach Algier, zum drittenmal nach kurzem Aufenthalt in Eng­land nach Aegypten, nochmals nach Italien, weiter nach Rumänien und dann nach England zurück, wo man ihm die ihm gebührende Stellung vorent­halten will.

Längst war fein Entschluß gereift, nach dem Vorbild der englischen königlichen landwirtschaftli­chen Gesellschaft einen ähnlichen, aber noch umfas­senderen Verein in seinem Vaterland zu gründen. 1882 läßt er sich in Bonn am Rhein nieder, um hier in der Nähe der landwirtschaftlichen Lehr­anstalt in Poppelsdorf seinen großen Plan aus­zuarbeiten. Trotz mancher Schwierigkeit unb. teils schleppenden Verhandlungen mit vielen Behörden, Landwirten, Vereinen gelingt ihm 1883 die vorläu­fige Gründung derDeutschen Landwirt- schasts-Gesellschaf t", die Ende 1885 end­gültige Formen annahm. Ueber ein Jahrzehnt lang füfyue er die Geschicke dieser Gesellschaft durch vie­lerlei Hindernisse hindurch und über mancherlei An­fangsklippen hinweg. Draußen in der weiten Welt hatte er jahrelang Pionierdienste für die Techni­sierung der Landwirtschaft getan und richtig er­kannt, daß hier eine große Möglichkeit bestand, die Landwirtschaft wirksam zu heben. Seine über 20jährigen Erfahrungen dieser Art kamen ihm bei der DLG.-Gründung trefflich zugute. Durch die jährliche Veranstaltung von Wanderausstellungen erstmalig 1887 in Frankfurt a. M. durchgesührt sollte ein rückhaltloser Austausch aller Erfah­rungen in Bezug auf Tierzucht und -pflege, Bo­denbewirtschaftung, Maschinen und Geräte usw.

allen Gebieten außerordentlich ruhig. Allgemein herrscht mit Rücksicht auf die ungeklärte außen­politische Lage stärkere Zurückhaltung. Die Grund­stimmung war nicht unfreundlich. Die Kulisse schritt teilweise noch zu Realisationen, während die Privat­kundschaft sich vom Geschäft fast völlig zurückge­zogen hat. .

Am Aktienmarkt bröckelten die Kurse bei nicht ganz einheitlicher Haltung überwiegend etwas ab. Einige Spezialwerte bezw. Standardwerte ver­mochten sich aber gut zu behaupten. So IG. Farben mit 169 (168,75), AEG. mit 35,50 (35,40) und Siemens mit 186,50 (185,50). Höher lagen außer­dem Scheideanstalt mit 235 (233,50) und von Aus- landswerten Chade-Aktjen: A bis C 383 (377), D 375 (367). Montanwerte gaben durchweg von 0,50 bis 0,75 v. H. nach, Hoesch verloren 0,90 v. H., Mannesmann konnten sich mit 93,75 behaupten. Am Elektromarkt gingen Gesfürel auf 137 (138) zurück. Maschinen- und Motorenaktien verloren 0,25 bis 0,50 v. H., etwas stärker ermäßigt waren Gebr. Junghans mit 89,25 bis 88,75 (90). Ferner gaben Reichsbank-Anteile um 1,65 v. H. und Zement Heidelberg um 1,25 v. H. nach. Auf den übrigen Marktgebieten hielten sich die Rückgänge innerhalb eines Prozentes. Nach den ersten Kursen stagnierte das Geschäft fast vollkommen, die Kurse erfuhren aber nur geringe Veränderungen, neigten aber doch eher leicht nach unten.

Auch der Rentenmarkt hatte nur sehr ge­ringes Geschäft und wenig veränderte Kurse. Etwas lebhafter waren späte Reichsschuldbuchforderungen mit unverändert 98,50. Altbesitz lagen 10 Pfennig höher, Zinsvergütungsscheine und Kommunal-Um- schuldung blieben behauptet. Rhein. Städte-Altbesitz lagen etwas höher mit 109,50 (109,25), zertifizierte Dollar-Bonds ebenfalls etwa 0,25 v. H. freundlicher, dagegen Poung-Guldenanleihe niedriger mit 93 (93,50). Von Auslandsrenten gaben Anatolier auf 41,90 (42,70) und 4 v. H. Ungarn Gold auf 8,95 (9) nach.

In der zweiten Börsenstunde setzten sich die Ab­schwächungen am Aktienmarkt fort. Im Durch­schnitt ließen die Kurse 0,50 bis 1 v. H. nach, so u. a. IG. Farben, AEG., Gesfürel, Hoesch, Klöck­ner, Verein. Stahlwerke, AG. für Verkehr, Kaufhof und Zement Heidelberg. Auch die später zur Notiz

Schluß- T'uv'-

6se-'-

Datum

6% Deutsche NeichSanIeihe v. 1927

4% Deutsche Reichsanl. von 1934

5*4% Doung-Anleihe von 1930

Deutsche Ani.-Ablös.-Schuld mit

AuSIos.-Rechten .............

4*/i% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, I.......

6% ehern.8% Hess. BolkLsiaat 1929 (rückzahlb. 102%)...........

4Yi°/O ehern. 8% Hessische Landes bau! Darmstadt Gold R. 12....

6%% ehern. 4ft% Hess. Landes- Hypothekenbank DarmstadtLiaut

4yz% ehern. 8% Darmsl. Komm Landcsb.Goldschuldverichr. R.6

Oberhesjen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Cammelabl. An­leihe Serie 1 mit AuSIvs.-Rechten

4Ki% ehern.8% Franks. Hyp.-Banl Gvldpse. 15 unkündbar btS 1935

6y,% ehern. 4y»% Franks. Hyp.

Banl-Ligu.-Psandbnesc.......

6 y2% ehern. 4%% Rheinische Hyp.-Bank-Liau.-Goldpfe.....

4%% ehern. 8% Pr. Landespfcmd- briesanstolt, Pfandbriefe R 19

4%% ehern. 7% Pr. Landespfand

briefanft., Gold Komm. £61. VI Steuergutlch.Berrechnungsk. 34-88

gekommenen Papiere lagen niedriger. Am Kassa­markt blieben Aluminium Neuhausen gesucht, Taxe 410 (1. K. am 28. 4. 395).

Der Rentenmarkt war im Verlause etwas lebhafter und fester. Altbesitz 113,65 nach 113,40, späte Schuldbuchforderungen 98,50 Geld, Kommu- nal-Umschuldung 87 Geld, Reichsbahn-VA. 126,75 (126,25). Zertifizierte Dollar-Bonds bröckelten da­gegen ab, 6 v. H. Preußen 68,25 nach 68,75. Don Stadtanleihen 4,50 v. H. Darmstadt von 1926 91,50 (91), die übrigen unverändert. Goldpfandbriefe wie gestern, Liquidationswerte teilweise bis 0,13 v. H. höher, aber 5,50 v. H. Psälz. Liquid. 101,30 (101,50). Am Auslandsrentenmarkt lagen Schweizer Bahn­anleihen etwas schwächer.

Der Freiverkehrsmarkt lag bei unver­änderten Kursen sehr still. Tagesgeld wie gestern 2,50 v. H.

Abendbörse schwächer.

An der Abendbörse setzten sich die Abschwächun­gen von durchschnittlich 1 o. H. fort, da die Kulisse 'weiterhin realisierte und auch von der Kundschaft einige Verkäufe vorlagen. Die Dividendenerklärung von wieder 6 v. H. bei Gesfürel und die Wiederauf­nahme von 2,50 v. H. bei Harpener haben ent­täuscht. Gesfürel 135 bis 134,75 (135,75), Harpe­ner 123 (124,50), Deutsche Erdöl 119,25 (120,50); je 1 o. H. verloren außerdem BMW. 129, Hanf­werke Füssen 82,50, Holzmann 115,50, Schuckert 139,25, Buderus 103,50, Rheinstahl 125. IG. Far­ben 168,50 (168,65), AKU. 50,90 (51,25), Verein. Stahlwerke 90,75 bis 90,65 (91). Am Rentenmarkt blieben deutsche Anleihen bei kleinen Umsätzen gut behauptet. Von Valutapapieren gingen 4 v. H Schweizer Bundesbahn auf 221,50 (223) und 3,50 Gotthard auf 191,50 (193) zurück, ferner bröckelten zertif. Dollar-Bonds etwa 0,25 v. H. ab. 6 v. H. Frankfurter 66 (66,25). Neue Türken waren auf höheres Paris fester II 103 (101,50). Im Freiver­kehr VDM. 135,75 (135,50).

Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt.

Frankfurt a. M., 5. Mai. Gemüse: Gutes Angebot von Gurken, Radies, Kopfsalat, Rettich, Spargel und Spinat, von Frühw-irstng Erstlings­angebote. Zwiebeln sehr knapp. Geschäft in Früh- gemüfe lebhaft. Preise für Spargeln merklich zu­rückgegangen. Ausländischer Kopfsalat nur schwach angeboten. U. a. notierten: Gelbe Rüben 5 bis 6, Gurken (Treibhaus) je nach Größe 25 bis 45, Treibhaus-Karotten (Bündel) 20 bis 25, gelbe Kar­toffeln 50 Kilogramm 4,10, 1 15 bis 19 ital., Kohl­rabi (Treibhaus) 14 bis 25, Kopfsalat (Freiland) 5 bis 12, Steige 30 Stück 5,50 bis 6 holl., Kopf­salat (Treibhaus) 14 bis 20, Schlüpfer 25 bis 30, Lattich 20 bis 30, Radies 3 bis 6, Rettich (Bündel) 20 bis 70, Eiszapfen 12 bis 15, Römischkohl 8 bis 20, Rotkraut 20, Sellerie je nach Größe 5 bis 25, Spargel I 0,60 bis 0,65, II 0,50 bis 0,55, III 0,45 bis 0,48, IV 0,29 bis 0,32, Spinat 5 bis 12, Weiß­kraut 15 bis 16, Früh-Wirsing 18 bis 20, Zwiebeln 14.

Frankfurt a.M.

Berlin

Sranffurt a. M.

Berlin

Schluß» kurs

Schluß!. Abend» börsc

Schluß» lurS

Schluß!. Mittag- börie

Schluß» kurs

Schluß!. Abend­börse

Schluß­kurs

Schluß!. Mittag» börse

Datum

4.5.

5.5.

4-5-

5-5

Datum

4-5-

5-5-

4.5.

5.5.

4% vesgl. Serie 11 ............

5% Rumän. vereint). Rente v. 1903 4!4°/oRumän.vereinb.Rentcv.iS13

4% Rumänische vereint). Rente .. 2 %% Anatolier ......... ...

Hamdurg-Amerika-Paket .....0

Hamburg.Südam. Dampfschiff . 0

Norddeutscher Lloyd ......... 0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

Commerz- und Privat-Bank ... 0

Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................o

Dresdner Bank..............o

Reichsbank ................

A.E.G.......................

Bekula.................... io

Elcktr. LieserungSgesellschaft... 6

Licht und Kraft ........... gy,

Felten & Guilleaume......... 4

Gelellsch.s.EIektr.Unternehmung. 6

Rheinische Elektrizität ........ 6

Rhein. Wests. Elektr...........

Schuckert8Eo............. 4

Siemens S Halske........... 7

Lahmeyer 8 Eo..............7

Buderus ................... 4

Deutsche Erdöl ...............

Harpener...................0

Hoesch EisenKöln-Neuesten ..

Ilse Bergbau ...............

Ulfe Bergbau Genüsse........

Klöcknerwerke ............... 1

Mannesmann-R Hren........C

6,75

9,5

5,5

42,7

15

16,75 117,25

87,25

88,75

88,5

184

35,4

146,5

128 145,5 121,5

138 131,75

131,5 140,5

185,4 134,5

105,4

120

127

102,4

132,75 97,75

93.75

6,65 9,6 5,5

41,9

14,75

15,9 116,25

87,4

88,5

88,25 182

35 146 126

145,5 121,75 134,75

133

130,5 139,25 185,25

135

103,5 119,25

123

100,65

131 97

92.9

6,7 9,65

5,6

42,6

15,13

28.65

16.5

117.4

114,4

87,5

88,75

88,5

184

35,4 146,9 127,5

146

121,5

137,9

131,75 130,5

140,75

185,9 135

105

120,4 126,75

102 165

132

97,25 94

9,4 5,55 42,13

14,75 28,75 16,13 116,25 114,65

87,25

88,5

88,25 182

35 146.9 125,75 145,5 121,75 135,75 133 130,25 ।140,25 184 134

104,25 120,5 124,5 , 100,9 165

131,5 97

93,13

RanSfelder Bergbau .........5

kokswerke ................ 6

Rheinische Braunkohlen ..... 12

liheinstabl .................. 4

Vereinigte Stahlwerke........0

?taoi Minen ...............0

Kaliwerke Aschersleben........ 5

Kaliwerke Westeregeln........5

Kaliwerke Salzdetfurth..... 7%

3- G. Farben-Industrie....... 7

Scheideanstalt............... 9

Goldschmidt ................ 5

Rüigerswerke ............... 6

233

125,5

91,9

23,75

129

128,25

184

168,75

233,5

108,5

129,75

124,75

116,75

138.5

144

52

93,5

131,65

94,75

106,5

174,75

38,5

377

185,75

180

I 30

96,75

I 208

236

125

90,65

23

128,25

128

184

168,5

234,5

108,25

129,5 124,5

115,5

137

144

50,9

92,25

131,25 94,75

105,25

174

38

386 186,5 179,5

I 29,9

1 96,75

210

138,25

132,25

234

125,4

91,65

23,4

129,5

128,75

183,25

168,9

108,25

129,75 124,75

116,75

107

52,5

93

132,13

94,4

132,9

106,75

175

83,9

38,4

380

187,5

180

1 29,65

I 208

137,75 132,25

236 125,75

91

23

128,75

128 183,75

168,65

108,25 129,5

124,5

116,5

106,25

51,25

91 130,25 94,25

132 105,75 174,75 82,25 38,13

386 187 180

30

Metallgesellschaft............. 4

Philipp Holzmann........... 4

gemenlwerk Heidelberg ...... 7

Lementwerk Karlstadt.........6

Schultheis Payenhofer .......4

ilku (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg................... 5

Zellstoff Waldhof ............5

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer Ga« ............... 7

Daimler Motoren............0

Deutsche Linoleum........... 8

Lrenstein & Koppel ..........0

Westdeutsche Kaufhof.........0

Cbade.................... TI»

Accumulotoren-Fabrik....... 12

Eontt-Gummi...............8

Griyner....................0

Mainkraftwerke Höchst 4

Süddeutscher Zucker .. ... 10

4.Mai

5 .Mai

Amtliche Notierung

Amtliche Geld

Dotierung Bries

Gelb

Dries

Buenos Ai re

0,683

0,687

0,683

0,687

Brüssel.....

42,16

42,24

42,21

42,29

Rio de 3an.

0,136

0,138

0,136

0,138

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

55,05

55,17

55,07

55,19

Danzig.....

46,80

46,90

46,80

46,90

London .....

12,33

12,36

12,335

12,365

HellingforS..

5,435

5,445

5,44

5,45

Paris ......

16,36

16,40

16,355

16,395

Holland ...

168,48

168,82

168,43

168,77

Italien.....

19,60

19,64

19,60

19,64

Faoan ......

0,720

0,722

0,720

0,722

Jugoslawien

5,654

5,666

5,654

5.666

Oslo..... :

61,97

62,09

61,99

62,11

Wien.......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon ....

11,20

11,22

11,21

11,23

Stockholm...

63,57

63,69

63,60

63,72

Schweiz ....

80,82

80,98

80,74

80,90

Spanien....

33,91

33,97

33,91

33,97

Prag.......

10,265

10,285

10,28

10,30

Budapest ..

x. ^nod ...

2,486

2,490

2,485

2,489

Vanknoten.

Amerikanische Roten..............

2,437

2,457

Belgische Noten..................

42,08

42,24

Dänische Noten .................

54,82

5504

Englische Noten .................

12,30

12,34

Französische Noten...............

16,305

16,365

Holländische Noten...............

168,01

168 69

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

61,78

62,02

Deutsch Lesterreich, i IOO Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

63,38

6.3 64

Schweizer Noten.................

80.56

80JJ8

Spanische Noten.................

33157

33,7]

Ungarische Noten ................