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- L i ch , 5. Febr. In einer gut besuchten Werbe- veranstaltung der Deutschen Bau- und Siedelungsgemeinschaft sprach gestern abend in Steins Saal Herr W. Lang aus Butz­bach über die Bedeutung der Bausparkassen im Wirtschaftsleben Deutschlands und über Zweck und Ziel des Bausparens. Der Vortragende betonte besonders, daß dem Bausparer dadurch besonderer Schutz gewährleistet sei, daß der Staat die Ueber- wachung aller deutschen Bausparkassen vornehme, diesen aber auch seine Unterstützung angedechen lasse. An Hand von Beispielen zeigte der Redner, daß es den meisten Volksgenossen durch Bausparen möglich sei, durch die Schaffung eines Eigenheimes dem Aufbauwerk des deutschen Volkes Unterstützung zu geben.

<xd Langsdorf, 5. Febr. Heute fand in den Forstorten Rudels und Wellenberg unseres Ge­meindewaldes die zweite Holzversteige­rung dieses Winters statt. Es wurden folgende Durchschnittspreise erzielt: Buchenscheiter je 2 RaummeKr 18 Mark, Buchenreiser je 1 Raum­meter 80 Mark, Buchenstöcke je 1 Raummeter 3,60 Mark, Buchenrundscheit je 2 Raummeter 14 Mark, Buchenknüppel je 2 Raummeter 10 Mark. Eichenscheiter je 1 Raummeter 3 Mark, Eichenprü­gel je 1 Raummeter 2 Mark, Kiefernschnittholz kam der Festmeter auf etwa 40 Mark, Eichenstämme je Festmeter auf etwa 80 Mark Die Holzhauer­arbeiten dieses Winters sind beendet. Sie boten 32 Arbeitern in 5 Rotten lohnenden Verdienst, so daß wir von der Geißel der Arbeitslosigkeit ver­schont blieben. Von der geplanten Aufforstung geringwertigen Geländes am Gemeinde-See ist auf Wunsch der Gemeindeverwaltung Abstand ge­nommen worden, da in unserer, fast ganz vom Ackerbau lebenden Gemeinde das Bedürfnis nach Ackerland nie ganz befriedigt werden kann. Es soll nun am Gemeinde-See eine Pappelanlage hergestellt werden. Von alters her ist für unser

Chor begrüßte der Vereinsführer Wilh. Schmid? die Besucher und gab in großen Zügen einen Ueberblick über den Werdeaang des Vereins im Verlaufe der 60 Jahre. Von den 30 Gründern leben noch zwei, nämlich Adam A l t und Georg M a n d- l e r. Sodann gedachte der Redner der Toten des Weltkrieges und schloß mit freudig aufgenommenem Sieg-Heil auf Volk, Führer und das deutsche Lied. Rach einer musikalischen Darbietung und einigen Gesängen des Sängerchores sprach der Ehrenvor­sitzende des Vereins, Karl Willershäuser. Sodann brachten die Sänger in schöner Zusam­menstellung und mit gutem Vortrag weitere schlichte Lieder und ansprechende Kunstchöre zum Vortrag, bei "benen zum Teil auch Herr Schwarzlose (Gießen) als Piston-Solist mitwirkte. Alle Darbie­tungen fanden den starken Beifall der Zuhörer. Der zweite Teil des Abends, das offene Sin­gen, gestaltete sich sehr eindrucksvoll und abwechs­lungsreich. Chormeister Fritz Leib (Gießen) sprach zunächst ausführlich über diese Neuerung innerhalb des Deutschen Sängerbundes und über die Ziele der Gesangvereinsarbeit im Rahmen des Kultur­programms der NSHAP. Offenes Singen bezwecke das Hineintragen des deutschen Liedes in das Volk, damit mehr Menschen als bisher mit diesem kost­baren Gut deutscher Wesensart vertraut gemacht werden. Das anschließende Singen brachte, nach­dem der Chor die Lieder jeweils vorgetragen hatte, die eifrige und freudige gefängliche Mitarbeit aller Besucher. Der Abend wurde dadurch zu einem Er­lebnis von besonderer Art. Gesungen wurden zwei Volkslieder und ein Kanon. Mit diesem Teil fand

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trugen 79 799 Mark, gegenüber 41 360,39 Mark im Jahre 1934. An Milch wurde im Jahre 1935 an die Molkerei in Gießen 485 859 Kilogramm gelie­fert, gegenüber 235 957 Liter im Vorjahre. Er­freulicherweise konnten die beiden Milchverteiler (Häuser und Gilbert) in der Gemeinde ihren Umsatz an Frischmilch um nahezu 20 000 Liter stei­nern. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 89 383 Liter verkauft. Die von Rechner Karl Philipp IX. vorgelesene Bilanz ergab keinerlei Beanstandung, so daß dem Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung erteilt wurde. Die statutgemäß ausscheidenden Vor­stands- und Aufsichtsratsmitglieder wurden wie­dergewählt. Mit dreifachem Sieg-Heil auf den Füh­rer Adolf Hitler und den Reichsbauernführer Walter Darr^ fand der geschäftliche Teil feinen Ab­schluß.

I Dorf-Gill, 5. Febr. Am Samstag wurde im Gemeindesaal der 1. Dorfgemeinschafts­abend oom Reichsnährstand veranstaltet. Zirkel- obmann Pg. Hugo Bender begrüßte die zahl­reich erschienenen Bauern und Bäuerinnen und wies in einer kurzen Ansprache auf die Bedeutung dieses Gemeinschaftsabends hin. In bunter Reihen­folge wechselten dann gemeinsam gesungene Volkslieder, Gesangsvorträge des Gesangvereins Heiterkeit", Mundartgedichte, vorgetragen von Willi Lotz, Nieder - Bessingen, und Volkstänze der BDM.-Tanzgruppe ab. Diese Volkstänze wurden jedoch nicht nur oorgetanzt, nein, alt und jung mußte sich daran beteiligen, was allgemein viel Freude bereitete. Im Mittelpunkt des Abends stand die Ansprache des Bezirksführers Mengel- Hattenrod. Er schilderte in großen Zügen die Ent­wicklung des deutschen Bauerntums im Laufe der Geschichte und zeigte, wie alle Sehnsucht und Hoff­nung des deutschen Bauern in Adolf Hitler ihre Erfüllung gefunden hätten, der den Grundsatz ge­prägt hat:Das Deutsche Reich wird ein Bauern­reich sein oder es wird nicht sein." Er ging dann vor allem noch auf den bevorstehenden Reichsbe­rufswettkampf der Landjugend ein und betonte immer wieder, daß nur auf dem Leistungsprinzip neu aufgebaut werden könne. Anschließend an die Ansprache überreichte der Redner sechs Ehrenurkun­den an Arbeiter des Gutes Hof-Güll, die schon über 10 bzw. 20 Jahre in landwirtschaftlichem Dienst auf dem Gute des P. Hoffmann, Hof-Güll, stehen. Das Schlußwort sprach die Bauern-Reseren- tin des Obergaues Hessen-Nassau, Ria Raspe. Sie gab der Bitte und Hoffnung Ausdruck, daß solche Dorsgemeinschaftsabende öfters veranstaltet werden sollten. Mit einem Sieg-Heil auf den Füh­rer und dem Horst-Wessel-Lied wurde der 1. Dorf­gemeinschaftsabend beschlossen.

co Eberstadt, 5. Febr. Die Fleisch- sammlung für das WHW. von den Haus- ckchlachtungen ergab in unserer Gemeinde bisher 50 Dosen Fleisch, größtenteils Wurst. Die P f u n d - sammlung der Schule für das WHW. er­brachte gleichfalls ein gutes Resultat. Der Spor - und Darlehnskasfenverein hielt feine Generalversammlung unter der Leitung des Vorsitzenden Karl Görlach I. im GasthausZum Schwanen" ab. Aus dem vom Rechner K. Rühl vorgetragenen Jahresbericht ergab sich, daß der Verein am Stichtage der Bilanz 53 Mitglieder zählte, der Stand der Spareinlagen sich auf 58 000 Mark (11 000 Mark mehr als im Vorjahr) belief.

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T Deckenhoch, 6. Febr. Am heutigen Don­nerstag kann der Altveteran Hch. Sohl II. von hier feinen 8 7. Geburtstag begehen. Der Ju­bilar hat feine Militärpflicht bei der 3. Batt. Art.- Regiment 25 in Darmstadt erfüllt und den ganzen Krieg von 1870/71 mitgemacht: u. a. hat er on den Schlachten von Mars la Tour, Gravelotte, an den Belagerungskämpfen vor Metz und an den Gefechten in der Gegend von Orleans teilgenom­men. Aus all diesen Kämpfen konnte er unverwun­det in die Heimat zurückkehren. Der hiesige G e - sangverein und der Kriegerverein be­gingen am vorigen Samstag gemeinsam einen Fa­milienabend, der mit Theateraufführungen und Lie­der des Gesangvereins, sowie einer Kaffeetafel und anderen geselligen Darbietungen in schöner Weise ausgefüllt war. Die Sammlung für das WHW. am vorigen Sonntag erbrachte in Decken­bach den Betrag von 15,50 RM., in Höingen 3,80 Reichsmark.

Kreis Wetzlar.

* Bieber, 5. Febr. Der Gesangverein L i e d e r h a i n" veranstaltete am vergangenen Sonntag im Saale des Gastwirts Scheerer ein Konzert. Die Musik wurde ausgeführt von der Kapelle LeH, die in vorzüglicher Weise ihren Aufgaben gerecht wurde. Der Chor sang im ersten Teil des Abends Lieder von Schubert, C. M. von Weber, Kreutzer, Zant und Silcher. Der zweite Teil brachte Lieder von Schenk, Schäffer (mit Trom­petensolo des Herrn Seel, Gleiberg), Walter Rein, Schubert, Heinrichs und Mozart, zum Teil mit Musikbegleitung. Der Verein steht unter der Leitung des Dirigenten Drescher, Gleiberg. Der von den zahlreichen Gesangsfreunden gespendete Beifall zeigte, daß der Verein gesanglich auf be­achtenswerter Höhe steht. Der Abend vereinte nach dem Konzert noch manche Stunde Sänger und Freunde des Gesangs beim Tanz.

4- Kinzenbach, 5. Febr. Am 6. Februar kann der MännergesangvereinFor­tuna" in Kinzenbach auf fein 60 jähriges B e st e h e n zurückblicken. Dieses Jubiläum beging der Verein am Samstag in dem vollbesetzten Saal­bau von Peusch mit einem Lieder- und Konzertabend. Während der erste Teil der Vortragsfolge unter der Leitung des Chormeisters Fritz Leib (Gießen) vornehmlich aus Chorgesang und Konzertstücken der Kapelle Hermann Leib (Launsbach) bestand, brachte der zweite Teil ein sog. offenes Singen. Nach einem flotten Marsch, dem Gesang des deutschen Sängergrußes und einem

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