Ausgabe 
5.9.1936
 
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Der Schießsport im Kreisverband Wetzlar

des Deutschen Reichskriegerbundes.

Im letzten Jabre hat der Schießsport im Klein­kaliberschießen innerhalb des Kyffhäuserbundes überall einen starken Aufschwung genommen. Der Bundesführer, SS.-Oberführer und Oberst a. D. Reinhardt, hat zur Erhaltung der Wehrfähig­keit des deutschen Volkes und besonders seiner alten, gedienten Soldaten dem Schießsport im DRKB. besonderen Wert zugesprochen und angeordnet, daß er in jeder Kameradschaft aufzunehmen ist. Dieser

Am im Kreisoerband Wetzlar haben die Kameradschaften diesen Anordnungen weitgehendst Folge geleistet. Dank der unermüdlichen Arbeit des Kreisschießwarts, Lehrer A r m b r e ch t, Kinzenbach, haben von 79 Kameradschaften des Kreisverbandes 75 Kameradschaften Schützengruppen gebildet. In­nerhalb derselben gliedert sich der Schießbetrieb in Pflichtübungs-, Ehrennadel- und Wettkampfschie­ßen. Etwas Abwechslung wird durch gelegentliches Preisschießen in den Schießdienst gebracht. Die Pflichtübungen wurden im vergangenen Jahre von 85 v. H. aller Schützen erfüllt. Beim Ehrennadel­schießen haben bis jetzt erworben: Goldene Ehren­nadel 1 Schütze, silberne Ehrennadel 16 Schützen, bronzene Ehrennadel 158 Schützen.

Den Höhepunkt des ganzen Schießbetriebs bildeten die Wettkämpfe im Kleinkaliberschießen innerhalb des Kreisverbandes. Sie wurden in diesem Jahre vom 2.7. bis 16.8. allsonntäglich in 10 Teilvor­kämpfen durchgeführt. Daran beteiligten sich 141 Mannschaften und 603 Einzelschützen. Welch unge­heure Arbeit und Liebe zum Schießsport liegt doch darin, wenn ein Kreisschießwart an einem Tage über

300 Schützen zum Wettkampf ordnungsgemäß an­treten und durchschießen lassen kann. Die Durch­schnittsleistungen je Mannschaft betrugen in den ein­zelnen Bezirken: Bieber 405 Ringe, Katzensurt 378 Ringe, Wetzlar 376 Ringe, Ehringshausen 368 Ringe, Wißmar 352 Ringe, Kraftsolms 348 Ringe, Alten­kirchen 348 Ringe, Braunfels 338 Ringe, Biskirchen 297 Ringe, Münchholzhausen 297 Ringe. Sämtliche drei Hebungen wurden freihändig geschossen.

Das Ergebnis der besten Mannschaften.

Kam. Wetzlar, 523 Ringe, Kreismeisterschaft mit 1. Wanderehrenpreis und 1. Preis = 1000 Patr.

Kam. Naunheim, 516 Ringe, 2. Wanderehrenpreis und 2. Preis = 800 Patr.

Kam. Bieber, 514 Ringe, 3. Preis =.700 Patr.

Kam. Katzenfurt, 483 Ringe, 4. Preis = 600 Patr.

Kam. Ehringshausen, 483 Ringe, 5. Preis = 500 Patr.

Kam. Wetzlar, II. Mannschaft, 483 Ringe, 6. Preis = 400 Patr.

Kam. Kinzenbach, 475 Ringe, 7. Preis = 300 Patr. Kam. Wißmar, 474 Ringe, 8. Preis = 200 Patr.

Außerdem erhielten 10 v. H. der Mannschaften Ehrenurkunden.

3m Einzelwettkampf waren Sieger: I.Klasse:

Rudolf Axt, Kam. Wetzlar, 152 Ringe, Kreismeister­schütze und 1. Preis.

O. Melching, Kam. Bieber, 146 Ringe, 2. Preis.

D. Maas, Kam. Wetzlar, 144 Ringe, 3. Preis.

F. Antonioli, Kam. Wißmar, 139 Ringe, 4. Preis.

H. Krämer, Kam. Werdorf, 138 Ringe, 5. Preis.

W. Loth, Kam. Wetzlar, 137 Ringe, 6. Preis.

W. Schmidt, Kam. Ehringshausen, 137 Ringe, 6.Pr.

R. Esch, Kam. Ehringshausen, 137 Ringe, 6. Preis. II. Kl ässe:

Hch. Schäfer, Kam. Naunheim, 147 Ringe, Kreis­meisterschütze und 1. Preis.

E. Hemming, Kam. Wetzlar, 134 Ringe, 2. Preis.

Hch. Volk, Kam. Biskirchen, 128 Ringe, 3. Preis. Karl Muskat, Kam. Aßlar 1926, 128 Ringe, 3. Pr. F. Rehorn, Kam. Neukirchen, 127 Ringe, 4. Preis.

W. Küster, Kam. Werdorf, 127 Ringe, 4. Preis.

$). Sattler, Kam. Neukirchen, 126 Ringe, 5. Preis.

O. Pfeifer, Kam. Blasbach, 126 Ringe, 5. Preis.

O. Dietzel, Kam. Kröffelbach, 125 Ringe, 6. Preis.

$). Wambach, Kam. Werdorf I, 125 Ringe, 6. Preis.

III. Kl affe:

Josef Schütze, Kam. Bieber, 153 Ringe, Kreis­meisterschütze und 1. Preis.

W. Herpel, Kam. Erda, 136 Ringe, 2. Preis.

H. Eckhardt, Kam. Biskirchen, 132 Ringe, 3. Preis.

W. Schupp, Kam. Bellersdorf, 132 Ringe, 3. Preis.

W. Lehnhardt, Kam. Reiskirchen, 131 Ringe, 4. Pr. P. Fuchs, Kam. Braunfels, 130 Ringe, 5. Preis.

F. Schmidt, Kam. Stockhausen, 126 Ringe, 6. Preis.

Es erhielten die silberne Ehrennadel: Hch. Schäfer (Naunheim), Otto Melching (Bieber) und Richard Esch (Ehringshausen.

Die bronzene Ehrennadel erhielten: Ferd. Schmidt (Stockhausen), Otto Raabe (Waldgirmes), Hch. Rink (Klein-Altenstädten), Alex Gondolf (Wetzlar), Hch. Wagner (Bieber), August Brück (Naunheim), Otto Mandler (Kinzenbach), Georg Weber (Lützellinden), Karl Heiland (Steindorf), Christian Daniel (Kraft­solms), August Stahl (Griedelbach), Valentin Jahn (Klein-Altenstädten), Peter Fuchs (Braunfels), Fritz Stroh (Wetzlar), Wilhelm Lehnhardt (Reiskirchen), Josef Schütz (Bieber), Heinrich Eckhardt (Biskirchen).

Außerdem erhielten 5 v. H. der Schützen Ehren­urkunden.

Am Sonntag, 23. 8., traten von den Kreisverbän- den Gießen, Oberlahn, Limburg, Dillenburg und Wetzlar die besten Mannschaften und Schützen zum

Vorausscheidungskampf

auf den Schießständen in Wetzlar an. Als beste Mannschaft und Einzelschütze des Kreisverbandes Wetzlar beteiligten sich daran die I. Mannschaft der Kameradschaft Wetzlar und Oberförster Schütze (Bieber).

Den Wettkämpfen wohnten bei: Landesschießwart Jünge (Kassel), Bezirksführer Dr. Knöppler (Lim­burg), der Adjutant des Bezirksverbandes Wetzlar Berns (Dillenburg), Kreisführer Haus und mehrere Kreisschießwarte. Unter Leitung des Kreisschießwarts Armbrecht wickelten sich die Kämpfe flott ab, so daß der Kreisschießwart schon um 13 Uhr die Ergebnisse bekanntgegen konnte.

Der Kreisverband Wetzlar ging mit der Mann­schaft der Kameradschaft Wetzlar mit 525 Ringen als Sieger hervor. Unter den fünf Einzelschühen erzielte die höchste Ringzahl Karl Kehler (An­nerod), Kreisverband Gießen. Beide Sieger be­teiligen sich an dem Ausfcheidungskampf inner­halb des Landesverbandes, der am 6.9. ebenfalls in Wetzlar durchgeführt wird.

Der Landesführer, Generalleutnant Fett (Frank­furt) und ein Vertreter der Bundesleitung werden diesem Endkampf beiwohnen.

So beweisen die alten Soldaten des Deutschen Reichskriegerbundes durch ihren Eifer im Schieß­dienst, daß sie unserem Führer A d o l f H i t l e r für seine Taten durch rege Mitarbeit am Wiederaufbau und der Wiedererstarkung unseres Vaterlandes aus vollem Herzen dankbar sind. Wir werden weiterhin daran mitabeiten, daß der Schießsport zum Volks­sport wird!

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