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Aus aller Welt

die deutschen Lande getragen wor-

Schaden

Augen der Mutter totgefahren.

wollte ein fünfjähriger Junge d i e

Mehl sollen vernichtet worden sein. Der wird auf 100 000 Mark geschätzt.

schreibung in den sei.

vor den

In Trier

Am Großen Waxenstein abgestürzt.

Am Großen Waxenstein ist der Maler-Gehilfe Franz Donner aus Untergrainau tödlich abgestürzt. Er wollte mit seinem Kameraden den Großen Wa- xenstech von der Nordseite aus besteigen. Die beiden waren am Nachmittag von Grainau fortgegangen. Abends kam der Begleiter des Abgestürzten nach Grainau herab und berichtete, daß sein Gefährte durch Absturz verunglückt sei. Montagfrüh stiegen Bergführer von Grainau zu der Unglücks­stelle hinauf, um die Leiche Donners zu bergen.

Schweres Autounglück bei Seefeld in Tirol.

Dienstag mittag wurde bei der ungeschütz­ten Bahnüberfahrt in Seefeld, die schon wiederholt der Schauplatz schwerer Unglücks­fälle war, ein reichsdeutscher Kraftwagen von einem Zug der Mittenwaldbahn erfaßt. Das Auto wurde von Frau Baronin Neurath, einer Schwäge­rin des Reichsaußenministers, gesteuert. Von den Insassen des Wagens wurde die Mutter der Frau von Neurath auf der Stelle getötet. Batonin Neurath erlitt einen komplizierten Unter- fchenkelbruch, die Tochter komplizierte Brüche beider Schenkel, der Sohn der Frau von Neurath schwere Knie- und Unterschenkelverletzungen. Die Verletzten wurden von der Innsbrucker Rettungsgesellschaft in ein Innsbrucker Sanatorium verbracht.

Explosion in einer italienischen Dynamitfabrik.

Slraße überqueren, um wieder zu seiner Mutter zu kommen. Er sah jedoch nur nach der einen Seite und bemerkte so nicht, daß aus der anderen Richtung ein Kraftwagen angefahren kam. Die Mutter rief zwar ihrem Kinde zu, stehen zu bleiben, aber umsonst. Der Junge wurde von dem in schneller Fahrt ankommenden Wagen erfaßt, eine Strecke mitgeschleift, er starb bereits in den Armen der Mutter.

Ein Mühlenwerk niedergebrannt.

In Eggolsheim bei Bamberg brach in der Kunstmühle von Reinwald Zanbelli ein Brand aus, der an den lagernden Vorräten reiche Nah­rung fand und sich so mit großer Schnelligkeit aus­breitete. Die ganze Mühle brannte bis auf die Grundmauern nieder. 1500 Zentner Getreide und

kalifchen Darbietungen zeichnete Oberstudiendirektor Dr. Manns ein Lebensbild des Mannes, dessen WerkDie deutsche Rechtschreibung" auf Hersfelds Boden entstand. Im Namen der Familie Duden dankte Professor Dr. Paul Duden, der Sohn des vor 25 Jahren Heimgegangenen, in herzlichen Wor­ten für die Ehrung. Bürgermeister Berger gab dem Stolz der Stadt Ausdruck, daß durch Duden von Hersfeld aus das große Werk der deutschen Recht­

lich wurde das Verbrechen doch auf die oben ge­schilderte Art begangen. Anscheinend wollte sich die Bäuerin in den Besitz des Anwesens ihres Gatten setzen und dieses verkaufen, um ihren Liebhaber heiraten zu können. Auf das Gesuch der Verteidi­gung hat der Bundespräsident Frau Ferchner zu lebenslänglichem Kerker begnadigt. Einer der beiden Holzknechte wurde zu 20 Jahren schweren Kerkers begnadigt. Der andere Holzknecht wurde um 21 Uhr durch den Strang hingerichtet.

Max Schmeling fährt mitHindenburgs nach Nordamerika.

Max Schmeling wird am Mittwochabend mit seinem Trainer Mac Mahon an Bord des LuftschiffesHindenburg" gehen. Er will so auf dem schnellsten Wege wieder nach Amerika, um sich dort für seinen Titelkampf mit dem Welt­meister Braddock oorzubereiten. Weiterhin wird sich an Bord des vollbesetzten Luftschiffes das ame­rikanische Filmschauspieler-Ehepaar Douglas F a i r- b a n k s befinden.

Duden-Gedenkfeier in Hersfeld.

Die Hersfelder Stadtverwaltung und der Ge­schichtsring der NS.-Kulturgemeinde in Hersfeld veranstalteten in der Kulturhalle eine Duden-Ge­denkfeier in Anwesenheit von Angehörigen der Fa­milie Duden und ehemaligen Schülern. Nach musi-

Die schnellsten Männer der West.

Oer Kampf um die Zehntel Sekunde im 100-Meter-Lauf.

In Orbetello (etwa 100 Kilometer nordwestlich von Rom am Meer gelegen) ereignete sich in einer Dynamitfabrik aus unbekannten Gründen eine Ex­plosion. Man beklagt fünf Tote und mehrere Schwerverletzte sowie eine Reihe Leichtverletzter. Man vermutet noch weitere Opfer unter den Trüm­mern. Von dem Unglück wurden drei Abteilungen der Fabrik, die einer Privatgesellschaft gehört, betroffen.

Ein grauenhafter vlord vor dem Standgericht.

Das Standgericht in Graz verurteilte die 44- jährige Bäuerin Marie Ferchner und zwei Holz kn echte wegen Mordes zum Tode durch den Strang. Der Prozeß hat in ganz Oesterreich großes Aufsehen erregt. Vor knapp einem Monat ging bei Mallnitz in Kärnten auf der 2000 Meter hohen Ochsner Alm die Sennhütte des Bauern Ferchner in Flammen auf. Unter den Trümmern fand man Reste der zerstückelten Leiche des Ferchner. Zwei Holzknechte hatten den Bauern in die Sennhütte gelockt und getötet. Seine Leiche hatten sie dann zerstückelt und die Hütte in Brand gesteckt. Die Anstifterin zu der Tat war die Frau des Ermordeten. Sie hatte ein ganzes Jahr lang versucht, die beiden Holz­knechte durch Geldversprechungen zum Mord zu überreden. Dabei ging sie sogar schließlich soweit, daß sie sich den beiden Mördern vor die Füße warf und sie mit erhobenen Händen um die Tat ersuchte. Zuerst sollte die Sennhütte mit dem Bauern mit Dynamit in die Luft gesprengt werden.« Der Sprengstoff wurde auch beschafft, aber schließ-1

Der 100-Meter-Lauf, den am Montag erwarteter Weise der Amerikaner Jesse Owens auf den Olympischen Spielen gewann, ist seit langem der volkstümlichste Sportzweig der Leichtathletik, und das ist erklärlich, denn auf der Strecke von 100 Meter neben der 200-Meter-Strecke entwickelt der Mensch seine schnellste Geschwindigkeit. Der Rekordinhaber ist also immer der absolut schnellste Mensch der Welt.

Der Amerikaner lief in Berlin 10,4 Sekunden. Diese Zeit bedeutet keineswegs eine wesentliche Ver­besserung des ersten Rekordes, der je für den 100- Meler-Laüf aufgestellt worden ist. 1896, auf den er st en Olchmpia-Spielen, brauchte der Amerikaner Burke, der damals als erster den Tiefstart zeigte, 12 Sekunden. Nur ganz lang­sam wurde die Zeit auf den Weltrekord von 10,3 Sekunden heruntergedrückt. 1900 und 1904 lief man noch 11 Sekunden. Bis 1923 hielt sich dann der olympische Rekord mit einer Un­terbrechung, bei der 10,6 Sekunden erzielt wurden auf 10,8 Sekunden, um erst 1932 auf 10,3, den jetzt noch bestehenden Weltrekord gedrückt zu wer­den.

Die besten Läufer der Welt bemühen sich seit sechs Jahren, unter 10,3 zu kommen. Erreicht, aber nicht unterboten wurde diese Zeit von dem Kanadier

Williams, den Amerikanern Tolan, Metcalfe, Pea­cock und dem Holländer Berger. Dem amerikani­schen Laufwunder und letzten Olympia-Sieger Owens gelang es in einem der Vorläufe auf 10,2 Sekunden zu kommen, eine Zeit, die er schon ein­mal in Amerika erreicht hatte. In beiden Fällen wurden die Rekorde aber nicht anerkannt, weil der Läufer von Rückenwind unterstützt war.

Ist also mit 10,3 Sekunden die Grenze der menschlichen Leistungsfähigkeit erreicht? Wie über­all soll man sich auch im Sport vor Prophezeihun- gen hüten. Immerhin scheinen wir in der Nähe desabsoluten Rekordes" angelangt zu sein, was aber den 100-Meter-Läufen nichts an Spannung nimmt. Der Kampf um die Zehntel­sekunde war auf diesen Olympischen Spielen und wird auch in Zukunft der erregendste Kampf sein, den die Leichtathletik kennt. Er wird um so erregender fein, als die Kurzstreckenläufer aller Welt sich ein bestimmtes Ziel gesetzt haben, das man rein empfindungsgemäß als die denkbare Best­leistung bezeichnet,. nämlich der 100-Meter- Lauf in 10 Sekunden. Wie schwer dieses Ziel zu erreichen sein wird, wenn es überhaupt zu er­reichen ist, ersieht man daraus, daß die besten Leichtathleten der Welt 15 Jahre brauchten, um den damals bestehenden Rekord um nur eine halbe

Sekunde, nämlich von 10,8 auf 10,3 herabzu- drücken, und daß trotz verzweifelter Anstrengungen der Sprung in die nächste Zehntelsekunde auch bis heute noch nicht geglückt ist.

Olympischer Zeitplan für Donnerstag.

Leichtathletik:

10.30 Uhr: 400-Meter-Lauf (10 Vorläufe), Drei­sprung (Ausscheidung in zwei Gruppen), Speer­werfen (Ausscheidung); 15 Uhr: 110-Mcter-Hürden- lauf (2 Zwischenläufe); 15.15 Uhr: 400-Meter- Lauf (6 Zwischenläufe), Speerwerfen (Vorkampf und Entscheidung); 16.15 Uhr: 1500-Meter-Lauf (Ent­scheidung); 16.30 Uhr: Dreisprung (Vorkampf und Entscheidung); 17.30 Uhr: 80-Meter-Hürdenlauf, Frauen (Entscheidung); 17.45 Uhr: 110-Meter-Hür- denlauf (Entscheidung); 18.30 Uhr: Vorführung: Finnland; Siegerzeremonien. (Jeweils im Olym­pia-Stadion.)

14 Uhr»: Polo (Ausscheidungsspiele) Maiseld.

16.30 Uhr- Hockey-Turnier (Vorrunde) Deutschland Afghanistan, Spanien Dänemark, HollandSchweiz; Hockey-Stadion.

9 Uhr: Fechten, Florett-Einzel (Vorschluß­runde), 15 Uhr: (Endrunde); Turnhalle-Kuppelsaal im Reichssportfeld.

20.30 Uhr:Das Frankenburger Würfelspiel"; Dietrich-Eckart-Bühne.

11 Uhr und 19 Uhr: Ringen, griechisch-römisch (Dorkämpse); Deutschlandhalle.

17.30 Uhr: Fußball (Vorrunde) England China, Mommsen-Stadion; PeruFinnland, Hertha- Platz.

17.15 Uhr: Handball (Vorrunde) Deutschland Ungarn, Polizei-Stadion; OesterreichRumänien, BSV 92-Platz.

18 Uhr: Radrennen, 1 Kilometer Malfahren (Dor- und Ausscheidungsläufe), 4-Kilometer-Verfol- gungsrennen und Schauvorführungen) Rad-Stadion.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Die Zufuhr frischer Meeresluft über Westen setzt sich weiter fort, so daß es noch immer vielfach zu Schauerniederschlägen kommt. Gleichzeitig setzt sich der Luftdruckanstieg über dem Festlande fort und hat bereits über Westfrankreich zur Ausbildung eines selbständigen Hochdruckkerns geführt. Mit der Ostwärtsverlagerung des hohen Luftdruckes wird auch bei uns Wetterbesserung mit Aufheiterung und höher ansteigenden Tagestemperaturen eintreten.

Aussichten für Donnerstag: Vielfach aufgeheitert und im allgemeinen trocken, etwas höher ansteigende Temperaturen, abflauende west­liche Winde.

Aussichten für Freitag: Heiter bis wolkig, trocken, wärmer und etwas schwül.

Lufttemperaturen am 4. August: mittags 16,9 Grad Celsius, abends 12,4 Grad; am 5. August: morgens 12,5 Grad. Maximum 19 Grad, Minimum heute nacht 11,6 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 4. August: abends 17,5 Grad; am 5. August: mor­gens 15,2 Grad Celsius. Niederschläge 3,8 mm. Sonnenscheindauer 4,7 Stunden.

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im 68. Lebensjahr.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Minna Kruse

Wilhelm Kruse staatl. preuß. Kammermusiker, Kassel Gießen, Weserstraße 161, den 4. August 1936.

Die Trauerfeier findet am Freitag, dem 7. August, nachm. 2 Uhr in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt.

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Die beiden Verfasser der vor kurzem er­schienenen Kommentars zum Reichsnatur- fchuhgeseh haben hier auf Grund ihrer lang­jährigen Erfahrungen und ihres weitgehen­den Einblicks in das Werden der neuen Na- turschuhverordnung, die nun für da» ganze Reich gilt, die Verordnung und alle dazu­gehörigen bisher erschienenen Ergänzung»- beslimmungen nach juristischen, verwaltungs­technischen, wissenschaftlichen und praktischen Gesichtspunkten ausführlich erläutert und geben damit jedem eine gründliche Aufklärung, der mit dem Natur­schutz, mit der Natur überhaupt, fei es beruflich oder als Liebhaber und Naturfreund, in Berührung steht. Nicht nur die amtlichen Stellen, nicht nur Wissenschaftler, Lehrende und Lernende, Tier- und Pflanzenfreunde, nicht nur Erzieher, Richter und Rechtsanwälte müssen über die Fragen des Naturschutzes unterrichtet sein, sondern auch botanische Vereine, Na­turalien» u. Herbarien'Handlungen und Lehrmittelgeschäfte, Präpara­toren, Ausstopfer, Pflanzensamm- ler, Schmuckreisig-Verkäufer, Kranz» bindereien und die mit der über» roachung der Märkte beauftragten Beamten, Feldhüter, Polizeistellen usw. - Bestellungen durch alle Buchhandlungen. Hugo Dermühler Verlag

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Die Beerdigung fand in aller Stille statt

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im Alter von 13 Jahren heimgegangen.

Im Namen der Hinterbliebenen: Hans Grieb

Margarete Grieb, geb. Boller.

Gießen, im August 1936.