Ausgabe 
5.8.1936
 
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stehenden Mängel muß durch eine umfassende I Crsahreserve I überwiesen worden sind, ihre aktive Neuregelung für den Gesamtberuf angestrebt * Dienstpflicht in der Wehrmacht aber noch nicht ab­

leisten oder abgeleistet haben;

um Hal mit enl- zur Die

Kriegsrecht in Griechenland.

Die Regierung pariert kommunistischer

werden. Zunächst müssen die Schwierigkeiten und Gefahren beseitigt werden, die sich aus der

fen kommunistischen Bewegung gegen­über, die das Land in blutige Auseinandersehungen zu ziehen droht. Sie hat sich daher mit voller Zu­stimmung des Königs entschlossen, das Kriegs­recht zu verhängen. Diese Nachricht ist von der öffentlichen Meinung mit Erleichterung ausgenom­men worden. Die griechische Kammer wurde aufgelöst, ohne daß bisher der Zeitpunkt der Neuwahlen festgesetzt wurde. Sämtliche Ministerien werden von Kavallerie-Abteilungen bewacht, um gegebenenfalls Angriffe der Streikenden im Keime zu ersticken. 3m ganzen Lande herrscht vollständige Ruhe.

Drohungen.

Athen, 5.Aug. (DNB. Funkspruch.) Der Mitternacht proklamierte General st reik eine derartige Verschärfung der Lage

Erhöhung der Neichsbürgschafien für den Kleinwohnungsbau.

Berlin, 4. 2Iug. (DNB.) Nachdem die im Fe­bruar dieses Jahres bewilligten 100 Millionen Mk. Reichsbürgschaften erschöpft sind, hat der Reichs- Minister der Finanzen weitere 15 0 Mlll» o - n e n Mark Reichsbürgschaften bereitgestellt. In einem Rundschreiben an die Länder hat der Reichs- arbeitsminister allen Behörden zur Pflicht gemacht, auf eine schärfere Auslese der Bauvor- haben hinzuwirken. Die verfügbaren Mittel des Kapitalmarktes sollen vornehmlich für Klein- siedlungen und Volkswohnungen so­wie für die W o h n u n g s b a u t e n für b i e B e - dürfnissederWehrmacht eingesetzt werden. Darüber hinaus sollen mit Reichsbürgschaft nur wirklich einfache und billige Bauvor­haben gefördert werden. Es wird daran erinnert, dvß die Wohnfläche bei Geschoßwohnungen in der Regel 75 Quadratmeter und bei Einfamilienhäusern 100 Quadratmeter nicht überschreiten darf. Bei Ein­familienhäusern ist jedoch der Einbau einer Ein­liegerwohnung bis zur gleichen Größe zugelassen. In jedem Falle müssen die Mieten und Lasten für Familien mit geringem Einkommen auf die Dauer erträglich fein.

Neuzugang zum zahnärztlichen Studium einstweilen gesperrt.

Berlin, 4. Aug. (DNB.) Der Reichs- und Preußische Minister des Innern gibt u. a. folgen­des bekannt:

Wie die Reihenuntersuchungen und die Beobach­tungen der Krankenkassen ergeben, ist die Gesund­heit des deutschen Volkes durch die starke Verbreitung von Zahnkronkheiten ernstlich gefährdet. Der Staat muß dafür sorgen, daß die Ausbildung und damit die Leistungs­fähigkeit der Zahnärzte und Dentisten eine m ö g - l i ch st gute ist und daß überall im Reich, b e - sonders auch auf dem Lande, die Mög­lichkeit einer einwandfreien Zahnbehandlung sicher- gestellt wird. Die Beseitigung der vielfach noch be-

sich gebracht, daß sich die griechische Regierung schlossen hat, außerordentliche Maßnahmen Aufrechterhaltung der Ordnung zu ergreifen. Regierung sieht sich einer ernsten organisier-

panamerikanische Wandlungen

Don Otto Eorbach.

den Golddollar steigern, das alles bei einer uner­bittlichen Zurückführung des Anteils des Außenhan­dels am Gesamtumsatz auf das für europäische In­dustrieländer normale Maß von etwa einem Fünftel.

Wenn die übrige Welt bei diesen Strukturwand- langen im Wirtschaftsleben lateinamerikanischer Länder zunächst eher zu verlieren als au gewinnen hat, so müßten solche Umgestaltungen doch mit der Zeit auch zum Vorteil aller am internationalen Warenaustausch Beteiligten ausschlagen, besonders derer, die sich beizeiten darauf einzustellen ver­stehen. Die natürlichen Reichtümer Lateinamerikas sind so ungeheuer groß und noch so wenig ange­tastet, daß sie über jedes Maß noch so gesteigerter Bedürfnisse einer noch so rasch wachsenden Beoölke- runa hinaus unbegrenzte Möglichkeiten für die Entfaltung eines fruchtbaren, für beide Teile vor­teilhaften Gegenseitigkeitsverkehrs mit rohstoffarmen Ländern bieten. Es kommt dabei vor allem viel darauf an, von welcher Seite lateinamerikanische Länder am ehesten Hilfe und Unterstützung in An­spruch zu nehmen bereit sein werden, sobald die Aufgaben, die sie sich gesetzt haben und setzen mußten, um für später ihre Sicherheit weniger ver­bürgende Zeiten gerüstet zu sein, ihnen über den Kopf zu wachsen beginnen. Das ist, da die Zahl ihrer Bevölkerung zu der gewaltigen Ausdehnung ihrer Gebiete in gar keinem Verhältnis steht, in absehbarer Zeit zu erwarten.

Offenbar möchte man sich in der nordamerika­nischen Union für diesen Fall gegenüber europä­ischen und ostasiatischen Wettbewerbern beizeiten die Vorhand sichern. Es soll der letzten Rest alten Miß-

altüberlieferter, bescheidener Lebensanschauungen verharren zu wollen.

Die Abhängigkeit von überlegenen fremden Macht­entfaltungen bedeutete für die Völker Lateiname­rikas vor allem den Zwang, ihre Kräfte einseitig für die Entfaltung vonMonokulturen" zur Ver­fügung zu stellen. Kuba wurde das wichtigste Zuckerland". Mexiko hatte seit Jahrhunderten die ergiebigsten Silberminen und ging nun dazu über, seinen Reichtum an Del raubbaumäßig auszuschöp­fen. Mittelamerika wurde in den der karibischen Küste naheliegenden Strichen Bananenland, wäh­rend an der pazifischen Küste Kaffee-Pflanzungen vorherrschten. In Venezuela machte die Petroleum­erzeugung in dem Maße stürmische Fortschritte, wie in Mexiko die Tätigkeit fremder Gesellschaften ein­geengt wurde. Brasilien zeichnete sich alsKaffee­land", Bolivien als Zinnlieferant, Chile als Stick­stoffversorger aus; Argentinien lebte vorwiegend davon, Vieh, Häute und später Weizen auszufüh­ren. Die Wohlstandsentwicklung in allen diesen Ländern war den Launen des Weltmarktes unter­worfen; die allgemeine Wirtschaftskrise bedeutete für sie eine umso größere Katastrophe, als die Handelskanäle für Rohstoffe schon vor ihrem Aus­bruch verstopft waren.

In den wichtigsten lateinamerikanischen Ländern geschah nun das Wunder, daß nationalrevolutio­näre Bewegungen organisatorische Kräfte auslösten, die den freien Spielraum, der sich gerade aus der allgemeinen Wirtschaftskrise ergab, mit überraschen­der Um- und Weitsicht für den Neubau eines echten volkswirtschaftlichen Gefüges ausnutzten. Die Wa­shingtoner Regierung war einerseits durch ihre eigenen, der Wirtschaftskrise entspringenden Nöte, anderseits durch die wachsende Bedrohlichkeit der Machtentfaltuna der fernöstlichen gelben Großmacht vollauf in Anspruch genommen. Sie mußte gute Miene zum bösen Spiel machen.' Um so weniger waren von europäischen Regierungen Einmischun­gen zu befürchten. Die Lateinamerikaner konnten ohne Rücksicht auf überlieferte weltwirtschaftliche Bindungen in wenigen Jahren nachholen, was in Jahrzehnten für die Weckung schlummernder ein­heimischer Energien und damit die Hebung des nationalen Wohlstandes versäumt worden war.

In Mexiko zog die Regierung, als das Petroleum­geschäft in höchster Blüte stand, drei Fünftel ihrer Einnahmen aus dessen Erträgen, trotzdem sie frem­den Gesellschaften den Löwenanteil einräumen mußte. Das Volk hatte das Nachsehen. Heute ist die Qelerzeuglmg nur zu einem kleinen Bruchteil an dem nationalen Einkommen beteiligt. Damals wurden Bahnen durch die ausgedehnte nördliche Wüste gebaut, um nordamerikanischem Finanzkapi­tal die Ausbeutung mexikanischer Rohstoffe zu er­leichtern. Für die Allgemeinheit bedeuten sie eine dauernde Belastung. Die drei Bahnstrecken, die teils gebaut, teils mit fieberhaftem Eifer vorwärts getrie­ben werden, sollen die äußerst dicht bevölkerten tro­pischen Gegenden von Campeche, Tabasco, Michoa- can und Oaxaca erschließen. Von einem entsprechen­den grundsätzlichen Wandel im Verhältnis zwischen Volk und Staat zeugen andere großzügige Maßnah­men, auf Grund eines Sechsjahresplanes die na­tionalen Produktivkräfte zu entwickeln, wie solche für umfassende Bewässerungsanlagen, neue Indu­strien, Bildung landwirtschaftlicher Genossenschaften, Ausdehnung der Anbaufläche, öffentliche Gesund­heitspflege, modernes Erziehungswesen usw.

Die meisten der andern lateinamerikanischen Länder eifern dem mexikanischen Beispiel in dem Bestreben nach, die ihnen gemeinsam vergönnte welt­politische Atempause nach Kräften für eine be­schleunigte unabhängige Entwicklung nationalen Wohlstandes auszunutzen. Die argentinische Regie­rung will durch planwirtschaftliche Maßnahmen jungfräulichen Boden im Umfange von 600 000 Hektar aufschließen und besiedeln, die Zahl der sinn­voll und gewinnbringend Beschäftigten um 568 000 vermehren und die Aufnahmefähigkeit des Binnen­marktes für Jndustrieerzeugnifse um 1,5 Milliar-

Me spanische Volksfrontregierung Waffen und Munition einzukaufen. Bolanos hat einen an­sehnlichen 'Barscheck beim Crsdit Anversois einge- zahlt und steht in Verhandlungen mit belgischen Waffenfabriken. Bislang sind seine Verhandlungen zum Abschluß gelangt über den Ankauf von Hand­granaten, Maschinengewehren und großen Mengen Munition. Außerdem hat Bolanos Verhandlungen mit privaten Kreisen eingeleitet, die 13 anscheinend ehemalige belgische Militär- und Verkehrsflugzeuge an der Hand haben. Der Transport des Kriegsmaterials soll mit zwei Schiffen unter spanischer Flagge über Antwerpen erfolgen. Die Flugzeuge werden sich auf- dem Luft­wege nach Spanien begeben. Wie nicht anders zu erwarten, wird Bolanos durch das belgische Büro der II Internationalen und der belgischen Arbeiterpartei unterstützt. Die leidenschaftliche Ein- stellung der belgischen marxistischen Presse für die spanische Dolksfrontregierung bildet die Begleit­musik zu diesen Vorgängen.

Oie deutschen Kriegsschiffe in den spanischen Gewässern.

Berlin, 4. Aug. (DNB.) Mn den zum Schutze der deutschen Interessen und deutscher Staatsangehöriger sich in spanischen Gewässern be­findlichen deutschen Kriegsschiffen gingen am 4. August das PanzerschiffDeutsch- land" und das TorpedobootLuchs" nach Malaga, das noch in Händen der Regierung und zur Zeit Hauptliegehafen spanischer Kriegs­schiffe ist. Das TorpedobootLeopard" lief am Montag für einige Stunden Melilla (Spanisch- Marokko) an, um die bei der letzten Beschießung durch Regierungsschiffe verursachte Beschädigung deutschen Eigentums festzustellen. Das Panzerschiff Admiral Scheer" ging von Almeria über Tarragona nach Barcelona. Der Kreuzer K ö l n" und die TorpedobooteSeeadler" und Albatros" liegen weiter vor Bilbao. Der deutsche DampferUckermark" brachte von Bar­celona weitere 280 Flüchtlinge nach Ge­nua. Der DampferBellona" ging mit 39 Flüchtlingen, darunter 19 Deutschen, aus San Se­bastian. Dijon und Santander nach Bayonne. Außerdem nahm ein englischer Zerstörer 110 Flücht­linge, darunter 26 Deutsche, von der zu den Ba­learen gehörigen Insel Ibiza an Bord.

Seit dem großen Kriege haben sich auch in der Neuen Welt alle politischen Verhältnisse so grund- türzend geändert, daß man sich hüten muß, die vom Präsidenten der nordamerikanischen Union, Franklin D. Roosevelt, angeregte interamerika­nische Konferenz, die im Herbst oder Winter dieses Jahres in Buenos-Aires tagen soll, für eine gerad­linige Fortsetzung der auf früherenpanamerikani- chen" Zusammenkünften verfolgten Bestrebungen zu nehmen. Viel eher handelt es sich darum, die panamerikanische Vergangenheit zu liquidieren, um )ie Voraussetzungen für eine ganze neuartige Soli­darität aller Staatswesen auf der westlichen Erd­halbkugel zu schaffen. Möglich, daß man aus reiner Pietät ein gemeinsames Lippenbekenntnis zu man­chen toten Formeln der panamerikanischen Dor- kriegs-Ueberlieserung ablegen wird: Don praktischer Bedeutung werden sich nur solche Beschlüsse er­weisen, die sich auf den Boden unvorhergesehener Tatsachen stellen, wie sie sich aus den revolutionären Ereignissen der jüngsten Vergangenheit ergaben.

Sowohl durch die Bezeichnung der geplanten Konferenz als einerinteramerikanischen, statt panamerikanischen", wie durch die Betonung einer Politik guter Nachbarschaft" gibt Präsident Roo­sevelt zu erkennen, daß er den Wandel der Zeiten begriffen hat.Panamerika" hat für die heutigen führenden Kreise der meisten ibero-ame- rikanischen Länder etwas Anrüchiges. Die Botschaft des Präsidenten Monroe vom 2. Dezember 1823 war der harmlose Keim, aus dem sich der mächtige Baum des nordamerikanischen Imperialismus ent­wickelte, der schließlich den jüngeren lateinischen Schwesterrepubliken" Licht und Lust zu normalem Wachstum raubte. Dieser Baum ist in den Stürmen des Weltkrieges und der Weltwirtschaftskrise zum mindesten seines weit ausladenden Astwerkes größ­tenteils beraubt worden, und die um so kraftvoller emporstrebenden lateinamerikanischen Gemeinwesen möchten lieber künftig auf den Schutz seines schir­mendes Daches verzichten. Daher nähert sich ihnen Roosevelt als reuiger Imperialist. Die Union soll hinfort in der Völkerfamilie der Neuen Welt nur mehr alsguter Nachbar", Gleicher unter Gleichen, gelten. Gewiß ist die Washingtoner Regierung auch feit Jahren bemüht, sich in diesem Sinne durch be­deutsame Handlungen zu bewähren. Haiti wurde von ihren Truppen geräumt. Auf das ihr vertrag­lich und verfassungsrechtlich zustehende Jnterven- tionsrecht in Kuba und Panama hat sie verzichtet. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit betonte Roose­velt gegenüber Lateinamerika den Grundsatz. der Nichteinmischung. Er hat dengroßen Stock" des ersten Roosevelt vor den Augen der ganzen Welt zerbrochen.

Um die volle Bedeutung dieses Wandels zu ver­stehen, muß man die geschichtliche Entwicklung der Neuen Welt seit der Kolonialzeit überblicken. Die Masse der Bevölkerung in den lateinamerikanischen Ländern, vorwiegend Farbige oder Mischlinge, ge­riet zunächst aus dem Joch europäischer Kolonial­mächte in die Hände einheimischer aristokratischer Cliquen, die an den feudalen Grundsätzen der früheren spanischen oder portugiesischen Kolonial­herrschaft festhielten, und als sich hier und da nach jahrzehntelangen inneren Wirren so etwas wie ein nationaler Elan für eine unabhängige moderne Entwicklung hervorzuwagen begann, hatte sich be­reits unversehens fremdes, mit überlegenen Macht­befugnissen ausgestattetes Finanzkapital der Haupt­ansatzstellen für die Ausnützung natürlicher Reich­tümer bemächtigt. Während des großen Krieges und in den ersten Jahren danach wurden in diesen Ländern in großem Umfange europäischeimpe­rialistische" Interessen von nordamerikanischen ab­gelöst. Die Völker kamen dabei nur vom Regen in die Traufe. Ihre Ohnmacht gegenüber fremden Ge­walten im eigenen Lande schien um so hoffnungs­loser, als reichlich zwei Drittel von 90 Millionen nicht lesen und schreiben konnten, auf Matten schlie­fen, Sandalen statt Schuhe trugen, also zu arm waren, um nicht ängstlich im engen Bannkreis

2. die tauglich 1 und 2 befundenen, im 1. Vier­teljahr des Jahres 1915 geborenen Dienstpflichtigen des Geburtsjahrganges 1915, in Ostpreußen alle tauglich 1 und 2 befunde­nen Angehörigen des Geburtsjahrganges 1915, so­weit sie ihrer Arbeitsdienstpflicht bis zum 1. Okto­ber 1936 genügt haben und sich zur Zeit der Aus­hebung nicht in Arbeitsdienstabteilungen außerhalb des für ihren letzten Wohnsitz zuständigen Wehr­bezirks befinden;

3. in Ostpreußen außerdem die tauglich 1 und 2 befundenen Dienstpflichtigen des Geburts­jahrganges 1911 einschließlich der bei der Muste­rung 1935 zurückgestellten Dienstpflichtigen des Ge­burtsjahrganges 1910, soweit sie bei der Musterung 1936 als tauglich 1 und 2 befunden und der Ersatz­reserve I überwiesen worden sind. Ausgenommen hiervon sind die verheirateten Dienstpflichtigen, so­weit sie vor dem 1. April 1936 geheiratet haben.

Geburtstagsglückwünsche des Führers an den Oberbefehlshaber des Heeres.

Der Führer und Reichskanzler hat den Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst Frei­herrn v o n F r i t f ch, der am Dienstag seinen 56. Geburtstag beging, folgendes Glückwunschtelegramm gerichtet:Mein lieber Herr Generaloberst! Zu Ihrem heutigen Geburtstage übermittele ich Ihnen die herzlichsten Glückwünsche in der zu­versichtlichen Hoffnung, daß Sie dem Heere noch lange Zeit in Gesundheit erhalten bleiben mögen. Als Ausdruck meiner besonderen Verbundenheit lasse ich Ihnen mein Bild zugehen. Adolf Hitler."

trauens gegenüber demPankee-Jmperialismus" durch die Betonungguter Nachbarschaft" über­wunden, durch gegenseitige handelspolitische Bevor­zugung die Neue Welt zu einem einheitlichen Wirt­schaftsblock zusammengeschweißt werden. Daß dabei auch Kanada nach Möglichkeit einbezogen werden soll, dessen wirtschaftliche Bindungen an das Mut­terland und die übrigen britischen Dominien durch den neuen Handelsvertrag mit der Union schon er­heblich gelockert wurden, lehrt der angekündigte Besuch Roosevelts in Ottawa. Und daß sich neue wirtschaftliche Interessengemeinschaften von selbst mit der Zeit zu neuen politischen verdichten wür­den, versteht sich von selbst.

Europäische Regierungen, einschließlich Londons, hoffnungslos in ihre eigenen Probleme und Gegen­sätze verstrickt, werden kaum sobald in der Lage fein, die panamerikanischen Kreise Washingtons zu stö­ren. Es fragt sich gleichwohl, ob die weißen Ame­rikaner ohne Nachschübe und Hilfeleistungen aus ihren Stammländern auf die Dauer in der Lage sein werden, ihre Vorherrschaft in der Neuen Welt zu behaupten, zumal der rote Mann, den man schon zum Untergang verurteilt glaubte, trotzdem er noch die weiträumigsten und zukunftsreichsten Teile Pan- amerifas besetzt hält, eine wachsende Neigung be­kundet, statt von Europäern ober Amerikanern, von Asiaten Dienste anzunehmen, wie sie ihm die Japaner immer verlockender anbieten.

Krise

des französischen Fremdenverkehrs

In der französischen Kammer ist festgestellt wor­den, daß im Jahre 1927 noch mehr als 2,2 Mil­lionen Fremde nach Frankreich kamen, daß aber im Jahre 1935 nur noch 700 000 Fremde in den französischen Hotels und Badeorten gezählt wurden. Der Fremdenverkehr ist also auf ein Drittel zu­sammengeschrumpft. Soweit diese Angaben in Be­tracht kommen, spielen für das Nachlassen des Reiseverkehrs nach Frankreich die Weltwirtschafts­krise und die Verarmung der Völker, dann aber auch die Deoisenschwierigkeiten eine große Rolle. Die Ziffern in diesem Jahre werden für die fran­zösische Fremdenindustrie noch schmerzlicher aus­fallen. Schon während der Streikwochen machte sich ein plötzlicher Rückstrom aller Reisenden aus Frank­reich bemerkbar. Viele Reiselustigen nahmen davon Abstand, französischen Boden überhaupt zu be­treten. In der Kammer-Aussprache ist nun vom Minister für nationale Wirtschaft behauptet wor­den, daß in diesem Jahre 28 v. H. Fremde mehr nach Frankreich gekommen seien als 1935, weil eben Frankreich so ruhig sei wie fein anderes Land. Wir wissen nicht, welche Statistik dem Minister Vorgelegen hat. Die Berichte über den Fremden­verkehr in Frankreich lauteten jedenfalls bisher etwas anders. Der Entrüstungssturm, der den Wor­ten des Ministers auf den Bänken der Rechten folgte, bestätigt unsere Auffassung über den fran­zösischen Fremdenverkehr des Jahres 1936. Frank­reich gilt heute in den Augen des internationalen Reisepublikums als ein Land, um das man am besten einen Bogen schlägt, schon weil es jedem Fremden passieren könnte, daß er eines Tages ge­nötigt wäre, seinen eigenen Diener in den Hotels zu spielen. Die Streiks haben noch keineswegs nach­gelassen, sie flammen immer wieder auf, sie kön­nen ganz gewiß nicht als ein Mittel zur Anlockung der Fremden angesprochen werden. Die Abgeord­neten der Rechten haben auch in ihren Zwischen­rufen auf diese Streiks hingewiesen. Welche Ver­luste Frankreich durch diese innere Unruhe erleidet, geht am besten aus der Tatsache hervor, daß in den normalen Jahren bis 1927 der Reise- und Fremdenverkehr der französischen Wirtschaft einen Gewinn von 12 bis 15 Milliarden Franken brachte.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: i. V. Dr. Fr. W. Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: i. V. Hans Thein. 2). 21. VII. 36: 9350. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Ps. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags

15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

augenblicklichen Ueberfüllung der beiden Berufe ergeben. Daher hat der Reichs- erziehungsminifter den Neuzugang zum zahnärzt­lichen Studium einstweilen gesperrt. Da die Ausbildung zum Dentistenberuf staatlich noch nicht geregelt ist, können nur diejenigen Per­sonen später zur staatlichen Dentistenprüfuna zuge­lassen werden, die bereits jetzt in der Ausbil­dung zum Dentistenberuf stehen. Solche Personen, die nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung die Ausbildung zum Dentistenberuf aufnehmen, werden bis auf weiteres weder zur staatlichen Prüfung zu­gelassen, noch wird ihnen ein Ausweis zur Berech­tigung der Berufsousübung als Dentist erteilt werden.

Oie Aushebung

für den aktiven Wehrdienst im Jahre 4936.

Berlin, 4. Aug. (DNB.) Die Aushebung für den aktiven Wehrdienst im Jahre 1936 findet laut einer Anordnung des Reichskriegsministers Inder Zeit vom 17. bis 2 9. August 1936 statt.

Zur Aushebung werden nach § 55 Abs. 3 der Verordnung über die Musterung und Aushebung herangezogen:

1. Die tauglich 1 und 2 befundenen Dienst- pflichtigen des G e b u r t s j a h r g a n g e s 1914 einschließlich der bei der Musterung 1935 zu­rückgestellten Dienstpflichtigen, die bei der Muste­rung 1936 als tauglich 1 und 2 befunden und der

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