Ausgabe 
5.8.1936
 
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Keine Veränderung der Lage in Spanien

Oie Nationalisten stellen in Marokko weitere Truppenkontingente bereit

Der Bürgerkrieg und die Mächte

Liefert Frankreich weiter Flugzeuge für Madrid?

sei". Re- v o n wor- Mu-

Maße aus. Infanteristisch seien seine Leute dem Gegner weit überlegen, weil sie zum größten Teil reguläre Truppen seien und weil auch die ge­samten Freiwilligen-Organisatianen über eine durch nichts zu erschütternde moralische Kraft verfügten, die ihnen im Nahkampf den Sieg über ihre Geg­ner gewährleisteten. Waffen, Munition, Ausrüstung und Geld seien auspeichend vorhanden. Mangelhaft sei lediglich die Flugabwehr-, was auf die systema­tische Untergrabung der Schlagkraft der Armee durch marxistenfreundliche Regierungen zurückzu­führen sei. Die Verbindung zwischen der Süd­gruppe des Generals Franco und seiner eigenen Nordgruppe sei sichergestellt.

befunden, dazum Beten leider keine Zeit Zum Schluß teilte der General mit, daß d i e g i e r u n g s t r u p p e n in der Nähe Granada empfindlich geschlagen den seien. Sie hätten 200 Tote und mehrere nitionskolonnen zurücklassen müssen.

London, 5. Aug. (DNB. Funkspruch.) Nach den letzten Meldungen aus Spanien hat am Diens-

herrfchaft mit der Sicherheit und dem Bestand aller kleinen und mittleren Staaten gleichbedeutend sei. Die Angstträume der offiziösen französischen Presse haben sich oft als gutes Barometer für den Verlauf der europäischen Politik bewährt!

Mit der Aufgabe, eine solche Lockerung der di- plomatischen Starre zu ermöglichen und zu fördern, geht Deutschland in die letzten Sommerwochen, die der Vorarbeit für die Herbstkonferenz gewidmet sind. Aber wie die Lage dann sein wird, vermag kein Mensch vorauszusagen, denn über Europa hangt, kaum daß sich das abessinische Gewitter ver­zogen hat, eine neue Wolke. Die Entwicklung der spanischen Frage birgt alle Möglichkeiten in sich, auch die schlimmsten. Bolschewismus unbi westliches Mittelmeer, politische Weltanschauung und Interessen sind von Spanien aus in einem Drehwirbel versetzt, an den sich die Diplomatie nur tastend heranwagt.

Präsidenten des kanadischen olympischen Komitees M u l q u e e n und den Ministerialdirektor im kana­dischen Handelsministerium W i l g r e ß. Die Ab­ordnung überreichte ein Bruchstück des Leitwerkes des Flugzeuges des Rittmeisters Man­fred Freiherr von Richthofen, das dieser zu seinem letzten Flug benutzte. Präsident Mulqueen erklärte, daß auf Wunsch von Kapitän May, der Richthofens letzter Gegner im Luftkampf war, dieses Bruchstück zurück- gegeben werden solle an Deutschland als ein Zeichen der wohlmeinenden und freundschaftlichen Gefühle und der Hochachtung der kanadischen olym­pischen Mannschaft und des kanadischen Volkes.

General Milch brachte den tiefgefühlten Dank der deutschen Flieger und des deutschen Volkes für diese ritterliche Geste zum Ausdruck. Die deutschen Flieger hätten während des Krieges stets die ritterliche Kampfweise ihrer kanadischen Gegner zu würdigen

s O l y m p i a st a d t von 1 928, Amsterdam, vor­behalten, in ihren Mauern eine Ausstellung zu dulden, die den heiligen olympischen Frieden auf das gröbste verletzt. Wenn auch anzunehmen ist, daß diese verächtlichen Me- s thoden marxistischer Dunkelmänner auf die ruhige Ueberlegung des holländischen Volkes keinen Ein­druck machen werden, bedürfen sie doch der Er­wähnung, da es sich offensichtlich darum handelt, die sich im olympischen Geist anbahnende Völker­verständigung auf das gröblichste zu sabotieren.

Kanadische Ritterlichkeit.

Em Bruchstück des Flugzeuges Richthofens zurückgegeben.

Berlin, 4. Aug. (DNB.) Dienstag nachmittag empfing der Staatssekretär der Luftfahrt General der Flieger Milch im Luftfahrtministerium den

Klug der Nationen.

Berlin, 4. Aug. (DNB.) Im Fliegerhorst Staaken sanden Dienstag nachmittag im Beisein von Exzellenz Lewald internationale Segelflug- Demonstrationen als letzte Flugveranstaltung des Programms der XI. Olympiade statt. Den Reigen der Segelflug-Vorführungen eröffnete der bulga­rische Major D r e n i k o f f, dem der Ungar R o t - t e r folgte. Dann begeisterte die deutsche Segel­fliegerin Hanna R e i t s ch. Die Winden-Schlepp- vorführungen der italienischen Segelflieger wurden ebenfalls beifällig ausgenommen. Dann zeigten ihre motorlosen Künste die beiden Oesterreicher' Gum- p e r t und L e r ch , der Schweizer Schreiber und der Jugoslawe Stanojewic auf deutschen Bussarden". Deutscherseits glänzten schließlich noch die altenKanonen", der Weltrekord-Segelflieger Bräutigam und die Segelflugmeister Ludwig Hofmann und Huth.

Marxistische Hetze in Amsterdam.

Sabotage der olympischen Friedensidee.

A m st e r d a m, 4. Aug. (DNB.) Hiesige zweifel­hafte Kreise des internationalen Judentums, eines heimatlosen Emigrantenklüngel und des Marxis­mus aller Schattierungen haben unter der gehässi­gen BezeichnungOlymiade unter Diktatur" eine Ausstellung zustande gebracht, die außer einer Reihe von Bildern äußerst linksstehender Maler das hinlänglich bekannte übel st e Hetzmate­rial gegen Deutschland enthält. Die hierbei angewandten Methoden sind die der bolschewsti- schen Internationale: durch Photomontagen, Fäl-! jchungen, bewußte Lügen und unterdrückte Wahr-! beiten wird der Versuch unternommen, beim un­befangenen Beschauer eine völlig falsche Vor- stellung von Deutschland zu erwecken. Das zur Schau Gestellte enthält zahlreiche Beleidigun­gen und Beschimpfungen des deutschen Volkes und seiner führenden Männer.

Während die ganze Welt von dem großen völker­verbindenden olympischen Gedanken beseelt ist, der in so wunderbarer Weise jetzt täglich in der Reichs­hauptstadt zum Ausdruck kommt, bleibt es der

England stimmt dem französischen Aeutralitatsvorschlag zu.

Paris, 5. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Ant­wort der englischen Regierung auf die französische Note über eine gemeinsame Neutralitätserklärung bringt zunächst zum Ausdruck, daß auch die eng­lische Regierung bemüht sei, jede internatio­nale Verwickelung zu vermeiden, die sich aus der Lieferung von Kriegsmate­rial an die eine oder andere der beiden sich be­kämpfenden Gruppen in Spanien ergeben könnte. Die englische Regierung erinnert ferner daran, daß sie sich an die bestehenden internatio­nalen Gesetze halte, und daß ihre st r e n g e Neutralität bereits gelegentlich der Sitzung des Unterhauses unterstrichen worden sei. Sie habe daher ebenfalls den Wunsch, daß em Neutrali­tätsabkommen sobald wie möglich zustande- komme. Darüber hinaus fordert die englische Regie­rung jedoch eine Erweiterung dieses Abkom­mens auf alle Mächte, die durch ihre geographische Lage oder die Bedeutung ihrer Interessen in Spa­nien dafür in Frage kommen könnten. Das Neu­tralitätsabkommen könne auf dem diplomatischen Wege verhandelt werden. Die englische Regierung erklärt sich jedoch bereit, in Erwartung eines all­gemeinen Abkommens schon jetzt, hem franzö­sischen Wunsche entsprechend, eine Neutrali­tätserklärung abzugeben, vorausgesetzt, daß sich auch Italien daran beteilige.^ Moskau nimmt eindeutig Partei.

Moskau, 4. Aug. (DNB.) Die Einmischung in den spanischen Bürgerkrieg, die in der Sowjet­union in Form von materieller und moralischer Unterstützung für die spanischen Marxisten betrie­ben wird, nimmt immer größeren Ümsang an. Am Montag fanden auf dem Roten Platz in Moskau sowie in zahlreichen Städten der ganzen Sowjet­union Massenkundgebungen statt. Der Ge­neralsekretär der Sowjetgewerkschaften Schwernik fordertedie werktätigen Mussen der ^unzen Welt" zur Organisationeiner aktiven Unterstützung und Hilfe" für die spanischen Marxisten auf. Aus den Äußerungen der übrigen Redner seien nur fol­gende Beispiele angeführt:Arbeiter und Werk­tätige Spaniens! Kämpft standhaft gegen die faschi­stischen Verräter! Wir sind entzückt durch euren Kampf! Wir versprechen unsere moralische und ma­terielle Unterstützung! Wir erklären: Denkt daran, daß ihr nicht allein seid. Wir sind mit euch!"

tär, von Laroche, Scheschauen und Tetuan seien dauernd Lastkraftwagen mit Militär, Waffen und Munition eingetroffen, die alle nach dem Hafen von Ceuta befördert würden. Drei Schiffe seien mit Militär und Material beladen. Es liege klar auf der Hand, daß ein Versuch gemacht werdey soll, die Ueberfahrt nach Spanien zu erzwingen. Auf dem Flugfeld von Tetuan ständen zahlreiche Flugzeuge startbereit, um den Truppentransport zu begleiten, und gegebenenfalls gegen einen Angriff der Regie­rungsflotte zu schützen.

Der Kamys um Saragossa.

Die Nationalisten melden marxistische Niederlage bei Granada.

Aerzten und Krankenschwestern, deren Listen der französischen Regierung übermittelt werden müssen.

Vor Rückgabe der beschlag­nahmten sranzösischenHlugzeuge.

Paris, 4. Aug. (DNB.) In französischen amt­lichen Kreisen erklärt man zu der Beschlagnahme der drei französischen Flugzeuge, die für die Heim- beförderung französischer Staatsangehöriger aus Spanien bereitgestellt worden waren, es sei falsch, daß die französische Regierung der spanischen Regie­rung etwa hintenherum drei Flugzeuge habe zu­kommen lassen wollen. Die Flugzeuge seien Zivil­flugzeuge, unbewaffnet und gehörten einer privaten Flugverkehrsgesellschaft. Sie hätten die Verbindung zwischen Madrid und Alicante Herstellen sollen, von wo die französischen Flüchtlinge nach Oran weiter- geleitet werden sollten. Beim ersten Flug am 29. Juli bereits sei ein Flugzeug von den örtlichen Behörden von Alicante beschlagnah m-t wor­den und 24 Stunden später auch die beiden ande­ren. Am selben Tage noch habe der französische Konsul in Madrid bei der spanischen Regierung gegen diese Maßnahmen Einspruch erhoben. Die spanische Regierung habe am 2. August be­schlossen, dem Einspruch der französischen Regierung stattzugeben und dies dem französischen Vertreter in Madrid mitgeteilt.

Mumlionskaufe der Madrider Regierung in Belgien.

Antwerpen, 4. Aug. (DNB.) Im Auftrage der Madrider Regierung befindet sich in Brüssel der linksradikale Abgeordnete Bolanos, um für

Der Militärbefehlshaber von Salamanca soll die Einnahme der Stadt Villalba durch Streikräfte der Militärgruppe bestätigt haben. Von Villalba aus, das an der Eisenbahnlinie Avila Madrid liegt, hätten die Truppen am Dienstag den Vormarsch weiter fortgesetzt, wo­bei sie b i s T o r r e l o d o n n e s gelangt seien. Der Guardia Civil in Orihuela de Tremedal soll es gelungen sein, einen aus 15 Lastkraftwagen be­stehenden Transport von Regierungs­truppen abzufangen. Die Truppen seien gefangengenommen und entwaffnet worden. In Guerra de Gallego wurden der Ortsgeistliche, ein Arzt und ein angesehener Bürger von Kommu­nisten ermordet.

Die Ziele der spanischen Rationalisten. Eine Unterredung mit General Mola. Burgos, 4. Aug. (DNB.) Dem Sonderbericht­erstatter des DNB. wurde im Hauptquartier der Nordarmee vom Oberbefehlshaber, General Mola, erklärt, daß der ganze Aufstand nicht etwa eine

multarische Angelegenheit sei, sondern, daß es l u m e * n e Volksbewegung bans

öele Das Hauptziel fei die Einnahme Madrids. In Madrid werde ein M i l i t ä r d i r e k t o r i u m aus einem vorsitzenden General und vier Generälen als Mitglieder eine Regierung bilden, die ihre Legitimation nicht wie andere aus geschobenen Wahlen, sondern aus dem für das Vaterland ver- gossenen Blut ableiten werde. Die erste Aufgabe dieser Regierung werde die Säuberung des Staatsorganismus von allen vergiftenden Elementen sein, sowie die Organisierung der bewaffneten Macht und der Polizei. Heer, Marine und Luftwaffe würden mit aller Energie den Erfordernissen der Zeit entsprechend modernisiert und ausgerüstet. Sozialpolitisch sei das erste Ziel die gänzliche Beseitigung der Ar­beitslosigkeit. Selbstverständlich sei jede Par-

Kiel, 4. Aug. (DNB.) Abordnungen der an den d°r Stadt verursacht batten Oeneral

Kieler Dh)mpia.6egefa>etttämpfen beteiligten aus- ^p° de Llano erklärte daß die Nachrichten über ländischen Mannschaften begaben sich nach Laboe, militärische Ersolge der R-gierungstruppen ,n der um in der Weihehall- des Marineehrenmals zu ®c9'nb D°" Saragossa nicht den Tatsachen Ehren der Gefallenen des Weltkrieges Kränze m°-Ü"' pr°ch°n Im Gegenteil hatten d,° Nat,o- derzuleqen. Unter dumpfem Trommelwirbel beqa. "°l'^n ub°rall den Marxisten erfolg- den sich di- Ehrengäste, an ihrer Seite Konter- "'-h Widerstand leisten können und wich- admiral Gotting, Oberpräsident Lohse sowie di- Ab- P-ü- strategische Stellungen besetzt.

teipoütif von diesem Augenblick an erledigt. Ebenso spiele die Frage der Staatsform keine Rolle mehr. Im Gegenteil sei zu unterstreichen, daß die augen­blickliche Bewegung rein republikanischen Charakter trage.Mit einem Wort" so sprach der Generalwir wollen die Befreiung aus den Klauen des Kommunismus und den Neu­aufbau des Staates in Volksverbundenheit und auf autoritärer Grundlage."

Nochmals die militärische Seite berührend, er­klärte der General, daß er artilleristisch den Roten durchaus überlegen, hinsichtlich der Luft­waffe leider unterlegen sei. Glücklicherweise wirke sich aber die letztere nur in sehr geringem

Paris, 5. Aug. (DNB. Funkspruch.) Im Zu­sammenhang mit den angeblichen Waffenlieferungen Frankreichs an die Madrider Regierung meldet der Jour", die Zusammenstellung eines aus 14 Dewoitine-Flugzeugen bestehenden Kampfgeschwa­ders, das über Poitiers und Toulouse an die Ma­drider Regierung geliefert werden sollte. Die Appa­rate sollen von französischen Berufsfliegern gesteuert werden, die vertraglich für einen Monat verpflich­tet worden seien und dafür eine Entschädigung von 50 000 Franken erhalten. Die Flieger hätten sofort 1000 Franken ausgezahlt erhalten und vor dem Start weitere 14 000 Franken als Teilzahlung. Außerdem werde ihnen ein Scheck über 35 000 Franken ausgehändigt werden. Infolge der Gefah­ren, denen die Flieger auf kurze Zeit ausgefetzt feien, fei jeder mit 500 000 Franken gegen den Tod oder Verletzungen versichert.

Alle diese Einzelheiten gibt der ,Hour" unter Vorbehalt wieder. Wahrscheinlich handele es sich um die Dewoitine-Apparate, die von einem sofort wie­der rückgängig gemachten Kaufder litauischen Negierung herstammten. Der Verkauf der Ap­parate an die spanische Regierung sei von einem gewissen La Barda im Auftrage der Madrider Regierung getätigt worden. Der Kaufvertrag be­laufe sich auf 9 Millionen Franken, von denen 4S Millionen Franken bei Abschluß des Vertrages und weitere 250 000 Franken vor dem Start bezahlt worden seien.

DasJournal des Debats" berichtet, daß die Werbebüros für Freiwillige von Diens­tag ober Mittwoch an in der spanischen Botschaft in Paris geöffnet werden würden. Die verschiede­nen Dolksfrontparteien erhielten bereits Meldungen und hätten schon die Abbeförderung in Autobussen organisiert. Die Internationale Rote Hilfe sammele Meldungen von freiwilligen

Englische Vesürchiungen.

London, 5. Aug. (DNB. Funkspruch.) In der Times" heißt es u. a., fraglos habe die britische Regierung mit ihrer zustimmenden Antwort an Frankreich recht gehabt. Es könne für Blum schwierig werden, einer Forderung auf Hilfeleistung für diehartbedrängte" Regierung zu widerstehen. Auch die Lissaboner Regierung werde sehr fest sein müssen, um nicht in den Wirbel mit hin­eingezogen zu werden. Es heiße, daß Nahrungs­mittel, wenn nicht gar anderes, über die portu­giesische Grenze den Nationalisten zukämen. Die portugiesische Regierung sei eine wohltätige Dikta­tur. Wenn sie in den Kampf mit hineingezogen würde, fo würde der französische Ministerpräsident Blum veranlaßt sein, auf der anderen Seite zu helfen. Die Grundsätze, für die in Spanien gefoch­ten werde, werde von Mehrheiten und Minder­heiten in jedem anderen europäischen Land begrüßt werden.

Die Linke fechte für Ideale, die schon in anderen Ländern gesichert seien, die Rechte für Traditionen, die Jahrhunderte lang in Spanien verehrt würden, und die kürzlich bei einer Reihe von europäischen Staaten erneuert seien. Europa sei voller Zünd­stoff und durch einen einzigen Funken könne es in Flammen aufgehen. Der spanische Bürgerkrieg könne sehr leicht ein europäischer werden und das müsse man um jeden Preis verhindern.

Daily Telegraph" schreibt, das ernsteste und schnellste Bemühen aller gutgläubigen Regierungen müsse es sein, ein Ueberqreifen der Flammen von Spanien zu verhindern. Die französische Regierung habe Schritte dazu getan. Die russischeAnt- wort sei durch Massenversammlungen gegeben worden, bei denen ein halb vom Hundert der Arbeiterlöhne für die spanischenGenossen" versprochen worden sei.

Die Gefahr fei, daß, während die interessierten europäischen Regierungen die Grundsätze über Nicht- einmischung bestimmten, ihre Handlungen mit ihren Erklärungen nicht übereinftimmen. AuchMorning Post" schreibt: Die französische Regierung befinde sich in einer sehr schwierigen Lage, denn sie sei durch einen beachtlichen Teil ihrer Anhängerschaft ge- drängt, der spanischen Regierung Hilfe'zu leisten. Die Berichte aus Moskau gäben Grund zur Be­unruhigung.Daily Mail" schreibt u. a., daß die Moskauer Sammlungen und Unterstützungs- aktionen eine Gefahr er ft en Ranges für Europa feien. Ueberall frage man sich,ist das eine offene Herausforderung an Deutsch- land und Italien?"

Vegrüßungsabend der deutschen Krafisahtt.

Korpsführer Hühnlein ehrt die Lieger der internationalen Sternfahrt.

Berlin, 4. Aug. (DNB.) Für die au den XI. Olympischen Spielen in der Reichshauptstadt einge­troffenen ausländischen und auswärtigen Kraft­fahrer fand in den mit den Flaggen der an den Olympischen Spielen beteiligten Staaten geschmück­ten Festsaal von Kroll einBegrüßungsabend der deutschen Kraftfahrt" statt. Als Präsident der obersten nationalen Sportbehörde für die deutsche Kraftfahrt und Führer des deutschen Kraftfahrspor­tes hieß Korpsführer Hühnlein die Kraftfahrer aus allen Ländern der Welt in der Reichshauptftadt willkommen und sprach derFöderation internatio­nale des Clubs Motor-Cyclistes und ihrem Präsi-1 denten Graf Bonacossa seinen Dank dafür aus, daß sie die alljährlich zur Austragung gelan­gende internationale Motorrad-Stern­fahrt in diesem Jahre mit den Olympischen Spie­len verbunden und Berlin als Zielort ge­wählt habe.

Dann begrüßte Korpsführer Hühnlein als den Vertreter der Geburtsftätte des olympischen Ge­dankens, Griechenlands, den Präsidenten des Königlich Griechischen Automobil­klubs, der von Athen aus die Fahrt antrat und dafür 3631 Punkte erhielt. Die höchste Punktzahl aller ausländischen Teilnehmer erreichte ein tschechoslowakischer Fahrer, der seinen Weg quer durch Deutschland, Dänemark, Schweden,! Norwegen bis zur nördlichsten Grenze Finnlands nahm. Hier vom nördlichen Eismeer startete er zur Olympia-Sternfahrt und erzielte nach der Zurück- legung von 10 000 Kilometer 4368 Punkte. Er ist damit der Gewinner des vom Korpsführer für den besten ausländischen Fahrer ausgesetzten Ehren­preises. Die internationale Trophäe des F. I. C. M. errang die aus 14 Teilnehmern bestehende Mann­schaft der Motorrad-Klubs von Estland, die mit 15 727 Punkten die höchste Wertungsziffer auf sich vereinigen konnte.

Nach der Siegerehrung und der Verteilung der goldenen, silbernen und bronzenen Medaille ver­blieben die ausländischen Gäste mit den NSKK.°

tag keine der beiden Parteien irgendeinen be­trächtlichen Vorteil erreichen können. Der Angriff der katalanischen Truppen auf die nationalistischen Stellungen bei Saragossa dauere mit wech­selndem Erfolge an. Regierungsflugzeuge sol­len über Valladolid Kisten mit Dynamit ab­geworfen haben, wodurch vier Einwohner getötet worden seien. Nationalistische Truppen hätten die nordwestlich von Valencia gelegene Stadt T e r u e l eingenommen. Auch Ronda südlich von Malaga soll nach einem heftigen Kampf mit der marxistischen Miliz von den Nationalisten eingenommen worden 1 sein. Etwa 3000 Mann der Militärgruppe seien in Algeciras und San Roque zusammengezogen. Weitere 2000 werden während der nächsten Woche mit Flugzeugtransporten aus Marokko erwartet. Zahlreiche Feldgeschütze und beträchtliche Mengen Munition seien von Cadiz aus herangeschafft wor­den. Alle wichtigen Stellungen an der Küste von Algeciras nach Tarifa seien stark befestigt worden.

Auch die Pariser Agentur Havas meldet aus Tanger, daß den ganzen Dienstag über in der im Besitz der Nationalisten befindlichen Hafenstadt Ceuta reges Leben und Treiben geherrscht habe. Die Straßen der Stadt seien voll von Mili-

Männern und ihren Angehörigen noch mehrere Stunden in angeregter Unterhaltung. Zu dem Empfangsabend waren auch führende Männer aus, m f .

Partei und Staat, viele Mitglieder des Diploma- $a rJis' ..4- ^g. (DNB.) General Queipo de

tischen Korps und hohe Offiziere der Wehrmacht über den Sender von Sevilla heftigen

sowie zahlreiche Mitglieder des Internationalen Protest gegen die Bombardierung S a- Olympischen Komitees' erschienen. V ff ° t Vernichtung zahlreicher Kunst­

schatze m dieser Stadt eingelegt. Der Führer der Gefallenenehrung katalanischen Luftstreitkräfte, Oberst Sanbino,

CaAha hatte Pressevertretern erklärt, daß sechs Flugstaffeln am Marmeehrenmal ttt ^anoe. Saragossa mit Bomben belegt und großen Sach­

ordnungen der Olympia-Segelmannschaften in die Bei dem Luftangriff der Regierungsflieger auf unterirdische Weihehalle, wo der Führer der sran- die Kathedrale von Saragossa 'seien 'die Bomben zösischen Segelmannschaft Whitechurch im Namen glücklicherweise nicht explodiert, so daß das herr- aller vertretenen Olympia-Mannschaften Worte liche Bauwerk keinen Schaden genommen habe, ehrenden Gedenkens der im Weltkrieg gefallenen Entgegen den Behauptungen der marxistischen Re- deutschen Seehelden sprach. Konteradmiral Götting gierung hätten sich keine Truppen in der Kathedrale erklärte, daß aus der Kranzniederlegung die größte 1 ~ ' " ' .......

Ritterlichkeit und persönliche Hochachtung spreche. Die deutsche Kriegsmarine danke für die' tiefernste Ehrung ihrer im Weltkrieg gefallenen Kameraden.

gewußt. Generaloberst Göring, dem das Erinne- rungsftütf ausgehändigt wurde, sandte an den Stif­ter Kapitän May in Kanada ein Telegramm, in dem er die freundschaftlichen Gefühle, die die kana­dische Abordnung zum Ausdruck gebracht habe, er­widerte und Kapitän May in kameradschaftlicher Verbundenheit grüßte.

Der augenblicklich in Kiel liegende englische KreuzerH. M. S. N e p t u n e" hat die Schiffsglocke des gehobenen früheren Schlacht­kreuzersS. M. S. Hindenburg" an Bord. Die Schiffsglocke soll auf Weisung der englischen Admiralität der deutschen Kriegsmarine zurückgegeben werden. Die Uebergabe wird voraussichtlich Mitte August in Kiel in besonders feierlichem Zeremoniell vor sich gehen.