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186. Jahrgang
Nr. 181 Erstes Blatt 1 186. Jahrgang Mittwoch, 5. August 1956
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Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
(Scherl-M.)
schwedischen Oblt. T h o f e l t an die Spitze der Gesamtwertung. Am Dienstag hatten sich die Teilnehmer dem Pistolenschießen zu unterziehen. Hier belegte der Amerikaner Lt. Leonard den ■'. sten Platz vor Oblt. Weber- USA., Lt. von Bartha- Ungarn und Oblt. Handrick - Deutschland. Handrich verteidigte in der Gesamtwertung seinen ersten Platz nach drei Hebungen (Reiten, Fechten, Schießen) mit IOV2 Punkten vor Oblt. Thofelt-Schweden (20), Lt. Leonard-USA. (26) und Oblt. Abba-Italien (26'/r). Lt. Lemp liegt nach drei Hebungen an elfter Stelle.
Bei der Kieler Segelregatta begann der Kampf mit dem Rennen der Olympia-Einheits- jollen. Hier setzte sich der Engländer Scott nut 25 Punkten vor Krogmann- Deutschland (24) und v. Wichmann- Hardeck (Chile) an die Spitze Bei den Starbooten siegte das deutsche Boot „W annsee" vor Schweden und USA., während die Rennen der 6-Meter-k-Klasse und der 8-Meter-^- Klasse mit schwedischen Siegen endeten. In der 6-Meter-Klasse belegte Deutschland den zweiten, in der 8-Meter-Klasse den sechsten Platz.
Die Gewichtheber waren am Dienstag frei, es ist aber noch die am Montagabend gefallene Entscheidung im Halbschwergewicht nachzutragen. Mit 372,5 Kilogramm siegte der Franzose Louis H 0 st i n, der bereits in Los Angeles die goldene Medaille errungen hatte, während Eugen Deutsch- Ludwigshafen mit 365 Kilogramm vor dem Aegyp- ter Ibrahim (360) die Silberne Medaille errang. Deutschlands zweiter Vertreter, der Trierer Opschruf, brachte 355 Kilogramm zur Hochstrecke und belegte den vierten Platz.
Im Modernen Fünfkampf dauerte am Montag das Degenfechten, in dem 41 Fechter jeder gegen jeden zu kämpfen hatten, vom frühen Morgen bis zum späten Abend. Bester Fechter war hier der deutsche Leutnant Lemp mit 25 Siegen, 7 Niederlagen und 8 Doppeltreffern. Oberleutnant H a n d r 1 ck placierte sich mit 25 Siegen, 11 Niederlagen und 4 Doppeltreffern als Vierter, während Uff,3. Bramfeld weit zurück endete. Oblt. Handrick setzte sich mit seiner guten Placierung im Degenfechten mit 6,5 Punkten vor dem belgischen Hauptmann Ecuyer de le Court und dem
Re ichssport selb, 4. Aug. (DNB.) Auch am Dienstag erschien der Führer wiederum um 15 Uhr mit seiner Begleitung im Olympia-Stadion. Bei ihm befanden sich sein Stellvertreter, Reichsminister Heß, ferner die Reichsminister Dr. Frick und Dr. Goebbels. Das große Interesse, das das neue Deutschland den Olympischen Spielen entgegenbringt, bekundete sich auch dadurch, daß auf der Regierungstribüne wiederum zahlreiche Reichs- minifter, Reichsleiter, Staatssekretäre, Gauleiter und führende Männer des Staates und der Bewegung den Spielen beiwohnten.
Der berühmte schwedische Forscher Sven He- din richtete einen begeisterten, stürmischen Widerhall weckenden Appell an die Jugend der Welt. Er führte aus:
„Jugend der Welt!
Zu edlem und ritterlichem Wettstreit habt ihr euch hier versammelt, um vor den Blicken der ganzen Welt zu zeigen, bis zu welcher Vervollkommnung ihr durch eisenharte Energie, durch felsenfesten Willen und unermüdliche Schulung fähig gewesen seid, eure Kräfte zum Kampf um die olympischen Siegeskränze zu stählen.
Es genügt aber nicht der flüchtige Sieg des Tages, euer Ziel i ft ein höheres. Durch Beherrschung eures Körpers und die Anspannung eurer Kräfte, Sehnen und Nerven bis zum äußersten formt ih r auch den Charakter zu großen Taten. Ihr begnügt euch nicht damit, das zu leisten, was ihr könnt, ihr müßt nach dem streben, was ihr nicht könnt, dem Unmöglichen, dem Unerreichbaren. Durch unbeugsame öit- lensstärke und zielbewußte Körperkultur habt ihr Aussicht, die höchsten Ziele zur Ehre eures eigenen Landes und zum Segen und Nutzen für die ganze Menschheit zu erreichen.
Als Sophokles vor 2400 Jahren in einem unsterblichen Chorgesang d e n M e n s ch e n als die höchste und gewaltigste Schöpfung pries, wählte er
Deutschlands vierte Goldene Medaille.
Gisela Mauermeyer stellt im Diskuswerfen einen neuen olympischen Rekord aus. Zweite Goldene Medaille für Owens.-Helen Stephens schnellste Frau der Wett.
Deutscher Fußballsieg über Luxemburg 9:0-Obtt. Handrlck führt im Modernen Fünfkampf
in der Entscheidung siegte der Amerikaner Glenn Harbin in 52,4 Sekunden vor dem Kanadier Loaring und White (Philippinen).
Das Diskuswerfen der Frauen ergab dann den deutschen Leichtathletiksieg des Tages durch Gisela Mauermeyer, die mit der olympischen Rekordweite von 47,63 Meter die vierte deutsche Goldmedaille errang. Hinter der Polin Weiß holte sich Paula Molenhauer (Hamburg) noch die „Bronzene". In der 1 0 0 - M e t e r ° E n t scheid ung der Frauen siegte Amerikas weiblicher Owens" Helen Stephens in 11,5 Sekunden vor der Polin Walasiewicz, während Käthe Krauß (Dresden) in 11,9 Sekunden ebenfalls die Bronzene Medaille errang. In der Entscheidung über 800 Meter, wo sich keine Deutschen mehr im Wettbewerb befanden, gab es schließ- l j ch den vierten amerikanischen Sieg durch W 0 0- druff, der in 1:52,9 Minuten vor dem Italiener Lanzi und dem Kanadier Edwards gewann. Das leichtathletische Programm des Tages wurde mit den 5000-Meter-Vorläufe n beendet, die leider unsere'drei deutschen Vertreter Syring, Stadler und Becker zum Ausscheiden zwangen. Ceratl (Italien), Höckert (Finnland) und Jonsson (Schweden) waren die Vorlaufsieger.
Im Polo-Turnier trug Deutschland sein erstes Spiel aus. Gegen Ungarn wurde ein Unentschieden von 8:8 erreicht, wodurch em neues Spiel notwendig wurde, das am Donnerstag stattfindet. —Im Hockey-Turnier gab es drei Spiele, bei denen Deutschland noch nicht beteiligt war. Ueberraschend kommt, daß Belgien den bei Halbzeit 2:1 führenden Holländern ein Unentschieden von 2:2 abrang. Frankreich gewann knapp 1:0 (0:0) gegen die Schweiz und Afghanistan und Dänemark trennten sich mit* einem Unentschieden von 6:6. — Deutschlands Fußballer griffen ntit dem Spiel gegen Luxemburg in die Ereignisse em. In einem durchweg überlegen geführten Tressen sieg- ten die Deutschen in der Aufstellung Buchloh; Münzenberg, Ditgens; Mehl, Goldbrunner, Bernard; (Eibern, Gauchel, Hohmann, Urban, Siemetsrelter vor 10 000 Zuschauern im Poststadion mit 9:0 (2:0). 3n die neun Tore teilten sich Urban-Schalke und Gau- chel-Koblenz mit je drei Treffern, Siemetsrelter« München (2) und Hohmann-Benrath. Das zweite Fußballtreffen brachte die Ueberraschung des Tages, hier siegte Japan vor 5000 Zuschauern mit 3:2 über Schweden, nachdem die Schweden bei der Pause noch 2:0 geführt hatten.
Großer Betrieb herrschte in der Turnhalle des Reichssportfeldes bei den Fechtern. 3m Mannschaftsfechten kam Deutschland über -o e 1 - aien, das in der Vorrunde 10:6 geschlagen wurde, in die Schlußrunde. Hier verloren die Teutschen 4:12 gegen Frankreich und dann schließlich mit ersatzgeschwächter Mannschaft 0:16 gegen t a = I i e n. Uns bleibt nun noch die Hoffnung, durch einen Sieg über Oe st erreich die Bronzemedaille zu erringen, während Frankreich unö I t a - I i e n um den ersten Platz kämpfen werden. Bei den Frauen wurden die Florett-Dorrunden aus- getragen, wobei sich erfreulicherweise un.ere Drei Vertreterinnen Olga Deiters, Hedwig Haß und Helene Mayer in die Zwischenrunde durchrrngen konnten.
Bei den Ringern wurden die Kämpfe im freien Stil fortgesetzt, wobei nach dem Federgewichtler Böck nun auch Der Mittelgewichtler Schedler ausgeschieden ist. Unsere übrigen Vertreter stehen noch im Wettbewerb, der m allen Klassen am Abend des Dienstags entschieden wird.
Sven Hedin an die Jugend der Welt.
Aeht wieder hinaus in die Wett als Herolde im Dienste des Anten/'
Das wirkliche DenWand.
Deutschland hat zur Zeit eine ausgezeichnete in« ternationale Presse. Auch wenn man die Höflichkeiten abzieht, die der olympischen Gastfreundschaft und Ueberüeferung entspringen, werden die Leistungen, die das Dritte Reich dem Gelingen des großen Völkertreffens in Berlin gewidmet hat, überall willig, zum Teil mit überschwänglichen Worten anerkannt. Es mag manchen Schriftleitern im Ausland, die seit Jahren ihren Lesern das Bild eines von inneren Kämpfen geschüttelten, nur mit Zwang niedergehaltenen, vor dem wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch stehenden unglücklichen Volkes und Staates übermittelt haben, sehr schwer geworden sein, nun plötzlich den Ton zu wechseln, und von dem gastfreien, von friedlichen Lebensenergien erfüllten, zu allen Leistungen fähigen und bereiten, ja von einem glücklichen Deutschland zu sprechen. Wir freuen uns dieser Wandlung und hoffen, daß sie, wenn die unmittelbaren Eindrücke der Berliner Festwochen verblassen, wenigstens einige Spuren zurücklassen wird. Gegenüber dem lebendigen Zeugnis der Hunderttausende, die das wirkliche Deutschland gesehen haben, werden es die berufsmäßigen Verleumder und Brunnenvergifter schwerer haben, zu den alten Melodien zurückzufinden. Ein italienisches Blatt hat geschrieben, ein künftiger Geschichtsschreiber unserer Zeit werde an der Berliner Olympiade als an einer neuen Epoche nicht vorübergehen können. Hoffen wir es; es liegt nicht an uns, sondern an den andern, diese frohe Voraussage zu erfüllen.
Der klare Wirklichkeitssinn, der das neue Deutschland auszeichnet, fordert, daß wir den wandelbaren Stimmungen der politischen Außenwelt zwar die gebührende Aufmerksamkeit zuwenden, im übrigen aber unbeirrt auf dem Wege weitergehen, der zu einer völligen Wiederherstellung Deutschlands als Großmacht und zu ihrer Sicherung für die Zukunft führt. Dieser Weg ist zu zwei Dritteln und in Ab- chnitten zurückgelegt worden, die auf heftige Gegenwirkungen stießen und erkennen lassen, daß auch die weiteren Abschnitte erkämpft werden müssen. Der zehnjährige friedliche Ausgleich mit Po- I e n wurde von Frankreich mit dem Abschluß eines Kriegsbündnisses mit Sowjetrußland beantwortet, die Wiederher st ellung der deutschen Wehr Hoheit mit der Verlängerung der Dienstpflicht. Dem Flvttenabkommen mit England folgte, begünstigt durch die abessinische Verwicklung, der verstärkte Druck Frankreichs auf England, bei der Ordnung der europäischen Fragen eine einheitliche Front gegen Deutschland $u bilden. Die deutsch-österreichische Einigung verdoppelte den französischen Eifer, die Staaten der Kleinen Entente unter sich und in ihren Beziehungen zu Sowjetrußland zu einer zuverlässigen Hilfstruppe der französischen Politik zu machen und sie in die bevorstehenden Verhandlungen über einen neuen Westpakt einzubeziehen. Jeder „Beitrag" Deutschlands zur Sicherung des europäischen Friedens, indem es die gefährlichsten Gegensätze durch direkte Aussprache und Abkommen von Staat $u Staat, von Volk zu Volk zu beseitigen sucht, sein Angebot, in einem reformierten Völkerbund an der Sicherung des Friedens mitzuarbeiten, stoßen auf den Widerstand der französischen Politik, die mit den Formeln vom „unteilbaren Frieden" und der „kollektiven Sicherheit" die auf dem Versailler Vertrag beruhende Vorherrschaft Frankreichs in Europa und seine Führung im Völkerbund zu verteidigen sucht.
Der dritte Wettkampstag.
An die Tatsache, daß sich im Olympia-Stadion auf dem Reichssportfeld 100 000 Zuschauer einzu- finöen pflegen, hat man sich bereits gewöhnt. Auch am Dienstag war das Stadion wieder bis auf den letzten Platz befetzt. Mit den Ausfcheibungs- kämpfen der Weitspringer begann der Tag und mit den Vorläufen über 5000 Meter wurde das leichtathletische Programm beendet. Aus den Ausscheidungskämpfen der Weitspringer kamen unsere drei Vertreter Long, Leichum und Bäumle sämtlich in den Vorkampf. Hier gab es schon glänzende Leistungen. Jesse Owens (prang zweimal olympischen Rekord. Don den Deutschen schied Bäumle aus, während Long und Leichum in die Entscheidung kamen. Hier jagten sich Owens und Long in einem wunderbaren Ringen, zweimal sprang Long deutschen Rekord, erreichte bei 7,87 Meter die Weite des Negers, ine dieser aber dann um 10 Zentimeter verbesserte, um schließlich mit 8,06 Meter einen neuen Weltrekord aufzustellen und die zweite Goldmedaille zu gewinnen. Mit dem deutschen Rekord von 7,87 Meter holte Long die „Silberne", ein ausgezeichneter Erfolg des Leipzigers. Leichum kam mit dem Italiener Maffei zusammen auf den vierten Platz. Im 200-Meter-Lauf überstanden die Drei Deutschen Schein, Neckermann und Steinmetz ihre Dorläufe, im Zwischenlauf schieden aber Schein und Steinmetz aus, während Neckermann. in die Vorentscheidung gelangte. Im 4 0 0- Meter-Hürdenlauf blieben unsere Vertreter Nottbrock und Kürten in den Zwischenläufen stecken.
Wenn man, wie es zu geschehen pflegt, das deutsch-französische Verhältnis in den Mittelpunkt der gesamteuropäischen Frage stellt, so zeigt diese knappe Darstellung, daß die Schwierigkeiten sich kaum vermindert haben. Auch die an sich zu begrüßende Tatsache, daß die Konferenz der fünf Locarnomächte durch die Zustimmung Deutschlands und Italiens für den Herbst sichergestellt scheint, läßt nach dem übereinstimmenden Urteil der führenden Staatsmänner nicht den Schluß zu, daß die in der Form gewährte Gleichberechtigung Deutschlands nun auch eine inhaltliche Erfüllung finden soll. Dennoch ist nicht zu verkennen, daß von außen her eine allmähliche Lockerung dieser starren Fronten erfolgt. Das Gewicht Der deutschen Rüstung, Das anfänglich nur Gegendruck erzeugte, fängt an, zur Besinnung zu mahnen, und wirkt in der Richtung zur Bildung ettres neuen europäischen Gleichgewichtes, wie es Deutschland erstrebt. Die gleiche Wirkung hat die Rückkehr Italiens von seinem kolonialen Unternehmen nach Europa, wo es nicht mehr als Mitglied der Stresafront gegen Deutschland, sondern als unabhängige, in allen Fragen freie und nur nach ihren Interessen handelnde Macht auftritt. Wenn es Frankreichs Ziel bleiben sollte, den Süd 0 sten Europas zu kontrollieren und damit tatsächlich die europäische Vormacht zu bleiben, so wird es Italien nicht auf seiner Seite haben. Diese Einsicht und dieser Verzicht sind von Frankreich nicht zu erwarten, vielleicht aber von denjenigen Staaten des Ostens und Südvstens, die bisher ihre Sicherheit nur in der französischen Vorherrschaft zw finden glaubten.
Man hört in der Pariser Presse in Form von Befürchtungen und Warnungen Andeutungen darüber, daß in Prag die neue europäische Lage, wie sie durch den deutsch-österreichischen Ausgleich und die freundschaftliche Annäherung Italiens an Deutschland geschaffen ist, zur Prüfung der Frage führen könnte, ob sich die Interessen des tschechoslowakischen Staates nicht durch eine, ja angebotene Verständigung mit Deutschland sicherstellen ließen. Wenn man Frankreich zeigen könnte, daß es für den Frieden in Osteuropa entbehrlich ist, so wäre damit in der Tat vielleicht der einzige Weg gefunden, um es von Der Zwangsvorstellung zu heilen, daß seine
seine Zuhörerschaft nicht in der Akademie ober im Theater, sondern im Stadion am Fuß der Akropolis von Athen. Dor jungen Kämpfern, Ringern und Diskuswerfern, die einmal die Zukunft des Vaterlandes auf ihren Schultern tragen sollten, besang er die göttliche Macht des Menschen zu beherrschen die Erde, das Meer, die Luft, die Tiere und den Geist — nur nicht den Tod. Damit meinte er, daß die Mauern des Stadions nicht die Grenzen für das Feld darstellten, auf welchem das junge Geschlecht kämpfte. Nein, ihr Wirken sollte d i e ganze Welt umspannen. Sie sollten alles beherrschen und die verborgenen Kräfte der Natur zu ihren gehorsamen Dienern machen. Er meinte, daß der beste Weg zur Erreichung der höchsten Ziele die Formung des Körpers, des Charakters und der Seele zu Größe und Vollkommenheit sei.
Hlögen die Gesetze der Olympischen Spiele, die Ausdauer, unermüdliche Arbeit und Ritterlichkeit verlangen, auch zum Vorbild und zum Grundgedanken in einem neuen Bunde der Völker werden, zu einem weltumspannenden Zusammenschluß, dessen mitglieber im Glauben an Gott und an ihre eigene Kraft für gegenseitiges Vertrauen, Wahrheit und Friede unter allen Völkern der Erde kämpfen.
Nach vollbrachter Tat und mit Siegespalmen in den Händen kehrt ihr zurück in euer Heim, nah und fern. Geht wieder hinaus in die Welt a l s Herolde im Dienste des Guten. Der Weg, den Ihr beschritten habt, führt durch die brausenden Stürme der Zeit in eine Welt von unvergänglicher Schönheit und zu einer Menschheit, die in Glück, Brüderlichkeit und Harmonie lebt. Nur Die Kämpfer, die mit diesem Ziel im Herzen und auf ihren Fahnen treu im Streben zum höchsten Gipfel des Olymp ausgehalten haben, sind des größten aller Preise würdig: der Hnsterblichkeit."
Der Führer nahm nach Der Ansprache Gelegenheit, Sven Hedin herzlich zu begrüßen und ihm für seine Worte zu danken.


