Ausgabe 
5.6.1936
 
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bracht vom Crzeugerort zum Ork des Verbrauchers zu tragen, oder aber der Verbraucher kann den Frachtpreis an den obengenannten Preisen in Abzug

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Zwangsversteigerung. 52K32

Am IHonfag, dem 15. Juni 1936, vormittags 9 Uhr, wird im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Zimmer Nr. 204, das dem Ingenieur Heinrich Brinkmann in Gießen zugeschriebene Grundstück versteigert:

Grundbuch für Gießen, Band 80, Blatt 4614:

Flur I, Ur. 871, hofreite in der Scheppeneck (Bahn­hofstraße Nr. 58), 928 qm,

Betrag der Schätzung .... 60 468, RM.

Einheitswert (1.1.35) ... 40 700, RM.

Gießen, den 14.5.1936. 3600O

Für das Amtsgericht Gießen: Karle, Ortsgerichtsoorsteher.

Bekanntmachung.

Die Strom- und Gasgelder im Stadt- und lieber« landgebiet sind nach den Lieferungsbedingungen grundsätzlich bei der Ablesung an den Erheber zu zahlen. Geschieht dies nicht, dann können die Strom­gelder noch innerhalb der nächsten 8 Tage und die Gasgelder noch innerhalb 10 Tagen ohne kosten an die Kasse der Städtischen Betriebe, Gartenstraße 3, ober auf Postscheckkonto 27707 Frankfurt a. M., ge­zahlt werden. Bei Ueberschreiten der Zahlungster- !mine müssen die Beitreibungskosten berechnet roeroen.

Vom 15. Juni 1936 ab wird die Strom- und Gas­lieferung bei allen Abnehmern gesperrt, bie öu Strom- und Gasgelder für April 1936 einschliehl ch kosten noch nicht entrichtet haben. dbU2C

Gießen, den 2. Juni 1936.

Direktion der Städtischen Betriebe.

Deutsche Erde, heilge Erde, Du bi t unsres Lebens Kraft, Du bist Heimat, deutsche Erde, Du bist unsre Leidenschaft.

Du sahst Freude, du sahst Trauer, Du sahst Deutschlands Schicksalsweg, Du sahst wie der deutsche Bauer Um dich rang auf seinem Weg.

Wenn auch Stürme deutsche Lande Weh umbrausten voller Not, Du gehorchtest keinem Stande, Allen Deutschen gabst du Brot. Nun scheint wieder Helle Sonne Heber unser deutsches Land, Wie voll Glück, wie voller Wonne Siehst du unser einig Land.

Deutsche Erde, deutsches Blut Sind des deutschen Menschen Gut, Geben deutschen Menschen Mut, Trotzen auch der größten Flut!

* Dieses Gedicht, von einem Studenten der Ka- meradschaft des Gießener Studentenhauses verfaßt wurde am Mittwochabend vor der Rede des Landes­bauernführers im Studentenhaus gesprochen.

Das Haus Kirchenplatz 18.

Wir erhielten heute folgende Zuschrift:

Zum Abbruch des städtischen Hauses A18, un­mittelbar hinter dem Stadtkirchturm, möchte ich noch eimges ergänzend bemerken. Auf dem kleinen Giebel des 1893 medergelegten Hauses stand einst eine Wetterfahne aus Metall, die eine Jahreszahl aus dem 17. Jahrhundert, wohl das Eebauungsjahr des Hauses, trug, sie verbrachte lange ihren Ruhestand auf unserem Speicher. Mein Vater Wilh. Knoll kaufte das für feinen Dienst bestgelegene Haus 1868 für 6000 Gulden von Frau Schreinermeister Mar- g u t h Wwe., deren Mann etwa ein halbes Jahr­hundert fein Handwerk im Parterre des Hauses betrieben hatte. Die übrigen Stockwerke waren Studentenbuden, von etwa einem Dutzend Studie­renden bewohnt. Eines der Zimmer im zweiten Stocke hatte einen nach der Tür zu etwas abfallen­den Fußboden und hieß darumder Schiffenberg". Wenn der bekannte Theologe Prof. Trump ert vom Gymnasium in Darmstadt nach Gießen kam, ließ er sich immer wieder seine alte Studentenbude in unserem Hause zeigen. Die alten Fensterscheiben waren mit mancherlei Inschriften bedeckt. Eine Säule im kleinen Hof neben dem uralten Ziehbrun­nen trug als Kopf ein holzgeschnitztes ornamentier­tes Gesicht, das im Museum aufbewahrt wird. Der tiefe Brunnen hatte vorzügliches Wasser, und zum Leidwesen meiner Eltern kamen viele Nachbarn zum Trinkwasserholen. Nur wenn sich der schwere Holz­eimer wieder einmal von der Kette gelöst hatte und in der Tiefe verschwunden war, wollte jeder der Wasserkunden für die fragliche Zeit sein Alibi nach­weisen können. Wenig erfreulich für meinen Vater war die Feststellung, daß die hinterwand des Haupt- Hauses, die jahrhundertlang auf einem mächtigen Eichenbalken als Fundament stand, neu unterfangen werden mußte. Da nur ein Teil des Hauses unter­kellert war, so ging es infolge der starken Keller­gewölbe im Erdgeschoß in und aus den Räumen treppauf und treppab. Es wohnten stets sechs Fa­milien in erfreulichster Eintracht im Hause, da mein Vater streng aus Ordnung hielt. Unvergeßlich sind mir die Weihnachtsabende. Es bestand die Sitte, daß mit dem Schlag 5 Uhr die etwa 10 Kinder unserer Mieter sich um unseren Christbaum ver­sammelten, und es war immer erfreulich, zu hören, wie bei dem ersten Glockenschlag auf der Treppe eilende Füße trappelten. Unter dem Geläut der Glocken wurde mit Klavierbegleitung ein Choral gesungen, dann teilte meine Mutter kleine Geschenke und Gebäck aus und befriedigt zog die kleine Schar in die heimischen Gemächer. Da die Anmeldung |um hl. Abendmahl bei meinem Vater erfolgen sollte, kamen zu den fraglichen Zeiten viele Evange­lische in unsere Wohnung, meinten natürlich wegen deren Lage: es sei Dienstwohnung.

Zwangsversteigerung. 1936

Am IHonfag, dem 8. Juni 1936, vormittags 9 Uhr, wird im Amtsr,erichtsgebäude in Gießen, Zimmer 204, das dem Möbelschreiner Karl Andreas Schreier in Gießen zugeschriebene Grundstück versteigert:

Grundouch für Gießen, Band II, 'Blatt 91:

Flur I, Ur. 465, hofreite an der Kirche (Kirchen­plah Ur. 11), 279 qm,

Betrag der Schätzung 32 000, RIN.

Einheitswert (1.1.1935): 41 600, RM.

In dem Anwesen wird ein Möbelgeschäft betrieben.

Gießen, den 30. April 1936. 3307D

Für das Amtsgericht Gießen: Karle, Ortsgerichtsvorsteher.

Interessant ist auch ein Blick auf die Bewohner­schaft des alten Hauses. Zunächst waren Mieter: Lehrer Römer, Prokurist Böß, die Eltern des einstigen Oberbürgermeisters von Berlin, Aktuariats- Aspirant Becker, Aktuar Sartorius und Alicepflegerin Stumpf. Als meine Eltern dreißig Jahre später das Haus an Buchbindermeister heinr. Bourgeois verkauften mieden derartige Fami­lien das Weichbild und wohnten an der neu er­bauten Peripherie der Stadt.Wie sucht ihr mich heim, ihr Bilder, die längst ich vergessen geglaubt!^

Darmstadt. Prof. K. Knoll.

** Sitzung des Provinzialausschus- s s. Am morgigen Samstag, 6. Juni, 8.30 Uhr, findet im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen, Landgraf-Philipp-Platz 3, eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses statt mit folgender Tagesordnung: Klage des Albert Kahn in Lollar gegen den Bescheid des Kreisamts Gießen vom 9. Dezember 1935 wegen Versagung der Legitima­tionskarte für 1936 Kj. Klage des Ludwig Stern in Gießen gegen den Bescheid des Kreisamts Gie­ßen vom 3. Februar 1936 wegen Versagung des Wandergewerbescheins für 1936 Kj. Klage des Otto Kl äs in Alten-Buseck gegen den Bescheid des Kreisamts Gießen vom 13. Dezember 1935 wegen Versagung des Wandergewerbescheins für 1936 Kj. Klage des Berthold Bauer in Leihgestern gegen den Bescheid des Kreisamts Gießen vom 9. Dezem­ber 1935 wegen Versagung der Legitimationskarte für 1936 Kj. Klage des Julius I u st u s zu Nieder- Ohmen gegen den Bescheid des Kreisamts Alsfeld vom 28. Januar 1936 wegen Versagung der Legi­timationskarte für 1936 Kj. Klage des Friedrich Döring zu Büdingen gegen den Bescheid des Kreisamts Büdingen vom 16. April 1936 wegen Versagung des Wandergewerbescheins für 1936 Kj.

** Das Fundsachenverzeichnis der Polizei. Das Verzeichnis über die im Monat Mai gefundenen bezw. abgelieferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur der Polizei-

btrefHon, Landgraf-Philipp-Platz 1, elngesehen wer­den. Die Empfangsberechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb von zwei Monaten beim Fundbüro während der Dienststunden geltend zu machen.

** D i e Bezahlung der Strom- und Gasgelder betrifft eine Bekanntmachung der Direktion der städtischen Betriebe in unserem heu­tigen Blatte, auf die wir besonders Hinweisen.

** Sterbefälle in Gießen. In der Zeit vom 16. Mai bis 31. Mai verstorben in Gießen: 16. Konrad Dirlam, Lehrer i. R., 79 Jahre alt, Weserstraße 27; 17. Margarete Schneider, geb. Merz o. B., 78 Jahre alt. An der Margaretenyütte 32; 18. Lina Stroh, geb. Krick, o. B., 57 Jahre alt, Sand­gasse 11; 19. Karoline Lehr, geb. Hof, 68 Jahre alt, Am Riegelpfad 42; 22. Heinrich Bommersheim, Vertragsangestellter, 37 Jahre alt, Steinstraße 71; 24. Barbara herget, Schneiderin, 81 Jahre alt, Liebigstraße 107; 25. Auguste Wichand, geb. Kahl, o. B., 67 Jahre alt, Johannesstraße 7; 25. Louis Schäfer, o. B.( 85 Jahre alt, Frankfurter Str. 132; 27. Ernst Günter Marquardt, 7 Jahre alt, Bahn­hofstraße 27; 28. Adolf Schwarz, Oberpoftsekretär i. 9i., 63 Jahre alt, Döringstraße 3; 29. Margarete Himmler, o. B., 66 Jahre alt, Löberstraße 2; 26. Hermann Stichel, Schauspieler, 73 Jahre alt, Teu­felslustgärtchen 14; 31. Johann horst, Schreiner­geselle, 58 Jahre alt, Weserstraße 15.

**EinbrechervonhJ. -Streifendien st gestellt. Am Mittwochabend bemerkte ein Junge der HI., der im Streifendienst der HI. im Gebäude der Bannführung weilte, einen Einbrecher, der ge­rade im Begriff war, einen Einbruch in ein Haus im Wartweg auszuführen. Kurz entschlossen ging der Junge auf den Einbrecher los, um ihn zu stellen. Der lichtscheue Besucher zog es aber vor, schleunigst zu flüchten und in einem nahen Getreidefeld zu verschwinden. Da nunmehr eine weitere Verfolgung nicht möglich war, konnte der Täter seinem mode­ren Verfolger leider entrinnen. Die Polizei wurde benachrichtigt.

Oberheffen.

Großfeuer in Heuchelheim.

Gestern kurz nach 22 Uhr wurde die Gemeinde Heuchelheim durch den Ausbruch eines Bran­des alarmiert. In den Scheunen der Landwirte Heinrich Jung und Wilhelm K r ö ck , Bachstraße, war Feuer ausgebrochen, das sehr schnell um sich griff. Die Feuerwehr, die sofort mit einigen Schlauchleitungen den Brand an griff, wurde durch die Kreismotorspritze, die um 23 Uhr alarmiert und um 23.10 Uhr an Ort und Stelle war, mit vier weiteren Schlauchleitungen unterstützt. Kreisfeuer­wehrinspektor Bouffier, der mit der Mreis« motorspritze und ihrer Besatzung eintraf, übernahm mit dem Kommandanten der Heuchelheimer Wehr die Leitung bei der Bekämpfung des Brandes. Kaum gelang es ihm, sich einen Weg durch die Neugierigen zu bahnen, ein Zustand, der immer wieder bei größeren Bränden auftritt und die Löfch- arbeiten der Feuerwehrleute erschwert. Schließlich gelang es, den Brand auf seinen Herd zu beschrän­ken. Es brannten zwei Scheunen und ein Nebengebäude nieder. Zwei Pferde sowie acht Stück Großvieh wurden gerettet, wäh­rend einige Hühner den Flammen zum Opfer fielen. Auch kamen landwirtschaftliche Geräte nicht zu Schaden. Gegen 0.30 Uhr konnte die Kreis- motorfpritze abrücken, während die heimische Feuer­wehr mit einer Brandwache zurückblieb.

Gastspiel der Kölner Oper in Bad-Nauheim.

* Bad-Nauheim, 5, Juli. Im großen Büh­nensaal des Kurhauses findet am kommenden Mon­tagabend ein Gastfpiel der Kölner Oper statt. Unter Leitung des Generalmusikdirektors Zaun wirdDer Rosenkavalier" von Richard Strauß aufgeführt. Interessenten seien auf die An­zeige in unserem heutigen Blatte hingewiesen.

396 Lahre Laubacher Ausschuß.

Loubach, 4. Juni. Unser Städtchen rüstet zum sog.A u s s ch u ß", der vom kommenden Sonntag bis Dienstag wieder in althergebrachter Weise würdig begangen wird. Das Fest, das an

den alten Heerbann erinnert, führt feinen Ur­sprung auf die Gründung derBoxen-Schützen-Ge- sellschaft" im Jahre 1540 zurück. Der Ausschuß stellte dieausgeschossene" (ausgewählte) Mannschaft der Laubacher Bürgerschaft dar, die alljährlich am zweiten Sonntag im Juni durch einen Hauptmann besichtigt wurde. Bis auf den heutigen Tag hat das Fest feine. Urform erhalten. Am Montagmorgen, dem Haupttage, stellen sich die 13 Sektionen (Abtei­lungen) mit ihren Hauptführern auf dem Marktplatz auf und marschieren in den Schloßhof, wo der Hauptmann in diesem Jahre ist es Wilhelm Leidner I dem Grafen Georg Fried­ri ch für den gestifteten Hammel, sowie der Grä­fin für die Hammelsgabe (Kleid) dankt und die gräfliche Familie zum Fest einlädt. Sodann setzt sich der traditionelle Umzug mit Hammel und Ga­ben (Preisen) durch die Stadt nach dem Festplatz in Bewegung. Das Schießen der Sektionen dauert bis gegen Abend. Nach der anschließenden Preis- verteilung wird dem Hammelschützen im Schloßhof eine vom Grafen gestiftete Denkmünze überreicht. Am Dienstagvormittag findet Vieh- und Krämer­markt statt, während am Nachmittag mit Kinderfest und Volksbelustigung das Laubacher Nationalfest seinen Abschluß findet.

Landkreis Gießen.

X Wiefeck, 4. Juni. Unser Mitbürger, der Invalide und frühere Schuhmacher Adolf Rau I., Philosophenstraße 22, wird am 6. Juni 8 3 Jahre alt. Der Jubilar erfreut sich noch guter Gesund­heit und geistiger Frische.

T Lollar, 4. Juni. Die Jungenmannschaften des Fähnlein 17 führten am letzten Staats­jugendtag einen Leistungsmarfch durch. Von ihren Standorten aus marschierten sie auf genau festgelegter Strecke, deren Länge dem verschiedenen Alter der Jungen angepaßt war, dem Ziele Lol­lar zu. Gegen 11 Uhr trafen sie in Lollar ein. hier mußten sie Bericht erstatten über die zurück­gelegte Wegstrecke und ihre Beobachtungen, die sie auf dem Marsche gemacht hatten. An der Schule trat das Fähnlein dann an, wo eine kurze, dem Andenken des verstorbenen Generals Litzmann ge­widmete Feier stattfand, bei der der Jungbann­führer aus dem Leben des großen Heerführers und Kämpfers der Partei erzählte.

G Lich, 3. Ium. In den Vormittagsstunden des zweiten Pfingstfeiertages unternahm die Sänger­oereinigungC ä c i l i a" L i ch ihren traditio­nellen Pfing st rundgang durch die Stadt. An den freien Plätzen bot der Männerchor unter Lei­tung von Chormeister Ernst I l g e herrliche Perlen aus dem reichen Liederschatz unseres deutschen Vol­kes dar. Von den Einwohnern wurden die Chörr freudig entgegengenommen und den Sängern und ihrem Dirigenten Dank für den schönen Morgen­gruß gezollt. Im Anschluß an den Rundgang kehr­ten die Sänger bei Mitglied Karl Heller in der Hungener Straße zum Frühschoppen ein.

Trais-Horloff, 4. Juni. Am zweiten Pfingstfeiertag wurde auch hier wieder die Feier der goldenen Konfirmation begangen. Von dreißig Konfirmanden des Jahres 1886 find noch 21 am Leben. Zehn davon wohnen heute auswärts, von denen drei an der Feier teilnehmen konnten, so daß vierzehn ehemalige Konfirmanden, neun Männer und fünf Frauen, unter Dorantritt des Geistlichen wie ehemals in das geschmückte Gotteshaus einziehen konnten, wo sie wieder vor dem Altar Platz nahmen. Seiner Ansprache legte der Geistliche Psalm 103, 1 bis 5 und 14 bis 18 zugrunde. Nach Verlesung des Glaubensbekennt­nisses gelobten die goldenen Konfirmanden mit lautem Ja vor der Gemeinde von neuem ihren Glauben und ihrer Kirche die Treue. Im Anschluß an den Gottesdienst blieben sie mit dem Kirchen­vorstand und ihren Ehegatten, soweit diese dasein konnten, noch einige Stunden in fröhlicher Nach­feier bei Kaffee und Kuchen im Pfarrhaus zusam­men.

Queckborn, 4. Juni. Im Schulhof ver­sammelte sich die ganze Gemeinde, um von unse­rem langjährigen ersten Lehrer Jochem, der nach Watzenborn-Steinberg versetzt worden ist, A b - schied zu nehmen. Der Gesangverein, dessen Chor- meister Lehrer Jochem war, leitete die Feier mit einem Lied ein. Darauf sprach Bürgermeister horst im Namen der Gemeinde; er brachte unter Wür­digung der Verdienste des Scheidenden um unseren Ort den Dank der ganzen Gemeinde an Lehrer Jochem für seine 17jährige segensreiche Tätigkeit als Erzieher der Jugend zum Ausdruck und über­reichte ihm als äußeres Zeichen der dankbaren An­erkennung ein großes Bild unseres Dorfes. Weitere Ansprachen hielten im Namen des Schulvorstandes Lehrer Weishaupt, Pfarrer Grünewald namens der evangelischen Kirche, deren Organist Lehrer Jochem 13 Jahre lang war, Zellenleiter Albert für die Partei, wobei er die Verdienste des Scheidenden als örtlicher Leiter der NSV. her- vorhob, Truppführer Albert für die SA.-Reserve und Kameradschaftsführer L i n f m a n n als Ver­treter der Kriegerkameradschaft Queckborn. Alle Red­ner brachten den herzlichen Dank an Lehrer I o chem für fein vorbildliches, uneigennütziges Wir­ken zum Ausdruck. Mit feinen herzlichen Dankes- Worten für die vielfachen Ehrungen und Abfchieds- funbgebungen verband Lehrer Jochem einen kurzen Rückblick über feine Tätigkeit in unserem Orte, an den er stets gern zurückdenken wird. Im Anschluß an die Feier im Schulhof vereinigte man sich noch zu einem kameradschaftlichen Beisammen- jein bei einem Glas Bier, die Frauen bei Kaffee und Brötchen.

Kreis $riebberg.

pb. Butzbach, 4. Juni. Gestern gegen 19 Uhr trafen mit zwei Autobussen der heag etwa 6 0 Mitglieder des historischen Vereins für Hessen, Darmstadt, hier ein, die einen Pfingstausflug über Wetzlar, Gladenbach, Bieden­kopf, Battenberg, Frankenberg, Wetter und Mar­burg unternommen hatten. Nach kurzer Besichti­gung einzelner Stadtteile begaben sich die Teil­nehmer in das RestaurantZum Gambrinus", mp das Abendessen eingenommen wurde, hierbei wurde den Wegbereitern der in jeder Beziehung gelunge­nen Pfingstfahrt namens der Teilnehmer der Dank ausgesprochen. Alsdann fuhren sie weiter nach Friedberg, um dort noch die Stadtkirche zu befiel) tigen.

+ Butzbach, 4. Juni. Gelegentlich der jüngsten Mitgliederversammlung der Ortsgruppe des V o - gelsberger Höhenclubs wurden die Zahl der Wanderungen und die Wanderziele für das laufende Jahr festgelegt. Danach erfolgen allmonat­lich Wanderungen. Für die nächste Zeit sind Früh- und Abendgänge in das benachbarte Taunusgebiet geplant. Darüber hinaus folgen größere Tages­wanderungen in den Vogelsberg und zur Haupt­versammlung nach Schlüchtern. Jetzt lassen sich

Ist Wäscheschmutz nur Staub?

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