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nicht von der politischen Wertung eines Buches spreche. Es ist für jeden Nationalsozialisten selbst­verständlich, daß wie das künstlerische und dichte­rische Schaffen felbst auch die Kritik sich in Form und Inhalt denjenigen Bindungen einzuordnen hat, die heute für jeden gelten. Was der Liberalismus unter Freiheit verstand, lehnen wir sowohl für das Schaffen wie für die Kritik mit aller Entschieden­heit und Leidenschaft ab. Nicht minder leidenschaft­lich aber sind wir der Meinung, daß Schaffen und Kritik frei sein müssen im Sinne dessen, was wir Freiheit nennen.

Gemäldediebstahl

nach 48 Jahren aufgeklärt.

Lin in der Dietkircher Stiftskirche gestohlenes Dreikönigsbild im Washingtoner Museum entdeckt.

LPD. Limburg, 4. Juni. Vor etwa 18 Jah­ren verschwand aus der Stiftskirche des hl. Luben­tius- in Dietkirchen (Lahn) ein kostbares, die heiligen drei Könige darstellendes Gemälde, das offenbar von fachkundiger Hand aus dem Rahmen geschnitten worden war. Da der Diebstahl damals nicht gleich entdeckt worden war, blieben die Nach­forschungen nach dem Täter und dem Verbleib des Bildes bisher völlig ergebnislos.

Kürzlich entdeckte nun ein in Amerika lebender gebürtiger Dietkircher namens Wolf bei einem

Besuch des Museums in Washington ein dort ausgestelltes Bild der heiligen drei Könige, das eine auffallende Ähnlichkeit mit dem wahrend des Großen Krieges in seiner Heimat-Pfarrkirche gestohlenes Gemälde aufwies. Er wurde stutzig, notierte sich die Größe des Bildes und verständigte seine in Dietkirchen wohnenden Angehörigen von dieser seltsamen Entdeckung.

Bald stellte sich dann heraus, daß es sich bei dem amerikanischen Museumsstück tatsächlich um das seiner Zeit geraubte und spurlos verschwun­dene Dietkircher Dreikönigsbild handelte. Die nun­mehr angestellten Nachforschungen nach dem Schick­sal des Bildes brachten dann auch nach 18 Jahren Licht in das Dunkel des Bilderdiebstahls. Der ehe­malige Eigentümer des Bildes, ein Brauereibesitzer, hatte es von einem Franzosen gekauft und später dem Museum in Washington geschenkt. Der Franzose aber, der als Kriegsgefange­ner im ehemaligen Kriegsgefangenen-Lager bei Dietkirchen untergebracht war und sich als Fach­mann auf Bilder verstand, hatte das auf einen Wert von 30 000 Mark geschätzte kostbare Bild in der Pfarrkirche in Dietkirchen entwendet und später an den kunstliebenden Amerikaner verkauft.

Wie verlautet, sind jetzt Verhandlungen einge- leitet, um das gestohlene Dreikönigsbild wieder an seinen alten Platz in der Lubentius-Stiftskirche in Dietkirchen zurückzubringen.

Wirtschaft.

Erhöhte Einlagen bei den Sparkassen.

Fwd. Wie faisonmäßig zu erwarten war, sind im April die Spareinlagen bei den deutschen Spar­kassen wieder gestiegen. Insgesamt erhöhten sie sich um 53,2 Mill. RM. auf 14 008 Mill. RM.; sie überschritten damit erstmalig nach der Stabilisierung die 14-Milliarden-Grenze. Don dem Einlatzenzu- wachs entfielen 28,9 Mill. RM. auf den Eirnah- lungsüberschuß, 18,9 Mill. RM. auf Zinsgutschrif­ten und 5,4 Mill. RM. auf sonstige Buchungsvor- aänge. Der Ein^ahlungsüberschuß hat somit den Auszahlungsüberschuß oes Vormonats nicht nur ausgeglichen, sondern sogar um 20 Mill. RM. über­troffen. Er ist der Saldo aus Einzahlungen in Höhe von 466 Mill. RM. und Auszahlungen im Betrage von 437,1 Mill. RM. Gegenüber dem Vormonat sind die Einzahlungen um 48,8 Mill. Reichsmark, die Auszahlungen aber nur um 10,9 Mill. RM. gestiegen. Die Einzahlungen haben sich damit stärker, die Auszahlungen hingegen weniger erhöht als in den Vorjahren. Immerhin reicht der Einzahlungsüberschuß nicht an den des Vorjahres heran; diese Verlangsamung im Spareinlagenzu­fluß, die bereits in den Vormonaten festgestellt wer­den konnte, steht in engem Zusammenhang mit der fortschreitenden Entfaltung der Wirtschaftstätigkeit. Die Depositen-, Giro- und Kontokorrenteinlagen sind im Berichtsmonat ebenfalls saisonmäßig be­stiegen; sie erhöhten sich rechnerisch um 40,1 Mill. Reichsmark auf 2197 Mill. RM. Faßt man die Spareinlagen und die Depositen-, Giro- und Konto­korrenteinlagen der Sparkassen und Kommunal­banken zusammen, so ergibt sich, daß die Gesamt­einlagen um 93,4 Mill. RM. aus 16 205 Mill. RM. zugenommen haben. Ohne Berücksichtigung der Gut­schriften von Zinsen sowie der übrigen, nicht durch den reinen Zahlungsverkehr bedingten Veränderun­gen haben sich die Gesamteinlagen um 71 Mill. RM. erhöht gegenüber 6,2 Mill. RM. im Vormonat und 96,1 Mill. RM. im April 1935. Im April der Jahre 1933 und 1934 war der Einlagenzugang geringer als im Berichtsmonat.

Oer Verkauf von Zuchtschafböcken

Fwd. Der Beauftragte des Reichsnährstandes zur Regelung des Verkehrs mit Nutz- und Zuchtvieh, Freiherr von Gumppenberg, veröffentlicht seine erste Anordnung, betr. den Verkauf von Zuchtschafböcken. Danach dürfen Zuchtschafböcke nur auf den zentralen Derkaufsoeranstaltungen der Landesschafzuchtver­bände angeboten, verkauft oder sonst in den Verkehr gebracht werden. Ausnahmsweise können die Lan­desschafzuchtoerbände auf Antrag ^ulassen, daß Böcke außerhalb dieser Veranstaltungen freihändig verkauft werden. Der zuständige Landesschafzuchtverband hat vor jeder Verkaufsveranstaltung die Böcke in Zucht­wertklassen einzuordnen. Der Beauftragte des Reichs­nährstandes zur Regelung des Verkehrs mit Nutz- und Zuchtvieh behält sich die Festsetzung von Richt­preisen für die einzelnen Zuchtwertklassen vor. Jedes Geschäft zum Erwerb eines Bockes, das auf der Derkaufsoeranftaltung oder ausnahmsweise außer­halb der Verkaussveranstaltung zustandegekommen ist, unterliegt dem Schlußscheinzwang. Für die Er­teilung des Schlußscheins hat der Verkäufer des Backes an den Landesschafzuchtverband eine Gebühr zu entrichten, deren Festsetzung vorbehalten bleibt. Der Zeitpunkt des Inkrafttretens der Vorschriften in

den Bezirken der einzelnen Landesbauernschaften wird durch besondere Anordnung in dem Äerkün- dunasblatt der jeweils betroffenen Landesbauern­schaft bekanntgegeben. *

* D i e Zusatzverzinsung der 4prozen- tigen Anleihe des Deutschen Reiches von 19 3 4. Die Zusatzverzinsung, die am 1. Juli mit den an diesem Tage fällig werdenden Zinsen der 4prozentigen Reichsanleihe von 1934 zu zahlen ist, beträgt für je 100 RM. Kapital 32 Rpf. Es werden daher eingelöst die Zinsscheine zu 400 RM. mit 464 RM., zu 200 RM. mit 232 RM., zu 100 Reichsmark mit 116 RM., zu 20 RM. mit 23,20 Reichsmark, zu 10 RM. mit 11,60 RM., zu 4 RM. mit 4,64 RM. und zu 2 RM. mit 2,32 Reichsmark.

Nbein-Mainische Börse.

Mittagsbörse uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 4. Juni. Die Börse eröff­nete am Aktienmarkt in uneinheitlicher Hal­tung. Von der Kundschaft lagen auch weiterhin Aufträge, insbesondere für den Kassamarkt, vor, dagegen zeigte die Kulisse nach den vorausgegan­genen starken Steigerungen der letzten Tage Glatt­stellungsbedürfnis. Die ersten Notierungen lagen sehr uneinheitlich und brachten Schwankungen von 1 bis 2 v. H. Das Geschäft war im ganzen etwas ruhiger als gestern. Durchweg etwas schwacher verkehrten Elektropapiere. Elektr. Lieferungen ver­loren 2,25 v. H., Felten, Siemens und Schuckert bis 1,50 v. H. und AEG. 0,50 v. H. Lahmeyer lagen gegen die letzte Notiz etwas fester. Von chemischen Werten ermäßigten sich IG. Farben um 0,40 v. H., Metallgesellschaft um 2 v. H. und Rütgerswerke um 1,65 v. H., während Scheideanstalt 2 v. H. anzogen. Montanwerte wurden etwas vernachlässigt bei Rückgängen von 0,50 bis 1 v. H., Rheinstahl gaben 2,65 v. H. nach, dagegen lagen Hoesch noch 1 v. H. und Ilse Gektuß nach 1,50 v. H. fester. Maschinen-, Motoren- und Metallaktien blieben gut behauptet, Deutscher Eisenhandel auf die erwartete Dioidenden- erhöhung plus 0,50 v. H. Für Zellstoffwerte be­stand noch Nachfrage bei bis 0,75 v. H. höheren Kursen, ferner setzten Reichsbank 0,90 v. H., Cement Heidelberg und Hanfwerke Füssen je 0,75 v. H. höher ein. Matt lagen auf die Derwaltungserklä- rung Westdeutsche Kaufhof mit 47,25 (48,50), fer­ner gaben Deutsche Linoleum 1 v. H., Bemberg 2,50 d. H. und AG. für Verkehr 0,25 v. H. nach. Nach den ersten Kursen ergaben sich überwiegend weitere Abbröckelungen, für einige Papiere bestand aber auch wieder Nachfrage.

Am Rentenmarkt wurden Kommunal-Um° schuldung wieder lebhaft umgesetzt mit 89,45 bis 89,55, die übrigen Werte lagen ruhig und kaum verändert. Für zertif. Dollar-Bonds nannte man einen Kurs von etwa 70,25, Umsätze fanden aber nicht statt. Don fremden Werten fanden Mexikaner und Ungarn bei etwas uneinheitlicher Kursbildung noch Beachtung, auch für die kleinen Werte lag wieoer Kundschaftsinteresse vor.

Im Verlaufe gingen die Kurse am Aktien­markt bei ziemlich klein gewordenen Umsätzen w"iter zurück und zwar um durchschnittlich nochmals 0,50 bis 1 v. H. IG.-Farben etwas stärker ermä­ßigt auf 173,50 nach 174,90, ferner AG. für Ver­kehr 123 nach 124,25. Schwach lagen Bemberg mit 90 bis 87 (92,50), zumal da dieses Papier von

gibt Auskunft: 479: Bekanntmachung KP 144 der Ueberwachungsftellc für unedle Metalle, betr. Kurs­preise. 480: Wirtschaftsübereinkommen mit der ~ '. 481: Neue Formulare für den

landsrentenmarkt lag dagegen weiter schwacher, insbesondere in den kleinen Werten mehrten sich die Abgaben. Kronen-Bosnier ca. 6,75 nach 7,35 und 4 v. H. Ungarn-Kronenrente 3,10 (3,40), spä­ter 3 o. H. Brief. 4 v. H. Oesterr. Juli-Rente 1,60

frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 4. Juni. Auftrieb: Rinder 18 (gegen 58 am lebten Donnerstagmarkt), darunter 1 Bulle, 14 Kühe, 3 Färsen. Kälber 502 (935), Schafe 31 (38), Schweinel385 (1449). Notiert wurden pro 50 Kilo Lebendgewicht in RM.: Kälber andere a) 77 bis 80 (am 28. Mai 73 bis 76), b) 72 bis 76 (66 bis 72), c) 64 bis 71 (63 bis 65), d) 50 bis 63 (40 bis 54). Hämmel b2) 48 (47), c) 45 bis 47 (42); Schafe nicht notiert. Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51); Sauen gl) 54 bis 56 (54 bis 56). Marktoerlauf: Kälber sehr lebhaft, ausoerkauft. Hämmel und Schafe mittelmäßig, ausverkauft. Schweine wurden zuge­teilt.

Großmarkt für Flei und für Fett­waren. Beschickung des Fleischgroßmarktes: 787 Viertel Rindfleisch, 177 ganze Kälber. 1 Hammel, 279 halbe Schweine, 4 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilo in RM.: Ochsenfleisch a) 80; Bullen­fleisch a) 76; Kuhfleisch a) 75, b) 65, c) 54; Färsen­fleisch a) 80 (alles jeweils Höchstpreise). Kalbfle'sch b) 95 bis 105, c) 85 bis 95. Hammelfleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Fettwaren: roher Speck unter 7 cm 60 bis 65; Flomen, höchster Preis 80. Marktverlauf: lebhaft.

Die Industrie- und Handelskammer Gießen

der letzttägigen Kurssteigerung nicht betroffen wor­den war. Westdeutsche Kaufhof schwankten bei grö­ßeren Umsätzen zwischen 46,50 bis 47 nach 47,25 und 48,50 gestern abend. Mäßig höher waren AEG. mit 36,75 nach 36,50 und Rheinstahl mit 134,25 nach 133,50.

Am Rentenmarkt wurden Altbesitz mit 114,75 notiert, Kommunal-Umschuldung erhöhten sich auf 89,60. Variable Industrie-Obligationen la­gen 0,25 bis 0,50 schwächer. Der Pfandbriefmarkt brachte nur geringfügige Veränderungen bei Liqui­dationspfandbriefen. Stadtanleihen lagen unein­heitlich. Auslandsrenten lagen wesentlich stiller als in den letzten Tagen, zumeist erfolgten einige Ab­gaben, auch die kleinen Werte lagen spater eher schwächer.

Im Freiverkehr waren Adlerwerke zu 105,50 bis 106 (104,50) gefragt, NSU. 135 nach zuletzt 130, Pokorny 112 (111), Growag 89 (88,50), Kali Wintershall 129,50 bis 128 (128,50). Tagesgeld unverändert 2,50 v. H.

Abendbörse etwa behauptet.

An der Abendbörse war die Haltung für Ak­tien nur noch wenig schwächer, größtenteils konn­ten sich die Kurse auf der ermäßigten Mittags­basis behaupten. Weiter gedrückt waren Bemberg auf den Verlustabschluß mit 85 (87), ferner gaben Deutsche Linoleum und Goldschmidt bis 1,25 v. H. nach, während sonst die Abschläge gegen den Ber­liner Schluß nur Bruchteile eines Prozentes aus­machten. Die Kulisse neigte eher noch zu Abgaben, dagegen lagen Kundschaftsoerkäufe kaum vor. Scheideanstalt waren mäßig höher mit 258 (257,50), ebenso MAN. mit 124 (123,50).

Am Rentenmarkt erhöhten sich Altbesitz, die

heute abend vor der Ziehung zum letztenmal notiert prcc,c. tu wurden, auf 115 (114,80), auch Kommunal-Um- Mandschurei. - --------------

chuldung blieben zu 89,65 noch gefragt. Der Aus-1 Clearingverkehr der Niederlande mit Deutschland.

Der Sternenhimmel imZuni.

Sonnenfinsternis am 19. Zuni.

Don Or. Erwin Kossinna.

An den Tagen, an denen Neumond in unferm Kalender verzeichnet ist, steht der Mond bekanntlich zwischen Erde und Sonne. Da seine Bahn aber gegen die scheinbare Sonnenbahn um 5 Grad ge­neigt ist, läuft er gewöhnlich oberhalb oder unter­halb der Sonne vorüber, ohne sie zu verdecken. Befindet sich aber unser Trabant zur Neumondszeit zufällig in einem der beiden Schnittpunkte von Sonnenbahn und Mondbahn, den sogenannten Knoten, dann tritt der Mond vor die Sonnenscheibe. Ein solches Ereignis findet am 19. Juni statt. Für uns in Deutschland handelt es sich dabei allerdings nur um eine teilweise Bedeckung der Sonnenscheibe, aber auch so ist das Naturschauspiel recht ein­drucksvoll.

Wer den Verlauf der Sonnenfinsternis beobach­ten will, muß freilich um 4 Uhr morgens aufstehen. Etwa 20 Minuten nach vier Uhr wird man sehen können, wie der Mond anfängt, sich von rechts unten vor die Sonne zu schieben. Der Beginn der Bedeckung tritt in den einzelnen Gegenden Deutsch­lands nicht gleichzeitig ein, sondern verschiebt sich um einige Minuten. In Schlesien beginnt die Son­nenfinsternis um 4.18 Uhr, in Ostpreußen um 4.22 Uhr, im Rheinland um 4.25 Uhr. Der Mond bedeckt in unseren Gegenden 65 bis 70 Prozent des Son­nendurchmessers und läßt oben einen ziemlich brei­ten, sichelförmigen Teil der Sonnenscheibe frei. Der Höhepunkt der Finsternis tritt gegen 5.10 Uhr ein. Dann wandert der Mond weiter nach links und verläßt schließlich die Sonnenscheibe an ihrem lin­ken unteren Rande. In Norddeutschland ist das himmlische Schauspiel kurz nach 6 Uhr zu Ende, in Süddeutschland wenige Minuten vor 6 Uhr.

Da der Mond am 19. Juni sich auf dem erdnahen Teil seiner elliptischen Bahn befindet, wo er uns größer als die Sonne erscheint, streift sein Kern­schatten mit der äußersten Spitze die Erdoberfläche. Nur dort, wo der Kernschatten die Erde trifft, gibt es eine totale Sonnensinsternis. Der schmale, nur 100 bis 150 Kilometer breite Streifen mit vollstän­diger Finsternis, in der die Sonnenkorona und die Sterne erscheinen, zieht vom'Mittelmeer über Athen, Brussa in Kleinasien, das Schwarze Meer und Südrußland nach Omsk und durch das südliche Sibirien, um bei Japan in den Stillen Ozean hin­auszulaufen. Diese 9000 Kilometer lange Strecke durchläuft der Kernschatten des Mondes in der Zeit von 4.50 Uhr bis 7.50 Uhr (MEH.), also in drei Stunden, mit einer Geschwindigkeit von 50 Kilo­meter in der Minute. Die Dauer der totalen Fin­sternis an einem bestimmten Ort des genannten Streifens beträgt daher nur 2 bis 2Va Minuten. Obwohl sich in jedem Jahre auf der ganzen Erde mindestens zwei Sonnenfinsternisse ereignen, ist für eine bestimmte Gegend nur alle 200 bis 300 Jahre eine Sonnenfinsternis zu erwarten. In Deutsch­land wurde die letzte vollständige Sonnenfinsternis

am 19. August 1887 beobachtet, die nächste wird erst am 7. Oktober 2135 stattfinden.

Die Sonne erreicht am 21. Juni 15.22 Uhr den nördlichsten Punkt ihrer scheinbaren Bahn, womit astronomisch der Sommer beginnt. Die Mittagshöhe der Sonne am längsten Tage beträgt in Mittel­deutschland 63 Grad, die Tageslänge über 16Vt Stunden. Der Juni ist der Monat der hellen Nächte, in denen am Nordhimmel auch um Mitternacht pin heller Dämmerungsschein zu beobachten ist. Die Zone der hellen Nächte reicht etwa bis zum 50. Breitengrad, ist also bei uns auf Norddeutschland beschränkt, wo die Sonne nachts höchstens 16 Grad unter Öen, Horizont sinkt.

Da Abend- und Tlorgenbämmerung ineinander übergehen, werden nur die helleren Sterne sichtbar. In den Sommernächten lenkt vor allem Jupiter, der mächtigste aller Planeten, unsere Blicke auf sich. Er steht im Sternbild des Skorpions, gelangt am 10. Juni in die der Sonne entgegengesetzte Stellunb (Opposition) und ist während der ganzen Nacht sichtbar. Rechts vom Jupiter bemerken wir den roten Riesenstern Antares. Am 4. und 5. wan­dert der Vollmond dicht an Antares und Jupiter vorbei, eine schöne Konstellation. Saturn im Stern­bild der Fische geht zu Anfang des Monats gegen 1 Uhr, Ende Juni vor Mitternacht auf. Die übri­gen Planeten bleiben für die Beobachtung rn't freiem Auge unsichtbar.

Am Fixsternhimmel ist gegen 22 Uhr das Soin- merdreieck, bestehend aus den Sternen 1. Größe Wega, Daneb und Atair, im'Osten erschienen. Wega, der Hauptstern der Leier und nächst Sirius der hellste Fixstern unseres Himmels, strebt bereits der Gegend des Zenits zu, die jetzt noch von dem schönen Halbkreis der Nördlichen Krone und dem Herkules eingenommen wird. Bootes, der Bären­führer, mit dem hellstrahlenden, goldaelben Arkturus, hat feine höchste Stellung schon überschritten. Im Westen senkt sich der Löwe mit Regulus als hell­stem Stern zum Horizont hinab. Schon ziemlich tief im Südwesten steht auch die weiße Spica im Sternbild der Jungfrau. Spica bedeutet Aehre. Im Altertum wurde die Jungfrau mit einer Aehre in der Hand abgebildet. Nahe dem südlichen Horizont sehen wir die beiden hellen Sterne der Waage, links davon die ausgedehnten Sternbilder Schlange und Schlangenträger, und darunter den Skorpion mit dem rötlichen Antares. In dem hellen Däm­merungsbogen am Nordwesthimmel funkelt als einziger Stern die helle Kapella im Fuhrmann. Blicken wir nun nach Norden, so finben wir links vom Polarstern den großen Himmelswagen, dessen Deichsel auf den Arkturus gerichtet ist. Um das Sternbild des Kleinen Bären windet sich die Stern­reihe des Drachen. Rechts vom Polarstern sehen wir den Cepheus und darunter die w=förmige Kassiopeia.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

jrantiurt a. Dl.

Äerlin

Schluß« kurs

Schlußk. Abend« börse

Gchluß« furei

Echlußk. Mittag« börse

Äalnm

3.6.

4.6.

3.6

4.6.

5% Deutsche Reichsanleihe v. 192 <

101,13

101,25

101,4

101,25

4% Deutsche Reichsanl. von 1934

98,75

98,75

98,75

98,75

5'2oo Boung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.«AbIvj.«Schuld mb

103,75

103,5

103,5

103

Auslos.-Rechten ............

414% Deutsche ReichSpostichatzan

114,75

115

114,75

114,8

Weisungen von 1934, 1......

4/2% ehem. 8% Hessischer Bosse

100,3

100,3

100,3

100,25

final 1929 (türfjafjlb. 102%) ..

4%% ehern. 8% Hessische Landes baut Darmstadt Gold R. 12...

98,75

98,75

99

98,9

97

97

97

97

6*/t% ehe in. 4 /,% Hess. Landes

Hypothekenbank DarmstaviLiau 4*/i% ehcm. 8% Darmsl. Komm

101,25

101,5

Landesb.Golblchuldverschr R.<

Cberhe'">»n Provinz-Anleihe mb

93

93

Ansioi.Rechten ............

Deutsch. Komm. Sammelabl. An

123,5

123,5

122,75

leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4/2% dient.8% Franks. Hhp.-Dan'

118,25

118,5

118,65

Goldpse. 15 unkündbar bis 1985 v/,% ehern. 4*4% Franks. Hhp.

Bank-Liqu.-Psandbriese......

97

97

101,65

101,6

6*4% ehcm. 4%% Rheinische Hhp.-Bank-Ligu.-Goldpse. ..

101,65

101,65

102

101,75

4/x% ehem. 8% Pr. Landespfand

briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 4/i% ebem. 7% Pr. LandeSpfänd

brieinnst., Gold Komm. Lol. 20

97

97

97

97

94,75

94,75

94.75

94.75

Eleuerguttch.BerrechnungSk. 34-38

109,4

I 109,5

109,4

1 109,5

4% Lesterreichische Goldrente...

31,13

_

1 31,5

4,20% Lestcrrcilisssche Stlberrentc

3,55

3,05

3,3

3

10,25

10

10,05

9,65

10,3

9,9

10

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

9,65

41 % beofll- von 1913.........

10,13

9,85

10

9,9

b% abfleft. Gvldmexikancr von 99

4% luttifdis. Bagdadbahn-Anlethe

14,4

1 14,25

14,25

14,1

Serie 1....................

-

Srantiurt a.M.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend« börse

Schluß« kur«

Schlußk. Mittag« börse

Saturn

3.6

4.6.

36.

4.6.

4% oesgi. Sene n ...........

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

7,35

7,25

7,45

7,4

4/i%Rumän.vereinh.Rentev.l913

10,4

10,2

10,25

10,25

4% Rumänische vereinh. Rente

6,13

6

6,2

6

2%% Anatolier............

46,75

45

46,75

45

Hamburg-Amerika-Paket .....

0

15,75

15,13

15,25

15,13

Hamburg-Südam. Dampfschiff .

0

30,25

Norddeutscher Lloyd .........

0

17

16,75

16,75

16,25

A-G. für Verkehrswesen Akt. ..

0

124,5

124

123,13

123,75

Berliner Handelsgesellschaft ...

6

118,5

118,75

117,75

Commerz, und Privat-Bank ...

4

94,25

94,25

94,25

94,5

Deutsckie Bank und Disconto«

GeseUschaft................

4

96,25

95,75

96,25

95,75

Dresdner Bank..............

4

96,5

96,5

96,5

96,5

Reichsbank ................

12

194

195

194,25

194,5

21.6.0.....................

37

36,65

37

Bekula.....................

151

150,5

151

Elektr. LieferungSgeiellichaft ...

6

135,5

133,25

135.25

132,25

Licht und Kraft .............

7

160,25

158,75

160

158,75

Felten & Guilleaume...... ..

4

140

138,5

139,9

138,25

Äesellsch.f.Elektr.Unternehmung

6

145,5

145,4

145,75

145

Rheinische Elektrizität ........

6

137

138,5

136

Rhein. Wests. Elektr..........

6

134,75

134,25

134,5

134,5

Schuckert & Co...............

6

153

151

152,75

151,25

Ziemens & HalSke............

8

195.25

193,5

195

192

Lahmeyer LEo..............

7

142,75

142,75

143,5

142,5

BuderuS ..................

108

107,5

107,4

Deutsche Erdöl ..............

4

132,75

132,25

132,25

132^25

varvencr................. «v.

Hoesch EisenKöln-Neuessen .

8

111

110,75

111.4

110,75

Ilse Bergbau .............

6

172

172,75

Ilse Bergbau Genüsse........

Klöcknerwerke ...............

6

138

139

137,75

139

Mannesmann-Röhren........

8

102,5

101,13

102,13

101,75

Sranrfun a. M. Berlin

Schluß­kurs

Echlußk. Abend« börse

Schluß« kurs

Schlußk. Mittag­börse

Datum

3-6.

4.6.

3.6.

4.6

Mansselder Bergbau.......

6/i

143,25

142

141,75

142,25

Kokswerke ................

. fi

138,5

137,75

Rheinische Braunkohlen ....

12

239,25

239

239,5

239,75

Rheinstahl ................

. 4

136,13

131,65

136,13

131,65

Bereinigte Stahlwerke......

3/i

98,9

97,13

98,5

97,13

Ltavi Minen .............

. O

23,4

23,25

23,13

23

Kaliwerke Aschersleben......

132,25

131,25

131,75

131,75

Kaliwerke Westeregeln ......

. 5

130,5

128,5

128,25

128,75

Kaliwerke Salzdetfurth.....

7/i

182

181

182,75

180

I. G. Farben-Jndustrie.....

.. 7

175,25

172,9

174,5

172,9

Scheideanstalt.............

. 9

258

258

Goldschmidt ..............

. 5

116,5

115

117

116,25

Rütgerswerke .............

.. 6

130,65

130

130,4

128,5

Metallgesellschaft...........

.. 5

144

141,75

143

Philipp Holzmann.........

.. 4

129,5

128,5

128,75

128

Zementwerk Heidelberg ....

.. 7

140,25

140,5

-

Eemenlwerk Karlstadt.......

.. 6

-

-

Schultheis Pahenhofer .....

.. 4

113

113,75

Aku (Allgemeine Kunstseide)

.. O

54,25

53

53,75

52,9

Bemberg.................

.. 5

92,5

85

91,65

86,5

Zellstoff Waldhof ..........

.. 6

147,25

147,5

147,13

146

Zellstoff Aschaffenburg .....

.. O

105,9

105,5

105,5

106

Dessauer Gas .............

.. 7

122,25

121,5

Daimler Motoren..........

.. O

119,75

119

119,13

118,75

Deutsche Linoleum.........

.. 8

188,5

186

188,5

187

Lrenstein & Koppel ........

.. O

90,13

89,25

Westdeutsche Kaufhof.......

.. 0

48,5

46,5

47,25

46,75

Cbade....................

.. 9

466,5

467

467

469

Accumulaloren-Fabrik......

. 12

192,5

192,25

192

191

Eontt-Gummi.............

. 11

188

188,25

187

188,5

Gritzner..................

.. O

33,65

34

33,25

33,25

Mainkraftwerke Höchst a.M..

.. 4

99

99

Süddeutscher Zucker.......

. 10

225

220

225

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. IN.

3-Inni

4Zuni

Amtliche Notierung

Geld | Sricf

Amtliche Notierung

Geld | 23rie:

Buenos ittm Brüssel....

Rio de Jan.

Sofia.....

Kopenhagen Danzig ....

London....

HelsingforS.

Paris .....

Holland ... ."Italien ....

Favcm.....

Jugoslawien

Oslo..... :

Wien......

Lissabon...

Stockholm..

Schweiz ...

Spanien...

Prag......

Budapest ..

Reuyork ...

0,688

42,02 0,139

3,047

55,60 46,80

12,455

5,49 16,36

167,83

19,48 0,730

5,654 62,59 48,95

11,315 64,21

80,29 33,90

10,26

2,486

0,692

42,10

0,141

3,053

55,72

46,90

12,485

5,50

16,40

168,17

19,52

0,732

5,666

62,71

49,05

11,335

64,33

80,45

33,96

10,28

2,490

Banknoten

0,688

42,03 0,139

3,047 55,85 46,80 12,51

5,51

16,36

167,89 19,48 0,733

5,654

62,87 48,95

11,365 64,50

80,29 33,90

10,26

2,486

0,692 42.11 0,141

3,053 55,97 46,90

12,54

5,53

16,40

168,23 19,52 0,735

5,666

62,99 49,05

11,385

64,62 80,45 33,96 10,28

2,490

äerliu^. ,ium

Geld

Är 4

Amerikanische Nvien..............

Belgische Noten..................

Dänische Noten .................

Englische Noten .................

Französische Noten...............

Holländische Noten...............

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch Lesterreich, ä 1OO Schilling Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

Spanische Noten.................

Ungarische Noten................

2,438

41,88

55,60

12,475

16,31

167,47

62,65

64,28

80,11

33,56

2,458

42,04

55,82

12,515

16,37

168,15

62,91

64,54

80,43

33,70

SA. (Bill

Das "Ä S's hie b-

kündet. Gleich großen Eröffn Ügabend in d den

Terla

ist Vorschauen Feldzeicyen d |oöie die St am 20 Uhr erfolgt der Ei iruppe unter Lutter so hnögebu eröffnet w führer Schm dberheffen, eii sichten, anschlii lat einen Kan? tuet des Mu Kreisleiter $) jenb wird d heroldsmärfö stn. Sodann 116 Bodentu Sängerchor bes Musikzuc dmdung ban sich gehen. Ni Hebung in bt Anführer narfch der F Ven Abschluß w hat, die t >efe Kundgeb '°gen, daß v

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Abermals, Abenteurer v LSS

^8'gkeit feir tat

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