Ausgabe 
5.3.1936
 
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Deutschland

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4) Jugoslawien

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Um die Wirtschaftseinheit im Oonauraum

Prag will dieImlialive nicht aus der Hand geben

seits müßten die Annäherungen mit den Belangen

e 1 goslawischen Abordnung gesprochen hatten, stimmten i=> I alle drei Abordnungen dem Beratungsprotokoll zu.

X)cv Anteil der Großmächte am Außenhandel des jUonau - JRaumes (in %;

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Der Wirtschaflsrat der Kleinen Entente

des des

Als den das den lich

v. H. 16,60 38,27 40,33 30,51 31,01 17,24 18,75

Tschechoslowakei Oesterreich Ungarn Jugoslawien Rumänien Bulgarien Griechenland

v. H. 22,88 31,16 35,10 35,74 26,40 18,30 9,95

unter sich:

Einfuhr aus Ausfuhr nach dem Donauraum

terzeichner des römischen Abkommens selbst die Ini­tiative ergreifen würden, die in eine wirtschaftliche Zusammenarbeit der Donaustaaten einmünden könnte, werden wir gern unsere Anstrengungen auch mit einer solchen Anregung verbinden. Wir stellen neuerdings fest, daß es ohne die Kleine Entente und ohne die Länder des römischen Proto­kolls, ohne Deutschland und ohne die Groß­mächte keine ernste wirtschaftliche Festi- gung in Mitteleuropa gibt.

Als eine der Hauptaufgaben bezeichnete Minister­präsident Dr. Hodza den Absatz der über­schüssigen Produktion der mitteleuropäi- schenn Länder auf den westlichen Märkten. Im Einvernehmen mit den übrigen Regierungen der Kleinen Entente-Staaten werden wir das Sta­tut eines Organs ausarbeiten, das diesem Ziele dienen soll". Im mitteleuropäischen Rahmen allein könne diese Frage jedoch nicht befriedigend gelöst werden: denn Mitteleuropa, auch mit Deutschland und Italien, sei nicht imstande, die Getreideüber­schüsse der Agrarländer des Donaubeckens zu ver­brauchen.

Nachdem die Vertreter der rumänischen und ju-

Konfliktes bzw. die Völkerbundsanktionen.

Paris beharrte auf der Losung, ein organisiertes Mitteleuropa dürfe es nur ohne das Deutsche Reich geben. Die Folge war, daß nichts zu- tande kam, nicht etwa deshalb, weil das Deutsche Reich es hätte verhindern wollen, sondern deshalb, weil es ohne das Deutsche Reich nicht geht. R u - mänien, Südslawien und Ungarn litten unter dem Ueberfluß ihrer A g r a r p r 0 d u k t e, die unverkäuflich wurden, die Preise drückten und die Landbevölkerung verarmen liehen. Die einzige Aushilfe war immer wieder das Deutsche Reich als Abnehmer. Heute hat sich zu den Staaten mit

Aus diesen Zahlen geht hervor, daß die Handels­beziehungen der Donauländer unter sich zwar sehr lebhaft sind, daß sie aber doch nicht über ein Drittel des gesamten Außenhandels dieser Länder hinausgehen. Den Hauptanteil am Außenhandel der Donauländer tragen die Groß­mächte und, wie unser Schaubild zeigt, vor allem Deutschland. Erst in einem größeren Abstand folgt Italien. Der Anteil von England und Frankreich ist erheblich niedriger, ganz zu schweigen von den Handelsbeziehungen zu Sow- jetrußland. Der Versuch einer wirtschaftlichen Neuordnung im Donauraum ohne Berücksichtigung Deutschlands könnte also den wirtschaftlichen Er­fordernissen niemals Rechnung tragen. (Zeichnung Alf Luschnat. Scherl-M.)

bezeichnete als wichtigsten Teil des Arbeitsprogram­mes den Handelsaustausch zwischen den Staaten der Kleinen Entente. Das Jahr 1935 lasse in der Einfuhr von Jugoslawien nach der Tschechoslowakei und in der Einfuhr aus Ru­mänien in die Tschechoslowakei eine Erhöhung von 50 v. H. erkennen, was bei der Wirtschaftskrise als unstreitig wertvolles Ergebnis bezeichnet wer­den könne.

. Ministerpräsident Hodza bezeichnete die Kleine Entente und den römischen Block als die Kristallisationspunkte der weiteren Entwicklung. Es handle sich eines Teiles darum, verläßliche Verfah­ren für die Annäherung zwischen der Kleinen En­tente und dem römischen Block zu finden, anderer-

P r a g, 3. März. (DNB.) Unter dem Vorsitz Außenministers Krofta fand die Schlußsitzung Wirtschaftsrates der Kleinen Entente statt. Krofta

Das neue Heft desDeutschen Volkswirts" ver­öffentlichte soeben umfangreiches statistisches Ma­terial über die Handelsbeziehungen im Donauraum. Danach beträgt die Gesamteinfuhr bzw. -ausfuhr der einzelnen Donauländer

Vizekanzler Starhemberg in Rom.

Rom, 4. März. (DNB.) Der österreichische Vize­kanzler Starhemberg traf in Rom ein und wurde auf dem Bahnhof von Staatssekretär Su- v i ch , Baron A l 0 i s i und dem österreichischen Ge­sandten beim Quirinal und beim Vatikan empfangen. Unterrichtete italienische Kreise erklären, daß der Aufenthalt Starhembergs keinerlei offiziellen Cha­rakter trage. Starhemberg halte sich in erster Linie als Führer der Vaterländischen Front in Rom auf, in welcher Eigenschaft er reges Interesse für die faschistischen Organisationen, besonders die Jugend­verbände, zeige, deren Studium sein Aufenthalt zum größten Teil gelte.

landwirtschaftlichen Erzeugungsüberschüssen auch noch die Tschechoslowakei gesellt. O e st e r - reich aber, das grundsätzlich verarmte, konnte we­der von den übrigen kaufen noch seine Jndustrie- artikel dorthin absetzen. Der Umfang des Handels der Donaustaaten untereinander fiel in erschrecken­dem Maße.

Da kam der österreichische Kanzler Schuschnigg

stersDr. Frick eingeleitet über das Thema:Die ; Polizei im nationalsozialistischen Staat". Am nachfol, genden Sonntag um 19.30 Uhr senden dann eine Reihe deutscher Sender ein Zwiegespräch zwischen Staatssekretär Dr. Freister und Generalleutnant D a l u e g e überVerbrechensbekämpfung im natio­nalsozialistischen Staat". Im übrigen hat General- leutnant Daluege, um den einheitlichen Rahmen der Woche zu gewährleisten, jedem Tag eine be­sondere Losung gegeben:

15. MärzPublikum und Kriminalpolizei",

16. MärzVerkehrsunfälle und ihre Verhütung", 17. MärzWie schütze ich mich vor Betrügern", 18. MärzKampf dem Dieb und Einbrecher", 19. MärzSchutz dem Kinde",

20. März 1.Kampf dem Kommunismus" und 2.Wer ist der Mörder" (Kapital­verbrechen).

Der Rundfunk wird täglich eine Anzahl lebendiger anschaulicher Funkberichte über die polizeiliche Ar­beit senden. Erfahrene Kriminalisten werden i n d i e Schulen gehen, um über Themen, die die Ju­gend besonders angehen, ausklärende Vorträge zu halten. Außerdem wird die Polizei ein Leseheft für die Schulen herausgeben, das anschaulich von der Arbeit und den Aufgaben der Polizei erzählt und auf die Gefahren des Alltags hinweift.

Auch die Justiz hat sich zur Verfügung ge­stellt, um aufklärend und vorbeugend zu wirken. Im ganzen Reiche werden Hauptverhand­lungen angesetzt, die besonders kennzeich­nende Strafsachen behandeln. Der Presse werden volkstümlich gehaltene Abhandlungen und Aufsätze von Richtern und Staatsanwälten zur Verfügung gestellt, und in allen größeren Städten sollen besondere Vortragsveranstaltungen durch­geführt werden, auf denen Richter und Staatsan­wälte sprechen. In Berlin ist eine Rede von Reichs­minister Dr. Goebbels zur Berliner Polizei­beamtenschaft und eine große Parade der uni­formierten Polizei vorgesehen.

Die Altersgliederung der Arbeitslosen.

Für den Stichtag vom 31. Oktober 1935 wurde von der Reichsanstalt eine Erhebung über die Arbeits­losigkeit durchgeführt, die darauf gerichtet war, die Arbeitslosen nach ihrer Altersgliederung festzustellen. Die Erhebungsergebnisse lassen erken­nen, daß es auf Grund der Anordnung über die Verteilung von Arbeitskräften möglich gewesen ist, die altersmäßige Gliederung der Gefolgschaften i m Interesse der älteren Arbeitslosen mehr nach staatspolitischen Gesichtspunkten u m zu­gestalten. Allerdings bleibt auf diesem Gebiet, vor allem zur Entlastung der älteren Ange- stellten über 40 Jahre, noch manches zu tun, da bisher die Gruppe der.über 25- bis 40jährigen arbeitslosen Angestellten den größten Vorteil von dieser gesetzlichen Rege­lung gehabt hat. Immer wieder muß daher dem Wunsche Ausdruck gegeben werden, daß sich die Wirtschaft auch der älteren Arbeitslosen, vornehm­lich der Angestellten annimmt und ihnen die Mög­lichkeit gibt, für sich und ihre Familie den Lebens­unterhalt selbst zu erarbeiten. Nicht der privatwirt­schaftliche Vorteil, sondern die st a a t s p 0 l i t i s ch e Notwendigkeit einer solchen Hilfe müssen für diese Frage bestimmend sein.

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der Prager Burg, sondern in tschechisches Wirtschaftskreijen, erst einmal auf Grün» tatsächlicher oder verdeckter Vorzugszölle das Do» naukonsortium zusammenzubringen. Ginge es nicht mit, so zunächst ohne Ungarn. Unter dem Titel der Entschädigung für entstandene Sanktions­verluste würden die Westmächte, vielleicht der Völ­kerbund, ein Einsehen haben und doch etwas f ü t d e n landwirtschaftlichen Absatz des Konsortiums sorgen müssen. Dann hätte man nuk dafür zu sorgen, daß die sich daraus entwickelnden zusätzlichen Geschäfte unter den Partnern verteilt und keinen Außenstehenden zugutekämen. Wenn man dabei das deutsche Geschäft überhaupt ver­ringern bzw. unter sich aufteilen und außerdem auch auf Grund wachsender Kaufkraft der Bevöl­kerung die österreichische und tschechi­sche Industrie fördern könnte, wäre es um so besser. Das Deutsche Reich mochte sich dann fein Meistbegünstigungsrecht suchen. Ginge das Ge­schäft, so würde man sowohl in Budapest als auch in Belgrad'schon zustimmen.

Dann würde man auch wieder kreditfähig wer­den wobei auch dann noch nicht an Staats­anleihen, sondern zunächst an I n d u st r i e k re- dite, namentlich für die Rüstungsindustrie, etwa auch an Warenvorschüsse, die die Weststaaten leisten müßten, gedacht ist. Wenn Franzosen das rumänische Petroleum belehnen können, allerdings nur zu dem Zweck, um die rumänische Aufrüstung mit französischen Waffen besorgen zu können, so müßte doch eigentlich auch die dann zu gründende Getreidezentrale der Donausöde­ration belehnungsfähig werden, und man könnte die mit Schneider-Creuzot verbündeten Skoda- Werke ebenso ins Geschäft bringen wie die Waf­fenwerke in Steyr. Um es zu wiederholenr Das Primäre sollte das Konsortium sein, die Ge­schäfte würden sich dann schon finden. Das Be­triebskapital könnte unter den obwaltenden Um­ständen nicht durch Anleihen beschafft werden, die Ankurbelung des Ganzen sollte durch die Sank­tionsentschädigungen erfolgen.

Wie man sieht, war der Plan rund und schön. In diesem Augenblick funkte Mussolini da­zwischen. Seine Erklärung, die bisherigen Pläne einer Donauföderation hätten sich, trotzdem es immer abgeleugnet wurde, doch gegen Jtalien gerichtet, wirkten in Prag wie eine Sensation. Freilich nicht auf der Prager Bura und nicht beim neuen Außenminister Dr. Krofta, der einen solchen Ausgang überstürzter Aktionen schon längst geahnt oder vielleicht befürchtet hatte. Die Rolle Schusch­niggs wird jedenfalls in diesem Zusammenhang immer unklarer. Immerhin, ob er nun als reuiges

Baldwins

Aufrüstungsvorschlag.

Wie wird sich dieArbeiterPartei entscheiden ?

London, 5. März. (DNB. Funkspruch.) Die englische Regierung hat beschlossen, in der Unter- Haus-Aussprache über das Rüstungsweißbuch am kommenden Montag oder Dienstag die Ver­trauensfrage zu stellen. B a l d w i n will einen Antrag einbringen, in dem die Abgeordneten aufgefordert'werden, den Aufrüstungsplänen zu­zustimmen. Der Führer der Arbeiteropposl- t i 0 n wird einen Gegenantrag stellen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, daß der extreme Flügel der Konservativen, der das Pro­gramm als unzulänglich empfindet, seinerseits einen Antrag gegen die Regierung einbringt. Führende konservative Blätter bemühen sich, die Opposition von der Notwendigkeit des Aufrüstungsprogram­mes zu überzeugen. Sie versuchen dabei, die Ge­werkschaften gegen die politische Arbeiter­partei auszuspielen.Daily Telegraph" meldet, daß sich der Gewerkschaftskongreß und die Arbeiter­partei bisher noch nicht über eine gemeinsame Stellungnahme zu den Regierungsvorschlägen eini­gen konnten. Die Gewerkschaften neigten der Ansicht zu, daß das Programm in feiner i n b u ft r i e j » len Auswirkung große Vorteile für die Arbeiterschaft mit sich bringe. Die Morning Post" schreibt, ein großer Teil der Ar­beiterbewegung einschließlich der Gewerkschaftler sehe inderdeutschenWiederaufrüstung eine so ernste Drohung, daß er geneigt sei, die parteipolitischen Erwägungen zurückzustellen.

England wird allmonatlich ein neues Lustgeschwader in Dienst stellen.

London, 5. März. (DNB. Funkspruch.)Daily Telegraph" meldet, daß im Rahmen des neuen Auf­rüstungsprogramms während des neuen Finanz­jahres wöchentlich über 12 neue Kriegs- flugzeuge gebaut werden. Das bedeute, daß monatlich rund 50 neue Maschinen, also mehr als ein volles Geschwader, in Dienst gestellt würden.

Die Polizei Aufklärunqswoche

Berlin, 4. März. (DNB.) Auf einer Presse­konferenz im Innenministerium wurden nähere Mit­teilungen über die Polizeiaufklärungswoche gemacht.

Die Aufklärungswoche wird bereits am Samstag, dem 14. März um 20.10 Uhr mit einer Rund­funkansprache des Reichsinnenmini-

auf eine Idee: Italien wäre, so meinte er, be- chäftigt und kann nichts tun. Prag hingegen, der Liebling der Westmächte, könnte vielleicht den Weg zu Geldgebern in Paris und London ebnen. Es wäre, meinte er, nützlich, nach Prag zu fahren und ich dort der Kleinen Entente anzuschließen. Ein Bündnis zwischen der Tschechoslowakei und Oesterreich welch ausgezeichneter Gedanke, um die berühmteSelbständigkeit" Oesterreichs auf­rechterhalten zu können! Aber die Tschechoslowakei kann nicht allein handeln, sie muß ihre Partner-

taaten der Kleinen Entente fragen. Oesterreich 1 aller interessierten Großmächte in vollkommene ollte, so wollte man in Prag, Zugeständnisse! Uebereinstimmung gebracht werden. Wenn die Un-

in d e r Habsburger Frage machen. Bin­dungen in dieser Richtung paßten aber den Wiener Machthabern nicht. Hodza, damals nicht nur tschechoslowakischer Ministerpräsident, sondern auch Außenminister, dem der Gedanke Schuschniggs sehr zusagte, fuhr nach Paris und veröffentlichte eine Unmenge von Unterredungen, worin er seine und Schuschniggs Danaupläne klarzumachen versuchte. Ein Teil dieser Interviews mußte widerrufen wer­den. Was Hodza sonst noch dort getan hat, wird erst später bekannt werden. Aber es war doch so viel deutlich geworden, daß Hodza eine Donau­öderation mit Vorzugszöllen und vor allem zu dem Zweck anstrebte, die Getreide- Überschüsse dieses Staatenblockes irgendwie im Westen anzubringen. Es fragte sich nur, wer sie übernehmen und wie sie bezahlt werden sollten. v ...

Südslawien, das eben erst den italienischen Markt verloren hatte, machte Schwierigkeiten. Es wollte nicht auch noch seine Ausfuhr nach Deutschland unterbinden, um unsichere Hoff­nungen dafür einzutauschen. Also fuhr Hodza nach Belgrad. Dort mußte er offenbar seine Hoffnungen bedeutend zurückschrauben. Denn was er von Bel­grad mitbrachte, wurde nur noch als einNot­programm" bezeichnet und lief schließlich darauf hinaus, zu verhüten, daß die wirtschaftlichen Ver­hältnisse unter den Donaustaaten selbst sich nicht noch mehr verschlechtern. Man sah nun auch in Prag, daß man das, was man als Wirtschafts­einheit vor 18 Jahren zerstört hat, nicht über Nacht wieder unter einen Hut bringen konnte, so wenig wie ein einmal in Scherben gegangener Krug je wieder ganz wird.

Hodza mußte das Außenministerium an den vor­sichtigeren Dr. Krofta, den langjährigen Stell­vertreter Dr. Beneschs, abgeben. Das bedeutet nun keineswegs, daß die alten Pläne Prags vollständig ins Wasser gefallen sind. Das Blatt des Minister­präsidenten Hodza, der tschechisch-agrarischeVen- kow", schrieb mit Recht, daß auch Krofta d i e Politik H 0 dzas fortsetzen und trachten werde, zu einer wirtschaftlichen Einigung mit den Donaustaaten zu gelangen. Nur wird Krofta nach bewährteren Methoden handeln. Es ist weder seine noch Dr. Beneschs Gewohnheit, Hals über Kopf in ein Abenteuer hineinzugeraten. So schwierig ge­wordene Probleme, wie die Donaufrage, fordern sorgfältige und langdauernde Vorbereitungen, wenn man sie überhaupt auf diesem Wege ohne das Deutsche Reich jemals verwirklichen kann. Man wird es aber gewiß trotz aller gegenteiligen Ver­sicherungen versuchen.

Die Hauptsache wäre, so meinte man nicht in

hlnvrrre fftiH vollständige Umklam­merung, die das inzwischen durch das unwirt­liche Gebirgsland von Addi Abo vorstoßende IV. Korps vollziehen sollte. Wenn der italienische Plan, hie Heeresgruppe des Ras Jmru vollständig zu ver­nichten, auch nicht völlig gelungen ist, so zählt diese Armee für den Kampf vorläufig nicht mehr mit. Die abessinischen Verluste in der Schlacht von Schire waren, wie in den vorhergehenden Schlach­ten, sehr hoch. Die Zahl der Toten und Verwunde­ten zählt nach Tausenden. Die italienischen Ver­luste werden auf etwa 700 Tote beziffert. Die Wasserversorgung des IV. Korps während des Marsches durch das Wüstengebiet von Addi Abo wurde durch Flugzeuge gesichert, von denen zwei vermißt werden. Die Bevölkerung der von den Italienern neu besetzten Gebiete hat sich sofort unterworfen.

Mussolinis Velo.

Von unserem Ao.-Äerichierstaiier.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Prag, 3. März 1936.

Als die Armee Franchet d'Espereys im November 1918 die Donau überschritt, wurde ein großes altes Reich zerstört: Die österreichisch-ungarische Monarchie, die bis dahin für nicht weniger als 56 Millionen Menschen der verschiedensten Völker von Bodenbach bis Banjaluka und von Bregenz bis Czernowitz Dach und Wirtschaftseinheit ge­bildet hatte. Es hat heute weder Sinn noch Zweck, darüber nachzusinnen, ob dieses Ereignis, vom deut­schen Standpunkt aus betrachtet, hätte verhindert werden könne oder sollen. Genug, es ist geschehen, und an Stelle des wirtschaftlich geeinigten Donau­raums sind drei kleine sog.selbständige" Staaten entstanden, den Rest des Gebietes hat man an Nachbarstaaten (mit Ausnahme des Deut­schen Reiches) zugewiesen, alles, ohne daß die Be­völkerung auch nur nach ihrem Willen gefragt wor­den wäre. Dem Selbstbestimmungsrecht der kleinen Völker wurde ausreichend Rechnung getragen, das­selbe Recht des deutschen Volkes wurde nicht berück-

1935 ä* bedeuten:

(D UscZtec/ia-S/owaAei

(2) Ö/ZerreicZi

sichtig!.

Selbstverständlich entwickelten sich nun die von­einander getrennten Gebiete in wirtschaftlicher Be­ziehung auseinander. Das ging ganz gut, so­lange die Nachkriegskonjunktur andauerte oder die Siegermächte bereit waren, die von ihnen geschaf­fenen Staatsgebiete ausreichend mit Anlei­hen zu versorgen, wenn sie auch größtenteils von vornhereinä fond perdu" gegeben wurde.

die allgemeine Wirtschaftskrise aber auch nach Siegerstaaten griff, hörte das auf. Etwa um Jahr 1929 herum empfand man plötzlich in Nachfolgestaaten dringend, daß man wirtschaft- ro e 0 eT a u f Anleihe stelzen noch auf eigenen Beinen stehen könne und sah sich nach Hilfe um. Der einzige Staat, der dazu bereit war, war das Deutsche Reich. Es schlug Oesterreich, um es zu retten, ein Zollbündnis vor, das von Frankreich verhindert wurde. Frankreich brachte da­für den sogenannten Tardieu-Plan aufs Ta­pet, den wieder Italien durchkreuzte. Dr. Benesch erfand nach dem Ostpakt den Plan eines Donau­paktes, in Rom wurden die römischen Pro­tokolle unterfertigt. Hier eine Brücke zu schlagen verhinderte der Ausbruch des italienisch-abessinischen

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