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Laufbahn vorgeschriebene Vorbildung und sonstige Eignung besitzt, sowie die Gewähr dafür bietet, daß er jederzeit rückhaltlos für den nationalsozialistischen Staat eintritt. Ausnahmen von dem Erfordernis der deutschen Staatsangehörigkeit kann die oberste Dienstbehörde zulassen. Auf die Dienstzeit in der Landespolizei ist die Militärdienstzeit und die Dienstzeit im Polizeivollzugsbienst anzurechnen. Die Dienstzeit der Wachtmeister der Landespolizei beträgt in der Regel vier Jahre. Sie können sich ebenso wie die Oberwachtmeister zu einer längeren Dienstzeit bis zu zwölf Jahren verpflichten.
Oie Anschriften entlassener Soldaten.
Der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht hat verfügt: Es bestehen keine Bedenken dagegen, daß Dienststellen der SA., der SS. und des NSKK. die Namen und Anschriften derjenigen Soldaten mitgeteilt werden, die nach ihrer Entlassung in eine dieser Gliederungen eintreten wollen. Für die Beantwortung derartiger Anfragen kommen demnach nicht die Wehrbezirkskommandos, sondern die entlassenden Truppenteile in Frage.
Aufruf an die Kameraden der ehemaligen Flandern-Torpedoboote
Der Kommandierende Admiral der Marinestation der Ostsee, Albrecht, erläßt als ehemaliger Chef der Zerstörer-Flottille Flandern einen Aufruf an die Kameraden der ehemaligen Flandern-Torpedoboote. Es soll anläßlich der Einweihung des Marine- Ehrenmals Laboe am 30. Mai ein erstes Kamerad- schaftstreffen in Kiel die Besatzungen vereinigen. Der Aufruf wendet sich an die Kameraden der ehemaligen Zerstörer-Flottille Flandern, der VII. Torpedoboots-Flottille und der Torpedoboots-Flottille Flandern (A=23oote). Die Vorbereitung des Treffens liegt in den Händen des Kameraden Hans Persi- gehl, Wanne-Eickel i. W., Florastraße 7, der um baldige Uebermittlung der Anschriften bittet.
Ausgabe der Arbeitsbücher für Hausangestellte.
Das Arbeitsamt Gießen teilt uns mit: Die von den Hausangestellten beantragten Arbeitsbücher sind fertiggestellt und können während der Dienststun- ven (täglich von 8 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr, außer Samstags) abgeholt werden. Die Ausgabestelle befindet sich im Arbeitsamt Bahnhofstraße 92, Haupteingang, erste Türe rechts.
Amt für Beamte, Kreis Gießen.
Abk. Beamte des technischen Dienstes.
Fachversammlung der Beamten des technischen Dienstes am Sonntag, 9. Februar, vormittags 10 Uhr.
Es wird ein Vortrag über Fernsprech- und Telegraphenwesen gehalten. Anschließend hieran findet eine Besichtigung der Fernsprech- und Telegraphenanlagen des Postamtes Gießen statt. Sämtliche Berufskameraden, die dienstfrei haben, werden erwartet.
Zusammenkunft im Hofe des Postamtes in Gießen, Bahnhofstraße 91.
Amt für Volkswohlfahrt.
Ortsgruppe Gießen-Mitte.
Am Mittwoch, 5. Februar, werden die Spenden (Pfundsammlung) durch die NS.-Frauenschaft ein- Sesammelt. Die Hausfrauen werden gebeten, den nhalt der Päckchen auf der Umhüllung kenntlich zu machen und die Mitgliedskarten zur Quittungseinzeichnung bereitzuhalten. Die Pfundsammlung erstreckt sich während der Dauer des WHW. wieder auf alle Volksgenossen.
Die deutle Rrbciiofront.
j ? N.S.-öemeinschakt „firaft öurdi Freude"
Laienspielschar.
Bei unserer Paienspielschar können noch einige Arbeitskameraden und -kameradinnen mitwirken. Wir bitten diejenigen, die Interesse an dem Laienspiel haben, sich umgehend auf der Kreisdienststelle, Schanzenstraße 18, Zimmer 8, zu melden. Telephon 2919.
Geschäftsführung.
Wir haben ab 1. Januar 1936 unser Bankkonto gelöscht. Zahlungen sind in Zukunft auf das Post- scheckkonto 48961 Frankfurt a. M. zu überweisen.
Alles Hilst dem WHW.!
Kaust Wohlsahrtsbriesmarlen!
Von den zur Zeit im Handel befindlichen deutschen Wohlfahrtsbriefmarken — der Trachtenreihe deutscher Volksstämme — ist auf der Kreisamtslei- tuna der NSV. nur noch ein kleiner Restbestand vorhanden.
Alle Kreise der Gießener Bevölkerung werden nochmals aufgefordert, für ihren privaten, sowie geschäftlichen Briefverkehr sich dieser Marken zu bedienen, und so mitzuhelfen in kleinen und kleinsten Beträgen, die Mittel der nationalsozialistischen Volkswohlfahrt im Kampf gegen die Not und für die Gesunderhaltung unseres Volkes zu stärken.
Bestellungen auf die Marken nimmt jede NSV.- Dienststelle im Kreisgebiet zur Vermittlung an die Kreisamtsleitung gerne entgegen.
lleue Geldspenden.
Gesamtsumme der bisher eingegangenen Spenden: 47 855,07 Mark.
Weitere Geldspenden gingen ein:
28. Januar: NSKK. M 147 10,— Mark; Gesangverein Frohsinn Londorf 5,-t; Deutsche Frauenkultur Gießen 3,—; Turnverein Großen-Linden 10,— Mark.
29. Januar: Radfahrerverein Burkhardsfelden 5,— Mark; P. H. Zachais, Darmstadt, 5,— Mark.
30. Januar: Gesangverein Liederkranz Heuchelheim 10,— Mark; NSKK. Motorsturm 62,95; W. Friedrich, Gießen, 10,— Mark.
31. Januar: Männerchor Grünberg 5,— Mark; Männergesangverein Grünberg 3,—; Höhere Prioat- schule Gießen 5,—; Deutsch-Oesterreichischer Alpen- verein 50,—; Altersvereiniaung 1881—1931 10,—; F. v. Hanneken, Gießen, 10,—; Spar- und Kreditverein Steinbach 30,—; Konsumverein Steinbach 20,—; Dr. Hahn, Hungen, 5,— Mark.
Lohnspenden von Arbeitnehmern.
28. Januar: DAF. Gießen-Süd 112,45 Mark; DAF. Dillingen 26,90; DAF. Heuchelheim 51,65; Reisende Jürgens van den Bergh 10,55; Beamten AOK. 28,85 Mark.
29. Januar: Buderus Lollar 159,32 Maick; Bezirksspartasse Gießen 86,65; W. Döring, Ersenhauer, Haas 5,—; DAF. Lich 55,40 Mark.
30. Januar: Universitäts-Kliniken 152,76 Mark.
31. Januar: Jhring-Melchior Lich 22,25 Mark; städt. Beamten, Angestellten und Arbeiter 9,65; Heilstätte Seltersberg 17,10; Bär und Wetterhahn i. 21. Reichsstelle für Getreide 96,—; Arbeitsamt Gießen 31,45; Lupusheilstätte 17,17; Gail, Fabrik Gießen 45,10; RLB. Gießen 5,45; Ortsgruppen Kreis Gießen 2422,18 Mark.
Gesamtsumme: 51 469,90 Mark.
Tischgememschast der Nation.
(NSG.) Wenn am kommenden Sonntag die vielen tausend Helfer und Helferinnen von Haus zu Haus gehen und die Eintopfspende sammeln, dann gilt es, eine neue Stellung im Kampf gegen Hunger und Kälte zu nehmen.
Welche Bedeutung gerade die Eintopfsammlung innerhalb des WHW. hat, ist oft genug beschrieben worden. Und das war gut so, denn zu schnell ist von den Unbelehrbaren vergessen worden, daß zu einer Zeit, an die wir nicht mehr erinnert werden wollen, ein Heer arbeitswilliger Volksgenossen hungernd und frierend umherstand und im gezwungenen Nichtstun die Straßen und Plätze der Stadt füllte, und als Folge des dauernden Elends alle moralischen Werte zusammenbrachen. Gewiß hat man sich hier und dort bemüht, diese große Not zu lindern, die ein verrottetes System verschuldet hatte. Das waren aber nur lächerliche Versuche einer ungeeigneten und verantwortungslosen politischen Führung, ober kleine Hilfe von privater Hand, bie sicherlich gut gemeint war, aber an ber Lösung bes Problems vorbeiging. Klopften nicht täglich ungezählte arme Menschen in unverschulbeter Notlage an bie Türen?
Abgesehen von dem heute ebenfalls verschwundenen Heer der Verufsbettler waren es keine arbeitsscheuen Menschen, sondern zum Feiern verdammte Volksgenossen.
Was sind dort an Haß unb Verbitterung aufstaute, bas mußte bas beutsche Volk burch treues Einstehen für jeben einzelnen erst roteber gutmachen. Am
Eintopfsonntag wird es sich immer wieder beweisen, wer zur Stange hält. Oder haben wir jene Menschen vergessen, die weiter keinen Wunsch hatten, als wieder schaffen zu können; haben wir vergessen, daß es Familienväter gab, die täglich heimkehrten, ohne bas Notwenbige für ben Unterhalt von Frau unb Kinb beschafft zu haben.
Allein der Wille, das Bekenntnis zur gemeinsamen Tat, ist das wertvolle dieser Sammelaktionen. Erst als Ausdruck echten sozialistischen wollens wird die Hilfe für den Unterstützten annehmbar.
Deutsche Volksgenossen! Zeigt auch am 9. Februar, daß der Opferwille nicht erlahmt, sondern unendlich größer und tiefer geworden ist. Beweist bei der Tischgemeinfchaft der Nation, daß auch der kommende Eintopf- sonntag ein neuer Wegstein im Kampf gegen Hunger und Kälte fein wird.
Laßt keinen Sammler vergeblich an eure Türen klopfen und macht ihm auch kein unfreundliches Gesicht! Bedenkt immer, daß es auf eure Eintopfspende ankommt, und daß diese Spende keine Sammelaktion ohne Inhalt ist, sondern eine mannhafte Tat aller, für jene, die nicht mit irdischen Glücksgütern gesegnet sind!
Gebt mit Freude am 9. Februar.
Lichlbildervortrag: „Die nordischen Cänbet“ von Kurt Hlelscher.
Zu diesem Vortrag hat uns ber Goethe-Bund Gießen verbilligte Eintrittskarten zur Verfügung gestellt, bie auf ber Kreisbienststelle erhältlich finb.
Bund deutscher Mädel,
Untergau 116 Gießen.
Unsere Dienststelle befindet sich ab heute Ludwig- straße 12.
Sprechstunden der Mädel- unb Jungmäbel-Unter- gauführerin: Montag norm. 10—12 Uhr, nachm. 16—18 Uhr.
Mäbel- unb Jungmäbeluntergau 116 Gießen.
Eine Warnung für junge Mädchen.
Vom Ortsverein Gießen der Freundinnen junger Mädchen wird uns geschrieben:
Auf Grund trauriger (Erfahrungen weisen wir die deutschen Frauen und Mädchen darauf hin, keine Stelle im Ausland anzunehmen, ober sich nach dem Ausland zu verheiraten, ohne vorher sorgfältige Erkundigungen über die ausländischen Lebensbe
dingungen einzuholen. In vielen Ländern sind die Verhältnisse denen in Deutschland ähnlich, so daß Frauen unb Mädchen sich leicht eingewöhnen können. In anberen Ländern sind aber Religion, Sitte unb Stellung ber Frau ganz anbers als in Deutschland Da kommt es immer roieber vor, daß Frauen unb Mädchen sehr enttäuscht werben, sich gar nicht einleben und rat- und hilflos die deutschen Konsulate ober bie „Freunbinnen" aufsuchen. Sie in die früheren Verhältnisse zurückzuführen, ist oft sehr schwierig, mitunter kaum möglich, beson- bers wenn sie burch bie Ehe die deutsche Staatsangehörigkeit verloren haben. So werden sie selbst unglücklich und schädigen noch unter Umständen bas Ansehen der deutschen Frau im Ausland.
Der „Deutsche Verband der Freundinnen junger Mädchen" bittet darum, bekanntzugeben, daß alle Mädchen, die als Verlobte ober als Stellungsuchende ins Ausland gehen wollen unb dort nicht auf die Hilfe von Verwandten oder Freunden rechnen können, sich zuvor in Deutschland entweder an bie örtlichen Frpunbinnenvereine (in Gießen an Frau F. Hotz, Marburger Straße 14) ober un bie Geschäftsstelle des Deutschen Verbandes der
Miö te Woiinei
Roman von H. von Hellermann.
Copyright 1936 by Aufwärts-Verlag G. m. b. H., Berlin SW 68.
13. Fortsetzung. Nachdruck verboten!
„Nein", sagte Grete mehr offen als höflich, „mit ber Grammatik sieht's windig aus." Unb stockte er- glühend. So sprach man boch nicht zu einem Fremden! „Ich meine, man muß ba einiges änbern, wenn es ein gut verständlicher Vortrag werben soll, nicht wahr? Für einen Auslänber sprechen Sie ganz nett Deutsch." Das klang nun roieber recht unverschämt gönnerhaft. Sie schwieg bestürzt.
In ben Mannes Augenwinkel, bie ein ganzes Netz von Krähenfüßen umgab, ftanb ein Lachen. „Danke, baß Sie so ehrlich finb, Fröken Mervius! 3cf) mag Menschen gern, bie bie Wahrheit sagen."
Zweifelnd blinzelte sie ihn an. „Ich weiß nicht — es macht mir eigentlich mehr Vergnügen, die Wahrheit zu sagen, als sie zu hören."
Da legte der Schwebe sich in seinen Stuhl zu- ruck unb lachte herzlich. Er sah nett aus, wenn er lachte, biefer Herr Sellbsn, fanb Grete, bie nun Mut genug in sich verspürte, ihn ein wenig genauer ju betrachten. Gar nicht so alt, wie sie zuerst ge- bacht. Sein Gebiß hätte sich gut für eine Zahn- paftaretlame geeignet, wenn es fo echt war, wie es schien. Irgendwie sah er aus nach Luft unb Sonne, nach Wasser unb Seife. Gesunb, sauber.
Merkwürbigerweise gingen bes Mannes Gedan- fen gleiche Wege, als er bem Mäbchen nun mit einem lachenben „Das geht wohl allen Menschen fo!" zunickte
So blonb unb frisch wirkte sie, fo blank ber Blick, fo straff unb beherrscht bie jungen ©lieber. Das war eine anbere Art Weiblichkeit als bie vier zurechtgemachten Dämchen, bie ihn heute vormittag mit ihrer Bewerbung um ben Posten beehrt hatten, die nicht gerade sitzen konnten und ihn unter verrückten kleinen Kappen, die ihnen im Schwips auf ein Ohr gerutscht zu fein schienen, sehr eingehend und sehr einladend betrachtet hatten. Er hatte die Fenster öffnen müssen, um ben billigen Parfüm
geruch loszuwerben. Nein, diese kokett und selbstbewußt einherstöckelnden Wodefräuleins waren nichts für einen jungen Mann, ber an bie Natur unb ihre enblofen Weiten gewöhnt war.
Dieses Mädchen gefiel ihm besser. Nicht einmal einen Bubikopf hatte sie, sondern eine himmlisch altmodische Flechtenkrone, wie man sie auf alten Bildern sah.
Das vergnügte Schmunzeln saß noch in den Augenwinkeln, als Herr Sellben nun ganz geschäftsmäßig fragte: „Also Fröken Mervius, Sie wissen nun, was ich brauche. Wollen wir es zusammen versuchen?"
„Sehr gern, Herr Sellbsn", antwortete die helle Mädchenstimme prompt.
„Gut. Sie kommen jeden Tag außer Sonntag von neun bis ein Uhr. Das geht?"
„Jawohl!"
„Und für bas Sie erhalten zweihundert Mark das Monat."
„Wie meinten Sie, bitte?" Ganz groß unb runb, ja betroffen fahen bie blauen Augen ben Herrn am Schreibtisch an, ber kaum merklich bie Brauen runzelte. „Zwei —"
„Zweihunbert", wiederholte er etwas kurz. „Das bekam meine letzte Sekretärin. Es ist Ihnen zu wenig?"
„Um Gottes willen —" Fräulein Mervius schnappte hörbar nach Lust. „Zu viel ist es, Herr Sellben, viel zu viel! Das kann ja kein ehrlicher Christenmenfch für bas bißchen Arbeit annehmen!!"
„Soo, meinen Sie?" Der Schwebe erhob sich. »Dann gibt es sehr, sehr wenige „ehrliche Christenmenschen" auf der Welt, Fröken Mervius, Denn ich habe gefunden, baß sie alle unb überall unb alles au nehmen bereit finb." Das Lachen war für einen Augenblick gewichen, aber nun funkelte es schon wieder listig in dem rotbraunen Gesicht, da Sellben Grete bie Hanb reichte: „Sagen Sie um Gotteswillen nie, daß etwas ,zu viel' ist, es ist sehr unmodern, bescheiden zu sein. Und kommen Sie mor- gen um neun, aber pünktlich, bitte!"
•M die Minute", versprach Grete, den festen Händedruck ebenso fest erwidernd. Sie mußte ben Stopf ein wenig in ben Nacken legen, um ihren neuen Chef ansehen zu können. Herrje, war der Mensch groß! Unb eilte dann nach Hause, fo schnell ihre Füße sie tragen konnten.
15. Kapitel.
„Nun, wie roar’s, Kindel, hast du den Herrn angetroffen?" fragte Frau Margret, energisch die Kaffeemühle zwischen ihren Knien drehend, weil bas Wasser im Kessel schon ungebulbig brobelte.
„Hm", nickte Grete unb schnupperte ben würzigen Duft ein, „er war ganz von Bewerberinnen umlagert."
Die Mutter hielt inne unb sah ihre Tochter for- schenb an. So kleinlaut klang es ... Erhob sich bann unb trat an ben Gasherd. „Das kann ich mir wohl denken, solche Stellungen finb rar heutzutage. Kamst bu zu spät?" Der braune Trank wellte auf.
„Ja", sagte Grete bekümmert unb ließ den Kopf hängen.
„Ich habe es halb und halb befürchtet. Laß gut fein, liebes Herz, und gräme dich nicht deswegen —"
Liebevoll zog Frau Mervius die Tochter zu sich heran unb küßte bie weiche Wange. „Frau Loh- roenb wird bir gewiß etwas anberes verschaffen, sie interessiert sich ja für bich. Es wäre nett, wenn bu ihr persönlich Bescheid sagtest und ihr ein paar Blümchen brächtest, als Dank für die freundliche Empfehlung. War doch sehr lieb gedacht von ihr. Am besten gehst du gleich morgen."
„Das kann ich nicht, erwiderte Grete.
„Warum denn nicht?" fragte die Mutter erstaunt.
„Weil ich um neun Uhr bei Herrn Selldsn fein muß", flüsterte Grete ihr ins Ohr unb lachte ju- belnb auf ob bes verblüfften Gesichts.
„Um neun bei — bas ist doch nicht--"
„Jawohl, Frau Mervius, das ist der neue Chef deiner hochverehrten Fräulein Tochter, die morgen ihre Stellung antritt, hurra!!"
„Was gibt es denn hier zu hurra'n?" erkundigte sich Hans Mervius, den Kopf aus der Kammertür steckend. „Hat wer was gewonnen, oder Onkel Kuno sich endlich das versprochene Freßpaket von der Seele gerissen?"
„Nein, Hänschen klein, Onkel Kunos Würste und Schinken baumeln noch friedlich im Rauchfang", [adjte Grete, „aber laß sie nur selig ruhen, wir stopfen uns auf eigene Rechnung den Magen, jawohl, mein Sohn! Komm, ber Kaffee ist fertig, Mutti trägt bie Kanne, du Milch und Butter, ich die Semmeln — denn bei dir oerschwirckren sie
Freundinnen junger Mädchen, Heidelberg, Mit- mentalstraße 7, wenden.
Vorbildliche Ieierabendgestaltung.
Wie wir am Samstag bereits berichteten, bat die Firma Bänninger in Gießen bie gesamten Sitzplätze des Zuschauerraumes unseres Stadtthea» ters für eine geschloffene Werkvorstellung vor ber gesamten Betriebsgemeinschaft am Samstagabend gekauft unb baburch allen Mitarbeitern ben kostenlosen Besuch ber Operetten-Aufführung „Die Flebermaus" geboten. Diese vorbildliche Gestaltung bes Feierabenbs erfolgte burch bie Firma in Gemeinschaft mit ber NS. - G. „Kraft burch Freuo e". Zu Beginn bes Abenbs richtete ber Betriebsführer Bänninger herzliche Worte der Begrüßung an die Betriebsgefolgschaft, bann sprach ber Kreis- roalter ber DAF., Pg. Wagner, ber biefes mustergültige Beispiel von Betriebsgemeinschaft beson- bers rühmte unb zur Nachahmung empfahl. Die Ansprache bes Kreiswalters ber DAF. leitete bann au ber Aufführung über. Von ber Betriebsgemeinschaft würbe es bankbar anerkannt, daß ber Betriebsführer in Gemeinschaft mit „Kraft burch Freube" biesen schönen Theater-Abend veranstaltet hatte. Die NS.-G. „Kraft burch Freube" hat auch baburch roieber in vortrefflicher Weise befunbet, baß sie auf ben verschrobensten Wegen unablässig bestrebt ist, eine vorbilbliche Feierabenbgestaltung au unterstützen unb zu förbem unb baß sie sich dazu ben Betrieben gerne zur Verfügung stellt.
Löschwasser-Versorgung auf dem Lande
Die 2krforgung mit Löschwasser für die Fälle der Not ist nicht überall bie gleiche, weil es wasserreiche unb wasserarme Gegenben gibt. Die bei einem zukünftigen Kriege aus ber Luft auch den Dörfern drohenden Gefahren zwingen dazu, schon in Friedenszeiten gewissenhaft jede Möglichkeit der Wassergewinnung zu prüfen. Je nach ben vorliegenden Verhältnissen muß bie Errichtung von Stauanlagen in Angriff genommen werben. Verschlammte Feuerlöschteiche müssen instanbgesetzt, ober neue Teiche angelegt werden. Zurückhaltung und Gleichgültigkeit gegenüber diesen Fragen müssen auch in Oberhessen schwinden. Das Gebot der Gegenwart ist: Handeln und nicht abseits stehen!
Ausbildungskurse für Baumpfleger.
Im Laufe des Winters werben von ber ßanbes« bauernfdjaft vorgesehene Ausbildungskurse für Baumwärter, Baumpfleger, Baum- unb Obstgärtner, Lanbschaftsaärtner, Gärtnergehilfen, Lehrlings im letzten Jahr usw. burch bie Fachbeamten der Landesbauernschaft und die Kreisobstbaubeamten abgehallen. Hierzu gehören auch die Prüfungen der Baumpfleger und die im Anschluß an Wiederholungskurse stattfindenden - Prüfungen der Dollbaumwärter. Alle Personen, die sich gegen Entgelt mit Obstbaumpflegearbeiten befassen, gehen diese Ausbildungskurse an. Es muß damit gerechnet werden, daß in absehbarer Zeit auch für diese Berufsgruppen Berufsausweise eingeführt werden, um das Pfuschertum mit der Zeit in der Obstbaumpflege auszumerzen. Schon im Laufe des Winters werden die Namen derer, die die vorgeschriebenen Prüfungen mit Erfolg bestanden haben, in den Fachzeitschriften usw. bekanntgegeben, damit die Baumbesitzer davon Kenntnis nehmen. Die Gartenbauinspektionen und die Kreisobstbaubeamten geben jedem Interessenten nähere Auskunft.
»
** D a s Fundsachenverzeichnis. Das Verzeichnis über die im Monat Januar gefundenen bzw. abgelieferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur der Polizeidirektion, Landgraf- Philipp-Platz 1, eingesehen werden. Die Empfangs- berechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb von zwei Monaten beim Fundbüro während der Dienststunden geltend zu machen.
** Oeffentliche Bücherhalle. Im Januar wurden 2093 Bände ausgeliehen. Davon kamen auf: Literaturgeschichte 5, Zeitschriften 15, Gedichte und Dramen 6, Erzählende Literatur 1255, Iugendschrif- ten 332, Länder- und Völkerkunde 125, Kulturgeschichte 6, Geschichte und Biographien 216, Kunstgeschichte 15, Naturwissenschaft und Technologie 56, Heer- und Seewesen 16, Haus- und Landwirtschaft 6, Religion und Philosophie 5, Staatswifsenschaft 29, Sprachwissenschaftlich 3, Sport 1, Fremdsprachliches 2 Bände. Nach auswärts kamen 3 Bände.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12J0 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnachmittag geschlossen.
unterwegs. Und bann sollst du erfahren, welches Glück diesem Hause zuteil geworden."
„Verrückt wie immer!" stellte Hans fest. Was ihn nicht hinderte, Gretes Schilderung ihres Besuches bei dem berühmten Schweden höchst interessiert zuzuhören.
„Alt ober jung?"
„Na, fo alt, wie ich zuerst dachte, ist er nicht, aber immerhin hochbetagt", erwiderte Grete, sich eine Semmel mit Butter bestreichend, ^mindestens vierzig muß er fein. Unb groß genug, um sich ohne Schaben zwei Knoten in bie Beine machen zu können. Rotes Haar hat er auch, wie frischgeputzte Möhren sah er aus, als er in ber Sonne saß."
„Also häßlich", lächelte Frau Margret, ihrem Sohn bie bittend hingehaltene Tasse füllend. Wie bie Jugend boch alles Aeußerliche kritisch unter die Lupe nahm! Später wurde man milder in feinem Urteil--
Aber Grete, im Begriff in die Semmel zu beißen, hielt inne und dachte mit gerunzelten Brauen nach. „Häßlich? Nein. Ober boch, eigentlich ja, aber — nett häßlich, weißt bu? Man benft nicht daran, wenn man mit ihm spricht."
„Das klingt schon annehmbarer", gab Frau Mar
gret zurück.
„Jedenfalls sind seine Bücher febelhaft", stellte Hans fest, nach der letzten Semmel langend, ehe
die Schwester es tun konnte. Was Grete nach stummem Kampf um die ihr rechtlich zukommende Hälfte
zugeben mußte.
„Zahlt er anständig?"
„Na, so leidlich — zweihundert Mark monatlich für vierstündigen Arbeitstag."
Hans sah sie groß an. „Zweihundert--bei
bem piept’s wohl", erkundigte er sich liebevoll.
„Das ist aHerbings viel", meinte auch Frau
Margret nachdenklich, „er wird sich in ber Valuta verrechnet haben."
„Dachte ich auch, stimmt aber doch", triumphierte Grete. „So viel sind meine Dienste eben wert,
verehrte Anwesende."
„Der kennt dich boch nicht", warnte Hans. Und verstummte. Es hatte geklopft.
(Fortsetzung folgt
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CD? nachmit verletzm unter i Grabe < schildert gut bet Daterla lag, bei Schuld' und bi Harmw schahun legten l am Grc u Kl Hub 9 terhaltu Vereins!
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Müll gliedsch ihnen! der Gi tivführ meister durch b uni) Ion fall. So lang et meinsan stücke de wähnt Größi der Gei begleitet (/) W beroerfa verhand! oerfitäts] Nürnber stützt dui stelluna, Reichsbü deutschen Vortrog Ortsgrup Dank bet in der ül ,„0 M
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