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bestanden. Seit Oktober 1933 stubiere er in Bern. Er sei lediglich mit der Absicht, Gust- loff zu ermorden, nach Danos gekom - m e n. Gustloff bade er weder persönlich gekannt, noch ihn je gesehen. Seine Wohnung habe er aus dem Telephonbuch ersehen. Der Mörder bestätigte, daß er sofort auf Gustloff geschossen habe, als dieser ins Zimmer getreten sei. Er habe ihn ermordet, weil er ein „nationalsoziali- sttscher Agent" sei.
Die Auslandsorganisation derASDAP. zurGrmordungGustloffs
Berlin, 5. Febr. (DNB.) Der Gauleiter der Auslandsorganisation der NSDAP., Ernst Wilhelm Bohle, erläßt aus Anlaß der Ermordung des Lanbesgruppenleiters Schweiz ber Auslanbsorga- nisation ber NSDAP., Wilhelm G u st l o f f. folgenden Nachruf:
An das Auslandsdeutschtum! Wilhelm Gustloff, Landesgruppenleiter Schweiz der Auslandsorganisation der NSDAP., ist nicht mehr. Fünf Schüsse eines jüdischen Meuchelmörders machten seinem Leben (wenige Tage nach seinem 41 Geburtstage) ein Ende. Wilhelm Gustloff war der dienstälteste Landesgruppenleiter im gesamten Auslande. Lange oor der
Machtergreifung gehörte er der Bewegung des Führers an und hat bis zur Stunde seines Todes nur dieser Bewegung gelebt. Wer Wilhelm Gustloff kannte, weiß, daß er zu den großen Idealisten gehörte, die des Führers treueste Gefolgsleute find. Der unermüdliche, glaubensstarke Vorkämpfer für den Führer war zugleich der beste, uneigennützige Kamerad seiner reichsdeutschen Volksgenossen in der Schweiz.
Nahezu zwei Jahrzehnte hat Wilhelm Gustloff G a st recht in der Schweiz genossen, wo er Heilung oon einem schweren Lungenleiden suchte und fand. Dieses Gastrecht hat W. Gustloff niemals verletzt. Das Ansehen dieses aufrechten Mannes war gleich groß bei Schweizern und Deutschen. 1930 begann er, damals als Gründer des kleinen Stützpunktes Daoos, die Weltanschauung seines Führers in die reichsdeutschen Kreise in der Schweiz hineinzutragen, lieber elf Jahre hat er nur dieser Aufgabe gelebt, — nie verzagend bei den zahlreichen Angriffen politisch Verhetzter, immer hilfsbereit gegenüber seinen reichsdeutschen Landsleuten. Erschüttert stehen wir an der Bahre unseres Landesgruppenleiters Gustloff. Die Fahnen der nationalsozialistischen Bewegung senken sich in Treue und nie endender Verbundenheit vor einem Manne, dessen Leben Dienst am Führer war.
Tiefste Entrüstung in Deutschland.
Das Echo der Berliner Presse.
Berlin, 5. Febr. (DNB.) Zu der Ermordung des Landesgruppenleiters Gustloff schreibt der „Völkische Beobachter", daß die Ermordung Gustloffs durch einen Juden ein grelles Schlaglicht auf die zersetzende Tätigkeit der Juden in aller Welt werfe. Aus diesem nichtswürdigen Mord des Juden David Frankfurter erhelle mit geradezu schlagender Deutlichkeit, wie notwendig die durch den Nationalsozialismus für Deutschland herbeigeführte reinliche Scheidung zwischen Deutschen und Juden war. „Und wenn es noch einer Rechtfertigung für die Einstellung des Nationalsozialismus 3ur Judenfrage bedurfte, so wäre es diese schändliche Tat." Das Blatt weist darauf hin, daß Deutschland durch die Juden bereits Hunderte feiner besten Männer verloren hat und daß es jüdische Drahtzieher waren, die fick einer irregeführten, kommunistisch verhetzten Arbeiterschaft als Vorspann bedienten. „Der Mord als politisches Kampfmittel", so schreibt der „2323." dann weiter, „blieb den Juden Vorbehalten. Das nationalsozialistische Deutschland sieht in dem meuchlings erschossenen Landesgruppenleiter Wilhelm Gustloff ein Opfer jüdischen Hasses. Es erneuert an seiner Bahre das Gelöbnis, kompromißlos seinen Weg weiterzugehen, um dadurch das deutsche Volk für alle Zeiten oor einer neuen Knechtung durch das überstaatliche Judentum zu bewahren. Durch nichts in ber Welt wird dieser Mord beschönigt werden können. Das Blut Gustloffs wäre nicht umsonst geflossen, wenn seine Ermordung bei allen Volkern oie Einsicht stärkte,,daß nicht nationale Lebensrechte den Frieden der Welt gefährden, sondern allgemein die hinterhältige Hetzarbeit wurzelloser Juden."
Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" erinnert dar- an, daß der politische Mord seit undenklichen Zeiten von allen zivilisierten Volkern a l s das schändlichste Verbrechen angesehen wird. Das Blatt spricht die Erwartung aus, daß alle irgendwie an dem feigen Verbrechen des jüdischen Mörders Beteiligten eine der Schwere der Tat entsprechende Verurteilung erfahren werden. —
Der „Berliner Lokalanzeiger" schreibt: Ein feiger Meuchelmörder hat eine nur aus kommunistischer und marxistischer Gesinnung heraus er
klärliche verwerfliche Tat begangen. Wieberum ist in Europa der politische Mord als Mittel zum Zweck der Bekämpfung eines Gegners benutzt worden. Als oor knapp anderthalb Jahren in Marseille politische Mörder den König von Jugoslawien und den französischen Außenminister niederschossen, hat die ganze Welt ihren Abscheu über diese gemeine Tat zum Ausdruck gebracht. Man muß erwarten, daß die ganze Welt sich mit gleichem Abscheu nicht nur gegen den Mörder oon Davos, sondern gegen alle wendet, welche die moralische und vielleicht auch die direkte Verantwortung für diese gemeine Mordtat zu tragen haben. — Die „Sermani a" sagt: Hinter diesem Mord und hinter dem Mörder steht d i e Hetze der Emigranten. Die intellektuellen Urheber dieses Verbrechens sind in jenen Kreisen zu suchen, die Tag für Tag Kübel des Unflats über das deutsche Volk und feine Regierung ausgießen.
Der Führer an Frau Gustloff.
Berlin, 5.Febr. (DRV.) Der Führer hal an Fran Gustloff folgendes Telegramm gerichiel: „Au dem schweren Verlust, der Sie betroffen, spreche ich Ihnen im Jiamen des ganzen deutschen Volkes meine aufrichtige Teilnahme aus. Das ruchlose Verbrechen, das dem blühenden Leben eines wahrhaft deutschen Mannes ein Ende setzte, hat in der ganzen Jlation Hefe Bewegung und Empörung hervorgerufen.
Adolf Hitler." ♦
Reicksminister Dr. Goebbels hat an Frau Gustloff folgendes Telegramm gerichtet: „ Zu dem furchtbaren Verlust, den Sie durch die feige Untat eines jüdischen Mörders erlitten haben, spreche ich Ihnen meine herzlichste und roärmfte Teilnahme aus. Mit Ihnen steht ganz Deutschland trauernd, aber auch er« füllt oon Gefühlen tief st er Empörung über diesen erbärmlichen Meuchelmord an der Bahre Ihres Mannes.
Dr. G o e b b e I s."
Kommunistischer Militärputsch in Paraguay vereitelt.
Asuncion, 5. Febr. (DJIB. Funkspruch.) Das Kriegsministerium teilt mit, daß zur Aufrechterhaltung der Ordnung die Heeresleitung den Direktor
garribia ermorden wollte. General Lstigar- ribia nahm an der Spitze einer Kompanie persönlich die Rädelsführer fest. Unter ihnen befinden sich
Sozialdemokratischen Partei Ungarns auf kommunistischer Grundlage organisieren und das sozialdemokratische Parteiblatt leiten. Wieder andere hatten kommunistische Feierlichkeiten und Straßenkundgebungen zu organisieren zur Erinnerung an Lenin usw. Die gesamte Arbeit lief bei dem Leiter der Gruppe K i h zusammen, der mit den einzelnen Gruppenmitgliedern nur in Geheimschrift verkehrte und in dessen Händen allein der regelmäßige Kurierdienst nach Moskau lag. Die einzelnen am Kurierdienst beteiligten Personen konnten bisher noch nicht ermittelt werden. Die für den Kurierdienst nach Moskau benötigten f a l-
schen Pässe wurden von dem verhafteten Chefarzt Dr. Weil hergestellt. Die verhafteten kommunistischen Rädelsführer sind sofort einem eingehenden polizeilichen Verhör unterzogen worden, das bestätigte, daß die Moskauer ungarische Zentrale von dem berüchtigten Rätekommissar Bela Kun geleitet wird und die oberste Moskauer Propagandaleitung eine Verstärkung der kommunistischen Agitation im Südosten Europas angeordnet hat. Nach dem Verhör beging Kiß einen Selbstmordversuch, der jedoch infolge der Aufmerksamkeit der Polizei mißlang.
Wirtschaftlich fahren heißtDevisen sparen
Ein Aufruf der Automobilindustrie an alle Automobilisten.
Berlin, 4. Febr. (DNB.) Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf H e ß, hat bei dem kürzlich abgehaltenen Generalappell des NSKK. in Berlin auf die zwingende Notwendigkeit hingewiefen, durch vernünftige Fahrweise und Vermeidung übermäßig schnellen Fahrens die Reifen zu schonen und dadurch zur Devisenersparnis beizutragen. Hierzu teilt der Leiter der Fachgruppe Automobilindustrie I. Werlin folgendes mit:
Diese Aufforderung des Stellvertreters des Führers sollte nicht nur von den Angehörigen des NSKK., sondern von sämtlichen Kraftfahrern beachtet werden, da der Reifenverbrauch bekanntlich mit zunehmender Geschwindigkeit unverhältnismäßig schnell a n ft e i g t. Das haben nicht zuletzt auch die Erfahrungen der großen Rennen bewiesen. Jeder deutsche Kraftfahrer sollte den Ehrgeiz haben, g u t und wirtschaftlich zu fahren, ohne das Letzte aus feinem Fahrzeug herauszuholen, fei es in Bezug auf Höchstgeschwindigkeit, Beschleunigung, Bremsen oder Kurvenfahren. Er schont dadurch nicht nur sein Fahrzeug, sondern spart auch für sich an Betriebkosten, ferner aber — und das ist
für die Allgemeinheit heute ganz besonders wichtig, — an Devisen, da wir R o h g u m m i bekanntlich e i n f ü t) r e n müssen. Der Motor behält bei wirtschaftlichem Fahren immer eine gewisse Kraftreserve, die dem Fahrer wiederum die Möglichkeit gibt, einen angemessenen Reisedurchschnitt einzuhalten.
Eine vernüftige Fahrweise wird sich zweifellos auch sehr schnell in der Unfallstatistik günstig auswirken. Im Jahre 1933 (eine neuere Statistik liegt noch nicht vor) wurden nicht weniger als 4700 Menschenleben durch Kraft- fahrzeugunfälle vernichtet. 1935 hatten die Versicherungen einen Zuwachs von 50 v. H. bei den schweren Schadensfällen zu verzeichnen, woraus man ohne weiteres schließen kann, daß die Zahl der tödlichen Unfälle im gleichen Verhältnis gestiegen ist. Die traurigen Ueberrefte von Kraftwagen, die täglich nach Unfällen in die Werkstätten eingeschleppt werden, sollten jedem Kraftfahrer eine eindringliche Mahnung sein, durch freiwillige Selbstdisziplin den Hinweis des Stellvertreters des Führers zu beherzigen.
Gesunde Vorratswirsschast im Haushalt.
Oie Aufgabe der Krau in der Erzeugungsschlacht.
Berlin, 4. Febr. (DNB.) Im Derwalkungs- amt des Reichsnährstandes findet eine gemeinsame Schulungstagung des Reichsnährstandes und der NS.-Frauenschaft statt, auf der der Reichsernäh- rungsminifter und Reichsbauernführer 2) a r r ä über die Aufgaben der Frau im Rahmen der Erzeugungsschlacht sprach. Deutschland befindet sich ernährungspolitisch in einer Zwangslage. Wir haben eine größere Bevölkerungszahl auf einer kleineren Fläche im Vergleich zum Vorkriegsdeutschland zu ernähren. Die sich daraus ergebenden besonderen Aufgaben müssen durch die Erzeugungsschlacht gelost werden. Das tann die Landwirtschaft nicht allein erreichen: Wenn dauernde Erfolge erzielt werden sollen, ist die Ernährungswirtschaft besonders aus die Mitarbeit der Hausfrauen angewiesen. Geht doch alljährlich dem deutschen Volke rund eine Milliarde Mark an Lebensrnitteln nur dadurch verloren, daß sie i m H a u s- halt unsachgemäß behandelt werden. Während unsere Mütter und vor allem unsere Großmütter ihren Stolz noch in einer guten hauswirtschaftlichen Vorratswirtschaft erblickten, war es modern geworden, sich um eine vernünftige Vorratswirtschaft im Haushalt überhaupt nicht mehr zu kümmern. Man bestellte und kaufte einfach beim nächsten Händler. Die Frau besitzt vielfach gar kein Gefühl mehr dafür, daß sie an die Voraussetzungen der naturbedingten Erzeugung gebunden ist, daß also durch Jahreszeit- j und Witterungseinflüsse Schwankungen in der Versorgung austreten. Hier setzt die Aufgabe der Vorratswirtschaft ein, hier liegt auch!
die Mitarbeit der Hausfrau in der Erzeugungsschlacht. Nur durch ein wirkliches Verständnis der Hausfrau für diese Erscheinungen, nur durch ihre tatsächliche Mitarbeit ist die Erzeugunasschlacht vollständig zu gewinnen. Daraus ergibt sich eine freiwillige Verbrauchslenkung.
Vorratswirtschaft bedeutet, Erzeugnisse einer bestimmten Jahreszeit bann billig zu kaufen und zu lagern oder haltbar zu machen, um sie in den Monaten des natürlichen Mangels aur Verfügung zu haben. Verbrauchslenkung und häusliche Vorratswirtschaft sind die beiden wichtigen Pfeiler unserer deutschen Ernährungswirtschaft. Der Reichsbauern- führer wandte sich bann an die Architekten und Baumeister, die auch bei den städtischen Neubauten diese Dinge beachten müssen. Leider ist heute in den meisten Fällen eine Bauweise eingerissen, daß es der Hausfrau fast gar nicht mehr möglich ist, eine vernünftige Vorratswirtschaft zu treiben.
_Die Reichsfrauenführerin Frau Scholz-Klink führte u. a. aus: Jeder muß sich klar fein, daß es nicht darum geht, was ihm persönlich genommen wird, sondern was er bej Gemeinschaft, dem Volk und damit dem Führer 'bringen kann. Es beißt heute, diesen Gemeinfchaftswillen zu formen. Auch die letzte Frau muß einsehen, daß sie zu dieser Nation und zu diesem Volke gehört, daß sie über ihr Leben als Mutter ber Familie zur Mutter der Nation hinauswachsen muß. Viele Gesetze können nur zum Segen für das Volk werden, wenn die Frau die innere Bereitschaft und restlose Bejahung dazu hat.
Drei Jahre nationalsozialistischer Kulturpolitik.
Beichskutiurwalter Hinkel in Frankfurt.
der Militärschule, Oberst Rafael Franco, und den Kommandeur des 1. Pionier-Regiments, Major Caballero 3 rala, zum Rücktritt aufgefordert hat. Major Antonio Gonzalez wurde von der Rangliste gestrichen. Die Genannten stehen in Verdacht, Beziehungen zu aufrührerischen Elementen zu unterhalten, die ihrerseits von kommunistischen Organisationen gestützt werden. Die Polizei hat alle öffentlichen Versammlungen verboten.
Major Gonzalez hat bereits Paraguay verlassen. Es ist aus verschiedenen aufgefundenen Schriftstücken nachgewiefen, daß er den Staatspräsidenten Dr. A y a l a und den General Estl -
auch verdiente Militärs. Ihr Zufammen- arbeiten mit den Kommunisten, von dem die Oef- fentlichkeit überrascht wurde, erklärt man sich nur so, daß sich die Offiziere in ihrer Eitelkeit gekränkt fühlten. Sie versuchten vergeblich, weitere Offiziere für ihr Vorhaben zu gewinnen. Am Dienstag wurden Flugblätter verteilt, in denen zum Generalstreik aufgefordert wurde, um die Freilassung des verhafteten Oberst Franco zu erzwingen. Franco, so hieß es in den Flugblättern, sei nur festgenommen worden, da das „Volk" ihn zum Präsidenten habe ausrufen wollen. Franco würde Freiheit, Glück und Geld bringen. 3n Stadt und Land herrscht völlige Ruhe.
Kommumfiische propagandazentrale in Ungarn ausgehoben.
Reger Kurierdienst zwischen Budapest und Moskau. - Bela Kun wieder an der Arbeit. — Ein weitverzweigter Agitationsapparat aufgedeckt.
Die NS.-Kulturgemeinde, Ortsgruppe Frankfurt, veranstaltete eine Kundgebung, auf bei Reichskultur- walter Hinkel zu dem Thema „Drei Jahre nationalsozialistische Kulturpolitik" prach. Der Reichskulturwalter begann mit ber Fest- tellung, baß bas, was in ben vergangenen brei Jahren auf kulturellem Gebiet geleistet worben ist, alles übersteigt, was bisher geschaffen worben sei. Dann ging er barauf ein, wo wir jetzt auf kulturellem Gebiet stehen, und was in der Zukunft noch zu leisten ist. Wenn jemand kritisieren wolle, habe er nur bann bazu bas Recht, wenn er in ber Vergangenheit den Nationalsozialismus erlebt und in ich ausgenommen habe. Die Kulturpolitik kann nur ber verstehen, ber von ber Jbee vollkommen burch- brungen ist, bie mit Abolf Hitler ihre Aufer- tehung gefeiert hat. Darauf setzte sich ber Redner ausführlich mit bem Zustand auseinander, wie er am 30. Januar 1933 bestanden hat, wo der Abel oerjubet und bie Juben geadelt waren, wo ber Stubent verhöhnt und bas Militär in Witzblättern in ben Schmutz gezogen würbe. Adolf Hitler hat ich bamals nicht nur als ber erste Deutsche erroie« en, sondern auch als ber erste Künstler ber Nation.
Der unbekannte SA.-Mann, der sich in den Jahren des Kampfes, ohne die Idee des kulturellen
Schaffens vielleicht richttg begriffen zu haben, für diese einsetzte, ist für uns der Träger des kulturellen Schaffens und auch heute noch wertvoller als alle, die sich Künstler nennen, aber bis heute noch nicht ben Weg zur wahren deutschen Kunst gesunden haben.
„Ich stelle fest, daß es uns gelang, alle Theater zu erhalten, und daß wir auch junge produkttve Kräfte förderten. Wir haben ihnen die große Chance gegeben, unter bie Vergangenheit einen Strich zu machen und sich in bie nationalsozialistische Weltanschauung hineinzuleben." Das Jahr 1934 zeigte, baß viele, benen wir die Möglichkeit gegeben hatten, sich in das nationalsozialistische Kulturleben einzufügen, wieder arrogant und frech geworben sind und bamit zeigten, baß sie nicht gewillt waren, sich bie Jbee des Führers zu eigen zu machen. 1935 mußte eine große Reinigung vorgenommen werben. Wir ließen uns aber auch jetzt nicht irgenbwelche „Köpfe" aufreben, sondern es wurde scharf geprüft, und im Herbst 1935 konnte Dr. Goebbels verkünden, daß das kulturelle Gebiet vollkommen bereinigt fei. Das war besonders auf bem Gebiete ber Musik außerordentlich schwierig, weil hier 70 bis 80 v. H. ber Künstler Juden waren.
Italien auf verschärfte Sanktionen vorbereitet.
Beschlüsse des Grohen Faschistischen Rats.
23 uba pest, 4. Febr. (DNB.) Die Bubapester politische Polizei hat eine kommunistische Pr^paganbazentrale auf gedeckt, wobei 15 kommunistische Rädelsführer verhaftet werden konnten. Unter ben Verhafteten befindet sich ber Kommunist Sigmund K i ß (Klein), der während der ungarischen Ratediktatur im Jahre 1920 eine führende Rolle gespielt hatte, damals zu Gefängnis verurteilt wurde und später nach Sowjetrußland ausgewandert war. Kiß war kürzlich von dem rüheren Rätediktator Ungarns Bela Kun, ber eit 1920 in Moskau weilt, nach Budapest gell n b t worden, um bie kommunistische Propaganda zu leiten. Aus bem aufgefunbenen Material ergab sich, daß Bela Kun in Moskau mit ber Leitung ber kommunistischen Propaganda für Ungarn beauftragt worden ist.
Die Leitung der eben aufgedeckten kommunistischen Zerstörung lag in den Händen des ange- sehenen Ehefarztes eines großen Budapester Sanatoriums namens Dr. Emil Dell. Jn feiner Privatwohnung wurden unter dem Parkettfußboden umfangreiche kommunistische Propagandaschriften, eine
große Anzahl falscher Pässe, die Liste der kommunistischen Agenten, die Abschriften der ständig von Budapest nach Moskau gesandten Berichte und größere Beträge gesunden. Aus dem Material ergab sich, daß zwischen Budapest und Moskau ein ständiger Kurie r d i e n st besteht. Man befaßte sich auch weitgehend mit militärischer Spio- n a g e. Unter den verhafteten Kommunistenführern, die meist Juden sind, befinden sich ein Kunstmaler, der Prokurist einer bekannten Versicherungsgesellschaft, ein Lehrer der technischen
Hochschule und eine Aerztin.
Die kommunistische Parteileitung arbeitete nach Dem bekannten kommunistischen Zellensystem. Die Mitglieder der Gruppe kannten einander ü !^er h"tte fein eigenes unabhängiges Tätigkeitsfeld. So hatte einer ber verhafteten Korn- mumften ben Auftrag, ben ungarischen Verband Der Privatbeamten und den Verein der Finanz- und Bankbeamten auf kommunistischer Grundlage ju organisieren. Ein anderes kommunistisches Parteimitglied sollte die linksradikalen Mitglieder der
Rom, 5. Febr. (DNB. Funkspr.) Ueber eine Nachtsitzung des Großen faschistiscken Ra- t e s heißt es in ber amtlichen Mitteilung: Der Duce setzt seinen Bericht über bie militärische unb politische Lage fort. Nach Schluß seiner Aus- ührungen würbe eine Entschließung angenommen, in der es heißt: Der große faschistische Rat sieht die letzten Siege der italieni- chen Truppen an der Erythräa- und Somali- ront als für die Lage ausschlaggebende Faktoren an. Der Rat erneuert feinen festen Entschluß, die Ziele zu erreichen, für die militärische Anstrengungen beschlossen wurden. Er ist habet überzeugt, ganz nach bem Geist der kämpfenden Truppen und nach dem Willen des italienischen Volkes zu handeln.
Der Rat hat sodann die Innere Lage geprüft, wie sie sich im dritten Monat der Wirtschaftsbelagerung bartut. Nach Würbigung bes ruhigen unb berounberungsroürbigen Wiber- ftanbes bes italienischen Volkes setzte ber Rat bie italienischen Gegenmaßnahmen im Falle einer weiteren Verschärfung der Sanktionen fest.
Der Finanzminister sprach über die Notwendigkeit, den Handelsverkehr mit dem Auslande in festgeordnete Bahnen zu lenken. Der Rat sieht im Handelsaustausch mit dem Auslands eine Funktion von öffentlichem Interesse, die eine unmittelbare Kontrolle durch den korporativen Staat rechtfertigt.
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