Ausgabe 
4.12.1936
 
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Das Schuldkonto der Ansgemerzten

r:id) gründete er Terrororganisationen, mit bereu

Zeitschriften als rabikal kommunistisch eingestellter^ -^e er bie Bestrebungen der kommunistischen Pro- Schriftsteller. Nach der Machtübernahme fluchtete; Uganda auf Zersetzung der Staaten vorwärts zu

er in die Tschechoslowakei und wurde Mitarbeiter

^Uenbe Verwend

Aus dem Beiprogramm seien die schönen Auf» nahmen eines KulturfilmsMutterliebe beim Tier' Hervorgehoden. Dr. Hans T h y r i o t

gangenheit wieder auf, die sie abgestreift zu haben glaubte, und droht sie aus dem neuen wieder in das alte Leben zurück- und hinunterzureißen. Mt einem offenen Geständnis und mit der Entdeckung des wahren Schuldigen löst sich im letzten Augen­blick die verhängnisvolle Verstrickung. Der Stoff könnte auch erzählt werden, aber einer Novelle etwa mürbe die unheimliche optische Eindringlichkeit fehlen, über die der seiner Möglichkeiten bewußte Film verfügt; zumal wenn er, wie hier, nicht an äußeren Effekten haften bleibt, sondern (Regie: Werner Hochbaurn) die Vorgänge gleichsam transparent macht; wenn die beiden Lebenskreise sich nicht plump und hart, sondern gleichsam durch­scheinend und reflektiert berühren und überschneiden. Hier kann man, in manchen Szenen, erleben, wessen der Film, technisch und künstlerisch, überhaupt fähig ist, bis in welche seelischen Bezirke und Erlebnis­sphären er vorzustoßen vermag. Als kleines Bei« spiel: man beobachte, wie durch die Nahaufnahme der Harfensaiten im Orchester eines Tanzlokales die unwillkürliche Vorstellung von Gitterstäben geschaf­fen wird: im Bruchteil einer Sekunde stellt dis Kamera so die innere Beziehung und Verbindung zwischen beiden Lebenskreisen her, die sich noch nicht geschieden, sondern nur hoffnungsloser inein­ander verschlungen haben. Luise Ullrich als He­lene, als Betty, als Betty und Helene, zuletzt wie­der als Helene ganz allein. Schon im Sprachlichen, in der Spanne zwischen dem weichen Wienerisch und dem schlechten Englisch der beiden Gestalten, ist der ganze Aktionsradius ihrer Darstellung ent­halten: sie empfindet bestimmt den großen Reiz doppelter Verwandlung und den verführerischen Zauber der Spiegelung ihrer selbst, aber sie ver­liert sich nicht im Artistischen, im virtuosen Triumph, beides zu können und zu sein, sondern behält, hü­ben und drüben, hier und dort, ein menschliches Gesicht, die Züge eines armen, gehetzten Geschöpfes ... in seiner Ängst, in seiner Liebe, im zaghaften Glücksgefühl. Um es eingehend zu beschreiben, brauchte man mehr Raum; der Beschauer mag es selbst bis in Einzelheiten verfolgen, in scheinbar nebensächliche Kleinigkeiten, wie sie, beispiels­weise, in einen Apfel beißt. Aus der alten Welt werden die unheimlichen Gestalten eines verkom­menen Klavierspielers und eines brutalen Verbre­chers von Oscar Sima und Anton P o i n t n e r zu beklemmender Lebendigkeit erweckt; im neuert Daseinsraum rücken die Figuren des Staatsanwal­tes (Gustav D i e ß l) und der Wirtschafterin (Lucis Höflich) schlicht und natürlich ins nahe Blickfeld der Begebenheit. Das Manuskript schrieben Dr. Georg Klaren, Walter von Hollander und C. Bud a. An der Kamera stand Georg Bruck- bauer. (Tobis-Europa.)

Hier das oben erwähnte weite Ausschwingen in der Arie, anmutige Bewegtheit im Menuett, dessen Triosatz im eigenen tonlichen Lichte vorüberglitt und dem inneren Schwung der Bewegtheit in der Gigue (die Burleske hatte man ausgelassen).

Den Gipfel des Abends aber gab unbestreitbar Beethovens Kreutzer-Sonate, die den Musiker wie den Instrumentalisten Wilhelm Stroß in bewußtem, wohlbedachtem Nachschaffen dem Hörer nahebrachte. Klar herausgestellt waren die Ansatzpunkte der musikalischen Entwicklung mit ihrem Einhalten und ihrem expansiven Fortschreiten. Die saubere Doppel-Grifftechnik wie auch die Be­herrschung des Griffbrettes bis in die höchsten Lagen (wofür Wilhelm Stroß auch schon in der Franck-Sonate Zeugnis abgelegt hatte) leuchteten in der Variationenfolge hell auf. Bewunderungswürdig in ihrer Ausgeglichenheit war die sorgfältig durch­gebildete Bogenfertigkeit. Das Finale wurde mit hinreißendem Tempo durchglüht bei besonderer Be­achtung der Adagio - Ruhepunkte vor Eintritt der Coda.

Ihm zur Seite waltete am Flügel Otto Maier, der in den Variationen eine entwickelte Technik ein­setzte. Mit Rücksicht auf die akustischen Verhältnisse der Aula hätten Plastik und Linie im Klavierpart weniger starke Diskretion vertragen können.

War der überaus freundliche Beifall nach der Händel-Sonate schon ermutigend für die Konzert­geber, so wurde ihnen nach der Kreutz"r-Sonate leb­hafte Änerkennung zu teil, so daß sie sich zu einer Zugabe entschlossen. Dr. H. Hering.

»Schatten der Vergangenheit"

Gloria-Palast.

Man hat in der letzten Zeit des öfteren berühmte Schauspieler in Doppelrollen herausgestellt. Das ergab, zum mindesten, die Möglichkeit, die ver­blüffenden Zauberkünste der Filmtechnik spielen zu lassen, einen leibhaftigen Menschen gleichsam zu spalten, zu verdoppeln, mit verschiedenen Stimmen, vertauschten Gesichtern erscheinen, ja sich selber gegenübertreten zu lassen, wie im Traum oder im Märchen. Nicht immer ergab sich, wie in diesem Falle, eine so zugleich verwirrende und erregende Verdoppelung schauspielerischer Intensität und Spannweite. Luise Ullrich spielt hier zwei Zwil­lingsschwestern: die Geigerin Helene Gall, die unter falschem Verdacht vier Jahre lang unschuldig im Zuchthaus saß, wegen guter Führung vorzeitig ent- lassen wird und zu ihrer Schwester flüchtet, dem Revuestar Betty Gall, die in Wien ein oberfläch- l'ches und sorgloses Leben führt. Die Schwestern stehen sich wie ein Spiegelbild gegenüber. Durch einen Unfall kommt Betty ums Leben; Helene wird gerettet und beginnt, halb unter dump­fem Zwang handelnd, halb durch äußere Umstände getrieben, bas Leben der Schwester weiterzuleben. Erst hat sie Glück damit, aber bann taucht die Ver-

mäßige Hetze aegen das Reich. Ende 1935 gründete er eine Korrespondenz, deren alleiniges Ziel darin bestand, den ernsten Ausbauwillen des Reiches zu verdächtigen. In unzähligen Aufrufen, Versamm­lungsreden und Zeitungsartikeln, die von der Emi­grantenpresse bereitwillig übernommen wurde, gab er seinem blinden Haß gegen den deutschen Wieder­aufstieg Ausdruck.

4. Fritz Erpenbeck, Schauspieler und Redak­teur, zeigte sich durch seine Mitarbeit an mehreren

Den Höhepunkt klassischer geigerischer Kunst stellt zweifellos Beethovens Kreutzersonate dar. Beethoven hat sie selber alsin einem konzertieren­den Stile" geschrieben bezeichnet,wie ein Konzert". Klavier und Geige stehen sich hier als zwei gleich­zeitig bedachte schaffende Werkkräfte gegenüber; in seinen Anforderungen geht hier Beethoven über das rein Kammermusikalische hinaus. Die dem Gei­ger Rudolf Kreutzer zugeeignete Sonate ist darum von jeher von all den Geigern, die etwas Beson­deres als Musiker und Instrumentalist zu geben hatten, bevorzugt worden.

Eine eigene Fortbildung fand die Sonatenform durch den Belgier Cösar Franck (18221890), der in seiner späteren Pariser Wirksamkeit einen siche­ren Hort für klassizistische Formprinzipien bedeu­tete, denn die gerade 1886 erschienene Sonate steht in strengem Gegensatz zu dem besonders in der französischen Musik sich hervorstellenden formauf­lösenden Impressionismus. Mag auch beispielsweise im zweiten Satz dieser Sonate sich das Gleitende des Melodischen abzeichnen und auch das ganze Werk sehr stark von Bewegungsimpulsen beeinflußt sein, so sind doch die starken formalen Bindungen an die überkommende Sonatenform dennoch im Uebergewicht.

Diesen vielfältigen musikalischen Erscheinungs­formen gab Professor Wilhelm Stroß (München) lebensnahe Wirklichkeit. Dazu hat er hoch beacht­bare Fähigkeiten, die in Anbetracht seines verhält­nismäßig noch jugendlichen Alters um so mehr ins Gewicht fallen und die in zu erwartender stetiger Fortentwicklung zu hohen Hoffnungen be­rechtigen können.

Der instrumentale Ton ist gerade für den Geiger das Erkennungszeichen seiner Qualität, denn alle grundlegenden technischen Bedingungen laufen hier zusammen. Weit ausholend vermag Professor Stroß die Kantilene in groß gespanntem Bogen zu spinnen. Dafür gab dieAria" aus der Reger- Suite den untrüglichen Beweis. Ebenso bestätigte sich hier die innere Wärme des Tones, der in der Kantilene auf der O-Saite modulationsfähig zu allen dynamischen Graden erklang bis zum letzten Verhauchen.

Ebenso gewinnend war der voluminöse Ton in Händels VI. Sonate in E-dur (nicht, wie fälsch­lich auf dem Programm angegeben war, in E-dur). Das sequen^enhafte Figurenwerk war in den Alle- gro-Sätzen sorgfältig gegliedert und klang so in ur­sprünglicher Eingängigkeit.

Galt es bei Händel mehr den musikalischen Stil zu erfassen, so zeigte sich Wilhelm Stroß in der A-dur - Sonate von Cesar Franck mit trefflich be­dachter Differenzierung des Toncharakters und der Farbigkeit des Klanges, wie sie in dem Mittelsatze Zu Tage trat. Ebenso stark aber mar der musikalische Impuls erfaßt mit starkem Drängen und mitreißen­den Aufsteigerungen.

Die Regerschen Sätze fanden charakterisierende Ausprägung und erblühten zu bildhafter Nähe.

treiben suchte. Er stand hierbei in enger Fühlung­nahme mit den bolschewistischen Machthabern.

16. Emil K i r s ch m a n n, ehemaliger Redakteur derRheinischen Zeitung" und hoher Ministerial­beamter der Republik, war bis zur Machtüber­nahme führendes Mitglied der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion. Er flüchtete unter Mitnahme eines großen Teiles des ehemaligen SPD.-Ver- möaens ins Ausland. Nach vorübergehendem Aufenthalt im Saargebiet begab er sich nach Frank­reich, wo er Leiter eines Emigrantenbüros ist. Ge­meinsam mit anderen Emigranten gibt er hier eine Hetzschrift heraus, in der er in gehässiger Weise Propaganda 'gegen das Reich treibt.

17. Wilhelm Koenen, ehemaliger kommunisti­scher Reichstagsabgeordneter. Nach dem Umschwung flüchtete er nach Paris, wo er im Sinne der form

i Mfdjes Bild über . ® Deutschland zu

27. Wilhelm S He des Noveml '« ehemaligen V ?nd des Kabinett- ^nem. Nach d 'Werft ins Saarg Urabstimmung Mm Journalister wen und z. i Wen Schrift $ ®erta||er zM toifel. Ach S« zu den ta|en.

Arthur Th '!^Qr und Rei » zum Pa^ .Prag, der ein E **»

Wr ^^äeichnun

an mehreren Emigrantenblättern Seine Ehefrau, die ebenfalls als aktive Kommunistin hervorgetre­ten ist, ist ostjüdischer Abstammung.

5. Alfons Goldschmidt, Jude, ehemaliger Dozent in Leipzig, führendes Mitglied zahlreicher internationaler kommunistischer Vereinigungen. Nach seiner Emigration hielt er in zahlreichen Städten Amerikas meist in jüdischen Klubs hetzerische Vor­träge, in denen er durch grobe Lügen über die innerdeutschen Verhältnisse Stimmung gegen das Reich zu machen suchte.

6. Karl G r o e h l, aktiver Kommunist, der in der Münchener Rätezeit eine Rolle spielte und die Ueberführung der später erschossenen Geiseln nach dem Luitpold-Gymnasium veranlaßte. Nach vor­übergehendem Aufenthalt im Saargebiet flüchtete

Berlin, 3. Dez. (DNB.) Auf Grund des § 2 des Gesetzes über den Widerruf von Einbürgerun­gen und die Aberkennung der deutschen Staats­angehörigkeit vom 14. Juli 1933 (RGBl. I S. 480) erkläre ich im Einvernehmen mit dem Herrn Reichsminifter des Auswärtigen folgende Reichs­angehörige der

deutschen Staatsangehörigkeit für verlustig,

weil sie durch ein Verhalten, das gegen die Pflicht zur Treue gegen Reich und Volk verstößt, die deut­schen Belange geschädigt haben:

1. Baumann, Alfons, geboren am 1. 1. 1900 In Gissigheirn (Baden); 2. Beyer, Georg, geboren am 2. 10. 1884 in Breslau; 3. Braun, Mathias (Matz), geboren am 13. 8. 1892 in Neuß; 4. Bräuer, Walter, geboren am 5. 10. 1906 in Hanau; 5. Danzebrink, Heinrich Peter, ge­boren am 2. 1. 1899 in Prüm (Eifel); 6. Erpen­beck, Fritz, geboren am 6. 4. 1897 in Mainz; 7. Goldschmidt, Alfons, geboren am 28. 11. 1879 in Gelsenkirchen; 8. Gröhl, Karl, geboren am 10. 2. 1896 in Schneidemühl; 9. Gundel- finger, Leo, geboren am 22. 5. 1901 in Regens­burg; 10. Haas, Kurt, geboren am 1. 2. 1898 in Fürth; 11. Heiden, Konrad, geboren am 7. 8. 1901 in München; 12. H eyman n, Fritz, geboren am 28. 8. 1897 in Bocholt (Westfalen); 13. von Hildebrand, Dietrich, geboren am 12. 10. 1889 in Florenz (Italien); 14. Kiesewetter, Ernst, geboren am 30.11.1897 in Kolberg; 15. Kippen­berger, Hans Karl, geboren am 15. 1. 1898 in Leipzig; 16. Kirschmann, Emil, geboren am 13. 11. 1888 in Oberstein (Nahe); 17. Koenen, Wilhelm, geboren am 7. 4. 1886 in Hamburg; 18. K ö ni g, Heinrich, geboren am 13. 4. 1886 in Weitmar; 19. Kow alski, Paul, geboren am 22. 2. 1911 in Potsdam; 20. Künder, Paul Christian, geboren am 17. 10. 1897 in Wandsbek; 21. Lauriolle, August Heinrich, geboren am 6. 8. 1886 in Mainz; 22. Lehnert, Gustav, ge­boren am 6. 7. 1896 in Gelsenkirchen; 23. Lud - m i g, Adolf, geboren am 27. 6. 1892 in Pirmasens; 24. Machts, Hertwig, geboren am 16. 7. 1895 in Jena; 25. Mann, Thomas, geboren am 6. 6. 1875 in Lübeck; 26. Olden, Rudolph, geboren am 14. 1. 1885 in Stettin; 27. Otten, Karl, ge­boren am 29. 7. 1889 in Oberkrüchten; 28. Rein- bald, Georg, geboren am 22. 10. 1885 in Triberg (Baden); 29. Ritzel, Heinrich, geboren am 10. 4. 1893 in Offenbach a. M. (früher in Gießen); 30. Schnog, Karl, geboren am 14. 6. 1897 in Köln; 31. Schreiner, Karl, geboren am 8. 11. 1895 in Köln; 32. eollmann, Wilhelm, ge­boren am 1. 4. 1881 in Oberlind; 33. Sprey, Jakob, geboren am 8. 4. 1904 in Düsseldorf; 34. Steinthal, Hans Gustav, geboren am 16. 9. 1893 in Charlotte (Bayern); 35. Thalheimer, Siegfried, geboren am 10. 1. 1899 in Düsseldorf; 36. Thiele, Artur Otto, geboren am 28. 4. 1896 in Dresden; 37. Dahsen, Arnold, geboren am 10. 1. 1902 in Harf (Kreis Bergheim); 38. W r o n - kow, Ludwig, geboren am 3. 12. 1900 in Berlin; 39. von Z w e h l, Hans, geboren am 17. 3. 1888 in Otterndorf.

Das Vermögen der vorstehend bezeichneten Personen wird beschlagnahmt.

Der Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit wird erstreckt auf folgende

Familienangehörige:

Margarete Baumann, geb. Rausch, geboren am 22.8.1908 in Schotten (Hessen); Otto Lud-

11,1

er ins Ausland, wo er zahlreiche Schriften niedrig­sten Inhalts veröffentlichte. Er arbeitete in kom­munistischen Organisationen und stand hierbei tn enger Verbindung mit oem bereits ausgebürgerten Kommunistenführer Münzenberg.

7. Leo G u n d e l f i n g e r, jüdischer Redakteur, war früher an der marxistischen ZeitungRhein!- sche Warte" in Koblenz tätig, die eine gemeine Hetze gegen die nationalsozialistische Bewegung ent­faltete. Nach vorübergehendem Aufenthalt im Saargebiet flüchtete er nach Frankreich. In Wort und Schrift richtete er gehässige Angriffe gegen Deutschland.

8. Kurt Haas, jüdischer kommunistischer Schrift­steller, mehrfach wegen Betruges, Urkundenfälschung und Diebstahls vorbestraft. Vor der Machtüber­nahme war er beim Mitteleuropäischen Pressedienst in Berlin angestellt. Er flüchtete zunächst nach Prag, wo seine niedrigen Anwürfe gegen Deutsch, land in der Emigrantenpresse Aufnahme fanden. 1935 begab er sich nach Schweden und setzte dort seine lügnerische journalistische Tätigkeit fort. Durch bewußt irrefeührende Behauptungen suchte er dem Deutschtum Schwierigkeiten zu bereiten.

9. Konrad Heiden, Jude, früherer Schriftleiter derRepublikanischen Hochschulzeitung" in Mün­chen. Nach vorübergehender Tätigkeit im Saarge­biet begab er sich nach Frankreich und entfaltete dort eine rege publizistische Tätigkeit gegen das Reich, die er mit den gemeinsten persönlichen Ver­unglimpfungen der früheren Männer Deutschlands verband. Seine Machwerke veröffentlichte er mit Vorliebe in der Emigrantenzeitung des bereits aus­gebürgerten Juden Georg Bernhard. Seine pseudo-wissenschaftlichen Geschichtsbetrachtungen die­nen allein dem Bestreben, die Ziele der deutschen 'Politik zu entstellen.

10. Fritz Heymann; 11. Jakob Sprey und 12. Siegfried Thalheimer. Drei jüdische Zei­tungsunternehmer, die früher denDüsseldorfer An­zeiger" betrieben. Nach dem Umschwung flüchteten sie ins Ausland, wo sie enge Verbindungen mit jüdischen Emigrantenorganisationen in Paris auf­nahmen und sich im staatsfeindlichen Sinne betätig­ten. Vorübergehend arbeiteten sie gemeinsam an der von Thalheimer in Saarbrücken gegründeten Westlandzeitung", die sich durch ihre gemeine Hetze gegen das Reich hervortat.

13. Dietrich von Hildebrand, ehemaliger außerordentlicher Professor für Philosophie an der Universität München. Seit 1934 hält er sich in Oesterreich auf und beteiligte sich an der Gründung der katholischen ZeitungDer christliche Stände­staat", in der er die niedrigsten Anwürfe gegen das Reich und seine Führung veröffentlichte.

14. Ernst Kiesewetter, anarchistisch einge­stellter Redakteur, der sich seiner Kriegsdienstpflicht durch Fahnenflucht entzog. Er beteiligte sich aktiv an dem Münchener Räteputsch. Nach der Macht­übernahme flüchtete er ins Ausland und arbeitete dort im Sinne der bolschewistischen Umsturzpläne.

15. Hans Karl Kippenberger, ehemaliger kommunistischer Reichstagsabgeordneter. In Frank­

wig Heinz Baumann, geboren am 5.10.1932 in Butzbach (Hessen); Elly Beyer, geb. Wal- lich, geboren am 3.8.1897 in Köln; Gisela Beyer, geboren am 6. 5. 1919 in Köln; Luise ^Rarie Bayer, geboren am 5.7.1927 in Köln; Angela Braun, geb. Stratmann, geboren am 22. 8. ioM2 in Neuß; Hedwig Erpenbeck, geb. ^inner, ge­boren am 20.5.1904 in Lemberg (Galizien); Lina Gold schmidt, geb. Jakobi, geboren am 31.3. 1888 in Berlin; Irene Goldschmidt, geboren am 29.8.1913 in Berlin; Veronika Gr ö h l, geb. Gehe, geboren am 14.5.1904 in Trebbin; Laura Margarete von Hildebrand, geb. Denk, ge­boren am 19. 7. 1885 in Altenfeld; Franz d o n Hildebrand, geboren am 7.12.1912 in Wien; Paula Kiesewetter, geb. Reschke, geboren am 14.6.1901 in Wandsbek; Lieselotte Kiesewet­ter, geboren am 21. 6.1922 in Berlin; Thea, K i p- penberger, geb. Niemand, geboren am 27.3. 1901 in Leipzig; Margot K i p p e n b e r g e r ge­boren am 21.1.1924 in Hannover; Jeanette Kip­penberger, geboren am 23.7.1928 in Leipzig; Martha Koenen, geb. Friedrich, geboren am 16.7.1883 in Kempen; Heinrich Koenen, gebo­ren am 12.5.1910 in Königsberg; Johanna Koe­nen, geboren am 23.11.1911 in Halle; Elisabeth König geb. Kampert, geboren am 15.10.1888 in Hamme (Westfalen); Werner König, geboren am 1.5.1912 in Weitmar; Ilse König, geboren am 30. 8. 1921 in Weitmar; Berta Künder, geb. Schaumann, geboren am 14.6.1901 in Wandsbek; Emmi Lehnert, geb. Brosch, geboren am 25.2. 1901 in Osnabrück; Jngeborg Lehnert, geboren am 26.3.1925 in Gelsenkirchen; Kurt Lehnert, geboren am 19. 7. 1927 in Gelsenkirchen; Helene Ludwig, geb. Sprenger, geboren am 14.11.1893 in Pirmasens; Ludwig Ludwig, geboren am 21.3.1912 in Pirmasens; Werner Ludwig, ge­boren am 27. 8. 1926 in Pirmasens; Katharina Mann, geb. Pringsheim, geboren am 24.7.1883 in Feldafing; Gottfried Angelis Thomas Mann,

26. Karl S ch r Island und ist d Nl'er herausgec ' in Prag. In seine

geboren am 27. 3. 1909 in München; Monika Mann, geboren am 7. 6.1910 in München, Elisa­beth Veronika Mann, geboren am 21.4 1919 m München; Michael Thomas Mann, geb. am 21.4.1919 in München; Isolde Olden, geb. Bagut, geboren am 20.11.1904 in Hohenstadt; Elise Re mho d, geb. Schröder, geboren am 27. 2. 1885 in Berlin, Elisabeth Eva Ritzel, geb. Lack, geboren am 10.5.1894 in Offenbach am Main; Wolfgang Heinrich Ritzel, geboren am 24.8.1919 in Offen­bach; Gerhard Johannes Alfred Ritzel, geboren am 12. 4. 1923 in Michelstadt (Hessen); Gunther Klaus Ritzel, geboren am 11.11.1924 in Frank­furt a. M.; Lucia Schnog, geb. Zengerlmg, ge­boren am 19. 12. 1895 in Stavenhagen; Hanna Schnog, geboren am 21.6.1930 in Berlin; Ka­tharina Sollmann, geb. Gruemmer, geboren am 27.9.1883 in Lindau; Elfriede Sollmann, geboren am 21.8.1912 in Köln; Meta Stein­thal, geb. Ritz, Derrn. Volk, geboren am 4. 4.1884 in Charlottenburg; Gertrud Thalheimer, geb. Stern, geboren am 24.10.1902 in München-Glad­bach; Rukh-Eoa Thalheimer, geboren am 16. 6. 1929 in Düsseldorf; Elisabeth Helene V a h s e n, geb. Dahmen, geboren am 19.7.1900 in Königshoven (Kr. Bergheim); Elisabeth Dahsen, geboren am 4.12.1924 in Düsseldorf; Angelika Helene Wilhel­mine Dahsen, geboren am 12.1.1926 in Düssel­dorf; Arnold Philipp Peter Dahsen, geboren am 26.10.1931 in Düsseldorf; Hilde Wronkow, geb. Rosenberg, geboren am 11. 5.1901 in Czerno­witz; Rosa non Zwehl, geb. Spiel, geboren am 1. 7.1904 in Penzberg.

Die Entscheidung darüber, inwieweit der Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit sonst noch auf Familienangehörige zu erstrecken ist, bleibt nor- behalten.

Berlin, den 2. Dezember 1936.

Der Reichs- und Preußische Minister des Innern: In Vertretung: Pfundtner.

1. Georg Beyer (früher Markiwicz), jüdischer Redakteur, war bis zur Machtübernahme an der sozialdemokratischenRheinischen Zeitung" in Köln tätig. Er slüchete in das Ausland und nahm dort enge Fühlung mit den führenden marxistischen Emi­granten in Prag auf. Mit ihrer geldlichen Unter­stützung beteiligte er sich an der Gründung einer deutschfeindlichen Zeitung in Saarbrücken, die syste­matisch Greuelpropag-anda gegen das Reich und seine Führung betrieb.

2. Walter Bräuer, bereits als Student Mit­glied der ehemaligen SPD., trat bald zu der Kom­munistischen Partei über, in der er eine rege Tä­tigkeit auf schriftstellerischem Gebiet entfaltete. Auch nach dem Umschwung setzte er seine staatsfeindliche Tätigkeit fort und flüchtete dann in die Schweiz, wo er sofort Verbindung mit deutschfeindlich einge­stellten Kreisen aufnahm. Durch eine kommunistische Propagandatätigkeit trat er wiederholl auch in der Öffentlichkeit heroor.

3. Matthias (Matz) Braun, früher Volksschul­lehrer, Fraktionsführer der SPD. in der Stadtver- ordnetenoerfammlung Neuß und Redakteur der be­rüchtigten marxistischen TageszeitungDer freie Sprecher". Wegen feiner radikalen politischen Ein­stellung verließ er bald Deutschland und begab sich in das Saargebiet, wo er eine unrühmliche politische Rolle spielte. Nach dem Abstimmungsergebnis flüch­tete er nach Frankreich und entfaltete dort eine plan-

Gießener Konzertverein.

Biolin-Konzert Wilhelm Strotz.

Wenn ein konzertierender Künstler sich seinen Hörern oorstellt, so gibt er den ersten, ausschlag­gebenden Eindruck durch die Auswahl seiner Vor­tragsfolge. Sie läßt auf den ersten Blick zweifel­los erkennen, welcher Gruppe er sich anschließt; ob den mehr oirtuos eingestellten, die die Pflege der Technik und der rein instrumentalen Wirkungen in den Vordergrund rücken, oder denjenigen, die, oon musikalischer Verantwortlichkeit bewegt, sich be­mühen, den Hörer in die geistig musikalische Welt zu führen, wobei das instrumentale Können mehr das Mittel für die seelische Künbung darstellt. Das geistige Wesen der Musik hat sowohl in den ver­schiedenen geschichtlichen Zeitaltern ein bestimmtes weltanschauliches Gepräge, den Stil, angenommen; ebenso aber tritt die Rasseangehörigkeit beeinflussend für den Stil dazu.

Zumal für den Geiger ist die Beherrschung der verschiedenen Zeitstile in ihrer technischen Durch­bildung und in der Erfassung der geistigen Eigen­heit ganz besonders von Wichtigkeit: denn das aus­übende Instrument hat seine Grundform in den letzten 200 Jahren nicht im geringsten geändert; während beispielsweise die Tasteninstrumente ständig eine weitere Entwicklung der technischen Anlage und des damit verbundenen Klangcharakters er­fahren haben.

Wilhelm Straß berücksichtig! so das Zeitalter der aufblühenden violinistischen Kunst im Hoch­barock ebenso wie er der klassischen Periode ihr Teil gibt und über den Nachklassizismus in seiner festlichen Durchbildung hinleitet zum Wendepunkt der Musikentwicklung bis vor dem Weltkriege.

H ä n d e l s Diolinsanaten verleugnen ihre formale Beziehung zu der Sonatenform, die Carelli geprägt hat, durchaus nicht. Sie sind getragen van über­aus starker musikalischer Lebenskraft; Händel will keine schwerwiegenden Probleme in diese Werke hineintragen und schaltet damit symbolische Hinter­gründe aus; um so stärker aber erschließt sich die Naturkraft seiner unmittelbaren musikalischen Er­findung in einer ausgeglichenen Durchgestaltung, die Inhalt und festgelegte Form bis zum Letzten aufeinander abgestimmt erweist. Werke, die ebenso durch Schönheit der Klangfügung wie durch die Klarheit in der Formulierung der ausgesprochenen Gedanken sich auswirken.

Daß Max Regers Suite a-moll op. 103a, die er 1908 Edgar Wollgandt gewidmet hat, wieder den alten Suitengeist im Bachschen Sinne auf­nimmt und sich damit in unmittelbare Nähe der Händel-Sonaten stellt, war für Reger notwendiger Ansatzpunkt für sein Schaffen. Wenn er auch an den Errungenschaften der 200 Jahre Musikentwick­lung durchaus nicht vorübergeht, so fühlt er sich oennoch der geistigen Struktur der Barockepoche eng verbunden.

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