Ausgabe 
4.8.1936
 
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Zur Ausstellung im

In den letzten Jahren haben sich an den alten Kampfstätten wiederholt Frontkämpfer von hüben unö drüben getroffen und Erinnerungen an die Kriegslage von einst ausgetauscht. Der Begriff Feind existiert nicht mehr, und die Wut des Kamp­fes ist längst verraucht. Geblieben aber ist die Er­innerung an das gewaltige Ringen des größten Krieges aller Zeiten. In diesem Sinne will auch die neueröffnete Weltkriegsausstellung im Zeugheus zu Berlin aufgefaßt werden, die den Krieg nicht mehr nur zeigt, wie er von deut­scher Seite und von feiten seiner Verbündeten ge­führt wurde, sondern hier sehen wir auch zum erstenmal, wie der Weltkrieg auf der anderen Seite, bei unseren Gegnern, ausgesehen hat. Und so rundet sich das Bild des Erlebens ab. Die neue Ausstellung im Zeughaus wird gerade jetzt in den Tagen der Olympischen Spiele Inter­esse finden. Was jetzt ein Spiel ist und zu höchster Kraftanstrengung auffordert, das war damals blu­tigster Kampf und gipfelte in der Preisgabe des eigenen Lebens.

Unvermittelt und plötzlich stehen die Schicksals­tage von 1914 wieder vor uns, wenn wir die Zei­tungsseiten sehen, die den Mord am österreichischen Thronfolger und die spätere Mobilmachung an- kündigen. Ein besonderes Gesicht hatte der Krieg schon damals in den Grenzgebieten. Die Be­stimmungen aus Allenstein verboten den Verkehr über die Grenze und in einem Grenzstreifen. Die Binnenschiffahrt in den Flüssen wurde von heute auf morgen zum Stillstand gebracht. Da liegt vor uns auch die Photokopie des schicksalsschweren Mobilmachungsbefehls, dem dann die Kriegserklärungen folgten. 53 Kriegserklärunaen wurden in diesem Kriege insgesamt ausgesprochen, davon allein 41 Kriegserklärungen an Deutschland und seine Verbündeten. Deklarationen der Fran­zosen kündigen an, daß sie gleich damals Vorsorge getroffen haben, um Engländer, Belgier, Serben und Russen in die französische Armee aufzunehmen. Der Krieg veränderte das Gesicht des Landes von heute auf. morgen. Wie ein Militär-Lokalzug-Fnhr- plan von und nach Nürnberg anzeigt, hatten alle Angehörigen der Wehrmacht damals freie Bahn­fahrt, und die Angehörigen des Landsturms brauch­ten nur eine mündliche Erklärung abzugeben, daß sie einberufen waren, um dann freie Bahnfahrt zu erhalten. In der Hochstimmung von 1914 war nur einer über alle Maßen traurig, der General der Infanterie von Hindenburg. Er mußte un­verschuldet zu Hause sitzen und schrieb in einem Brief an den General-Ouartiermeister vonStein: Ich schäme mich, über die Straße zu gehen." Aber feine Stunde kam bald und wurde historisches S^icksal.

Dann kam der Einmarsch der deutschen Truppen in fremdes Land. In einem Armeebefehl des drit­ten Armeekorps wurden die Truppen aufgefordert, menschlich mit den Gegnern zu verfahren. General­oberst von Bülow, der Führer der 2. Armee, berichtet in einem eigenhändigen Bries an den Chef des Generalstabs des Heeres, M o l t k e , daß durch das Eingreifen L u d e n d o r f f s der Hand­streich auf Lüttich geglückt sei. Wir sehen auch ein Stück der weißen Fahne, die als Zeichen der lieber» gäbe damals vom Fort Flöson bei Lüttich gehißt wurde. Dann kam schweres deutsches Schicksal, und wir sehen den Rückzugsbefehl, den der General­oberst von Bülow nach der Marneschlacht gab. Wir sehen weiter den Rücktritt Moltkes und die Ernennung Falkenhayns zum Chef des Gene- ralstabs des Heeres.

Im Osten brachten die ersten Kriegswochen den f^nmarfd) der Russen. Der General der Kavallerie Rennenkampf machte in einem Tagesbefehl bekannt, daß alle deutschen Frauen verpflichtet seien, gegen Bezahlung die Wäsche der Angehörigen der russischen Armee zu waschen. Dort, wo sich auch nur der kleinste Widerstand zeigte, soll jede Ort­schaft sofort niedergebrannt werden. Diese Maß- nahme wurde angewandt, auch ohne daß deutsche Zivilsten in den Kamvs etnnriHen. Der Landrat von ©erbauen forderte in einem Erlaß die im Jahre 1914 ausgemufterten Rekruten auf, sich in kleinen Trupps zu sammeln und zu versuchen, auf dem Fußmarsch Marienburg oder Dirschau zu erreichen.

Besonderes Interesse in der Ausstelluna finden auch die Uniformen, die vom Jahre 1914 bis zum Jahre 1918 mannigfache Wandlungen bei all"n Ländern durchgemacht haben und zum Schluß in jenem Grau mündeten, das heute auch die Farbe der jungen deutschen Wehrmacht ist und das sich im Krieg am besten bewährt bat. In einem A n - denkenraum der Feldherren des Welt­krieges finden wir Hindenburgs Uniform, Eichhorns Feldmarschallstab, Klucks sckilichte silberne Uhr und die Erkennungsmarke des Gene­rals von Beseler. Diel Beachtung finden auch

der Erinnerung.

Berliner Zeughaus.

die Kriegsorden der verschiedenen Länder. Das französische Kriegsoerdienstkreuz war mit Löwen und Palmen versehen worden, je nach der An­erkennung, die einzelne Soldaten in Tagesbefehlen gefunden hatten. Ein einheitliches Kriegsehren­zeichen für alle Armeen der Gegenseite war die interalliierte Siegermedaille mit einem Band, das gewissermaßen in allen Farben der Länder schil- lerte.

Welche Wandlungen die einzelnen Waffen im Weltkrieg durchgemacht hatten, wie sie immer voll­kommener gestaltet wurden, das zeigt auch diese Ausstellung im Zeughaus. Wir sehen, wie im Be­ginn noch Soldaten durch Brustpanzer und Stirn- schild geschützt wurden, und wir sehen weiter den Werdegang des deutschen Stahlhelms. Da sind Gewehre aller Länder, und auch die Mu­nition aller Länder ist ausgestellt worden. Da sind Nahkampfmittel, Minenwerfer, Handgranaten und was es sonst noch alles gegeben hat.

Die Erinnerung an die Tage vor 20 Jahren werden wach bei dem Teil der Ausstellung, der das schicksalsschwere Kriegsjahr 1916 schildert. Da wird das unendliche Grauen lebendig, das über den Schlachtfeldern von Verdun und über den Kampf­stätten der Somme lag, und wir sehen die Wand­lung des deutschen Schicksals, als auch Falken- h a y n am 29. August 1916 sein Amt als Chef des Generalstabs des Heeres abgeben mußte und als Hindenburg und ßubenborff bie Geschicke ber deutschen Waffen in die Hand nahmen.

Diese Schicksale der Armeen sind im Grunde die gleichen wie die Schicksale der kleinen Einheiten. Das sehen wir an dem geschilderten Schicksal einer Fronttruppe, dem Naumburger Jägerbataillon 4. Diese Schicksale inländischer und ausländischer Fron­ten hat der Maler Engelhardt - Kyffhäuser festgehalten. Er zeigte in seinen eindringlichen Ar­beiten, welche Wandlungen auch der deutsche Mensch im Weltkrieg durchmachte. Aus dem jüng- linghaften Kriegsfreiwilligen von 1914 war 1916 ein ernster Mann geworden, der als Melder in Flandern treu feine Pflicht tat.

* Konkurse und Vergleichsverfahren im Juli. Nach Mitteilung des Statistischen Reichs­amts wurden im Juli durch den Reichsanzeiger 218 neue Konkurse ohne die wegen Massenmangels abgelehnten Anträge auf Konkurseröffnung be­kanntgegeben, sowie 58 eröffnete Vergleichsverfah­ren. Die entsprechenden Zahlen für den Vormonat stellen sich auf 208 bzw. 40.

* Besitzwechsel bei Tellus A G. Die aus- schlaggebenoe Mehrheit ber Tellus AG. für Berg­bau- unb Hütteninbustrie AG., Frankfurt a. M., ist nach Informationen bes Fwd. aus bem Besitz bes Bankhauses Straus & Co. in Karlsruhe von ber Harburger Chemische Werke Schön & Co. AG. in Harburg-Wilhelmsburg übernommen worben. Die Tellus AG. hat ihr Aktienkapital von 3,9 Mill. RM. bei ber Golbumstellung nach mehrfachen Sanie- rungsmaßnahmen, zuletzt 1933, auf nunmehr 500 000 herabgesetzt. Wie ber Fwb. noch erfährt, ist bie Tellus-Mehrheit wesentlich über ihrem letzten Börsenkurs (111 v. H.) veräußert worben.

Rhein-Mainische Börse.

VMlagsbörse uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 3. Aug. Zum Wochenan­fang herrschte an ber Börse stärkere Zurückhaltung. Der Drbereingang aus bem Publikum war sehr klein. Die Kursentwicklung für Aktien mar nach ber teilweisen Abschwächung vom Samstag wieder uneinheitlich, im allgemeinen hielten sich bie Abweichungen jeboch innerhalb eines Prozentes. Am Montanmarkt lagen noch kleine Abgaben ber Provinzkunbschaft vor. Hoesch ermäßigten sich um 1,13 v. H., Klöckner um 1,50 v. H., Verein. Stahl um 1,25 v. H., Mansfelber n. P. um 0,50 v. H., bagegen konnten sich Harpener als reiner Kohlen­wert um 2 v. H erholen unb Ilse Genuß lagen 3 v. H. höher, ebenso zogen Otavi Minen bei kleinem Umsatz weiter an auf 31,50 (31,13). Weiter fest lagen Kunstseibe AKU. mit 64 (62,90), ber Umsatz blieb hier noch beachtlich. Von Elektrowerten AEG. auf bas Sanierungswerk erholt auf 38,50 (38), auch Gesfürel 0,25 v. H. höher, fest lagen Schuckert mit 165,13 (163,50), bagegen gaben Siemens und Fel­ten je 1 v. H. nach. Westdeutsche Kaufhof bei we­sentlich kleiner gewordenen Umsätzen 1 v. H. nied­riger mit 59,50. Chemische Werte blieben behauptet, IG. Farben 0,25 v. H. leichter, aber Goldschmidt 1,75 v. H. fester. Von Motorenwerten BMW. aus­schließlich 5,4 v. H. Netto-Dividende 142,75 (147),

Die Nachrichtenmittel waren schon für den Weltkrieg unentbehrlich und werden bei etwaigen kommenden kriegerischen Verwicklungen noch eine größere Rolle spielen. Immerhin sehen mir, daß ein schweres Blinkgerät schon im Weltkrieg die Möglichkeit hatte, bei Nacht in einer Reichweite von 75 Kilometer Blinkzeichen zu geben und zu emp­fangen.

Laaerzeitungen künden von bem schweren Leib ber Kriegsgefangenen. Hier war bie see­lische Not meist immer bei weitem größer als bie körperlichen Entbehrungen. Der letzte Raum bieser eindringlichen Ausstellung ist den deutschen Toten des Weltkrieges gewidmet, und ber Dolksbunb für Kriegsgräberfürsorge zeigt, wie würbevoll an allen Stätten unb an allen Fronten, in Langemarck, in Nazareth unb in Saloniki, jene Friebhöfe gestaltet finb, in denen deutsche Soldaten, die für ihr Vaterland gefallen finb, den letzten Schlaf schlafen.

Gäste aus 22 Staaten bei der HI.

NSG. Samstag nachmittag verließen fünf große Omnibusse der Reichsbahn mit 200 ausländischen Gästen des Staatsbades Nauheim, um einer Einladung der Hitler-Jugend z'u folgen, die ihnen einen Einblick in das Zeltlager am Geder­ner See vermitteln sollte. Die Ausländer setzten sich aus Vertreter 22 verschiedener Staaten zusam­men. Mit außerordentlichem Interesse besichtigten bie Gäste bas Zeltlager, das einen hervorragenden Eindruck hinterließ. Vor allem fiel die peinliche Sauberkeit auf, die im ganzen Lager herrschte unb in erster Linie die sanitären Einrichtungen unb bie Küche auszeichnete.

Die Kurdirektion bes hessischen Staatsbabes Nau­heim hatte zum Kaffee 50 große Streuselkuchen gestiftet, die von den ausländischen Gästen gemein­sam mit unseren Hitlerjungen verzehrt wurden. Dieser zweite Zeltlagerbesuch einer größeren Gruppe Ausländer kann, wie aus den anerkennenden Wor­ten der Gäste zu entnehmen war, als voller Erfolg gebucht werden. In Wort und Bild werben bie Ausländer in ihren Heimatstaaten von der Disziplin unb dem Leistungswillen ber nationalsozialistischen Jugenb künden.

bagegen Daimler 1 v. H. schwächer. Eßlinger Ma­schinen voll behauptet mit" 103,25 (103), Moenus 0,50 ermäßigt. Im einzelnen eröffneten Zellstoff Waldhof unb AG. für Verkehr je 0,50 v. H., Rhein- Metall-Borsig 1 v. H. niebriger.

Der Rentenmarkt blieb sehr still. Altbesitz- anleihe mit 112,65, (112,75) knapp gehalten, Korn- munal-Umschuldung unv. 88,15, Reichsbahn-Dor- zugsaktien etwas höher mit 123,65, (123,40). Von fremben Werten lagen Rumänen etwas höher, 4,5 o. H. Golb 10,25 (16,10), 4 v. H. vereint). 5,60 (5,50).

Im Verlaufe hielt bie Zurückhaltung am Aktienmarkt an. Das Geschäft hatte auf allen Märkten nur sehr kleinen Umfang. In Montanwer-- ten lag noch kleines Angebot, insbesondere am Kassamarkt, vor, so daß hier die Kurse weiter ab» vröckelten. Infolge ber Geschäftsstille ergaben sich auch auf den anderen Marktgebieten kleine Rück­gänge. Etwas höher lagen aber Kaufhof mit 59,90 nach 59.50. Von Zellstoffaktien kamen Aschaffen­burger mit 123,75 (125,50) zur Notiz, auch sonst wiesen bie später notierten Papiere meist Rückgänge auf.

Am Rentenmark t schwankten Kommunal- Umschuldung zwischen 88,10 bis 88,15. Goldpfanb- briefe, Kommunal-Obligationen unb Stabtanleihen lagen unoeränbert, ßiquibationspfanbbriefe über- miegenb 0,13 bis 0,40 v. H. fester. Jnbustrie-Obliga- tionen gaben z. T. bis 0,50 v. H. nach. Auslanos- renten lagen sehr ruhig.

Tagesgelb etwas leichter mit 2,75 (3) v. H.

Abenbbörse ruhig unb behauptet.

Die Abenbbörse lag sehr still unb etwa behaup­tet. Am Aktienmarkt wichen bie Kurse nur um Bruchteile eines Prozentes gegen die Berliner Schlußkurse ab. Es herrschte allgemein weitere Zu­rückhaltung. Montanaktien lagen, soweit sie notiert wurden, nicht ganz behauptet. Für Otavi Minen erhielt sich etwas Nachfrage zu 31,75 (31,65). Wei­ter fest waren Kunstseide AKU. mit 65 bis 65,40 (64,65), ber Umsatz war beachtlich. Interesse erhielt sich außerbem für AEG. zu 39,25 (39,13), sowie für Westbeutsche Kaufhof zu 60,25 (59,90). Etwas schwächer lagen Muag mit 117,75 (118,25). Deut­sche Linoleum mit 173,50 (174,25) unb Deutscher Eisenhanbel mit 142,50 (143). Der Einheitsmarkt lag still, Großbankaktien blieben unoeränbert. An ben Rentenmärkten herrschte sowohl für beutsche, wie für auslänbische Werte saft Geschäfts- sttlle.

U. a. notierten: 6 v. H. IG. Farben 130,65, 4 v. H. Oefterr. Einheitsrente 1,67^2, 4 o. H. Un­garn Gold 9,15, 4 v. H. Ungarn Kronen 2^5, 4 v. H. Rumänen 5,60, 4 v. H. Schweiz. Bundesbahn 231, Adca 88, Commerzbank 102,13, DD.-Bank 105, Dresdner Bank 105, Harpener 137, Mannesmann 112,50, Otavi Minen 31,75, Verein. Stahlwerke 112, AKU. 65 bis 65,40, AEG. 39,25, Bekula 155. IG. Chemie volle 220, Deutscher Eisenhanbel E 142,50, Deutsche Erböl 132, Scherbeanstalt 273, Deutsche Linoleum 173,50, IG. Farben 170,50, Gesfürel 145, Golbschmibt 119,65, Holzmann, 132,50, Junghans 104,65, Lechwerke 113, Muag 117,75, Moenus 98,50, Schuckert 163, Westbeutsche Kauf- Hos 60,25, AG. für Verkehr 119, Hapag 15,75.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 3. Aug. Auftrieb: Rinder 248 (gegen 339 am letzten Montagsmarkt), darunter 27 (43) Ochsen, 43 (67) Bullen, 156 (189) Kühe, 22 (40) Färsen. Kälber 279 (344), Schafe 31 (52), Schweine 1824 (2371). Zum Schlachthof direkt: 26 (3) Ochsen, 1 (1) Bulle, 10 (8) Kühe, 10 (3) Färsen. Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebend­gewicht in Mark: Ochsen a) 43 bis 45 (am 27. Juli 42 bis 45), b) 41 (41), c) 36 (36). Bullen a) 41 bis 43 (41 bis 43), b) 39 (39). Kühe a) 40 bis 43 (40 bis 43), b) 35 bis 39 (35 bis 39), c) 28 bis 33

Die J15. Volkswohlfahrt braucht noch Frei- plähe für das Lrholungswerk des deutschen . Volkes und für die Linderlandverschickung. Die ehrenamtlichen Helfer werben dafür bis zum 10. August.

(28 bis 33), d) 25 (25). Färsen a) 41 bis 44 (44), b) 40 (40). Kälber andere a) 77 bis 81 (68 bis 72), b) 71 bis 76 (61 bis 67), c) 63 bis 70 (52 bis 60), d) 52 bis 62 (42 bis 51). Hümmel b2) 49 bis 50 (48). Schafe nicht notiert. Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51), Sauen gl) 56 (54 bis 56). Marktver- lauf: Rinder unb Schweine wurden zugeteilt. Käl­ber, Hämmel und Schafe flott, ausverkauft.

Grvßmarkt für Fleisch und für get-ro a r e n. Beschickung: 1303 Viertel Rindfleisch, 766 halbe Schweine, 72 ganze Kälber, 22 ganze Hüm­mel. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Bullenfleisch a) 76. Kuhfleisch a) 77, b) 65, c) 54 (alles jeweils Höchstpreise). Kalbfleisch b) 95 bis 110 (am 30. Juli 95 bis 105), c) 85 bis 95 (unver- ändert). Hammelfleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch b) höchster 74. Fettwaren: Roher Speck unter 7 cm 82 bis 85 (75 bis 82). Marktverlauf: flott.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 3. Aug. Auf dem Getreide- markt ist bie Lage noch ziemlich unveränbert infolge ber Ernteverzögerung burch bas regnerische Wetter. Dies gilt sowohl für Brot-, wie auch für Futter- getreibe neuer Ernte. Hafer alter Ernte hat nur geringe Umsätze. Das Futtermittelgeschäft ist ruhig, bie Kleieversorgung befriebigertb. Der kleine Bebarf an Biertrebern kann gebeckt werben; Malzkeime sind ohne Geschäft. Trockenschnitzel würben heute erneut zugeteilt. Kartoffelflocken finb nicht erhältlich. Rauh­futter bei kleinen Umsätzen behauptet. In Mehl hält bie lebhafte Nachfrage an.

Es notierten (Betreibe je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Reichsmark: Weizen W 13 217, W 16 220, W 19 224, W 20 226; Roggen R 12 160, R15 163, R18 167, R19 169, Großhanbelspreife ber Mühlen der genannten Preisgebiete. Futter- gerfte, Futterhafer 190. Weizenmehl Type 790 W 13 28,75, W 16 29,00, W 19 29,00, W 20 29,35; Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,20 bis 13,50. Weizenkleie W 13 10,65, W 16 10,80, W 19 11,00, W 20 11,10; Roggen­kleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50, Mühlenfestpreife ab Mühlenstation. Sojaschrot, Palm- und Ernußkuchen nicht notiert; Treber 14,75, Trockenschnitzel, Heu 4,50 bis 5,00, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt ober gebünbelt, 2,00.

Kartoffeln: Erstlinge 4,65, Böhms Aller- früheste 4,25, Frührosen 3,85 per 50 Kilo einschl. Sack. Tenbenz: ruhig.

Schweinemarkt in Hungen.

Jungen, 3. August. Auf bem heutigen Schweinemarkt stanben 318 Ferkel zum Ver­kauf. Es kosteten bis zu 6 Wochen alte Ferkel 12 bis 15 Mark, 7 Wochen alte Tiere 16 bis 18 Mark, 8 Wochen alte 19 bis 22 Mark, 9 Wochen alte 23 bis 25 Mark. Der Hanbel war mäßig, es ver­blieb trotz bes geringen Auftriebs Ueberftanb.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach­mittag geschlossen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter ben Papieren angeführten Ziffern geben bie Höhe ber zuletzt beschlossenen Divibenbe an. Reichsbankbiskont 4 v.H., Lornbarbzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a. M. |

Berlin

Franksurt a.M.

Berlin

Frankfun a. M.

Berlin

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 211.

Schluß­kurs

Schluß!. Abend­börse

Schluß­kurs

Schluß!. Mittag- börfe

Schluß­kurs

Schluß!. Abend- börsc

Schluß­kurs

Schluß!. Mittag­börse

Schluß« kurs

Schluß!. Abend­börse

Schluß- kurs

Schlußk. Mittag- börse

31 .Juli

Z.August

Amtliche Notierung

Geld | Brief

Amtliche Notierung

Geld | Briet

Dainm

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31.7

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Datum

31 .7

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Datum

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3.8.

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 5Vz% Doung-Anleihe von 1930 . Ternsche Anl.-Ablöj.-Schuld mtf

Auslos.-Rechten ............

4>/z% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, 1.......

4/2% ehem. 8% Hessischer Bolls final 1929 dcückznhlb. 102%) ..

4>/2"n ehem.8% Hessische Landes banl Darmstadt Gold R. 12...

6*/2% ehe in. 4)4% Hess. Landes Hnpothekenbank DarinstaoiLiau.

4%% ehem. 8% Tarmst. Komm

Landesb.Goldichuldverlchr R.6 Lberhesjen Provinz-Anleihe mii

Ausloi.-Rechten ............

Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

4'/2% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

5/2% ehern. 4l/z% Franks. Hyp.

Bank-Liqu.-Psandbriese......

6yz% ehem. 4/z% Rheinische Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpse. ...

4)4% ehem. 8% Pr. Landesvsand briesanstalt, Psandbriese R. 19

4)4% ehem. 7% Pr. Landespsanp

briesanst., Gold Komm. C6L 20

Lteuergutich.Berrechnungsk. 34-38

4% Oesterreichische Goldrente... 4,20% Oesterreichische Silberrente

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4% oesgi. Serie 11 ............

6% Rumlin. vereinh. Rente v. 1903

4'/z%Ruman.vereinh.Renlev.l913

4% Rumänische vereinh. Rente .

2%% Anatolier ..............

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Mansselder Bergbau....... 6yz

Kokswerke .................. 6

Rheinische Braunkohlen .....12

Nheinstahl.................. 4

Bereinigte Stahlwerke...... 8'/,

Otavi Minen .............. 0

Kaliwerke Aschersleben........b

Kaliwerke Welleregeln........ 5

Kaliwerke Salzdetfurth..... 7)4

I. G. Farben-Jndustrie.......7

Scheideanstalt...............9

Goldschmidt ................ 5

Rülgerswerke ............... 6

Metallgesellschaft............. 5

Philipp Holz mann...........4

Zementwerk Heidelberg ...... 7

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116,75

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100

1 229,75

150

147,5

112

31,75

126,75

125,75

170,5

273

119,9

132,5

150,5

154

65,4

88

155,25

123,75

129,5

173,5

60,25

399,5

188

I 37,25

99,5

1 228

150,5

134,5

227

150

115,75

31,13

127,5

125,25

182,5

172

119,75

133,25

139,75

132,5

109,4

62,9

88,5

156

124

113,65

132,5

175

88,13

60,4

399,5

189,75

1 E

1 229

151 133,25 224,5 147,5 112,4 31,65 126,75

125

180

170,5

119,5

132

140

132

109,25 64,65

88

155 123,75 114,5

130

174,5

88

59,9

400

188,13

37

229,25

Buenos Aue Brüssel .... Rio de Jan. Sofia.....

Kopenhagen Danzig .... London.... HelsingforS. Paris .....

Holland ... Italien.... Japan .....

Jugoslawien Oslo..... :

Wien......

Lissabon... Stockholm..

Schweiz ... Spanien...

0,683

41,96 0,143 3,047 55,67

46,80

12,47

5,499

16,405

168,89

19,57 0,728

5,654

62,67

48,95

11,33

64,30

81,18

33,77

10,27

2,486

0,68/

42,04

0,145

3,053

55,79

46,90

12,50

5,511

16,445

169,23

19,61 0,730

5,666

62,79

49,05

11,35

64,42

81,34

33,83

10,29

2,490

Banknoten

0,686 41,94 0,143 3,047

55,70 46,80

12,475 5,504 16,40

168,95 19,57 0,728 5,654

62,70 48,95

11,335 64,33 81,16 33,72

10,27

2,488

0,689

42,02

0,145

3,053

55,82

46,90

12,505

5,516

16,44

169,29

19,61

0,730

5,666

62,82

49,05

11,355

64,45

81.32

33,78

10,29

2,492

Hamburg-Amerika-Paket .....0

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Norddeutscher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

Commerz- und Privat-Bank ... 4

Deutsche Bank und Disconlo-

Gesellschaft................ 4

Dresdner Bank.............. 4

Reichsbank ................12

A.E.G...................... 0

Bekula.....................8

Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6

Licht und Kraft ............. 7

Felten & Guilleaume......... 4

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6

Rheinische Elektrizität ........ 6

Rhein. Wests. Elektr.......... 6

Schuckert L Co............... 6

Siemens L Halske............ 8

LahmeyerLCo.............. 7

Cementwerk Karlstadt."........6

Schultheis Patzenhofer .......4

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg................... 5

Zellstoff Waldhof ............ e

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer Gas ............... 7

Daimler Motoren............0

Deutsche Linoleum........... 8

Lrenstein & Koppel ..........0

Westdeutsche Kaufhof.........0

Chade...................... 9

Accu mulatoren-Fabrü....... 12

Conti-Gummi ..'............ 11

Gritzner....................0

Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4

Süddeutscher Zucker........10

Budapest ..

Reuyork...

Berlin, 3-Au ust i Geld

Lrlcf __

Amerikanische Noten..............

Belgische Noten..................

Dänische Noten .................

Englische Noten .................

Französische Noten...............

Holländische Noten...............

2,44 41,80 55,50 12,44 16,35

168,53

62,48

64,11

80,98 33,38

2,46 41,96 55,72 12,48 16,41

169,21

62,74

64,37 81,30

33,52

Deutsche Erdöl ..............4

Harpener................. 2%

Hoesch EisenKöln-Reuessen .. 2

Ilse Bergbau ............... 6

Ilse Bergbau Genüsse........ e

Klücknerwrrke .......... 8

Mannesmann-Röhren........8

JlUUl'lUlUJt;J

Norwegische

Deutsch Leste

rreicki. * 1OO Schilling

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4J4% desgl. von 1913.........

6% abgesl. Goldmexikaner von 99

4% Türkische Bagda'dbahn-Anlethe Serie I....................

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

Ungarische Noten ................