Vor Beginn der Ausscheidungskämpfe im Hammerwerfen gab R i t t e r v. H a l t, der selbst ein großer Sportsmann ist, den Kämpfern eine Erklärung der Kampfregeln. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
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54,03 Meter im dritten Gang den zweiten Platt sicher hatte. Der Deutsche Meister Hein (Hamburg) kam mit 52,44 Meter auf den dritten Platt vor Koutonen (Finnland), Rowe und Favor (USA.). Greulich (Mannheim) schied mit 50,61 Meter als Siebter aus.
Die Entscheidung des schönen Kampfes um die Medaillen lag nur noch zwischen den beiden deut- schen Werfern und dem seelenruhig und beherrscht, mit glänzender Technik schleudernden Schweden Warngard. Der deutsche Meister Hein fand jetzt erst seine wirkliche Form. Mit 54,70 Meter im ersten Durchgang holte er sich den zweiten Platz. Der gleich hinter ihm werfende Schwede bewies erneut seine große Nervenkraft, denn mit der Weite von^54,83 Meter brachte er sich erneut hinter den noch immer führenden Blask. Die Entscheidung brachte aber erst der dritte Durchgang.
Oie Entscheidung.
Den nervenaufreibenden Zweikampf Hein gegen Warngard entschied schließlich der große, durchaus nicht körperlich überstarke Hamburger zu seinen Gunsten. Mit oewundernswerter Konzentration und letzter Sammlung schleudert er den Hammer aus dem Wurfkreis und erzielt 56,49 Meter. Damit verbesserte er den wenige Minuten vorher aufgestellten olympischen und deutschen Rekord und sichert sich endgülttg die Goldmedaille vor dem „ewigen Zweitem Blask, der mit 55,04 Meter den Schweden Warngard mit 54,83 auf den dritten Platz verwies.
Ein großer Erfolg der deutschen Hammerwerfer, die bis vor rund zwei Jahren noch Mühe hatten, überhaupt über 48 Meter zu kommen. Nickst zuletzt ist dieser wundervolle deutsche Doppelerfolg ein Sieg des deutschen Sportlehrers Christ-
mann, der unsere Werfer auf die Olympiade vorbereitete.
Olympischer Zeitplan für Mittwoch.
Leichtathletik:
10.30 Uhr: Stabhochsprung (Ausscheidung); Diskuswerfen (Ausscheidung); 13.30 Uhr: 50-Kilometer- Gehen (Start); 15 Uhr: 200-Meter-Lauf (2 Vorentscheidungen); Diskuswerfen (Vorkampf und Entscheidung); 15.30 Uhr: 80-Meter-Hürdenlauf, Frauen (4 Vorläufe); 16 Uhr: Stabhochsprung (Entscheidung); 16.30 Uhr: 110-Meter-Hürdenlauf (6 Vorläufe); 17 Uhr: 1500-Meter-Lauf (4 Vorläufe); 17.30 Uhr: 80-Meter-Hürdenlauf, Frauen (2 Zwischenläufe); 18 Uhr: 200-Meter-Lauf (Entscheidung); 18.10 Uhr: 50-Kilometer-Gehen (Ankunft); 19.10 Uhr: Vorführung: Chinesisches Boren; Siegerzeremonien. (Alle Wettbewerbe im Olympia-Stadion).
9 Uhr: Moderner Fünfkampf (300 Meter beL Schwimmen) Schwimm-Stadion.
14 Uyr: Polo (Ausscheidungsspiele) Maifeld.
16.30 Uhr: Hockey-Turnier (Vorrunde) Indien—Ungarn, Japan—USA., Hockey-Stadion.
9 Uhr: Fechten, Florett-Einzel (1. Vorrunde); 15 Uhr: (2. Vorrunde); 20 Uhr: (Zwischenrunde); 17 Uhr: Frauen (Endrunde), Turnhalle-Kuppelsaal im Reichssportfeld.
20.30 Uhr: „Das Frankenburger Würfelspiel", Dietrich-Eckart-Bühne.
20 Uhr: Gewichtheben (Mittel- und Schwergewicht-Entscheidung), Deutschlandhalle.
17.30 Uhr: Fußball (Vorrunde) Aegypten— Oesterreich, Mommsen-Stadion; Polen—Ungarn, Post-Stadion.
10.30 Uhr: Segeln, Kieler Förde.
Die Kämpfe auf der Aschenbahn.
Oer 400-Meter-Lauf der Frauen.
Drei deutsche Läuferinnen qualifizieren sich.
Nach den Vorentscheidungen der Männer über die kurze Sprintsttecke kamen die schnellsten Läuferinnen der Welt in die Kampfbahn, um ihre Kräfte in den 100-Meter-Vorläufen zu messen. Die beiden besten jedes Rennens erreichen die Zwischenläufe.
Gleich der erste Lauf bringt einen deutschen Sieg. Emmy Albus auf der zweiten Bahn liegt von dem ersten Meter ab vor der Oesterreicherin Vancura in Front und gewinnt leicht in 12,4 Sek. Im zweiten Lauf ist die amerikanische Weltrekordinhaberin Helen Stephens auf der Aschenbahn genau so überlegen rote ihr schwarzer Landsmann Jesse Owens in seinem Dorlauf. Mit mehr als 5 Meter siegt die Amerikanerin mühelos in der neuen Weltrekordzeit von 11,4 Sek. Im dritten Vorlauf kommt die Polin Walasiewicz auf der Innenbahn schwer aus den Löchern. Erst nach 50 Meter arbeitet sie sich nach vorne und gewinnt dann leicht in 12,5 vor der überraschend gut gelaufenen Eßmann (Finnland). Die Engländerin Htscock hott sich den vierten Dorlauf in flüssigem Stil in 12,6 Sek. nach kurzem Kamps gegen die Amerikanerin Rogers. Im fünften Vorlauf hatte unsere Käthe Kraus nur vier Gegnerinnen, vor denen sie spielend ein
herläuft und in 12,1 vor der Kanadierin Aileen Meagher gewinnt. Marie Dollinger (Deutschland) schafft itn letzten Vorlauf für ihre Farben in glänzendem Stil einen prächtigen Abschluß. In 12 Sekunden siegt sie vor der Engländerin Barbara Burke. In den Jubel der Zuschauer über den großartigen Erfolg im Hammerwerfen mischt sich die Freude, alle drei deutschen Mädchen in den 100= Meter-Zwischenläufen wiederzusehen.
Und kommen auch in den Endlaufl
Sehr spannend waren die beiden Zwischenläufe der Frauen über 100 Meter. Im ersten Lauf saßen Albus, Meagher, Stephens, Krauß, Vancura und Hiscock in den Startlöchern. Die Deutsche Emmi Albus hatte den betten Start, doch kam Helen Stephens mit ihrem fast männlichen Antritt schon bald an die Spitze, die sie auch bis ins Ziel behielt. In 11,5 Sek. siegte die Amerikanerin glatt vor Käthe Krauß und Emmi Albus, die sich gerade noch vor der Kanadierin Meagher rettend ms Ziel werfen konnte.
Rogers, Dolfon, Esfman, Walasiewicz, Dollinger und Burke gingen im zweiten Zwischenlauf in der genannten Reihenfolge an den Ablauf. Es gab ein kraftvolles, gleichmäßiges Rennen. Nach der Hälfte lagen die Polin und die
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Die 10 000-Meter-Entscheidung brachte einen vollen Triumph der berühmten finnischen Langstreckler. S a l m i n e n gewann die Goldene, A s k o l a die Silberne und Iso Hollo die Bronzene Medaille. Großes Aufsehen erregte bei diesem Kampf der kleine sehnige Japaner Murakoso (an der Spitze), der viele Runden lang das Feld führte und nur fünf Sekunden hinter dem letzten Finnen ins Ziel lief. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Deutsche auf gleicher Höhe; die Ankunft im Ziel war ebenso knapp. Nur um Handbreite kam Marie Dollinger in glatt 12 Sek. vor der Polin ans Band, für die ebenfalls 12,0 Sek. gestoppt wurden. Den dritten Platz und damit die Teilnahmeberechtigung für den Endlauf erkämpfte sich die Amerikanerin Rogers. Alle drei deutschen Mädels haben sich also für den Endlauf durchgesetzt, ein nicht hoch genug zu bewertender Erfolg für den deutschen Frauensport. Unseren drei Mädels stehen zwei Amerikanerinnen und eine Polin gegenüber. Oie Vorläufe über 400-Meter-Hürden
Die Deutschen Uottbrock und kürten erfolgreich.
Im Stadion ruft der deutsche Meisterstarter Franz Miller die ersten vier Hürdenläufer der insgesamt sechs Vorrennen über 400 Meter zum Start. Der Ungar Kovacs ist stark überlegen, er läßt sich bis zu den letzten 50 Metern Zeit, geht dann aber spielend an dem Belgier Bosmans vorbei und siegt in 53,7.
Ein glänzendes Rennen lief im zweiten Lauf der Deutsche Nottbrock auf her vierten Bahn. Er hielt das scharfe Tempo nicht nur durch, sondern hatte zum Schluß noch Kraft genug, den außen liegenden italienischen Altmeister Facelli um zwei Meter hinter sich zu lassen. Mit einem Meter Vorsprung ging er vor dem aus der Innenbahn liegenden Amerikaner Schofield in 54,7 Sek. durchs Ziel.
Den dritten Lauf holte sich der Philippine Phite in 53,4 Sek. vor dem Kanadier Loaring. Die übrigen Teilnehmer hatten in diesem Rennen nicht viel zu sagen.
Der deutsche Meister Scheele lief bis 350 Meter ein schönes Rennen. Dicht neben ihm lag der Amerikaner Patterson. Beide nahmen auf gleicher Höhe die letzten Hürden. Scheele wiegte sich in Sicherheit und stoppt ab. Da kommt in langen Sätzen der innen liegende Argentinier Lavenas vorgeschossen. Bevor der Deutsche wieder scharf antreten kann, hat er zwei Meter verloren und geht als aus» Sgeschiebener Dritter hinter dem in 54,4 Sekunden legenden Patterson und dem Argentinier Lavenas «urchs Ziel.
Der Grieche M a n t i k a s gewann bas fünf te Vorrennen in 53,8 Sekunden vor Padilha Ma- galhaes-Brasilien. Die Überraschung war das Versagen des Schweden Areskoug, der hinter Jvanowic- Jugoslawien und Rushton-Südafrika nur Fünfter wurde.
Mit Spannung erwartete man den 6. Vorlauf, in dem Kürten auf der ersten Bahn ein klug eingeteiltes Rennen gegen den amerikanischen Weltrekordmann Harbin lief. Noch bis zum Einbiegen in die letzte Gerade lag er mit dem Amerikaner gleichauf, ließ dann aber den im Schreitstil wundervoll über die Hürden gehenden Amerikaner ziehen, da er den wertvollen zweiten Platz gegen Leitner- Oesterreich stets sicher hatte.
Drei Vorkämpfe über 800 Meier.
Im ersten Lauf gab der amerikanische Neger Woodruff eine Sondervorstellung. Er lief vom Start weg sein Rennen allein; mit unerhört langen Schritten zog der in den oberen Partten athle- ttsch gebaute Schwarze davon. Nach 300 Meter hatte er bereits einen Vorsprung von 15 Meter, den er immer weiter bis schließlich auf gut 40 Meter ausdehnte. Seine sieben Mitbewerber lagen in einem Rudel zusammen, mitten drinnen der Deutsche Wolfgang Deisecker. Die ersten 400 Meter legte der haushoch überlegene Woodruff in der phänomenalen Zeit von 52,8 Sekunden zurück.
Goldene Medaille für LlSA. im Gewichtsheben.
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Bei den Hebern übertraf der Amerikaner Ter« lazzo, der sich in ausgezeichneter Form befand, die beiden Aegypter S o l i m a n und Shams und erkämpfte sich mit 312^ Kilogramm die Goldene Medaille. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Während der Amerikaner in 1:52,7 Minuten als Sieger durchs Ziel ging, entspann sich hinter ihm ein erbitterter Kampf um den wertvollen zweiten und dritten Platz, die zur Teilnahme am Endlauf berechtigen. Der Pole Kucharsti und der Argen« Hnter Anderson, nur durch geringen Abstand getrennt, liefen in dieser Reihenfolge vor den dicht dahinter liegenden Szabo und Dessecker ein.
Im zweiten Lauf wurde die erste Runde mit 56,4 Sekunden angegangen. Auch diesmal führte wieder ein Neger, der Kanadier Edwards. Aber das Feld blieb diesmal zusammen. Erst eingangs der letzten Kurve gingen der Australier Backhouse, der Engländer Powell und der Amerikaner Williamson mit dem Deutschen Mertens nach vorne. Die Gerade herunter entspann sich ein dramatischer Kampf, den schließlich Williamson mit Brustbreite in 1:53,1 Miputen gegen Backhouse und Edwards gewann, die beide dicht zusammen lagen, so daß für sie mit 1:53,2 Minuten die gleiche Zeit bekanntgegeben wurde. Einen Meter dahinter folgten der Engländer Powell und der Deutsche Mertens, bie beide trotz tapferen Kämpfens nicht den Endlauf erreichten.
Ein sehr schönes und hartes Rennen gab es im dritten Zwischenlauf über 800 Meter. Nach 400 Meter führte der Norweger Johannefen in 56,3 Sekunden. Auf der Gegengeraden setzte Hornbostel (USA.) zum Angriff auf die Spitze an, die er Lanzi (Italien) entriß. Beide tarnen mit gutem Vorsprung aus der Kurve heraus. Der Amerikaner lief kraftvoll durch und gewann mit mehreren Meter Vorsprung in 1:53,2 Minuten vor Lanzi, der unbedroht seinen zweiten Platz hielt. Als Dritter kam der Brite MacCabe in die Entscheidung.
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Einen großen Triumph feierte der Deutsche Woellke (links) beim Kugelstoßen, der mit 16,20 Meter bie Goldene Mebaille bekam. Zweiter würbe B a e r I u n b (Finnlanb) und Dritter S t ö ck (Deutschland).
(Scherl-Bilb erbienst-M.)
lüü-Mter-EnWeidling - Owens siegt!
Oie Vorentscheidungen.
Kaum sinb bie Hürden von der Bahn geräumt, kommen bie zwölf Teilnehmer an ben beiben Vorentscheidungen zum 100-Meter-Lauf in ihrer Trai- ningskleiduna auf den Kampfplatz. Im ersten Lauf ist die Startverteilung von innen nach außen: van Beveren-Holland, Strandberg-Schwe- den, Wykoff-USA., Hänni-Schweiz, Pennington- England und Owens-USA.
Nach dem Schuß kommen alle blitzschnell aus ihren Löchern, Owens legt sich nach den ersten zehn Meter klar vor das Feld; aber auch sein weißer Landsmann Wykoff geht mit. Der Neger gewann aber sicher mit einem Meter vor Wykoff und dem hervorragend gelaufenen Schweden ©tranbberg, der V« Meter hinter dem zweiten Amerikaner lag. Owens gewann in 10,4.
3m zweiten Lauf wurden die Startplätze wie folgt ausgelost: Osendarp-Holland, «Sir-Ungarn Borchmeyer-Deutschland, McPhee-Kanada,' Sweeney-Großbritannien und Metcalfe-USA. Metcalfe und Ofendarp kamen gut ab und führten auch mit leichtem Vorsprung bas Felb ins Ziel. Im Mittelfeld gab es einen erbitterten Kampf um ben brltten Platz. Borchmeyer läuft mit der ihm eigenen unbeugsamen Energie und es gelingt ihm auch, den Kanadier McPhee auf der Ziellinie um Brustbreite zu schlagen.
Owens vor Metcalfe.
Das Platzpersonal ist nach ben Vorläufen ber Frauen in eifriger Tätigkett. Die 3000-Meter-Hin-
dernisbahn ist abgesteckt, ber Graben an ber Ostseite unterhalb ber Anzeigentafel ist mit Wasser gefüllt; bie in jeder Runde zu nehmenden drei Hürden stehen bereit. Da jedesmal in den Kurven auf der äußeren Rasenfläche gelaufen wird, ist hier die Laufstrecke abgegrenzt.
Mit besonderer Sorgfalt wird die 100-Meter» Gerade hergerichtet. Jeoe Bahn wird fein geharkt, die Linien nachgezogen. Inzwischen gehen die drei Amerikaner — noch in ihren blauen Trainingsanzügen — in schnellem Sprint die rostrote Fläche herunter.
Die Spannung steigert sich, als der Lautsprecher die Startfolge bekanntgibt. Von innen nach außen starten: Owens, Strandberg, Borchmeyer, Osen- darp, Wykoff und Metcalfe. Unruhig trippelt das Sechserfeld hin und her, unter der tosenden Begeisterung der Menge schütteln sich die Sechs noch einmal die Hände, dann gehen sie in den Startlöchern in die Knie.
Atemlose Spannung herrscht, als Miller die Pistole hebt. Endlos lange erscheint die Zeit zwischen dem Kommando und dem Schuß. Wie ein Mann sind alle Läufer aus den Löchern. Owens liegt nach ben ersten Metern an ber Svitze, der außen lausende Metcalfe hat sich ebenfalls etwas vom Felde getrennt, während bie von ben Schwarzen eingeschlossenen Weißen — mit Ausnahme von Strandberg-Schweden, ber sich durch allzu kraftvollen Antritt verletzt hat unb zurückfällt, einen erbitterten Kampf um ben dritten Platz liefern.
Fast auf einer Höhe eilen bie beiben Schwarzen vor dem Felde einher. Owens gewinnt schließlich
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