Ser Schauplatz des spanischen Mgerkrieges
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Aus aller Welt
Parforcejagden verboten.
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NEU-KASTILIEN
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Alle Anfragen über den Verbleib von Flüchtlingen aus Spanien find ausnahmslos zu richten an den Hilfsausschuß für Spanien» Deutsche in der Leitung der Auslandsorganisation der NSDAP., Berlin W 35, Tiergartenstraße 4a.
Der Ring um Madrid schließt sich immer enger Oer Sender Sevilla meldet Meuterei der Zlegierungstruppen in Valencia. Oer Hafen Castellon de la Plana in Händen der Nationalisten.
e Cordoba. ANDALUSIEN
Weitere 4000 Flüchtlinge in Genua.
Mailand, 4. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der deutsche Dampfer „Fulda" und das italienische Lazarettschiff „lener e" brachten weitere etwa 1000 Flüchtlinge aus Spanien nach Genua. Die 110 Deutschen von der „Fulda" traten sofort nach der Ausschiffung die Reise nach München an. Die ,,Teuere" hatte außer 225 Deutschen noch 200 ©panier an Bord, meist Mönche und Nonnen, sowie 150 Angehörige anderer Staaten. Nach den Erzählungen der Flüchtlinge lst die £<igc in Katalonien unverändert. In Barcelona und anderen Städten sollen sich furchtbare Szenen abgespielt haben. Die kommunistischen Horden veranstalten förmlich Jagden auf politische Gegner, vor allem gegen Industrielle und Angehörige des geistlichen Standes.
Erholungsaufenthalt für Spanien-Flüchtlinge.
M ü n ch e n, 3. Aug. (DNB.) Am Sonntagabend kamen wieder 300 deutsche Spanien-
MAROKKO MScSd.
London, 4. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der Sonderberichterstatter des „Daily Telegraph" meldet aus Spanien, daß an verschiedenen wichtigen Punkten des Landes wie Almeria, Cartagena, Malaga und Ronda örtliche Sowjets errichtet worden seien und daß dies so rasch und gleichmäßig durchgeführt worden sei, als ob wohl vorbereiteter Plan zugrunde
H e n d a y e, 4. Aug. (DNB. Funkspruch.) dem Wege von Burgos nach der Front wurde am Sonntagabend ein mit zwei Freiwilligen besetzter K r a f t w a g e n von den Wachtposten angehalten. Der eine Freiwillige behauptete auf Befragen, Juan Lopez zu heißen. Er fei ein Spanier, der aus dem Auslande komme, um sich am Kampf für sein Vaterland zu beteiligen. Ein zufällig hinzukommender Offizier erkannte in dem angeblichen Juan Lopez dendritten Sohn Juan des ehemaligen Königsvon Spanien, der durch den Verzicht des erstgeborenen Sohnes Thronanwärter geworden ist. Auf Befehl des Oberbefehlshabers der nationalistischen Truppen wurde der Prinz in der liebenswürdigsten und kameradschaftlichsten Form und mit dem Dank für seine Opferbereitschaft sofort an die französische Grenze zurückgebracht. Der Grund für diese Maßnahme liegt in der Besorgnis, die Frage der Staatsform schon jetzt in den augenblicklichen Kampf zu werfen.
___Reichsjägermeister Generaloberst Göring hat eine Verordnung erlassen, wonach es verboten ist, jagdbare Tiere vom Pferde aus hinter der Meute zu hetzen oder zu jagen (fogenannie Parforcejagd). Zuwiderhandlungen werden auf Grund des Reichsjagdgesetzes bestraft.
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Lissabon, 4. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der Sender Sevilla verbreitet eine Meldung, daß .bie Truppen des Generals Mola den Ring um Madrid enger machten. Die Lage in der Hauptstadt fei kritisch: bei den marxistischen Organisationen herrsche infolge der fortwährenden Niederlagen der Truppen der Linksregierung Verwirrung. Im Guabararna-Gebirge sei General Mola am Sonntag 10 Kilometer vorgerückt. Eine Abteilung der Militärgruppe marschiere v o n Z a - mora aus auf Madrid zu, um die schon vor der Hauptstadt stehenden Truppen zu verstärken.
Es bestätige sich ferner, daß sich die Truppen in der spanischen Hafenstadt Castellon de la Plana gegen die Madrider Regierung erhoben hätten. Die Stadt befinde sich in Hänc> en der Militärgruppe. Auch in Valencia hätten die Truppen gemeutert, ihre Kasernen verlassen und sich in der Umgebung der Stadt verschanzt. Die Regierung habZbie leeren Kasernen besetzen lassen. Der Oberbefehlshaber der Militärgruppe in Sevilla, General Oueipo de Llano, hat im Rundfunk hierzu unter anderem noch erklärt: „Die Tatsache, daß der spanische Ministerpräsident aus Vorschlag des Kriegsministers zwei Regimenter Infanterie und ein Regiment Kavallerie der Garnison von Valencia a u f g e l ö st hat, beweist genügend den wahren Geist, der in der spanischen Armee herrscht".
Der Rundfunksender Sevilla übertrug um Mitternacht wiederum eine Rede des Generals QueiPp de Llano. Der General erklärte u. a., drei Abteilungen der Militärgruppe, die sich aus Angehörigen des Heeres und der Guardia Civil zusammensetzten, hätten am Montag bei Puerta de Santa Cruz einen schweren Zusammenst o ß mit marxistischer Miliz gehabt. Dabei hätten die Nationalisten sechs Wagen mit Kriegsmaterial erbeutet. Auch aus der Gegend von Granada berichtete der General von einem Erfolg der Militärgruppe, die dort sogar einen Panzerwagen erbeutet haben soll.
Vombeu aus Granada.
Die Nationalisten stehen vor Malaga.
Lissabon, 4. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der in den Händen der Militäraruppe befindliche Sender Tetuan teilt mit, daß Regierungsflug- zeuge am Montagnachmittag d i e Stadt (S r a » nada mit Bomben belegt haben. Der Schaden soll bedeutend sein. Der portugiesische Rundfunksender Portoalegre berichtet, daß die Stadt Cedillo in der Provinz Caceres nahe der portugiesischen Grenze, die sich in der Gewalt der Kommunisten befindet, von den national! |t i = scheu Truppen angegriffen worden sei. Dabei (ekm zwölf marxistische Milizsoldaten durch
schen Regierung in Empfang zu nehmen. Einer der Apparate, ein dreimotoriges Flugzeug, ist sofort gestartet, ein zweiter mußte auf französischem Boden eine Notlandung vornehmen, während der dritte sich noch in Paris befindet. Der „Populaire" wendet sich gegen die angebliche Werbetätigkeit des französischen Fliegers Michael D e - troyat, der in Frankreich Flugzeugführer für d i e spanische Militärgruppe an» werden soll. Diese Flugzeugführer sollten in den aktiven Militärdienst der spanischen Nationalisten treten.
Guglandbegrüßlbeusranzösifcheu Vorschlag ber Aichtemmischung.
London, 4. Aug. (DNB. Funkspruch.) Aus die französische Note an Großbritannien, m der der Abschluß eines Abkommens über Nichteinmischung in Spanien vorgeschlagen wird, soll nach einem Bericht der „Times" von der britischen Regierung wahrscheinlich schon Mittwoch beantwortet werden. Die britische Regierung teile die französischen Besorgnisse, daß das Ausland in die spanische Krise mit hineingezogen werden könnte.
Vernon Barttett schreibt im „News Chronicle", Frankreichs Vorschläge stimmten \o W mit der von der britischen Regierung empfohlenen Politik überein, daß eine Annahme der Vorschläge durch England kaum in Zweifel gezogen werden könne. Nach Auffassung hiesiger Kreise müsse die spanische Regierung genau so viel von rechts wie von links befürchten, und auf die Dauer wurde sie nicht durch eine Waffenlieferung an Extremisten gestärkt werden, die sie jetzt unterstützten, aber die sich gegen sie wenden könnten, wenn die gegenwärtigen Unruhen beendet seien. Wenn andererseits die nationale Militärerhebung erfolgreich sein wurde, wäre nichts durch eine Waffenlieferung an die verlierende Regierung gewonnen.
Sowjetverfassung für spanischeGtädte?
Oberst Lindbergh nach Kopenhagen weitergeflogen.
Oberst Lindbergh hat am Sonntagmittag Berlin verlassen. Nachdem er in den letzten Tagen die Deutschland-Ausstellung besichtigt hatte, stattete er noch der Deutschen Luftfahrtsammlung einen Besuch ab. Unter Führung von Hauptmann a. D. Krupp vertiefte sich Oberst Lindbergh sehr eingehend in die EinFelabteilungen und gewann einen nachhalti- gen Eindruck von den verschiedenen Sammelgebieten. Am Samstag hat Oberst Lindbergh an der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele teilgenommen und ist nunmehr von Staaken aus mit seinem Flugzeug nach Kopenhagen gestartet.
Die Trümmer des verschollenen Flugzeuges bei den Kanalinseln aufgefunden.
Arn gestrigen Sonntag ist das Wrack des bei den Kanalinseln verschollenen englischen Wasserflugzeuges südlich von der Insel Jersey aufgefunden worden. Ein Ingenieur der Jersey-Fluggesellschaft konnte die Identität zweifelsfrei feststellen. Damit ist alle Hoffnung geschwunden, von den Fluggästen und der Besatzung noch jemand lebend zu bergen. Die Suchaktionen sind eingestellt worden.
Französisches Postflugzeug verunglückt.
Das Postflugzeug des französischen Südameriko- Luftpostdienstes verunglückte im Nebel in der Nähe von Mazadet. Die Besatzung kam ums Leben. Die für Südamerika bestimmte Luftpost konnte geborgen werden. Die Sendungen wurden durch ein Ersatzflugzeug der „Air France" weitergeleietet.
Blutige Streikunruhen in einer algerischen Hafenstadt.
In der algerischen Hafenstadt Mostaganem hatte der marxistische Gewerkschaftsverband den Streik der Hafenarbeiter beschlossen, was die nationalen Kreise der Bevölkerung, die unter dem ständigen Streik schwer zu leiden hat, zur Abhaltung einer Protestkundgebung veran- laßte. In der Nähe der Hafenanlagen kam es zu einem Zusammenstoß. Kommunistischer Pöbel und Angehörige der nationalen Parteien bekämpften sich mit Steinen und Eisenstangen, bis die Polizei eingriff und beide Gruppen zerstteute. Wenige Minuten später fiel jedoch ein Schuß, und ein Mitglied der nationalen Front brach tödlich getroffen zusammen. Dies war das Zeichen für eine allgemeine Schießerei, wobei es auf beiden Seiten mehrere Verletzte gab. Erst nach geraumer Zeit konnte die Ruhe wieder hergeftellt werden.
Der Mufti von Algier ermordet.
Einer der höchsten mohammedanischen Würden- träger von Algier, der Mufti der großen Moschee der algerischen Hauptstadt, Bendali Mahamud, wurde am Sonntagmorgen in einer der Straßen der Stadt ermordet aufgefunden. Man vermutet, daß der 68jährige Geistliche einem politischen An- schlag zum Opfer gefallen ist, weil er sich entschieden gegen die Verquickung von Politik und Religion ausgesprochen hat. In mohammedanischen Kreisen Algiers herrscht starke Erregung.
lleberfchwemmung in der Türkei.
In der Gegend von Siwas in der asiatischen Türkei haben Wolkenbrüche und Hagelschläge furchtbare Verheerungen angerichtet. Weite Gebiete wurden überschwemmt. Neben zahlreichem Vieh sino 18 Menschen in den Fluten umgekommeu.
nerhalb des Gaugebietes burchgeführt. Alle Zahlen, die bis jetzt als unerreichbar galten, werden in dieser einzigen Woche erreicht, nein sie werden überholt. Der Gau Hessen-Nassau führt über 1000 Veranstaltungen im ganzen Gaugebiet durch. Jeder Kreis hat alle nur möglichen Arten von Veranstaltungen durchgeführt, um während der Fest- woche ein umfassendes Bild vom Aufgabengebiet der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" zu geben. Der Gau selbst hat 4 Ausländergruppen, die auf dem Weltkongreß für Freizeit und Erholung in Hamburg Proben ihres Volks- und Brauchtums gezeigt haben, a l s G ä ft e. Zwei rumänische Singe- und Volkstanzgruppen, eine französische Singegruppe (Basken und Normannen) und eine norwegische Volkstrachten- und Tanzgruppe zeigen inner- halb des Gaugebietes auf verschiedenen Veranstal- langen Proben ihres Könnens. Weiterhin verleben 200 auslandsdeutsche Arbeiter einige frohe Tage am Rhein und Main.
Maschinengewehrfeuer getötet und zahlreiche weitere verletzt worden.
Der Vormarsch der nationalistischen Truppen auf die südspanische Hafenstadt Malaga ist erfolgreich fortgesetzt worden. Die Truppen stehen nach einer Mitteilung des Senders Tetuan unmittelbar vor der Stadt. Die rote Miliz sei bei einem Ausfallversuch zurückgeschlagen worden und habe unter Hinterlassung von zwei Maschinengewehren und anderem Kriegsmaterial die Flucht ergriffen. Der Kommandant der nationalistischen Truppen erbat sich vom Kriegskommandeur in Tetuan weitere Anweisungen, da die Besetzung Malagas nun durchgeführt werden könne.
In der nordwestspanischen Provinz Galicien wurden alle Reservisten von den Nationalisten aus- gchoben und unter Führung des Generals Marquis de Cavalcanti zu einer neuen Gruppe zusammengestellt, die ebenfalls gegen Madrid eingesetzt werden sollen. Nach der Meldung einer französischen Nachrichten-Agentur soll die nordspanische Stadt Oviedo nach einem Angriff bewaffneter marxistischer Grubenarbeiter in Flammen stehen.
Französische Flugzeuge im Dienst der Madrider Regierung.
Paris, 4. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der „Jour" berichtet, daß vier französische Flugzeuge, und zwar drei Lat6 28 und eine dreimotorige Fokker, die nach Spanien entsandt worden seien, um den noch dort verbliebenen französischen Staatsangehörigen zu Hilfe zu eilen, von der spanischen Regierung beschlagnahmt worden seien, und jetzt zu militärischen Zwecken Verwendung fänden. Das Blatt fügt dieser Meldung hinzu, man müsse sich die Frage oorlegen, ob der französische Luftfahrtminister diese Apparate wirklich zum Schutze der französischen Staatsangehörigen entsandt habe, und in diesem Falle müsse er energischen Protest gegen die Beichlag- nahme erheben, oder ob es sich um ein Man o - oer handele, um den spanischen Kommunisten und Marxisten zu helfen. Falls die französische Regierung nicht ganz energisch vorgehe, müsse man die letzte Annahme für richtig halten.
„Mcttin" weist darauf hin, daß die am Montag in Le Bourget eingetroffene Goldsendung aus Spanien bereits bie vierte sei, die seit dem Ausbruch des Bürgerkrieges nach Paris gelange. Diese eigentümliche Goldbewegung sei bisher ohne Erklärung geblieben. Der „Figaro" will wissen, daß am Montag spanische Flugzeugführer in Paris eingetroffen seien, um drei französische Flugzeuge für Rechnung der fpam-
Deutschland auch jetzt, da sie unverschuldet in höchste Not gerieten, den Deutschen aus Spanien zeigen, daß unsere Volksgenossen auf die Dankbarkeit des Vaterlandes um so mehr rechnen können, als ein Geist der Gemeinschaft alle durchzieht und die Ausländsdeutschen eingeschlossen sind in das große Herzgefühl, das alles umfaßt, was den deutschen Namen trägt und sich seiner würdig zeigt. Auch in der Geschäfts st elle des '„G i e ß e n e r A n z e i g e r s", Schulstraße 7, ist deshalb eine Sammelliste aufgelegt, unsere Mitbürger werden aufgefordert, von dieser Möglichkeit durch Zeichnung von Spenden unseren schwer betroffenen Volksgenossen zu helfen, regen Gebrauch zu machen. Die eingehenden Spenden werden an den Hilfsfonds für bie geschäbigten Spanien-Deutschen abgeführt.
Gin Ausruf des MSausfchufses.
M ü n d) e n, 3. Auq. Die R e i ch s p re s sesie lle der NSDAP, veröffentlicht folgenben Aufruf:
Helft den Flüchtlingen aus Spanien! Durch den blutigen Bürgerkrieg in Spanien sind Tausende von deutschen Volksgenossen gezwungen, fluchtartig ihr Gastland zu verlassen. Mehr als 3000 Deutsche sind schon unter dem Schutz unserer Kriegsschiffe auf reichsdeutsche und italienische Dampfer gebracht worden und befinden sich auf dem Wege in die Heimat. Fast täglich laufen in der Hauptstadt der Bewegung Sonderzüge mit Flüchtlingen ein. Das nationalsozialistische Deutschland bereitet diesen unglücklichen Volksgenossen einen herzlichen Empfang. Es gilt, viel unverschuldete Not zu lindern. Der Hilfsausschuß für Spanien-Deutsche unter der Leitung von Gauleiter Bohle der Auslandsorganisation der NSDAP, hat die ehrenvolle Aufgabe übernommen, die Flüchtlinge zu betreuen. Es ist noch nicht abzusehen, wie viele Deutsche gezwungen sein werden, bas Lanb zu verlassen, in bem so viele von ihnen schon seit Jahrzehnten im Interesse beiber fiänber gewirkt haben. Deutsche Volksgenossen! Helft unseren Brübern in ihrer Not. Spenbet für unsere Flüchtlinge aus Spanien!
Spenben sind zu richten an ben Hilfsausschutz für Spanien-Deutsche in der Leitung der Auslandsorganisation der NSDAP. Berlin w 35, Tiergartenstraße 4 A. Konto: Berliner Stadtbank-Girokonto 2400, Hilfsausschuß für Spanien-Deutsche. Außerdem nehmen sämtliche Spar- und Girokassen Zahlungen entgegen.
Sitz in Wien; bie Generalmajore Raschick, Kommandeur der 4. Division: Kuntze, Kommandeur der 6. Division: Halder, Kommandeur der 7. Division: Hahn, Kommandeur der 5. Division: zu Generalmajoren bie Obersten Stumme, Höherer Kavallerieoffizier I: Renz, Kommandeur der Hee- resbienststelle 6; von Krenzti, Inspekteur ber Wehrersatzinspektion Dortmund, von Schau- roth, Kommanbeur bes Infanterie-Regiments 16: Guberian, Kommandeur der 2.Panzerdivision: von Förster, Inspekteur ber Wehrersatzinspektion Erfurt: zum Generalarzt: ben Oberst- arzt Dr. Passauer, Korpsarzt VIII.
OieReichswoche derAG.-Gemeinschast „Krast durch Freude".
RSG. Die Reichswoche ber NS.-Gemeinschaft Äraft durch Freube" wirb eine Woche ber Rekorbe 'sein Eine noch nie bageroefene Welle von Veranstaltungen, Fahrten, Wanberungen usw. wirb in
legen hätte.
Die Staatssorm bleibt vorerst uuerörtett. Der Thronanwärter Prinz Juan alsFreiwilligernicht zugelassen.
f l Ü ch t l i n g e in München an. Zumeist hanbelt es sich um Frauen unb Kinber aus Barcelona und Umgebung. Viele hatten ohne Handgepäck fliehen müssen. Kinder hatten oft als einziges ihre Schul- lasche ober ihre Lieblingspuppe bei sich. Bei einem reichlichen Essen würben bie Flüchtlinge im Namen bes Innenministers unb Gauleiters Adolf Wagner von Stabsleiter Zausboeck begrüßt. Ein Vertreter ber Auslanbsorganisation ber NSDAP, teilte mit, baß ber Leiter ber DAF. Dr. Ley allen Flächt- lingen aus Spanien Erholungsaufenthalt in ber bayrischen Ostmark ober im Schwarzwalb bewilligt hat. Diese Erholungs- zeit sollen bie Flüchtlinge, bie zunächst in brei Münchener Krankenhäuser untergebracht worben finb, bereits am Dienstag antreten.
Der Bürgerkrieg, ber seit brei Wochen mit furchtbarer Gewalt in Spanien haust unb bas arme Lanb auszubrennen broht, hat T a u f e n b e von Deutschen gezwungen, bie Stätte ihrer Arbeit zu verlassen unb nach Deutschlanb zu flächten. Sie waren in Spanien als Kaufleute unb Ingenieure, Techniker unb Hanbwerker, Aerzte unb Wissenschaftler tätig, sie hatten bem beutschen Namen Ehre gemacht, Familien gegrünbet unb sich mit jener Tüchtigkeit, bie auch bie Deutschen im Auslanbe auszeichnet, einen bescheibenen Wohlstanb errungen. Die Deutschen in Spanien haben viel bafür getan, um bie guten Seiten bes spanischen Geistes, also bie Ritterlichkeit, Frömmigkeit, ben Stolz auch bes einfachsten Spaniers auf eine große Vergangenheit seines Landes, zu durchleuchten unb in ber Welt bekanntzumachen. Daß Spanien trotz aller Verlockungen im Weltkriege neutral blieb unb sich ritterlich ber überfallenen Mittelmächte annahm, ist nicht zuletzt diesen in Spanien schaffenden Deutsch e n zu verdanken, denn ihre Tüchtigkeit, ihr Fleiß und ihre Geistigkeit hatte Deutschland und Oesterreich den Spaniern bekannter werden lassen, und während die ganze Welt über uns in Haß und Boshaftigkeit hersiel, erkannte Spanien das Notwehrrecht der Mittelmächte an.
So verband und verbindet uns sehr viel mit dem spanischen Volke, und mit Bebauern verzeichnen wir bie geschichtliche Tatsache, baß bie innerpolitischen Gegensätze auf ber Iberischen Halbinsel nunmehr mit ber Waffe ausgetragen werben. Im Läum ber Waffen schweigen bie Gesetze. Trotz aller Bemühungen ber beiben ftreitenben Parteien ist es nicht gelungen, ben marxistischen unb anarchistischen Pöbel, ber bie Hefe jeher Nation bilbet, von scheußlichen Taten ber Roheit unb bes Eigentumvergehens abzuhalten, unb bie in Spanien ansässigen Deutschen haben vielfach nicht nur ihre alte Stätte bes Schaffens v e r - I o r e n, sondern Hab und G u t eingebüßt. Sie mußten mit Frauen und Kindern sich auf die Schiffe der Kriegsmarinen flüchten, die von allen maßgebenden Nationen in bie spanischen Gewässer entjanbt würben, unb ber Dank für biefe Rettung des äußeren Lebens gilt nicht nur ber beutschen Kriegsmarine, sonbern allen Nationen, bie baran teilnahmen. Aber bie Sorge für biefe Deutschen aus Spanien, für bie Männer, Frauen und Kinder, die Zuflucht suchten in ihrer äußersten Not bei ber Mutter Germania, ist unb bleibt eine heilige Verpflichtung aller Deutschen. Wie sie im Auslande, in Spanien, für Deutschland eintraten und in deutschem Wesen unb Geist wirkten, s o muß
Ceuta.


