Ausgabe 
4.7.1936
 
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SJi.-tfpoit

Neues für den Büchertisch

acht Vereinsplätze benötigt.

OieGeneralprobe im Olympia Stadion

Am Tage nach den Deutschen Meisterschaften fin­det im Olympia-Stadion unter Ausschluß der Oefsentlichkeit eine Generalprobe für die Leicht­athletik-Wettkämpfe statt, für die der ganze Appa­rat, wie er für die Olympischen Spiele erforderlich ist, eingesetzt wird, angefangen bei den Kampf­richtern und endend bei der Sportkapelle. Die Aktiven werden in diesem Falle durch Leichtathleten des Gaues Brandenburg vertreten, sonst probt alles in Originalbesetzung". Zeit-Ziel, Film, Olympia- Film, Rundfunk, Ansager, Anzeigetafeln, alles wird in Betrieb sein bzw. auf seinem Platze stehen, nicht zu vergessen Ordner, Wachmannschaften und Olym- pia-Ehrendienst. Rach der Uhr werden in der Zeit von 17 bis 19.50 Uhr zehn

so groß ist seine Fähigkeit, alle diese Erscheinungen zu deuten. Aber seine Berichte fesseln nicht nur vom ärztlichen Gesichtspunkt aus, sondern ebenso in kulturgeschichtlicher, psychologischer und religiöser Beziehung. Ueberall leuchtet der hohe Idealismus des Verfassers durch, der gegen eine Zeit öden Materialismus das Ideal des wahren Arztes suchte und fand.

und Menschheitsdämmerung."

Conan Doyle: Sherlock-Holmes- Serie. Der Hund von Baskerville. Kart. 2,40 RM., in Leinen geb. 3, RM. Franckhsche Verlagshandlung, Stuttgart. (197) Man kann zum Kriminalroman stehen, wie man will wer einen Sherlock-Holmes-Roman in der Hand hat, kommt von ihm nicht los. Nichts Grausiges oder Häßliches ist in den Erzählungen und Romanen, was abschrecken könnte; aber jeder Fortschritt in der Handlung erhöht die Spannung, die kurz vor dem Schluß ihren Höhepunkt erreicht, und es ist ein Genuß, diese klassischen Kriminalromane zu er­leben, sich durch den erfindungsreichen Scharfsinn überrumpeln zu lassen. Nichts bleibt unklar, niemals wird ein Sprung über eine Lücke gewagt, stets ergibt sich eines aus dem anderen. Der Hund von Baskerville ist die Geschichte eines Aberglaubens des Besitzers Charles von Baskerville, der sich von einer alten Familienüberlieferung nicht losreißen konnte, nach der seiner Familie von einem (f)unb ein fürchterliches Schicksal drohen sollte. Diesen Aberglauben macht sich ein entfernter Verwandter der Familie zunutze, die zwei lebenden Erben zu beseitigen, um sich in den Besitz der ausgedehnten Ländereien zu setzen. Sherlock Holmes nimmt den Kampf mit dem raffinierten Verbrecher auf und be­zwingt ihn auf seine Art. Zwischen Beginn und Schluß der Handlung liegt eine Fülle von packen­den Spannungsmomenten und Ueberraschungen, bis sich zum Schluß die Fäden allmählich lösen.

Erwin Bälz : lieber d i e Todesver­achtung der Japaner. Kart. 1. RM. 9. Engelhors Nachf., Stuttgart. (170) Geheimrat Erwin von Balz, der bedeutende schwäbische Me­diziner, war Professor an der Universität Tokio und jahrzehntelang beratender Art am Kaiserlich japa­nischen Hofe, wo er den Aufstieg Japans zur Groß­macht, den Japanisch-russischen Krieg und die ganze Modernisierung des östlichen Jnselreichs aus näch­ster Nähe miterlebte. Die aus dem Nachlasse von Bälz veröffentlichten drei Aufsätze sind eine Be­stätigung des Klarblicks dieses Mannes, der fük seine Heimat viel zu früh gestorben ist. Dies» Seelenanalyse des japanischen Volkes, die vor mehr als 30 Jahren niedergeschrieben wurde, ist noch heute für uns ungemein interessant und aufschluh' , reich.

Perry und Gottfried v. Gramm den Platz. Herz­lichster Beifall rauschte auf, der besonders unserem Meister für fein tapferes Durchhalten danken wollte.

Der Kampf begann mit Perrys Aufschlag. Gramm machte alle Anstrengungen, seine Nerven zusammenzuhalten, aber vergebens!

Nur im ersten Spiel des ersten Satzes reichte es zu einigem Widerstand; dann war es aus! Ein Muskelriß im rechten Oberschenkel, eine Folge des Verkehrsunfalles, machte dem Deutschen schwer zu schaffen. Er verschlug die leichtesten Bälle ins Netz ober plazierte zu weit. Jede Ballkontrolle fehlte. Gegen einen Perry, der seiner eigenen Ans­age nach in Hochform spielte und nichts verschenkte! Nach neunmaligem Einstand (!) ging Perry schließ­lich 1:0 in Führung. Dann hatte der Engländer leichtes Spiel. Er befand sich körperlich in bester Verfassung. Hinter seinen Schlägen lag ungeheure Wucht. Großartig war sein Grundlinienspiel und kaum zu nehmen seine wuchtigen Flugbälle. Er hatte es sehr eilig, allerdings in dem verletzten Gramm auch keinen nennenswerten Gegner. Der Deutsche Meister litt stark unter den Verletzungen am rechten Bein, ließ schließlich alle Bälle, die er nicht direkt erreichen konnte, laufen, 6:1, 6:1 stand es bereits nach knapp 20 Minuten.

2Hit weißem Gesicht und zusammengebissenen Zähnen trat Gramm zum dritten Sah an. Die Zuschauer spendeten dem Deutschen Beifall über Beifall, um ihm für fein tapferes Durch­halten zu danken.

Noch einmal riß er sich zusammen, das fünfte und sechste Spiel konnte Perry erst nach hartem Kampf gewinnen. Aber nach mehrfachem Einstand holte Perry 6:0 den dritten Satz, mit' 6:1,6:1,6:0 die dritte Wimbledon-Meisterschaft im Männereinzel.

Der Kampf dauerte nicht länger als 30 Minu­ten. Endlos war der Beifall, als Perry und Gramm Arm in Arm den Meifterschaftsplatz ver­ließen.

Gramm außer Gefecht?

Dr. H. Kleinschroth, der Kapitän der deut­schen Daoispokalmannschaft, erklärte dem DNB.- Vertreter in London, es sei leider damit zu rech­nen, daß G. v. Gramm in Agram nicht mit von der Partie sein könne. Der Deutsche Meister verlasse London am Samstagnachmittag und treffe am Sonntag in Berlin ein. Erst dort könne entschieden werden, ob Gramm in Agram eingesetzt werden könne oder nicht. Für den Fall, daß Gramm in Agram nicht spielen könne, werde Deutschland Kaj Lund oder W. Menzel als zweiten Mann für die Einzelspiele einsetzen. Lund werde auf jeden Fall zusammen mit H. Henkel das Dop­pel bestreiten.

Auch Borotra Brugnon geschlagen.

Wettbewerbe abgewickelt. Die Gesamt- leitung hat Dr. Karl Ritter von Halt.

Oie Kampfplätze für die technischen tlebungen.

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Olympia-Kämpfer im Training.

Hauptproben. - Oie technischen Vorbereitungen der Wettkämpfe.

Der Gentre-Eount war schon eine Stunde vor Beginn des Endspieles restlos ausverkauft. Eng­lands Tenniswelt erwartete einen Kampf, wie man ihn eben nur in Wimbledon erleben kann. Einige Minuten vor dem angesetzten Beginn verkündete dann der Lautsprecher zum Entsetzen der 15 000 ,-a. - ~

Menschen, daß Gramm einen Autounfall erlitten das amerikanische Hollenmeisterpaar Andrus-Henro- habe. Mit einer kleinen Verspätung betraten Fred tin 6:0, 6:4.

Auch die Turner proben.

Nach dem Hamburger Ausscheidungsturnen, mit welchem die Auslese für die Olympischen Turnwett­kämpfe beendet wird, veranstaltet das Reichsfach­amt Turnen am Montag, 6. Juli, auf der D i e t rich-Eckart-Freilichtbühne eine technische Probe für die Olympischen Kämpfe. Reichsmänner- turnmart Martin Schneider hat für diese Probe folgende Turner nach Berlin bestellt: Frey, Fried­rich, Kleine, Schmelcher, Schwarzmann, Stangl, Volz und Winter. Das Probeturnen geht unter Ausschluß der Oefsentlichkeit vor sich.

Japans Schwimmer im Sportforum.

Nun, da sich die Olympiakämpfer in immer grö­ßerer Zahl einstellen, wird auch das Training mehr und mehr Aufmerksamkeit erregen. Im Schwimm­becken des Sportforums sieht man die Japaner bei der Arbeit. Acht Bohnen sind von den japanischen

Ausreichende Trainingsmöglichkeiten.

Die Vorbereitungen zu den Olympischen Spie­len stehen vor dem Abschluß. Gewaltig ist die Ar­beit der Männer, die sich mit der vorbereitenden Organisation befaßen. Bis ins Kleinste muß alles durchdacht sein, wenn später alles reibungslos klop­pen soll.

Nicht weniger als 45 Nationen hoben für die leichtathletischen Wettkämpfe gemeldet. Do ist es nicht möglich, für die vielen Hunderte von Wettkämpfern das Olympische Stadion zu Trainingszwecken freizugeben. Aber für Trai- ningsmöglichkeiten ist ausreichend v o r g e f o r g t. Auf dem Reichssportfeld selbst stehen die Aschenbahnen des Hons-Braun-Platzes und des August-Bier-Platzes zur Der- füaung, die nach dem Vorbild der Stodion-Bahn gebaut sind, dieselben Ausmaße und Grundlagen besitzen. Ebenso ist die Bahn im Olympischen Dorf in gleichen Ausmaßen gehalten. Das find drei ideale Trainingsbahnen, von denen die auf dem Hans-Braun-Plotz gleichzeitig zumWarmmachen vor den Kämpfen dienen soll. Durch einen Tunnel ist der neben dem Olympia-Stadion gelegene Hans- Braun-Platz von den Wettkämpfern, unmittelbar von ihren Umkleideräumen aus, schnell zu erreichen. Diese Trainingsstätten reichen aber bei weitem nicht aus, und da bei einer so großen Anzahl von Teil­nehmern ohne einen genau ausgearbeite­ten Zeitplan für das Training nicht auszu- kommen ist, wird ein solcher den Nationen sofort bei ihrem Eintreffen überreicht. Für das Training werden neben den obengenannten Sportstätten noch

Platon als Hüter des Lebens. Pla- \ tons Zucht- und Erziehungsgedanken und deren ; Bedeutung für die Gegenwart. Von Prof. Dr. Hans i F. K. Günther. 2. Auflage 1936. Preis fort. I 2 Mk., Lwd. 3 Mk. I. F. Lehmanns Verlag, Mün- ' chen. (194.) Professor Günthers Schrift über i Platon zeigt diesen aus tiefster, rassisch gebundener ' Seele schöpfenden Seher und Gestalter als einen Mann, der dem bevölkerungspolitischen Willen und Handeln unserer Zeit eng verbunden ist. Platon, ; dem nordischen Blut des Hellenentums entstammend, , starb als Achtzigjähriger vor 2283 Jahren. Es ist überraschend, wie klar dieser überragende Denker die Bedeutung der Erbanlagen für Erziehung und Staat erkannt und ernstlich gelehrt, wie er also vor so langer Zeit die Gedanken des Dritten Reiches vorausgedacht hat. Günther hat aus Platons Schriften alle die Stellen zusammengetragen, in denen der große Hellene die Grundsätze der Erb- lehre und damit der Staatserhaltung mustergültig ausgesprochen hat, deren wichtigste sind: Förderung der Hochwertigen, damit Aufzucht von Kindern unter dem Ziel der Bildung vollkommener Men­schen, Führung des Staates durch eine Auslese- gruppe solcher Art und Ausschaltung der Minder- wertigen. Aeußerst anregend ist es, wie Günther die platonische Lehre vom Schönen und Tüchtigen als lebensgesetzlich begründet nachweist und die platonischen Grundanschauungen auf ihren Wert für die Gegenwart prüft. Dem Rassenbiologen ist Platon so ein wertvoller Bundesgenosse über Jahr­tausende hinweg geworden.

Werkleute singen." Lieder der NS.- GemeinschaftKraft durch Freude". Mt einem Ge­leitwort des Reichsleiters der Deutschen Arbeits­front, Dr. Robert Ley, herausgegeben von Heinz Ameln, Bärenreiter-Verlag Kassel, 64 Seiten, kart. 50 Pf., in Leinen gebunden 90 Pf. (191) Das im Gau Hannover entstandene in seinem Liedgut erprobte und bewährte Liederbuch soll hinausgehen in das schaffende Volk, um Freude und Frohsinn zu bringen den Menschen der Arbeit bei Singen in den Betriebsgememschaften, auf Reisen und Wanderungen mitKraft durch Freude", beim Sport und Spiel und bei allen fest­lichen und geselligen Stunden. Der Führer der Deutschen Arbeitsfront, Reichsleiter Dr. Robert Ley hat persönlich dem Liederbuch ein Geleit­wort mit auf den Weg gegeben und darin Bedeu­tung und Aufgabe eines solchen rechten und froben Singens gekennzeichnet. Das zweckentsprechend und gut ausgestattete Liederbuch enthält rund 90 Lieder meist einstimmig, einige auch in schlichtem, wehr- stimmigen Satz in folgenden Abteilungen: Kampf und Bekenntnis, Landsknechts- und Soldatenlieder, Handwerk und Stand, Fest und Feier Totengeden­ken, Morgen und Abend, Jahreslauf, Frohes Wan­dern und Jagen, Spiel und Scherz.

Das Wunder in der Heilkunde. Don Dr. E. L i e k. 3. Auflage. Geh. 3,20 Mark. Lwd. 4,50 Mart. 1936. I. F. Lehmanns Verlag, Mün­chen (195) Als Dr. Erwin Liek vor Jahren in der ersten Auflage dieses Buches an vielen Zeiterscheinungen Kritik übte, wurde es ihm viel­fach verübelt, aber heute zeigt es sich, daß er fei­nem Volke und der Aerzteschaft kernen besseren Dienst leisten konnte. Liek befaßte sich eingehend mit der Heilweise der so verschrienen und doch so viel ausgesuchtenKurpfuscher". Er fand^daß deren Gegner durchaus recht hatten: Die Mittel und Wege ihrer Heilkunst waren meist primitiv, oft so­gar recht bedenklich. Wundertäter gibt es viele in der Welt; Liek sucht sie auf und erzählt davon fesselnd und oft mit Humor. So zeigt er an zahl­losen Beispielen, die eine ungewöhnliche Kenntnis aller neuen und älteren Kuren und Heilmethoden verraten, wie Wunderheilungen echte und un­echte zustande kommen. Und so wenig Liek sich zum Anwalt von Pfuscherei und Betrug machte,

Schicksalhafte Entscheidung in Wimbledon.

v. Gramms Autounfall vor dem Gndspiet.-perry zum 3. Mai Wimbtedon-Melster

Nächst Gramms Mißgeschick war die Niederlage der ftanzösischen Musketiere Brugnon - Borotra im Männerdoppel die größte Überraschung. Die bei» den Franzosen, von denen allerdings auch Borotra unter einer Muskelzerrung litt, unterlagen gegen Hare-Wilde 1:6, 6:4, 1:6, 4:6. Im Frauendoppel stehen die Schlußrunden-Teilnehmerinnen fest. Die Amerikanerinnen Fabyan-Jacobs schlugen Ingram- King (England) 6:4, 6:3, in der anderen Hälfte be­legten die Titelverteidigerinnen Stammers-James

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Bevor am Samstag, 11. Juli, dle Gausportwarte die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften besuchen werden, spricht der Generalreferent des DRL., von M e n g ö e n , über die Reichs- und Gauoeranstal- tungen des DRL. Weiterhin werden die Gausport, warte in die organisatorischen und praktischen Fra­gen der Gau-Schulung sowie die Tätigkeit der Wan­der-Sportlehrer im Gau eingeführt.

Den Schluß der Arbeitstagung bildet eine Be­sichtigung des Reichssportfeldes und des Olympischen Dorfes. Es handelt sich bei der Tagung der Gau- Sportwarte darum, daß die Lehrarbeit in den Gauen einheitlich ausgeübt wird und mit dieser Arbeit sogleich nach den Olympischen Spielen begonnen werden kann.

Deutsche Kunstflugmeisterschast 1936

15 Flieger im Wettbewerb in München.

Die Deutsche Kunstflug-Meisterschaft, die am 11./12. Juli in München durchgeführt wilD, hat ein sehr gutes Meldeergebnis gefunden. Folgende 15 Anwärter auf den Titel haben sich in die Start­liste eingetragen: 1. Förster, Dortmund (Fokke- WulfStieglitz"): Elfbein, Königsberg (Fokke-Wulf Stieglitz"): Kränkle, Fürth (Bücker-Jungmeister), Achgelis, Berlin (Fokke-WulfStösser"): Hofmann, Neuhausen b. Königsberg (Fokke-WulfStieglitz"); Stör, Augsburg (BFW 35 b); Fritsch, Paderborn (Fieseler F 2Tiger"); Resch, Kaufbeuren (Fokke- WulfStieglitz"); Lehmann, Leipzig; Maier, Zelle; Lochner, Dresden; Wendel, Dresden: Graf von Hagenburg, Dresden; Friedrich, Breslau; Klaus, Leipzig (alle Fokke-WulfStieglitz").

Neuer Weltrekord von Ragnhild Hveger

Bei den olympischen Prüfungen der dänischen Schwimmerinnen in Kopenhagen bewies die erst 17jährige Ragnhild Hveger erneut ihre protze Klasse, lieber 800 Meter Kraul schwamm sie m 11:11,7 Minuten einen neuen Weltrekord heraus; die Amerikanerin Leonore Knight hielt mit 11:34 den alten Rekord, so daß also die Dänin, die mit großen Aussichten nach Berlin geht, eine recht wesentliche Verbesserung der alten Höchst' leistung vornahm, lieber 200 Meter Brust siegte die erst 12jährige Inge Sörensen in 3:08 Mi­nuten.

SportamtKraft durch Freude^.

Heue kdF.-Sportkurse.

Mit dem Beginn des neuen Vierteljahres werden in allen Uebungsarten neue KdF.-Sportkurse ein- gerichtet, lieber alles Wissenswerte dieser Kurse unterrichtet das neue Vierteljahres-Sportprogramm, das in allen Ortsgruppen und Betrieben, sowie auf der Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18, kostenlos erhältlich ist.

Für die Kurse Reiten, Tennis, Kinder­gymnastik werden Neuanmeldungen auf der Ge­schäftsstelle, Schanzenstrahe 18, angenommen.

Für die Zuschauer bei den leichtathletischen Wett­kämpfen der Olympischen Spiele ist es von größ­tem Interesse, zu wissen, an welcher Stelle des Olympia-Stadions sich die Entscheidungen in den technischen Hebungen abspielen werden. Hoch- prung für Männer und Frauen kommen auf den beiden Sprungbahnen der Westseite des Sta­dions, also vor dem Marathontor zur Abwicklung. Der Vorkampf zum W e i t s p r u n g geht auf zwei Bahnen an der Nordseite, die Entscheidung dann auf der Südseite vor der Ehrentribüne vor sich. Das gleiche gilt für den Dreisprung. Das Stabhochspringen wird nur auf der Bahn der Südseite abgewickelt. Gesprungen wird von Westen nach Osten. Für den Speerwurf der Männer wird die Bahn der Westseite, am Mara­thontor, benützt. Beim Diskuswerfen der Männer und Frauen erfolgt die Qualifikation aus den Wurfkreisen an der Südseite (von Süden nach Norden), während Vorkampf und Entscheidung von Norden nach Süden, also von der Nordseite aus, zur Durchführung gelangen. Das Kugel st oßen kommt auf beiden Anlagen an den Kurven der Ostseite zum Austrag. Nicht im Olympia-Stadion durchgeführt werden Qualifikationen und Vor­kampf für das Hammerwerfen.

sich eine stark schmerzhafte Kniever- ! e tz u n g am rechten Bein zu. Gottftied v. Gramm setzte aber nach der ersten Auftegung äußerlich ge- faßt die Fahrt nach Wimbledon mit einem anderen Wagen fort. Hier stellte er sich trotz des Handicaps durch den Unfall Fred Perry zum Entscheidungs- kämpf im Männereinzel.

Eramms Energieleistung.

Kraulschwimmern besetzt. Mit unerhörtem Tempo brausen sie durch das Wasser, schwimmen Lange um Länge. Man muß schnell gehen, um ihnen am Beckenrand entlang folgen zu können. Das Olym­pische Dorf gefällt den Japanern ausgezeichnet, sie schlafen gut, und das Essen bekommt ihnen auch.

Auch Australien bei der Arbeit.

Während wir noch mit dem japanischen Trainer sprechen, kommt eine neue Gruppe an. Deutsche Offiziere führen sie. Großgewachsene, blonde, kräf­tig« Mädchen, denen man die englische Herkunft ansieht, und einige typische englische Eolleae Boys mit ihren weitgeichnittenen Jacken, die goldbestickte Wappen tragen. Es ist fast die ganze Mannschaft aus Australien.

Mädchen des Ehrendienstes begleiten die Frauen. Diese Ehrendienst-Mädchen wissen wirklich mit allem Bescheid. Sie zeigen die Umkleidekabinen, eine andere macht sich auf und besorgt für die Hoch­springerin Garter eine Latte. Und dann beginnt ein Training, das dem japanischen an Härte nicht nachsteht.

Der deutsche und ftanzösische lennismeifter Gott- - fried von Gramm hat großes Pech gehabt. Es scheint, als ob er in Wimbledon unter gar keinen Umständen das Einzel gewinnen könne. Das Schick- ' fal hat sich gegen den sympathischen Deutschen ver- schworen. Wieder einmal gegen den Engländer F Perry stand Gramm in diesem Jahre im End- < spiel, nachdem er Maier, Erawford und Austin um nur die spielstärksten Gegner zu nennen in großartigem Stil ausgeschaltet hatte. Und wenn je, so hatte man dem Deutschen diesmal gegen Eng- lands Tennis-Stolz Gewinnaussichten ein­geräumt, hatte er den Briten doch auch in Paris schon verdient bezwungen.

Da legte das Schicksal sein Veto ein.

Auf der Fahrt zum Wimbledon-Tennisstadion er­litt Gramm durch Verschulden eines frem- be n Wagens einen Autounfall und da­bei eine Knieverletzung. Er setzte zwar in einem an­deren Wagen unverzüglich die Fahrt nach Wimble­don fort, aber trotz seiner Tapferkreit hatte er na­türlich unter diesen Bedingungen keine Ehance mehr gegen Perry. 6:1, 6:1, 6:0 siegte der Englän­der über von Gramm, der sich kaum mehr recht vom Fleck bewegen konnte.

Die 15 000 Zuschauer würdigten die Energie­leistung des Deutschen rückhaltlos. Als Perry und Gramm nach dem Spiel Arm in Arm vom Platz gingen, raffen die Range um den Eontre-Eourt in einem Begeisterungstaumel für den Deutschen, der als echter Sportsmann zum Kampf angetreten war, ohne auch nur im geringsten auf einen Sieg hoffen zu dürfen.

Perry aber erklärte, er fei noch nie fo gut in Form gewesen, wie in diesem Kampf. Und trotzdem ge­wann Gramm zwei Spiele!

Oer verunglückte Endkampf.

Dor zwei Jahren hatte Gramm in Wimbledon das Pech, mit einer schweren Angina gegen Quist antreten zu müssen. Gramm spielte als kranker Mann; er verlor nach tapferem Widerstand. Dies­mal meinte es das Geschick noch böser mit dem Deutschen. Auf der Hinfahrt von London nach dem Vorort Wimbledon wurde Gramm beinahe das Opfer eines Autounfalles. Mit feiner Frau und zwei Freunden im Wagen nahm er eine Straßen­kreuzung im Westend Londons, als ein Personen­auto in voller Fahrt auf den von dem Deutschen gesteuerten Wagen zubrauste. Nur Gramms Fahr- Zunft verhinderte durch plötzliches, starkes Bremsen um Haaresbreite einen schweren Zusammenstoß. Die Folgen dieses Zwischenfalles waren bitter. Frau von Gramm erlitt einen Nervenschock, ihr Gatte zog

Zickzackwege in der Entwicklung des Menschen. Von Professor Dr. Hans Wei- n e r t. 161 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, ßeinenb. 4,80 Mark. Quelle & Meyer, Leipzig. (209) Weinert gibt an Hand zahlreicher Ab­bildungen einen Einblick in den heutigen Stand unseres Wissens um die Frage nach dem Woher, die den Menschen immer wieder bewegt. Er wählt dabei den Weg, daß er an einzelnen Körpereigen­tümlichkeiten Die verschlungenen Pfade aufzeigt, welche die Natur ging, bis der heutige Zustand er­reicht war. Die Kapitelüberschriften enthalten zu­gleich die Problemstellung und zeigen schon in ihrer Abfassung, daß es dem Verfasser darum 311 tun ist, den Leser in anregender, nicht alltäglicher Form in das Gebiet einzuführen:Wie der Mensch zu seinen Beinen kam",Wie der Mensch zu seiner Stimme (am",Hand und Mund als Vorstufen zur Menschwerdung",Wie der Mensch den Schwanz verlor",Feuer und Schwert als Vorbedingungen zum Ausstieg der Menschheit",Rassenhygiene im Wandel der Anschauungen",Mensch der Zukunft

Leichtathletik der Sp.-Dg. 1900.

B. Goß siegt in Frankfurt. Kilo und Peters beim Gaukampf Westfalen gegen Hessen in Korbach.

Die vom JG.-Sportverein auf seiner mustergül­tigen und gut gepflegten Anlage durchgeführten Jugendwettkämpfe waren auch in diesem Jahr ein voller Erfolg. Hervorragende Ergebnisse drückten der Veranstaltung ihren Stempel auf. Mit eine der besten Leistungen vollbrachte der 1900er» Jugendliche Berthold Goß mit feinem Sieg im Kugelstoßen der Klasse B mit der ausgezeichneten Leistung von 14,28 Meter. Damit übertraf Goß sogar seine Kameraden aus der A»9ugenb.

Zum Gaukampf Westfalen gegen Hessen sind A. Kilo und H. Peters beordert. Beide befin­den sich in aufsteigender Form, wie die Ergebnisse des Sonntags bewiesen. Während Kilo gegen den alten Hoffmeister und Buschey, Westfalen, sowie gegen den zweiten hessischen und Gießener Ver­treter O. Luh wohl zum Siege kommen dürfte, hat H. Peters gegen die ausgezeichneten Saake und Keim keine Aussichten. Für ihn gilt es, seine Zeit von Kassel weiter zu verbessern.

Arbeitstagung der Gausportwarte.

Für die Zeit vom 1. bis 10. Juli sind die Gau- sportwarte des Deutschen Reichsbundes für Leibes- Übungen nach Berlin gerufen worden. Der Stell­vertreter des Reichssportführers, Breitmeyer, wird über die Aufgaben der Reichsbund-Schulung sprechen, der Generalreferent der Reichsakademie, Wetzel, über die Reichsakademie in der Schu- lungsarbeit, und der Jugendreferent Seidemann über die Jugendarbeit im DRL.