Ausgabe 
3.9.1936
 
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natum), deren große gelbe oder weiße Blutenschei­den häufig durch reichere Farbenringe auffallen; oder die weiße Margerite (Chrysanthemum alpinum arcticum) oder die farbensatten Flam­menblumen (Phlox Drummondi) und manche der großen farbenprächtigen Dahlien (Dahlia variabilis), die aber das Opfer der herbstlichen Frost- oder Reifnacht sind. Das sind also noch recht viele schöne, farbenfrohe Gartenblumen, mit vielen Abarten. Aber alle sind es ausländische Pflanzen, aus China, Mexiko und anderen war­men Ländern, weshalb sie wohl auch bei uns erst so spät, nach der langen Wärmeperiode so weit ent­wickelt sind.

Die Natur läßt sich nicht in ein allgemein gül­tiges Schema pressen und richtet sich oft gar nicht nach dennormalen" Verhältnissen, die wir zu er­kennen glauben, und doch ist es dannzweckmäßig". Jetzt, nachdem die Sense zum letzten Mal im Jahr darüber ging, brechen auf fruchtbaren, feuchtwarmen Wiesen die zarten lilarosaen Blüten der Herbst­zeitlose (Colchicum autumnale) durch den Bo­den. Das ist ein eigenartiger, anmutiger Anblick,

wie sich aus dem niedrigen , oft schon fahlen Gras der Herbstwiesen hier und da einzelne, dort ganze Gruppen und Büschel dieser zarten zierlichen Ge­bilde erheben. Aus der sehr langen Röhre, die aus einer Knolle tief aus der Erde emporsteigt, weitet sich die große, trichterförmige Blüte mit ihrem sechs­teiligen Saum. Bis zu 20 Zentimeter Höhe erreicht diese hübsche, zartgetönte Blüte, die ohne jegliche grünen Pflanzenteile wie in den Boden gesteckt da­stehen und auf lüsterne Insekten warten. Erst im Frühjahr wächst der Stamm mit den drei schmalen Liliaceenblättern" und der reifenden Fruchtkapsel aus der nun ausgesogenen Knolle hervor, das un­tere Stengelglied verdichtet sich zur Knolle fürs nächste Jahr, und die klebrigen Samen verbreiten die Weidetiere mit ihren Hufen. Der Bauer rottet die Herbstzeitlose nach Kräften aus, da sie in allen Teilen für Mensch und Weidetier giftig ist und diese hier jedenfalls nicht nützliche Eigenschaft auch im Heu nicht verliert. Uns aber ist die hübsche Blüte der Herbstzeitlose lieb und willkommen als die Blume des September.

Walther Neurath.

Rohstoffbeschaffung.

Dom Kreiswirtschastsberater,

Schon wiederholt wurde auf die Notwendigkeit der restlosen Erfassung der Altstoffe zum Zwecke der Rohstoffgewinnung hingewiesen, um dadurch Devisen, zu sparen.

Ein für unsere Wirtschaft besonders wichtiges Metall, das in Deutschland nicht gewonnen wird, ist das

Zinn. '

Es wird für die Herstellung von Metall-Legie­rungen, von wertvollen Guß-Stücken, von Löt- Mitteln, ganz besonders aber zum Verzinnen eiser­ner Bleche, aus denen Konservendosen und die ver­schiedensten Gebrauchsgegenstände erzeugt werden, benötigt.

Große Mengen von Zinn sind daher in allen Weißblechen", insbesondere in Konservendosen, ferner auch in Tuben der verschiedensten Pasten, enthalten.

Moderne Verfahren gestatten es, auch die dünn­sten Zinnüberzüge der sog. Weißbleche zurückzuge­winnen. Es ist eine große Aufgabe für den deut­schen Roh- und Altstoffhandel, die gebrauchten Kon­servendosen, Weißblech- und sonstige Zinnabfälle zu sammeln und in den Güterkreislauf wieder ein­zuschalten.

Es ergeht daher an alle Verbraucher von Kon­serven die Aufforderung, die Dosen zu sam­meln und dem Altstoffhandel zuzuführen, ins­besondere richtet sich unsere Bitte an die Groß­verbraucher von Konserven, also Kasernen, Pflegeanstalten, Kliniken, Gaststätten, aber auch an den normalen kleinen haushalt.

Es ist dafür Sorge getragen, daß auch die auf die städtischen Kehricht- und Müllabladeplätze gelan­genden Konservendosen und sonstige wertvolle Ab­

fälle erfaßt werden, so daß nichts, was für die deutsche Wirtschaft wertvoll ist, verloren geht.

Eine andere außerordentlich wichtige Rohstoff­quelle sind

Knochen aller Art.

Gewiß wird mancher Volksgenosse die Nase rümpfen und fragen, was kann aus alten Knochen schon wertvolles kommen. Gemach, lieber Freund! Aus Knochen gewinnen wir, um nur wenige Stoffe zu nennen:

Glyzerin, (zur Herstellung von Sprengstof­fen, Druckfarben, kosmetischen und pharmazeutischen Konservierungsmitteln, Bremsflüssigkeiten, Seifen, Kitten, Gefrierschutzmitteln); dann Stearin, Olein. Stearin-Pech, Futterschrot, Leim, Knochen­mehl, Knochenkohle, Knochenasche, Klauenöle bis zu den feinsten Qualitäten und Talg. Alle Einzelpro­dukte sind damit noch lange nicht aufgezählt.

Es sollen also im haushalt, in den Gastwirt­schaften und in den vorgenannten großen Ver- braucherslätten, insbesondere in Kasernen und Kliniken, keinerlei Knochen forlgeworfen oder gar verbrannt werden. Sie sind dem Rohsloff- oder Altsloffhändler zu übergeben, der für richtige Verwendung im Sinne der national­sozialistischen Wirtschaft sorgt.

An dieser Stelle sei auch darauf hingewiesen, daß es unvernünftig und wirtschaftsschädigend ist, wenn dem Rohstoffhändler wegen Lagerung der Knochen unnötige Schwierigkeiten gemacht werden. Er ist verpflichtet, für Beseitigung etwaiger Geruchs­belästigungen durch Verwendung von Kalk oder Chlorkalk zu sorgen. Die vaterländische Wirtschaft erfordert es aber, daß man über kleine Unbequem­lichkeiten, die dazu häufiger nur eingebildet sind, das große Ganze nicht vergißt.

Mängel in der Namensführung des Minderkaufmanns.

Der Rhein-Mainische Industrie- und Handelstag in Frankfurt a. M. teilt uns mit:

Seit Jahren werden in den beteiligten Wirt­schaftskreisen Klagen darüber geführt, daß Min­derkaufleute und Handwerker im Sinne des § 4 des Handelsgesetzbuches im Geschäftsverkehr sich nicht ihres ausgeschriebenen Vor- und Zunamens bedienen, sondern vielfach abweichend davon eine firmenähnliche Bezeichnung oder Abkürzung ihres Namens führen. Dadurch ist in zahlreichen Fällen eine Verschleierung der persönlichen Verhältnisse der Betriebsinhaber eingetreten, die im Interesse der Klarheit und Offenheit des geschäftlichen Ver­kehrs nicht wünschenswert ist.

Schritte der Industrie- und Handelskammern hiergegen waren nicht von Erfolg begleitet, weil die maßgebenden Gerichte sich im Einklang mit der Meinung der führenden Kommentare zum Handels­gesetzbuch auf den Standpunkt stellten, daß nach dem zwingenden Wortlaut des § 4 HGB. Minder­kaufleute ausdrücklich von den Vorschriften über die Firmenführung ausgenommen feien. Nach § 15a der Reichsgewerbeordnung bestehe zwar eine Vorschrift, wonach die Anbringung des Namens mit mindestens einem ausgeschriebenen Vornamen am Geschäftslokal eines Gewerbetreibenden ver­langt werde. Diese Vorschrift sei aber nur auf Ge­werbetreibende beschränkt, die einen offenen La­den haben, oder eine Gast- oder Schankwirtschaft betreiben. Infolgedessen seien für die Namensfüh-

runa der Minderkaufleute lediglich die allaemeinen Vorschriften des § 12 des Bürgerlichen Gesetzbuches und des § 16 des Reichsgesetzes gegen den unlau­teren Wettbewerb maßgebend. Danach sei die Füh­rung eines vom bürgerlichen Namen abweichenden Namens zulässig.

Die Industrie- und Handelskammer Wiesbaden hatte deshalb bereits im Jahre 1911 bei dem Deut­schen Industrie- und Handelstag eine Gesetzesände­rung angeregt. Die Bemühungen des Handelstages hatten aber bei dem damals schwerfälligen Gang der Gesetzgebung nicht den gewünschten Erfolg.

Nunmehr hat der Rhein-Mainische Jndustrie- und Handelstag dieses Vorgehen erneuert und eine entsprechend begründete Eingabe an die hierfür maßgebenden Stellen, u. a. auch an den Herrn Reichsjustizminister, gerichtet. Der Herr Reichs­minister der Justiz hat dem Rhein-Mainifchen In­dustrie- und Handelstag daraufhin nachstehende Aus­führungen übersandt:

Auf Grund des nebenbezeichneten Schrei­bens habe ich mich mit dem Herrn Reichs- und Preußischeh Wirtschaftsminister wegen der von Ihnen angeregten Abänderung des § 4 des Handelsgesetzbuches und des § 15a des Han­delsgesetzbuches in Verbindung gesetzt. Da eine Regelung der Namensführung der Minder­kaufleute im Geschäftsverkehr zweckmäßig er­scheint, ist eine entsprechende Ergänzung der

erwähnten Vorschriften im Gesetzgebungswege in Aussicht genommen."

Erfreulicherweise ist danach nunmehr bald mit einer befriedigenden Regelung der für Minderkauf­leute geltenden Bestimmungen zu rechnen.

ttunst und Wissenschaft.

Neuerscheinungen des Bernhard-Sporn-Verlags.

Der Bernhard - Sporn - Verlag in Zeulenroda (Thür.) hat es sich zur Aufgabe gemacht, neue und bisher vergriffene Werke Rudolf Huchs vor­bildlich ausgestattet herauszubringen. Zunächst er­scheinen sein RomanT a l i o n", eines der er­schütterndsten Bücher aus der Zeit vor dem Kriege, und die Humoristischen Erzählungen, köstliche Geschichten sind das, die zum Bleibenden humoristischer Erzählkunst gerechnet werden dürfen. Mit drei Werken führt der Bernha^d-Sporn-Verlag zum Spätherbst eine Erlebnisbücherreihe ein: von dem Grönlandforscher und Jslandskenner Professor Dr. Paul B u r k e r t, dem Leiter des Archivs für Ark- tiskunde, wie das illustrierte BuchIsland er­forscht, erschaut, erlebt!" erscheinen, von dem Wildwasserkajakfahrer Ottomar Krupski em bebildertes Buch über eine seiner Jugoslawien- fahrten,Vom Triglav zur Adria". Und Eugen Kriszat erzählt in seinemRoman nach dem Tagebuch eines Abenteurers" die packende Le­bensgeschichte des Grafen von Benjowfky. Mit zwei Märchenbüchern Paul M. Brandt, Das Glück der Mutter; Richard Heinze, Die Roggenmuhme sowie drei Bilderbüchern der jungen Elli Witt- Hauer (Hoppla ho juchhei!",Lügenfritze" und Haus Tugendbold") wird der Verlag seinen Ein­satz für das gute Jugendbuch bekunden. Walter Beckmann gibt ein umfassendes Werk über das Deutschtum im Ausland heraus, und von Hans

Frese erscheint eine Schrift überDas deutsche Buch in Amerika."

Der neue Wessely-Film.

Der neue Paula -Wessely- Film des Synbi- kats, in dem Geza von B o l v a r y Regie führt, hat nunmehr den TitelDie Julika" erhalten. Die weiteren Hauptrollen spielen neben Paula Wessely, Attila Hörbiger, Gina Falken- berg und Fred Hennings. An der Kamera steht Franz Planer. Zur Zeit werden die letzten Außenaufnahmen in Ungarn, bei Budapest und Stuhlweißenburg, gedreht.

Dichlerlag auf der Wartburg.

In dem Minnesängersaal der Wartburg wurde der 4. Dichtertag der Wartburgdichtung mit einer Feierstunde eingeleitet. Wieder sind aus allen deutschen Gauen die Dichter der Wartburg- rose und die diesem Kreis seelisch und geistig Ver­wandten zur Wartburg gekommen, darunter Hans Friedrich Blunck, Heinrich Lilienfein, Bör- ries von Münchhaufen, Agnes Miegel, Jakob Schaffner, Otto (Er le r, aus der jungen Generation Wolfgang Eberhard Möller und Wolfram B r o ck m e i e r. Der Reichsstatthalter in Thüringen, Sauckel, hieß die Dichter willkom- men. Die Seele aufzurütteln, die Gemeinschaft den Sinn des Lebens ahnen zu lassen und dem beut» schen Volk die Sittenaesetze der arischen Mensch­heit einzuprägen, sei Aufgabe der Dichter. Dann sprach Jakob Schaffner über die Beziehungen zwischen Heimat und Dichtung. Ergriffen dankte Reistsstatthalter Sauckel dem Dichter und verlieh dem Deutsch-Schweizer die Wartburgrose, womit Schaffner in den Kreis der Wartburgrosen-Ritter aufgenommen wird.

Wirtschaft.

Rhein-Mainische Börse.

Witlagsbörse sehr still.

Frankfurt a. M 2. Sept. Die Börse war bei Eröffnung nahezu geschäftslos, da Aufträge der Kundschaft nur in sehr geringem Umfange Vorla­gen, so daß auch die Kulisse starke Zurückhaltung zeigte.

Am Aktienmarkt war die Haltung trotz der Geschäftsstille ziemlich behauptet. Die Kursverän- berungen bewegten sich zumeist innerhalb eines Prozentes. Weiter fest lagen Kunstseibeaktien, Aku bei mäßigen Umsätzen 64,50 (63,65), später 64, Bemberg ca. 88 (86). Im Freiverkehr würben Amerik. Enka mit 50,5051,50 und Amerik. Bem­berg Pref. mit 6668 bewertet. Stark vernachlässigt lag besonbers ber Montanmarkt, wo zunächst nur Hoesch mit 106,75 (106,25) unb Harpener mit 128,40 (129) zur Notiz gelangten. Am Elekttomarkt zogen Siemens um 2 v. H., Licht & Kratt um 0,75 v. H. unb Mainkraft um 0,50 v. H. an, RWE. verloren 0,75 v. H., AEG. 0,13 v. H.. IG. Farben lagen mit 159,65 voll behauptet, Deutsche (Erböl 0,50 v. H. niebriger. Von Maschinenwerten Muag in Nachwirkung ber HV.-Ausführungen 120 (119), Daimler uno. 120. Sonst eröffneten im einzelnen Deutsche Linoleum 1,50 v. H. höher. Rheinmetall 1,25 v. H. niebriger. Westbeutsche Kaufhof unb Zellstoff Aschaffenburg lagen behauptet, Norbb. Lloyb 0,25 v. H. schwächer. Von Auslandsaktien kamen Chade AC nach Pause mit 398 (386) zur Notiz.

Der Rentenmarkt lag ebenfalls ruhig. Alt­besitz 113,75 (114), Kommunal-Umschulbung 88 (88,05), Zinsoergütungsscheine 93 (93,10), späte Schulbbuchforberungen 97,75. Zertif. Dollar-Bonbs blieben behauptet. Im Freiverkehr hatten 3proz. Steg v. 1895 mit 5,305,40 (5,25), Türkenlose Reste mit 1 RM, per Stück unb bto. gemischte Reste mit 3,95 lebhaftes Geschäft.

Der Verlauf brachte auf Teilgebieten eine kleine Belebung unb bie Haltung war allgemein f e ft e r. Gefragt würben am Aktienmarkt besonbers Montanwerte; nachdem die ersten Kurse vorwiegend 0,501 v. H. niedriger lagen, zogen Verein. Stahl auf 106 nach 105 (105,75) an, die übrigen Montane notierten ähnlich. IG. Farben 160,25 nach 159,50, Kunstseide Aku schwankend mit 63,75 bis 64,50 nach anfangs 64,50, Otavi Minen 32,65 nach 31,90. Von den später notierten Werten erhöhten sich Reichsbank auf 183 (181), dagegen Südd. Zucker 208 (1).

Variable Renten lagen weiter sttll und un­verändert. Fest notierten 6proz. Hoesch Obl. mit 102,50 Geld (101,50). Der Pfandbriefmarkt lag nahezu unverändert, Liquidationspfandbriefe uno Stadtanleihen uneinheitlich. Von Auslandsrenten zogen Anatolier I u. II auf 44,90 (43,75), 4proz. Mexikaner auf 9,90 (9,50), 4,5proz. bto. Irrigation auf 9,60 (9,40) an, bagegen 5proz. äußere Golb- Mex. 13,90 (14). Im Freiverkehr erhöhten sich ge­

mischte Türkenreste auf 4,15 nach 3,95, E=ßombar- ben galten 4,13.

Im Freiverkehr nannte man Ablerwerke mit 111, Ufa mit 60, Pokorny mit 110 (111) und Dyckerhoff Zement mit 138139. Tagesgelb weiter ermäßigt auf 2,50 (2,75) v. H.

Abenbbörse freundlich.

Das Geschäft zeigte an ber Abenbbörse keine Be­lebung, boch war bie Haltung freundlich unb über- roiegenb bestaub etwas Kaufneigung. Die Mittags­schlußnotierungen lagen, wenn nicht 0,25 bis 0,50 v. H. höher, so aber doch voll behauptet. Fest waren Muag mit 121,65 (120) unb 0,75 v. H. über Berlin. Etwas ruhiger verkehrten Kunstseibenwerte. Deutsche Anleihen lagen ruhig unb behauptet. Hingegen zeigte sich am Auslanbsrentenmarkt verstärktes Interesse für Rumänen, währenb bie im Freiver­kehr gehanbelten Prioritäten unb Quoten ruhiger, aber behauptet lagen. Sehr fest waren erneut 4 v. H. Poln. Eisenbahnanleihe mit 75 (72).

U. a. notierten: 1947er Verein. Stahl 95,65, 6 v. H. Verein. Stahl 102,40, 6 v, H. IG. Farben 124,75, 4 v. H. Poln. Eisenbahnanleihe 75, Monopol- Rumänen 48, 4,50 v. H. Golb-Rumänen 10,40, 5 v. H. Einheits-Rumänen 7, 4 v. H. do. 5,90, 4,20 v. H. Defterr. Silber-Rente 3,20, 4 v. H. Defterr. Einheits-Rente (MaiJuli) 1,92V2, Commerzbank 99,75, DD.-Bank 99, Harpener 128,50, Hoesch 107,25, Ilse Genuß 133,50, Mannesmann 105,75 bis 106, Rheinstahl 133,75, Verein. Stahl 106,25, AKU. 64, AEG. 36,65, Bekula 152, Conti Gummi 171,25, Daimler E 120, Deutsche Erböl 124.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 2. Sept. Es notierten (be­treibe je Tonne, alles übrige je 100 kg) in RM.: Weizen W XIII 199, W XVI 202, W XIX 206, WXX 208, Roggen RXII 162, R XV 165, R XVIII 169, R XIX 171 Großhanbelspreife der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste und Futter- Hafer. Weizenmehl Type 790 W XIII 28,75, W XVI 29,00, W XIX 29,00, W XX 29,35, Roggen- mehl Type 997 RXII 22,45, R XV 22,80, R XVIIJ 23,30, R XIX 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,50. Weizenkleie W XIII 10,65, W XVI 10,80, W XIX 11,00, W XX 11,10, Roggen- fleie R XII 9,95, R XV 10,15, R XVIII 10,40, R XIX 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Soya- schrot, Palmkuchen, Erdnußkuchen, Treber 16,00, Trockenschnitzel, Heu 4,60 bis 5,00, Wei­zen- unb Roggenstroh drahtgepreßt ober gebündelt 2,00. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 3. Sept. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 33 Rinder (2 Ochsen, 3 Bullen, 23 Kühe, 5 Färsen), 835 Kälber, 206 Schafe, 245 Schweine. Es kosteten: Kälber 60 bis 92 Mark, Hämmel 46 bis 58, Schafe 40 bis 55, Schweine 51 bis 57 Mark. Marktver­lauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt, Kälber, Hämmel und Schafe lebhaft.

Kurszettel der Berliner und Frankfurier Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a. Ul.

Berlin

Schluß- kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß- kurs

Schlußk. Mittag« börse

. Datum

19.

2.9.

1.9.

2-9.

5% Deutsche rlteichsanleihe v. 1927

101,25

101,25

101,25

101,25

4% Deutsche ReichSanl. von 1934

98

98

98

98

6yz% Doung-Änteihe von 1930 .

102,75

102

102,5

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslvs.-Rechten ............

114

113,75

114

113,9

4yt% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, 1 ......

100

100

99,9

99,9

4%% ehem. 8% Hessischer Volks­staat 1929 (rückzahlb. 102%) ...

98,75

98,9

98,9

*y2% ehem. 8% Hessische Landes bant Darmstadt Gold R. 12....

97

97

97

97

5yz% ehem. 4y,% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstaotLtau.

101

101

4%% ehem. 8% Darmsl. Komm

Landesb.Goldschuldverichr. R.6

93,4

93,4

_

_

Oberhejsen Provinz-Anleihe mi> AuSlos.-Rechten ............

126,25

126,25

Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Ausloj.-Rechten

119,5

119,5

119,75

119,5

4*4% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

97

97

6/z% ehem. 4/2% Franks. Hyp. Bank-Liqu.-Psandbriese......

100,75

100,75

6*/2% ehem. 4*4% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpsc.

101

101

101

101

4*/f% ehem. 8% Pr. Landespfand-

oriefanstalt, Pfandbriefe R. 19

97,5

97,5

97,5

97,5

*yz% ehem. 7% Pr. Landespfand b ries an st., Gold Komm. Obl. 20

95

95

95

95

Steuerautsch.Berrechnungsk. 34-38

109,6

109,6

109,65

106,65

4% Oesterretchische Goldrente...

29,5

30

30

30,5

4,20% Oesterretchische Silberrente

3,4

3,2

3,3

3,2

4% Ungarische Goldrente.......

9,13

9,1

9,13

9,2

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

8,4

8,4

8,6

8,4

4*4% desgl. von 1913..........

8,5

8,5

8,55

6% abgest. Goldmexikaner von 99

14

13,9

13,9

14

<% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I.....................

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag, börse

Datum

1-9.

2-9-

2.9-

29-

4% oesgl. Sene h ...........

9

8,95

5% Numan, vereinh. Rente v. 1903

6,4

7

6,55

7

syr%Rumän.vereinh.Rentev.l913

9,8

10,4

9,6

10,13

4% Rumänische vereinh. Rente

5,4

5,9

5,5

6

2*4% Anatolier ............

43,75

44,9

44,75

44,75

Hamburg-Amerika-Paket .....

0

13,75

13,75

13,9

13,75

Hamburg-Südam. Dampfschiff.

0

39

Norddeutscher Lloyd .........

0

14,25

14

14

14

A.G. für Verkehrswesen Akt. ..

0

114

114

114,75

113,75

Berliner Handelsgesellschaft ...

6

122,25

122

Commerz, und Privat-Bank ...

4

99,75

99,75

99,5

99,75

Deutsche Bank und Disconto-

Gejellschafl..............

4

99

99

99

98,75

Dresdner Bank............

4

99

99

99

99

Reichsbank ................

Yz

181

183

183

183,5

A.E.G......................

0

36,25

36,65

36,4

36,9

Bekula...................

8

151

152

152

152,5

Elektr. Lieferungsgesellschaft...

6

126,5

125

126,25

125,4

Licht und Kraft .............

7

145,5

146,5

145

146

Fellen & Guilleaume.........

4

127,5

128,5

127,75

126,25

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung.

6

132

132

132

132,25

Rheinische Elektrizität ........

Ryein. Wests. Elektr..........

6

6

125,25

131

125

130,25

125,5 131

126

130,25

Schurkert L Co...............

6

148,5

149

148,25

148,75

Siemens L Halske............

8

182,25

184,25

182,25

184,25

LahmeyerLCo..............

7

139,5

139,13

139,5

138,65

BuderuS ...................

4

109,5

108,4

109,5

109,5

Deutsche Erdöl..............

4

125

124

125

124,13

Harpener................. 2*4

129

128,5

129,25

128,25

Hoesch EisenKöln-Neuessen ..

8

106,25

107,25

106,5

107

Flse Bergbau ...............

6

165

165,5

Ilse Bergbau Genüsse........

6

133,25

133,5

132,75

133,5

Klöcknerwerke ...............

8

110,5

110

110,5

109,5

Mannes mann-Röhren

8

105,65

105,75

105,75

106

FrankfuN a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend- börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag, börse

Datum

1.,.

2.9.

19.

2.9.

Mansselder Bergbau ..

.....ey,

151

150,5

149

Kokswerke ...........

.......6

127,75

130

Rheinische Braunkohlen

.....12

222

Ryetnstahl...........

.......4

133,25

133,75

133,75

133,5

Vereinigte Stahlwerke.

.....8*/,

105,75

106,25

104,75

106

Otavi Minen ........

.......O

31,9

32,75

31,75

32,75

Kaliwerke Aschersleben.

.......6

118

118

Kaliwerke Westeregeln.

.......5

117

117

116,75

117,25

Kaliwerke Salzdetfurth

.....7%

174

174

174,75

174

F. G. Farben-Jndustrie

.......7

159,5

160

159,4

160

Scheideanstalt........

.......9

271,5

272

Goldschmidt .........

.......6

112,5

112,5

112,75

Rütgerswerke ........

.......6

128,75

129

128,25

128,5

Metallgesellschaft......

.......5

130,5

131,65

130,5

132

Philipp Holz mann........... 4| 123,5 I 124 1 123,25 I 123,75

Zementwerk Heidelberg ...... 7 142,75 143 1

Cementwerk Karlstadt......... 6, 156 | 156 | |

Schultheis Patzenhofer .......4

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg...................b

Zellstoff Waldhof ............ 6

Zellstoff Aschaffenburg .......0

Dessauer Gas ...............7

Daimler Motoren............0

Deutsche Linoleum...........8

Orenstcin & Koppel ..........0

Westdeutsche Kaufhof.........0

Chade...................... 9

Accumulatoren-Fabrik....... 12

Conti-Gummi.............. 11

Gritzner.....?..............o|

Matnkraftwerke Höchst a.M.... 4|

Süddeutscher Zucker 1O|

104

106,75

63,65

64

63

64,13

86

88

86,5

87,5

144

143,5

143

143,9

118

118

118,65

117,4

106

106,5

120

120

120,13

120,25

167,5

169

168,25

169

83,9

84,9

53,13

53,5

53,13

53,65

398

398

200

200

171

171,25

171

171,75

34

33,5

33,25

93

93,5

209

208

208,5

208

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. ZIL

1 .September

2. September

Amtliche Geld

Notierung Brief

Amtliche Notierung

Geld

Brief

duenoa eine

0,698

0,702

0,703

0,707

Brüssel ....

42,01

42,09

42,01

42,09

Rio de Jan.

0,147

0,149

0,147

0,149

Sofia.....

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen

55,90

56,02

55,90

56,02

Danzig ....

46,80

46,90

46,80

46,90

London....

12,52

12,55

12,52

12,55

Helsingfors..

Paris .....

5,524

5,536

5,524

5,536

16,38

16,42

16,375

16,415

Holland ...

168,96

169,30

168,96

169,30

Italien.....

19,57

19,61

19,57

19,61

Japan......

0,732

0,734

0,732

0,734

Zngoslawieu

5,654

5,666

5,654

5,666

Oslo..... :

62,92

63,04

62,92

63,04

Wien......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon ...

11,375

11,395

11,375

11,395

Stockholm...

64,55

64,67

64,55

64,67

Schweiz ...

81,08

81,24

81,08

81,24

Spanien....

30,37

30,43

30,37

30,43

Prag.......

Budapest ..

10,26

10,28

10,27

10,29

Äeugod ...

2,488

2,492

Banknoten.

2,488

2,492

Berlin, 2-September

Zeld

Brief

Amerikanische Noten..............

2,44

2,46

Belgische Noten..................

41,88

42,04

Dänische Noten .................

55,70

55,92

Englische Noten .................

12,475

12,535

Französische Noten...............

16,325

16,385

Holländische Noten...............

168,54

169,22

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

62,70

62,96

Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling

Rumänische Noten ...............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten.................

64,33

80,90

64,59

81,22

Spanische Noten.................

Ungarische Note«................

30,04

30,16