For-
Das
mel Mitwirken wollen oder nicht.
Ser Friedensvorfchlag.
England will nicht nachgeben.
London, 3. Sept. (DNB. Funkspruch.) ___
englische Kabinett beschäftigte sich mit der Lage in Palästina. Es beschloß die „Friedensvorschläge" des irakischen Außenministers, die gewisse Zugeständnisse an die Araber vorsehen, nicht anzunehmen.
Hoffnungen des Mufti zunichte. So haben im dle Nashashibis, deren Englandfreund- lichkeit trotz heftigen Proklamationen keinen Augen- vllck an Emdeutiykeit verloren hatte, ein etwas günstigeres Terrain als der Mufti». Daß sie trob- dem noch nicht die Entscheidung herbeiführen konnten, liegt daran, daß auch sie ebenso wie die Hus- selms durch die Rücksicht auf die arabische Jugend und vor allem auf den Mohammedanischen Jugendverband gebunden sind. Ebenso wie die anderen Führer haben auch die Rashashibis sich auf die voreiligen Parolen festgelegt, die den arabischen Massen „unter der Devise des „Alles oder Nichts" versprachen, den gegenwärtigen Kampf bis zur Erreichung der arabischen Maximal-Forde- rungen zu fuhren. Nachdem sich im Verlauf der letzten Monate herausgestellt hat, daß London un- ter keinen Umstanden gewillt ist, diese Forderungen die auf eine Desavouierung der Balfour-Erklärung hmauslaufen, im Zusammenhang mit den gegenwärtigen Unruhen zu erfüllen, ist die Verlegenheit im arabischen Lager nicht gering. Im Grunde drehen sich die Auseinandersetzungen auch nicht mehr um den Abbruch des Streiks, sondern um die Formel, die ihn begründen soll. Es fragt sich nunmehr, ob London gewillt ist, den arabischen Führern in ihrer Verlegenheit durch die Gewährung eines Scheinerfolges, etwa einer z e i t w e i - ligen Abftoppung der jüdischen Einwanderung, zu helfen, jene Formel zu finden. Dies ist die konkrete Lage, mit der sich das zionistische Aktionskomitee, das in diesen Tagen in Zürich zusammengetreten ist, zu befassen hat; auch die Zionisten werden sich darüber einig werden müssen, ob sie in London bei dem Finden der ~
„Daily Telegraph" betont, die englische Regierung wolle an der Erklärung des Kolonialministers festhalten, wonach zuerst Ruhe und Ordnung wieder hergestellt werden müßten, bevor der königliche Ausschuß seine Untersuchung beginnen könne. Es sei daher wahrscheinlich, daß die Maßnahmen zur Unterdrückung des arabischen Streik- und Gewaltfeldzuges verstärkt werden. Das Kabinett habe nicht beschlossen, die jüdische Einwanderung einzuschränken. Möglicherweise werde die Regierung den Belagerungszustand über ganz Palä- st i n a verhängen. Die britische Regierung halte an ihrem Entschluß fest, daß eine Vereinbarung zwischen den arabischen und jüdischen Führern zustande kommen müßte, die es beiden Völkern ermöglichen müßte, unter gleichen Bedingungen und unter einer unpar- teiischen Verwaltung zu leben. Die englische Regierung sei mit ihrer Geduld bereits zu weit gegangen. Die arabischen Führer würden gut daran tun, den Beschluß Englands anzunehmen.
Eypern.
Die „Gibraltarisierung" Cyperns nennt das Amsterdamer Blatt „Het Daderland" die englischen Pläne über den Ausbau der genannten Insel zur stärk st en Seefestung im östlichen Mitte l m e e r. Diese Pläne wurden in stärkstem Maße aktuell sowohl durch den Abschluß des englisch- ägyptischen Militäroertrages als auch durch die augenblickliche Reise des englischen Marineministers Sir Samuel Hoare von Malta über Haifa nach C y p e r n , wobei die letzten Entscheidungen über dieses britische Festungsdreieck fallen sollen. Das entscheidende Moment an den Plänen über Cypern liegt darin, daß der Ausbau des dortigen Flottenstützpunktes „so schnell wie möglich" erfolgen soll, wofür nach den Mitteilungen des oben genannten Blattes zunächst 4,5 Millionen Pfund ausgeworfen sein sollen. Die Reede von Alexandrien liegt den Engländern noch allzu sehr im Bereich der italienischen Flughäfen von Lybien. Cypern dagegen liegt beispielsweise 260 englische Meilen von den nächsten italienischen Flugstützpunkten auf den Inseln des Dodekanes. Da außerdem Cypern für Flottenstreit- kräfte nur etwa 15 bis 18 Fahrstunden von den alexandrinischen Gewässern entfernt liegt, wird die Insel gleichzeitig zu einer wetteren Schutz- basis für den Suezkanal. Es handelt sich also um eine bedeutsame Fortsetzung der Verlagerung stärkster britischer Flottenpositionen im Mittellneer auf Grund der drastischen Erfahrungen aus dem Konflikt mit Italien. Ein neuer Beweis für die unbedingte Entschlossenheit Englands, den empfindlichsten Punkt seines Weltreiches unter allen Umständen zu sichern.
Malta verliert seine Selbstverwaltung.
London, 3. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die neu» Verfassung von Malta wurde von dem britischen Gouverneur Sir Bonham-Carter feierlich proklamiert. Durch die neue Verfassung Selbstverwaltung Maltas endgültig aufgehoben und stattdessen die Verwaltung einer Kronkolonie eingeführt. Die i t allen i s ch e Sprache wird aus dem amtlichen Leben aus- geschaltet und englisch und maltesisch werden zu den alleinigen Amtssprachen erklärt.
Löhne und Preise in Frankreich
Die Kommunisten fordern .. ♦
sxxnrxq 3 Sevt (DNB- Funkspruch) Die körn- monistische Partei Frankreich- Anhänger
ZU einer V°.:f a mm! u.“« » Baulagn" Himmel nach dem Generalsekretär der Billancourt aufgerufen, beschäftigte
kommunistischen y^feV/eniwitflung in vor allem mit der P r eis«- neuen Wirt- Frankreich. Nach Einführung ^gbcrren Ver- schaftsgesetze gegenüber der 1 (« - die
teuerung der leoei hätten beträcht- Preise für Kohle, Milch, ®rot • Heraufsetzung 'ich °n.y°z°g°n, muss- -me noch « müffe ben der Lohne erfolgen. Von S a euten mehr ge- Bauern und den kleinen ,
halfen werden. erklärt Thorez, der
Zur internationalen Lage er ßage fei
Friede sei sehr be d rh griebcn durch äußerst schwierig. Man muss mit allen
Einigkeit retten. FrankreichDeut sch - ehrlichen Nationen ,j a V J ben ätzten Tagen I a n d", unterhalten. Zu ven ^xreichseine umlaufenden Gerüchten, daß 6 r
Heftige Kämpfe um Jrun.
Das Fori Gan Marcial von den Rationalisten genommen.-Verzweifelter Widerstand der Roten.—Heftige Beschießung der nationalistischen Stellungen.
An der Front von Jrun, 3. Sept. (DNB.) Die Streitkräfte der Nationalisten, die am Mittwochmittag vor Jrun zu einem umfassenden Angriff vorgegangen sind und einen Teil der beherrschenden Anhöhe von San Marcial im ersten Ansturm nehmen konnten, haben ihren Anfangserfolg am Abend beträchtlich ausbauen können. Durch weitausholende Umgehungsmanöoer bringen sie ihre Maschinengewehre in gute Stellungen und zwingen die Roten durch Flankenfeuer zu stetigem Rückzug. Zwei Batterien kleiner Grabengeschütze der Roten zwischen der Höhe von San Marcial und Jrun beschießen die Angriffslinie der Nationalisten westlich der Höhe von San Marcial. Der Panzerzug der Roten hat seine Stellung etwa einen Kilometer zurückverlegt und steht jetzt zwischen Behobia und Jrun. Am Grenzfluß Bidassoa haben die Roten ihre Stellungen noch am weitesten vorgeschoben halten können. In den Ausgangsstraßen von Behobia nach Jrun stehen Dutzende von Lastkraftwagen zum eiligen Abtransport der Milizen bereit.
Bis zum Einbruch der Dunkelheit ist es den entlang des Grenzflusses Bidassoa unter dem Schutze von Tanks und Panzerwagen vorgehenden nationalistischen Streitkräften gelungen, in den westlichen Teil von Behobia einzudringen. Dort sind heftige Straßenkämpfe im Gange. Zur großen Ueberraschung der Truppen beider Parteien stürzten sich während des Gefechts plötzlich etwa 200 rote Milizsoldaten in den Grenzfluß Bidassoa, um schwimmend die französische Seite ßu erreichen. Rote Milizen und Nationalisten eröffneten sofort ein heftiges Feuer auf die Flüchtlinge. Nur 80 von ihnen gelang es, an das französische Ufer zu kommen. Dort wurden sie von der französischen Gendarmerie entwaffnet nach Jn- nerfrankreich abgeschoben. In dem Bericht des nationalistischen Hauptquartiers wird darauf hingewiesen, daß man bei den Kämpfen um das Fort San Marcial Kriegsmaterial französischer Herkunft sowie Dumdum-Geschosse erbeutet habe.
Gegen 6 Uhr morgens begann die Artillerie der Roten mit einer außerordentlich heftigen Beschießung der in den Händen der Weißen befindlichen Höhe von San Marcial und der südwestlich aus den Bergen heranrückenden weißen Abteilungen. Ununterbrochen schlagen schwere Granaten auf den nach Jrun abfallenden Hang von San Marcial ein. Dort liegen die am weitesten nach Jrun vorgeschobenen weißen Posten in Tannenschonungen gut gedeckt. Die ersten Häuser von Jrun sind keinen Kilometer von ihnen entfernt. Dem weiteren Vordringen stehen aber noch beträchtliche Hindernisse entgegen. Während der Nacht haben die Roten sich auf einem kleinen vor Jrun liegenden Hügel eingegraben; auch stehen dort zwei Batterien Grabengeschütze, und aus mehreren Stellungen werden Gewehrgranaten auf die Angreifer abgeschossen. Sämtliche Häuser zwischen den Kampfstellungen und in Jrun selbst sind in Erwartung des weiteren Vorgehens der weißen Streitkräfte geräumt worden.
Die nationalistische Offensive gegen Madrid.
25 Kilometer Geländegewinn.
Hendaye, 3. Sept. (DNB. Funkspruch.) Das Hauptquartier der nationalistischen Nordarmee in Valladolid berichtet, daß es den nationalistischen Truppen gelungen sei, trotz heftigen Widerstandes der roten Miliz eine Offensivbewegung ge« gen Madrid erfolgreich durchzuführen, und
einen Geländegewinn von insgesamt 25 km Tiefe zu erzielen. Die rote Miliz habe über 400 Tote und zahlreiche Gefangene verloren, außerdem wurden Maschinengewehre, zahlreiche Gewehre, 20 Lastkraftwagen und anderes Kriegsmaterial erbeutet.
An der aragonesischen Front bet Jesca sei eine starke aus Katalonien vorstoßende rote Abteilung zurückgeschlagen worden. In der Nähe von Toledo sei es gelungen, vier Flug
zeuge der Madrider Linksregierung abzuschießen. Die Flugzeugfabrik von Guadalaria sei von marxistischen Fliegern bombardiert und völlig in Trümmer gelegt worden. Der auf der Seite der Madrider stehende Kreuzer „fiepanto" habe schwere Beschädigungen durch einen Luftangriff davongetragen. Der bekannte Ozeanflieger Ramon Franco habe den Antrag um Aufnahme in die Fliegergruppe der Nationalisten gestellt.
Rote Greuel in Maga.
Schreckensberichte englischer Blätter.
London, 3. Sept. (DNB. Funkspruch.) „Daily Expreß" berichtet aus Malaga über die blutige Schreckensherrschaft der Kommunisten und Anarchisten in dieser Stadt. Nach jedem Luft- a n g r i f f der Nationalisten würden etwa vierzig politische Gefangene erschossen. Außerdem würden „verdächtige" Personen auf der Straße festgenommen, in Kraftwagen geworfen und nach einiger Zeit wieder auf die Straße geschleudert, nachdem sie von Kugeln förmlich durchlöchert worden seien. In der Hauptstraße von Malaga, der Calle Larios, seien mehr als 25 Läden von den Marxisten zerstört ober in Brand ge - steckt worden.
Wie die „Times" gus Gibraltar meldet, führten die Flugzeuge des Generals Franco am Dienstagmorgen einen Luftangriff auf Malaga durch, durch den der O-Bootshafen schwer beschädigt worden sei. Einige Stadtteile und die noch übrig gebliebenen Oelbehälter seien in Flammen aufgegangen. Sofort nach dem Luftangriff habe der kommunistische Ausschuß 10 0 Mitglieder führender Familien Malagas erschießen lassen. Seit dem Beginn der nationalistischen Luftangriffe macht sich unter der Bevölkerung der Stadt große Unzufriedenheit und Feindseligkeit gegen den kommunistischen Ausschuß bemerkbar.
Wie „Daily Mail" aus Sevilla meldet, haben die Marxisten in Daimiel in der Provinz Ciudad Real 30 Priester niedergemetzelt. In dem Fliegerlager Dalavera bei Madrid hätten rote Soldaten ihre sämtlichen Offiziere und Unteroffiziere niedergemacht, da sie sie verdächtigten, mit der Militärgruppe zu sympathisieren. Der marxistische Sender in Tetuan habe am Mittwoch mitgeteilt, daß einem der führenden Chirurgen Spaniens von den Roten die Hände abgehackt worden seien, weil er gegen die kürzliche Hinrichtung des Generals Ochoa protestiert habe. Einige Stunden später sei er erschossen worden.
Das Blutbad von Albacete.
Paris, 2. Sept. (DNB) Der Sonderberichterstatter des „Petit Parisien", Louis R o u b a u d, veröffentlicht Augenzeugenberichte über die furchtbaren Schreckensszenen, die sich in Albacete nach der Einnahme der Stadt durch die Kommunisten und Arnachisten abgespielt haben. Die Berichte stammen aus dem Munde von überzeugten spanischen Volksfrontlern.
Die „Aufstündsbewegung" in Albacete, so erklärten die Marxisten, war mit dem Augenblick vollkommen eingedämmt, in dem wir uns des Rathauses bemächtigten. Diejenigen, die wir mit ben Waffen in der Hanb antrafen, würben „zum Tobe verurteilt". Wir stellten sie gegen bie Hausmauer unb erschossen sie. Die bewaffnete Menge,
stürzte sich auf die Getöteten unb zerstückelte bie Leichen mit ihren langen Messern. Jebesmal, wenn eine Abteilung Gefangener vorüberkam, wurde sie den Begleitmannschaften entrissen und auf der Stelle erstochen. Mehr als tausend Leichen sind drei Tage lang in der Bruthitze auf der Straße liegen geblieben. Fünf Zigeuner schnitten im Blutrausch und sadistischem Wahnsinn allen die Kehle durch. Wir waren gezwungen, einen nach dem anderen zu erschießen. Zu vier Mann hatten wir Auftrag, einen Verdächtigen zu verhaften und ins Gefängnis einzuliefern. Wir trafen einen Genossen. Auf seine Frage, wohin wir den Verhafteten führten, erwiderten wir: „Ins Gefängnis". „Ins Gefängnis", lachte er uns an: „hier wird niemand ins Gefängnis gesteckt, mit ben Brüdern verfährt man so!" Und noch ehe wir uns versahen, stieß er dem wehrlosen Gefangenen sein langes Messer in den Leib. Der Mörder sagte, daß er schon lange einmal einem Faschisten „die Därme habe herausholen wollen".
Zwischenfall an der Grenze.
Der französische Botschafter von roter Miliz mit Erschießen bedroht.
Paris, 3. Sept. (DNB.-Funkspruch.) Der Berichterstatter des „Matin" meldet einen fast unglaublich klingenden Zwischenfall an der französischspanischen Grenze bei Jrun—Hendaye, der jedoch ein grelles Schlaglicht auf die Disziplinlosigkeit der roten Grenzwächter Spaniens wirft.
Der französische Botschafter H e r b e 11 e kam mit seiner Frau und einem französischen Staatsangehörigen, dessen Name Caballero allerdings seine spanische Abstammung erweist, von San Sebastian her an der internationalen Brücke bet Hendaye im Kraftwagen an. Die rote Grenzwache auf spanischer Seite habe den Diplomatenwagen angehalten und verlangt, daß der verdächtige Französisch-Spanier, der jedoch durchaus g ü I -, tige Papiere bei sich hatte, aus st eigen sollte. Diesem Ansinnen habe sich der französische Botschafter widersetzt, worauf ihm ein Marxist sagte: ,Llm besten wäre es, wenn man Ihnen einmal einen Schuß verpassen würde!" Botschafter Herbette habe geantwortet: „So schießen Sie doch, wenn Sie es wagen, auf den Botschafter Frankreichs zu schießen!"
Die französische Grenztruppe, die von der anderen Seite der Brücke aus diesen Zwischenfall beobachtete und ihren Botschafter in Gefahr glaubte, sei über die Brücke gestürmt und habe dem Kraftwagen des Botschafters freie Bahn verschafft, so daß er mit seinen Insassen das französische Gebiet erreichen konnte.
Militärdienstzeit verlängern werde, betonte der Redner, daß die kommunistische Partei hier nicht mitmachen würde. Mit der Geheimdiplomatie müßte Schluß gemacht werden. Die kleinen Staaten, Frankreichs Freunde und Verbündete, müßten unterstützt werden.
Llnerhörier Llebergriff sowjetruisischer Behörden. Japanischen Olympia-Delegierten werden deutsche Ehrengeschenke abgenommen. Tokio, 3. Sept (Offafienbienff des DRV.) Der Sfabtoerorbnde von Tokio Sato, der anläßlich der Olympischen Spiele in Berlin weille und dem Führer im Auftrage der japanischen Hauptstadt eine Reihe von Ehrengeschenken überreicht halte, traf am Donnerstag wieder in Tokio ein. Wie die Agentur Domei meldet, hat Sato berichtet, daß die japanische Olympia-Mannschaft a u f i h r e r Rückreise durch Sibirien von den sowjetrussischen Behörden scharf überwacht worden fei. Ihm selbst sei ein vom Führer und Reichskanzler gewidmetes Bild und ein Dolch, den er als Geschenk der Hitler-Jugend erhalten habe, abgenommen worden.
Uniform und Fahne des RGO-Giudenienbundes
München, 2. Sept. (DNB.) Mit Genehmigung des Stellvertreters des Führers ist dem NSD.-.Stu- bentenbunb als Gliederung der NSDAP, eine e i n- heitliche Uniform für bie Stamm- Mannschaften unb bie Amtstr äger bes Stubentenbunbes verliehen worben. Die Uniform besteht aus einer f ch w a r z e n D i e n st j a ck e, bie bis zur Gürtellinie reicht unb zum Offentragen gearbeitet ift Darunter wirb bas Braunhemb mit schwarzem Binber getragen. Auf ben Schultern finb ber Uniformjacke Schulter klap- p e n mit weißer Paspelierung aufgelegt. Dazu schwarzeStiefelhosen unb schwarze Marsch- stiefel. Die Kopfbebeckung besteht aus einer schwarzen Mütze in S ch i f f ch e n f o r m. Getragen wirb schwarzes Koppel mit Schulterriemen. , ,
Die Fahne, bie aus hochrotem Flaggentuch mit zwei weißen Längsstreifen unb aus einer im weißen Felb senkrecht stehenben Hakenkreuzraute besteht, kann von ben Gaustubentenbunbsführungen unb ben Stubentenbunbsgruppen geführt werben. Die Fahnen des NSD.-Stubentenbunbes (ausge
nommen bie Hausfahnen) führen in ber oberen inneren Ecke, bicht an ber Fahnenstange, auf beiben Seiten einen Fahnenspiegel, ber für bie Gaustubentenbunbsführungen auf schwarzem Grund in weißer Schrift den Namen des Gaues trägt. Die Studentenbundsgruppen führen einen hellbraunen Fahnenspiegel.
Nie Erlanger Tagung der Ausländsdeutschen.
Erlangen, 2. Sept. (DNB.) Zum vierten Mal treffen sich die Politischen Leiter der Ausland s g r u p p e n, die ihr Gauleiter Bohle wiederum nach der fränkischen Universitätsstadt Erlangen gerufen hat. In den schnurgeraden breiten Straßen der Stadt, die in diesem Jahre ben 250. Jahrestag ihrer Grünbung feiern konnte, flattern bie Fahnen ber Bewegung, leuchtet freundlich bas Grün ber ©irlanben und grüßen von ben Fenstern bunte Blumen. 800 Auslanbsbeutsche trafen auf dem Erlanger Hauptbahnhof ein, wo sie Gauleiter Bohle erwartete. „Ich freue mich", so führte der Gauleiter aus, „Sie alle in Erlangen zur 4. Reichstagung der Ausländsdeutschen begrüßen zu können. Wir sind in bisher nicht erreichter Zahl hier zusammengekommen, um in ernster Arbeit unb froher Kamerabschaft einige Tage zusammen zu verbringen. In unserem Gau, dem jüngsten Gau ber Bewegung, ist es nur einmal im Jahre möglich, daß der Gauleiter zu seinen Männern von draußen spricht. Um so mehr freue ich mich jedes Jahr auf diesen Augenblick. In diesem Sinne heiße ich Sie herzlich willkommen. Wir müssen, jeder einzelne von uns, dafür sorgen, daß diese Tagung ein voller Erfolg wird. Unser erster Gruß gilt unserem Führer."
Im Studentenhaus „Germania" wurden von Presseamtsleiter Beinhauer die auslanddeutschen Pressevertreter begrüßt. Die Tagung solle Führer unb Gefolgschaft der Auslandsorganisation der NSDAP. Gelegenheit geben, aneinander persönlich näher zu kommen. Im Mittelpunkt der Tagung stehe die Aussprache des Gauleiters mit den politischen Hoheitsträgern auf der ganzen Erde. Weiter bringe sie zahlreiche Beratungen zwischen den Amtsleitern, den Leitern der Auslandorganisation und den Hoheitsträgern der Bewegung im Ausland. Das Ziel der Äuslandorganisation habe Gallleiter Bohle wie folgt Umrissen: „Unser Ziel ist erst dann erreicht, wenn jeder einzelne Deutsche draußen derartig von ber nationalsozialistischen Weltanschauung gefangengehalten ist, daß er niemals sein Deutschtum vergessen fann/* In diesem Geiste kämpfen und arbeiten die Politischen Leiter der Auslandsorganisation als pflicht
getreue politische Soldaten ihres Führers Adolf Hitler. — Den ersten Tag der Reichstagung beendete eine Aufführung des Hugenotten- F e st s p i e l e s im Schloßgarten.
NeueAliszeichliungeli mVenedig.
Deutsche Schmalfilme preisgekrönt.
Venedig, 3. Sept. (DNB. Funkspruch.) Auf der internationalen Filmkunstausstellung in Venedig wurde als ber b e ft e italienische Film bie von der Roma - Filmproduktion hergestellte „W e i ß e S ch w a b r o n" mit dem Mussolini- Pokal ausgezeichnet. Den Pokal des italienischen Propagandaministeriums erhielt der I. C. I. - Film „Cavalleria". Der Pokal der Stadt Venedig wurde dem Film „13 Mann und 1 Kanone" verliehen.
Auf dem Gebiet des Schmalfilms erkannte der Preisausschuß für den Spielfilm den ersten Platz dem italienischen Film „Der Fall Waldern a r" zu. Den zweiten Preis erhielt der deutsche Film „Bommerli" von Richard G r o s ch o f f. Deutschland bekam ferner im Schmalfilmwettbewerb für den künstlerischen Dokumentarfilm „Spree wald" von Dttomar Krupski einen dritten Preis und für den Lehrfilm „Saga" von Willy Ramme, einen zweiten Preis.
Kunst und Wissenschaft.
Internationaler kunsthistorischer Kongreß in Zürich.
Der 14. Internationale Kun st hi st o- rische Kongreß, der in diesen Tagen seine Tagung in der Schweiz abhält, verlegte seinen Sitz von Basel nach Zürich. Die Teilnehmer hatten Gelegenheit, die Kunstdenkmäler von Rheinfelden, Vindonissa, Königsfelden und Mettingen zu besichtigen. Ferner fanden in Zürich Führungen statt. An der öffentlichen Vollsitzung, die der Kongreßpräsi» bent Professor Dr. Paul Ganz- Basel leitete, wurden drei Vorträge gehalten. Direktor Dr. Werner N o a k - Freiburg i. Br. sprach über „Mittelalterliche Städteplanung im Oberrheingebiet", Professor Thomas B a d k i n - Birmingham über „Die Rekonstruktion künstlerischer Meisterwerke, deren Teile in verschiedenen Ländern zerstreut sind" und Professor Henry Cornell- Stockholm über „Die Möglichkeiten einer besseren Einschätzung der Kunst" Am Kongreß nehmen etwa 700 Personen aus 30 Staaten teil.
Der Heilpflanzenkongreß in München.
Aus Anlaß des zur Zeit in München stattfinden- den Heilpflanzenkongresses fand im Hause des Ministerpräsidenten Siebert ein Empfang statt, an dem auch bie konsularischen Ver-


