Renten blieben sehr ruhig. Der Pfandbriefmarkt lag bei kleinen Umsätzen ziemlich unverändert, auch Stadtanleihen wiesen meist Vortagsnotierungen auf. Industrie-Obligationen wenig verändert. Am Auslandsrentenmarkt war das Geschäft klein. 3m Freiverkehr hatten jedoch jugoslawische Restquoten wieder große Umsätze, fest lagen besonders Salzkammergut und Rudolf-Silber-Bahn mit je 1,65 (1,50).
Der Freiverkehr lag ruhig. Karstadt 91, Adlerwerke 116,50, Pokorny 110, Wayß & Freytag 123,50. — Tagesgeld unverändert 3 o. H.
Frankfurter Schlackftvlehmarkt.
Frankfurt a. M., 3. Aug. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 248 Rinder (27 Ochsen, 43 Bullen, 156 Kühe, 22 Färsen), 279 Kälber, 31 Schafe, 1824 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 41 bis 45 Mark, Bullen 39 bis 43, Kühe 25 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 40 bis 44, Kalber 48 bis 78, Härnrnel 45 bis 50, Schweine 51 bis 57 Mark. Marktverlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt, Kälber, Härnrnel und Schafe sehr lebhaft.
In der Deutschlandhalle begannen am Sonntagabend die Kämpfe der Gewichtheber im Olympischen D r e i k a m p f, der sich aus den Uebungen im beidarmigen Drücken, Reißen und Stoßen zusammensetzt. Die Abwicklung der Kämpfe zog sich bis in die frühen Morgenstunden hin.
Die erste Entscheidung fiel in der F e d e r gern i ch t s k l a s s e , in der sich der Amerikaner Anthony T e r l a z a o mit einer Gesamtleistung von 312,5 Kilogramm (Drücken 92,5, Reißen 97,5 und Stoßen 122,5 Kilogramm) die Goldene Medaille erkämpfte. Zweiter wurde der Aegypter Soliman mit 305 Kilogramm, vor seinem Landsmann Ibrahim 5). M. Shams mit 300 Kilogramm. Von den beiden Deutschen war der Düsseldorfer Lieb sch mit 290 Kilogramm der beste; Meister Walter (Saarbrücken) verscherzte sich durch eine zu geringe Leistung im Reißen seine Aussichten.
^aite man geglaubt, daß nach den prächtigen Leistungen im Federgewicht der Abend überhaupt nicht mehr gesteigert werden könnte, so war man irriger Auffassung, denn im Wettbewerb der Leichtgewichtler gab es einen unerhört spannenden Endkampf. Der Oesterreicher Fein war in Führung gegangen, nachdem er im Drücken 105 kg bewältigte und im Reißen 100 kg, während der Aegypter Mesbah 92% kg und 105 kg schaffte. Das Stoßen brachte die Entscheidung. Fein kam bis auf 137% kg, während der Aegypter bereits beim zweiten Versuch 142% kg schaffte, und dann unter ungeheurer Spannung 145 kg bewältigte. Damit hatten der Oesterreicher und der Aegypter gleiche Kilozahl. Das Körpergewicht mußte entscheiden. Der Aegypter hatte 100 Gramm weniger zu verzeichnen und wurde damit Olympia-Sieger. Er hat einen neuen Weltrekord im Stoßen aufgestellt.
Die letzte Siegerehrung des Tages fand dann für die Medaillenträger des Hochsprunges statt. Unter den Klängen der amerikanischen Nationalhymne gingen an allen drei Masten die Fahnen des Sternenbanners hoch, von den Zuschauern stehend gegrüßt.
Olympia-Sieger vor dem Führer
Der Führer, der Sonntagnachmittag im Reichssportfeld einem Teil der Kämpfe beiwohnte, ließ die Sieger in den Wettbewerben, in denen während seiner Anwesenheit die Entscheidung gefallen war, nach der Siegerehrung in seine Loge bitten, um ihnen seine persönlichen Glückwünsche auszusprechen. Als erste erschien glückstrahlend, geleitet von Reichssportführer von Tschammer und Osten, Tilly Fleischer, ferner Liesel Krüger, die die Silberne Medaille errang, und die Polin Maria Kwasni- e w s k a. Tilly Fleischer trug in der Hand den jungen Eichbaum, der den Siegern bei der Siegerehrung übergeben wird.
Einige Zeit später erschienen dann die Sieger im 10 000-Meter-Lauf, die drei Finnen Ilmari Sal - minen, Arvo A s k o l a und Dolmar Iso- Hollo und schließlich die Sieger im Kugelstoßen, der deutsche Polizeioberwachtmeister W o e l l k e, der die Goldene Medaille errang, der Finne Sulo Bärlund, dem die Silberne Medaille zufiel, und der Deutsche Gerhard Stöck, der Träger der Bronzenen Medaille. Die beiden Deutschen strahlten über das I ganze Gesicht, als sie sich beim Führer als Träger von Medalllen für Deutschland melden konnten.
Luftschiff „Hindenburg" grüßt den Führer.
Berlin, 2. Aua. (DNB.) Dom Luftschiff „Hindenburg" ist dem F ü h r e r folgender telegraphischer Gruß zugegangen: „Deutsche Zeppelin- Reederei, Teilnehmer der Olympiafahrt-Bejatzung und Fahrgäste Luftschiff „Hindenburg" gedenken bei Ankunft Reichshauptstadt in Ehrerbietung ~ und Dankbarkeit des obersten Schirmherrn der völkerverbindenden Olympischen Spiele in Berlin mit deutschem Olympiagruß. Christiansen, Kapitän Pruß."
Der F ü h r e r hat darauf telegraphisch geantwortet: „Ich danke Ihnen für die mir bei Ihrer Ankunft in Berlin übermittelten Grüße und erwidere ie herzlichst mit den besten Wünschen für weitere gute Fahrt."
Kranzniederlegung im Auftrage des Führers am Sarge Hindenburgs.
B e r l i n, 2. Aug. (DNB.) Am heutigen Todes- tage des verewigten Reichspräsidenten und General- ewmarschalls von Hindenburg legte im Auftrage des Führers und Reichskanzlers der Kommandierende General des I. Armeekorps, General von Brauchitsch, einen Kranz am Sarge des Feldmarschalls in der Gruft des Tannenberg-Denkmals nieder. Die Ehrenwache am Denkmal war ans diesem Anlaß verstärkt worden.
Kein Mißbrauch der Amnestie bei den Wiener Kundgebungen.
Wien, 31. Juli. (DNB.) Wie die „Neue Freie Presse" meldet, wurden bei den Kundgebungen am Mittwoch 155 Personen verhaftet. Unter ihnen befindet sich keiner von den in voriger Woche amnestierten Nationalsozialisten.
Oie Kammer billigt die Erklärungen der Regierung.
Als Abschluß der außenpolitischen Aussprache der Kammer brachten die Abgeordneten der Volks- rontmehrheit eine Entschließung ein, die mit 379 gegen 200 Stimmen angenommen wurde. Die Kammer billigt demnach die Erklärungen der Regierung. Sie hat zu ihr das Vertrauen, daß sie den Weltfrieden und die Sicherheit Frankreichs verteidigt. Sie lehnt jeden weiteren Zusatz ab und geht zur Tagesordnung über.
Aus aller Wett.
Die Oelleitung Irak-Haifa in Flammen.
Sabotageakt aufständischer Araber.
Die aus dem Erdölgebiet des Irak nach Haifa führende große Oelleituna ist, wie aus Jerusalem gemeldet wird, in der Nähe des Flusses Jordan gewaltsam beschädigt und in Brand gesteckt worden. Der Sabotageakt würde zwar auf transjordanischem Gebiet begangen, aber so dicht an der palästinen- ischen Grenze, daß, wie Reuter meldet, aufständische Araber aus Palästina als Täter angenommen werden. Die hochauflodernden Feuergarven können von Jerusalem aus gesehen werden.
Vollstreckung eines Todesurteils.
Am 31. Juli ist in Verden (Aller) der 1884 geborene Süntke Nerjes hingerichtet worden, der am 19. März 1936 vom Schwurgericht in Verden wegen Mordes in zwei Fällen zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden war. Nerjes hat am 21. Juni 1923 auf der Landstraße zwischen Beverstedt und Heerstedt die Polizeibeamten Sietas und Dietrich durch mehrere Pistolenschüsse ermordet, um sich der Festnahme wegen Diebstahls zu entziehen.
Flammentod des stellvertretenden Arbeitsministers von Neuseeland.
In Portland (Neuseeland) kam der stellvertretende Minister für öffentliche Arbeiten Norman Macken- cie auf schreckliche Weise ums Leben. Er wurde in einem hölzernen Landhäuschen im Schlaf vorn Feuer überrascht und verbrannte bei lebendigem Leibe.
Drei Syndikatfilme auf der Viennale.
Nachdem der Herr Reichsminister für Dolksauf- klärung und Propaganda bereits vor einiger Zeit die beiden Syndikat-Filme „Traumulus" (Carl Froelich-Produktion) und „Ave Maria" (Jtala- Produktion) zur Vorführung anläßlich der Internationalen Filmkunst aus st ellung Venedig 19 3 6 bestimmt hat, ist nunmehr auch noch dem Syndikat-Film „Drei Mäderl um Schubert" (Algefa-Produktion) diese hohe Ehrung zuteil geworden.
Kunst und Wissenschaft.
Neuorganisierung der deutschen Geschichtswissenschaft.
Reichsminister Rust hat zur Förderung der deutschen Geschichtsforschung und Geschichts - lehre im nationalsozialistischen Sinne den seit 1928 bestehenden Allgemeinen Deutschen Historikerausschuß aufgelöst und ihn gleichzeitig in folgender neuen Zusammensetzung wiederbegründet: Professor R. Walter Frank (Berlin) als Vertreter des Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands; Professor Dr. Wilhelm Engel (Berlin) als Vertreter des Reichsin- stituts für ältere deutsche Geschichtskunde (Monu= menta); Professor Dr. Karl Alexander von Mül- l e r (München) als Vertreter der Münchener Historischen Kommission; Professor Dr. Willy Hoppe (Berlin) als Vertreter des Gesamtvereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine; die Professoren Dr. Karl B r a n d i (Göttingen), Dr. Theodor Mayer (Freiburg) und Dr. Walter Platz- h o f f (Frankfurt a. M.) als Vertreter des Verbandes deutscher Historiker; Professor Dr. Robert Holtzmann (Berlin) als Vertreter des Deutschen Ausschusses der Internationalen Historischen Vereinigung; Professor Dr. Philipp Funk (Freiburg) als Vertreter der Historischen Abteilung der „Gör- res-Gesellschaft".
Zum Geschäftsführer des Allgemeinen Deutschen Historikerausschusses ist Professor Dr. Platzhof ernannt worden. Die Professoren Br and i, Mayer und Platzhoff sind mit der Reform des Verbandes Deutscher Historiker beauftragt worden. Diese Maßnahmen des Reichserziehungsministers find ein neuer Schritt auf dem Wege nationalsozialistischer Wissenschaftspolitik. Gleichzeitig hat Reichsminister R u ft Geheimrat Professor Dr. Kehr als dem bisherigen Vorsitzenden des Allgemeinen Deutschen Historikerausschusses feinen besonderen Dank ausgesprochen.
Am Sonntagvormittag um 11 Uhr wurden in der Deutschlandhalle die ersten Ausscheidungskämpfe im Freistilringen durchgeführt. Zum Wiegen stellten sich 100 Kämpfer aus 20 Nationen. 8 Länder hatten sämtliche Gewichtsklassen besetzt, und zwar Deutschland, USA., Finnland, Schweden, Schweiz, Tschechoslowakei, Belgien und zum ersten Mal auch die Türkei.
Die Kämpfe begannen im Bantamgewicht, wo es dem Stuttgarter Herbert gelang, den Türken Cakiryildis nach überlegen geführtem Kampf vom Boden aus durch eine Serie von Hebelgriffen entscheidend nach 4:15 Minuten zu besiegen. Der zum erstenmal international startende deutsche Vertreter im Federgewicht Böck mußte sich gegen den Engländer Morrell nach 15 Minuten nach Punkten geschlagen bekennen.
Ausgezeichnete Stimmung herrschte am Abend in der gut besuchten Deutschlandhalle.
Bei den weiteren Kämpfen gab es zwei deutsche Siege. Im Leichtgewicht hätte der Deutsche E h r l den Schweizer Arn zum Gegner, der zumeist in der Unterlage war und mehrfach in Gefahr kam. Bereits bei der Halbzeit lag der Deutsche klar in Führung und konnte am Ende einen überlegenen Punktsieg mit 3:0 Stimmen buchen. Im Weltergewicht fand sich der Deutsche Paar erst in der zweiten Hälfte des Kampfes. Doch fein Gegner O'Hara-Australien, der anfangs zumeist in der Oberlage war, wagte nichts, sondern hielt den Deutschen nur am Boden fest. Mit 2:1 Stimmen erhielt der Deutsche den Punktsieg zugesprochen. Der Weltergewichtler Andersson- Schweden legte Samec-Tschechoslowakei in 5:20 Minuten auf die Schultern. Auch der Schweizer Angst führte sich blendend ein, indem er den Estländer Kukk in 5:40 Minuten mittels Armschlüssel besiegte.
Der Führer beglückwünscht die Sieger.
Erste offizielle Siegerehrungen.
Nach den sechs Vorläufen über 800 Meter fand zum erstenmal bei den XI. Olympischen Spielen 1936 die Siegerehrung für die erste Entscheidung in der Leichtathletik im Speerwerfen für Frauen statt. Vor der Ehrentribüne war ein kleines Podest, dessen mittlerer Platz erhöht war, und das gvld- durchwirkter Lorbeer schmückte, errichtet. Von drei Mädchen des Ehrendienstes geleitet, traten die Siegerinnen auf das Potest, in der Mitte Tilly Fleischer- Deutschland, rechts von ihr Luise Krüger- Deutschland und zu ihrer Linken Maria Kwasni- e w s k a - Polen. Der Präsident des IOK., Graf d e Baillet-Latour, und der Präsident des Organisationskomitees, Dr. L e w a 1 d, überreichten die Medaillen, während die Mädchen des Ehrendienstes die Siegerinnen mit dem Olympischen Lorbeer bekränzten. Während sich das ganze Stadion von den Plätzen erhob, erklangen die deutschen Nationalhymnen, und langsam stieg am höchsten Siegesmast über der Anzeigentafel das Hakenkreuzbanner empor, daneben noch einmal die deutsche Reichsflagge und am linken Mast das rotweiße Banner Polens.
Die Hunderttausend hatten sich während der Zeremonie von ihren Plätzen erhoben und überschütteten die ersten drei Trägerinnen der Medaillen mit lautem Jubel.
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Wieder ging am Siegesmast die Hakenkreuzfahne hoch, als sich die drei Ersten des Kugelstoßens zur Siegerehrung einfanden. In der Mitte stand Hans W ö l l k e , der erste Deutsche, der in einem leichtathletischen Männerwettbewerb der Olympischen Spiele einen Sieg erringen konnte. Rechts stand der Finne Bärlund und links Gerhard Stöck. Am Hauptmast ging die Hakenkreuzfahne hoch, rechts flankiert von der finnischen Flagge und links wurde ebenfalls die deutsche Fahne aufgezogen. Die Kapelle spielte wieder das Deutschlandlied und das Hvrst- Weffel-Lied, das die Massen begeistert mitfangen.
Großer Olympischer Auftakt -erJugend.
Freistilrmger und Gewichtheber im Kamps.
Deutsche Siege.
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Empfang des Olympischen Komitees im Alten Museum.
In dem herrlichen Kuppelsaal des Alten Museum am Lustgarten in Berlin empfing der preußisch» Ministerpräsident Generaloberst Göring die MÄ glieber des Internationalen Olympischen Komitee und des Deutschen Organisationsausschusses.
spricht der Präsident des Olympischen Komitee- Graf de Baillet-Latour. Etwas rechts im Bilde Generaloberst Göring, links Reichspropv gandaminister Dr. Goebbels. — (Scherl-M.)
Wachsende Sparkapitalbildung aus nationalen Quellen.
Fwd. Die Probleme der Kapitalbildung hah» » sich heute gegenüber den Jahren 1926 bis IW ' grundlegend gewandelt. Damals handelte es siü | darum, Kapital für den Neuaufbau einer bun) | Krieg und Inflation zusammengebrochenen Wir:.- I schäft zu gewinnen. Heute dagegen steht im Vordre gründ der Diskussion die Frage, ob die KapitaW düng ausreichende Mittel für die Konsvlibieruirj der kurzfristigen Schulden liefert, die für Die ZnE der Arbeitsbeschaffung und Wehrhaftmachung b»n deutschen Volkes eingegangen wurden. Der Gesaim Prozeß der Kapitalbildung in Deutschland läßt ft statistisch nur schwer verfolgen. So ist schwer # sagen, in welcher Höhe Neukapital von den nehmungen zur Selbstfinanzierung benutzt rourbe,; oder in welchem Umfange das Sparerpublikum feine Ersparnisse etwa direkt in PrivathypotsM:
anlegte, anstatt sie zu den Sparinstituten zu bringen’ :
Das nachfolgende Zahlenmaterial bildet einen ! Ausschnitt aus der Kapitalbildung. Im oerganp i nen Jahr haben die Spareinlagen der Sparkasse-: ; und Genossenschaften um rund 1,2 Mrd. RM. zug>? : nommen; die Sozialversicherung, sowie die priodi - Versicherung haben rund 0,8 Mrd. RM. auf ber : Kapitalmarkt angelegt. Zählt man die beiden A: träge zusammen, so ergibt sich eine Summe oor- ; 2 Mrd. RM. Berücksichtigt man, daß 500 Mill. RR' - von den Konsolidierungsanleihen des Jahres 19K : im Betrage von 1,8 Mrd. RM. im Publikum h*i : rett untergebracht wurden, und daß ein Teil b<c: : Einzahlungen auf die zweite Tranche der Span ; faffenanleipe erst im Frühjahr 1936 zu leisten Ml - so ergibt sich, daß von den Mitteln der Sparkasse^ ‘ Genossenschaften und Versicherungen nur rund bieii ! Hälfte in Konsolidierungsanleihen angelegt rourte , und noch ein namhafter Betrag für andere Anlagen ; zur Verfügung stand. -
Der jährliche Zugang ist nach den Feststellungen ; des Instituts für Konjunkturforschung bei allen bw ; handelten Gruppen seit 1933 gestiegen, allerdings!: ; noch nicht so stark wie 1927 bis 1929. Dabei ist ; aber zu berücksichtigen, daß der Geldwert hem n viel höher ist als damals. Die Indexziffer beu ; Lebenshaltungskosten war 1935 um rund 19 o.h.- • die Indexziffer der Großhandelspreise um ruroi : 20 v. H. niedriger als in den Jahren 1927/29. :
aus einem anderen Grunde ist die Geldkapltalb«" * düng heute anders zu beurteilen als 1927/29. j mals war die Sparkapitalbildung weitgehend Wo das Einströmen der Auslandskredite bedingt. 3«"-' direkt war daher auch die inländische Kapitale , reicherung mehr oder weniger „geborgt". AM dagegen wird das Kapital durch die Mobilisiert der inländischen Wirtschaftskräfte geschaffen. WeM - die Kapitalbildung bei der Sozialversicherung trG > der starken Zunahme der Beschäftigung die W ! wachsrate der früheren Jahre noch nicht erre’“3 ! hat, so hängt dies zum Teil damit zusammen, M! : heute entsprechend den niedrigen Preisen auch- Einkommen und damit die Einnahmen ber SozM . Versicherung noch geringer sind als damals. • hat die Ueberalterung der Bevölkerung die Leistu^ gen eines Teils der Sozialversicherung schneller : die Einnahmen erhöht. Am stärksten gestiegen I ■ . feit 1933 die Einlagen bei den Sparkassen- KW j 1933 mag das Bild der Kapitalbildung W ctT? ~ : verschleiert worden sein, weil damals die m ~ '
vorausgegangenen Jahren gehorteten Noten H)r Weg zu den Sparkassen zurückgefunden hatten. ;
Dieser Rückstrom war aber sicher 1934 beeno - - Die Notlage der Landwirtschaft vor ber Ölaar Übernahme erklärt es, daß bei den lanbwrrt.cy ' lief)en Genossenschaften noch 1933 die Auszahlung^ . größer waren als der Zugang an Einlagen, o Teil dürfte sich der Rückgang allerdings auch _ aus erklären, daß die nationalsozialistische Politik den Bauern wieder Mut gab, ihr ®cl£ t die Betriebe zu stecken. Die Einlagen in den "öay • 1934 und 1935 haben auch hier wieder kräftig o genommen. Jedenfalls haben sich die Einlagen . ländlichen Genossenschaften im Verhältnis sehr stärker erhöht als die der städtischen. Die Prt « Versicherungen haben 1933 mehr als doppelt s i Mittel auf dem Kapitalmarkt angelegt als Die ± , samte Sozialversicherung, 1934 dagegen um
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