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Die Kämpfe auf der Aschenbahn
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gelingt doch ein glatter Ablauf. Der Holländer
TW Fleischers großer Erfolg
Milkes Triumph im Kugelstoßen
Drei Medaillen für USA. im Hochsprnng
Bei der
Cornelius C. Johnson (USA.), der Sieger im Hochsprung.
sechs in die Entscheidung. Bis dahin führte der Finne Sulo B ä r l u n d mit 16,03 m vor dem Deutschen Meister Hans W 0 e l l k e mit 15,96 m, Gerhard Stück mit 15,56 m und den drei Amerikanern Francis mit 15,45 m, Torrance mit 15,38 m und Zaitz mit 15,32 m. Ueberraschend war das Versagen der Amerikaner. Mit seinem zweiten Wurf in der Entscheidung erzielte Woellke 16,20 m. Als das Ergebnis verkündet wurde, schien das Stadion in seinen Grundfesten zu erbeben.
Der Finne übertraf sich zwar mit seinem letzten Wurf von 16,12 m selbst, aber es reichte nur zum zweiten Platz. Woellke ist der erste Leichtathlet, der bei den Olympischen Spielen in den Wettbewerben der Männer einen Sieg erkämpfte. Durch Gerhard Stück belegte Deutschland noch den dritten Platz, fürwahr ein stolzer Erfolg am ersten Wettkampftag der XI. Olympischen Spiele. Stück stieß 15,56 m.
Während bei den Männern noch die Zwischen« laufe über 100 Meter im Gange sind, beginnen die Frauen mit dem Dorkampf zum Speerwerfen. Sie haben einen sehr schweren Stand, da sie in Rich« tung Ost- zum Südtor gegen den wieder sehr starken Wind werfen müssen. Von den 16 gemeldeten Teilnehmerinnen sind Connal (Großbritannien) und de Kock (Holland) nicht angetreten. Die sechs Besten des Vorkampfes haben anschließend je drei Versuche in der Entscheidung. Im Dorkampf bleiben die Leistungen hinter den Erwartungen zurück. Nach dem ersten Durchgang führt die Polin Kwasniewska mit einer Weite von 41,80 Meter vor der Japanerin Pamamoto mit 40,88 Meter und der Deutschen Krüger mit 40,78 Meter. Die Werferinnen sind ziemlich aufgeregt, und nur die wenigsten kommen über die erste 35 Meter anzeigende Marke. Der Anlauf wird von der Außenbahn der Laufbahn genommen. Die Technik läßt bei den meisten viel zu wünschen übrig. Würfe zwei Meter vor der Abwurflinie sind nicht selten. Im zweiten Durchgang können erfreulicherweise unsere Vertreterinnen ihre Leistungen steigern. Tilly Fleischer wirft nach ruhigem Anlauf mit kraftvollem Schwung den Speer über 44,69 Meter weit und verbesserte damit den olympischen Rekord der amerikanischen Siegerin von Los Angeles Didrikson um genau einen Meter. Lydia Eberhardt erreicht diesmal genau 41 Meter und Luise Krüger sogar 43,29 Meter.
Die schon im Vorkampf gezeigten Leistungen der deutschen Speerwerferinnen wurden auch in der Entscheidung von den Mitbewerberinnen nicht mehr übertroffen. Vielmehr übertrumpften Tilly F l e i ° ch e r (Frankfurt) und Luise Krüger (Dresden) owie Lydia Eberhardt (Eßlingen) ihre Vorkampfweiten mit dem Ergebnis, daß die Goldene und Silberne Medaille an Deutschland fielen. Tilly Fleischer bewies erneut, eine wie große Kämpferin sie ist. Gerade in dem Augenblick, als es in die Entscheidung ging, glückte ihr ein Wurf von 45,18 Meter, der nicht mehr Überboten wurde.
Nur noch fünf Mann machten sich daran, zwei Meter zu bewältigen. Mit Ausnahme des Negers Johnson, der gleich beim ersten Versuch den olympischen Rekord seines großen Landsmannes Osborn aus dem Jahre 1924 um zwei Zentimeter verbesserte, rissen alle übrigen vier Bewerber die Latte. Riesenbegeisterung erfüllte das Stadion, als der finnische Europarekördmann Kotkas bei seinem dritten Versuch glatt die Höhe nahm. Während der weiße Amerikaner Thurber schon beim zweiten Versuch hinwegkam, konnte sein schwarzer Landsmann Albritton erst beim letzten Versuch die Höhe nehmen
Nunmehr wurde die Latte auf 2,03 Meter gelegt. Wiederum war es Johnson, der sofort beim ersten Sprung die gewaltige Höhe meisterte. Weder Al- britton noch Kotkas und Thurber erzielten diese Leistung. Zwischen diesen drei mußte nun um die Platze gestochen werden. Johnson versuchte noch nach seinem Sieg, bei 2,08 Meter einen neuen Weltrekord aufzustellen.
Nach dem Feststehen des Sieges von Johnson wurde zwischen den beiden Amerikanern Albritton und Thurber sowie dem Finnen Kotkas ein Stich-
Die erste Goldmedaille, die bei den Olympischen Spielen 1936 vergeben wurde, erkämpfte für Deutschland die Frankfurterin Tilly Fleischer im Speerwurf, indem sie den Speer 45,18 m weit warf. Hier sieht man die Olympiasiegerin kurz nach ihrem Wurf. (Scherl-Bilderdienst-M.)
Im weiten Raum des Olympischen Stadions bot sich dem Auge ein prächtiges Bild. Aus dem Ein- latztunnel des oberen Ringes quollen dichte Menschenscharen.
Die Kampfbahn ist mustergülttg hergerichtet. Aus dem Marathontor, über dem das Olympische Feuer lodert, kommen die 67 Sprinter und die Bewerber zum Kugelstoßen. Das Kampfgericht erhält die letzten Jnstrukttonen. Die schnellen Kurzstreckenläufer machen sich Bewegung.
12 100-Meter-Vorläufe.
In jedem der zwölf Dorläufe kommen nur die beiden Schnellsten in die vier Zwischenläufe. Der erste Startschuß knallt. Kersch hat den besten Start,
den 100-m-Vorläufen am Sonntag erwies sich deutsche 100-m-Läufer Borchmeyer als schnellster weißer Sprinter. (Scherl-Bilderdienst-M.)
nach 40 Metern an die Spitze und gewinnt gut mit einem halben Meter in 10,5 vor dem glänzend gelaufenen Engländer Pennington und dem Holländer van Beveren, die so dicht aufeinanderliegen, daß nur das Zielgericht die Reihenfolge feststellen kann.
Im letzten der vier Zwischenläufe starteten McPhee, Suzuki, Berger, Borchmeyer, Swee- ney und Dannaher. Borchmeyer hat bei 20, 40 und 60 Metern klar die Führung. Er läuft scharf durch und gewinnt mit einem halben Meter Vorsprung in 10,5 Sekunden vor dem Engländer Sweeney. McPhee und Suzuki lagen so dicht zusammen, daß zum ersten Male die Zielphotographie angewendet werden mußte, um den Besitzer des bedeutungsvollen dritten Platzes festzustellen.
Drei Zinnen
Sieger im 10000 Meter-Lauf.
Von den gemeldeten Teilnehmern fehlen elf Läufer. 29 Bewerber gehen auf die über 25 Runden führende Reise. Das Feld zieht sich bald auf 50 Meter auseinander. Der Japaner Murakoso liegt an der Spitze. Die 800 Meter werden in 2:11,4 Minuten, 1000 Meter in 2:48,5 Min. und 1500 Meter in 4:17 Minuten gelaufen. Die Finnen Askola und Iso Hollo, der Ämerikameister Donald Lash be» finden sich im Dordertreffen. 3000 Meter legt der noch immer führende Japaner in 8:53 Min. zurück. Bei 4000 Meter, die Murakoso in 11:56,4 Minuten durcheilt, liegen hinter dem Japaner Salminen, Noji, Askola, Iso Hollo und Burns. Der Inder Singh wird als erster überrundet. 5000 Meter werden in 15:00,9 Min. zurückgelegt. Gebhardt als bester Deutscher hat schon 120 Meter eingebüßt. Die drei Finnen gehen bei 6000 Meter in 18:06 an dem Japaner vorbei, der Vertreter Nippons hält jedoch den Anschluß. Der Engländer Eaton folgt mit 50 Meter Abstand. Askola führt das Quartett über die 7000-Meter-Marke in 21:12,3. Die Reihenfolge ist bei 8000 Meter (24:19,5) Askola vor Iso Hollo, Salminen und Murakoso, Burns (England), Zabala, Eaton, Lash, Siefert und dem Deutschen Geb-
bis 40 Meter liegt er an der Spitze, dann geht der Schwede Sttandberg mit langen Schritten nach vorn, gewinnt bald zwei Meter von Poshioka, den Kersch trotz schärfsten Antretens nicht mehr halten kann. Der Deutsche scheidet damit aus.
Im zweiten Vorlauf fehlt Berger (Oesterreich). Die fünf Bewerber sind sehr nervös. Aber schließ- lich '
Kurheffenfahrt der MotorgruppeHessen
Ein Rekord-TNeldeergebnis.
NSG. Wie nicht anders zu erwarten war, ist das Interesse für die am 9. August 1936 stattfindende Kurheffenfahrt, die von der Motorgruppe Hessen des Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps veranstaltet wird, außerordentlich groß. Die gesamten Ausschreibungsformulare sind schon jetzt restlos vergriffen und werden zur Zeit neu gedruckt. Das Meldeergebnis wird, wie aus den zahlreichen Anfragen und den bis jetzt abgegebenen Nennungen zu schließen ist, eine Rekordzahl aufweisen. Das Hauptkontingent stellen NSKK. und Wehrmacht, die zum Teil aus großen Entfernungen zur Kurheffenfahrt mit Start und Ziel in Marburg erscheinen werden. Darüber hinaus ist auch schon von der Polizei, SS. und Luftwaffe eine Beteiligung fest zugesagt. Der Eingang der Meldungen hielt bis zum Meldeschluß am 1. August in unverminderter Stärke an.
Die Kurhessenfahrt wird in diesem Jahr ihrem Charakter als Orientierungsfahrt entsprechend sehr interessante Kontrollpunkte aufweisen, die dem Rennen einen eigenartigen Reiz verleihen. Besonders die Mannschaftsfahrer werden sich in Disziplin und sportlicher Kameradschaft hervortun müssen.
Die Kurhessenfahrt wird den motorsportlichen Be« mühungen des NSKK. einen weiteren Erfolg hin- zufügen.
Berger gewinnt glatt mit 2,5 Meter vor dem Südafrikaner Dannaher, der den anfangs ihn bedrängenden Argenttnier Sander sicher hält.
Zum erstenmal kommen sechs Läufer im dritten Dorlauf zusammen. Der Holländer van Beveren und der Südafrikaner Grimbeck liefern sich einen scharfen Kampf, den der Holländer in 10,8 Sekunden gewinnt.
Sechs Bewerber gehen auch in den vierten Lauf. Der Japaner Suzuki ist wie ein von der Sehne geschnellter Pfeil aus der Grube und liegt einen klaren Meter vor dem Felde, der Ungar Gyenes arbeitet sich jedoch kraftvoll heran und ringt den nachlassenden Japaner um doppelte Brustbreite in 10,7 Sekunden nieder.
Der Kanadier McPhee ist im fünften Lauf feinen vier Mitbewerbern klar überlegen. Er siegte in 10,8 Sekunden.
Alle Deutschen sahen dem sechsten Vorlauf mit besonderer Spannung entgegen, liegt doch unser Meister Hornberger auf der dritten Bahn. Er ist auch am schnellsten flott, läuft einen Meter vor dem Felde her, erst nach Drei viertel der Strecke kommt der außen liegende Südafrikaner Theunifsen mächttg auf und wirst sich mit dem Deutschen ins Zielband. Beide haben mit je 10,7 Sekunden die gleiche Zeit.
Der Ausgang des siebten Vorlaufs liegt allein zwischen dem ersten der drei Amerikaner, dem Neger Metcalfe und dem Ungarn Sir. Beide haben nach 50 Metern ihre beiden Mitbewerber glatt hinter sich gelassen. Der muskulöse Metcalfe liegt im Ziel einen halben Meter vor dem Ungarn. Zeit: 10,8 Sekunden.
Borchmeyer, im achten Vorlauf, läuft mit dem auf der zweiten Bahn liegenden Kanadier Hurnber auf und davon. Borchmeyer gewinnt mühelos in 10,7 Sekunden vor dem Kanadier.
Im 9. Vorlauf liegen der einzige weiße amerikanische Kurzstreckler Frank Wykoff und der Engländer Sweeney sofort in Front. Wykoff gewinnt leicht vor dem Engländer in 10,6. Der 10. Vorlauf wurde von dem Holländer Osendarp in der noch schnelleren Zeit von 10,5 gewonnen. Der Engländer Pennington konnte zwar nach 50 Meter gut auflaufen, ohne aber den sicheren Sieg des Holländers zu gefährden. Im 11. Vorlauf liegt zunächst der Engländer Homes in Front, auf der Außenbahn kommt dann jedoch der Schweizer Meister Paul Haenni gut auf und geht an ihm vorbei.
Im letzten der 12 Vorläufe über 100 Meter startete der Neger Jesse Owens auf der Außenbahn. Spielend rennt er vor dem Felde einher. Er ging fast in einem Alleingang über die Bahn. Die Zeit von 10.3 Sekunden, die der bestehenden Weltbestleistung gleichkommt, besagt am besten, wie unerhört das Können des amerikanischen Läufers ift
Vier Zwischenläufe.
Im ersten Lauf ist die Startfolge von innen nach außen: Hornberger, Gyenes, Strandberg, Holmes, Wykoff und Osendarp. Hornberger liegt die ersten 15 Meter gut, fällt aber dann zurück. Auf dem Mittelfeld schiebt sich der Schwede Strand- berg hervor und gewinnt sicher mit einem Meter in 10,5. Scharf war der Kampf um den zweiten Platz, den Osendarp (Holland) um Brustbreite gegen den Amerikaner Wykoff zu seinen Gunsten entschied. Hornberger wird nur Vierter und fällt aus.
Im zweiten Lauf sitzen Grimbeck, Owens, Haenni, Lindgren, Poshioka und Sir in den Startlöchern. Der Japaner Poshioka hat wie im Vorlauf den besten Start. Aber der amerikanische Neger schnellt mühelos an die Spitze, dreht sich nach 50 Meter sogar noch leicht um und läuft vor dem Felde einher, dem Ziel entgegen. Obwohl ein leichter Regen fällt, läuft Owens die neue Weltrekordzeit von 10,2 Sekunden
Der zweite amerikanische Neger Metcalfe kommt im dritten Lauf am besten ab, arbeitet sich
kämpf um den zweiten und dritten Platz notwendig. Der ermüdete Kotkas scheiterte bei 1,95 Meter. Als die Latte auf 1,97 Meter gelegt wurde, kam nur der Neger Albritton über die Latte hinweg, während fein weißer Landsmann bei allen drei Versuchen scheiterte und sich mit dem dritten Platz bescheiden mußte. USA. hat dadurch im Hochsprung alle drei Medaillen erobert.
©er Geländeritt
zum Modernen Fünfkampf.
Oberleutnant Handrlck Zweiter.
In Anwesenheit des Reichskriegsministers Generalfeldmarschall von Blomberg, des Oberbefehlshabers des Heeres, Generaloberst von Fritsch, zahlreicher hoher Offiziere des In- und Auslandes und des Reichssportführers von Tfchammer und Osten begannen auf dem Gelände der deutschen Wehrmacht in Döberitz die Fünfkämpfer ihren Wettbewerb. Obwohl der Geländeritt von jeglichem Verkehr weit abgelegen war, hatten sich doch zahlreiche Zuschauer eingefunden, um dieser interessanten Prüfung beizuwohnen. Es entwickelte sich ein farbenfreudiges Bild der Uniformen und am Start wie am Ziel, beide unmittelbar nebeneinander gelegen, stauten sich die interessierten Zuschauer.
Don den 20 Hindernissen, die durchweg nicht hoher als 1,10 Meter waren, bereitete lediglich der Steilhang den Reitern größere Schwierigkeiten. Man hatte von vornherein mit einem scharfen Kampf Zwischen Schweden, Ungarn, Italien und Deutsch- land gerechnet, da gerade diese Länder im Fünf- kampf zur Zeit außerordentlich stark sind. Auf dem leichten Kurs gab es nicht weniger als 25 fehler- lofe Ritte, so daß die Zeit für die vorläufige Placierung den Ausschlag geben mußte. Die beste Zeit erzielte zur allgemeinen Ueberraschung mit 9.02,5 Minuten der italienische Dberleunant Abba.
Der deutsche Favorit und Gewinner der vorjährigen Europameisterschaft in Budapest, Oberleutnant Handrick von der Luftwaffe war nur sieben Sekunden langsamer und placierte sich zusammen mit dem Belgier Oblt. Mollet in 9:09,6 Min. an zweiter Stelle. Von den Schweden, die auch diesmal ihre Vormachtstellung im Modernen Fünfkampf beweisen wollen, placierten sich Oblt. Thofelt und Lt. Gyllenstierna noch unter den ersten Zehn.
Auftakt bei den Fechtern.
Bereits um 9 Uhr begann das olympische Fechtturnier mit den Mannschaftskämpfen im Florett- echten. Zahlreiche Zuschauer hatten sich in der Turnhalle Kuppelsaal der Deutschen Reichsakademie für Leibesübungen im Reichssportfeld eingefunden; auch die Degen- und Säbelfechter waren chon erschienen, um dem Auftakt ihres überaus tarf besetzten Turniers beizuwohnen. Bis zu den Mittagsstunden gab es noch keinerlei Ueberrafchun- gen. Wie hart die einzelnen Kämpfe waren, geht am besten daraus hervor, daß verschiedene Begegnungen erst im letzten Treffen entschieden wurden. Der Kampf Griechenland—Schweiz wurde von den Eidgenossen sogar bei Punktgleichheit nur durch die bessere Trefferzahl gewonnen. Zu recht überlegenen Siegen kamen Großbritannien und die Tschechoslowakei.
Die Vorendrunden im Florettfechten für Mann- chasten zogen sich bis in die späten Nachtstunden hin. Auf allen vier Bahnen in der Turnhalle auf dem Reichssportfeld herrschte reger Betrieb. Unter tarier Beteiligung der zahlreichen Zuschauer wurden die Kämpfe durchgeführt.
Weitere olympische Sportnachrichten auf Seite 4 des dritten Blattes.
Die Kugelstößer hatten in zwei Abteilungen unter Anführung des deutschen Europarekordlers Hans W ö 11 k e und des Amerikaners Jack Torrance die Innenbahn des Stadions betreten. Hier ging es um die Ausscheidung, in der jeder Teilnehmer 14,50 Meter gestoßen haben muß, wenn er sich für den Vorkampf qualifizieren will.
Für den Vorkampf setzten sich folgenbe 15 Athleten durch: Kuntsi-Finnland, Zaitz-U8A., Diiding- Estland, Stöck-Deutfchland, £orrance=USÄ., Hopli- cek-Tschechoslowakei, Hans Wöllke-Deutschland, Francis-U8A., Dr. Daranyi-Ungarn, Duda-Tschecho- lowakei, Bärlund-Finnland, Berg-Schweden. Sievert-Deutschland, Horvath-Ungarn und der doch gestartete Jugoslawe Kovacvis.
Von den 15 Teilnehmern, die aus der Qualifikation sich für den Vorkampf durchgesetzt hatten, kamen
Auf der Hochsprungbahn - Anlage vor dem Marathontor hatte mit Beginn der Wettkämpfe die Ausscheidung der Teilnehmer im Hochsprung begonnen. Ungeachtet der zahlreichen Abmeldungen fanden sich noch 41 Bewerber ein, die 1,85 Meter zu überspringen hatten, um in den Vorkampf zu gelangen. Für uns gab es eine leichte Enttäuschung, als unsere dritte Waffe, der Kieler Obermaat Hans Martens, der sich beim Abschlußtraining leicht verletzt hatte, 1,80 Meter nicht bewältigte und dadurch vorzeitig ausschied. Spielend erzielten die schwarzen Amerikaner Cornelius Johnson, Albritton, die beiden Weltrekordler, die Bedingung. Sie entledigten sich, wie überhaupt ein Teil der übrigen Bewerber, nicht einmal ihrer Trainingsanzüge.
Jrn weiteren Verlauf des erbitterten Ringens um den olympischen Sieg im Hochsprunq schied bei 1,97 Meter der Deutsche Meister Weinkötz aus. Er hatte das bedauerliche Pech, beim zweiten Versuch, als er hoch über der Latte lag, noch mit der Hand die Stanae abzustreifen. Sein Schicksal teilten die Japaner Asakuma und Tanaka und der Finne Ka° lima.
Hardt. Murakoso hat sich inzwischen wieder an die Spitze gelegt, aber nur dreiviertel Runde behält er die Führung, dann ist das finnische Dreigespann wieder vorn. Bei 9000 Meter in (27:29 Min.) verlängern die Finnen ihre Schritte, das Stadion ist ein Hexenkessel, als in der letzten Runde die Finnen dem tapferen Japaner auf und davon gehen. Salminen und Askola kämpfen die letzten 100 Meter herunter, Salminen gewinnt mit einem Meter Vorsprung vor seinem Landsmann! Iso Hollo hat das mörderische Tempo zum Schluß nicht ganz mithalten können, sein dritter Platz vor dem Japaner Murakoso ist ihm sicher. Die nächsten Plätze belegen der Engländer Burns und der Argentinier Zabala.
Finnlands Triumph.
Olympischer Sieger Salminen (Finnland) in 30:15,4 Min.; 2. Äskola (Finnland) 30:15,6; 3. Iso Hollo (Finnland) 30:20,2 Minuten.
Bei der Siegerehrung gingen drei finnische Flaggen an den Siegesmasten empor. Der Reichssportführer geleitete die mit dem Lorbeerkranz geschmückten Sieger in die Ehrenloge, wo sie die Glückwünsche des Führers entgegennahmen.
Oie Besten -er 800-Meter-Vorläufe.
Während 21 Hochspringer bei einer Höhe von 1,90 Meter angekommen sind, und die Frauen den dritten und letzten Durchgang im Speerwurf beendeten, kam das große Feld der 800-M.eter-Läufer auf den Plan. Von den Dorläufen kamen je die vier besten in die Zwischenläufe.
1. V 0 rlauf: 1. Edwards- Canada 1:53,7; 2. Hornbostel-U8A. 1:53.7; 3. Verhaert-Belgien 1:54,3.
2. D 0 rlauf: 1. Williamson-U8A. 1:56,2; 2. Conway-Canada 1:56,2; 3. Boot-Neuseeland 1:56,6.
3. V 0 rlauf: 1. MacCabe-Großbritannien 1:54,5; 2. Petit-Frankreich 1:54,8; 3. Johannesen- Norwegen 1:54,9.
4. Dorlauf: 1. Backhouse-Australien 1:57,7; 2. Szabo-Ungarn 1:57,8; 3. Woodruff-U8A. 1:58,7.
5. Verlauf: 1. Powell-Großbritannien 1:56;
2. Lanzi-Jtalien 1:56,1; 3. Eichberger-Oesterreich 1:56,3.
6. V 0 rlaus: 1. Anderson-Argentinien 1:55,1;
2. Kucharski-Polen 1:55,7; 3. Dessecker-Deutschland 1:56,0.


