Ausgabe 
3.8.1936
 
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Beweis

Fähigkeiten des deutschen

leben

Tausende von Ihnen aus fünf Erdteilen

ertennun

tungen zum

Der Berichterstatter des großen Pariser Sport­blattesL'A u t o" schreibt in seinem ausführlichen

lichem Geiste zur Ehre unserer Länder und zum Ruhme des Sportes."

Alle Teilnehmer, auch die Hunderttausend, haben ihre Häupter entblößt und den Schwur vernommen, den sie auch auf der Anzeigentafel lesen. Händels Halleluja", das Professor Bruno Kittel zu schöner Eindringlichkeit gestaltet, beschließt den erhebenden Akt.

P a r i s , 2. Aug. (DNB.) Die feierliche Eröffnung der XI. Olympischen Spiele in Berlin beschäftigt am Sonntagmorgen die gesamte Pariser Presse. Fast in allen Blättern kommt rückhaltlose A n - g der gewaltigen deutschen Vorberei- Ausdruck.

gewesen. Außerordentlich lobend Äußert sich der Pressevertreter auch über die Stadionanlage.

DerSunday Expreß" nennt das Reichs- sportfeldDeutschlands olympisches Paradies".

Auch dieS u n d a y Times" widmet der Er­öffnung der Spiele einen Leitartikel und schreibt, die Vorbereitungen in Berlin seien von einer noch nicht dagewesenen Großzügigkeit.

Deutschland sei ein Land, das in den letzten 150 Jahren der europäischen Zivilisation viele Beiträge geleistet habe, und nicht zuletzt auf dem Gebiete der Wiedergewinnung alter Kul­turen.

In diesem Sinne seien die Olympischen Spiele in Berlin besonders angemessen.

Belgienrestlos begeistert".

Begeistertes Echo in der Welt

Die ersten Preffestimmen aus dem Ausland.

Laufbahn wird er vom Präsidenten des IOK. Graf Baillet-Latour und dem Präsidenten des OK. empfangen und zum Führer geleitet, dem er den Oelzweig mit den Worten reicht:

Ich übergebe Ihnen diesen Oelzweig aus Olympia «ls ein Symbol der Liebe und des Friedens. Wir wünschen uns, daß die Völker stets nur in diesen friedlichen Wettkämpfen sich begegneten."

Während dieser Zeit haben die Fahnen der Ra­tionen sich um das Rednerpult geschart, zur Linken die von Griechenland bis Japan, zur Rechten die von Jugoslawien bis zu den Vereinigten Staaten.

Wir schwören"

Der Fahnenträger Deutschlands und Rudolf Ismayr, einer der deutschen Olympiasieger aus Los Angeles, treten in das Halbrund der Fahnen. Rudolf I s m a y r hebt die rechte Hand zum Schwur, während er mit der Linken das Tuch des Haken­kreuzbanners ergreift. Bei gesenkten Fahnen spricht er jedes Wort feierlich betonend, den Olympischen Eid:

Dir schwören, bei den Olympischen Spielen ehrenhafte Kämpfer zu fein und die Regeln der Spiele zu achten. Dir nehmen teil in ritter-

Bericht über die Eröffnungsfeier am Samstag, der Führer habe den modernen Olympischen Spielen einen noch nie dagewesenen Auftrieb gegeben. Paris, Amsterdam und Los Angeles hatten gewiß feit Athen Etappen einer Entwick­lung dargeftellk. Berlin habe jedoch alles über­troffen.

Jour" berichtet, der Empfang der französischen Mannschaft im Stadion habe alle Erwartungen übertroffen. Reben dem anhaltenden Beifall für den Führer und die deutschen Sportler sei es die französische Mannschaft gewesen, die sich die Menge zum Ziele ihres Beifalls auserwählt habe. Die Berliner hätten am gestrigen Samstag eine Geduld an den Tag gelegt, die wirklich zu bewundern fei.

Wie auch das Ergebnis der deutschen sportlichen Leistungen sein werde, so erklärt dasEcho de Pari s", der Eröffnungstag der XI. Olympischen Spiele selbst sei das Wichtigste, das Eindrucksvollste und Gewaltigste.

Aehntaufende von Jungen hätten den ganzen Tag über im gleichen Schritt unter Gesang ihrem Führer den Dank dafür abgestattet, daß er ihnen die Freude zum Leben gegeben habe. Beim Anblick der Legionen des neuen Deutsch­land, fo meint der Sonderberichterstatter des Blattes, habe er einen traurigen vergleich dieser Jugend mit erhobenen Armen und der­jenigen, die die Faust zum Gruße erheben lerne, gezogen.

DerM a t i n" schreibt, mit 100 000 Kehlen und mit 100 000 Armen sei der deutsche Kanzler bei seinem Eintreffen im Riesenstadion begrüßt wor­den. Richt nur weil er der Chef der deutschen Re­gierung sei, sondern weil man einem Manne danken

für die nächsten Wochen in enger kameradschaftlicher Verbundenheit in dem Olympischen Dorf, dessen Einrichtung wir der Wehrmacht des Reiches dan­ken. Das oeutsche Heer trägt so Größtes zum Ge­lingen unserer friedlichen Spiele bei ein wun­dervolles Sinnbild seines Wesens. Möchte trotz hei­ßen Ringens und trotz der Leidenschaft der Kämpfe Eintracht und Herzlichkeit unter Ihnen allen herr­schen, möchte damit ein leuchtendes Vorbild für das von dem Führer und Reichskanzler Deutschlands immer wieder betonte Ideal friedlichen Zusammen-

Oesterreich und Ungarn des Lobes voll.

Wien, 2. Aug. (DRV.) Die Blätter veröffent- lichen seitenlange Berichte über die Eröffnung der Olympischen Spiele in Berlin. Sie bezeichnen die gestrigen Feierlichkeiten als ein grandioses Fest, wie es nur den Deutschen mit ihrer Bega­bung, Feste zu feiern, und ihrem Organisations- latent gelingen könnte. Man habe Aehnliches wie den gestrigen Olympia-Auftakt in Berlin kaum noch in der Welt gesehen. Besonders unter­streichen die Blätter auch den herzlichen Empfang der Oesterreicher in Berlin.

B u d a p e st, 2. Aug. (DRB.) Die Berichte über die Eröffnung der Olympischen Spiele werden von den ungarischen Blättern an leitender Stelle ver­öffentlicht. In spaltenlangen Artikeln und Sonder­berichten geben die Zeitungen ein imposantes Bild von der Berliner Olympiade, die allgemein als die größte sportliche Veranstaltung der Geschichte bezeichnet wird. Als besonders rüh­menswert wird die tadellose Organisation der Spiele und die aufrichtige Herzlichkeit registriert, mit der die Ungarn vom Berliner Publikum aufgenommen worden sind.

Aue unerhörte Feier."

Die jugoslawische Presse zum Olympia-Beginn.

Belgrad, 3. August. (DRB. Funkspruch.) Die jugoslawischen Blätter berichten in größter Aus­führlichkeit über die Eröffnung und den Beginn der Olympischen Spiele. Die Berichte geben einmütig den gewaltigen Eindruck wieder, den die Eröffnungsfeier machte, die von derPolitika" eine unerhörte Feier" genannt wird.

DieWnstenTraumeßbertroffen.

Bewunderung in Dänemark und Schweden.

Kopenhagen, 2. Aug. (DRB.) Die Eröff­nung der XI. Olympischen Spiele in Berlin steht im Mittelpunkt des Interesses der dänischen Presse. Heroorgehoben werden besonders die ausgezeich­nete Organisation und die prachtvollen klassisch- architektonischen Linien des Stadions. Der Führer und mit ihm ganz Deutschland hätten sich für die Olympischen Spiele eingesetzt, und bereits der erste Tag mit seinen Erfolgen habe die kühnsten Träume übertroffen. Die Blätter bedauern, daß der Schöpfer der modernen Olympischen Spiele, Pierre de Coubertin, der Eröffnung der XL Olympischen Spiele nicht habe beiwohnen tön? nen. Es wäre für ihn ein wunderbares Erlebnis gewesen, seine Idee in so gigantischer Form ver­wirklicht zu sehen.

Stockholm, 2. Aug. (DRB.) Die Morgen- blätter bringen ausführliche Berichte über die Er­öffnungsfeier der Olympischen Spiele. Die Aner­kennung und Bewunderung desW underwer- kes deutscher Organisation" ist allgemein und gilt nicht nur der Ordnung auf dem Reichs­sportfeld, sondern auch der Derkehrsordnung auf den Zufahrtsstraßen. Sehr ausführlich berichtet die Presse über die letzte Strecke der olympischen Fackel- läufer.Sagens Ryheter" findet namentlich für d i e SA. - und SS. - Verkehrsordner Worte rückhaltloser Anerkennung. Alle Blätter bringen reiches Olympia-Bildmaterial.

Ausklang.

In der gleichen Reihenfolge wie beim Einmarsch verläßt dann die Blüte aus 52 Rationen das Olym­pia-Stadion, das die Jugend der Welt nun 16 Tage lang als ritterliche und ehrenhafte Kämpfer sehen wird. Und wieder jubeln ihnen die Zeugen dieser herrlichen Stunden zu.

Alle Mannschaften grüßen auch beim Abmarsch zur Führerloge herauf. Der Führer und die Präsidenten Graf B a i l l e t - L a t o u r und Dr. L e w a l d danken ihnen unermüdlich. Frankreich, Oesterreich, Ungarn, Griechenland, Kanada, Eng­land, die nordischen Staaten und die Schweiz nut dem famosen Fahnenschwinger H u g, aber auch die Amerikaner werden besonders ausgezeichnet. In die unbeschreibliche Begeisterung, der die deutsche Mannschaft aus dem Stadion geleitet, klingt spon­tan taktmäßiges Händeklatschen. In diesen Jubel sind die heißen Wünsche für das Abschneiden unse-

lebens aller Völker geschaffen werden!

So soll dieses Fest der Völker ein Fest des Sieges für die Besten, ein Friedensfest für alle fein.

Besiegeln wir diesen Glauben, liebe Sportfreunde aus nah und fern, indem wir uns im Geiste die Hände reichen, erheben wir uns zu Ehren des Festes von den Plätzen in dem heißen Wunsch, daß wir alle gemeinsam ein unvergleichliches Fest erleben mögen, ritterlich in seinem Kampfe, un­erreicht in seinen Leistungen, einzigartig in seinem Geiste, ein hell leuchtendes Glied in der, wie wir alle zuversichtlich glauben, unendlichen Kette kommender Olympischer Spiele. Das walte Gott!

Nunmehr richte ich an Sie, mein Führer, die ehrerbietige Bitte, die Eröffnung der Olympi­schen Spiele von Berlin zur Feier der XI. Olym­piade verkünden zu wollen."

Der Führer eröffnet die Spiele.

Der Ville folgend, tritt der Führer vor das Mikrophon der Lhrenloge. Mil klarer Stimme spricht er die Worte:Ich erkläre die Spiele von Berlin zur Deihe der XI. Olympiade neuer Zeitrechnung als eröffnet."

Das heilige Feuer kommt.

Ein Chor von 1000 Sängern, begleitet vom Olympia-Orchester unter Leitung des Komponisten Meister Richard Strauß, stimmt die Olympische Hymne an:

Völker seid des Volkes Gäste, Kommt durchs offene Tor hinein! Friede sei dem Völkerfeste, Ehre soll der Kampfspruch fein. Junge Kraft will Mut beweisen, Heißes Spiel Olympia, Deinen Glanz in Taten preisen, Reines Ziel: Olympia."

Im gleichen Augenblick tritt am Osttor der l etzte Fackelläufer, der Berliner Mittelstreckler, S ch i l g e n, ein, auf der Osttreppe hat zu beiden Seiten der Ehrendienst Spalier gebildet. Wieder erhebt sich alles von den Plätzen, um d a s o l y m - pifche Feuer, das aus dem heiligen Ham von Olympia, von der Sonne Griechenlands entzündet, über viele taufend Kilometer von Hand zu Hand roeitergegeben, nach Berlin getragen wurde, zu grüßen.

Leichtfüßig fliegt der blonde deutsche Junge über die Bahn, eilt die Treppe des Marathon­tores hinauf, und auf dem Block, der den Drei­fuß mit der Feuerfchale trägt, bleibt er einen Augenblick stehen und grüßt mit der Fackel die olympische Gemeinde, die hier versammelt ist, ehe er den Brand in die Schale wirft. Sofort loht die Flamme empor, die der Well den olym­pischen Frieden verkündet.

Aus der griechischen Mannschaft tritt Spiridon Louis, der Marathonfieger bcr I. neuzeitlichen Olympischen Spiele, in seiner Nationaltracht hervor, in den Händen trägt er einen Oelzweig aus dem heiligen Hain von Olympia mit einem Band in den blauweißen griechischen Farben umwunden. An der

Brüssel, 2. Aug. (DNB.) Die Sonntag-Mor- genblätter bringen ausnahmslos begeisterte Berichte über den herzlichen Empfang der belgischen Sportler und ganze Seiten über die Eröffnungs­feier. Die Schilderung der festlichen Straßen Berlins und der Anlagen des Reichssportfeldes nehmen einen breiten Raum ein. Die Mehrzahl der belgischen Blätter ist von der organisatorischen Leistung, die das deutsche Volk vollbracht hat, restlos begei- t e r t. Die flämische ZeitungHet laatfte Nieuws" schreibt, die Olympischen Spiele hätten erneut einen für die überragenden organisatorischen n des deutschen Volkes erbracht.

rer Fahne, die der Diskuswerfer Fritsch den Kämpfern ooranträgt, verwoben. Kaum sind die Letzten im Bogen des Marathontores verschwunden, bricht erneut ein Sturm des Jubels aus, der den Führer, solange er in der olympischen Stadt ist, und auch auf der Heimkehr über die Via Triumpha- lis geleitet.

An der feierlichen Eröffnung der Spiele, die da­mit ihren Abschluß gefunden hatte, nahmen alle führenden Persönlichkeiten des ausländischen und deutschen Sports, sowie die höchsten Vertreter von Staat und Partei teil. Dem Führer zur einen Seite saß der italienische Kronprinz, zur anderen Graf Baillet-Latour, Exzellenz L e w a l d , die Minister und Staatssekretäre der Reichsregierung, die Reichsleiter der Bewegung und viele führende Männer von Partei und Staat. Hin­ter der Führerkanzel hatten die Mitglieder des IOK. und OK. Platz genommen. Das Diplomatische Korps war fast vollzählig vertreten, und endlich sah man neben den Siegern früherer Olympiaden zahl­reiche andere hohe Persönlichkeiten, so den Kron­prinzen Paul von Griechenland, Prinz GustafAdolf von Schweden, Prinz und Prinzessin Axel von Dänemark, den italienischen Propagandaminister A 1 f i e r i, den berühmten schwedischen Forscher Sven Hedin, den amerikanischen Nationalhelden Oberst Charles Lindbergh mit feiner Gattin und viele andere.

wolle, der durch diese Spiele die Kraft des Deut- < scheu Reiches und sein organisatorisches Können ' der Welt unter Beweis gestellt habe.

DerPetit P a r i f i e n" sagt, Deutschland 1 habe die Olympischen Spiele in einer noch nicht da­gewesenen Größe Wirklichkeit werden lassen. Der Eindruck dieser Eröffnungsfeier werde eine gram diose Erinnerung bei den 100 000 Zeugen dieser Feier vom Samstag zurücklassen.

Ulan habe in Frankreich über den Empfang der französischen Mannschaft bei den Winterspielen in Garmisch-Partenkirchen bei einigen Journa­listen Zweifel geäußert. Alle jene Zweifler seien aber am Samstag beim Einzug der französischen Sportler in das Olympia-Stadion überrascht worden, kaum habe sich die franzö­sische Fahne am Eingang gezeigt, so hätten sich die Blassen wie auf ein Kommando einmütig erhoben, und ein Sturm der begeisterten Freude sei losgebrochen.

Der Sonderberichterstatter desE x c el s i o r" erklärt, noch niemals sei eine Olympiade in einer so grandiosen Art und Weise eröffnet worden.

DasPetit Journal" nennt den Moment des Einmarsches der französischen Mannschaft tief ergreifend. Der Beifall habe nicht abreißen wollen. Keine andere Mannschaft sei von den 100 000 so herzlich begrüßt worden.

Auch dasJournal" meint, bei dem Emp­fang der französischen Mannschaft im Stadion habe man das Gefühl gehabt, einen der großen Augen­blicke des Weltgeschehens mitzuerleben.

Das großartigste Sporlereignis das die Welt je gesehen hat." Begeisterung in der englischen Presse.

London, 2. Aug. (DNB.) Die Spalten der Londoner Sonntagspresse sind mit begeisterten Be­richten über die Eröffnung der Olympischen Spiele gefüllt, begleitet von zahlreichen Bildern.

Ausnahmslos äußern sich sämtliche Zeitungen in restloser Anerkennung über die umsichtigen Vorkehrungen der deutschen Behörden, die Herzlichkeit des Empfanges und nicht zuletzt über die ebenso schönen wie gewaltigen Olym­piabauten.

Der Berichterstatter desSunday Dis­patsch" leitet seinen Bericht mit den Worten ein: Ich war in Berlin auf starke Eindrücke gefaßt, aber dieses Schauspiel hat mich geradezu über­wältigt. Es gibt hier keinen Maler wie Turner, der die herrliche Farbenfreudigkeit der Szene feft» halten konnte, es gibt keinen Wagner, der die Symphonie ihrer Bewegung zu bannen imstande wäre; es gibt nur eine armselige Schreibmaschine, die mir helfen muß, das Gesehene wiederzugeben." Der Berichterstatter schildert hierauf die Eröffnungs­feierlichkeiten. Worte konnten allein nicht die freu­dige Erregung beschreiben, die beim Einmarsch der Nationen geherrscht habe.

Der Berichterstatter betont die außerordentliche Wärme, mit der die französische wie die öster­reichische Mannschaft empfangen worden seien.

Die SonntagszeitungNews o f the World" spricht von einem unvergeßlichen Ereignis und schreibt, es sei unmöglich, in bloßen Worten den Jubel zu beschreiben, mit dem der Führer be­grüßt worden sei. Das gleiche gelte für die riesige Begeisterung beim Vorbeimarsch derBlüte der Nationen" vor Adolf Hitler. Bei der Herstellung des Rahmens für die Olympischen Spiele mache sich überall die deutsche Gründlichkeit bemerkbar. Als besonders eindrucksvoll schildert der Berichterstatter die deutsche Mannschaft, die die würdige Vertrete­rin einer Nation sei, die soviel getan habe, um den Erfolg der Spiele zu sichern.

/Einen anderthalb Spalten langen Bericht ver­öffentlicht derO b s e r o e r" auf feinem Haupt­blatt. Kein sportliches Treffen habe einen besseren Anfang gehabt.

Das neue Deutschland scheine der hervor­ragendste aller Gastgeber zu fein. Diese Ver­anstaltung fei das großartigste Sportereignis, das die Welt je gesehen habe. Das verjüngte Berlin mit feinem neuen Anstrich, feinen neuen Straßen und feinen Taufenden von Flaggen und Bannern atme den Geist der Jugend. Bei einem Besuch im Olympischen Dorf komme man unwillkürlich auf den Gedanken, daß die Welt glücklicher sein würde, wenn es gelänge, die Jugend aller Rationen häufiger auf diese Art zusammenzubringen.

Der Berichterstatter derSunday Times" erwähnt besonders die herzliche Begrüßung der französischen Mannschaft und spricht in dieser Verbindung von einem dramatischen Augenblick. Der Eindruck der deutschen Mannschaft . bei ihrem Einmarsch sei stärker als der aller anderen

Sie, meine kämpfenden Teilnehmer, nunmehr schworen werden. Amateur sein, heißt den Sport frei von Eigennutz und Gewinnsucht betreiben mit dem alleinigen Ziel der Vervollkommnung und nur zur Ausbildung der seelischen und körperlichen Eigenschaften, die Staat und Volk von ihren Bür­gern verlangen.

Der Amateurgrundsah ist hoch und heilig. Rur solange Sport nicht ein selbstischer Zweck, son­dern sittliche Pflicht, nicht schales Vergnügen und öde Erlebnissehnsucht, sondern Zucht und Hingabe an ein höheres Ziel ist, darf ihm ein solches Fest bereitet werden. Rur dann ist er würdig der Förderung aller Regierungen und Völker, nur dann verdient er die Begeisterung der Jugend und die Teilnahme des Alters, ver- dient er den klang der Musen und die Ehre des Geistes.

Denn die Olympischen Spiele, wie sie Baron Pierre de Coubertin erneuert hat, verbinden Wettkampfe des Sports mit den Wettbewerben der Künste und des Geistes. Jeder, der an diesen Wettkämpfen teilnimmt, tunt es nach dem Wahlspruch des Be­gründers, daß nicht zu siegen, sondern teilzu- nehmen Ehre und Sinn dieser Spiele ist. Und so schlagen unsere Herzen voller Dank und Bewunderung dem Manne entgegen, der als einer der größten Erzieher aller Zeiten vor 42 Jahren die seit anderthalb Jahrtausenden versunkenenOlym- pischen Spiele des Altertums mit dem genialen Blick des Sehers für unser und alle kommenden Zeitalter erneuerte, dem lebenslänglichen Ehren­präsidenten der Olympischen Spiele, Baron Pierre de Coubertin, dessen geistvolle Züge in ebe­nem Bild den Saal des Olympischen Komitees schmücken.

Ich danke dem großen deutschen Meister der Töne Dr. Richard Strauß, daß er uns das olympische Weihelied beschert hat, das nach dem gestern gefaßten Beschluß des Internatio­nalen Olympischen Komitees die Hymne für alle späteren Olympiaden sein soll.

Mit besonderer Wärme und freudiger Bewe­gung gilt mein Heil-Ruf der Jugend von mehr als 50 Volkern, die weit zahlreicher als je bei frü­heren Olympischen Spielen versammelt ist, ein heiliger Frühling der Volker, der um olympische Ehren und Siege ringen und kämpfen will. Und als Mahnwort für Ihr Ringen rufe ich Ihnen Verse des großen deutschen Dichters Friedrich Schiller zu, denen Beethovens Genius in der Neunten Symphonie die höchste Weihe verliehen hat:

Froh wie feine Sonnen fliegen durch des Himmels prächt'gen Plan, laufet, Brüder, eure Bahn freudig, wie ein Held zum Siegen!"

Ergriffenheit in Italien.

Eine unvergleichliche Kundgebung der Brüderlichkeit."

Rom, 2. Aug. (DNB.) Die italienische Presse ist von den Feierlichkeiten in Berlin geradezu über­wältigt. In seitenfüllenden Berichten schiloern die Sonderberichterstatter das übermächtige Erlebnis des Eröffnungstages, dessen Programm sich von Stunde zu Stunde in wohldurchdachtex Weise gesteigert habe und ein wahres Fett- und Weihespiel geworden sei.

Deutschland hat , so heißt es in derVoce d ' Ita 1 i a",in der olympischen Idee das Symbol der Jugend, der Schönheit und des Friedens ver­herrlicht.

Was an Grandiosem für eine unermeßliche Ge­meinschaft erdacht werden konnte, ist verwirk­licht worden."

Messagero" spricht von einem triumphalen Tag nicht nur für den Sportgedanken, sondern vor allem auch für Deutschland und für Berlin.Die Deut- chen dürfen auf den Erfolg, den sie mit der Eröffnung >er Olympiade errungen haben, wahrhaft stolz fein." Dieser Erfolg fei im höchsten Grade verdient. Da­zu komme eine Atmosphäre größter Gastfreundschaft und Herzlichkeit, die alle Gäste ohne Ausnahme um­fasse.

Die Deutschen dürften sich rühmen, eine unver­gleichliche Kundgebung der Brüderlichkeit und der Solidarität mit dem Odem des Lebens er­füllt zu haben.

Roch niemals ist der Sport mit solcher Pracht und solcher Feierlichkeit verherrlicht worden wie bei der Eröffnung der XI. Olympiade in Berlin", so schreibtP o p'o 1 o di Rom a". Die Deutschen haben für diese kultische Handlung den weitesten und monumentalsten Tempelbau der Welt erstellt, haben diesem Welttreffen den großartigsten Rah- men gegeben.

Aus all und jedem fühlte man heraus, daß dieser Tag mehr als nur eine Eröffnungs­feierlichkeit fein sollte, daß es zu höherer Be­deutung und symbolischer Sinngebung heraus­gehoben wurde."

Worte tiefer Ergriffenheit finden alle Bericht­erstatter für die Feierlichkeit des Olympiaschwurs, für das Entzünden des Olympischen Feuers, für das weihevolle Erklingen der Olympiaglocke, für die musikalischen Darbietungen und ebensosehr für die jubelnde Begrüßung des Führers und der deut­schen Mannschaft.

VollsteAnerkennunginFrankreich

Berlin hat alles übertroffen.