Ausgabe 
3.7.1936
 
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o ist der Mörder von Bad Homburg?

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Heute: Wimbledon-Entscheidung zwischen ».(Tramm und Perry

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LPD. Bad Homburg, 2. Juli. Zu dem furchtbaren Doppelmord in Bad Homburg wird im Einvernehmen mit der Staatsanwaltschaft von der Mordkommission der Landeskriminalpolizei folgendes milgeteilt:

Nach dem örtlichen Befund und den Ermittlun­gen kommt als Täter der Stiefsohn der ermordeten M a i b a ch, ein uneheliches Kind der ebenfalls er­mordeten Frau Gertrude M a i b a ch, Erich, in Frage. Der jetzt 20jährige Mörder trug früher den Namen Erich Häbiger. Es ist möglich, daß er sich in den Jahren seines Herumtreibens in Deutsch­land und im Ausland Papiere auf den Namen Hä­biger verschafft hat. Bor einigen Jahren hat der Milchhändler Maibach die Gertrude Häbiger ge­heiratet, den Jungen adoptiert und in jeder Hin- sich gut betreut.

Nach der Schulentlassung wurde der Adoptivsohn in der Milchhandlung des Maibach beschäftigt. Erich ließ sich hierbei aber kleine Verfehlungen zu Schulden kommen. Allmählich wurden die Verfeh­lungen so groß, daß der Vater davon erfuhr. Der Vater ließ ihn deshalb in der Folgezeit keine Milch mehr austragen, sondern beschäftigte ihn mit Gar­tenarbeiten. Später machte er auch in Geschäften und Wirtschaften Schulden und verschwand vor zwei Jahren. Vor seinem Verschwinden entwen­dete er seinen Eltern noch mehr als 700 Mark. Er trieb sich dann in verschiedenen Gegenden Deutschlands, auch in der Schweiz und in Frank­reich herum.

Als er zu seinen Eltern zurückkehrte, wurde er von seinem Adoptivvater wiederum in dem Milch­geschäft beschäftigt. Aber schon nach kurzer Zeit ließ er sich wieder Unregelmäßigkeiten zu Schulden kommen. Am Nachmittag vor der Tat wurde ihm von der Mutter vorgehalten, daß er sie vor einigen Tagen belogen habe. Auch der Vater hatte ihn an diesem Tage zur Rede gestellt, da er allmählich von den erneuten Verfehlungen seines Adoptivsohnes Kenntnis bekommen hatte.

Den Mord an seinen Eltern scheint Erich Diens­tag in der Zeit zwischen 21.30 und 22.30 Uhr be­gangen zu haben. Um 22.30 Uhr hatte ihn ein Zeuge gesehen wie er in eiligem Tempo auf einem

Stockheim und in Anwesenheit des Reichsbund­kreisführers Otterbein-Friedberg durch. Aus den politischen Kreisen Friedberg, Büdingen und Schotten werden die Turner und Turnerinnen dazu antreten. Es liegt ein sehr gutes Meldeergeb­nis vor, das weit besser ist als das beim vorjäh­rigen 1. Kreisturnfest in Bad-Nauheim. Besonders die Geräte-Mehrkämpfe sind gut besetzt. Laubach, das als Feststadt einen guten Ruf hat, ist gerüstet und wird den Gästen aus Wetterau und Vogels­berg einen herzlichen Empfang bereiten. Das Schwimmfest, das mit dem Turnfest verbunden werden sollte, ist abgesagt und auf einen späteren Zeitpunkt verlegt worden.

Kreis Büdingen.

* Büdingen, 3. Juli. Der Sohn der Witwe Wiegand, Erich Wiegand, der sich mit einer Scheintotpistole zu schaffen machte und sie zur Ent­ladung brachte, erlitt, da die Pistole anscheinend auch mit einer Kugel geladen war, eine schwere Bru st Verletzung, die seine sofortige lieber« sührung in die Klinik nach Gießen notwendig machte.

* Lißberg, 4. Juli. Gestern ereignete sich hier ein schwerer Unfall. Die 14jährige Tochter des hie­sigen Lehrers Jakob wurde von einem Motorrad angefahren und zu Boden geschleudert. Das Mädchen erlitt dabei erhebliche Fleischver­letzungen an den Beinen und mußte noch in der Nacht in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.

kreis Alsfeld.

a. Alsfeld, 1. Juli. Schwere Gewitter gingen am Montag auch über den nördlichen Teil des Kreises Alsfeld hin. In den Orten Romrod, Lieder­bach, Billertshausen richtete starker Hagel­schlag großen Schaden an; in der Gemarkung Alsfeld war der Schaden geringer. Durch die nie­derstürzenden gewaltigen Wassermassen liegt das Getreide wie gewalzt am Boden.

Darmstadt in der Lustfahrtforschung voran.

Uebergabe des Wlndkanals durch Gauleiter Sprenger.

NSG. Darmstadt, 2. Juli. Eine wertvolle Bereicherung hat das Flugwesen an der Tech­nischen Hochschule Darmstadt durch die Fertigstellung des sogenannten Windkanals erfah­ren. Der Windkanal wurde auf die persönliche Ini­tiative des Herrn Reichsstatthalters und Gauleiters bin errichtet und steht auf dem Flugplatz neben dem Aerodynamischen Institut.

Der Windkanal und seine wertvolle Innenein­richtung sind nun soweit beendet, daß am Mittwoch vor einem kleinen Kreis geladener Gäste die feier­liche Uebergabe stattfinden konnte. Nachdem man zunächst die flugtechnischen Werkstätten im Bereich der Hochschule, vor allem die Montagewerkstätten unter sachverständiger Führung besichtigt hatte, be­gab man sich nach dem Flughafen, wo die Schlüs­selübergabe erfolgte. Hierbei betonte Reichsstatthal­ter Gauleiter Sprenger, daß er und alle zu­ständigen Stellen stets bemüht seien, auch in Zu­kunft alles zu tun um die Technische Hochschule be­sonders auf dem Spezialgebiet der Luftfahrt- f o r s ch u n g zu unterstützen. Er ging dabei auf die Entwicklung des Institutes ein und dankte in diesem Zusammenhang vor allem den Professoren Dr. Georgii und Dr. Scheubel sowie deren Mitarbeitern für ihre Einsatzbereitschaft und ver­sprach auch in Zukunft für Anregungen jeder Art Gehör und Verständnis zu haben. Der Gauleiter übergab den Schlüssel zum Windkanal in dem Be­wußtsein, daß durch dieses Werk nicht nur der Flugtechnik und der Industrie, sondern dem gan­zen deutschen Volk gedient sei.

Rektor Professor H ü b e n e r übernahm mit Dankesworten den Schlüssel und betonte mit Ge­nugtuung, daß das Werk nur der Initiative Reichs­statthalter und Gauleiter Sprengers zu verdan­ken sei. Gleichzeitig ging er auf die Wichtigkeit des Institutes im Rahmen des Gesamtkörpers der Tech­nischen Hochschule ein. Professor Dr.-Jng. Scheu- b e l, der Leiter des Aeronautischen Instituts, dankte seinerseits und versprach, mit seinen Mitarbeitern alles daranzusetzen, die Hochschule in luftfahrttech­nischer Hinsicht zu der ersten in ganz Deutschland zu stempeln. Unter Führung Professor Scheu- b e I 5 besichtigten der Gauleiter und die geladenen Gäste den Windkanal, dessen schmales und hohes Gebäude einen sehr vorteilhaften Eindruck machte.

Die Frage, ob und in welchem Umfange es mög­lich fein wird, eine Sicherheit für die Preisent­wicklung der genannten Oelfaaten der Ernte 1937 zu schaffen, wird zur Zeit noch geprüft. Das Er­gebnis wird rechtzeitig vor Beginn der neuen Be­stellungsarbeiten veröffentlicht worden.

Vom Reichslustschutzbuni) im Busecker- und Lumdatal.

Staufenberg, 2. Juli. Arn vergangenen Sonntag fand in Staufenberg eine Bespre­chung der Gemeinde - und Untergrup­penführer der Ortsgruppe statt. Ortsgruppen­führer Dr. Haas (Alten-Bufeck) gab einen ein­gehenden Bericht über die bevorstehende Arbeit, im besonderen den immer weiter fortschreitenden Auf­bau und die Schulung. Sämtliche Luftschutzhaus­warte sollen unverzüglich geschult werden. Nur während der Erntearbeiten darf die Schulung unter­brochen werden. Da infolge der räumlichen Aus- dehnung der Ortsgruppe ein zentraler Schulungs­ort nicht empfehlenswert ist, werden die Luftschutz­kurse, deren jeder aus 9 Vortragsabenden und einer Feuerschutzübung besteht, in den einzelnen Ge­meinden gehalten. Zur einstweiligen Vorarbeit gab Dr. Haas den Gemeinde- und Untergruppenfuh- rern entsprechende Richtlinien und wies auf die Notwendigkeit positiver Arbeit im Luftschutz hin. Im Besonderen sollen auch die Frauen zur Mit­arbeit gewonnen werden. Die Besonderheiten des ländlichen Luftschutzes wurden besprochen und ent­sprechende Arbeiten vorgesehen. Bereits 5 Kurse wurden bis jetzt von der Ortsgruppe durchgeführt. Am Dienstag, 30. Juni, begann in Großen-Buseck der 6. Kursus, an dem 32 Luftschutzhauswarte teil­nehmen.

Der nächste Sonntag ist im Gau Hessen ein Sonntag der Kreisturnfeste. Don den zwölf Kreisen unseres Gaues führen am 4. und 5. Juli vier ihre Kreisturnfeste durch: Kreis 7 (Lahn- Ohm) in Biedenkopf, Kreis 8 (Lahn-Dill) in W i e s e ck, Kreis 9 (Lahn-Westerwald) in Hach, bürg und Kreis 11 (Wetterau-Vogelsberg)

Rundfunkprogramm

Samstag, 4. Juli.

_ Uhr: Morgenspruch Gymnastik. 6.30: Fröh­lich klingt's zur Morgenstunde. In der Pause (7): Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Zum Staats-

Cramm gegen den Engländer Fred Perry zum Endkampf um die «... nnn (Vramm mavrend der Vorschlußrunde im Kampf gegen den Engländer Austin Gerade

Wimbledon-Meisterschaft an. Das Unke Bild zeigt von Er m man I. F. Perry während seines Spiels gegen Budge (Amerika),

erläuft er einen Rückhandball feines Gegners. auf uem j ^chirner-M.)

Fahrrad in Richtung Homburg fuhr.

Auf sein Befragen gab er seinem Freude an, er wolle nochEine" besuchen. Dem Zeugen ist ausge­fallen, daß Maibach ein Pakat unter dem Arm trug, das etwa die Form eines zusam­mengerollten Badetuches hatte und in Papier ein­gewickelt war. Dieser Zeuge beschreibt die Klei­dung Maibachs folgendermaßen: lange dunkle Hose, Sporthemd mit offenem Kragen,' Aerrnel hochgekrempelt, ärmelloser, rotfarbiger Pullover.

Da von den Angehörigen der Ermordeten Hose und Weste eines stahlblauen Anzuges vermißt werden, kann es sich bei der von dem Zeugen be­schriebenen Hose um eine stahlblau gestreifte Hose handeln. Ob der Täter noch weitere Sachen aus der Wohnung seiner Eltern mitgenommen hat, konnte noch nicht festgestellt werden. Da aber seine Eltern immer mehrere hundert Mark in bar in ihrer Wohnung aufbewahrten, ist anzunehmen, daß dem Mörder, als er nach der Tat die Wohnung durchsuchte, ein größerer Geldbetrag in die Hände gefallen ist. Wie schon mitgeteilt, führt der Mör­der ein rotgestrichenes Fahrrad mit Ballonberei­fung mit sich. Im Laufe des heutigen Tages konnte ein ähnliches Fahrrad auf einem Polizeirevier sichergestellt werden, das viele Stunden lang in der Nähe der Bedürfnisanstalt Kaiserstraße/Ecke Adolf- Hitler-Anlage gestanden hat.

Nach den polizeilichen Feststellungen besteht die Möglichkeit, daß der Mörder versuchen wird, ins Ausland zu entkommen. Diese Möglichkeit ist um so größer, als nach den Aussagen eines Zeugen festzustehen scheint, daß Maibach im Besitz eines Auslandspasses ist.

Im Verlaufe des Mittwochnachmittages wurden die Leichen des ermordeten Ehepaares obduziert. Dabei stellte es sich heraus, daß der Ehemann Maibach sieben Beilschläge auf Hals und Gesicht erhalten hat, während die Ehefrau Maibach etwa die gleiche Anzahl von Schlägen erhielt, von denen die meisten aber sich in der Rückengegend befinden, woraus geschlossen werden kann, daß der Mörder auf das am Boden liegende Opfer weiter eingeschlagen hat.

Laubach.

Um die Bezirksmeisterschast im 1 er Streckenfahren.

Arn kommenden Sonntag veranstaltet der Bezirk Gießen im Deutschen Radfahrer-Verband in Gie­ßen die Austragung der Bezirksmeisterschaft im ler-Streckenfahren. Die Strecke führt von Gießen über ReiskirchenGrünbergLondorf wieder zu­rück nach Gießen. Die Strecke muß zweimal durch­fahren werden. Start und Ziel befinden sich am Schützenhaus. Das Rennen beginnt um 7 Uhr, so daß die Fahrer zum ersten Male gegen 8.30 Uhr Gießen passieren und gegen 10.15 Uhr am Ziel zu erwarten sind. Alle Fahrer des Bezirks werden am Start sein, um die höchste Würde, die der Bezirk Gießen zu vergeben hat, für sich zu erringen. Wenn das Rennen ohne Defekte verlaufen sollte, wird es wohl zwischen den Gießener Fahrern Neumann (1885) und Preiß (Germania) zu einem span­nenden Zweikampf werden.

Sperling u Jakobs im Grauen-Endspiel

Das Tennis-Turnier in Wimbledon.

Der Donnerstag fand bei den All-England-Mei- sterschaften in Wimbledon nicht den Zuspruch der letzten Tage. Im Frauen-Einzel stand die Vor­schlußrunde auf dem Programm. Hilde Sperling (Dänemark) hatte in der französischen Meisterin Frau Mathieu keine dankbare Gegnerin. Es kam zu einem eintönigen Kampfe, in dem die frühere deutsche Meisterin keinen großen Wider­stand sand und 6:3, 6:2 siegte. Zwar gewann Frau

jugenbtag:Pimpf, hör zu!" 10: Schulfunk: Die Tei­lung des Reiches. Hörfolge von Kurt Herwarth Ball. 11: Hausfrau, hör zu! Ich will Meisterin der Haus­wirtschaft werden! Besuch in der Beratungsstelle der Abteilung Volkswirtschaft Hauswirtschaft des Deutschen Frauenwerks, Frankfurt a. M., Kaiser« j'trahe 10. 11.30: Gaunachrichten. 11.45: Sozialdienst. 12: Buntes Wochenende. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Buntes Wochenende. 14: Nachrichten. 14.10: Frohsinn euch zu geben, sei unser A und O im Leben! 15: Wer kennt die Meister deutscher Erzählkunst? Ein literarisches Preisrätsel. 15.30: HJ.-Funk. 16: Froher Funk für alt und jung! 18:Alte Kameraden", Militärkonzert zum VI. Deut­schen Reichskriegertag in Kassel. 19.30: Zeitfunk. 19.55: Ruf der Jugend. 20: Nachrichten. Der Volks­sender 1936 ruft! 20.10: Großes Konzert. 22: Nach­richten (auch aus dem Sendebezirk). 22.20: Stegreif- fenbung bes Zeitfunks. 22.30: ... unb morgen ist Sonntag! 24 bis 2:Zar unb Zimmermann", Ko­mische Oper in brei Akten von Albert Lortzing.

Landkreis Gießen

ch Lollar, 2. Juli. Eine sehr begrüßenswerte Verschönerung erhielt kürzlich bas Straßen- bilb unseres Ortes. Der breieckige Platz, ber von ber Hauptstraße, der alten Bahnhofstraße und der

Sperling im ersten Satz erst jedes Spiel nach wie­derholtem Einstand, doch fehlte dem Kampf jede Farbe. Es standen sich eben zwei ausgekochte Tur- nierfpielerinnen gegenüber, von denen Frau Mathieu kaum etwas riskierte. Im zweiten Satz gelang es ber Französin, brei Matchbälle abzuweh- ren unb erst nach endlosem, vorsichtigem Hin und Her glückte der Dänin Spiel, Satz und Sieg. Oben kam es zwischen Helen Jacobs (Amerika) und Hed­wig Jedrzejowska (Polen) zu einem weit spannenderen unb mitreißenderem Kampf. Das glatte Ergebnis von 6:4, 6:2 für Helen überraschte nach ber glänzenben Leistung ber Polin gegen Kaj Stammers.

Fortführung der Anbauförderung von Oelfaaten.

Fwd. Die planmäßige Förberung, bie bie Reichs­regierung zur Sicherstellung ber Fettversorgung bes deutschen Volkes dem deutschen Oelsaatenbau zuteil werden läßt, wird im gleichen Rahmen auch in diesem Jahre fortgesetzt. Der den Anbauern für Raps- und Rübsensaat zu zahlende Preis beträgt w i e bisher 32 Mark je Doppel­zentner und für Leinsaat je 26 Mark je Doppelzentner.

Die Reichsstelle für Getreide, Futtermittel unb sonstige landwirtschaftliche Erzeugnisse wird weiter­hin den Oelmühlen, die diese Waren zur Verarbei­tung aufnehmen, eine A u s g l e i ch s v e r g ü - tung gewähren, auf Grund deren die Oelmühlen in ber Lage sein werden, bie genannten Festpreise zu zahlen. Den Anbauern von Raps-, Rübsen- unb Leinensaat, bie ihre Oelfaaten verkaufen, wirb, wie wir berLandware" weiter entnehmen, ebenso wie im vorigen Jahre ein Rückkaufrecht für die bei ber Verarbeitung biefer Saaten anfaüenben Oelkuchen eingeräumt. Raps-, Rübsen-, Lein- unb Mohnsaat beutscher Erzeugung, bie im Lohnvertrag geschla­gen werben, werden wieder in die Vergünstigungs­maßnahmen einbezogen werden. Für das aus die­sen Saaten im Lohnschlag angefallene Del wiich wieder eine Ausgleichsvergütung von 50 Mark für 100 kg Oel gewährt. Da es notwendig ist, die in­ländischen Oelsaaten in erster Linie für die Zwecke ber Oelgewinnunb unb für Saatzwecke nutzbar zu machen, hat ber Vorsitzende des Verwaltungsrates ber Reichsstelle für Getreide, Futtermittel unb son­stige lanbwirtschaftliche Erzeugnisse angeorbnet, baß Raps-, Rübsen- und Leinsaat für anbere als die genannten Zwecke nur in den Verkehr gebracht werden dürfen, wenn sie hierfür von der Reichs- stelle für Getreide ausdrücklich freigege= b e n worden find. Die Anbauer oon Leinsaat, die bie Leinsaat für Saatzwecke abliefern, erhalten auf Wunsch auch in biesem Jahre bie gleiche Menge Leinkuchen zum jeweils geltenden Preis.

Sporttreffen der Reichsarbeitsdienst- gruppe 222 in Marburg.

In Marburg findet am 11. und am 12. Juli ein großes Sporttreffen der Reichsarbeitsbien st- gruppe222 statt. Schon feit Wochen finb bie Vor­bereitungen in vollem Gange. Die Handballmann- fchaften ber Abteilungen haben untereinanber bie Dor- unb Zwischenrunden ausgetragen. In ber End- runbe stehen sich bie Abteilung 1/222Wilhelm von Oranien" (Dillenburg) unb 8/222Hochmeister Sieg- frieb von Feuchtwangen" am Samstag, 4. Juli, in Gießen auf bem Universitätssportplatz gegenüber.

Auch für bie übrigen Sportkämpfe wirb eifrig ge­übt. Märsche unb Ausscheibungskämpfe zur Ermitt­lung ber besten Mannschaften finben in allen Ab­teilungen statt. Bezeichnend für ben Reichsarbeits- bienft unb feine Haltung ist, baß bei biefem Sport­treffen kein Einzelkampf, fonbern nur Mann­schaftskämpfe zum Austrag kommen. Trotzbem erstrecken sich bie Kämpfe auf beinahe sämtliche Ge­biete bes Sportes.

Lebhaftes Interesse für das Reitturnier in Bad-Nauheim.

Das am 18. unb 19. Juli in Bab-Nauheim statt- finbenbe Reit-, Spring- unb Fahrturnier, bas bie Erstveranstaltung vom vergangenen Jahr weit übertreffen soll, finbet bei ben deutschen Turnier­ställen lebhaftes Echo. Die zahlreichen Anfragen bedeutender Turnierreiter, bie Anforderungen von Ausschreibungen usw. lassen jedoch bereits erkennen, wie man überall diesen großen Reiterkämpfen in Bad-Nauheim seine Aufmerksamkeit zu leihen ge­willt ist. Einige prominente Turnierställe der Wehr­macht sind mit Sicherheit zu erwarten, ebenso wer­den auch die privaten Besitzer ihr Material heran­bringen. Selbstverständlich sind die Nationalen Ver- bände der Umgebung mit ihren hochwertigen Pferden bereit, in die Schranken zu treten.

Unter den allgemeinen Schau-Darbietungen wird den oberhessischen SA.-Reitern eine be­sonders dankbare und wirkungsvolle Aufgabe gestellt werden. Mit einer anderen, stark anziehenden Schau-Darbietung kann man die nach rein sport­lichen Gesichtspunkten aufgezogene Große Staf- f e l vergleichen, bei der Sportsleute gänzlich ver­schiedener Typen zu einer gemeinsamen spannenden Handlung zusammengeführt werden.

Das Kreisturnfest in Laubach.

Der Kreis 11, W e tte r a u° V o g e ls b e r g im Gau XII Hessen, führt Samstag und Sonntag in Laubach fein zweites Kreisturnfest unter Lei­tung von Kreisfachamtsleiter Dr. Siegert -

Lumdatalbahn gebildet wird und seither einen un­gepflegten Eindruck machte, wurde mit Gras ein- gesät und mit einer Hecke umgeben. Nachdem auch infolge Umlegung der Leitung die Telegraphen­masten entfernt werden konnten, hat diese Stelle ein schönes Aussehen erhalten.

* Bellersheim, 2. Juli. Der hiesige Einwoh­ner Johann Georg Kopf konnte am gestrigen Mittwoch seinen 6 7. Geburtstag feiern. Der betagte Mann ist langjähriger Leser des Gießener Anzeigers.

krehs Zriedberg.

# Aus der mittleren Wetterau,2.Juli. Die Getreideernte hat begonnen. In diesen Tagen wurde die erste Wintergerste geschnitten. Die Aehre ist mit guten Körnern besetzt. In diesem Jahre ist sie erstmals in größerem Maße angebaut worden, da das Korn sehr eiweißhaltig ist. Die Bauers­leute sind gleich dabei, die Stoppeln zu stürzen, um eine zweite Ernte zu erzielen. Meistens wird gleich Erbsen-Wickfuttergemenge eingesät. Vielerorts wird Klage geführt über Blattschädigungen an den Gartenkulturen. Die bereits aufgelaufenen Bohnen und Gurken und die Keimblätter von Salat und Endivien werden vollständig abgefressen, ohne daß man die Ursache feststellen kann. Als Schädlinge kommt nächtliches Gelichter in Frage, wie Ohr­würmer, Erdraupen, Kellerrasseln und die verschie­denen Arten Blattnager. Auch Schnecken haben ihr Anteil an diesen Schädigungen. Die wolken- bruchartigen Niederschläge zu Anfang dieser Woche haben in den Fruchtfeldern mancherlei Schäden verursacht. Da sich vorher schon viele Winter- getreideäcker lagerten und nun auch noch Gerste und Hafer eingewalzt am Boden liegen, wird die Erntemaschine nicht allzu viel benutzt werden können.