Ausgabe 
3.6.1936
 
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Oberheffen

Vorderseite des neuen Hundertmarkscheins, der jetzt zur Ausgabe gelangt. (Scherl-Bilderdienst-M.)

SL, Odol

Gesundheit

Bei Hitze und Ermattung, auf Reisen, bei Sport und Spiel schenkt Odol lbs jenes einzig­artige Gefühl-der Erfrischung und Belebung, L83) Darüber hinaus wirkt Odol l83 vorbeugend ge­gen Infektionen der Mund- und Rachenhöhle.

VfB.-ReichSbahn-Leichtathlefil.

Otto Cut) siegt in Köln.

Lei seinem Start in Köln wartete Luh mit be­achtlichen Leistungen auf. Im Kugelstoßen siegte er mit einem Stoß von 14,79 Meter. Da nur 3 Würfe gestattet waren, stießen die Teilnehmer noch außer Konkurrenz 3 Würfe, wöbet L u h auf 15,11 Meter kam. Richtig in Schwung war er jedoch erst am Tage darauf. Luh wurde im Diskuswerfen mit seiner bislang besten Leistung von 42,33 Meter Zweiter. Bei einem anschließenden Prüfungsstoßen Olympiatrainer Hoke, Berlin, war inzwischen eingetroffen erreichte L u h im Kugelstoßen seine Hochform. Sein bester Stoß wurde mit 15,41 Me­ter gemessen. Luhs Bestreben muß es nun sein, schon bei den ersten drei Stößen diese Weiten zu erzielen. Nachstehend die genauen Ergebnisse:

Kugelstoßen: 1. Luh, VfB.-R., 14,79 Me­ter: außer Konkurrenz 15,11 Meter 2. Jansen, Köln, 14,51 Meter: außer Konkurrenz 14,87 Meter. 3 Debus, Köln, 13,69 Meter.

Diskuswerfen: 1 Debus, Köln, 46,84 Meter. 2. Luh, DfB.-R., 42,33 Meter 3. F r e y, Köln, 41,34 Meter

AfA.-Reichsbahn tStehen

Die Cigamannschaft in Schwanheim 4:1 geschlagen.

Wenn auch der Gastgeber in diesem Spiel keines­wegs schlechte Leistungen zeigte, so wäre trotzdem sein Sieg keinesfalls so sicher gewesen, wenn die Gießener während des ganzen Spieles auch nur einmal ihr normales Können erreicht hätten Aber sie hatten einen schwarzen Tag, und es nützte auch die Aufopferung mancher Spieler nichts, da jede fysternoolle Zusammenarbeit der einzelnen Mann­schaftsteile fehlte. Es mag sein, daß das hohe Spiel des Gastgebers und sein energischer Beginn die Gießener aus dem Konzept gebracht hat. Der Gast­geber hatte eine Mannschaft zur Stelle, die auf Grund ihrer körperlichen Verfassung sich im Nah­kampf gegenüber den Gießenern immer wieder durchsetzen konnte. Ihr ganzes Spiel war unter Einsetzung der Flügel vollkommen auf Erfolg ein­gestellt. Hinzu kam, daß alle fünf Stürmer aus jeder Lage schossen und im Strafraum sich nicht in Ueberkombination verloren. Der Leiter des Spieles waltete feines Amtes sicher

Spielverlauf: Der Gastgeber hatte Anstoß und spielte die erste Halbzeit mit dem Wind im Rücken. Er begann mit einem ungeheuren Tempo das Spiel, und es gelana ihm, die Gäste vollkom­men zurückzudrängen. Angriff auf Angriff rollte gegen das Gießener Tor, es war das Verdienst der Läuferreihe und der Verteidigung, daß es immer­hin 20 Minuten dauerte, bis Der Gastgeber zu feinem ersten Erfolg kam. Der Rechtsaußen war Durchgebrochen, spielte den Ball der Linie entlang

goldenen Konfirmation von Pfarrer Waldeck eingeführt. Auch in diesem Jahre fand diese Feier am zweiten Pfingsttage in der festlich geschmückten Kirche statt. Don den 27 Konfirman­den, die zu Pfingsten 1886 eingesegnet wurden, leben in unserer Gemeinde nur noch 5. Neun sind nach auswärts verzogen, davon drei nach Amerika, elf sind nachweislich verstorben. Don den auswär­tigen goldenen Konfirmanden waren einige erschie­nen, um nun nach 50 Jahren diese Feier zu be­gehen. Der Ortsgeistliche legte seiner Predigt als Text dieselben Worte unter, mit Denen einst Der da­malige Seelsorger, Kirchenrat Dr. S t r a ck, die Konfirmanden emsegnete. Umrahmt wurde die Feier vom Gemeindegesang, unter Begleitung des Po- saunenchors uno eingelegter Diolinsoli mit Orael- begleitung. Der Verstorbenen wurde während Der Predigt feierlich gedacht.

= Obbornhofen, 2. Ium. Auf Veran­lassung unseres neugegründeten Ob st - und Gar­tenbauvereins fand gestern ein Rundgang durch d i e Baumanlagen statt, der der vrak- tischen Unterweisung dienen sollte. Neben sämtlichen Mitgliedern nahmen auch eine Anzahl anderer Obst­baumfreunde teil. Als Rundgangleiter war der Obstbaumsachoerständige B e p p l e r von Wieseck gewonnen worden. Da ein Drittel des Baum­bestandes der planmäßigen Behandlung mit Obst- baumkarbolineum unterworfen worden war und außerdem die Vorblüten- und bereits auch die erste Nachblütenspritzung zur Durchführung kamen, war die Wirkung der Sckädlingsbekämpfungsmaßnah- men besonders deutlich. An Versuchsbeispielen, die unter Leitung des rührigen Vorsitzenden Heinrich Block oorgenommen wurden, konnten die Erfolge an einzelnen Baumreihen aufaezeigt werden. Be­sonderes Augenmerk wurde Den neugepflanzten

zu Dem Halbrechten, dieser umging den linken Läufer, und ehe die Verteidigung eingreifen konnte, schoß er überraschend an Dem verdutzten Balser vor­bei zum ersten Erfolg ein. Weiter Drängten Die Schwanheimer. Drei von ihnen erzielte Ecken wur- Den ins Aus getreten. In Der 25. Spielminute legte Der rechte Läufer Der Schwanheimer steil zwischen Die Gießener Verteidiger, und der nachsetzende Mittelstürmer schoß das zweite Tor. Alle Versuche der Gießener, ins Spiel zu kommen, schlugen fehl. Hierdurch wurde ihr Spiel immer zerfahrener. Zwei weitere Ecken wurden von der Gießener Hinter­mannschaft unschädlich gemacht. Wieder war es der Schwanheimer Rechtsaußen, Der durch einen rasan­ten Flankenlauf die Hintermannschaft umging und 3um Mittelstürmer flankte, der nur noch einzu­schießen brauchte. Damit war das Halbzeitresultat hergestellt. Wenn man erwartete, daß die Gieße­ner in der zweiten Halbzeit, jetzt mit dem Wind spielend, bessere Leistungen zeigen würden, so wurde man enttäuscht. Es wurde leider ohne jede Energie gespielt. Aus der Gegenseite war es der Halblinke, der bei einem Vorstoß mit Bombenschuß das vierte Tor markierte. Zu allem Ueberfluß mußte Knaus jetzt wegen einer Verletzung ausscheiden. Heß ging als Mittelläufer zurück. Hierdurch bedingt wurde der Gastgeber erneut überlegen, es blieben ihm aber weitere Erfolge versagt. Endlich rafften sich die Gießener einmal auf, Heß legte zu Schmidt, dieser umtrippelte seinen Verteidiger und schoß un­haltbar in die rechte untere Ecke und verkürzte hiermit zu 4:1. Der wieder antretende Knaus ging in Den Sturm, aber auch er konnte Diese Fünfer­reihe zu keiner Einheit bringen. LeDiglich ein paar Chancen mürben herausgearbeitet, Die aber zu keinen Erfolgen führten. Beim Schlußpfiff hatte Der Gastgeber einen oerbienten Sieg errungen.

Jugendfußball.

VfB. - R. 1. Igb. Lauterbach 1. Igd. 5 :1 (1 :1).

Die Gäste zeigten in ber ersten Halbzeit ein sehr gutes Spiel und konnten sogar eine leichte Feld­überlegenheit herausarbeiten. Jedoch in der Mitte der zweiten Halbzeit brachen sie zusammen und waren dem Tempo des Spieles nicht mehr ge­wachsen. Jetzt diktierten die Gießener das Spiel­geschehen und erzielten Erfolg auf Erfolg. Das Resultat entsprach somit dem Spielverlauf.

VfB - R. 2. Jugend SV. Wetzlar 2. Jugend 1:3.

Ein verdienter Sieg der Gäste, die die geschlosse« nere Mannschaft zur Stelle hatten.

Die 3. Jugend

konnte in Staufenberg, obwohl sie bei Halbzeit mit 3:0 im Hintertreffen lag, einen 4:3-Sieg erringen.

Derkehrsunfall bei Großen-Linderi.

R* Gr oßen-Linden, 2. Juni. Heute ereignete Ortrausgang nach Lang-Göns zu gegen 14.30 UDr ein Autounglück, bei dem beinahe """^Folgen eingetreten wären. Der Landwirt Eugen Wagner kam mit einer Ackerwalze vom Felde. Gegenüber der Universitätsmühle überholte ihn ein Lastwagen aus Heuchelheim. Wagner der oweit rechts gefahren war, daß er die ge­pflasterte Fahrbahn bereits verlassen hatte, wurde trotzdem von dem Lastauto erfaßt und das Rad an ber Walze zertrümmert, so baß er vom Sitze Derjffialfle fiel. Der Mann hielt sich mit einer Hanb noch fest unb hatte in ber anberen Hanb bie Zügel Der Pferbe, mußte bie Tiere jeboch laufen lassen um von dem Gestell ber Walze herunterzukommen' Wagner kam zum Glück mit einigen Hautabschür­fungen bavon. Die Pferbe rasten bann ohne Fuhr­mann und ohne Deichsel, die zerbrochen war, zum Ort hinein Beide Pferde sind an den Beinen ver­letzt, das eine so stark, daß es unbrauchbar wer­den kann. Nach dem Vorfall steuerte der Fahrer den Wagen soweit nach links, daß er einen Mast von der Lichtleitung umfuhr und bas Gemeindeeichhäus­chen stark beschädigte. Die behördlichen Ermittlungen sind im Gange.

Hundertjahrfeier des Gesangvereins »Eintracht" in Hunaen

# Hungen, 3. Juni. Am gestrigen Dienstag­abend versammelten sich bie Mitglieder des Festaus- schusses des GesangvereinsEintracht", ber Ortsgruppenleiter Kirchhöfer und Beigeord­neter K o h l h e y e r als Vertreter der Gemeinde im Vereinslokal zu einer Besprechung über bie Feier des hunbertjährigen BestehensdesGe- sangvereinsEintrach t", oerbunben mit dem Gruppensingen bes SängerkreisesChattia". Nach ben Begrüßungsworten bes Vereinsleiters K a m b e i tz erstatteten bie Vertreter ber Ausschüsse Bericht über bie bisher geleisteten Arbeiten. Daraus konnte man ein gutes Fortschreiten ber Vorberei­tungsarbeiten feststellen. An bie Reichsbahn soll ber Antrag gerichtet werden, während der Tage der Jubiläumsfeier Sonntagskarten für einen Bereich von 75 Kilometer im Umkreis von Hungen auszu­geben. Die Jubiläumsfeier soll ein Fest Der ganzen Stadt werden, da sich dieEintracht" mit allen Tei­len der Bevölkerung verbunden fühlt. Einladun­gen sind an die maßgebenden Stellen Der Partei und Des Sängerbundes gerichtet worden.

Aus der Festfolge ist mitzuteilen: Samstag, 27. Juni: 19 Uhr, Totenehrung am Kriegerehrenmal und auf dem Friedhof; 20.15 Uhr, Abmarsch nach Dem Festplatz zur Jubiläumsfeier. Sonntag, 28. Juni: 7 Uhr, Weckruf; ab 8.30 Uhr, Empfang Der ankommenden Gäste; 9.30 Uhr, Gruppensingen des Chattia- Bundes in der Festhalle; 11.30 Uhr, Platzkonzert; ab 13 Uhr, Festumzug durch die Stadt, Begrüßung und Ansprache, Gesangsvorträge der Gastvereine; Konzert; Tanz. Montag, 29. Juni: Frühschoppenkonzert in Der Festhalle, 13.30 Uhr,, Festzug; Konzert; Tanz und Volksbelustigung.

Ratsherrensihung in Butzbach.

vb Butzbach, 2. Juni. In Der Ratsherren- Sitzung wurde beschlossen, anläßlich der 20. Wie­derkehr der ruhmreichen Skagerrakschlacht auch in unserer Stadt einen Platz nach dieser Schlacht zu benennen Der gegenüber Dem A W Heilschen Hause vor einigen Jahren hergerichtete Platz an Der Wetzlarer Straße soll fortan Den Namen Skagerrak-Platz tragen.

Wie vor kurzem bereits berichtet, mürbe weiterhin bestimmt, baß bie im Ausbau begriffene Straße zwischen Abolf-Hitler-Straße unb Gutenbergstraße nach unserem oerbienstvollen Ehrenbürger Geheimen Schulrat Jaeger Die Bezeich­nung Hermann-Jaeger-Straße erhalten soll.

Der Filtalsteuersatzfür 1 936 wurde auf 200 Prozent ber Gemeinbe-Gewerbesteuer festgesetzt.

(?>d)otfener Dfinafhnarff.

V Schotten, 2. Juni. Nach Den kalten Feier­tagen schien heute warme Sonne über bem alther­gebrachten Schottener Pfingstmarkt Diele Zelte, Karussels, Buben und Derkaufstände waren auf- geschlagen. Am zweiten Psingstfeiertage begann schon bie Vorfeier Heute früh setzte reger Zustrom zu bem Markt ein. Aufgetrieben würben etwa 500 Schweine 180 Stück Großvieh, ca 30 Stück Jung- Dieb, 10 Ziegen Das schöne Vogelsberger Rotvieh, Das von Jahr zu Jahr in Der Zucht vollkommener mirD, fiel besonbers angenehm auf. In brei Rin­gen würbe von ben brei Preisgerichten gewertet, auch eine Ziegenprämiierung fanb statt. Die Preis­träger erhielten wertvolle Gelbpreise: auf bie Stadt entfällt ber Hauptanteil an ben Prämiierungskosten, Die ca. 1000 Mk zur Verfügung stellte Kreisamt, Tierzuchtamt, bie Brauereien unb anbere Stellen hotten Beihilfen gestiftet. Auf Dem Schweinemarkt wickelte sich flotter Hanbe! ab Es würben gezahlt: für Ferkel 6 bis 8 Wochen 26 Mk, bis 10 Wochen 29 Mk, bis 12 Wochen 33 Mk., bis 13 Wochen 36 Mk Für Einlegeschweine 60 bis 70 Mark Viele Käufer hatten sich eingefunben, ber alte Markt hotte roieber feine Anziehungskraft für ben Vogels- bera bewährt Ein Heimatfest in echter, wahrer Volksgemeinschaft mit Tanz unb Volksbelustigung schloß sich an ben Markt an

Landkreis Gießen

« Alten-Buseck, 2. Juni Anläßlich seines 35jährigen Bestehens veranstaltete ber G e f a n g oer einEintracht" am ersten Feiertag im Vereinslokal Rühl einen Familienabend. Dorschender Muhly begrüßte bie Mitglieder uud ihre Frauen sowie bie übrigen Gäste unb entwickelte in kurzen '©orten ein Mb Überben W-rbegang e-Verem. Er wies besonders daraus hm, daß die Treue der Mitglieder es ermöglicht habe, den Verein auf se ne jetzige Höhe zu bringen. Was der Verem in diesen

35 Jahren geleistet habe, bedürfe nicht vieler Worte, Dies bewiesen am besten Die zahlreichen Ehren- Diplome, die bie Wände Des Saales schmückten. Aber auch schwere Zeiten und trübe Stunden seien Dem Verein nicht erspart geblieben, besonbers wäh­rend bes Weltkrieges. In ehrenden Worten gedachte der Redner der Sangesbrüder, die den Heldentod fürs Vaterland erlitten, zu deren Gedenken bie An­wesenden sich von ihren Plätzen erhoben. Am Schlüsse seiner Ansprache ermahnte er die Mit­glieder, mit gleicher Treue und unveränderlichem Eifer für Die (Bacfje Des Vereins und Des deutschen Liedes zu wirken und zu werben, um den dem Sangeswesen noch fernstehenden Teil der erwachse­nen Jugend dem Verein zuzuführen. Mehrere gut Dorgetragene Chöre des Vereins in Abwechslung mit gemeinsam gelungenen Volksliedern und schönen Musikstücken trugen dazu bei, einige Stunden in fröhlichem, kameradschaftlichen Beisammensein zu verleben.

<£ Burkhardsfelden, 3. Juni. Die Feier der.goldenen Konfirmation fand hier am zweiten Pfingstfeiertag in Der Kirche statt. Aus Dem Jahrgang 1886 sind es noch Wilhelm Döring, Joh. Etzelmüller, Eleonore Rodenhausen geb. Schepp, Elisabetha Wagner geb. Albach; gestorben sind vier. Aus dem Jahrgang 1881 Heinrich Albach, Konrad Hahn, Kath. Müller geb. Nebeling, Elisabetha Horn, Elisabetha Ruhl geb. Wagner; gestorben sind drei. Aus dem Jahrgang 1876 Konrad Gans, Joh. Nebe- ling, Karl Haas, Heinrich Schmidt, Friedrich Haas, Wilhelm Wehrum, Ludwig Nebeling, Elisabethe Haas geb. Gottwalz, Marg. Möbus, Philippine Mohr geb. Balser, A. M. E Becker, Kath. Horn geb. Albach, gestorben ist 1. Aus dem Jahrgang 1871 Karl Heidkamp. Elis. Loos geb Becker. A. M. Klitsch, gestorben sind 5

<£ Reiskirchen, 3.Juni. Am zweitenPfingst­feiertag fand in der hiesigen Kirche die Feier der goldenen Konfirmation von 18 erschiene­nen einstigen Konfirmanden statt. Es waren dies von Dem Jahrgang 1886 Joh. Karl Jünger, Konr. Spaar, Ludw. Schäfer, Joh. Phil. Launfpach, Karl Damm, Kath. Schild geb. Spaar, Dorothea Hofmann geb. Schneider, Gertraud Damm geb. Schäfer, Kath. Wißmann. Gestorben von diesem Jahrgang sind fünf. Aus dem Jahrgang 1881 waren erschienen: Hch. Launfpach, Kath. Minke geb. Lepper, Kath. Stumpf geb. Damm, Elisabeth Becker geb. Saun- spach, Philippine Zimmer geb. Henkel; gestorben von diesem Jahrgang sind sieben. Aus Dem Jahrgang 1876 war es Hch. Magel; gestorben sind sieben. Von den vor 65 Jahren Konfirmierten waren er­schienen Kath. Peter geb. Arnold und Wilh. Damm geb. Launfpach; gestorben sind neun. Dor 70 Jah­ren konfirmiert wurde Philippine Balser. Der hie­sige Singkreis half die Feier durch seine Lieder ver­schönern. Nachmittags trafen sich die Konfirmanden im GasthausZum Hirsch" zu einem gemütlichen Beisammensein.

<jReiskirchen,2. Juni. Da festgestellt wurde, daß an verschiedenen Obstbäumen in der hiesigen Gemarkung der Borkenkäfer auftritt, wurden die Obstbaumbesitzer aufgefordert, rechtzeitig dem zerstörenden Treiben dieses Schädlings ein Ende zu machen.

ch Lauter, 2. Ium. In Der Nacht zum dritten Feiertag war die Temperatur so stark gesunken, daß an einigen Stellen in unserer Gemarkung die Bohnen erfroren sind

ch Lauter, 2. Juni. Das für den 12 Juli ge­plante Wertungssingen, verbunden mit Fah­nenweihe des hiesigen GesangvereinsGer­man i a" wurde wegen des am gleichen Tage in Frankfurt stattfindenden Gauparteitages verschoben. Als neuer Termin wurde der 19 Juli in Aussicht genommen

ch Lauter 2. Juni. Der GottesDienst am zwei­ten Pfingstfeiertag war denGoldenen Kon­firmanden" gewidmet Es war zum ersten­mal, daß diese Feier hier begangen wurde Von den 11 Konfirmanden, die vor 50 Jahren konfirmiert wurden, sind heute noch acht am Leben Von diesen hatten sich sieben (vier Mäner und drei Frauen) eingefunben Die achte Person, eine Mitkonfirman­din, konnte an Der Feier nicht teilnehmen, da sie nach auswärts verheiratet ist und ihre Anschrift nicht ausfindig gemacht werden konnte Die Namen der Teilnehmer sind- Jakob Kloß Heinrich Hock, Heinrich K o n r a b i Altbürgermeister Peter A f f unb seine Ehefrau. Käthe P h i l i p n (Grünberg) unb Anna Reitz (Darmftabt)

ch Hausen, 2. Juni. Die Straße Gießen - S ch i f f c n b e r g ist in ben letzten Tagen ausgebef- fert worben Die Schlaalöcher mürben -nit B^tt- lplitt unter Zusatz von Teer eingeebnet Bis zur Ab­fahrt am Schiffenberg hinter bem Forsthaus von wo bie ©chiffenberafahrer bie Einbahnstraße benutzen müssen ist bie Straße tabellos heraerichtet Aber non ba ab befindet sich die Hauptstraße die durch Hausen unb Garbenteich führt no* in einem wenig erfreulichen Zustanb

D Grüningen 2. Ium In unterer Gemar- kung würbe bas Auftreten bes Frühlings- kreuzkrautes festgestellt Es hanbelt sich babei um eine giftige gelbblühenbe Pflanze, bie haupt­sächlich hier in Kleeäckern zu finben ist Da dieses Kraut infolge seiner giftigen Wirkung bem Vieh schabet unb gleichzeitig ein lästiges Unkraut ist, würben in einer Bekanntmachung ber Burger- meisteret bie Lanbwirte aufgeforbert es zu ent­fernen ~ Ä ,

s Lang-Göns 2 Ium Die Bautätig­keit regt sich nun auch wieder in unserem Dorfe. Zur Zeit werden in der Schmittgrabenstraße zwei neue Wohnhäuser errichtet, an Stelle von alten bau- fälligen Gebäuden Demnächst soll auch ein großer neuzeitlicher Gemeinbefaselstall erbaut wer­den Der neben Den Stallräumen auch eine Wohnung für'den Wärter enthalten soll Der Tummel- platz für das Jungvieh, ber im vorigen Jahre eingerichtet würbe, ist zur Zeit wieDer von zahlreichen Tieren belebt.

= Lang-Göns, 2. Juni. In unserer Ge- meinbe würbe vor über zehn Jahren bas Fest der

Stämmchen zugewandt, bie bei ber anhaltenden Trockenheit einer besonberen pfleglichen Behand­lung bedürfen. An Ort und Stelle konnten die schädlichen Folgen zu enger Pflanzung und ver­nachlässigter Stamm- und Wurzelpflege bargetan werden. Dabei wurde auf die Bedeutung einer richtigen Nachbehandlung unveredelter Bäume hin­gewiesen unb einer richtigen Volldüngung, ohne bie ein Qualitätsobstbau nicht möglich ist, bas Wort gerebet. Durch reges Fragen aus ber Versamm­lung konnte noch über bie Befruchtungsverhältnisse, bie Wühlmausbekämpfung, bie Sortenwahl und die Wichtigkeit des Vogelschutzes Aufklärung ge­geben werden. Der als Gast anwesende Baumwart W. Kopf II. von Bellersheim unterstrich auf Grund seiner 40jährigen Praxis nochmals die Aus- führungen bes Leiters und forberte bie Obstwirte auf, bie fleißigen Träger nach ber Heuernte tüchtig zu wässern, um bas Abwerfen bes Fruchtansatzes zu verhinbern. Mit herzlichen Dankesworten an Den Rundgangführer würbe bie Veranstaltung ge­schlossen. Dem Verein traten eine Anzahl neuer Mitglieder bei.

Kreis Alsfeld

Deckenbach, 2 Juni. Dem Jagdpächter des hiesigen Jagdbezirkes, Hermann Schmitz aus So­lingen, gelang es, einen etwa zwei Jahre alten Keiler zu erlegen. Bisher wurden Wildschweine in unserem Jagdbezirk noch nicht bemerkt.

Kreis Wetzlar

* Mudersbach, 3. Juni. Am gestrigen Nach­mittag fuhr ein Motorradler aus Herbornseel- bach ein etwa 6 Jahre altes Kind an, das er­hebliche Verletzungen am Kopfe davon­trug und in ärztliche Behandlung gegeben werden * mußte.

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