Ausgabe 
3.6.1936
 
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erforschen, die den Germanen in ihrer Heimat einen war, und richtete den Appell an die Dorgeschichts- zusammenzuschließen zu dem Ziel auch -er Welt zu bewerfen, woher die Kultur gekommen Mio wer ihr bevorzugter Schöpfer'und Träger au allen Zeiten gewesen sei. Der Bundesführer Prof. R e i n e r t h hielt einen Vortrag über Aufgaben der nationalsozialistischen Vorgeschichtsforschung' in Nord- westdeutschland.

Jahrhundertfeier

der deutschen Volksheilbewegung.

Die Festtagung, die den Mittelpunkt der Jahr- bundertfeier der deutschen Volkshei l- bewegung in Nürnberg bildete, wurde durch den Vorsitzenden des Reichsarbeitsausschusses für naturgemäße Lebensweise Wegener (München) eröffnet. Der starke Besuch beweise, so führte er u. a. aus, daß die Erkenntnis von der Bedeutung der Naturheilkunde in weite Volkskreise gedrungen sei. Dafür, daß diese Erkenntnis auch in die Aerzte- schaft hineingetragen sei, gebühre dem Reichsärzte­führer Dr. Wagner wärmster Dank. Der Vorsitzende des Prießnitz-Bundes Schirrmeister erinnerte an die Anfänge der Naturheilkunde, die auf Prof. Oertel zurückgehe. Es fei eine Neugestaltung unserer Lebensformen notwendig.

Der Bundesführer des Heilpraktikerbundes Kees stellte fest, daß der Stand gesäubert dastehe, nach­dem im Auftrage der Reichsregierung die Reini­gung des Heilpraktikerbundes von Kurpfuschern usw. durchgeführt worden sei. Der Führer der deutschen Mäßigkeitsbewegung G o n s e r (Berlin) führte u. a. aus, es müsse gesagt werden, daß immer noch ein Mißbrauch mit Genußmitteln getrieben werde.

Professor Dr. von Kapff sprach über ver­schiedene die Volksheilkundler bewegende Fragen. Man komme immer mehr zu der Ueberzeugung, daß häufig viel weniger das Heilmittel selbst, als die Persönlichkeiten des Arztes und des Kranken aus­schlaggebend seien. Hierauf würdigte Privatdozent Dr. B u e s s e l b e r g die Bedeutung von Grund und Boden für die Ernährung des deutschen Vol­kes. Regierungsrat Dr. von Brehmer feierte Paracelsus als Entdecker der Entwicklungslehre der Krankheiten und als großen deutschen Arzt. Dr. von Brehmer behandelte weiter den BegriffBio­logie". Die Anhänger der Schulmedizin und der naturgemäßen Heilweise müßten Zusammenarbeiten, um den kranken Menschen gesund zu machen. In seinem Schlußwort erklärte Dr. Will, die Tagung habe dargetan, daß eine Neuordnung des deutschen Heilwesens erforderlich sei. Auf dem Ansbacher Friedhof fand am Grabe des Begründers der deut­schen Volksheilbewegung Dr. Eucharius Oertel eine Gedenkfeier statt.

Große internationale Kunstausstellung in Venedig.

In Venedig wurde vom König von Italien die große 20. Zweijahres-Kunstausstellung (Biennale) eröffnet, auf der 12 Nationen mit 515 ausländischen Künstlern vertreten sind. 632 italie­nische Maler, Bildhauer und Zeichner haben ins­gesamt 1425 Werke ausgestellt. An die Eröffnungs­reden schloß sich ein Rundgang durch die Aus­stellungsräume. Der König zeigte großes Interesse für die ausgestellten Arbeiten der deutschen Künstler, die ihm von dem Organisator der deut- schen Ausstellung Professor Hanfstaengl erklärt wurden. Das Reich war bei den Eröffnungsfeier­lichkeiten amtlich durch den deutschen Botschafter in Rom vertreten.

Aus aller Wett.

Billige Zeppelinfahrlen vorläufig ausverkaufl.

Als die Deutsche Zeppelin-Reederei vor wenigen Wochen Luftschiffreisen zwischen Frankfurt a. M. und Friedrichshafen zum Preise von 100 Mark an-

Die Streikbewegung in Frankreich nimmt zu.

Paris, 3. Juni. (DNB. Funkspr.) Die Streik- läge in Groß-Paris ist weiterhin ernst. Minister­präsident S a r r a u t und Arbeitsminister Fros - s a r d hatten am Dienstagabend eine Unterredung mit einer Abordnung des Gewerkschaftsver­bandes. Sie forderten die Gewerkschaften auf, alles zu tun, um in Zukunft die Beeinträchtigung der persönlichen Freiheit des leitenden Personals der bestreikten Fabriken zu verhüten. Der Gewerk­schaftsverband hat auch an die Arbeiter Verhal­tungsvorschriften erlassen, die ausdrücklich vorsehen, daß das leitende Personal auch in den von den Belegschaften besetzten Werken aus- und eingeben darf und nötigenfalls unter dem Schutz eines Ar­beiterordnungsdienstes steht.

Eine Mitteilung des Arbeitgeberverbandes der Metallindustrie besagt, daß die Streikbewe­gung zugenommen hat und daß am Diens­tagabend 130 Fabriken der Metallindu­strie vom Aufstand betroffen sind. Die Bewegung hat auch weiter auf die Provinz übergegrif­fen. In Lille haben die streikenden Arbeiter der Fabriken von Fives-Lille das Werk besetzt und sich eingerichtet, die Nacht dort zu verbringen. Die für den Betrieb notwendigen Maschinen werden von den Streikenden in Gang gehalten. In Bernat) sind über 100 Arbeiter und Arbeiterinnen einer 250 Personen beschäftigenden Fabrik in den Aus­

stand getreten und haben die Maschinen angehal­ten. Es handelt sich um ein Werk, das Mützen h e r st e l l t und auch für die Kriegsindu­strie arbeitet. Die Streikenden haben sich für die Nacht in den Fabriken eingerichtet.

Hational-republikanische Kundgebung gegen die Volksfront.

Daris, 3. Juni. (DNB. Funkspruch.) Die natio­nal-republikanische Vereinigung des Abgeordneten Louis Marin veranstaltete am Dienstagabend tn Paris eine öffentliche Kundgebung, zu der 75 Abgeordnete, 25 Senatoren und 23 Pariser Stadträte, die sich als Gegner der Volks­front bekennen, erschienen waren. Der Abgeord­nete T a i i t i n g e r erklärte, mit der Bildung einer Volksfront-Regierung habe die soziale Revo­lution in Frankreich begonnen. Um sich ihr zu widersetzen, müsse man zum nationalen G e - g e n a n g r i f f schreiten, und die nationale Revo- lution oorbereiten. Abgeordneter H e n r i o t nannte die kommende Regierung eine Regierung von Angsthasen, die schon Furcht vor ihrer künftigen Verantwortung habe. Die Gesetzmäßigkeit und die Gerechtigkeit seien in die Ferien geschickt worden

kündigte, um damit weitesten Kreisen das einzig­artige Erlebnis einer Zeppelinreise zu ermöglichen, war vorauszusehen, daß die Fahrten bei einem so niedrig gesetzten Fahrpreis bald ausverkauft sein würden. In der Tat ist die Nachfrage nach Plätzen auch derart stark geworden, daß nach einer Mit­teilung der Deutschen Zeppelin-Reederei vorläu­fig keine Plätze auf diesen Ueberführungs- fahrten Frankfurt Friedrichshafen, die zwischen den regelmäßigen Ueberseefahrten der beiden Luft­schiffeHindenburg" undGraf Zeppelin" durch­geführt werden, mehr verfügbar sind. Infolge des Einsatzes beider Luftschiffe im Ueberseedienst, der Schiff und Besatzung jeweils nur wenig Ruhe im Heimathafen gibt, können ferner vorläufig keine Sonderfahrten mit Luftschiffen durch­geführt werden Außerhalb des planmäßigen wöchentlichen deutschen Luftpostverkehrs mit Süd­amerika findet nur am 8. Juni in Frankfurt eine Fahrt des LuftschiffesGraf Zeppelin" statt, mit der nur Drucksachen, Warenproben Geschäfts­papiere, Mischsendungen, Päckchen und gewöhnliche Pakete (also keine Briefe und Postkarten) nach Südamerika befördert werden. Postschluß bei dem Bahnpostamt 19 Frankfurt am Abfahrtstag um 18 Uhr.

Beisetzung der drei verunglückten SA.-7llarinemänner in Chemnitz.

Unter großer Beteiligung aller Gliederungen der Bewegung und der Bevölkerung fand die feierliche Beisetzung der drei SA.-Marinernänner Ober­truppführer Kammerer, Scharführer Schu­bert und Rottenführer Frenkel in Chemnitz statt. Vor den aufgebahrten Särgen war eine Ehrenwache der Marine-SA. aufgezogen. Unter den Klängen eines Chorals wurden die Särge von Kameraden zur Gedächtnishalle, wo Brigadeführer Schönknecht eine tiefergreifende Rede hielt, und dann zum Ehrenheim getragen. Nachdem die Geist­lichen die Verstorbenen ausgesegnet hatten, wurden die Särge, während Polizei die Salven abfeuerte, in die Gräber hinabgesenkt. Hierauf sprach Stabs­chef Lutze im Namen des Führers und teilte mit daß von jetzt an der Marine-SA.-Sturm 4/2 den Namen Frenkel, der Marine-SA.-Sturm 3/2 den

Namen Kammerer und der Marine-SA.-Sturm 1/2 den Namen Schubert tragen soll. Hierauf legte er im Namen des Führers einen prachtvollen Kranz nieder.

LZ.Hindenburg" auf dem Flughafen Rhein-Main gelandet.

Das LuftschiffHindenburg" ist am Mitt­woch von seiner Südamerikafahrt zurückkehrend um 8.06 Uhr auf dem Flughafen Rhein-Main glatt gelandet.

Verurteilte Schwarzhörer.

Im Vierteljahr Januar bis März 1936 sind wegen der Errichtung und des Betriebs nicht geneh­migter Funkempfangsanlagen 139 Per­sonen verurteilt worden. In 133 Fällen wurde auf Geldstrafen von 3 bis 100 Reichsmark erkannt; fünf Personen wurden zu Gefängnisstrafen von eine bis zu sechs Wochen verurteilt. Ein Jugendlicher wurde verwarnt.

EineSpessart-Eiche" bei der Musterung.

Unter den Musterungspflichtigen der Jahrgänge 1913 und 1916 in Alzenau (Spessart) befand sich ein 1913 geborener Landwirt aus Schöllkrippen, der 198,7 Zentimeter groß und 191 Pfund schwer ist. Der Musterungsarzt konnte sich auf­recht unter die ausgestreckten Arme des 23jährigen Mannes stellen

Erstaunliche Sprachbegabung.

Der in Wiesbaden wohnhafte Baron von der P a h l e n ist dahin vereidigt worden, daß er bei amtlichen Vernehmungen die Verhandlungen und Schriftstücke aus der englischen, französischen, ita­lienischen, spanischen, schwedischen, dänischen, nor­wegischen, holländischen, russischen, tschechischen, pol­nischen, serbischen und bulgarischen Sprache in die deutsche Sprache übertragen darf.

Trauung Sir Henry Delerdings In Amsterdam.

Der bekannte Erdölindustrielle und Generaldirek­tor der Koninklijke Shell Sir Henry D e t e r d i n g der bereits im 71. Lebensjahre steht, wurde in Amsterdam in aller Stille mit der 38jährigen deut­schen Staatsangehörigen Fräulein Charlotte Mina K n a a ck getraut. Die Trauung vollzog der Bür­

germeister von Amsterdam. Nach der Trauung be­gaben sich die Vermählten nach Berlin.

Schweres Unwetter in Ungarn.

Am Pfingstmontag ging über ganz Ungarn em heftiges Gewitter nieder, das drei Todes­opfer und zahlreiche Verletzte forderte. In der Nähe von Stuhlweißenburg wurde ein 17jähriaer Knabe vom Blitzschlag getötet. Durch den wolken­bruchartigen Regen wurden die Vorstädte der Stadt überschwemmt. In einer Gemeinde >n der Nähe von Nyiregyhaza schlug der Blitz in die vor einem Haus stehende Bank. Ein Landwirt und sein Sohn, die auf der Bank saßen, fanden dabei den Tod. In der Umgebung von Hajduszoboszlo war das Un­wetter von heftigem H a g e l s ch l a g begleitet, der die Ernte vernichtete. Der Schaden wird auf 300 000 Pengö geschätzt.

Von einem polnischen Juden hinterrücks erschossen.

In dem Städtchen Minsk Mazowiecki un­weit von Warschau wurde nach einem Streit auf der Straße ein Wachtmeister des 7. Ulanen» regiments von einem Juden hinterrücks erschossen. Der Täter konnte von der Polizei nur mühsam von der empörten Bevölkerung ge­schützt werden. Ein Trupp von etwa 50 Jugend­lichen zog unter dem Eindruck der Mordtat durch die Straßen des Städtchens und zertrümmerte durch Steinwürfe die Scheiben zahlreicher jüdischer Woh­nungen und Geschäfte. Der Marktstand eines jüdi­schen Händlers wurde in Brand gesteckt.

Aufsehenerregender Raubmord in Wien.

Vor einigen Tagen wurde in Wien der Magister Emil Winkler in seiner Wohnung ermordet aufgefunden. Nach den Umständen zu schließen lag ein Raubmord vor. Die Aufklärung des Falles durch die Polizei erbrachte die überraschende Tat­sache, daß die Mörderinnen zwei Frauen waren, die sich in den Besitz des beträchtlichen Barvermö­gens Winklers setzen wollten. Die beiden wurden verhaftet und haben bereits Teilgeständnisse abge- gelegt.

verwegener Raubüberfall in Renyork.

Die Banditen erhielten nur eine Vorladung.

Ein verwegener Raubüberfall im Neuyorker Stadtteil Bronx führte zu einem grotesken Verkehrs­ereignis. Vier Banditen, die mit einem großen Kraft­wagen angefahren kamen, überfielen an einer be­lebten Straßenecke zwei Bankbeamte, bedrohten sie mit Revolvern und entrissen ihnen einen Beutel mit 50 000 Dollar. Dann rasten sie mit ihrem Auto davon. An einer anderen verkehrsreichen Straßen­kreuzung wurden sie von einem Polizisten wegen Ueberfahrens des roten Lichtes ange­halten. Der diensttuende Beamte ließ die Räuber aber nach Ausstellung einer gerichtlichen Vorladung weiterfahren, so daß sie entkommen konnten.

Blutiger Kampf mit religiösen Schwärmern in Bessarabien.

Der Einführung des neuen Kalenders widersetzte sich in Bessarabien die religiöse Sekte der Skiliften", die am orthodoxen Kalender festhalten und ihre religiösen Feste nach diesem zu feiern ver­suchen. Zwischen denStilisten" und den Sicher­heitsbehörden ist es im Laufe der Jahre wieder­holt zu blutigen Zusammenstößen gekommen. Ein derartiger Zusammenstoß ereignete sich jetzt wieder in einem Dorf bei Balz in Bessarabien. Die Ski­liften wollten, von einem Krieger geführt, die Dorf» kirche stürmen, um dort ihren Gottesdienst abzu­halten. Um die offenbar im religiösenRausch- zustand handelnden Sektierer abzuwehren, sahen sich die Gendarmen nach Abgabe einer blinden Salve genötigt, auf die anstürmenden Bauern scharf zu schießen. Zwei Sektenangehörige wurden getötet, drei schwer, mehrere leicht verletzt. Auch auf Seiten Der Gendarmerie gab es Schwer»

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GÜLDENRING kostet 4 Pfg, also nur wenig mehr, als viele Raucher heute noch für ihre o&igarette anlegen. Dafür bietet sie aber eine ausser­ordentlich gute Mazedonen-Mischung und ausserdem-dank der Sropen- Packung von HAUS SVeuerbURG- eine Frischhaltung,wie man sie bisher noch nicht gekannt hat?.

Ausserdem:

OVER STOLZ 5 PF. OHME^UtnS/lück,

RAVEN KLAU 6 PF.c%it^oWniundjlü,cl^,

4 PPG GÜLDENRING

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