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Winterhilfswerk 1935/36
Ortsgruppe Giehen-Nord.
Betr.: Kohlenscheinabrechnung.
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Betr.: Pfundsammtung.
Am Dienstag, dem 3. und Mittwoch, dem 4. März 1936 findet die Pfundsammlung für den Monat März 1936 statt. Die Hausfrauen werden gebeten, die Lebensmittel zur Abholung bereitzuhalten.
Amt für Volkswohlfahrt.
Ortsgruppe Gießen-Mitte.
Betr.: Lebensmittel-Pfundspende.
Am Mittwoch, 4. März, findet im Bereich . Ortsgruppe Gießen-Mitte die Lebensmittel-Pfundspende für den Monat März statt. Die Hausfrauen
Die Kohlenhändler werden aufgefordert, die Zahlung genommenen Kohlengutscheine Serie und Serie S bis zum Donnerstag, den 5. März 1936 auf der Geschäftsstelle Walltorftraße 16 ab- zuliefern. Später eingereichte Gutscheine können nicht mehr angenommen werden.
Wertquittungen Umtauschen. Später eingehende Kohlengutscheine können nicht mehr angenommen werden. Für die Kohlengutscheine der Serie E und der Sonderausgabe am 30. 1. 36 sind trennte Rechnungen auszustellen.
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Jahr konnten weitere 2 Mitglieder für ihre 25jäh- rige Zugehörigkeit ausgezeichnet werden. Die Zahl der ordentlichen Mitglieder ist von 255 auf 320, die der außerordentlichen Mitglieder von 51 auf 59 gestiegen, der Gesamtbestand aller Versicherten (Mitglieder und Familienmitglieder) ist um 163 auf 678 angewachsen. Zu Ehren der Verstorbenen erhoben sich unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden die Mitglieder von ihren Sitzen. Die Leistungen des Vereins für Arztkosten, Krankenhausbehandlung, Bäder, Bestrahlungen, Medikamente sind gestiegen. Das seit 10 Jabren bestehende Abkommen mit dem Verein Gießener Zahnärzte mußte wegen der Auflösung des Vereins anderweitig erneuert werden. Für das WHW. 1934/35 stiftete der Verein 50 Mark. An Begräbnisbeihilfen konnten in 10 Fällen insgesamt 500 Mark ausgezahlt werden.
Anschließend an die Berichterstattung wurde in üblicher Weise des Führers gedacht.
Nachdem der stellvertretende Vorsitzende Bender den Bericht der Revisoren durch Mitglied Ziegler entgegengenommen hatte, sprach er dem Vereinsleiter Simon im Auftrage der Versammlung Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit und das Vertrauen aus. Die bisherigen Revisoren wurden auch für das neue Jahr bestätigt.
Durch die Aufnahme neuer Mitglieder in Wiefeck, Heuchelheim, Frobnbaufen, Darmstadt und Mainz war eine entsprechende Satzungsänderung notwendig, die einstimmig gebilligt wurde. Der Vorfibende konnte noch mitteilen, daß außer den 67 aus Wiefeck zum Verein uberqetretenen 24 weitere Mitglieder in den lebten zwei Monaten ausgenommen wirrb-n. Der Mitgliederbestand wird dadurch um 145 Familienmitglieder vergrößert.
Ein" Sammlung für das WHW. eraab den stattlichen Betrag von 25 Mark. N"ch Erledigung weiterer Formalien und zweier Anträge wurde die Versammlung geschlossen.
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Man berichtet uns: Ein lieblicher Vorfn'jhlinqs- ! tag brachte am vergangenen Sonntag 55 Mitglieder des Zweiqvereins Gießen vom VHC. zur gemeinsamen Märzwanderung auf die Beine. Galt es doch, diesmal den Grenzgebieten des hohen Vogelsberges einen Besuch abzullatten. Bis Lich wurde die Bahn benutzt. Undurchdringlicher Nebel entzog zunächst die Landschaft unseren Blicken. Sollte die so hoffnungsvoll begonnene Wanderung eine Enttäuschung für die Teilnehmer werden? Auf manchmal nicht einwandfreien Wegen, den blauen Ringen folgend, nahm uns nach einiger Zeit Tannen- und später herrlicher Buchen- und Eichenhochwald in seinen Bann. Ueber- rascht durch die sonntäglichen Störenfriede zogen fluchtartig einige Rehe an uns vorüber. Ab und zu lugte verschmitzt Frau Sonne durch die bereits zerrissene Nebeldecke. Beim Verlassen des Waldes hatte sie bereits die Herrschaft über die Naturgewalten gewonnen. Vor uns lag die breite Ebene der Wetterau. In Nonnenroth hielten wir nach zweistündiger Wanderung wohlverdiente Frühstücksrast. Ein kräftiger Kaffee gab uns die nötige Stärkung. Unser Weg ging weiter. Auf einer Buche am Dorfesrand hatten sich
Anmeldungen und Auskunft: Deutsche Arbeitsfront, Abteilung für Arbeitsführung und Berufserziehung, Schanzenstraße 18, Telephon Nr. 3275. Anmeldeschluß 15. März 1936.
Grün und Blumen in den Betrieben.
Von der Deutschen Arbeitsfront, Kreiswaltung Gießen, wird uns mitgeteilt:
Zur Verwirklichung der Forderung „Sonne und Grün allen Schaffenden" hat die Deutsche Gesellschaft für Gartenkultur mit dem Amt „Schönheit der Arbeit" in der DAF. ein Abkommen getroffen, das eine kameradschaftliche Zusammenarbeit sicherstellt. Ziel dieser Zusammenarbeit ist eine schönheitliche Gestaltung aller Betriebe durch Grünanlagen, Blumen- und Pflanzenschmuck, nicht zuletzte auch durch eine sinnvolle Landschaftsgestaltung und durch Landschaftsschutz. Diese Grünanlagen sollen die Betriebe nicht nur verschönern, sie sollen vor allem für die Belegschaft auch praktischen Wert haben, indem sie ihnen Freude und Erholung bieten. Die Erstellung von Liegewiesen, Bädern im Freien, Sitzplätzen in der Sonne und im Schatten, Spiel- und Sportplätzen, Kleingärten, Hausgärten usw. sind die Aufgaben, die in dieser Zusammenarbeit gelöst werden sollen. Selbstverständlich muß sich die Beratung der Betriebe und die Werbung in den Betrieben nach der Leistungsmöglichkeit und Eigenart des einzelnen Betriebes richten. Auch mit wenigen Mitteln läßt sich oft eine belebende Grünfläche erstellen oder einige schattenspendende Bäume pflanzen, die der Arbeitsstätte ein neues und freundlicheres Bild geben. Zum Kreisbeauftragten für den Kreis Gießen wurde durch die Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst Gartenbauarchitekt Eberhard Schwarz, Gießen, ernannt. Im Rahmen von durchzuführenden Besichtigungen der im Kreise Gießen gelegenen Betriebe werden die Betriebsleitungen kostenlos über eine schönheitliche Gestaltung ihrer Betriebsanlagen beraten werden.
Ganitätsverein Gießen.
Die vorgestrige 52. ordentliche Mitgliederversammlung des Sanitätsoereins (Arztkasse) Gießen im „Thüringer Hof" unter der Leitung des Vorsitzen- deq Emil Simon war gut besucht. Einleitend gab der Vereinsleiter bekannt, daß die FrSie ärztliche Hilfskasse Wiefeck mit 67 Stammitgliedern geschlossen dem Sanitätsverein beigetreten ist.
Kassenwart Hch. Stimmer gab eine lieber« sicht über Einnahmen und Ausgaben im Jahre 1935. Den Einnahmen in Höhe von 13 362,32 Mk., die sich fast ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen ergeben, stehen 13 399,47 Mark Ausgaben gegenüber, so daß ein Mehrverbrauch von 37,15 Mark entstand. Die Ausgaben setzen sich aus Arztkosten, Vegräbnisbeihilfen, Ausgaben für Medikamenten Usw. zusammen, während nur ein geringer Betrag für Verwaltungskosten aufgewendet wurde. Das Gesamtvermögen hat sich um 152,96 Mark auf 9695,48 Mark erhöht.
Aus dem vom Vorsitzenden Emil Simon vor- getragenen Geschäftsbericht war u. a. ein ständiger Mitgliederzuwachs zu entnehmen. Im abgelaufenen
** Arbeitsjubiläum. Am heutigen Dienstag, 3. März, kann der Feinmechaniker Franz R e i n s ch m i d t, Alicenstraße 26 wohnhaft, auf eine 40jährige Arbeitstätigkeit in den Optischen Werken der Firma Hensolt & Söhne in Wetzlar zurückblicken.
** Stadt the ate r-St amm-A bo n ne- ment. Die Einlösung der 4. Rate des Stadttheater- Stamm-Abonnements betrifft eine Bekanntmachung der Bürgermeisterei in unserem heutigen Anzeigenteil. Interessenten seien besonders darauf hingewiesen.
** A u f dem Wege der Besserung. Der am vorigen Freitag in der Rodheimer Straße durch ein Personenauto verunglückte Schüler Grämlich, der nach der Chirurgischen Klinik verbracht werden mußte, befindet sich erfreulicherweise auf dein Wege der Besserung. Zum Glück waren die Verletzungen des Jungen nicht so schwer, wie man anfangs angenommen hatte.
** Oes fentliche Bücherhalle. In Februar wurden 2225 Bände ausgeliehen. Davon kam"n auf: Literaturgeschichte 4, Zeitschriften 21, Gedichte und Dramen 17, Erzählende Literatur 1324, Jugendschriften 315, Länder und Völkerkunde 124, Kulturgeschichte 6, Geschichte und Biographien 260, Kunstgeschichte 3, Naturwissenschaft und Technologie 81, Heer- und Seewesen 26, Haus- und Landwirtschaft 1, Gesundheitslehre 1, Religion und Philosophie 8, Staatswissenschaft 29, Sprachwissenschaft 3, Sport 2 Bände. Nach auswärts kamen 7 Bände.
Gondergericht in Gießen.
Wegen böswilliger Kritik an den Aufbaumaßnahmen der Reichsregierung wurde der Karl Ude aus Gießen zu vier Wochen Gefängnis verurteilt.
Der Adam Koch, zur Zeit in Untersuchungshaft, erhielt eine Gefängnisstrafe von Zwei Monaten wegen Verächtlichmachung des heutigen Staates.
Drei weitere Angeklagte wurden freigesprochen.
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Donnerstag, 5. März.
6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause (7) Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 9.30: Ein Morgenbummel durch das Reich der Töne. 10.15: Schulfunk. 11: Gaunachrichten. 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von zwei bis drei. 15: Wirtschaftsbericht. 15.15: Kinderfunk. 16: Unterhaltungskonzert. 17.30: Aus der Werkstatt deutscher Geaenwartsdich» tung ,Ln der Landschaft des Femhofs . Besuch bei Josefa Berens-Totenohl. 17.45: Das aktuelle Buch. 18: Nachmittagskonzert. 19.45: Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.10: Mozart-Zyklus (17). 21: Deutsche Meistererzähler unserer Zeit. Wilhelm Schäfer liest eine Anekdote „Die Meerschaumpfeife". 21.15: Für jeden etwas.
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Die Ortsgruppe Gießen-Süd der NSDAP, hielt am gestrigen Montagabend eine Mitgliederversammlung im Studentenheim ab. Nach dem Einmarsch der Fahne eröffnete Propagandawart Pg. B l i n d i n g die Versammlung. Der gemeinsam gesungene erste Vers des Liedes „Volk ans Gewehr leitete über zu dem Vortrag des
Kreiswalters der DAI. pg. Wagne»-
über: „ÜBefen und Ziele der Beut Arbeitsfront". Ausgehend von den y-'daDen- die der Portei als Führerorden geftelbt l, - um alle Funktionen des menschlichen ßeb 15 3" , umfassen und zu formen, wies der 9?.*7'cr
Bedeutung sicher Arbeit in der TV*" Arbeitsfront hin In der DAF. schuf dH Wer n.djt nur die größte Organisation der ^lt, sondern auch einen wesentlichen Grunds Jur Schaffung der Volksgemeinschaft. >f‘ begründet mit dem ausdrücklichen Willen ® °1'5 = und Le,. ftungsgemeinH“ 1 3« „Darum sind tn ihr mcht nur aU' Volksgenossen, fon-
dem alle deuten Menschen überhaupt vereinigt. Reichsnährst^o. Kulturkammer, alle Berufsstande sind ihr e'-gegttedert.
$0 fklll Ole DAF. die Betreuung aller Schaf- fenöen dar und sieht ihre vornehmste Aufgabe darin, alle deutschen Menschen zu Nationalsozialisten zu erziehen.
Es gibt kein Gesetz, das zu solcher Erziehung anhält, aber es ist ein natürliches Erfordernis, daß jeder einzelne sich mit den Gedanken vertraut macht, die den Staat aufbauen. Darum muß der Parteigenosse zuerst sein materialistisches Denken überwinden, bevor er andere Menschen von der Falschheit ihres Denkens überzeuaen soll. Er muß wissen, daß diesem von Frankreich herübergekommenen Materialismus der Marxismus und der Liberalismus entsprungen sind, die im Grunde das gleiche Ziel haben, alle kulturellen Dinge und menschlichen Kräfte nach materialistischen Gedanken zu beurteilen. Solches Denken verneint sogar Werte, die der Seele zugesprochen werden, wie Treue, Ehre, Freiheit, Vaterland. Aber wenn das freie Spiel der Kräfte sich hemmungslos und beutegierig der Wirtschaft bemächtigt, dann geschieht es nur, um persönlichen Nutzen zu erreichen, dann werden auf der einen Seite hohe Dividenden gezahlt, aber die Zufriedenstellung des Arbeiters auf der anderen Seite nicht beachtet. Wir haben gespürt, daß solche Auswirkungen nicht erträglich waren, und sind zu der Erkenntnis gekommen, daß
die Wirtschaft nicht unser Schicksal, sondern nur ein Lebensgebiet ist, das die Aufgabe hat, dem Volke zu dienen.
Damm bestimmt das Gesetz zur Regelung der nationalen Arbeit, daß im Betrieb Betriebsführer und Gefolgschaft Zusammenarbeiten zum gemeinsamen Nutzen für Volk und Staat. Die Wirtschaft ist wegen der lebendigen Menschen da und hat ihnen zu dienen. Würdigt der Materialismus die menschliche Arbeitskraft zur Ware herab, fo erhob der Nationalsozialismus die menschliche Kraft zum Volksgut und lehrt deren Erhaltung und Pflege. Damit entzog er auch allen klassenkämpferischen Jnteressenverbänden den Boden und tötete den Keim aller Zersplitterungen, der verhinderte, daß wir Volksgemeinschaft wurden.
Unser Führer Hal die Jahrhunderte alte Sehnsucht nach dem Reich erfüllt, indem er das
Betr.: Heldengedenktag.
Um genügend Sitzplätze 3ur Verfügung stellen zu können, bitten wir alle Kameraden und Hinterbliebenen, die einen Sitzplatz benötigen, um sofortige Meldung auf der Geschäftsstelle. Termin spätestens bis zum Donnerstag, 6. März, auf der Geschäftsstelle, Bahnhofstraße 38.
^portamt „Kraft durch Freude".
Heute folgende Kurse:
Fröhliche Gymnastik und Spiele (Frauen). Von 20.30 bis 21.45 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26.
Schwimmen. Von 20 bis 21 Uhr (Frauen und Männer) Volksbad. Don 21 bis 22 Uhr (nur für Frauen) Volksbad.
Reiten. Von 21 bis 22 Uhr Unioersitäts-Reit- institut, Brandplatz. *
Frauen und Luftschutz.
Um die Frauen mit der Notwendigkeit des zivilen Luftschutzes vertraut zu machen, veranstaltet die NS.-Frauenschaft des Kreises Gießen am morgigen Mittwoch. 20.15 Uhr, im Cafe Leib eine Versammlung, in der Frau Elisabeth Seidel (Darmstadt), die Frauenreferenttn der Landesgruppe des Reichsluftschutzbundes und Gauluftschutzreferentin der NS.-Frauenschaft, sprechen wird. Im Anschluß an den Vortrag wird ein Mim vorgeführt.
Landesbischof Dietrich spricht in Gießen
Diele Volksgenossen werden — so schreibt man uns — von der Frage bewegt, wie das Deutschtum und das Christentum sich zueinander stellen. Prof. Hauer in Tübingen, der Führer der „Deutschen ©taubensberoegung , hat neue Gesichtspunkte in den Vordergrund gestellt. Daher wird der Landesbischof Lic. Dr. Dietrich am morgigen Mittwoch, 4. März, 11 Uhr, im Johannessaal in Gießen über das Thema sprechen: „Warum Evangelische Kirche und nicht Deutsche Glaubensbewegung?" Zu dem Vortrag sind alle Evangelischen eingeladen. (Siehe heutige Anzeige.)
Der Brandpersicherungsbeitrag 1935 in Hessen.
Zur Deckung der Ausgaben der Brandversicherungskasse für das Jahr 1935 ist mit Genehmigung des Herrn Reichsstatthalters in Hessen ein Beitrag von 4 Rpf. auf je 100 Mark Umlagekapital auszuschlagen und in einem Ziel bis zum 15. März 1936 zu erheben. Als Mindestbeitrag für eine Hofreite sind 1,50 Mark zu zahlen.
Bessere Schaufensterdekoration.
Im Einzelhandel besteht ein empfindlicher Mangel an dekvrativnsgewandtem Derkaufspersonal, besonders in mittleren und kleineren Geschäften, die sich nicht ständig einen Berufsdekorateur leisten können. Der Wille, sich die erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten anzueignen, ist überall in hohem Maße vorhanden. In vielen Städten des Reiches wurden bereits mit großem Erfolg Dekorationskurse durchgeführt. Der Deutschen Arbeitsfront, Abteilung für Arbeitsführung und Beruss- erziehung, und der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel ist es gelungen, hervorragende Fachkräfte, die bereits mit größtem Erfolg in den verschiedensten Städten des Reiches Dekorationskurse durchgeführt haben, zu gewinnen.
In Gießen werden zwei Dekorattonslehrgänge durchgeführt werden: ein Tageslehrgang, der sich über die Zeit von 8 bis 13 Uhr erstreckt, und ein Abendlehrgang, der in der Zeit von 20 bis 23 Uhr stattfindet. Die Lehrgänge erstrecken sich über drei Wochen. Der Unterricht findet täglich statt. Das Lehrprogramm umfaßt folgende Gebiete: praktisches Dekorieren, Preisschilderschreiben (Pinsel), Plakatmalen (Spritz- und Tupftechnik), Farbenlehre und künstlerisches Kleiderstecken. Eigenes reichhalttges Dekorationsmaterial aller Branchen erlaubt die Aufstellung von 15 Schaufensterkojen, in denen täglich praktisch gearbeitet wird. Es wird auch gezeigt, wie man mit einfachen und billigen Mitteln ein geschmackvolles und zugkräftiges Schaufenster gestalten kann. Sowohl den Betriebsführern, als auch den Gefolgschaftsmitgliedern ist in diesen Lehrgängen die Möglichkeit geboten, sich die notwendigen Fertigkeiten anzueignen, um geschmackvolle und zugkräftige Schaufenster erstellen zu können.
s«. ^.sammengehörigkeit in das Volk ^suhl der ’et DAF eine Volks- und Lei- ttunasaeO^"lchaft schuf, die zur Schicksals-
8 9 gemeinfchaft wurde.
- Einzelne erkennt jetzt, daß er nur in der "neinschaft des Volkes leben kann.Seine jxitarbeit im Betrieb oder in der Gemeinschaft ist auf der Grundlage gegenseitiger Achtung, gegenseitigen Vertrauens aufgebaut. Der Betriebssichrer ist verantwortlich für Gefolgschaft und Betrieb, wie es auch umgekehrt der Fall ist. Wie der Betriebsführer im besten nordischen Sinne Führer sein soll, so muß der Einzelne um das Vertrauen ringen. Am 1. Mai jeden Jahres gelobt der Betriebsführer vor dem Vertrauensrat treufor« gende Kameradschaft zum Wohle des Ganzen. Der Vertrauensrat ist nicht die Fortsetzung des Betriebsrates. Er hat die -Interessen des Betriebes und der Gefolgschaft zugleich und gewissenhaft zu vertreten. Die Gefolgschaft sind die Menschen, die bewußt am Betriebe arbeiten zum Wohle des Volkes und als Dienst am Volke; die wissen, daß, wenn sie nicht arbeiten und nichts leisten, der Betrieb feine Aufgaben in der Gemeinschaft nicht erfüllen kann. Aus solcher Einheit des Betriebes erwächst dann die Leistungsgemeinschaft, wie wir sie nötig haben, um wieder mitbestimmend auf dem Weltmarkt einwirken zu können.
Von dem Grundsatz des Leistungsprinzips ausgehend, sorgt die DAF. schon durch die Berussauswahl für eine vernünftige Verwertung der Kräfte.
In der Metallverarbeitung schafft sie Grundlehr- Werkstätten, wie eine solche auch in Gießen errichtet werden soll, um dem Lehrling die ersten handwerklichen Fertigkeiten beizubringen. Erst dann kommt er in die Spezialberufe. Der Reichsberufswettkampf ist ein gutes Mittel, um festzustellen, ob der junge Mensch am richtigen Platz ist. Der Ausbildung des Facharbeiters, der uns den Weltmarkt erobert hat, wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Die soziale Versicherung soll umgeformt 'werden in eine große soziale Verpflichtung, in die jeder einzelne seinen Beitrag zahlen muß, um aus den Leistungen der Gemeinschaft wirkungsvoll jedem einzelnen helfen zu können, wie im Winterhilfswerk aus kleinen Beiträgen umfassende Hilfemaßnahmen ermöglicht werden.
Durch die NLG. „Kraft durch Freude" sieht auch der kleinste Mann seine Heimat und sein Vaterland, für die er arbeitet.
Durch die Initiative des Führers werden eigene Seebäder erbaut, die dem Bedürftigen zur Verfügung stehen werden, der treu und ehrlich an der Gemeinschaft arbeitet. Und so entsteht ein großartiges Werk des Führers, durch das der schaffende Mensch hineingestellt ist in das Volk, dem er zugehört. Mit dem Vorangehen der Arbeitsbeschaffung und des Aufbauwerkes wird bann auch die Frage der Lebenshaltung in steigendem Maße gelöst werden. An dem ehrlichen Wollen und dem Elan, mit denen die Aufgaben ausgeführt werden, werden die Besten erkannt fein, die mithelfen am großen Werk des Führers.
Den mit starkem Beifall aufgenommenen Ausführungen des Kreiswalters folgte die Verpflichtung einiger Parteigenossen durch Ortsgruppenleiter Pg. Schwarz. Die Versammlung schloß dann in üblicher Weise.
Die Volks- und Leistungsgemeinschae Oer DAI Vortrag in der Mitgliederversammlung der 716^^ Gießen-Süd.
zum Ergötzen der Jugend wie versteinert zwei große Eulen niedergelassen, ohne unserer Anwesenheit irgendwie Beachtuna zu schenken. Schneebedeckt grüßten in majestätischer Größe Hoherodskops und Herchenhainer Höhe und im Süden die fonnüber- flutete Ebene der Wetterau mit ihrem Schwelwerk Wölfersheim. Erneut treten wir in schönen Buchenwald ein. Kein Laut stört die Stille der Waldeinsamkeit. Ein Amsellied erfreut unser Ohr, und verheißungsvoll stimmten, wenn auch noch zaghaft, andere gefieberte Waldfreunde ein. Am Walbesranb, wo bie Sonne unb ber milbe Frühlingsföhn fein Vernichtungswerk noch nicht beginnen konnte, behüten sich langgestreckte Schneebänke aus, was für bie Jugend eine geeignete Gelegenheit zur Schneeballschlacht gab. Wie ein verlorenes Stückchen Erbe hob sich, walbumsäumt, vor unseren Augen bas Dorf Röthges. Nach Ueberfchreiten ber Bahnlinie Mücke— Laubach konnten wir am Walbausgang bie landschaftlich reizvolle Lage des urkundlich bereits im 8. Jahrhundert erwähnten Städtchens Laubach bewundern. Im Kranz fchatttger Laubwälder gelegen, finden hier im Sommer viele Volksgenossen die nötige Stärkung.
Nach entsprechender Mittagsrast unb musikalischen Vorträgen unb nachbem bem gräflichen Schloß und Park mit gutgepflegten Wegen ein kurzer Besuch abgestattet war, erreichten wir nach zweistünbiger Wanberung mit herrlichen Ausblicken über Lauter bas Endziel der Wanderung Grünberg, dem es in diesem Jahre vergönnt fein wird, fein 750jähriges Burgbestehen zu feiern. Enge winkelige Gäßchen und Häuser mittelalterlicher Bauart erfreuten unser Auge und legten Zeugnis ab von den Notwendigkeiten früherer Jahrhunderte. Bei fröhlicher Stimmung und guter Verpflegung wurde dort Schlußraft gehalten.
Als wir ben Heimweg angetreten, hatte ber Himmel fein Antlitz oeränbert, und feiner Regen riefelte hernieder.
Landwehrvereinigung 116.
Man berichtet uns: Am vorigen Samstagabend fand bie Hauptversammlung ber Vereinigung bei bem Lanbwehrkameraben Schraber („Seewiefe") statt. Der Landwehrführer W. B o p f eröffnete die Versammlung, begrüßte bie zahlreich Erschienenen und gedachte des im Laufe des Jahres verstorbenen Kameraden Horst unb bes 70. Geburtstages unseres Seniors Albert Scheel.
Chr. S t u b t, der langjährige Schriftführer, erstattete Bericht über den Verlauf des Jahres. Die vom Rechner Fr. Schneider vorgetragene Rechnungsablage ergab ein befriedigendes Bild über Einnahmen und Ausgaben, so daß ihm nach Prüfung der Rechnung Entlastung erteilt werden konnte.
Zum Führer ber Vereinigung würbe auf einftim» migen Wunsch wieder Wilhelm B o p f bestimmt, der ben bisherigen Führerrat bestätigte.
Es erfolgte bann eine eingehenbe Besprechung der für Ende Juni geplanten Fahrt in bie Front-» abschnitte bes LJR. 116 im Weltkriege. Es wird eine Liste ber Teilnehmer aufgestellt; jeber, ber sich einschreibt, muß an ber Fahrt teilnehmen, bamit ein klares Bild über die Teilnehmerzahl vorliegt und ein entsprechend großer Wagen zur Fahrt bestellt wird. Die Kosten einschließlich Verpflegung und Uebernachtung, betragen ungefähr 40 Mark. Wenn noch Plätze frei bleiben, können auch auswärts wohnende Landwehrkameraden mitfahren. Anmeldung ist aber bis 30. April erforderlich. Zum Schluß wurde noch beschlossen, vorläufig keinem Verband beizutteten.
Mit Sieg-Heil auf Volk und Führer schloß Kam. B o p f die Beratungen, gab aber dann einen fesselnden Bericht über seine kürzliche Teilnahme an einem Schulungslehrgang der NSV., der allen ein klares Bild über Organisation, Wesen und Ziele der nationalsozialistischen Volkswohlfahrt vermittelte.
werden gebeten, die Pfundpakete bereitzuhalten.
Gez.: S ch e 11 h o r n.
Deutsche Arbeitsfront.
Achtung Hausgehilfen!
Am Mittwoch, 4. März, 20.30 Uhr finM im Haus der Deutschen Arbeitsfront, Schanzeckstr. 18 (großer Saal) cjn
rassenpolitischer 23 o rfr a g statt. E5 spricht: Gauamtsleiter des Rafsenpall^fchen Amtes Pg. Dr. Kranz Gießen-
Wir bitten alle Hausgehilfinnen, sswie Hausfrauen zu diesem wichtigen Vortrag ZU erscheinen.
Nationalsozialistische
Knegsopferversorgung e. V.
Ortssruppe Gießen.


