Ausgabe 
3.3.1936
 
Einzelbild herunterladen

1 'M

9JL-4port

Serber«Daier die Weltmeister.

Das Sportprogramm der Radfahrer für 1936

Ski-RrelfferschastenderASDAP.mSchreiberhau

Nachdruck verboten!

2. Fortsetzung.

jetzt lebhaftes

Anwalts zeigten

fügung.

(Fortsetzung folgt!)

wurde. Und dann in mein Leben

dann trat er brachte

wo ich erzogen wieder Giovanni mir sein Kind."

Die Züge des Interesse.

tige Sportprogramm bekannt:

15.3.: Bezirksmeisterschaften Anspach i. T.

22.3.: Querfeldeinrennen in

Sein Kind, die kleine Mariella?"

Annina nickte. Mit unterdrückter Erregung warf jetzt Doktor Heßling ein:

Gnädige Frau, Ihre Erzählung bewegt und fesselt mich aufs tiefste. Würden Sie mich wenige Minuten entschuldigen? Ich habe einen kurzen Schriftsatz zu diktieren, der heute noch hinaus muß. Dann stehe ich, solange Sie wollen, zu Ihrer Ver«

im Saalfahren in

aber mochte Mariella in das Haus dieser Pflege­mutter gekommen sein? Nun, er würde das sicher­lich auch noch aus Anninas Erzählung erfahren.

Schon sprach sie weiter:

Giovanni war mündig, als er diese Marianne kennenlernte. Wohl verboten die Hausgesetze der Bonaglia eine Ehe mit dieser unebenbürtigen Ba­ronesse, aber Giovanni setzte sich einfach darüber hinweg. Er verzichtete sogar auf die Erbfolge. Be­saß er doch Geld und Gut genug. Und das höchste Gut erschien ihm diese fade blonde Person. Er verschwand bald aus Italien. Sein unbezähmbarer Forschungstrieb führte ihn sofort nach der Hoch­zeit wieder in die Fremde. Seine Frau begleitete ihn überallhin. Ein Jahr später wurde Mariella mitten in Afrika geboren. Ich bin lange, lange Zeit nicht über diese unglückliche Liebe zu meinem Iu- gendgespielen hinweggekommen. Ich wies die reich­sten Bewerber ab. Schließlich aber sah ich ein: ich konnte Giovanni nicht ewig nachtrauern. Ich hei­ratete Kurt von Gellern, den ich beim Rennen in Baden-Baden kennenlernte. Wir lebten in einer harmonischen Ehe. Mein Mann war einer unserer berühmtesten Rennreiter. Unsere Verhältnisse waren behaglich und reich. Aber mein Mann stürzte bei einem Rennen so unglücklich, daß er kurz darauf starb. Ich blieb allein zurück. Die Inflation nahm mir fast alles. Außer meiner Villa blieb mir nichts. Mein Gott, was habe ich damals alles versucht, um leben zu können! Zimmervermieten, italienischen Sprachunterricht geben, feinste Handarbeiten, wie man sie nur in den Klöstern meiner Heimat lernt.

Oie Tippgräfin.

Vornan von Klothilde v Stegmann

Urheberrechtsschutz: Aufwärts-Verlag, Berlin, SW 68.

Die Ski - Meisterschaften der Gliederungen der NSDAP, in Schreiberhau hatten zahlreiche Zu­schauer angelockt, besonders natürlich der Sprung­lauf auf der Himmelsgrundschanze, die sich trotz eines leichten Schneeregens in gutem Zustande befand. Unter den Ehrengästen sah man zahlreiche Vertreter von Partei, Staat und Wehrmacht.

In der allgemeinen Klasse siegte Oskar Weis­heit von der SA.-Gruppe Thüringen mit Note 214,7 und Sprüngen von 49,5 und 53 Meter vor Schneidenbach von der SA.-Gruppe Sachsen mit Note 213,0' (47, 54,5 Meter). Von der HI. sind besonders die Schlesier Kohl und Adolf zu er­wähnen, die in ausgezeichneter Haltung über die Schanze gingen.

Den Mannschafts-Langlauf über 18 Kilometer gewann die SA.-Gruppe Hochland in 1:36:06 Mi­nuten und erhielt dafür den Wanderpreis des Führers und Reichskanzlers. Jede Mannschaft bestand aus fünf Mann, von denen drei Mann und der Führer gewertet wurden. Un­terwegs mußte eine Schießprüfung erledigt wer­den. Obwohl die Gruppe Hochland für das Aus­lassen eines Ballons eine Strafminute zudiktiert bekam, siegte sie noch mit über drei Minuten Vor­sprung vor dem NSKK. I und SS.-Oberabschnitt Südwest.

Feierlicher Abschluß.

Nachdem der Reichssportführer sich veranlaßt ge­sehen hatte, den ursprünglich auf Montag verlegten Abfahrtstorlauf ganz zu streichen, konnten die I. Wintersportkämpfe der Gliederungen der NSDAP. 1936 in Oberschreiberhau am Sonntagabend mit der Preisverteilung und dem Kameradschaftsabend ab geschlossen werden.

Bezirksführer Bittendorf gab dann das reichhal- ~ für das Jahr 1936

Gießen.

29.3.: Gaumeisterschaften im Saalfahren in Gießen.

5.4.: 50-Kilometer-Bezirksrennen in Niedergirmes. 30-Kilometer-Jugendrennen in Niedergirmes.

Hoher HandbaWeg der Spielvereimgungl9üv

1900 Gauliga-Tspo. 86/09 Kassel Gauliga 17:5 (4:1).

Immer gut, wenn ich Sie sehe, Frau Annina!" gab Heßling liebenswürdig zurück und beugte sich seicht über Anninas Hand.

Ein triumphierendes Leuchten blitzte in Anninas Augen auf. Endlich wieder einmal eine wirkliche Schmeichelei aus dem Munde Heßlings! Sicher liebte er sie immer noch und hatte nur nicht erneut den Mut gesunden, sich auszusprechen. Sie hatte ihn ja srüher ziemlich unnerblumt °bgew,esen. Aber nun wollte sie ihm doch bald einen Wink geben Ws berühmter Mann mit einem bedeutenden Einkom­men konnte er um sie werben Sie wurde es dann sogar übersehen, daß eraus kleinen Verhältnissen stammte. Freilich, sie hätte einen Mann mit einem Grasen- oder Fürstentitel bei weitern oorgezogen. Wäre Erhard von Hagen vermögend gewesenic hätte nicht geruht, bis sie ihn bekommen hatte. So aber war gar nicht daran zu denken Sie hatte im Innern längst beschlossen, Frau Doktor Heßling zu werden. Sie streifte Heßling mit einem zärtlich- koketten Blick.

Das Vann ja^q^merben! Was wird sie heute wohl norschützen, um den Besuch be. mir möglichst lange auszudehnen? . .

Gott sei Dank! Er hatte seine Mitarbeiterin un Nebenzimmer an den Mithorapparat postiert. o° konnte sie jedes Wort mit stenographieren das in einem Zimmer gesprochen wurde, eine Borstchts- Ä* seinen SOS-Fällen, nue er sagte

Annina hatte sich inzwischen recht vorteilhaft in den großen grünen Sessel placiert. Sie hatte ihn so ge°ückt, daß das Sonnenlicht nur verhalten auf ihr Antlitz fiel, gerade genug, um die bchonheit des blonden Haares zu unterstreichen und doch die ersten leisen Fältchen um Augen U"d Mmid Nicht hervoi^ zuheben Sie begann allerlei gesellschattstchen Klatsch tu mähten und Heßling mit der Schilderung ihre- Triumphe bei den letzten Gesellschaften eiserfuch- fta zu machen. Wenigstens glaubte ,e diesen Zweck bei ihn7 zu erreichen In Wahrheit langweilte ste ibn außerordentlich. Dennoch horte er gespannt zu

mar irgend etwas in ihrem Ton, was ihn zur Vorsicht mahnte. Sicherlich hatte s.e etwas aus dem Herzen und nichts Gutes.

Plötzlich kam ihm der Gedanke, daß es sich um Mariella handeln könnte. Beinahe hatte er ge­

zielte schon bald den fünften Treffer. Die Gäste verlegten sich auf Durchbrüche und hatten mehr Erfolg damit, als eigentlich notwendig gewesen wäre. Sie erzielten auf diese Art vier Gegentore, denen die 1900er einen Treffer durch Schüler und zwei Strafwurftore Krügers entgegensetzen konn­ten. Dann war es allerdings mit der Kunst der Tuspoleute aus. Sie versuchten, mangelndes Können durch unsaubere Spielweise zu ersetzen, schadeten sich aber selbst damit, denn mit der Verwertung der verhängten Strafwürfe ließen die 1900er (Krü­ger und Schüler) nicht lange auf sich warten. Zwischendurch sah man in der Gießener Stürmer­reihe auch wunderschöne Kombinationszüge, für deren erfolgreichen Abschluß meist Hammann und Höing verantwortlich zeichneten. Beim Schlußpfiff des korrekt amtierenden Schiedsrichters Althoff (VfB.-K. Marburg) hatten die Spielvereinigungs­leute ihren Gegner mit 17:5 Toren niedergekantert.

Zur Mannschaftskritik ist kurz zu sagen, daß die Gäste wohl einige guten Ansätze zeigten, im übrigen aber nicht mehr an die Spielstärke des Vorjahres heranreichen.

Bei 1900 ist bemerkenswert, daß sich neben den bewährten Könnern die Ersatz- bzw. neueingestellten Spieler, insbesondere der Läufer Wagner und der Halbrechte Höing, als recht brauchbar erwiesen und einen nicht unwesentlichen Anteil an dem Siege hatten.

Im Freundschaftstreffen standen sich zwei gleich­wertige Mannschaften gegenüber. Sofort nach An­stoß gingen beiden Mannschaften mächtig aus sich heraus, ohne daß es zu zählbaren Erfolgen gereicht hätte. In der 25. Minute war es der Halbrechte von Lich, der auf eine schöne Vorlage des Links­außen das erste Tor schoß. Kurze Zeit darauf wehrte der Gästetormann einen Weitschuß etwas zu kurz ab, so daß der Ball vom Mittelstürmer leicht eingeschoben werden konnte. Lich glaubte nun schon genug erreicht zu haben. Das hatte zur Folge, daß Klein-Linden ein Tor aufholen konnte. In der zweiten Spielhälfte versiebte der Licher Jnnen- sturm eine Menge Torgelegenheiten. Dagegen war es den Gästen vergönnt, ein weiteres Tor zu er­zielen und den Ausgleich herzustellen.

Ein schönes Spiel lieferten sich die beiden Iu-

Aber nun war er schon lange erwacht. Er hatte dies berechnende Spiel Anninas langst durchschaut. Er war nicht mehr der unerfahrene, glaubens­selige Tor, als der er hierher gekommen. Annina wa? schön, hinreißend schön. Aber was war die größte Schönheit, wenn ihr nicht auch die Schon- beit der Seele entsprach? Er war glücklich, daß er noch zur rechten Zeit sehend geworden war. Und das dankte er mit Anninas Pflegetochter, der kleinen Principeffä Mariella bi Bonaglia.

Al- er in die Stadt gekommen, war Mariella

Ohnehin ging es Man«« »« *feiner Siebe nicht allzu rosig. Erfuhr A 'in Mädchen

zu Mariella jo wurde ste es das bitter entgelten lassen, yc mr:nf;Deffa es noch Grund sein, daß die^kleine f/mcipessa^es schwerer im Gellernschen H s h Ännina als sich Heßling bewußt nach e5 würde

Oer immer ergebene Freund- C YvU rie[[a ihm auf biefe Seife ^Ärater Sita, war, 3u schützen. Da er der Recht erat^ ^iirbe ihm S;^'W.,5S S

Guten Tag, Doktor Aßling! stebens- Ihnen?" fragte bie schone Frau mit einem würdigen Lächeln.

13.4.: Bahnrennen in Gießen.

19.4.: Bezirkswanderfahrt nach Kloster Arnsburg. Kreiswanderfahrt (LahnWesterwald) nach Schmalbach.

26.4.: Bezirksmeisterschaften im 6er Rasenradball in Aßlar.

3.5.: Gaumeisterschaften im 6er Rasenradball in Niedergirmes.

10.5.: Rund um Frankfurt.

17.5.:Erster Schritt" undUnbekannter Sports­mann" in Gießen.

21.5.: Kreisfahrt (Vogelsberg) nach dem Herzberg.

24.5.: Bezirksfahrt ins Blaue.

7.6.: 100-Kilometer-Bezirksrennen in Wiefeck. Bezirksjugendfest in Wieseck.

14.6.: Bezirksfahrt nach Schotten.

Kreisfahrt (LahnWesterwald) nach Bad Ems.

21.6.: Reichstreffen mit deutschen Meisterschaften im Saalfahren in Bonn.

4.7.: Sommernachtsfest mit Saalsportwettbewerben in Gießen.

5.7.: Bezirksmeisterschaft über 100 Kilometer in Gießen.

30-Kilometer-Jugendrennen in Gießen._____

schaftsspiel nach Watzenborn-Steinberg gekommen, um ihre Kräfte mit der dortigen ersten Jugend zu messen. Leider waren die Platzverhältnisse trostlos. Trotzdem konnte man ein abwechselungsreiches schö­nes Spiel sehen. Bis zur Halbzeit führten die Ein­heimischen verdient mit 1:0. Nach der Halbzeit hieß es bald 2:0 und schließlich gelang es dem Mittel­stürmer der Gießener, durch seinen schnellen Lauf auf 2:1 zu erhöhen. Bis zum Schluß erhöhten die Platzbesitzer noch auf 3:1. Der Sieg war verdient. Schiri Happel leitete korrekt.

Die zweite Schülermannschaft verlor gegen die gleiche von 1900 Gießen äußerst hoch mit 0:7! Zurückzuführen war dies auf die körperliche lieber« legenheit der Gäste. Die Kleinsten der Teutonen nahmen diese Niederlage unverdrossen hin.

Lugend-Iußball der Spielvgg. 1900.

Auch die 2. Jugend mußte eine (0:3)-Niederlage hinnehmen. Es war jedoch von vorneherein klar, daß ein Sieg gegen die Wiesecker nicht zu holen war. Jedoch taten die Blauweißen ihr Bestes und lieferten dem Gegner eine gute Partie.

Einen schweren Gang hatte die erste Schüler­mannschaft vor. Sie trat im Pflichtspiel in Gar­benteich an. Die Gäste spielten dauernd überlegen, ohne jedoch zum Siege zu kommen. Ergebnis 0:0.

S. s. K. Lich.

Lich I Klein-Linden I 2:2.

Lich 1. Jugend Klein-Linden 1. Jugend 3:2.

Tausend Männer bildeten Fackelspalier, als die 500 Teilnehmer in der achten Abendstunde quer durch Schreiberhau zum Lindenhof marschierten. Die Straßen waren dicht umsäumt von der Be­völkerung. Am Lindenhof fand im Lichte der Scheinwerfer und Fackeln die Siegesfeier und Preisverteilung statt. Reichssportführer von Tscharn« mer und Osten leitete die Siegerehrung durch eine Ansprache ein, in der er auf den Wert der Leibes­übungen in den Gliederungen der NSDAP, hin­wies. Die Führer der Formationen beglückwünsch­ten ihre siegreichen Männer, und einen Sonder­beifall erhielten die Hitlerjungen Kohl und Pfeffer. Reichsjugendführer von Schirach hob diese beiden Leistungen, die auch nach der DSV.- Wertung zu den Spitzenleistungen gezählt hätten, mit Recht hervor. Unter dem sternenübersäten Him­mel sprach Stabschef Lutze die Abschiedsworte. Das Deutschland- und Horst-Wessel-Lied beschlossen die Feier. *

Für Sonja Henie, die infolge Erkrankung alle Startverpflichtungen für den Rest des Winters löste, wurden für die Berliner Eissporttage vom Samstag bis Montag die Engländerinnen Cecilia C o l l e d g e, die Zweite aus dem Olympischen Kunstlaufwettbewerb, und Megan Taylor, die Zweite aus der Weltmeisterschaft, verpflichtet.

Die Schweizer Ski-Meisterschaften in Davos wurden am Freitag mit den Abfahrts­läufen der Männer und Frauen eingeleitet. Bei den Männern siegte HaNs Schlunegger in 4:45,5 vor dem FJS-Sieger Rornrninqer, der 4:46,3 be­nötigte. Bei den Frauen war Nini Arx-Zogg mit 5:19,4 nicht zu schlagen.________________________________

Mit einem für Gauligaverhältnisse reichlich hohen Torunterschied konnten die Spielvereinigungsleute gestern den Tuspo. 86/09 Kassel abfertigen. Als die Einheimischen den Platz betraten, sah es allerdings nach einem derartig eindeutigen Sieg nicht aus. Da vier etatsmäßige Leute ersetzt werden mußten, vertraten die blauweißen Farben folgende Spieler: Enders; Funke, Birkenstock; Koch I, Cremers, Wag­ner; Gurt, Höing, Hammann, Krüger, Schüler. Kassel trat ebenfalls ersatzgeschwächt, und zwar mit einer stark verjüngten Mannschaft an.

In den ersten Spielminuten fanden sich beide Parteien nicht recht. Die 1900er hatten Gelegen­heit, in Führung zu gehen, ein Wurf Krügers ging jedoch an die Latte. Kurz darauf erzielte Tuspo. durch Verwandlung eines Freiwurfes das erste Tor. Die Platzbesitzer kamen nun besser ins Spiel und konnten durch Krüger den Ausgleich erzielen. Nachdem auf beiden Seiten verschiedentlich Latte und Pfosten gerettet hatten, brachte Hammann seine Mannschaft mit 2:1 in Front. Die Tuspoleute versuchten nun wiederholt, eine Wendung herbei­zuführen, 1900s Hintermannschaft war jedoch auf dem Posten. In der 20. Minute erhöhte Schüler auf 3:1, und fünf Minuten später ließ Hammann durch abgegebenen Strafwurf ein viertes Tor fol­gen. Bis Halbzeit ereignete sich dann nichts Be­sonderes mehr.

Nach dem Wechsel beherrschten die Blauweißen die Lage vollkommen. Höing auf Halbrechts er-

Am Sonntag fand in Gießen im Hotel Schütz der Frühjahrs-Bezirks- und Fahrwartetag des Bezirks Gießen im Deutschen Radfahrer-Verband statt. Vormittags hatten sich bereits die Mitglieder des Bezirksführerringes eingefunden, um das Sport­programm festzulegen und sonstige wichtige Fragen zu klären.

Am Nachmittag begann die Tagung, zu der- die einzelnen Bezirksvereine ihre Vertreter entsandt hatten. Bezirksführer B i 11 e n ö o r f (Freiendiez) begrüßte zunächst die Teilnehmer. Hinsichtlich der Mitgliedschaft im RfL. verwies Bezirksführer Bit­tendorf auf fein Rundschreiben, wonach sämtliche Vereine die Einheitssatzung des RfL. annehmen müssen und richtete an die Vereinsführer die drin­gende Bitte, das Versäumte nachzuholen. Sodann sprach der Bezirksbeauftragte des Reichssportführers, Reinhardt, über diesen Punkt.

Die Opferwoche der Radfahrer für das WHW. findet in der Zeit vom 2 9. März bis 4. April statt.

12.7.: 4er Mannschaftsfahren.

Bezirksfahrt nach Hochweisel.

19.7.: Gaumeisterschaften über 100 km in Gießen. 30-Kilometer-Jugendrennen in Gießen.

Kreisfahrt (Vogelsberg) nach Ziegenhain.

2.8.: Rund um Cransberg.

16.8.: Austragung des Waldeslustpokal im 2er Radball.

23.8.: Bezirksfahrt nach Laubach.

Kreisfahrt (WesterwaldLahn) nach Dorn­busch.

30.8.: Großer Straßenpreis von Gießen. Bahnrennen in Gießen.

13.9.: Bezirksfahrt nach Braunfels.

Kreisfahrt (Vogelsberg) nach Schloß Eisenbach. 20.9.: Bergmeisterschaft in Wetzlar.

Straßenfachwart Deibel (Gießen) und Wander- fachwart Bucher (Friedberg) erläuterten nochmals das Sportprogramm und forderten die Vereinsfüh­rer und Fahrwarte auf, durch gute Beteiligung an den Veranstaltungen auch die Mühe und Arbeit des Bezirksführerringes zu lohnen.

Bezirksführer Bittendorf verwies noch auf die bevorstehenden Bezirks- und Gaumeisterschaften im Saalfahren, die am 15. 3. in Anspach und am 29. 3. in Gießen stattfinden. Bei den Gaumeister­schaften in Gießen wird der Deutsche Meister im 6er KunstreigenFlottweg" Kassel am Start sein.

Nachdem Bezirksgeschäftsführer Hauck (Gießen) verschiedene Auszeichnungen verteilt hatte, schloß Bezirksführer B i 11 e n d o r f die in kameradschaft­lichem Geist gehaltene Tagung in der üblichen Weise.

polnischer Sludenlen-Sieg.

In Zakopane trugen die deutschen und pol­nischen Studenten einen Mannschafts-Ski-Länder- kampf aus. Die Polen zeigten sich dabei überlegen, sie gewannen drei von vier Wettbewerben und da­mit den Kampf. Lediglich im Torlauf gab es durch Geri L a n t f ch n e r einen ersten Platz für Deutsch­land. Im Abfahrtslauf siegte B. C z e ch, der auch der beste Springer war und hier mit Note 154 und Sprüngen von 45,5 und 46 Meter siegte. Auch in der Alpinen Kombination war der polnische Olym­pia-Kämpfer B. C z e ch nicht zu schlagen. Einen Zwischenfall gab es um den Deutschen Start, der beim Abfahrtslauf ordnungsgemäß gestartet, aber nicht am Ziel eingekommen war. Die sofort aus­gesandten Rettungsmannschaften man vermutete einen Unfall fanden den Deutschen aber nicht. Stark hatte sich, wie nach Stunden ermittel wurde, verlaufen und war auf tschechisches Gebiet abge­kommen.

Die Kämpfe um die Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft in Paris endeten mit einem herrlichen Triumph für Maxie Herberund Ernst B a i e r, die einstimmig zu Weltmeistern erklärt wurden. (Schirner-M.)

Winterkampfspiele der Schulen.

Alte Peslalozzischule Gießen Ztaffelsieger der Unterstufe im Fußball.

Nach Siegen über Alten-Buseck, Wieseck, Lollar und Oberrealschule Gießen konnte die alte Pesta- lozzischule mit dem schönen Torverhältnis von 16:1 die Meisterschaft ihrer Staffel in der Unterstufe er­ringen.

Am heutigen Dienstag um 14.45 Uhr treten die Gießener gegen Leihgestern auf dem Platz der Spieloereinigung 1900 an. Das Spiel dient zur Ermittlung des Gruppensiegers der Gruppe Gießen. r ZC.Teutonia" Watzenborn-Steinberg

1. Jugend 1900 komb. 3:1 (1:0).

fragt: Handelt es sich um Ihre Pflegetochter, die Principessa, gnädige Frau? Aber Gott sei Dank sprach er es nicht aus. Annina brauchte nicht zu wissen, wie der Gedanke an Mariella ihn dauernd beschäftigte.

Also meine verehrte gnädige Frau, was für eine Sorge führt Sie zu mir?4

Er zwang sich zu einem Lächeln. Mochte Annina nur ruhig glauben, daß er sich nach wie vor für sie begeisterte. Man mußte klug sein. Solch intrigante und eitle Frau stieß man am besten nicht vor den Kops.

Sie fühlen richtig, lieber Doktor Heßling. Es führt mich eine schwierige Angelegenheit zu Ihnen. Haben Sie Zeit?"

Für Sie immer!"

Heßling sagte es mit einem tiefen Blick in Anni­nas Augen. Innerlich aber dachte er: Ich wollte, sie wäre schon fort!

Annina zögerte einen Augenblick:

Ich muß weit zurückgehen in die Vergangen­heit, Doktor Heßling, damit Sie das alles begrei­fen. Und zwar muß ich Ihnen von dem Vater meiner Pflegetochter Mariella erzählen. Ihr Vater, Prinz Giovanni di Bonaglia, und ich waren Nach­barskinder. Wir lebten in unserem Palazzo in Verona und waren von unseren Eltern von jung an für die Ehe miteinander bestimmt.

Ich liebte Giovanni zärllich und dachte nicht an­ders, als daß er sich dem Wunsche unserer Eltern nach einer Ehe zwischen uns fügen würde. Sie. wissen, daß in Italien Wünsche der Eltern für ihre Kinder auch heute noch ausschlaggebend sind. Leider ging Giovanni als junger Mann für ein paar Semester nach Deutschland, und zwar nach Heidel­berg. Dort lernte er Marianne von Ahlfried ken­nen. Er verliebte sich Hals über Kopf in das blonde Haar und die blauen Augen dieses Mädchens. Marianne von Ahlfried nahm mir den Mann, an dem deine ganze, heiße Jugendliebe hing."

Anninas Augen loderten. In ihnen stand noch heute, nach fo vielen Jahren, unversöhnlicher Haß. Schaudernd mußte Heßling denken, daß er nun den tiefsten Grund für Anninas Feindschaft gegen Mariella gefunden haben könnte. Sie haßte offen­bar in der Tochter noch immer die Mutter. Wie

Während die beiden aktiven Mannschaften spiel- _

frei waren, traten die erste Jugend und die zweite gendmannschaften. In diesem Treffen zeigten die Schülermannschaft auf den Plan. Eine komb. Ju- körperlich schwachen Licher ein schönes Spiel und gendmannschaft von 1900 war zu einem Gesell-1 gewannen verdient mit 3:2 Toren.