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Wie ist es nun technisch möglich, es so einzurichten, daß das Große Los zwangsläufig immer am letzten Tage gezogen wird? Dieses Verfahren stellt
Vom Präsidenten der Preußisch-Süddeutschen Staatslotterie, Berlin, werden uns die folgenden Ausführungen zur Verfügung gestellt, die auf häufig gestellte Publikumsfragen antworten und daher allgemeinem Interesse begegnen werden.
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etwas Aehnliches dar, wie das bei anderen Lotterien übliche Ausspielen von Prämien. Der Gewinnplan der Preußisch-Süddeutschen Staatslotterie sieht eine Gesamtzahl von 3 4 3 000 Gewinnen vor, von denen die allergrößte Zahl in der letzten Klasse, der Hauptklasse, gezogen wird. Bei den Gewinneinschüttungen zu Beginn der einzelnen Klassen werden aber im ganzen nur 342 999 Gewinne eingeschüttet, und zwar wird bei der 5. Klasse zunächst kein Röllchen für das Große Los eingeschüttet. Nach den Bestimmungen des Gewinnplanes fällt auf den ersten Gewinn von 300 Mark, der am letzten Tage der Hauptklasse aus der Gewinntrommel gezogen wird, statt dieses Gewinnes das Große Los. Damit nun andererseits nicht ein Gewinn zu 300 Mark fehlt, wird vor Beginn der Ziehung des letzten Tages noch ein weiterer Gewinn zu 300 Mark in das Gewinnrad zugeschüttet, so daß dann im ganzen 343 000 Gewinne dem Gewinnrade entnommen werden können. Dieses Verfahren bietet neben den anderen Vorteilen die Gewähr, daß sich am letzten Ziehungstag bei Ziehungsbeginn unter den Gewinnen auch bestimmt noch ein Gewinnröllchen von 300 Mark im Rade befindet.
Die öffentliche Ziehung der Staatslotterie im Lotteriegebäude in Berlin wird von der Bevölkerung stets mit regem Interesse besucht, und der spannende Vormittag, an dem das Große Los gezogen wird — das nächste Mal am 13. März um 9 Uhr —, gilt für viele als sehenswertes Schauspiel.
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Krosta wird Außenminister der Tschechoslowakei.
Prag, 29. Febr. (DNB.) Der Präsident der Republik hat den bisherigen stellvertretenden Außenminister Dr. Kamol K r o f t a zum Außenminister ernannt. Krofta wurde 1876 in Pilsen geboren. In den Jahren 1896 bis 1899 war er ordentliches Mitglied des Instituts für österreichische Geschichtsforschung in Wien. Nach einem Aufenthalt in Rom
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trat er 1901 in die Dienste des böhmischen Landes- archivs. Er habilitierte sich an der tschechischen Um. ver ität in Prag für österreichische Geschichte. 1920 wurde er Gesandter der tschechoslowakischen Republik beim Vatikan in Rom. Anfang 1922 wurde er in gleicher Eigenschaft bei der österreichischen Regierung akkreditiert und 1924 als Gesandter nach Berlin gesandt, wo er bis 1926 blieb.
Aus aller Welt.
Zweimal im Jahre spielt die Preußisch- Suddeutsche Staatslotterie das „Große Los" in Höhe von zweimal einer Million Mark aus, jedesmal am letzten Tage der Hauptklasse. Da nur die wenigsten ein Doppellos spielen, die Mehrzahl der Lotteriespieler vielmehr nur Achtelabschnitte kaufen, wird dieser Gewinn meistens auch in Teilbeträgen unter eine Mehrzahl von Glücklichen verteilt, die dann einen Nettobetrag von j e 1 00000 Mark ausgezahlt —- halten. Für alle Spieler ist es interessant zu fahren, warum der Gewinnplan so aufgestellt daß das Große Los immer am letzten Tage zogen wird, und wie dies vor sich geht.
Wenn das Große Los sich von vornherein Gewinnrade befände, und schon an einem der ersten Ziehungstage gezogen werden könnte, so hätten alle Spieler, deren Losnummer sich noch im Nummernrade befindet, und auch alle die, die erst später — während der Ziehung — noch ein Los kaufen, keine Aussicht mehr, an der Ausspielung des Großen Loses teilzunehmen. Bei der jetzt üblichen Regelung hat aber jeder Inhaber eines Loses bis zum letzten Tage diese Möglichkeit. Auch diejenigen Spieler, deren Los an einem früheren Ziehungstage bereits mit einem niedrigeren Gewinn gezogen wurde und dadurch ausscheidet, haben die Möglichkeit, an der Ausspielung des Großen Loses teilzunehmen, wenn sie rechtzeitig bei ihrem Lotterieeinnehmer unter Verrechnung des ersten Gewinnes ein Ersatzlos erwerben. Die Ausspielung des Großen Loses am letzten Tage ist mithin für alle Spieler die g e r e ch t e st e Form und bietet
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Betrug am neuen Vaterland.
Dem „Matin" wird aus Nancy gemeldet, daß ein früherer Saarindustrieller, der seinen Betrieb im September 1934 auf französisches Gebiet verlegt habe, bei einem Zoll betrug betroffen worden sei. Dieser Industrielle mit Namen Anton B u k e r habe zur angegebenen Zeit seine Fabrik für Haushaltsgegenstände aus Blech von Fraulautern im Saargebiet nach Brettnach (Frankreich) verlegt. Diese Fabrik sei von den französischen Behörden trotz Einspruches der in der Gegend ansässigen französischen Industriellen zugelassen worden. Die Zollbeamten hätten einen Eisenbahnwagen, der angeblich Haushaltungsgegenstände enthalten sollte, nachgeprüft und festgestellt, daß er Einzelteile von Maschinen enthielt, die von dem Industriellen ohne Zollerklärung auf französisches Gebiet geschmuggelt worden waren. Gegen Buker, der bereits früher beim Schmuggel betroffen worden sein soll, ist ein Gerichtsverfahren eingeleitet worden.
Berlins „Nachlgespenst" erneut unschädlich gemacht.
Die Berliner Kriminalpolizei hat dieser Tage erneut den 44jährigen gewerbsmäßigen Wohnungseinbrecher Johann Janoschka hinter Schloß und Riegel gebracht. Janoschka, der vor Jahren in Berlin das gefürchtete „Nachtgespenst war, wurde erst 1935 nach Verbüßung einer sechs- jährigen Zuchthausstrafe aus der Haft entlassen Es konnte ihm damals bei einem Bauunternehmen eine Arbeit zugewiesen werden. Eines Tages verließ er ohne Angabe von Gründen die Arbeit und wurde daraufhin unter kriminalpolizeiliche Aufsicht gestellt. Bald aber entzog er sich seiner Anmeldungsverpflichtung, um in den Nächten sein altes Treiben wieder aufzunehmen. Janoschka hat sich nach Verlassen seiner Arbeitsstelle stets von abends 9eW)r bis morgen 6 Uhr in seiner Wohnung, aufzuhalten. Bei den ersten beiden Kontrollen trafen ihn die Kriminalbeamten auch an; jedoch bereits bei der dritten Kontrolle wurde festgestellt, daß er aus seiner Wohnung verschwunden war. Eine umfassende Fahndung nach ihm konnte jetzt mit seiner Festnahme im Berliner Norden abgeschlossen werden.
Dreizehn Tote, acht Schwerverletzte bei einem Befriebsunglück in Brilisch-Kolumbien.
Aus Revelstoke in Britisch-Kolumbien wird ein entsetzlicher Arbeitsunfall gemeldet, bei dem den bisherigen Nachrichten zufolge 13 Arbeiter g e - tötet und acht schwer verletzt wurden. Zwei Arbeiter werden noch vermißt. Die Arbeiter halten versucht, einen entgleisten Tender wieder in die Schienen zurückzuheben. Aus bisher unbekannter Ursache kam der Tender auf der abschüssigen Strecke ins Rollen. Ein Teil der Arbeiter wurde überfahren, während mehrere andere gegen die Lokomotive gedrückt wurden und einen entsetzlichen Tod fanden.
Aufgaben der Gippenämier.
Staatssekretär Pfundtncr vor den Standesbeamten.
Berlin, 2. März. (DNB.) Vor Standesbeamten aus ganz Deutschland eröffnete Staatssekretär Pfundtner eine verwaltungswissenschaftliche Woche, die besonders den Nürnberger Gesetzen und der Ehe-Schutzgesetzgebung gewidmet ist. Staatssekretär Pfundtner ging auf das Reichsbürgergesetz und das Blutschutzgesetz ein, um sich dann dem kommenden Reichssippenamtsgesetz zuzuwenden. Erst durch das Blutfchutzgefetz und das Ehegesundheitsgefetz fei die notwendige Klärung über die Aufgaben geschaffen worden, die den Sippenbehörden in Zukunft obliegen. Das Ehegesundheitsgesetz habe die einzig mögliche Lösung gefunden: die Eheberatung in die berufenen Hände des Gesundheitsamtes und nicht in die des Standesbeamten zu legen, der andere wichtige Aufgaben zu erfüllen habe. Eine klare Trennung der Aufgaben zwischen den Ge- sundheitsämtern und den Standesbeamten fei notwendig gewesen. Das Sippenamtsgesetz werde den Sippenbehörden die hohe Aufgabe zuweisen, nicht nur das laufende Bevölkerungsregister zu führen, sondern auch Aufschluß zu geben über d i e früheren Generationen des deutschen Volkes. Im künftigen Reichssippenamt werde die Sippenforschung ihre einheitliche Zusammenfassung finden.
Staatssekretär Pfundtner wies auf die durch me nationalsozialistische Bevölkerungsgesetzgebung erheblich erweiterten Aufgaben der Standesbeamten hin und sprach den Standesbeamten für die vorbildliche Erledigung und Bewältigung der ihnen zugewiesenen Mehrarbeit, die dem Wohle des deutschen Volkes diene, im Namen des Reichsinnenministers Dank und Anerkennung aus.
Volk und Glaube.
Reichsminister Kerrl vor den Studenten.
B e r l i n , 2. März. (DNB.) Zu den Wettkampfleitern des Reichsleistungswettkampfes der Studierenden sprach Reichsminister Kerrl über Welt- anschauungs- und religiöse Fragen. Der Universa l i s m u s der vergangenen Epoche ist schrittweise durch den erwachenden Nationalismus in der Gestalt großer deutscher Menschen zurückgedrängt worden. Heute steht der Nationalsozialismus im Begriff, die letzten Reste des Universalismus völlig zu überwinden. Dem Nationalsozialismus blieb es vorbehalten, den einzelnen auf seine Bindung an d i e Gemeinschaft des Volkes hinzuweisen. Volkstum, Blut, Boden und Geschichte sind die natürlichen Ordnungen, die schöpfungsmäßigen Voraussetzungen des Lebens deutscher Menschen. Dieser Gemeinschaft zu dienen, heißt, den Willen des Schöpfers zu erfüllen. Hier geht es nicht um Glaubenssätze, sondern Handeln i st alles, Bedingung und Tat. Wir stehen in einem Umbruch, wo alte Werte fallen, neue Werte aufsteigen. Es ist kein Ringen um Worte und Formeln, es ist ein Ringen um Haltung, um ein nach den natürlichen Ordnungen ausgerichtetes Leben. Es gilt, dieses Ringen als wirklich deutsche Menschen durchzuführen.
Der Minister ermahnte eindringlich, über jede Gespaltenheit nach Konfessionen, Klassen und Vermögen in keinem Augenblick die blutsmäßig gegebene Einheit und damit gottgewollte Gemeinschaft aller Deutschen zu verleugnen oder zu • übergehen. „Ich achte den nicht hoch, der den Nächsten in dem beschimpft, was ihm heilig ist. Du hast nicht hineinzugreifen in das Recht des Einzelnen, du hast Ehrfurcht zu haben vor der Würde der autonomen Persönlichkeit. Glaubst du, daß du ein großer Mann bist, wenn du dich hinstellst und den Volksgenossen um seines Glaubens willen lächerlich machst? Wer das tut, ist bestimmt nicht des rechten Glaubens!"
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