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Die neue strategische Lage in Abessinien
und
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Wird Winston Churchill Verteidigungsminister?
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Daher, Ettern und Erzieher, hütet und warnt Eure Kinder und Schuhbe- f o h t e n e n t Unterrichtet sie über Gefahren, die ihnen im Verkehr mit Fremden drohen können. Erzieht sie systematisch, sich nicht mit fremden Personen einzu- lassen, eine Forderung zum Mitkommen in jedem Falle abzulehnen, keine Geschenke, insbesondere keine Süßigkeiten, anzunehmen und keinem Versprechen Unbekannter Glauben zu schenken!
Denkt an das Schicksal der von Seefeld ge- schändeten und ermordeten Knaben! Erzieht die Kinder zum Vertrauen zu Euch selbst! Lehrt sie, daß der Polizeibeamte ihr guter Freund ist! haltet sie an. Euch ihre Erlebnisse mit Unbekannten mitzuteilen!
Pflicht aller Volksgenossen ist es, in Fallen dringender Gefahr selbst einzugreifen. Zeigt persönlichen Schneid! Zeigt, daß Ihr Euch der Verantwortung für die Volksgemeinschaft bemüht seid!
Seefeld hat sein schändliches Treiben nur des- wegen Jahre hindurch fortjetzen können, weil er —
Appell der Mitglieder der Reichskulturkammer
Sonntag, den 15. März vormittags 11 Uhr findet im Schumanntheater in Frankfurt am Main ein Appell für alle in der Reichskulturkammer Organisierten statt. Es sprechen Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger, Reichskulturwalter Hinkel und Lan- deskulturwalter Müller-Scheld. Mitglieder der Reichskulturkammer wollen sich diesen Tag unbedingt srei- halten.
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hierdurch außerordentlich erschwert gewesen.
Daher, Eltern und Volksgenossen, seid rücksichtslos gegen die Sittlichkeitsverbrecher! Zeigt sie an! Rur durch Strafverfolgung kann ihr schändliches Treiben verhindert werden. Ihr dient damit nicht nur euren Kindern, sondern auch der Volksgemeinschaft. Mancher Mord wäre wahrscheinlich vereitelt worden, wenn die Erwachsenen den Unhold mit seinem kleinen Begleiter, den sie auf dem Wege zur Mordstelle als verdächtig beobachten, nur angesprochen und nach dem Woher und Wohin gefragt hätten. Vermissen Eltern oder Erzieher ein Kind, so ist unverzüglich die zuständige Polizeibehörde zu benach- richtign; sie veranlahl alles Weitere.
Die Verteilung und der Anschlag von Handzetteln über das Verschwinden des Kindes, die sofortige Mitarbeit der Presse, die Bekanntgabe durch den Rundfunk, Nachfrage in jeder Schulklasse, planmäßig durchgeführte Suchen von Polizeibeamten, Förstern, Jägern, SA., Arbeitsdienst ufw., sowie sonstige örtlich gebotene Maßnahmen bieten erfolgreiche Fahndungsaussichten.
Der Fall Seefeld darf nicht wieder vorkommen. Er ist nur möglich geworden, weil die Weltanschauung des Liberalismus in verantwortungsloser Schwäche und Menschlichkeit Verbrecher wie See- . seid nach Verbüßung einer Strafe ohne jegliche Einschränkung immer wieder freigelassen hat, anstatt sie pflichtgemäß unschädlich zu machen. Wieviel unschuldige deutsche Jungen wären heute noch am Leben, wieviel Sorge, Tränen und Leiden wären erspart geblieben, wieviel deutsche Knaben brauchten nicht unter den Folgen ihrer Schändung zu leiden, wenn eine wirkliche Humanität den Unhold Seefeld bereits zu Beginn des Jahrhunderts entmannt oder in Verwahrung genommen hätte.
Die nationalsozialistische Gesetzgebung gibt die gewisse Zuversicht, daß Verbrechen von derartiger Scheußlichkeit und derartigem Umfang in Zukunft unmöglich werden, soweit nicht menschlicher Vorbeugung Grenzen gesetzt sind — wenn jeder einzelne Volksgenosse, wenn vor allem Eltern und Erzieher Mitarbeiten.
Die Erkenntnisse aus dem Fall Seefeld müssen jeden Volksgenossen mit aller Leidenschaft die nationalsozialistische Forderung vertreten lassen, die Allgemeinheit mit allen gegebenen Mitteln, wie Vorbeugung, Unfruchtbarmachung, Entmannung, Sicherheitsverwahrung und Bestrafung vor Sittlichkeitsverbrechern jeder Art zu schützen.
Oer deutsch-englische Flottenvertrag.
Besprechungen über ein Ergänzungs abkonrrnen.
London, 2. März. (DNB.) Wie Reuter den deutsch-englischen Besprechungen über l ... zweiseitiges E r g ä n z u n g s a b k o rn m e n zu dem deutsch-englischen Flottenvertrag vom Juni 1935 mitteilt, hat der deutsche Botschaftsrat Fürst Bismarck am Samstag den englischen Außenminister Eden im Foreign Office besucht und ihm die Mitteilung überbracht, daß Deutschland im Prinzip bereit sei, Unterhandlungen über eine solche Ergänzung auf der Grundlage des qualitativen Abkommens zu beginnen, das bei der gegenwärtigen Flot- tenkvnferenz erreicht würde. Es besteht jedoch Einverständnis darüber, daß in diese Besprechung unter der Voraussetzung eingetreten wird, daß ein ähnlicher zweiseitiger qualitativer Ver- trag zwischenGroßbritannienund Sow-
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Kunst und Wissenschaft.
3ntenbanf Gcündgens beim Führer.
Der Führer empfing dieser Tage i-en tunten Staatsschauspieler Grün ß Theater- lin zu einem Vortrag über Fragen der Th-°ter^ 'unst. Der Führer nahm diesen Anlaß
Herrn Gründgens seine aufrichtige hprnorra= und Anerkennung auszusprechen für re , »ende Führung und Leitung der beiden Staats
Schauspielhäuser.
Eltern, hütet eure Kinder!
Eine Lehre ans dem Seefeld-Prozeß.
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Nach oiermonatigem Widerstand an der Nordfront wurde zunächst am Amba Aradam der frühere abessinische Kriegsminister M u l u g e t a geschlagen. Es tauchte damals bereits nach der Schlacht von Enderta, wie die Italiener diesen Sieg nennen, die Frage auf, welche Wirkungen der Erfolg auf die benachbarte Armee des Ras K a s a und die noch weiter westlich stehende des Ras S e y u m haben würde. Verharrten sie in ihren alten Stellungen, dann liefen sie Gefahr, von den über den Aradam-Berg hinausdringenden Italienern von Süden und von Norden her flankiert zu werden. Tatsächlich haben entgegen den Stimmen britischer Militärs, die meinten, der Amba A l a d s ch i werde nicht so leicht bezwungen werden, da die Italiener nicht so schnell ihr schweres Geschütz usw. in (Stellung bringen könnten, die Italiener den Amba Aladschi verhältnismäßig schnell ge-
London. 3. März. (DNB. Funkspruch) _
einer Meldung des politischen Berichterstatters des „Daily Telegraph" ist jetzt mit der Möglichkeit zu rechnen, daß Winston Churchill «uf den neuen Posten eines Verteidigungsministers, der die Derem- heitlichunq der drei Hauptwaffengattungen durchzuführen hat, berufen wird. In Regierungskreisen werde anerkannt, daß der Posten von einem Mann ausgefüllt werden müsse der einen Sitz im Unterhaus hat. Der Name Churchills werde letzt an erster Stelle erwähnt. Reuter bestätigt, daß die Möglichkeit einer Ernennung von Churchill. m parlamentarischen Kreisen mit großer Aufmerksamkeit besprochen wird.
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Die Folgen dieser Kämpfe sind noch nicht abzusehen. Zwei Hauptarmeen der Abessinier, die des Ras Mulugeta und des Ras Kasa sind so gut wie vernichtet. Abgesehen von der moralischen Wirkung dieser Kämpfe, dürfte doch die in den Sanktionsblättern aufgetauchte Hoffnung, daß die Abessinier nun mehr als bisher zu dem ihnen gemäßen Kleinkrieg zurückkehren werden, an der Tatsache nichts ändern, daß die Abessinier schwer aufs Haupt geschlagen wurden. Ueberdies hat sich, wie schon die Einnahme des Aladschiberges zeigte, die Erwartung nicht erfüllt, daß die Nachschubschwierigkeiten der Italiener so groß wären, daß geraume Zeit verfließen würde, ehe sie wieder einen neuen Vorstoß wagen könnten. General Badogli hat schnell und sicher und strategisch wirksam gehandelt. Wieweit diese Kämpfe die garye Nordfront der Abessinier erschüttert haben, bleibt abzuwarten. Jedenfalls ist die einzig intakte Armee, die des Ras I Seyum, nur mit Mühe und Not über den Takazze- ' Hufe entkommen.
London, 3. März. (DNB.) Der Marinemitarbeiter des „Daily Telegraph" errechnet, daß noch im Laufe dieses Jahres nicht we- n i g-e r a l s 3 4 neue Zerstörer für die englische Flotte fertiggestellt oder von Stapel laufen werden. Das neue Bauprogramm der englischen Flotte werde beschleunigt durchgeführt. Das werde auch amtlich zugegeben. Das Aufrüstungsprogramm der Regierung s e h e noch weitere Bauaufträge für Zerstörer vor. Der Voranschlag für das Finanzjahr 1936/37 werde wahrscheinlich den Bau von 5 oder 6 neuen Kreuzern vorsehen. Wie „Morning Post" meldet, hat die Regierung den Unterzeichnerstaaten des Londoner Flottenoertrages mitgeteilt, daß sie d i e vier Kreuzer der Hawkins-Klasse, die normalerweise nach dem Londoner Flottenvertrag abgerüstet werden müßten, beibehalten werde. Um den Bestimmungen des Flottenvertrages zu entsprechen, sei beschlossen worden, die 7,5 Zoll dieser Schiffe durch 6-Zoll-Geschütze zu ersetzen An Stelle der Schiffe der Hawkins-Klasse sollen fünf veraltete Kreuzer der Caldon-Klasse uru Ceres-Klasse verschrottet werden.
Wenn auch noch genauere Berichte über diese Einkreisungsaktion gegen die Armee des Ras Kasa fehlen, so ist doch der Erfolg unzweifelhaft. Nachdem die Italiener den Baieu- und den Abara-Paß genommen hatten, waren die italienische Nordarmee und die vom Süden her andringenden Truppen des III. Armeekorps gewissermaßen die Zangenbacken, die Ras Kasa quetschten. Da diese Angriffe vor allem auch durch die schwere Artillerie und durch die italienischen Bombengeschwader nachdrücklich unterstützt wurden, befindet sich der Truppenteil Kasas in völliger Zerrüttung. Jetzt hat sich auch Ras Seyum genötigt gesehen, die ganze Takazze- Front zu räumen. Damit ist das ganze Tembien- Gebiet in die Hand der Italiener gefallen. Die Hauptoerteidigungslinie der Abessinier ist am Ta- kazzefluß gebrochen worden.
Die Großfürstin Kyrill gestorben.
Würzburg. 2. März, <DNB.» In der Nacht zum Montag ist in Amorbach <vdenw°w> IN ber Villa ihres Schwieger ohnes, des Erbpnnzen oon L-iningen. Me fcrofiürfttn Kyrill gestorben Di- Grofetürstin wurde am 25. November 1876 als Tochter des Herzogs Alfred von Sachsen-Coburg und Gotha,Zeines Sohnes der Königin Viktoria von England, auf der Insel Malta geboren. Sie war als Prinzessin Viktoria Melita dem 19. April
Sum Kaiser aller Rustem Der he vermählte mit dem Erbprinzen von ^einng ^ßfürstin Großfürstin Maria.ferner me ® m Kyra und der Großfürst W
nommen. Es ist dies begreiflich, denn in dem langen Talkessel, der sich von Antalo gegen den Aladschi hinzieht, gab es für die Abessinier keine natürliche Widerstandslinie. Oestlich des Talgrundes zum Aladschi ziehen sich längs des Weges Buia—Mai Mestic—Aladschipaß Höhenkämme, die aber von den Abessiniern überhaupt nicht besetzt waren, weil sie ziemlich ungangbar sind und überdies den italienischen Fliegergeschwadern offen lagen.
Nachdem die Italiener den Berg des Mai Me- st i c genommen hatten, der 2800 Meter hoch ist, haben sie schweres Geschütz in Stellung gebracht und den Amba Aladschi, den man mit Recht als bie Schlüssel st ellung der ganzen Takazzefront bezeichnet, ohne sonderliche Schwierigkeiten b e - setzt. Die zurückflutenden Abessinier haben damit den letzten Berg, der den Italienern den Weg nach D e s s i e versperrte, geräumt. Schon melden die italienischen Heeresberichte einen Wettlauf des ersten Armeekorps nach Süden, um schnellstens zum Aschangi-See zu gelangen. Es heißt, daß der Negus eine neue Armee in Defsie aufgestellt habe, die gegen Norden vorstoße, aber man glaubt, daß es den Italienern gelingen wird, schon vorher den Aschangi-See zu erreichen und damit diese vielleicht zu spät kommende abessinische Hilfsaktion zum Stillstand zu bringen.
Denn inzwischen wurde auch die Armee des RasKasa geschlagen, die westlich des Kampfgebietes untätig stand. Dadurch wurde auch Ras S e y o u m gezwungen, in heller Flucht über den Takazze-Fluß sich in das Semiengebiet zu flüchten, > fluß entkommen.
mit Versprechungen und dem An bieten von Geschenken heraus. Er regte dabei auf jegliche Weise die Begehrlichkeit und Phantasie der Knaben an. Gleichzeitig war er bemüht, das Kind unauffällig durch entlegene Straßen und Anlagen an den Rand der Stadt zu führen. In der Regel spekulierte er auf die Gefälligkeit, Hilfsbereitschaft, Geldgier, Naschhaftigkeit, kindliche Neugierde und auch Eitelkeit der Knaben. In den meisten Fällen hat Seefeld seine Opfer in dichte Schonungen gelockt, wo er seine Verbrechen an vorher ausgesuchten, trockenen, gegen Sicht geschützten Stellen verübte.
Mit größter Umsicht führte er seine Verbrechen aus. Den Knaben gab er auf, auf dem Wege zum Tatort vor sich niederzusehen. Auf Bekannte, die ihnen begegneten, mußten die Knaben ihn aufmerksam machen. Befragt, mit wem sie zusammen gegangen seien, mußten sie erklären, es sei der Onkel gewesen ober der Mann habe sie nicht der Uhrzeit gefragt. Bei nassem Boden legte er den Knaben Papier ober Sackleinen unter, damit die Kleidung sauber blieb. Eine Bürste zum Reinigen des Schuhzeugs führte er bei sich. Scharfe Bonbons erhielten die Knaben, um etwaige verdächtige Gerüche $u verdecken. Die geschilderte Art der Verbrechen ist im Laufe von 40 Jahren immer die gleiche geblieben. Wie von den Sachverständigen festgestellt wurde, handelt es sich bei Seefeld nicht um eine erbliche Veranlagung ober die Auswirkung eines kranken ober minderwertigen Geisteszustandes, sondern ausschließlich um die Ausübung eines ihm liebgewordenen Lasters.
Welche Schäden Seefeld und Sittlichkeitsverbrecher überhaupt ihren Opfern in seelischer, moralischer und körperlicher Hinsicht zufügten, läßt sich nur schwer übersehen. Bei manchem Knaben bleibt sein erstes Sexualerlebnis richtungweisend für sein ganzes Leben. Der Verführer trägt die Schuld, daß sich in dem verführten jungen Menschen ein anormales Triebleben entwickelt und sie auf die Führte sittlicher Entartung bringt. Er trägt weiter die Schuld daran, daß seine Opfer sich meistens zu moralischer und charakterlicher Minderwertigkeit entwickeln, die ihren Ausdruck in Faulheit, Verlogenheit, Treulosigkeit und Feigheit findet. Hinzu kommt, daß bie einmal oerborbenen jungen Menschen stets eine weitere Gefahrenquelle für Kinber bleiben.
Solchen Gefahren für bie Jugend zu begegnen ist der Staat und seine Gesetzgebung allein nicht in der Lage. Es bedarf ber ganzen Mitarbeit ber Eltern unb Erzieher unb j e - b e s einzelnen Volksgenossen. Diese Mitarbeit ist möglich auf bem Wege ber Aufklärung, ber Warnung unb bes persönlichen Einsatzes in Fällen offensichtlicher Gefährbung Jugenblicher, sowie insbesonbere in ber Erstattung von Anzeigen.
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Das Reichsjustizministerium veröffentlicht, wie uns die Justizpreffeftelle Darmstadt mitteilt, in der „Deutschen Justiz" folgende Warnung.
Das Urteil über den vielfachen Knabenmörder Seefeld ist gesprochen. Einer der gefährlichsten und furchtbarsten Sittlichkeitsoerbrecher aller Zeiten
jetrußland abgeschlossen werde.
Es sei ksar, daß Deutschland sich hinsichtlich der Größe der Schiffe, die es bauen wird, nicht binden könne, wenn die sowjetrus- fische Flotte nicht dengleichen Bindungen unterworfen fei. Bisher habe man nicht versucht, von Sowjetrußland zu erfahren, ob es zum Abschluß eines zweiseitigen Flottenvertrages mit Großbritannien geneigt fei. Allgemein werde aber erwartet, daß eine Anfrage in dieser Richtung in Bälde erfolgen werde. Sowjetrußland fei bisher bereits von Großbritannien über den Fortschritt der Besprechungen auf der Flottenkonferenz unterrichtet worden. Es bestehe kein Grund zu ber Annahme, baß bie Sowjetunion einem Vorschläge eines Abkommens mit Großbritannien ungünstig gegenüberstehen werbe.
Wie Preß Association berichtet, habe man sich darüber verstänbigt, baß die Vorschläge, bie in bas deutsch-englische Abkommen ausgenommen werden sollen, nur in Kraft treten, wenn ähnliche Vorschläge von ben übrigen Flotte n m ü ch t e n vereinbart werben. Weder bie deutsche noch die britische Regierung habe etroos darüber mitgeteilt, ob sie bie Verhanblungen für einen zweiseitigen Vertrag fortsetzen werden, falls die Flottenkonferenz zusammenbrechen sollte. Dieser Punkt sei nicht erwogen worden. Die Möglichkeit für ein solches zweiseitiges Abkommen sei indessen auch bann nicht unter allen Umstünden ausgeschlossen.
Englands beschleunigte Ausrüstung zur See.
von wenigen Ausnahmen abgesehen — weder von Kindern noch Eltern oder anderen Personen zur Anzeige gebracht worden ist. Nur wenige Knaben haben den Eltern von den mit ihnen oorgenom- menen Verbrechen erzählt; sei es, daß kein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Kindern und Eltern bestand, sei es, daß sie aus Scham vor den Eltern nicht darüber sprachen. Auch bei vertrauensvollen Verhältnissen hat häufig die Angst vor Strafe den Kindern den Mund verschlossen, weil die Eltern ihnen verboten hatten, mit Fremden zu gehen und von ihnen. Geschenke anzunehmen. Aber auch nur in einigen ber wenigen Fälle, in benen bie Kinder sich ausgesprochen haben, ist oon den Eltern Anzeige e r ft a 11 e t, weil sie nicht wünschten, daß ihre Kinder in einen Prozeß hineingezogen würden; sie fürchteten häufig, daß der gute Ruf der Familie und der seelische Zustand des Kindes Schaden nehmen würden. Die Ermittlungen gegen Seefeld sind
Wetterbericht
des Relchswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Noch immer ist die in breitem Zuge in nordsüdlicher Richtung sich erstreckende Tiefdruckrinne für unser Wetter bestimmend. Sie befindet sich zwar in Auffüllung, doch strömen in ihr noch Luftmassen der verschiedensten Herkünste zusammen. Die Folge davon ist, daß heute in großer Ausdehnung über dem Festland dunstiges und bewölktes Wetter herrscht, das vielerorts Anlaß zu leichtem Niederschlag gibt. Die derzeitige Entwicklung der Großwetterlage, die durch allgemeinen und stetigen Druckanstieg gekennzeichnet ist, läßt für die Folge Witterungsbesserung erwarten.
Aussichten für Mittwoch: Vielfach dunstig, sonst wolkig bis aufheiternd und nur ganz vereinzelte Niederschläge, tagsüber mild, veränderliche Winde.
Aussichten für Donnerstag: Voraus- sichtlich fortschreitende Witterungsbesferung.
Lufttemperaturen am 2. März: mittags 6,7 Grad Celsius, abends 3,8 Grad; am 3. März: morgens 1,2 Grad. Maximum 6,4 Grad, Minimum (heute nacht) 0,9 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 2. März: abends 3,7 Grad; am 3. März: morgens 2,9 Grad Celsius. — Sonnenfcheindauer etwa eine Stunde. — Niederschläge 0,3 Millimeter.
das sehr bergiger Natur ist. Die Armee des Ras Kasa stand im Tembiengebiet bei Abbi Addi, und ihre rechte Flanke hing schon seit der Eroberung des Amba Aradam, noch mehr seit dem ttalienischen Erfolg am Amba Aladschi, in der Luft, denn das 3. italienische Armeekorps hatte sich mittlerweile südwestlich der Armee des Ras Kasa geschoben, über den Neguida und Gadat hinaus, und gleichzeitig wurde halbkreisförmig der Ring der Italiener durch Truppen vollendet, die in der Gegend des Amba Maur und westlich davon standen.
ist unschädlich gemacht. ;
Mit der Beseitigung dieses Unholds allein ist es aber nicht getan. Weitere Sittlichkeitsoerbrecher leben als Früchte einer falschen Humanität sowie 1 einer sittlichen und moralischen Verseuchung des Volkes, wie sie durch die Machthaber des Systems betrieben find, im Volke und fetzen ihr schändliches Treiben fort. Sie bilden eine fchwere Gefahr für die Allgemeinheit, insbesondere aber für unser höchstes Gut, die deutsche Jugend.
Abgesehen oon den schweren seelischen und körperlichen, oft nicht wiedergutzumachenden Schäden, die Sittlichkeitsverbrecher ihren Opfern zufugen, endiqt ihre entartete Veranlagung in konsequenter Steigerung nicht selten im Mord. Sittlichkeitsverbrechern und Luftmördern muß daher rücksichtslos ihre Betätigung unmöglich gemacht werden.
Der Fall Seefeld hat einen eindringlichen Anschauungsunterricht für Kinder Eltern und Er- ueher gegeben. Seefelds Sittlichkeitsoerbrechen fallen wie auch bei vielen anderen Sittlichkeitsver- brechen in das Gebiet der „L i e b e z u I u g e n d - lichen" (Pädophilie). Heber 100 Knaben sind ermittelt, die Seefeld mit sich gelockt oder geschändet hat. Es ist aber als sicher anzunehmen, daß bie Zahl seiner Opfer erheblich großer ist. Die Anzahl der von ihm verübten Morde laßt sich mit Sicherheit nicht mehr feststellen. Ihre Zahl durfte mit 30 nicht zu hoch geschätzt esin.
Wie diese Fälle zeigen und bie Erfahrung lehrt, ift bie A r t ber Anlockung von K i über n den Umständen und der Persönlichkeit des Kindes entsprechend verschieden. Allerdings ist sie wohl nur Sten 8u einer olchen Meisterschaft entwickelt, wie Seefeld sie sich auf Grund feiner Erfahrung und ^in r genauen Kenntnis der Knabenpsyche un Lauf eines 40jährigen Verbrecher ebens angeeignet hab Aus sein-Methode sei daher n°h°r -mg-gana-n.
Seefeld durchzog als wandernder Hhr a o r hio deutschen Gaue. Sem Auftreten war jturüdbaltenb und bescheiden. Auf sein SS sf-IJSs E sns
mtt den einfachsten ^Lebensverhältnissen zufriedene Mann anaes hin, der überall in Anbetracht feines Alters Mitleid und Hilfe für sein schweres Leben sand Zu jedermann war er freundlich, für jeder-
ÄS SSÄ SÄ: Heroen die nicht nur die oon ihm entführten, ge
Es-w hat die Knaben wahllos, ohne em bestimmtes Alter °der -in-^bestunmt^n Typ^zu^^-
DUMBERG
Worten -uS°nglich war $»rn* bie @e=
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