würde, die wieder eine jähen Absturz noch sich zöge, wie Argentinien es vor einigen Jahren erfahren muhte.
In der Außenpolitik ist nach dem großen Erfolge, den der Außenminister Dr. Saavedra Lamas als Hauptvermittler bei der Beilegung des Konfliktes zwischen Bolivien und Paraguay erzielen konnte, nunmehr gegen Jahresende die Sanktionsfrage in den Vordergrund getreten. Da Argentinien Mitglied des Völkerbundes tft, so ist damit eine gewisse Linie gegeben. Daß sie den argentinischen Staatsmännern nicht gerade bequem ist, muß zugegeben werden, denn die Syrn- pathien des Volkes stehen schon aus rasseverwandten Empfindungen heraus auf Seiten Italiens. England dagegen ist in wirtschaftlicher Hinsicht so bedeutend für Argentinien, daß man sich hüten wird, es vor den Kopf zu stoßen. So windet man sich nicht ohne Geschick an den Klippen vorbei und hofft auf eine versöhnende Lösung der Probleme durch den Völkerbund. Immerhin ist es nicht uninteressant, daß sich heute in Argentinien schon Stimmen — und mögen es auch noch so wenige sein — bemerkbar machen, die eine Abkehr vom Völkerbund begrüßen würden.
In der I n n e n p o l i t i k haben sich im Laufe des letzten Jahres einige Wandlungen vollzogen dadurch, daß die große Partei der Radikalen, die sich nach dem Sturz des Präsidenten I r i g o y e n durch General Uriburu 1930 gänzlich dem politischen
Leben ferngehalten hatte, wieder aktiv zu werden beginnt. Sie hat in einigen Provinzen beachtliche Erfolge erzielt und bereitet sich darauf vor, bei den im kommenden März im ganzen Lande stattfindenden Bundeswahlen einen entscheidenden Schlag zu führen. Die Regierungspartei der Nationaldemokraten ist durch die Tätigkeit und die Erfolge der Radikalen einigermaßen beunruhigt und daher mit allen Kräften bemüht, den wachsenden Einfluß der Gegner zurückzudämmen. Sie hat dabei eine starke und letzten Endes wohl auch ausschlaggebende Stütze an der bewaffneten Macht. Der Plan der Gründung einer große nParte i, der die Aufgabe zufallen soll, eine versöhnliche Lösung der innerpolitischen Probleme zu finden, ist im Grunde darauf zurückzuführen, daß man die Heftigkeit der Kämpfe bei den Wahlen im März und bei den Präsidentenwahlen, die im Jahre 1937 stattfinden werden, und deren Rückschlag auf das Wirtschaftsleben des Landes fürchtet. Der Plan ist nicht von der Hand zu weisen, daß eine Sammlung der versöhnlichen Geister dem politischen Leben in Argentinien nur förderlich sein kann. Der demokratische Gedanke, der einstweilen noch die führenden Köpfe beherrscht, läßt eine andere Lösung kaum zu. Der argentinische Faschismus ist rein zahlenmäßig zu gering und noch zu unbedeutend, als daß er in absehbarer Zeit eine grundlegende Aenderung der Meinungen und der Verhältnisse herbeiführen könnte.
Das unerschöpfliche Gespräch vom Wetter
Don langweiligen Gesellschaften und „gebräuchlichen Redensarten".
Es ist eine Zuflucht für alle jene zweifelhaften Unterhalter, denen beim besten Willen nichts anderes einfällt, daß sie die Rede auf das unerschöpfliche Thema vom Wetter bringen. Es ist zu allen Jahreszeiten angängig, und jeder hat etwas dazu zu sagen; zudem fehlt es nicht an Gelegenheit zu Meinungsverschiedenheiten, denn was der eine lobt, kann der andere tadeln, und wenn es diesem zu kalt ist, so ist es jenem zu warm. Und offenbar ist es auch unabhängig vom Zeitwandel und darum schon seit einigen Jahrtausenden aktuell. Das Gespräch vom Wetter dürfte wohl fast so alt sein wie das Wetter selbst, denn der Mensch ist nun einmal von der Witterung abhängig und war es früher noch viel mehr als heute. Es bedurfte daher einer gewissen Kulturhöhe, um die so natürliche Behandlung der Wetterfrage als etwas Gewöhnliches zu empfinden. Wann man zuerst die Gespräche vom Wetter als geistlos belächelt hat, wird schwer festzustellen sein. Jedenfalls ist man schon vor dreihundert Jahren gegen diese Verlegenheitsphrase ernstlich ins Feld gezogen. Es war damals die Blütezeit der sogen. „Moralischen Wochenschrifte n", in denen man eine neuere anspruchsvollere Form der Geselligkeit anstrebte. Da erschien in Hamburg eine solche Wochenschrift, „Der Patriot", und in der fünften Nummer des ersten Jahrganges, am 3. Februar 1724, wird der Krieg gegen das Wettergespräch eröffnet. Ein aus England zurückgekehrter Herr beklagt sich über die Langweiligkeit der Hamburger Gesellschaften. „Statt eines angenehmen und nützlichen Gespräches", berichtet er von einer solchen Zusammenkunft, „dauerte es länger als eine Viertelstunde, ehe ein Mensch ein Wort hervorbrachte. Eine ansehnliche Matrone fing endlich mit großer Ernsthaftigkeit an: „Et is recht schön Webber." Eine Frauens- und zwei Mannspersonen, welche auf eine so wertvolle Gelegenheit zu sprechen dem Ansehen nach recht gelauert hatten, sagten darauf: „Dat is wahr"; obgleich es in der Tat trübe und recht windig war. Kaum waren diese sinnreichen Wechselreden beendigt, so erhob sich abermals eine große Stille, bis ein junger Mensch in langer Perücke dieselbe auf eine galante Weise unterbrach. Er wandte sich zu der Frau des Hauses, und nachdem er den einen Knoten seiner Perücke auf eine zierliche Art zurückgeworfen hatte, sagte er mit einem freundlichen, halb schamroten Gesicht: „Das sind sehr schöne Spitzen, Madame; „welche Höflichkeit dieselbe mit einer nicht minder höflichen Miene lächelnd beantwortete und damit der zweiten Handlung ein sittsames Ende machte. Bei so gestalteten Sachen hielt ich mich aus guter Absicht verbunden, der sinkenden Konversation aufzuhelfen. Deshalb fing ich an, die Gesellschaft mit verschiedenen Dingen zu unterhalten. Es antwortete mir aber niemand, und da ich an einem solchen Ort nicht allein predigen wollte, war ich gezwungen, die Zahl der Stummen zu vermehren. Ein beständiges Tee- und Kaffeeschlürfen und ein oft wiederholtes Tabakschnupfen an anderer Seite diente inzwischen beiden Parteien anstatt einer Unterredung. Nach einer abermaligen Pause von anderthalb Viertelstunden wagte es eine junge Frau und sagte: „Madam, wo kummt se mit eerer Amme to recht?" Dieses Wort kam zur rechten Zeit und war mächtig genug, die tote Gesellschaft lebendig zu machen. Alle Zungen waren fast auf einmal rege, und nachdem man eine Zeitlang das Ge
sinde durch die Hechel gezogen, ward endlich die Schmähsucht müde, sich länger so gemein zu machen, und nahm deshalb zu ihrer Beschäftigung einen edleren Vorwurf. Solches waren zuerst die Nachbarn, nachmals die Bekannten und hierauf die ganze Stadt, wobi sich ein solches Geräusch und Gelächter erhob, daß, wenn es auch gedonnert hätte, man es kaum würde gehört haben ..."
Trotz der offensichtlichen Uebertreibung fühlten sich doch viele aus diesen Kreisen durch die Schilderung getroffen, und der „Patriot" kann schon in der siebenten Nummer berichten, daß man ihm zum Trotz eine Gesellschaft „V o m schönen Wed- d e r" gegründet habe, die sich die Pflege der von der Zeitschrift verspotteten Redensarten zur Aufgabe machte. Humorvoll heißt es weiter, daß sich die Hamburgerinnen mit den Leipzigerinnen in Verbindung setzen wollten, um die Gespräche in Deutschland mit möglichst vielen solcher Phrasen zu verzieren. So sollte man z. B. Unterhaltungen mit den Worten einleiten: „Was macht Ihr kleines Hündchen? Sind Sie gestern in der Oper gewesen? Der N. ist ein unvergleichlicher Tänzer."
Die Leipzigerinnen sollen folgende Redensarten beigesteuert haben: „Ich dachte, mich bisse was. Ei ja, warum denn nicht. Zerreiß er sich nicht die Krause. Ich habe meinem Affen heut Zucker gegeben. Das wäre mir eben recht."
In dieser komischen Zuschrift wird darauf hingewiesen, daß die Unterdrückung der gebräuchlichen Redensarten schon großes Unglück gestiftet hätte, „indem eines der Frauenzimmer, die sich ein Gewissen daraus gemacht, die ehrlichen alten großväterlichen und großmütterlichen Komplimente zu gebrauchen, an Zurückhaltung der Sprache beinahe hätte ersticken müssen." Der „Patriot" gibt in seiner nächsten Nummer einige Dutzend nützlicher Bücher an, damit die geliebten Mitbürger und angenehmen Mitbürgerinnen aus diesen Stoff zur Unterhaltung entnehmen könnten. Es ist freilich fraglich, ob die Hamburger vor zweihundert Jahren aus der „gestriegelten Rockenphilosophie", „Helwigs Frauenzimmer- Apothekchen", „Der Frau Segellammerin wohl unterwiesene Köchin", „Matthesons geöffnetes Orchester" und ähnlichem genug gelernt haben, um auf das Gespräch vom Wetter verzichten zu können.
Kreisamtsleituna der 71GD im Güteverfahren in Mietanaelegenheiten.
Die Justizpressestelle Frankfurt a. M. teilt mit: Nach einer Verfügung des Reichsjustizministers vom 5. Dezember 1935 soll von den Amtsgerichten zur gütlichen Beilegung von Mietstreitigkeiten, deren Ursache oft außerhalb des rechtlichen Gebietes liegt, die Kreisamtsleitung der NSV. in allen geeigneten Fällen Zugezogen werden. Die Möglichkeit, im Güteverfahren einen Ausgleich zu finden, ist den wohlverstandenen Interessen der unmittelbar Beteiligten dienlicher, als die Austragung in einem oft erbitterten und nicht selten auch kostspieligen Streitoerfahren. Es empfiehlt sich daher, bei Räumungsklagen wegen rückständigen Mietzinses und bei Mietaufhebungsklagen außer einer Abschrift für das Wohlfahrtsamt eine weitere Klageabschrift beizufügen, damit die zuständige Kreisamtsleitung der NSV. von dem demnächst stattfindenden Gütetermin in Kenntnis gesetzt werden kann.
Wirtschaft.
Ankauf gezogener AuSlosungsrechte
der Anleiheablüsungsschuld des Deutschen Reiches.
Die bei der Auslosung am 2. Dezember 1935 gezogenen Auslosungsrechte der Anleiheablüsungsschuld des Deutschen Reiches sind bestimmungsgemäß am 1. April 1936 einzulösen. Wie in früheren Jahren werden die gezogenen Auslosungsrechte bereits vor dem Fälligkeitstag unter Abzug eines zum jeweiligen Reichsbankdiskontsatz zu berechnenden Diskonts frei von Provision angekauft werden. Der Ankauf der Auslosungsscheine erfolgt durch die Reichsbankanstalten, in Berlin durch die Nostro-Börsenabteilung der Reichs- hauptbank, Jägerstraße 55, 1 Treppe. Die Inhaber der Auslosungsscheine, die vor dem 1. April 1936 in den Besitz des Einlösungsbetrages gelangen wollen, können schon jetzt ihre Stücke der nächstgelegenen Reichsbankanstalt zum Ankauf übergeben. Die Auszahlung des Einlösungsbetrages unter Abzug des Diskonts erfolgt nach Prüfung der Stücke vom 3. Januar 1936 ab. Der Ankauf der ausgelosten Schuldbuchforderungen der Anleiheablösungsschuld des Deutschen Reiches erfolgt zu denselben Bedingungen durch die Reichsschuldenverwaltung.
*
* Kvnkurse undVergleichsverfahren. Nach Mitteilung des Statistischen Reichsamts wurden im Dezember 1935 durch den „Reichsanzeiger" 261 neue Konkurse — ohne die wegen Massemangels abglehnten Anträge auf Konkurseröffnung — und 61 eröffnete Vergleichsverfahren bekanntgegeben. Die entsprechenden Zahlen für den Vormonat stellen sich auf 267 bzw. 67.
* Harpen übernimmt Mont-Cenis. In einer Aufsichtsratssitzung der Harpener Bergbau AG. wurde der Kauf der bisher im Besitz der Eisenwerkgesellschaft Maximilianshütte befindlichen Kuxe der Gewerkschaft Mont-Cenis entsprechend den Vorschlägen des Vorstandes genehmigt. Die Bezahlung erfolgt durch Kokslieferungen von Harpen an die Maxhütte, die sich auf mehrere Jahre erstrecken.
* Vergrößerter Umsatz und vergrößertes Auslandsgeschäft bei der AEG. Wie alljährlich hat auch diesmal die AEG. die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit des vergangenen Jahres, die erzielten Fortschritte und besonders interessante erstellte Anlage in einem umfangreichen Leitartikel des Januarheftes der AEG.- Mitteilungen zusammengefaßt. Die Elektrizität, so heißt es in dem Bericht, erobert ständig neue Anwendungsgebiete und erweitert die alten; diese Entwicklung sowie das Arbeitsbeschaffungsprogramm der Reichsregierung brachten der AEG. eine bedeutende Auftragssteigerung. Ergänzend erfährt der DHD. dazu, daß der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter gestiegen ist, er wirb sicherlich 250 Millionen Mark (1933/34: 234 Mill. Mark) übersteigen. Die Gefolgschaft hat von rund 37 000 Köpfen am 1. Oktober 1934 um etwa 5000 auf rund 42 000 Köpfe am 1. Oktober 1935 zugenommen. Dabei ist zu berücksichtigen, daß sich diese Zahlen auf die unmittelbaren AEG.-Betriebe und nicht auf die Konzernwerke beziehen. Zum ersten Mal seit mehreren Jahren konnte auch das Auslandsgeschäft wieder vergrößert werden. Der Auftragseingang war und ist anhaltend gut.
Mein-Mainische Börse.
rNittagsbörse freundlich.
Frankfurt a. M., 2. Jan. Die erste Börse im neuen Jahre wies eine freundliche Haltung auf, das Geschäft erfuhr aber noch keine nennenswerte Belebung. Die Aufträge der Bankenkundschaft betrafen nur einige Spezialwerte, außerdem fehlte es zumeist an Erneuerung der Limite. In Anbetracht der vorliegenden günstigen Wirtschaftsnachrichten erfolgten aber auch seitens der Kulisse kleine Meinungskäufe.
Am Aktienmarkt war die Kursentwicklung etwas unregelmäßig, die Veränderungen erreichten nach beiden Seiten kein stärkeres Ausmaß. Fest lagen am Elektromarkt AEG. mit 37,13 (35,40), die übrigen Werte lagen meist 0,25 bis 0,50 v. H. höher, Siemens und Schuckert bröckelten je 0,65 v. H. ab. Von Montanwerten fanden Stahlverein mit 74,75 bis 75,13 (75) Interesse, ebenso waren Hoesch mit unv. 86 stärker beachtet. Chemische Werte lagen sehr ruhig, IG.-Farben lagen mit 149 (149,50) nur knapp gehalten. Maschinen- und Motorenaktien tendierten zumeist unverändert, Daimler gaben später etwas nach auf 90,75 nach 91. Sonst eröffneten u. a. Kunstseide AKU. 0,40, Cement Heidelberg 0,50, Reichsbank 0,50 v. H. fester, dagegen Feldmühle Papier 0,90 v. H. niedriger. Nach den ersten Notierungen unterlagen die Kurse bei freundlicher Grundtendenz leichten Schwankungen
Am Rentenmarkt war das (^tchäff über» raschend gering. Von heimischen Papieren gingen Altbesitz auf 110,50 (110,90), Zinsvergütungsscheine
auf 91,80 (91,90) und späte Schuldbuchforderungen auf etwa 96,90 (97) zurück, dagegen blieben Kommu» nal-Umschuldung mit 88,25 unverändert. Von fremden Werten setzten 5prozentige äußere Goldmexikaner mit 12,60 (12,30) und öprozentige innere Silbermexikaner mit unverändert 5,13 ein.
In der zweiten Börsenstunde war die Haltung weiter uneinheitlich, doch überwogen am Aktienmarkt leichte Abschwächungen. Die Kulisse trat in kleinem Umfange als Abgeber auf. Zumeist ergaben sich Rückgänge non 0,25 bis 0,50 v. H., so u. a. für IG.-Farben, AEG. und Montanwerte. Etwas festes lagen jedoch Schiffahrtsaktien, Hapag 15 bis 15,25, (15), Nordd. Lloyd 17,25 (16,50). Von erst später notierten Werten ermäßigten sich Chade A bis C auf 284,25 (286,50) und Muag auf 71,13 (72.40), wäh- rend Goldschmidt auf 107,75 (106,50) anzogen.
Am Rentenmarkt bröckelten Altbesitz weiter ab auf 110, Zinsvergütung waren dagegen erhöht auf 91,90 nach 91,80, sonst traten keine Aenderungen ein. Pfandbriefe lagen still und zumeist unverändert.
Tagesgeld etwas leichter mit 3,25 (3,50) v. H.
Abendbörse behauptet.
An der Abendbörse war das Geschäft sehr klein. Aufträge lagen kaum vor, auch die Kulisse zeigte keine Unternehmungslust. Bei freundlicher Grundstimmung erfuhren die Kurse im Vergleich zum Berliner Schluß nur geringprozentige Abweichungen. IG. Farben bröckelten leicht ab auf 148,25 (148,50), andererseits waren AEG. zu 37 (36,90) gefragt. Elektro-, Montan- und Kunstseideaktien blieben gut behauptet. Auch am Rentenmarkt konnte sich kein nennenswertes Geschäft entfalten. Etwas leichter waren Kommunal-Umfchuldung mit 88,15 (88,25), sonst blieben die z. T. etwas niedrigeren Mittagskurse unverändert. Von Stadtanleihen kamen 4,50 v. H. Darmstadt von 1928 mit 92 (91 am 30. Dezember) zur Notiz.
U. a. notierten: Altbesitzanleihe 110, IG. Farden- Bonds 122,75, 4,50 v. H. Darmstadt von 1928 92, 4 v. H. Rumänen 4,90, 5 v. H. innere Mexikaner 5,15, Adca 67, Commerzbank 84, DD.-Bank 84, Pfälzische Hypothekenbank 82,50, Reichsbank 180,50, Harpener 109, Ilse Genuß 125,75, Mannesmann 79,50, Hoesch 85,50, Nheinstahl 103,50, Stahlverein 74,40, AKU. 52,40, AEG. 37, Bemberg 101, Bekula 135,75, IG. Chemie Basel volle 164, Conti Gummi 159, Daimler 90,50, Scheideanstalt E 217, Licht & Kraft 127,50, IG. Farben 148,25, Feinmechanik Setter 79, Felten 112,75, Gesfürel 125, Goloschmidt 107,50, Holzmann 87, Junghans 81,25, Moenus 79, Schuckert 119,25, Siemens 165,50, Süddeutsche Zucker 197, Hapag 15.
Scfjroeinemartf in Alsfeld.
D Alsfeld, 2. Jan. Bei dem heutigen Schweinemarkt waren 304 Ferkel aufgetrieben, darunter 185 Händlerschweine. Es kosteten 6—8 Wochen alte Tiere 15—20 Mark, 8—10 Wochen alte 20—25 Mark, Läufer 31 Mark. Der Handel war flott. Es verblieb nur geringer Ueberftanb.
Diebisches Dienstmädchen
3n der Silvesternacht die neue Herrschaft bestohlen.
LPD. Frankfurt a. M., 2. Jan. In der Neujahrsnacht wurde ein Frankfurter Professor von einem neueingestellten Dienstmädchen auf raffinierte Weise b e st o h l e n. Die Täterin hatte am 31. Dezember 1935 ihre Stelle dort angetreten und, während sich ihre Dienstherrschaft bei einer Silvesterfeier befand, den Diebstahl ausgeführt. Sie brach den Schreibtisch auf, entwendete hier außer 90 Mark Bargeld ein goldenes Zehn- und ein Zwanzig- Dollarstück, ein altes goldenes Zehn-Rei.chsmark- Stück und mehrere andere silberne in- und ausländische Münzen. Das mitgebrachte Gepäck — zwei große Koffer — hat sie bei ihrer Flucht mitgenommen. Die Täterin nannte sich Elli Sander und gab an, daß sie aus Mannheim stamme. Ihr Mann, ein Friseur namens Maier, habe sich auf Grund der Nürnberger Gesetze von ihr scheiden lassen, da sie Halbarierin sei; aus diesem Grunde könne sie keine Zeugnisse oder sonstige Ausweispapiere vorlegen. Sie versprach jedoch, sich sofort die polizeiliche Abmeldung aus Mannheim zu beschaffen, um sich aus- weisen zu können. Die Kriminalpolzei vermutet, daß sie es in vorliegendem Falle mit einer g e - werbsmäßigen Diebin zu tun hat, die bestimmt versuchen wird, noch weitere derartige Diebstähle auszuführen und bittet daher, bei Auftreten dieser Person die Kriminalpolizei ober die nächste Polizeistelle zu verständigen bzw. die Festnahme der Diebin zu veranlassen. Die Täterin ist etwa 1,54 bis 1,57 Meter groß, schlank, dunkelblond, hat gekräuseltes Haar und ist Linkshänderin. Bekleidet war sie zuletzt mit einem rotbraunen Wintermantel mit einem großen dunkelbraunen Pelz besetzt.
Kurszettel -er Berliner und Krankfurier Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frantlun a. 2JI.
xBerlm
Echluß- kurs
Schlußk. Abend-
Schluß-
Schlußk. Mittag-
börse
börse
Datum
31-12
2.1.
31.12.
2.1.
6% Deutsche Retchsanlethe v. 1927
100,5
100,4
100,5
100,5
4% Deutsche Neichsanl. von 1934
97,25
97,25
97,25
97,25
5y2% Doung-Anlethe von 1930 ..
103
103,5
103,5
103,4
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
Auslos.-Rechten .............
110,9
110
110,75
110
4‘/i% Deutsche Reichspostschatzan-
Weisungen von 1934, 1.......
99,75
99,9
99,9
100
6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929
(rückzahlb. 102%)............
97
97
97,25
97,25
4’/2% ehem.8% Hessische Landes' bant Darmstadt Gold iR. 12....
96,4
96,4
96,4
96,25
6%% ehem. 4/,% Hess. Landes
Hypothekenbank DarmstadtLigui
100,75
101
471% ehem. 8% Darmst. Komm.
Landesb.Goldschuldverlchr. R.6
93
93
Oberhessen Provinz-Anleche mti
Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. Aw
117,5
119
119,5
—
leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten
113,65
113,4
113,4
113,4
4>/2% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank
Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
96,5
96x5
W/o ehem. 47i% Franks. Hyp..
Bank-Liqu.-Psandbriese.......
100,95
100,9
6y2% ehem. 4%% Rheinische
Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe.....
101
100,9
101
47i% ehem. 8% Pr. LandeSpfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 19
97
97
97
97
4y,% ehem. 7% Pr.Landespsand-
brtesanst., Gold Komm. Lbl.VI
97
97
97
108
97
108
Steuergutsch.Verrechnungsk. 34-38
107,4
107,4
4% Oesterreichische Goldrente....
4,20% Oesterreichische Silbenente
29
1,2
8,9
1,2
29,65
1,25
29,25
1,25
4% Ungarische Goldrente.......
9
9,05
9,05
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
8,8
9
8,9
9
4y2% desgl. von 1913..........
8,75
8,9
9
5% abgest. Goldmexikaner von 9S
12,3
12,6
12,4
12,4
4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe
Serie 1....................
9,5
9,5
—
—
Frankfurt a.M. |
Berlin
Schluß- kurS
Schlußk. Abendbörse
Schluß- kurS
Schlußk. Mittag- bürte
Datum
31 12
2-1 •
31 12.
2-1.
4% beegl. Serie II ............
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4'/2%Rumän.vereinh.Rentev.l913
4% Rumänische verctnh. Rente ..
2tz% Anatolier ..............
Hamburg-Amerika-Paket O Hamburg-Südam. Dampfschiff . O Norddeutscher Lloyd .........O
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. O
Berliner Handelsgesellschaft ... 6
Commerz, und Privat-Bank ... o Deutsche Bank und DtSconto-
Gesellschaft................o
Dresdner Bank..............o
Reichsbank ................ 12
A.E.G......................u
Bekula.................... 10
Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6
Licht und Kraft ........... 67t
Felten L Guilleaume......... 4
Gesellsch.s.Eleklr.Unternehmung. 6
Rheinische Elektrizität ........ 6
Rhein. Wests. Elektr..........«
Schuckert L Co............... 4
Siemens L Halske............7
Lahmeyer L Co..............7
Buderus ................... 4
Deutsche Erdöl ..............4
Harpener...................0
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. g
Ilse Bergbau ...............«
Ilse Bergbau Genüsse........6
Klücknerwerke ...............g
Mannesmann-Röhren........0
9,5
5,6
8,4
4,9
38,75
15
16,5
86 113,75
84
84
84
179,5
35,4 135
113,5
127
112,5
125,25
133,5
130,25
120,13
166,13
122,5
94
106,5
>09,5
86
153
125,5 81,65
79,5
9,5 5,65
8,5 4,9
38,75
15
17,25 86,25
114
84
84
84
180,5
37 135,75
113,5 127,5
112,75
125
132
130 119,25 165,5 121,5
94,65
106,75
109 85,5
I125,75 81,75
1 79,5
5,6
8,6
4,9
38,9
15
26,5
17,13
86,5 113,75
84
84
84 179,25
35,13 135,5 113,5
126 112,65 124,75
134 129,4 119,5 165,5
122
94,25 106,25
109
85,75
157 125,25
81,5
79
5,55
8,6
4,9
39
15
17
86,9
113,5
84
84
84
180,75
36,9
135,9
113
127,65
113 125,13
132
129
119,4
165,5
121
94,5
106,5
109
85,25
154
125
81,5
79,4
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß- kurS
Schlußk. Abendbörse
Schluß- kurS
Schlußk. Mittag, börse
Datum
31 12.
21.
31 12.
2-1.
Marisfelder Bergbau.......
.. 5
117,65
117.5
117,5
Kokswerke ...'............
.. 6
—
—
115,65
115,13
Rheinische Braunkohlen ....
. 12
210
210,25
209.75
211
Rhetnstahl ................
.. 4
103,5
103,5
103,4
104
Bereinigte Stahlwerke......
.. O
75
74,4
74,9
74,4
Otavi Minen ............
.. O
17,65
17,65
17,65
17,5
Kaliwerke Aschersleben......
.. 5
119,75
—-
121
120
Kaliwerke Westeregeln......
.. 5
115,5
115,75
115,25
116
Kaliwerke Salzdetfurth.....
7%
173
174
177,5
9. G. Farben-Jndustrie.....
.. 7
149,5
148,25
149,4
148,5
Schetdeanstalt.............
.. 9
217,5
217
—
—
Goldschmidt ...........
.. 5
106,5
107,5
106,5
107
Rütgerswerke .............
.. 6
113,25
113
113
113,65
Metallgesellschaft...........
.. 4
110,5
110,25
110,9
111,5
Philipp Holz mann.........
.. 4
86,75
87
86
87,5
Zementwerk Heidelberg ....
Cementwerk Karlstadt.......
::i
119
128
119
128
Schultheis Patzenhofer .....
.. 4
—
—
101
102
Aku (Allgemeine Kunstseide)
.. O
51,75
52,4
51,65
52,4
Bemberg.................
.. 5
101
101
99,9
101,25
Zellstoff Waldhof ..........
.. 5
115.75
116
115
115,75
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. O
79
77
78
77,75
Dessauer Gas .............
.. 7
—
——
120,75
120,75
Daimler Motoren..........
.. O
91
90,5
90,25
90,5
Deutsche Linoleum.........
.. 8
142,13
141
141,5
—
Orenstetn & Koppel ........
.. O
—
—
74,5
74,65
Westdeutsche Kaufhof.......
.. O
25
25,25
24,9
24,9
Chaoe....................
?'/,
286,5
284,4
286,5
286,25
Accumulatoren-Fabrik......
. 12
168
168,5
168
169
Contt-Gummt.............
.. 8
159
159
158,5
158,5
Grltzner..................
.. O
25
27
I 25,25
26,75
Mainkraftwerke Höchst a.M..
.. 4
88,13
87,25
-
Süddeutscher Zucker.......
. 10
198,5
197
I 198,5
197
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2U.
Banknoten.
31 .Dezember
2.Januar
Amtliche Geld
Kotierung
Brief
Amtliche Notierung
Geld
Briet
Buenos Aire.
0,671
0,675
0,670
0,674
Brüssel.....
41,90
41,98
41,90
41,98
Rio de Jan.
0,137
0,139
0,137
0,139
Sosta ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,68
54,78
54,64
54,74
Danzig.....
46,80
46,90
46,80
46,90
London .....
12,245
12,275
12,235
12,265
Heliingsors..
5,395
5,405
5,395
5,405
Paris ......
16,42
16,46
16,43
16,47
Holland ....
168,83
169,17
168,73
169,07
Italien.....
19,98
20,02
19,98
20,02
Jcwan ......
0,715
0,717
0,714
0,716
Jugoslawien
5,654
5,666
5,654
5,666
Oslo..... :
61,49
61,61
61,44
61,56
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon ....
11,11
11,13
11,10
11,12
Stockholm...
63,14
63,26
63,09
63,21
Schweiz ....
80,84
81,00
80,75
80,91
Spanien....
34,03
34,09
34,05
34,11
Prag.......
Budapest ...
10,31
10,33
10,31
10,33
Neu York ...
2,486
2,490
2,486
2,490
Berlin,2.Zanuor
Geld
Bciei
Amerikanische Noten............
2,438
2,458
Belgische Noten..................
41,78
41,92
Dänische Noten ................
54,43
54,65
Englische Noten .................
12,20
12,24
Französische Noten...............
16,38
16,44
Holländische Noten...............
168,31
168,99
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
61,28
61,52
Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling
Rumänische Noten...............
—
—
Schwedische Noten...............
62,92
63,18
Schweizer Noten.................
80,57
80,89
Spanische Noten.................
33,69
33,83
Ungarische Noten................


