Ausgabe 
2.12.1936
 
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Oer Tag -erNationalen Solidarität"

greifen. Deshalb nochmals die Bitte: gibt die Pa­role des Winterhilfswerks im Monat Dezember 1936Jedem soll der Weihnachtsbaum brennen" auch in deinem Freundeskreis bekannt und gehe mit gutem Beispiel voran.

Dornotizen.

Tageskalender für Mittwoch.

Stadttheater: 19.30 bis 22.15 UhrDer Zare­witsch." Gloriapalast, Seltersweg:Zwischen Abend und Morgen." Lichtspielhaus Bahnhof­straße:Arme kleine Inge." Bekenntnisgemeinde: 20.15 Uhr Dortrag von Pfarrer W. Gaul (Dillen­burg) überVolksreligion und Gottes Offenbarung im Alten Testament" im Johannessaal.

Stadttheater Gießen.

Heute abend Wiederholung des großen Erfolges Der Zarewitsch", Operette von Franz Lehär. Musikalische Leitung: Hans H. Hampel. Spiel­leitung: Paul W r e d e. Tänze: Irmgard Zen­ner. Mittwoch - Miete. 11. Vorstellung. Anfang 19.30 Uhr, Ende 22.15 Uhr.

Weihnachlsausslellung oberhessischer Künstler.

Im Turmhaus am Brandplatz wird auch in die­sem Jahre wieder eine Weihnachtsausstellung ober­hessischer Künstler gezeigt. Die Ausstellung wird am morgigen Donnerstag, 17 Uhr, eröffnet. Auf die heutige Anzeige, in der auch die Zeiten angegeben sind, au denen die Ausstellung zu besichtigen ist, sei besonders hingewiesen.

Gastspiel von Ivo Puhonnys Alarionetten-Thealer.

Der Nationalsozialistische Gaudienst Hessen-Nassau schreibt-

DerTag der Nationalen Solidarität" ist nach des Führers Willen der sichtbare Ausdruck der in­neren Geschlossenheit und der starken dre

dem zerschundenen und zerschlagenen Deutschland des Jahres 1918 wieder Freiheit und Ehre gab Führende Männer aus Partei, Staat, Kunst und Wissenschaft sammeln am 5. Dezember für das Winterhilfswerk. Diegute Gesellschaft von da­mals mit ihren Wohltätigkeitsoeranstaltungen, deren Ertrag häufig genug im umgekehrten Verhältnis zu der aufgewandten Mühe und der nicht lmmer selbstlosen Geschäftigkeit stand, ist abaelost durch die Gemeinschaft der sozial Bewußten, die Tag für Tag im Kampfe und in der Tätigkeit stehen für das vom Führer befohlene Werk.

Der Tag dieser großen Sammeltätigkeit, der die Männer aus Partei, Staat, Kunst und Willenschaft in die Oeffentlichkei der Straße führt, ist zweck- voll gewählt. Er bildet den sinnvollen Auftakt zum deutschen Fest der Weihnacht, in dem Glaube, Liebe und Hoffnung das Herz zum Wohltun stim­men. Das Opfer für den hilfsbedürftigen Deutschen, das am 5. Dezember gesammelt wird, ist die Weih­nachtsspende der Nation, die im Sozialismus der Tat ihr höchstes und vornehmstes Ethos hat.

Sammler, Spender und Betreute stehen am 5. Dezember wiederum und ausdrücklich in einem

inneren Verhältnis, das gegeben ist von der Auf­fassung des sozialen Gedankens im Dritten Reich: Der Sammler nimmt die selbstverständliche Pflicht auf sich, weil er die harten Notwendigkeiten erkennt, die der Wiederaufbau mit sich gebracht hat, der Spender opfert, weil er sich als einen mitverant­wortlichen Teil jener größten aller Erneuerungs­arbeiten erkannt hat. Und der hilfsbedürftige Deutsche empfängt als ein Mitglied jener großen und schö­nen Volksfamilie, wo des einen Leid die Tatbereit­schaft des anderen weckt. Wer heute empfängt, will morgen geben, wenn er im großen Gesundungs­prozeß der Nation selbst wieder gesund geworden ist.

Der Tag der Nationalen Solidarität ist ein heili­ges und. schönes Symbol im neuen Brauchtum des deutschen Volkes geworden. Die Weihnachtsfreude in der Familie erhält ihre Weihe durch das Opfer für das Volk, dessen Kraft und Sicherheit das Wohl­ergehen jedes einzelnen über alles Trennende hin­aus fördert und sicherstellt. Wenn in anderen Län­dern Zweifel, Haß und Neid sich austoben, ist uns der Tag derNationalen Solidarität" das schönste Zeichen des sozialen Friedens, der getragen ist vom Geist der Gerechtigkeit und des Opferwillens. An diesem Ehrentag des deutschen Volkes wird der Glaube an das ewige Deutschland sich auswirken im selbsllosen Willen, all den deutschen Brüdern zu helfen, die Hilfe nötig haben.

Auf Einladung des Goethe-Bundes und des Kaufmännischen Vereins wird, wie uns mitgeteilt wird, das Ivo Puhonnys Marionetten-Theater am kommenden Sonntagnachmittag und -abend in der Neuen Aula ein Gastspiel geben. Ivo Puhonny und sein Mitarbeiter Ernst Ehlert, der Puhonnys Pup­pen durch die halbe Welt geführt hat, haben die große Vielseitigkeit der Puppe gezeigt. Gesunden Humor pflegen Puhonnys Marionetten in aller­erster Linie. Das Spiel der Puppen zieht die Zu­schauer, gleich welchen Alters, in den Bann seiner Zauberwelt. Der Spielplan bringt in der Jugend­vorstellung am NachmittagDer gestiefelte Kater", ein Marionetten-Märchenspiel von E. Ehlert und E. Meißner, dazu: Solo-Marionetten. In der Abendvorstellung:König Violon und Prinzessin Clarinette". Eine Rokoko-Komödie von Ä. Mahl­mann; dazu: Kabarett der Solo-Marionetten. (Siehe heutige Anzeige.)

NSA., Ortsgruppe Sießen-Ost.

Delr. Lebensmlttel-Opferring.

Die Sammlung wird Dienstag, 1., und Mittwoch, 2. Dezember, von der NS -Frauenschaft durchge- fübrt. Die Mitglieder wollen die Pfundpäckchen bereithalten und die Mitgliedskarte zur Eintragung vorlegen. Der Inhalt der Päckchen ist außen sicht­bar anzugeben.

Es wird gebeten, daß sich außer den Mitglie­dern auch diejenigen Volksgenossen beteiligen, die in der Lage sind, das WHW. zu fördern.

Belr. Kohlenversorgung.

Die Kohlenhändler werden aufgefordert, die in Zahlung genommenen Kohlengutscheine bis zum 5. Dezember, täglich in der Zeit von 17 bis 19 Uhr, auf der Geschäftsstelle, Kaiserallee 52, gegen evrte Wertquittung umzutauschen. Später eingereichte Kohlengutscheine können nicht mehr in Zahlung ge­nommen werden.

Ottsgruppe Giehen-Nord.

Dinkerhilfswerk 1936/37.

Die Kohlenhändler werden aufgefordert, die in Zahlung genommenen Kohlengutscheine (Serie B) bis spätestens am Freitag, 4. Dez., 20 Uhr, auf der Geschäftsstelle, Wolltorstraße 38, einzureichen. Spä­ter eingehende Gutscheine können nicht mehr ange­nommen werden

Ortsgruppe Gießen-Süd.

Am Dienstag, 1., Mittwoch, 2. und Donnerstag, 3. Dezember 1936, findet in der Ortsgruppe Gießen- Süd durch die NS.-Frauenschaft die WHW.-Pfund­sammlung statt. Es wird gebeten, die Lebensmittel- fpenden (Pfundpakete) zur Abholung bereitzuhalten.

NSDAP. Ortsgruppe Gießen-Süd.

Hilfskasse.

Alle Angehörigen der SA., SS., Marine-SA Reiter-SA. und des NSKK., die im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Süd wohnen, zahlen ihren Hilfs­

kassenbeitrag für die Monate Januar, Februar und März 1937 am

Dienstag, 1. Dezember, Mittwoch, 2. Dezember und Donnerstag, 3. Dezember jeweils in der Zeit von 20 bis 22 Uhr auf der Geschäftsstelle der Ortsgruppe, Frankfurter Straße 29H.

Bei Nichtbezahlung der Beiträge erfolgt Abmel­dung bei der Hilfskasse in München.

W nterhilföwerk 1936/37. Ortsgruppe Gießen-Süd.

Kohlenscheinrechnung.

Die Kohlenhändler werden aufgefordert, die in Zahlung genommenen KohlengutscheineSerie A" am Freitag, 4. Dezember, von 19.30 Uhr bis 20.30 Uhr auf unserer Geschäftsstelle, Credner- traße 24, einzureichen. Später eingereichte Gut­cheine werden nicht mehr angenommen.

Kreisfiimstelle.

Der Groß-TonfilmFriesennot" wird von der Gaufilmstelle Hessen-Nassau an fol­genden Terminen vorgeführt:

Mittwoch, 2. Dezember, in Allendorf a. d. Lda., Donnerstag, 3. Dezember, in Londorf;

Freitag, 4. Dezember, in Geilshausen;

Samstag, 5. Dezember, in Großen-Bufeck;

Sonntag, 6. Dezember, in Heuchelheim;

Montag, 7. Dezember, in Reiskirchen;

Dienstag, 8. Dezember, in Beltershain;

Mittwoch, 9. Dezember, in Etttngshausen;

Donnerstag, 10. Dezember, in Steinbach;

Freitag, 11. Dezember, in Annerod;

Samstag, 12. Dezember, in Watzenborn-Steinberg;

Sonntag, 13. Dezember, in Großen-Linden;

Montag, 14. Dezember, in Klein-Linden;

Dienstag, 15. Dezember, in Kirch-Göns;

Mittwoch, 16. Dezember, in Gambach;

Donnerstag, 17. Dezember, in Nieder-Florstadt;

Freitag, 18. Dezember, in Assenheim;

Samstag, 19. Dezember, in Kaichen;

Sonntag, 20. Dezember, in Nieüer-Mörlen;

Montag, 21. Dezember, in Nieder-Wöllstadt;

Dienstag, 22. Dezember, in Ober-Eschbach;

Mittwoch, 23. Dezember, in Nieder-Erlenbach.

Dieser Film schildert in spannender Handlung das Schicksal deutschen Kolonisten in Rußland und die rassischen Gegensätze zwischen Deutschtum und Bolschewismus. Niemand sollte den Besuch dieses außergewöhnlichen Spielfilms versäumen. Eintritts­karten im Vorverkauf durch die Ortsgruppen.

Wehrdienst und Beitragspflicht zur Deutschen Arbeitsfront.

Die Beitragspflicht zur DAF. ruht unter bestimm­ten Voraussetzungen. Einzelheiten enthält die Be­

kanntmachung des Leiters des Schatzamtes Brinck- mann. Danach ruht die Beitragspflicht u. a. wäh­rend einer Dienstleistung von über acht Wochen bei der Wehrmacht und während der Dienstleistung beim Arbeitsdienst, falls das Mitglied in dieser Zeit tn keinem Arbeitsverhältnis steht. Diese Mitglieder können nur dann in ihr früheres Verhältnis zur Deutschen Arbeitsfront wieder eintreten, wenn sie sich ordnungsmäßig abgemelüet und den Beitrag bis zum Abmeldetag bezahlt haben. Innerhalb von vier Wochen nach der Entlassung aus der Wehr­macht hat sich das Mitglied unter Vorlegung einer Bescheinigung über die Dauer der Dienstleistung bei seiner zuständigen Ortsverwaltung der DAF. wieder anzumelden. Dabei ist es unwesentlich, ob das Mitglied bereits wieder ein Arbeitseinkommen hat.

Neue Zugverbindung in das Lumdatal.

Dom Bahnhof Gießen wird mitgeteilt:

Um den Bewohnern des Lumdatales die Teil­nahme an Partei- und Kulturveranstaltungen in Gießen zu ermöglichen, wird ab Samstag, 5. Dez., versuchsweise nachstehender Personenzug ein­gelegt:

Gießen ab 23.15 Uhr,

Lollar an 23.23 Uhr, ab 23.24 Uhr, Daubringen an 23,29 Uhr, ab 23,30 Uhr, Mainzlar an 23.31 Uhr, ab 23,32 Uhr, Treis an 23.38 Uhr, ab 23.39 Uhr, Allendorf an 23.43 Uhr, ab 23.44 Uhr, Londorf an 23,50 Uhr, ab 23.51 Uhr, Kesselbach an 23.54 Uhr, ab 23,55 Uhr, Odenhausen an 23.57 Uhr, ab 23.58 Uhr, Geilshausen an 0.01 Uhr, ab 0.02 Uhr, Lumda an 0.06 Uhr, ab 0.07 Uhr.

Beltershain an 0.09 Uhr, ab 0.10 Uhr,

Grünberg an 0.16 Uhr. Der Zug verkehrt nur Samstags und an Werktagen vor Sonn- und Feiertagen.

Die Wagen dieses neuen Zuges werden in der gleichen Nacht von Grünberg über Großen-Bufeck nach Gießen zurückgeleitet. Dieser Zug ist widerruf­lich für die Personenbeförderung freigegeben.

Grünberg ab 0.20 Uhr,

Göbelnrod an 0.23 Uhr, ab 0.24 Uhr, Saasen an 0.27 Uhr, ab 0.28 Uhr, Reiskirchen an 0.32 Uhr, ab 0.33 Uhr, Großen-Buseck an 0.36 Uhr, ab 0.37 Uhr, Rödgen an 0.40 Uhr, ab 0.41 Uhr, Gießen an 0.49 Uhr.

Die Durchführung

der Altmaterialverwertung.

DNB. Nachdem unter der ParoleKampf dem Verderb" der Verschleuderung wertvoller Lebens­mittel mit Erfolg entgegengewirkt werden konnte, sollen nun im Rahmen des Vierjahresplanes auch alle erforderlichen Maßnahmen zur Erfassung der in den Haushalten anfallenden und in der Wirt-

Wege im Nebel.

Vornan von Käthe Mehner.

(Copyright by Aufwarts-Derlag, Berlin SW 68.)

22. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Warum sagst du denn gar nichts, Gerhard?" weckte Walter Brand den Bruder aus seinem Sin­nen.Gefällt dir meine Wahl nicht?"

Langsam schüttelte Gerhard den Kopf:

Walter! Offengestanden nein! Ich kenne Olga Willnoff zu gut, keime sie nur als ein eitles und mcht immer ganz ehrliches Geschöpf! Wenn du meinem Rat folgen würdest..."

Danke!" unterbrach Walter Brand seinen Bru­der in fast verletzend schroffem Ton.

Deinen Rat in solchen Dingen brauche ich wirk- uch nicht! Ich hätte es mir ja übrigens auch denken sollen, daß du wieder einmal Einwände machen wurdest! In bezug auf Frauen hatten wir ja schon früher niemals die gleiche Meinung! Also lassen ?ir ^?5r Thema lieber fallen, und kommen wir auf das Geschältliche zurück!"

Gerhard kannte seinen Bruder nur zu gut, um mcht zu wissen, daß jedes weitere Ueberreben bei ihm fruchtlos sein würde. So zuckte er schweigend die Achseln und bat um einen Ueberblick der Ge- schäftslage.

Die Enchüllungen, die Walter ihm zu machen hatte, waren freilich wenig geeignet, ihn zu beruhi­ge». Immer ernster wurde sein Gesicht.

Daß es so schlimm war, habe ich allerdings nicht gewußt, habe es auch nach unserer letzten Unter­redung in Hamburg nicht annehmen können!" agte er in tieffter Besorgnis.

Walter nickte.

Neulich sah es auch noch nicht so gefährlich aus. Erst in den letzten Tagen hat sich die Lage so zu­gespitzt. Verstehst du es nun, Gerhard, daß ich dich doch noch einmal dringend bitten muß, mit dem Bevollmächtigten Rammelt zu verhandeln? Von Olga Willnoff habe ich bis jetzt keine Nachrichten, und sie allein kann uns trotz ihres guten Willens auch nicht helfen,--das muß ich leider jetzt

selbst einsehen. Das einzige, was wenigstens diesen

Prozeß noch retten kann, ist: daß du Rammelt an Hand des gesammelten Materials beweist, daß das Gelände um die GrubeMargret" zwar schlecht, aber keineswegs so schlecht ist, daß dadurch die Schnitzelspeicher derVereinigten Zuckerwerke" be­droht sind! Daß wir also zu den geforderten Scha- denersatzzahlungen an dieVereinigten Zuckerwerke" auch nicht verpflichtet sein können! Aus eigener Anschauung kann so ein Bevollmächtigter, der das Gelände nur ein einzigesmal zu sehen bekommt, das alles doch gar nicht beurteilen!"

2lber ich denke, Rammelt ist nicht hier in der Stadt, sondern in Oberhof oder sonstwo?" gab Gerhard ausweichend zurück.

Gewiß! Das festzustellen muß unsere erste Auf­gabe sein! Gegebenenfalls müßtest du eben nach Oberhof zurückfahren!"

Aber warum hast du denn nicht selber schon mit Rammelt verhandelt, wenn das alles so wichtig ist?" erwiderte Gerhard erregt.

Walter blickte auf.

Wenn ich ehrlich sein soll, deshalb, weil ich von vornherein davon überzeugt war, daß es mir, mei- ner Art, einfach nicht gelingen würde, mit einem Mann wie Rammelt zu verhandeln! Weil ich außer- dem auf deine Rückkehr rechnete, weil ich es nicht gja.irben konnte, daß du mich und uns alle im Siich ließest! Du weißt es doch, und ich habe es dir auch geschrieben, daß ich mich nun einmal für der­artige Sachen nicht eigne! Du bist ruhiger, beson- neuer, findest die schwachen Punkte in der Beweis- fuhrung des Gegners bester heraus als ich! Ich bttte dich, Gerhard, nimm du die Sache jetzt in die Hand, verhandele du mit Rammelt, glaube mir es ift der einzige Weg, für das Gutachten, und damit 'Ur den Prozeß, noch etwas zu erreichen! Alles steht setzt auf dem Spiel! Alles!"

Erschüttert hatte Gerhard den Ausführungen sei- nes Bruders zugehört. Jetzt sah er langsam auf:

Unb es muß trotzdem noch einen anderen Weg geben, Walter!" sagte er leise.Wenn ich auch wollte, von ganzem Herzen wollte, ich kann, kann nicht nut Rammelt verhandeln! Ich liebe Sanna Heller, Dr. Rammelts Braut!"

Lange sah Walter Brand den Bruder an Ver­stehen dämmerte in ihm auf.

Dann muß ich also doch selbst mit ihm sprechen", sagte er müde.

Schon kurze Zeit darauf fuhr der Wagen des Generaldirektors Brand in die Stadt ein, wühlte sich durch den Verkehr der Ausfallstraßen langsam nach der Innenstadt, der Gebend des Flusses zu.

Die unmittelbar nach der Unterredung Walter Brands mit feinem Bruder eingeleiteten Fern­gespräche hatten ergeben, daß wohl Fräulein Heller, nicht aber Dr. Rammelt in Oberhof Aufenthalt ge­nommen hatte. Es war anzunehmen, daß Ram­melt überhaupt keine Reise unternommen hatte, sondern sich, wie Gerhard vermutete, wie immer tagsüber in feinem Institut befand. So hatte Wal­ter beschlossen, sich einfach, ohne vorherige An­meldung dorthin zu begeben.

Während der Wagen, sicher von der Hand des zuverlässigen Chauffeurs gesteuert, durch die engen Straßen fuhr, grübelte Walter finster vor sich hin. Warum hatte Olga ihn belogen? ging es ihm un­aufhörlich durch den Sinn. Sollte Gerhard mit feinem harten Urteil über sie doch recht gehabt haben? Hatte sie nicht aus ehrlichen Motiven ge­handelt? .... a

Der Chauffeur hielt.

Hier in der Nähe des Hafens sollte das Institut liegen, m dem der Bevollmächtigte tätig mar; aller­dings hatte der Chauffeur gemeint, daß es der Enge öer Straße wegen mit dem Wagen nicht zu er­reichen sei. o

So stieg Walter aus, nahm die Aktentasche mit Den in den letzten Tagen noch neu erarbeiteten Unterlagen unter den Arm und ging mit schnellen 6fcltlenJn ben neb-lig-n Abend hinein.

Aber schon bald merkte er, daß es nicht ganz Acht war, sich in dem Gewirr von Gäßchen und Winkeln zurechtzufinden. Immer wieder mußte er ?-°rc?e^e,Lbe "ach dem Weg fragen, deren Aus- fünfte sich oft genug untereinander widersprachen.

Dabei wurde der Nebel immer dichter. Kaum wurde die Dunkelheit vom Lichte der wenigen La­ternen erhellt. Nur selten standen einige' Häuser an dem schmalen Weg entlang, den Walter jetzt Ungeschlagen hatte. Ein weißes Licht, mit dem Roten Kreuz gekennzeichnet, verriet, daß eins davon eine Samtatswache beherbergte.Mag wohl auch oft genug etwas passieren in solch einer Gegend!" murmelte Walter vor sich hin, als er es bemerkte.

Unentschlossen stand er schließlich vor einer Weg­kreuzung. Zwei Wege führten hier ab, aber fein

gültig Einzug gehalten zu haben. Herr Bendo-

und die Sportmöglichkeit gut sei. Die Temperas '^5^die W liegt bei 2 Krad unter Null Di- Km. finh h».®,51 J

leslügelzuch

M uns: Dom 27.

gänzlich dem Blick entzogen.

XIII.

Gute Möbel bei Koos

Giessen Schulstr.6

gestellt. Skiläufer, die iz. Ir______.........

beim Dienst in der Wehrmacht verwerten wollen; können sich als Freiwillige beim Infanterie-Re^' ment 75 in Freiburg i. Br. melden, das Skiläufen bevorzugt einstellt. Alles Nähere über Freiwilligenn- meldung, notwendige Papiere usw. ist bei dm Wehrmeldeämtern zu erfragen.

** Der Ariernachweis für Beamte Zum Nachweis der Abstammung der Beayiten uni) ihrer Ehefrauen hat der Reichsfinanzminister iib einem Erlaß Stellung genommen. Darin bestimm! er, daß alle Beamten unverzüglich spätestem

liegt bei 2 Grad unter Null. Die Bäume sind rauh bereist.

unsere telephonische Anfrage mit, daß auf dem Hoherodskopf 25 Zentimeter Pulverschnee liex

^gemessenen Ra! iine Sammlung i

Schließlich entschied sich Walter für den nach links verlaufenden Pfad, in dessen Richtung er dsn Fluß vermutete.

Kundgebung her ASDAp. in Gießen.

Jreifag, 4. Dezember, im Cafe Leib um 2O.3o M? Es spricht:

pg. Oskar Wendnagel

überUnser Kampf, einst und jetzt."

Jedem, der in der Kampfzeit die verfammluiM in Gießen besucht hat, ist Oskar Dendnagel h. kannt. Eintritt 30 Pfennig.

Kartenvorverkauf bei den Gießener Ortsgruppe Kreisleitung Wetterau der NSDAP.

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Schon nach wenigen Minuten hatte ihn der Neb,-! i io0ie\eir.rannt,1

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Richtlinien dafür sorgen, daß die seither nicht faßten Millionenwerte der deutschen Volkswirts «i zugutekommen. Sonderaktionen sind nicht geftatti [ft u>c

Den Einsatz aller Organisationen, der NSDD sejn

und darüber hinaus aller übrigen Vereine und ; W O.UL Es i bände, regelt allein der zuständige Gauleiter od-r °er'X; Einst fein Beauftragter. , IJ MV? Mtsc

Der Sinn der Altmaterialfammlung besteht niqj rt. M A darin, in einer Riefenaktion im Augenblick arow ^ar Mengen von Altmaterialien zu erfassen, sondern $ 650

soll in zäher, stetiger Arbeit die dauernde Gri.q.

mit zwei schwarze r.^is und zweimal F, Welander, zwe hobel er, reb: NMal gut, zwei Kl :W-M Fr. Thür ^chen Tage erfolgt M in Kassel mit j |Eng er zweimal Nlassenpreir. - L W für rotbunte Ort Hm gleichen Tage Wer, Allendorf, P brachten ihm zu ß nach Hause. f R für den Gießen hlWer erneut zu fv S Wcht anfpornen

.Erfolgreich ul uns mit: An Jw veranstaltete T^nzucht- und '«dem 1. Sieoerfti

Auch Dr. Ralf Rammelt ging um die gleiß* Stunde den einsamen Weg zu seinem Institut enrt> Jang. Er hatte den schmalen Pfad am Fluß enm lang gewählt, wo der Nebel noch undurchdringliche war als in der Nähe der Häuser. Dichte NebL« schwaden strömten aus dem Fluß, so daß kann noch die Krane und Massen sichtbar waren, die du Hafenanlagen kennzeichneten.

Fröstelnd schlug Rammelt den Mantelkragen HE, beschleunigte dann seinen Schritt. Wie geiftesabnw fenb fuhr er sich mehrmals mit dem Taschentuch über die Stirn, als müßte er dort eine schwer unsichtbare Last abwischen. . IfW hittxLer

Unaufhörlich kreisten seine Gedanken um die Gw s Die le- eigntffe der Vortage, vergegenwärtigte sich xöW und wieder die furchtbare Szene mit Olga Willnois Roch lebte sie ja, noch war Hoffnung, daß &'- Aerzte sie retten konnten. Wie aber, wenn sie den Folgen des Schusses starb?! Konnte es nM sogar sein, daß sie in diesem Augenblick... wagte den Gedanken nicht auszudenken. War «r nicht ein Mörder, wenn Olga Willnoff den Tcv) fand? Und dann? Was geschah dann?

Wie von unsichtbaren Verfolgern gehetzt, eilfii* Rammelt weiter, beschleunigte seinen Schritt nM mehr, beachtete es kaum, wie ihm die dicken NebM schwaden ins Gesicht stießen. Immer mehr ergnr die Angst Besitz von ihm. Vielleicht war es ND noch eine Frage von Stunden, und er mußte fliehe oder sich dem Gericht ausliefern. Dann aber kam auch alles andere heraus,---all das anders!,

was er die Jahre hindurch verborgen gehalten hatm, die Sache mtt seinem Freunde Bernard Hel^r Jannas Vater... (Fortsetzung KW

schäft verwertbaren Altstoffe (Altpapier, Rohps- dukte) in die Wege geleitet werden.

Die Aktion wird im Auftrag von MinisterprL. bent General (Boring durch den Leiter der & schäftsgruppe Rohstoffverteilung Ministerin > Kohler durchgeführt. Die Nationalsozialisti!it ,-EDriel' Partei wird auch hier wieder in vorderster greif üfji®'* her stehen. Die Gauleiter und ihre Beauftragten der

den gemäß den von zentraler Stelle gegeben . ain ' ............... ........... " jRtej

Schild verriet, in welcher Richtung der Hafen $1 suchen war, in dessen Nähe sich das Jnstttut bw finden sollte.

Lauschend blieb er einen Augenblick stehen, horchst auf Schritte von einem Passanten, den er noch ein­mal nach dem Wege fragen könnte. Aber alles btieri still. Niemand kam vorbei, den er hätte anhaltm können.

v\ (Jlif Uj tzs- tes MLletzungen MS Deut Lu* vom ...

B v' ( Aülache l |uu ui quijcl, jiciiyci laiutu uie uuuemue i j' W (.'ildn (ung aller anfallenden verwertbaren Stoffe gefidiri am und vm ', werden. Tin und g>E

Es ist ganz selbstverständlich, daß das nichW. $ ßaufü^ i£6 sche Rohproduktengewerbe bei dieser Arbeit ni-d W8' entbehrt werden kann. Die sachgemäße Lageru:a < /

und die für die spätere industrielle Verwettu ra i i;L Dießen notwendige fachmännische Sortierung kann o! ,'aq. Dank des g durch dieses Gewerbe erfolgen. Alle Stellen hab« Ä Schar daher Anweisung, dieses Gewerbe bei der Dürr- a frohgemut die v fuhrung der Sammelaktion führend zu beteilige .^ch Klein-L>noe Von der gesamten Bevölkerung wird erwartet, d«zM M ein üeU) sie entsprechend dem durch Ministerpräsident (Sorin van desfen an sie ergangenen Appell durch Unterstützung h? solle Fernsicht t eingeleiteten Maßnahmen mithilft, die seither niett ih stark beeintre verwerteten Abfallstoffe der deutschen Wirtschrt Tjorf Allendorf wieder zuzuführen. quer, auf n

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Doheroosirops JL nDutenhc

meldet 25 Zentimeter Pulverschnee. s^tzchen noch me> Der Winter scheint im hohen Vogelsberg en» !Vn Se her l vulttg ein3ug gehalten zu haben. Herr Benöo: Person

vom Klubhaus auf dem Hoherodskopf teilt uns if Een feine G untere televbomfcbe Slnfraae mit hnfe nnf l'P.. L

Dienstjubiläum. Am gestrigen Dienst:; . Mit de konnte Herr Ferdinand von Hanneken, BeaÄD^A'^Lnf ter der hiesigen Reichsbankstelle, auf eine MjährüMU^ ü Berufstättgkeit im Dienst des Staates durüdblirf.iV'Ä 'mit Stus Nefent Anlaß Hal ihm der Führer und ftS kanzler in einer Urkunde seinen Dank und Anerkennung für die dem Reiche geleisteten trem Dienste ausgesprochen. Auch der ReichsbankpM öent hat Herrn von Hanneken in einem besonder !l ft. \ schreiben seine und des Reichsbankdirektoriun?- aufrichtigen Glückwünsche übermittelt. 8

** Skiläufer werden b e d o r 3 u gt eim- ffi.'ÄrfÄ9? ...... ' ihr sportliches Können Lecker, l

* 1 Mnte iechsmal sehr

H. i Kassenpreise. (