Ausgabe 
2.12.1936
 
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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

li 282 Dritte? Blatt

Aus der Provinzialhaupistadt

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an

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bqinrt, die Stellungnahme der Bauernschaft Euro-

für mich Didel geworden.

.Vater kann über-

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Was fehlt dir nur?

.Du tust, als ob du es

,3a", sagte die Frau,

Gewitter gegeben?

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nicht wüßtest", gab der Mann zur Antwort.Hat es", fragte er plötzlich,im September nicht nach

hui! miß achtet, und weil er der geistige und püktiche Ausdruck eines Volkes ist, das Gott dazu dsdanmt hat, nur Unheil und Unfrieden Wet die Welt zu bringen, nämlich des jüdi- j, er Volkes. Bauerntum und Judentum fchei- fofl fif) aber wie Wasser und Feuer. Wenn Rußland |( dauern verhungern läßt, um durchaus logischer- nifebie jüdischen Herren in Rußland, die Rüstungs- V jufrie, die Armee und die GPU. zu ernähren, so i bc5 vom jüdischen Standpunkt aus genau so s igeichtig, wie in Deutschland die Nürnberger Ge- \ ze.nd das Reichserbhofgesetz den Schutz des beut» , MÄlutes gewährleisten. In Rußland führt der _> Mioismus die restlose und totale Vernichtung t ratfraft und Verantwortlichkeit des einzelnen

würde sich dabei nicht an ihr eigenes Erlebnis Innern?

Ja, aber in ein par Wochen ist Weihnachten. Ich kann es nicht ändern", brummte der Groß­vater.Du nicht, aber Vater."Vater?" Der alte Mann lachte. Sein Sohn sollte das ändern können?Vater kann alles", sagte Suseken.Er wußte genau, daß wir Geschwister kriegen würden, und weil Heinie ein Brüderchen und ich ein Schwe­sterchen haben wollte, ist es für Heinie Dudel und

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falls in der Richtung, die der Wagen eingeschlagen hat. Es folgt noch ein kurzer Schwatz an den Fen­stern und dann verschwinden auch die Gesichter der Frauen. Die Straße hat wieder ihr gewohntes Aussehen, aber das Erlebnis schwingt irgendwie nach. Es war ein miterlebtes junges Glück, ein Er­eignis, das der Straße für eine Weile eine fest­liche Note verlieh und den Frauen am Fenster mit frohen Erinnerungen den Alltag verschönte.

H. W. Sch.

Jedem soll der Weihnachtsbaum brennen.z/

NSG. Dieser Satz steht über der gesamten Ar­beit des Winterhilfswerkes des Deutschen Volkes 1936/37 im Monat Dezember. Es klingt vielleicht vermessen und doch ist es der Wille der Volksge-

Bauern an die Front?

Ein Nachwort zum 4. Reichsbauerntag.

Don Dr. Hermann Reischle, Stadsamisführer des Reichsnährstandes

Aber jetzt geht die Haustüre drüben auf und .... den Fenstern werden noch mehr Köpfe sichtbar. Nein, die Braut zeigt sich noch nicht, es sind erst die Trauzeugen im festlichen Gewand. Das Ge­spräch der Zuschauer ist verstummt, sie sind ganz Spannung geworden und nicken sich nur noch gegen­seitig zu. Und jetzt ist auch das Brautpaar aus der Türe getreten. Die Braut im Schleier und ganz in Weiß gehüllt, der Bräutigam im schwarzen Anzug. Beide scheinen einigermaßen aufgeregt, aber aus ihren Gesichtern strahlt das Glück des Augenblicks.

Und bann sitzen sie bereits im Wagen. Die Türen klappen zu unb bas Auto fährt furrenb an. Die Gesichter an ben Fenstern blicken wie ausgerichtet hinterher unb die Kinber winken unb lärmen eben»

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Mr zaubert WeihnaOlswetter

Don Görge Gpervogel.

heinie ging voran, unb Suseken kam mit ben Höflingen hinterher, Dibel an ber linken unb Dibel an ber rechten Hand. Sie blieben vor dem

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Haupt alles machen. Früher war der Bach krumm, er hat ihn gerade gemacht. Er hat ein Korn hin­gelegt, unb es wurde eine Sonnenblume. Aus Weibenstöcken macht er Flöten. Und jetzt soll er Winter machen. Willst du es ihm wohl sagen?" Ist es nicht besser, wenn ihr es selber sagt?" Nein, nein. Er ist in ber letzten Zeit so..." Heinie fand bas Wort nicht gleich.So, baß man es ihm nicht sagen kann", half Suseken bem Bruber.Du kannst es vielleicht tun, wenn wir schon schlafen." Ich will es versuchen", versprach ber Groß­vater.Vielleicht läßt er es wirklich Winter wer­ben."Er kann es bestimmt", versicherten bie Kinber.

Aber bie Tage vergingen, ohne baß es zu schneien begann. Der Vater ging auf bem Hofe umher, grub im Garten unb gab ben Obstbäumen Kompost an die Wurzeln, er lieh ein Pferd unb pflügte ein Feld, aber er tat seine Arbeit anders als sonst, es war, als ob ihn eine Sorge drückte.

Du haft deine Grübelfalten auf ber Stirne", sagte die Mutter,immerzu bist du in Gedanken.

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warum?" Er:Septemberdonner prophezeit Vielen Schnee zur Weihnachtszeit." Der Großvater rührte sich in seiner Ofenecke.Das Jahr hat mit einem Mittwoch angefangen. Dann wird der Win­ter warm, sagt ber Ewigwährende Kalenber." Ich fjabe ben Kindern erklärt", murmelte ber Mann nach einer Stille,baß ich noch warmes Wetter brauche. Aber nun ist ber Garten gegraben unb alle Felbarbeit fertig. Heute habe ich ihnen gesagt, ich müßte für Sonntag erst einen großen Fisch fangen. Aber bann muß Frost kommen. Muß!" rief er unb schlug mit ber Hand auf den Tisch.

Am nächsten Morgen ging er zum Fluß, und am Vormittag kam er bereits mit einem guten Hecht zurück.Läßt du es nun schneien", fragten bie Kin­ber,bamit es Weihnachten wirb?"Erst muß ich noch in bie Stabt fahren."Wann fährst du in die Stabt?" --Morgen."

Staatswesen auf ber ehrlichen unb fleißi­gen Arbeit, sowie auf bem Gebauten bes Dienstes beruht. Dies umschließt bas Bewußt­sein: indem ich dem Ganzen, der Gemeinschaft unb bem Staate biene, biene ich auch meinen Nachbarn unb mir selbst, ba ja alle von bem Gebauten bes Dieustes au ber Gemeinschaft erfüllt sinb. Genau wie bie Arbeit am Bobeu eine Bin- bung an ben Boden voraussetzt unb zur Folge hat, so hat ber Gebaute bes Dienstes au ber Gemeinschaft etwas ungemein Verpflichtetes für jeben Einzelnen. Jeber einzelne unb jebe Zelle bes Staates, bie Lebens­gemeinschaft bes Hofes ober bes Betriebes muß sich in ihrer Betätigung in bas fügen, was ber Gesamtheit nützlich ist, auch wenn es dem einzelnen manchmal unbequem ist. Auf das Beispiel der Bauernwirt­schaft angewandt, heißt das: Sicher ist unbequem unb stellt auch einen Eingriff in bie Wirtschaft dar, wenn bie Gemeinschaft bem Bauern vor­schreibt, wieviel (betreibe er abzulieferu hat unb wohin bie Milch zu liefern ist. Der beutsche Bauer weiß aber, baß diese Bindungen und Verpflich­tungen nicht nur die Ernährung unseres ganzen Volkes ficherstelleu, sondern auch ihn, den einzelnen Bauern, vor Ausbeutung unb Vernichtung schützen. Solche gegenseitigen Verpflichtungen bestehen aber im nationalsozialistischen Staat in irgenbwelcher Form für alle Teile unseres Vol­kes. Sie wachsen als natürliche Lebensform gerabe aus bem norbischen Bauerntum heraus unb sichern die Gemeinschaftsformen bieses Bauerntums, Volk und Staat. In solcher Gemeinschaftsform, in der die Wirtschaft nach einer lebensgesetzlichen Ordnung ausgerichtet sein muß, ist der Reichsnährstand heute eine ber umfassenbsten Lebensgemeinschaften, in besten Aufbau bie beutsch-rechtlichen Grunbgebanken ihre Verwirklichung gefunben haben. Die Stanbes- orbnung bes Reichsnährstanbes ist nach bem

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86nber". Heinie ließ ben Finger sinken.

Dann ist es boch wahr", flüsterte Suseken. Aber £mie gab es noch nicht auf.Ich habe im März Wultstag", sagte er,voriges Jahr genau zu Dirn. Un in diesem Jahre war Ostern im April! Hab wenn einmal Weihnachten im Dezember ist, frtän kann es ein anderes Mal"

Jein", sagte der Großvater,es ist immer im Tumber, genau am vierundzwanzigsten."In b efem Jahre aber nicht", erklärte Suseken.Be- fttrnnt nicht." Der Großvater wollte es nicht glau- b 'nKomm nur mal mit in ben Garten!" riefen M Kinber.

.Hier", sagten sie,was ist bas? Unb bas? Und d!is^ Blühende Aurikeln unb Stiefmütterchen, vchiit Rosen unb Rosenknospen, Astern in voller Krocht, strahlenbe Ringelblumen, auf ben Beeten Aschen, Spinat und Kopfsalat, am Stachel- b leibusch ein Zweig in Blüte. Der Eichenwalb am Sfigel war herbstlich rot unb braun, bie Sträucher 1 8üfd)e um ben kleinen Hof unb am Bach ent- 1 aber sahen aus, als ob ber Frühling käme.

fonie:Nicht einmal, wenn ich Geburtstag habe, I $ es so aus. Unb bann soll bald Weihnachten f 6n? Das glaube bu man. Ich nicht!"Ich auch \ W*, sagte Suseken.Auch nid)", Didel.Au ni", -Jubel.

Iber warum wollt ihr denn nicht, baß es Weih- [Wen wirb?" ertunbigte sich der Großvater fwmenb.Was haben wir uns darauf gefreut, als 1 i) rod) klein war!"Du?" fragte Heinie, 'M?" Auch Suseken schüttelte ben Kopf.Wenn -Hnadjten ist, müssen wir Geschenke fertig haben Ui Lieder können, aber dazu muß doch, damit es 6 lliz richtig ist, so wie im Bilderbuch, ich meine" -- .Zerheddere dich nicht", jagte Heinie.Zu Weih- liegt Schnee. Immer! Es schneit und ist Jetzt soll der Dezember kommen, und es ist ]Dflrn. Es wird kein richtiges Weihnachten, unb ; }?rn hat ja alles keinen Zweck. Nicht einmal bie Mr können wir fingen. Mach mir auf bie Türe, ,5 'fl so kalt, ich friere geht ja gar nicht. Oder: M rieselt der Schnee. Öder: Mitten im kalten Mr, wohl zu ber halben Nacht. Das kann man W alles nicht singen."

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po barzulegen unb sich ganz klar unb offen zum Sliitauprinpip unb zu ben Bauernibea- linju bekennen, >zur Ehre unb zum Vaterlanb, zur Fnilie unb zum Gottesglauben, unb zur Raste bes ebenen Volkes.

Dir Abwehrkampf gegen ben Bolschewismus muß nnlcr Bekenntnis ausgehen, baß bas bäuerliche

- zweier karbinaler Wesensunterschiebe inner- )cr Menschheit auseinanberprallen. Dabei wirb Kommunismus weber ben Kapitalismus über» UjnN'i, noch ben Sozialismus verwirklichen. Der

Als er zur Bahn ging, begleitete ihn bie Frau bis an bie Straße.Sicher hast bu bir etwas aus- gedacht", sagte sie,bas du mir schenken willst. Aber ich bitte dich nun um eines: bring es auf irgend­eine Weise dazu, daß bie Kinber sich roieber aus Weihnachten freuen. Wenn bir bas doch gelingen würbe!"

Der Mann kaufte für bas Fest, was feine Frau ihm aufgeschrieben hatte, unb bann begann er, Schaufenster nach Schaufenster zu betrachten. In ihnen war es wirklich Weihnachten. Wenn ich ben Kinbern boch nur ein einziges von biefen Fenstern zeigen könnte, dachte der Mann. Wenn ich ihnen den Schneemann da oder nur eine von diesen be­reisten Tannen mitbringen könnte, so würde alles gut fein. Er ging weiter. Ein Junge, der ihn über­holte, trug Schlittschuhe in ber Hand. Obwohl es schon dämmerte, folgte er diesem Jungen. So kam er zu einem Park, wo unter Musik eine Eisbahn in Betrieb war. Der Mann sah eine Weile zu, dann löste er eine Eintrittskarte und stellte sich an den Rand der Lauffläche. Nach einer Weile kniete er nieder und schabte ein wenig von dem losen, grauen Eispulver zusammen, das die scharfen Ku­fen der Schlittschuhe abgeschliffen hatten. Am Ende begann er sogar etwas, das ihn an den Aufsichts­beamten geraten ließ: aber als er ihm ein wenig von seiner Not und dem Auftrage der Frau, von den Kindern und ihrem großen Zweifel erzählte, ließ der Aufseher ihn gewähren und vermachte ihm obendrein einen Rat welch einen Rat!

Es war dunkel, als ber Mann heimkam, schwer beloben, eine Handkarre hatte er sich sogar leihen müssen, unb barauf lag ein eisernes Ungetüm, lang unb schlank. Er stellte es auf bie Diele, brehte ihm mit einem Hirrenben Instrument ben Helm ab unb setzte an besten Stelle ein blankes Instrument mit Schraubrab unb Druckmesser. Die Kinber stürzten herbei. Der Vater stellte ben Rucksack auf ben Tisch unb nahm etwas heraus, bick in viele Papier­schichten gewickelt.

In ber Stabt laufen sie schon Schlittschuh", sagte er,hier, auf so bicfem Eis." Heinie nahm es in feine Hänbe, eine richtige kleine Eisscholle, an ber noch Erbe unb kleine Steine hafteten, richtiges Wintereis. Der Vater:Schnee haben sie auch schon." Wahrhaftig, Schnee, etwas grau unb pulve­rig, aber Schnee.Unb wenn ihr für euch Schnee haben wollt, braucht ihr es nur zu sagen."

Ja, mach Schnee, Vater", murmelte Heinie mit leuchtenben Augen.

Ein Tuch voll genügt wohl erst, sonst wirb es zu kalt unb alle Leute müssen frieren. Mutter, gib uns ein Tuch." Der Vater hielt es an den Köpf

?!ii Wühlereien ber Komintern zeigen uns heute . Lßland unb Spanien unb überall in ber Welt, 'r nicht von der Staatsgewalt unterbunden wer- ! J, iin Bild jüdisch-bolschewistischer Auflösung und ' Mie. Demgegenüber sorgt bei uns die in Blut

L ftoben verwurzelte Ordnung des Nationalsozia- in der die Wirtschaft dem Volk dient, für

3 »rganifdje Aufwärtsentwickelung. Dies zeigte £)t der Vierte Reichsbauerntag, ber jetzt eine tyh lang bas Führerkorps bes Reichsnährstanbes ^liölungweisender Arbeit in ber Reichsbauernstabt öf(ir vereinigte unb burch bie in biefem Jahre icn'crs zahlreiche Anteilnahme von Staat unb $ iofjung eine über bas sonst übliche Maß hinaus- Me Bedeutung erlangte. Den Höhepunkt bes ^ichibauerntages bildeten bie großen Reben bes s^bauernführers R. Walther Darre, des tzM?rtreters bes Führers Rubolf Heß unb des 2^mäd)tigten für ben Dierjahresplan, Minister» [ Ment Generaloberst Göring. Aus ben Arbei- fu les Reichsbauerntages sollen hier nur zwei jjupyehanfen herausgestellt werben, nämlich bie

Grundsatz von Führung unb Gefolgschaft aufge­baut. Nach deutscher Auffassung aber ist Füh­rung nicht Diktatur, sondern Er­ziehung zur Höch st lei st u n g unb zu wahrer Gemeinschaftsbildung. Die all­gemeine {Durchsetzung dieser Gedanken bedingt aber einen neuen Geist und eine neue Haltung des gesamten Volkes gegenüber der Wirtschaft. Diese gibt bann die Gewähr, daß der zweite Vier- jahresplan des Führers genau so erfüllt wird, wie der erste.

Staatssekretär Backe verlangte deshalb am Schluß seiner großen Rede über den Vierjahres­plan, daß die Erziehung zu der neuen Haltung gegenüber ber Wirtschaft, wenn sie im gesamten Volke siegen soll, genau so zuerst beim Bauerntum beginnen muß, wie bieses burch bie schon vor zwei Jahren begonnene Erzeugungsschlacht zu einem Vorkämpfer ber nationalsozialistischen Wirtschafts­gestaltung geworben ist.

Die Teilnehmer an ben zahlreichen Sonber- togungen, in benen währenb bes 4. Reichsbauern­tages sämtliche Einzelgebiete unserer Ernährungs­wirtschaft burchgearbeitt würben, konnten feststellen, baß hier immer roieber im kleinen an für bie Praxis brauchbaren Einzelbeispielen bie Wege für bie Leistungssteigerung aufgezeigt würben. Dabei wurde kein Zweifel darüber ge­lassen, daß jeder einzelne an dieser Leistungssteige­rung teilnehmen muß. Die jubelnde Zustimmung, die ber Ministerpräsibent Generaloberst Göring gerabe bei seinem Appell zur allgemeinen Lei­stungssteigerung fanb, zeigte, baß seine Forberung verstanben wirb und bie Kommanbosprache bes Reichsnährstanbes in ber Erzeugungsschlacht richtig ist Die Anerkennung bes Generalobersten für ben Reichsncihrstanb, ben er als eine ber festesten Grunblagen unserer Wirtschaft bezeichnete, an besten Gefüge nicht bas Geringste geänbert werben bürfe, wirb sicher bie Einsatzbereitschaft bes beutfdjen Bauerntums unb aller übrigen Teile bes Reichsnährstanbes noch verstär­ken unb bazu beitragen, baß seine Arbeit zu einem immer stärkeren Bollwerk gegen ben Bolschewis­mus wirb

Miterlebtes Glück.

Die Straße unterscheibet sich keineswegs von ben vielen Wohnstraßen der Stadt. Haus reiht sich an Haus, eins ist so einförmig wie bas anbere, unb selbst bie Fassaden weisen keine großen Verschieden­heiten auf. Für gewöhnlich geht hier auch das Leben seinen gleichmäßig stillen Gang. Am Mor­gen kommen die Milchfuhrwerke und die Bäcker­jungens durch, später rattern einzelne Lieferautos vorüber, unb in ben Mittagsstunden zeigt sich meist der Grünkramhändler mit klingender Schelle. Aber am Nachmittag wird es schon ruhiger, bis bann zum Abenb roieber völlige Frieblichkeit einkehrt.

Heute ist indessen in der Straße irgend etwas Besonderes los, das ist ganz offenbar. Die Kinder haben sich allesamt vor einem Hause versammelt, vor dem ein Auto steht. Aus den Häusern schauen die Gesichter der Nachbarn, zumeist sind es Frauen, unb aus ihren Zurufen ist zu merken, baß es etwas Erfreuliches fein muß, auf bas alle warten.

Es ist in ber Tat etwas Erfreuliches, was sich hier begibt, unb es läßt die Anteilnahme der Straßenbewohner begreiflich erscheinen. Denn es passiert in der Straße nicht alle Tage, daß eine Hochzeit gefeiert wird. Darum handelt es sich näm­lich, und bas Auto vor bem Hause steht bereit, um das Brautpaar samt Trauzeugen nach dem Standes­amt zu bringen. Die Geduld der harrenden Zu­schauer wird ziemlich ausgiebig erprobt, denn es zeigt sich lange Zeit niemand aus dem hochzeitlichen Haus. Um so eifriger geht das Gespräch der Nach­barinnen an den Fenstern. Welche Frau nähme an einer Hochzeit auch keinen Anteil? Und welche Frau

u qu ö,rr E Mater stehen, unb Heinie fragte, inbem er ben 11,51 feZ Wager erhob:Was kommt nach November?" jisJJiliM Tr Großvater, ohne überlegen zu müssen:De-

gjfvjen bes Bauerntums beim Kamps a d!li Bolschewismus unb ber Appel hjchten Leistungssteigerung.

Dn Reichsbauernführer zeigte, wie heute bie Ge-

Ctahl M hweiz.?, MBaitf : Lbgtiörigen im Lanbvolk herbei. Demgegenüber er» 86,75. I irigljht bie Erzeugungsschlacht bes Dritten Reiches >,40, Rhtz d> i planmäßig georbneten Einsatz ber Tatkraft unb 39'40, 2? Dcmwortlichkeit bes letzten Angehörigen bes beut» 8afd r MnKanbvolkes. Mit biefem Einsatz will unb wirb (Erböf IN M drch Adolf Hitler erweckte deutsche Bauerntum 8,50, W dk- plschewismus mit aller Tatkraft und mit eifer» n 134 i NM Willen von Haus und Hof fernhalten. Das einmeiall 1- Süueintum Europas muß sich klar darüber werden, l/'che jfäufh dah fi vor einem Kampf steht, wie er ausgefochten öirbi zwischen der Bauernrepublik Rom und dem uriifmen Händlertum Karthagos. Diese Erkenntnis iw jetzt mehr und mehr auch jenseits ber beut» ,Äen «Grenzen Raum zu gewinnen. Jebenfalls be» ÜU . W tcnleeine am Schluß bes vierten Reichsbauerntages laufen imi vun len als Gästen anwesenben auslänbischen Bau- Ml na: erniin rern aus 21 Lönbern an ben Reichsbauern- nb, ^reiii? gerichtete Dankabresse ausbrücklich bie Nvt- ZMreuIi tDtnbqfeit, in biefen Tagen, wo ber Kampf zwischen

5 bi- befai Guten unb Bösen, zwischen bem Aufbau unb 5 50, beün Zerstorungsprinzip sich heftiger zu gestalten Rof)lrabir * ~ ~

äst rchMmirunismus wirb aber auch weber geistig, noch Pu - nifiid) an feiner Jbeologie scheitern, wie man in bur^^Va&ifm intellektuellen Kreisen annimmt. Der Kom-

fjiir ;; n-miiinus kann nur an ber einzigen Tatsache schei- chfragt ' 1,51, laß er bie L e b e n s g e s e tz e b e r M e n s ch - 0 (NÜI .............

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Mittwoch, 2.vezemder 1936

Pros. Wilhelm S t r 0 ß, ber beim Gießener Konzertverein ein Violinkonzert gibt.

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rneinschaft, baß jedem, auch dem Aermsten in unse­rem Volke, eine Weihnachtsfreude bereitet wirb und nicht, wie es vielleicht in früheren Zeiten war, daß die eine ober anbere politische Partei sich für eine Weihnachtsbeihilfe ber Erwerbslosen im Par­lament herumschlägt. Mögen bis jetzt schon viele Aktionen im Winterhilfswerk 1936/37 deine Spende in Anspruch genommen haben, mögen auch weiter­hin in den kommenden Monaten Eintopfsonntage, Straßensammlungen usw. durchgeführt werden, so wirst du sicherlich nicht zurückstehen wollen mit dei­ner Spende im Weihnachtshilfswerk. Jeder vom Winterhilfswerk Betreute soll das Opfer der Ge­meinschaft durch die Weihnachtspaketaktion, nach Prüfung des WHW.-Helfers, eine Spende in Form von Lebensrnitteln, Schuhen ober einer fehlenden Jacke usw. bekommen. Das kann nur erreicht wer­ben, wenn ber letzte Volksgenosse in unserem Gau sich voll mit einsetzt und die Arbeit der tausenden ehrenamtlichen WHW.-Helfer durch seine Weih­nachtsspende unterstützt Wieviel Freude wird so ein mit Liebe gespendetes Weihnachtspaket einer kinderreichen Familie bringen. Du Volksgenosse, wirst innerlich davon überzeugt sein, daß durch deine Mithilfe im Auftrage des Führers wieder Not und Mängel gelindert wurden. Freuen wirst bu bich, wenn ber Empfänger bes Paketes bir ben Dank feiner Familie überfenben wird und wenn er in diesen Zeilen dir all das schildert, was durch deine Spende in feiner Familie an Not gelindert wurde.

Deutscher Volksgenosse! Wir richten die Bitte an dich, hilf mit, dieses große Weihnachtshilfswerk zu unterstützen, mach auch du ein Paket für die Be­dürftigen unseres Gaues zurecht, wende dich an deine zuständige WHW.-Dienftftelle, sie gibt dir Rat unb Auskunft.

Du weißt, diese unermüdlichen Helfer sind zur Stelle, wo es gilt, der Gemeinschaft zu dienen, ihr zu helfen und jedem einzelnen unter bie Arme zu

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bes Ungetümes und drehte an dem Rade. Es zischte, er drehte bas Rab zurück und legte bas Tuch auf ben Tisch, voll weißen, flockigen Schnees, eisig kalt.

Was ist bas?"'flüsterte bie Frau.Wo hast bu bas nur her?"

Flüssige Kohlensäure. Der Wirt lieh mir die Stahlflasche. Jemand, ber für bie Stabt eine Eis­bahn gemacht hat, gab mir ben Rat."

Schnee!" rief Heinie,Schnee!" jubelte Suseken, Snee", Dibel unbNee", Dübel.

Heinie:Unb Großvater wollte nicht glauben, daß Vater Winter machen kann!"Vater kann alles", sagte Suseken. Ihre Augen sahen ben Vater voll Stolz und Bewunderung an.

Unb wann ist nun Weihnachten?" fragte Heinie ungeduldig.

Museum in Rothenburg.

Um eine neue Sehenswürdigkeit ist die alte Stadt Rothenburg 0. d. T. durchdie Einrichtung eines Mu­seums bereichert worden, das durch die Unterbrin­gung der bisher an verschiedenen Stellen unzuläng­lich untergebrachten Sammlungen im ehemaligen Dominikanerinnenkloster geschaffen wurde. Es sind, wie die ZeitschriftDeutsche Kunst unb Denkmal­pflege" berichtet, drei Flügel des Kreuzganges mit ben daran und darüber liegenden Räumen erhal­ten, bie feit ihrer Erbauung im 15 Jahrhundert vielfach geändert wurden, jetzt aber zum Teil in ihren alten klösterlichen Zustand zurückgeführt sind, während andere ihre Ausstattung aus späteren Jahrhunderten behielten. Die große Klosterküche ist wieder so bestellt, wie sie einst war. Im Kon­ventsaal und Refektorium, schönen gotischen Räu­men, und im anschließenben Garten stehen kirch­liche Bildwerke. Ein Saal mit Holztonnengewölbs ist als Zunftstube, ein Raum mit Renaissance-Orna­mentik als Gelehrtenstube eingerichtet.

Zeitschriften.

Von großen Bergfahrten in Europa, Asien unb Afrika berichtet das Novemberheft ber A.-V.- ZeitschriftDer Bergsteige r". Verlag F. Bruckmann AG. München. Außer Fahrtenberichten von der deutschen Jran-Expedition und der öster­reichischen Kaukasus-Expeditivn, von Touren in Norwegen, Bergbesteigungen in England und einer interessanten Afrikareise mit Besteigung des Kili­mandscharos enthält biese Nummer eine crfdjüte ternde Schilderung des Weltkrieges in ben Ortiejta bergen unb eine Erzählung von Gustav Renken