Ausgabe 
2.7.1936
 
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Donnerstag, 2. Juli 1936

Nr. 152 Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)

Die führenden

Männer des nationalsozialistischen Deutschlands

Gesamtüberblick über das Reichssportfeld in Berlin

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Olympiakämpfer über Deutschland

liegen lassen

Eine nach der anderen treffen allmählich die Mannschaften der ausländischen Olympia­kämpfer in Deutschland ein. Und wenn man sich dann mit diesem oder jenem von ihnen nach dem ! Trubel der mancherlei Begrüßungen und nach der : vorläufigen Einquartierung in Berlin in eine ge­mütliche Ecke setzt und ihn nicht etwa ausfragt, son­dern mit ihm gemächlich plaudert, dann macht man immer wieder die gleiche Erfahrung.

Es beginnt fast immer mit begeisterten kurzen Ausrufen über das, was sie auf der Fahrt von Hamburg oder von Köln oder sonstwoher durch Deutschland am rein äußerlichen Bilde unseres Vaterlandes gesehen haben. Der zweite Ab­schnitt ihrer Bewunderung gilt dann ebenso regel­mäßig dem schlechthin großartigen Eindruck der diesjährigen olympischen Kampfstätte, die Deutsch­land in dem R e i ch s s p o r t f e l d draußen vor der westlichen Vorstadt geschaffen hat. Kleines Beispiel dafür: Die australischen Schwimmerinnen haben auf der Reise über Marseille und Paris mit einem Tag Aufenthalt in der französischen Hauptstadt zwei Nächte hindurch so gut wie gar nicht geschlafen, das merkt man sogar diesen drahtigen, durchtrainierten Mädels an. Aber sie explodieren immerzu in Aus­drücken der Begeisterung:0, what a beautiful, splendid country! ist noch das mindeste. Und dann kommt etwas sehr Nettes. Trotz ihres Schlafbedürf­nisses, das wir schleunigst respektieren werden, möchten sie am liebsten gleich noch einmal mit dem Bus hinaus auf das Reichssportfeld, nur um sich zu überzeugen, daß es wirklich da ist und daß sie nicht nur geträumt haben, so hingerissen sind sie von der Formschönheit der deutschen Kampfstätte.

Das ist nur eine kleine Episode unter vielen. Es gibt dann meistens in dem Gespräch eine kleine Verzögerung, die ausländischen Sportler werden ersichtlich ein wenig nachdenklich, man weiß schon, was nun kommt. Und richtig, je nach Temperament bald herausgesprudelt, bald bedächtig, bald zurück­haltend unter deutlicher Ueberwindung kleiner mit­gebrachter innerer Widerstände, formt sich dann in ihren Aeußerungen der stärkste Eindruck, und der heißt: das neue Deutschland.

Wir sprechen hier nicht so sehr von denen, die gelegentlich eine halbwegs sachliche Schilderung in ihren Zeitungen gelesen oder sich genügend eigene Kritikfähigkeit bewahrt haben, um ein wenigstens annähernd der Wirklichkeit entsprechendes Bild mit­zubringen. Wir sprechen hier vielmehr von den An­gehörigen solcher Länder, deren öffentliche Mei­nungsbildung teilweise noch weit entfernt von dem bloßen Willen zur Unvoreingenommenheit ist. Begreiflicherweise sind die Bekundungen dieser jungen Sportsleute ungleich wertvoller noch als die der anderen.

Insel so heiße, und das Mädchen fand den Namen recht.

Als die Sonne langsam zu Tal ging, waren Thomas und das Mädchen schon sehr gute Freunde geworden: Sie tollten im Wasser herum, spürten der kleinen Rohrdommel nach, bauten einen Lan­dungssteg und waren glücklich. Aber als sie am späten Abend die Zelte zusammenpackten, sagte das Mädchen, er möge sie ein wenig vorausfahren lassen, sie würde ihn drüben erwarten. Dann küßte sie ihn ganz leicht, leichter hätte sie es nicht tun können, und stieg in ihr kleines Boot.

Als Thomas an das Ufer kam, fand er das Mädchen nicht mehr, er suchte lange nach ihm und tröstete sich auf den folgenden Tag.

Aber nie mehr kam das Mädchen nach der glück­haften Insel, und schließlich schien es Thomas, als hätte er alles nur geträumt, und er sah wieder den Wolkenschiffen und der kleinen Rohrdommel

haben doch mehr als einmal die freundlichsten Einladungen gerade an die maßgeblichen Politiker Wirtschaftler und Kulturrepräsentanten des Aus- landes ergehen lassen, dieses Deutschland, das sie überwiegend nur auf dem Papier kennen, s e l b st zu studieren und dadurch den europäischen Wirk- lichkeiten um ein Erhebliches näher zu kommen. Wir hoffen, daß die vielseitigen Erfahrungen unse­rer ausländischen Sportgäste mit dazu- beitragen werden, daß man von jenen Einladungen in noch weit größerem Maße als bisher Gebrauch macht. Europa, die ganze Welt wird greifbaren Nutzen davon haben.

Wilhelm Lange.

für die Bilder: für Feuilleton: m Teil i. V.: S). L. eck. Äerantwortlich tyeobor Kümmel, ierlag: Brühl'sche :eiN. Lange, K.-G., schließlich 25 Pf. en 15 Pf. mehr, ramstags 15 Pf., f. mehr.

Juni 1935 gültig.

(der früher in Gießen die Olympia-Achterzelle trainierte) vorbereitet.

Auch die, Geher werden nach einem letzten Aus­scheidungs-Wettbewerb in Huskvarna namhaft ge­macht. Durch die große Hitze wurden acht der elf Teilnehmer zum Ausscheiden gezwungen. Den Sieg und damit einen Platz in der Olympiamannschaft erkämpfte sich Evald Segerstroem in 4:54,22 Std. Als seine Kameraden wurden Dick Loef und der Straßengeher Ion Mikaelsson bestimmt.

Oesterreichs Olympia-Wasserballer.

Nach der Deutschlandreise und dem Länderkampf gegen Frankreich hat der österreichische Schwimm- Verband die endgültige Olympia-Wasserball-Mann- schaft aufgestellt. Die Oesterreicher kommen mit elf Mann: Wenninder (Tor): Seitz, Steinbach, Hawlik, Blasl (Verteidiger): Müller, Kloner (Verbinder); Kunz, Lergetpohrer, Riedl und Schönfels (Stürmer).

Wohl verstanden, es handelt sich hier um Aus­länder, die nur gerade eben einen ganz flüchtigen ersten Eindruck bekommen haben. Nach alle­dem kann man sich vorstellen, wie stark sich das Bild des neuen Deutschland und der praktischen Leistung des Nationalsozialismus in einem bei vielen fast zwei Monate währenden Aufenthalt verbreitern und vertiefen werden. Nicht nur das Wort vom völkerverbindenden Sport wird

3m Zeichen der fünf Aime

Deutsch-Amerikaner als Olympiakämpfer.

Unter dem stattlichen Aufgebot der O8^..-Olym- piateilnehmer befinden sich auch zahlreiche Deutsch- Amerikaner, die in Berlin die Streifen und Sterne tragen. Am stärksten ist das deutsch-amerikanische Element beim Handball mit ungefähr 70 v. H. Deutsche Namen weist auch die Liste der Leicht­athleten und Schwerathleten auf. Für die Fußball­elf stellt der deutsch-amerikanische Fußballbund neben Torwart und rechtem Verteidiger wahrschein­lich noch weitere Spieler.

Argentiniens Olympiasegler in kiel.

In Kiel sind mit der Vorhut der argentinischen Seglermannschaft die ersten ausländischen Teilneh­mer der olympischen Wettbewerbe eingetroffen.

schmiedearbeiten legen.

Hans R e i n e r t h , der Leiter des Reichsbundes für deutsche Vorgeschichte, bringt die Ergebnisse seiner Arbeit und der Forschungen seiner Mitarbeiter in der von ihm herausgegebenen wissenschaftlichen ZeitschriftMannus" sowie in der volkstüm­lichen MonatsschriftGermanen - Erbe" zur Darstelluna. Er hat die Fluren Entscheidunaen. die auch für uns maßgebend sind, als Beauftragter des Reichsleiters Rosenberg für die vorgeschicht­lichen Fragen getroffen. In seinen BüchernDas Federseemoor als Siedlungsland des Vorzeitmen­schen", fernerDas Pfahldorf Sipplingen am Bo- ivnfee" undChronologie der jüngeren Steinzeit Süddeutschlands" hat er grundlegend wichtige Bei­träge zur Forschung selbst geleistet. Unter seiner Füh­rung wird die Erkenntnis richtiger Haltung heraus wachsen und sich weiter durchsetzen, bis es schließ­lich keinen Deutschen mehr gibt, der sich seiner Vor- fahren schämt undiee geradezu als Zeichen von Bil- 1 1 , .. /, >.... r.r.i________X Jn-nfuHrj Qßf ggfe

"°Wer könnte auf der glückhaften Insel auch glücklich sein!

Deutsche Vorgeschichte im (Schrifttum.

Bon Helmut Merzdorf

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I Fortdauer der geneigten Witte- ittags 26,7 Grad 2.9uli: morgens Minimum heute turen in 10 cm rab; am 2. Juli: äge 0,4 mm. -

I. 1.60,3.00, 3 50. |eld adra verstärk! in Tuben Gegen Pickel, Mitesser MaÜich empfohlen.

Oie glückhaste Insel.

Bon Ernst Heyda

Thomas Frank hatte die glückhafte Insel ent­deckt: sie lag in dem toten Arm eines Flusses und um sie stand so viel Schilf und mannshohes Rohr, daß man sie kaum erkennen konnte: auch Thomas hatte am Anfang vermutet, das Schilf stände nur ein wenig dicht, und es dauerte lange, bis er einen Weg zur Insel fand. Eine kleine Weide hing ihre dünnen langen Aeste nach der Flußseite, und es war wie ein Vorhang, der die Landschaft dahinter aus der Sicht hob.

Thomas hatte fein kleines Zelt auf dem Rasen­fleck vor der Weide aufgestellt, und wenn er dann auf dem Rücken lag und zum blauen Himmel hin­aufsah, unter dem die Wolken ihre Bahnen zogen, wenn das Wasser zu ihm herüberroch und die Rohr­dommel flötete, dann kam er sich wie ein Seemann vor, den ein unsichtbares Boot glückhaft in ferne Länder trug.

Jeden Tag, wenn feine Arbeit getan war, fuhr Thomas mit feinem kleinen Boot zu seiner Insel, und der Sommer hatte den Frühling verdrängt und stand nun in seiner vollen Blüte.

Aber eines Tages war etwas geschehen. Als Thomas zur glückhaften Insel kam, stand ein anderes, fremdes Zelt auf dem Rasenstück, und ein Mädchen in hellem Badeanzug lag auf der kleinen Wiese und sah in den Himmel.

Leise fuhr Thomas einige Male um die kleine Insel, und als er schließlich sein Boot festmachte, sprang das Mädchen auf und kam auf ihn zu. Sie hatte herrliche dunkle Augen und helles flatterndes Haar, mit dem die Sonnenstrahlen spielten.

Thomas wußte im Augenblick nicht, was er ihr sagen sollte, aber das Mädchen fragte ihn, ob er schon öfters hier gewesen sei, denn der Feuerplatz sei noch nicht alt.

Ich bin jeden Tag hier", sagte Thomas,schon fast ein halbes Jahr lang!"

Oh, dann will ich wieder fahren", sagte das Mädchen,ich will Sie nicht vertreiben!"

| Einige weitere Angehörige und ihre Boote folgen nach. Die Argentinier haben sich sofort in das olympische Heim am Hindenburg-Ufer begeben. Zu Ehren der Gäste wurde noch am Mittwochnach­mittag die argentinische Flagge vor dem olympi­schen Heim gehißt.

Weitere schwedische Olympiateilnehmer.

Schweden hat bei den olympischen Ruder-Wett­kämpfen nur den Vierer mit Steuermann belegt und jetzt unter den zur Verfügung stehenden Ru­derern die Auswahl getroffen. Der RV. Vaxholms vertritt das Land mit der berühmtenSkoeld- Mannschaft", die sich aus Erik Jphansson, Karl Sjoeblom, Lars Larsson, Harry Skoeld und dem Steuermann Sven Tisall zusammensetzt. Ebenso wie Polens Olympiaboote wurde auch der schwe­dische Vierer in Deutschland gebaut und die Mannschaft von dem deutschen Trainer B r a h m

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deutsche Gegenwart", Johannes Hoffmann, Deutsche Vorgeschichte", Gibbon,Die Germa­nen im römischen Weltreich", Kreuzberg,Deut­sche Vor- und Frühgeschichte", Dannenbauer, Vom Werden des deutschen Volkes", El em en, Altgermanische Religionsgeschichte", Endres,Das Erbe unserer Ahnen", R e i n ,Rasse und Kultur unserer Ahnen".

Eine umfassende Antwort auf die Jahrhunderte alte Herabsetzung des Germanentums hatte der Schöpfer der deutschen Vorgeschichtswissenschaft, Gustaf K o s s i n n a , bereits vor 30 Jahren ge­geben. Sein berühmtes WerkDie deutsche Vorge­schichte, eine hervorragend nationale Wissenschaft" stellt die Leistungen der Bronze- und Eisenzeit dar, die ausgezeichneten Bilder zeigen Kunstwerke, die von dem ausgesprochenen Hochstand der germani­schen Kultur sprechen. So ist dieses Werk für die gesamte Vorgeschichtswissenschaft richtungsweisend geworden, Kossinna verdanken wir außerdem drei weitere Werke, dieAltgermanische Kulturhöhe" und Germanische Kultur im ersten Jahrtausend nach Christus" undUrsprung der Verbreitung der Ger­manen in ur- und frühgeschichtlicher Zeit."

Da gibt es in ihren Aeußerungen sämtliche Schattierungen von der völligen, ja fast verwirrten Ueberraschung bis zur ruhigen, bereitwilligen Kenntnisnahme augenfälliger Tatsachen. Und sie ziehen man merkt es an Wort und Mienenspiel hörbare oder verschwiegene Vergleiche zwischen dem blöden und böswilligen Tratsch gewisser aus­ländischer Pressekreise über alle nur erdenklichen Spielarten vonTerror" und dergleichen Albern­heiten mehr auf dem mißbrauchten Zeitungspapier mancher ausländischer Kreise und dann der Wirk­lichkeit hier, die ein freies, frohes Land mit auf­rechten Menschen von einer unvergleichlichen Ar­beitsintensität und einer unbewußt starken Friedens­liebe. Sie sehen eine Disziplin und Ordnung im öffentlichen Leben, die sie in dieser straffen und doch leichten Form anderswo kaum gefunden haben. Sie finden Menschen vor, denen die verrücktesten imperialistischen Neigungen angehängt werden und die nichts anderes wollen als den vielen Tausenden ausländischer Sportsfreunde nicht nur während der Olympischen Spiele, sondern auch danach bei ihren Reisen im schönen Deutschland auf jede nur er­denkliche Weise behilflich sein.

umspannt 500 OOO Jahre Menschheitsentwicklung, es bringt keine allgemeine Thesen, sondern genaue Einzeltatsachen von der Speisekarte vor 3000 Jahren bis zur Konstruktion des Wikingerschiffes, vom ger­manischen Glauben und den einzelnen Festen bis zur Geschichte der germanischen Gerichtsordnung. Ein großes Sachverzeichnis macht das Buch zum Nachschlagewerk besonders geeignet. Darüber hinaus kommt auch die Entwicklung der politischen Geschichte zur Darstellung, eine beachtliche Leistung!

Eine klare Forschung der germanischen Erziehung finden wir in dem Buch von Dr. Fritz Wüllen­weber,Altgermanische Erziehung". In seinem Buch weist er nach, daß nicht nur im Waffenhand­werk eine vielseitige Ausbildung erfolgte, sondern daß sogar hauptsächlich gesinnungsmäßige Ziele im Vordergründe der Erziehung standen. Das Buch, das von dieser entscheidenden Seite her mit dem Vorurteil der Kulturlosigkeit aufräumt, ist sehr zu empfohlen.

Noch unmittelbarer und schöner als die sachlichen Ausführungen in diesen Werken sind die Bilder, die den Text ergänzen. Sie stehen im Vorder- nrunöe des Buches von Jörg L e cb l e r,5000 Jahre Deutschland". Lechler hat hier 620 Bilder der Schwer­ter und Fibeln, der Hausgeräte und des Schmuckes zusammengestellt. Er zieht dabei überaus aufschluß­reiche Vergleiche. Staunenerregende Beispiele zeigen die innere Einheit des nordischen Schönheitsempfin­dens über Jahrtausende hinweg. Bei einzelnen Ab­bildungen des Halsschmuckes könnten mir glauben, Erzeugnisse vor uns zu sehen, die Prachtstücke eines jener Läden sind, die jetzt Wert auf gediegene Gold-

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Thomas überlegte nicht lange.

Wenn wir etwas -zusammenrücken, werden sicher­lich zwei Zelte Platz haben", sagte er und stellte sich vor.

Sie heiße Marianne Ebeneiner, sagte das Mäd­chen, und sie würde sich freuen, wenn sie hierbleiben könne, denn sie hätte nur ein paar Tage Ferien.

Ich habe sie die glückhafte Insel genannt", sagte Thomas, als sein Zelt neben dem anderen stand.

Und dann mußte er ihr erklären, warum die

(Presse-Jllustration-Hoffmann-M. Freigegeben durch RLM.3O. 6. 36, Nr. 21377.)

DieAltgermanische Kulturhöhe" faßt die Er­gebnisse des Hauptwerkes in einer Form zusam­men, die besonders leicht verständlich ist. Aus diesem Grunde eignet sich diese Schrift besonders zur Ein­führung. Nicht trockene wissenschaftliche Sprache, sondern begeisterte, lebendige Ausdrucksweise macht das Lesen dieses Buches zur Freude.

In einer kleinen Lebensbeschreibung zeigt Rudolf Stampfuß Kossinna nicht nur als Forscher, son­dern vor allen Dingen als Kämpfer gegen eine öffentliche Meinung, die ihn nur zu gern lächerlich machte und gegen eine ganze herrschende Wissen­schaft, die klassische Archäologie.

Die Entwicklung der germanischen Kultur wird von Wol gang Schulz inAltgermanische Kultur in Wort und Bild" dargestellt. Hier wird uns klar, daß es sich bei den Germanen um lebendige ge­schichtliche Entfaltung, um kulturelle Krisen und Höhepunkte in stetem Wechsel, um einen inneren Werdegang handelt und nicht um em paar Brauche, die seit langen Zeiten feststanden und die auf ein paar Seiten des Tacitus oder anderer römischer Schriftsteller uns überliefert worden sind. Immer wieder beweisen die Funde, daß die Germanen nicht eine rauflustige Räuberbande, sondern etn Volk des Friedens, des Glaubens, und natürlich, wenn es notwendig war, ein Volk war, das seine Ideen auch mit dem Schwert verteidigte.

Aul alle einzelnen Gebiete des germanischen Le-mayrgn lajanu uumt» bens geht ein soeben erschienenes Buch von P a st e - düng hält, Herabsetzung und Beschimpfung .Deutlche Vorzeit, nur i^.,D°lk-s°Ichicht° der Oermanen", ein. E- ! manischen Kultur zu ertragen.

Wilde Nomaden, die auf dem Bärenfell und Met trinken, die die Frauen arbeiten und selbst faulenzen, das ist die Vorstellung von den Germanen, die auch heute noch weithin m den Köpfen herumspukt. Die Sucht nach Liebesaben­teuern die Freude an Kriegszügen und Raufereien sindach dieser Meinung die letzten Ziele- um derentwillen die Germanen kämpften und lebten. Könige diesich lustwiehernd auf die Kme schla­gen", ',starkbeinige und lustfrohe Wunschmaiden

Berserkergemüter, wenn der Met in der Kehle gluckst", das sind solche Gestalten von denen bei- wielsweise Ludwig Huna mHelgi spricht. 2ln- [P tnnifche Beispiele des Germanenkitsches, z. T.

Pnh Vorgeschichte unseres Vaterlandes , Jan d e m e g Die Welt der Germanen", und noch viele ändere ä-hör-n in biete W Sachlich mch «»-- reichend' sind vor allem folgende: H- S ch i l i ng, SanW BaMlchichis. L°utho , D btaen und das Planetensystem.Arno tGer manische Kunst", Bi ging, r

. Darüber hinaus aber finden sie ausgerechnet in diesem Hitler-Deutschland, das man ihnen auch heute noch nach immerhin dreieinhalbjähriger Praxis" schwarz in schwarz zu malen beliebt hat, offizielle Vertretungen, Behörden, Partei-Organisa­tionen, die es gar nicht nötig haben, unseren aus­ländischen Gästen die Errungenschaften und be- onderen Vorzüge des Dritten Reiches fortgesetzt zu demonstrieren, sondern die in der beneidens-, . ------------

werten Lage sind, die für alle Welt sichtbaren Tat- hier seine vieltausendfache Bestätigung erhalten, achen s e l b st wirken zu lassen und im übrigen sondern auch der unersetzliche Wert d e s p e r -- n der umsichtigsten Weise für Deutschlands Be- sonlichen Augenscheins. ucher zu sorgen. ...... 1- .. ." .

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