Ausgabe 
2.6.1936
 
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7.Reichs-MdeMeiibewerbausderMasserkuppe

Deutschlands fluabegeisterte Jugend beim Modellwettbewerb auf der Wasserkuppe. (DNB.-Heimatbilderdienst. Aufnahme: Schneider.)

einen

Der Fußball an psingsten

stimmen. Nach einem stillen Gedenken für auf der Fahrt von Essen nach der Wasserkuppe mit dem Motorrad tödlich verunglückten Wettbewerbs­teilnehmer schloß Major Huber den 7. Reichs- Modellwettbewerb mit einem Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler und die deutsche Luftfahrt.

Die Ergebnisse:

Bei 987 Gesamtstarts konnte die Wettbewerbs­leitung 806 Starts nicht werten, da sie die Mindest­bedingungen nicht erfüllt hatten. Gemeldet waren insgesamt 346 Modelle, von denen 340 zugelassen wurden.

In der Gesamtwertung nach Landesgruppen wurde 1. Sieger die Landesgruppe Pom­mern mit 5351 Punkten, die auch den Ehrenpreis des Reichsluftsportführers, 150 Mark in bar und einen großen Werkzeugkasten zugesprochen erhielt:

stark in Erscheinung wie an Ostern, es gab diesmal weitaus weniger Spiele, aber doch teilweise recht reizvolle Begegnungen. Im Kampf um den A u f - stiegzur Gauliga wurde in den Gauen ©üb« west, Baden, Württemberg und Bayern gespielt. Eine weitere Entscheidung fiel in Württembergs wo Union Bückingen sich den Aufstieg in die erste Klasse

tete den Kampf befriedigend.

Gpielvereinigung 1900 Gießen.

1900 Hanau 1860 3:3 (2:0).

Dieses Resultat entspricht dem Spielverlauf. Wohl hatte mancher der Zuschauer damit gerechnet, daß den Blauweißen, nachdem ihnen gegen den teils böigen Wind eine 2:0 Führung geglückt war, ein eindeutiger Sieg zufallen würde. Die Gäste wußten sich aber entsprechend einzustellen, und an der tak­tisch spielenden Hintermannschaft zerbrachen immer wieder die Angriffe der Platzbesitzer

Mit dem starken Wind als Bundesgenosse ist die Ueberlegenheit der Gäste recht deutlich. Zahlreiche Angriffe rollten auf das Tor der Blauweißen, und es wurde mehr wie einmal bedenklich in ihrem Strafraum. Trotzdem waren es die Platzbesitzer, die in Führung gingen. Einen weiten Abschlag von Schäfer nahm Hain auf und flankte hinter die zu weit aufgerückte Verteidigung. Schmelz, der nach­setzte, dirigierte den Ball an dem herauslaufenden Tormann vorbei ins leere Tor. Auf dieselbe Art und Weise kamen sie auch zum zweiten Erfolg. Wieder war es Schmelz, der eine hohe Vorlage von Heil- mann an dem ihm entgegeneilenden Torwächter vorbei ins Netz beförderte.

Nach der Pause gelang es den Gästen, auf 2:1 zu verbessern. Ein Durchspiel des Jnnenstrums schloß der Halbrechte mit erfolgreichem Schuß ab. Im Gegen-

Treffen um denT s ch a m m e r - P o k a l" ihre Reife für die erste Klasse noch nicht beweisen. Die Elf war wuchtig und schnell, blieb aber spielkul­turell weit hinter den Friedbergern zurück. Dabei hatte Friedberg noch das Pech, kurz vor Beginn an Stelle des nicht erschienenen Wittmann den Mittelläufer E i s e n r e i ch ins Tor stellen zu müs­sen Außerdem konnte nach der Pause Mittelstürmer Mass infolge einer Verletzung nur noch als Sta­tist mitwirken Trotzdem war aber Fneoberg stets die bessere Mannschaft. Mass brachte den VfB. in der 10. Minute in Führung, zwei Minuten später fiel durch den Halblinken Roth der Ausgleich. Kurz vor der Pause führte Friedberg durch einen Kopfball des Linksaußen Keßler 2:1, und eine Minute vor Schluß schoß der Rechtsaußen S ü - ßenberger, übrigens der beste Mann auf dem Platze, das dritte Tor. Knorr (Gelnhausen) lei«

LPD. Von der Wasserkuppe, 1. Juni, s Eine weitere starke Hebung und Verbreiterung des < Niveaus im deutschen Modellbausport waren das ( hervorstechendste Kennzeichen des 7. Reichs- i Modellwettbewerbs auf der Wasser- ! kuppe in der Rhön in dem 340 Modelle in Kon- i kurrenz traten. Große Zuschauermengen pilgerten wiederum zum Berg der Flieger hinauf. Bestlei­stungen in den Ausscheidungs-Wettbewerben inner­halb der einzelnen Landesgruppen des DLV. hatten bis zu 25 Modellbauern aus den Landesgruppen , die Teilnahmeberechtigung für den Reichs-Modell- j Wettbewerb erbracht.

Nahezu 80 v. H. der Wettbewerbsteilnehmer stellten die Luftsportscharen der HI. und die i TNodellarbeitsgemeinschaften des Jungvolks.

In der technischen Prüfung, welche dem Wett- 1 bewerb vorausging, waren 340 Modelle von gemel­deten 346 zugelassen worden.

Mit Reichsluftsportführer Oberst Mahncke weilten zahlreiche Ehrengäste auf der Wasserkuppe: Ministerialdirigent Dr. Untrieser und Oberst M o j e r aus dem Reichsluftfahrtministerium, Ver­treter des Reichserziehungsministeriums, der Reichs- jugendführung und der Gliederungen der Partei. Gauleiter Staatsrat W e i n r i ch und der stellver- tretende Gauleiter Landrat Dr. Burkhard! (Fulda) wohnten dem zweiten Wettbewerbstag bei.

Die feierliche Flaggenhifsung und Eröffnung des Wettbewerbs mußte infolge des dichten Nebels und eines Regenschauers auf 10.30 Uhr verschoben wer­den. Doch dann stellte sich eine Witterung ein, welche die Aufnahme des Wettbewerbs immerhin ermöglichte, wenn auch die kalten und böigen Wind­verhältnisse größere Leistungen sehr erschwerten, wie die an den beiden Pfingstfeiertsgen vorherr­schende ungünstige Witterung den Ablauf des Wett­bewerbs beinahe in Frage gestellt hätte.

Major Huber, der Leiter des Wettbewerbs, be­grüßte bei der Eröffnungsfeier die Ehrengäste und die Wettbewerbsteilnehmer und umriß in ein­dringlichen, markanten Worten die Aufgaben und den Sinn des Modellbausports. Trotz der Bruch­gefahr und dem Fehlen für Modellwettbewerbe un­erläßlicher günstiger meteorologischer Voraussetzun­gen setzte ein lebhafter Startbetrieb an den fünf Startstellen ein, wie eine vorzügliche Or­ganisation einen mustergültigen Wettbewerbsbetrieb ermöglichte.

Am Abend des ersten Pfingstfeiertages vereinig­ten sich die Wettbewerbsteilnehmer mit 1000 Hit- lerjungen und Iungvolkpimpfen aus dem großen Zeltlager der HI., das auf der Wasserkuppe von der Gebietsführung Kurhessen errichtet worden war, am Fliegerdenkmal, wo Oberst Mahncke von einer Steinkanzel aus eindringliche Worte des Ge­denkens an die Pioniere und Helden der Luftfahrt richtete, Mahnworte an die junge deutsche flugbe­geisterte Generation. Ein Holzstoß flammte auf und das Lied vom guten Kameraden erklang.

Die Witterungsverschlechterung des zweiten Wett­bewerbstages ließ erst gegen 12 Uhr Startmöglich feiten zu, so daß sowohl für Handstarts, wie auch für Hochstarts der Stört freigegeben wurde. Eifrig und unablässig wurde gestartet, und die Wettbe­werbsleitung verlängerte den Start bis 18 Uhr.

In seiner'Schlußansprache bei der Preisverteilung beglückwünschte Major Huber von der Reichsluft- sportführung die Wettbewerbsteilnehmer zu ihren trotz der ungünstigen Witterungslage hervorragen- den Leistungen, in deren Rahmen sogar ein

neuer Rhön-Streckenrekord von 11000 Weier aufgestellt wurde, Leistungen, die zuversichtlich für die Lösung künftiger Aufgaben im Modellbausport

wieder gesichert hat.

Um denT s ch a m m e r - P o k a l" gab es zwei Spiele in Hessen, aus denen der VfB. Friedberg und Kassel 03 als Sieger hervorgingen Beide Mann­schaften nehmen als letzte Vertreter des Gaues 12 an den weiteren Runden um den Pokal teil.

Das Programm der Freundschaftsspiele brachte interessante Paarungen. Die beiden Rivalen im Kampf um dieDeutsche" landeten eindrucks­volle Siege. Der 1. FC. Nürnberg gewann in Frank­furt gegen eine Kombination Eintracht-Fuhballsport- verein 4:2 lind Schalke schlug Schwarzweiß Essen 6:2. Hannover 96 weilte im Gau Hessen und siegte in Marburg und gegen Kurhessen Kassel mit 2:1 bzw. 3:1. Die Gaumeister von Südwest und Hessen, Wormatia Worms und Hanau 93, trafen sich in Worms; die Einheimischen gewannen 3:0. Sonst gab es noch zahlreiche Treffen, in denen vielfach Mannschaften der Bezirksklasse recht starke Partner der Gauligavereine waren. Im Reich kamen eben­falls zahlreiche Spiele, zum Teil mit ausländischen Gästen, zur Durchführung. Bulgariens Meister Lev- sky Sofia gewann in Königsberg gegen Prussia Samland 5:1 und unterlag MSV. v. d. Goltz Tilsit 1:2 und der Teplitzer FK. schlug den Sachsenmeister Polizei Chemnitz mit 4:3. Aus dem Ausland ist als wichtigstes Ereignis das Länderspiel zwischen Ungarn und Italien zu erwähnen, das in Budapest von den Italienern glücklich mit 2:1 (1:0) gewonnen wurde.

Um denTschammer-pokal"

Spielv. Kassel SL. 03 Kassel 1:2 (0:1).

Vor 1200 Zuschauern standen sich an Pfingsten die Kasseler Vereine Spielverein und03" im Po­kalspiel gegenüber, aus dem03" als knapper, aber verdienter Sieger hervorging. Durch einen von Pape verschuldeten Elfmeter ging03" in Führung und durch Horn fiel in der 75. Minute mitten in einer starken Ueberlegenheit des Spielvereins der zweite Treffer. Der Spielverein strengte sich dann nochmals mächtig an und kam schließlich durch den Halblinken Schwarz zum Ehrentor.

Der Fußballsport trat an Psingsten nicht so I VfB. Friedberg Kewa Wachenbuchen 3:1 (2:1). l Kewa Wachenbuchen, die sich in den Aufstiegs-

doch teilweise recht spielen die Zugehörigkeit zur Gauliga erkämpfte, £ konnte in diesem vor 800 Zuschauern abgewickelten

2. Sieger: Landesgruppe X Westfalen, 4007 Punkte; 3. Sieger: Landesgruppe VII Sachsen, 3843 Punkte; 4. Sieger: Landesgruppe V Magdeburg, 3688 Punkte; 5. Sieger: Landesgruppe I Ostpreußen, 2955 Punkte.

ßin^elfieger:

1. Joachim Schmidt (Allenstein) 1613 Punkte, Preisträger des Wanderpreises des Deutschen Luft­sportoerbandes. 16 Ehrenpreise des Reichserziehungs- minifteriums wurden den Landesgruppen des Deut­schen Luftsportoerbandes zugesprochen. Den Ehren­preis des Reichsjugendführers erhielt die HI.-Schar des Allenfteiners Joachim Schmidt (Werkzeug­schrank). Schmidt selbst erhielt ein Buch mit der Widmung des Reichsjugendführers.

Einen zweiten Ehrenpreis der Reichsjugendfuh- rung für die beste Leistung eines Iungvolkpimpfes erhielt die Schar des Hans Joachim Haas aus Gladbeck (Westfalen). . ä

Einzelsieger im Handstart: Klasse A, Dauer: 1. Joachim Schmidt (Allenstein) 461 Sekunden; 2. Bruno Krause (Pr.-Eylau) 367 Sek.; 3. Ulrich Guidtke (Berlin-Tegel) 265 Sekunden. Strecke: 1. Günther Pieper (Stettin) 8000 Meter; 2. Klaus Pawelke (Kätscher) 4100 Meter; 3. Johannes Grie- pentrog (Stargard) 2700 Meter. Klasse B: 1. Franz Schulze (Salzwedel) 501 Sekunden; 2. Rudolf Betz (Jena) 367 Sek.; 3. Hans Joachim Haas (Gladbeck), 288 Sek. Strecke: 1. Walter Kautenhahn (Penig) 4500 Meter; 2. Rudolf Elger (Leipzig) 1850 Meter; 3. Walter Hartmann (Kahla) 1800 Meter. Klasse C: Dauer: 1. Wolfgang Puch (Burg) 139 Sek.; 2. Wal­ter Arland (Lützschena), 74 Sek.; 3. Otto Müller (Raguhn) 67 Sek. Strecke: 1. Walter Böckstiegel (Westfalen) 650 Meter; 2. Paul Armes (Zeuthen) 5K0 Meter. Klasse D: Dauer: 1. Wolfgang Jlgner (Breslau), 296 Sek.; 2. Kurt Pauly (Leipzig), 102 Sek.; 3. Franz Patales (Quakenbrück) 90 Sek. Strecke: 1. Ernst Quaas (Gelsenkirchen) 960 Meter; 2. Franz Patales (Quakenbrück) 750 Meter; 3. Al­fons Menzel (Dresden) 600 Meter.

Hochstart: Klaffe A und B: Dauer: 1. Ger­hard Richter, Altdamm, 755 Sekunden; 2. Alfred Däummichen, Berlin, 335 Sekunden; 3. Hans Garbrecht, Freienwalde, 310 Sekunden. Strecke: 1. Hans Denker, Brambaur, 2980 Meter; 2. Willi Haubert, Gispershausen, 2500 Meter; 3. Bruno Ruft, Hildesheim, 1920 Meter.

Sonderpreise wurden für neue deutsche Werkstoffe zugesprochen: Ein Sonderpreis von 1200 Mark für eine außergewöhnliche Konstruktion, die erstmalig in Deutschland in der Luftfahrt bzw. einer ihrer Gliederungen angewendet wurde, er­hielt Lip pritsch, Dresden, für ein f ernge­steuertes Flugmodell, das mit einem Röhrenempfänger ausgestattet war und einwand­freie Flugfähigkeit auf Kommando der Start­leitung zeigte. Es führte einen Flug von 104 Sekun­den Dauer aus. Der Konstrukteur der Sende- und (Empfängeranlage dieses einzigartigen und bedeut­samen Geräts ist der Dresdener Student Sykora.

Gleichfalls einen Sonderpreis von 200 Mark er­hielt Sinn, Göppingen, für ein selbstgesteuertes und gleichzeitig mit einer Fernsteuerung versehenes Modell.

Für Selbststeuergeräte wurde ein Sonderpreis Egar Kuhn, Fulda, zugesprochen, dessen Modell 194 Sekunden in der Lust blieb und 700 Meter zurücklegte.

18 Wettbewerbsteilnehmer erhielten für besonders gute Bauausführung Sonderpreise, an erster Stelle das Modell von Paul Armes, Berlin. Für ein schwanzloses Ganzmetall-Modell erhielt Hansen, Baden-Baden, einen Anerkennungspreis.

Deutsche Rudersiege in Ostende.

Zu einem großartigen Erfolg für unsere deutschen Ruderer gestaltete sich an Pfingsten die internatio­nale Regatta in Ostende auf der idealen Kampf­stätte des Brügge-Ostende-Kanals. Gegen die besten Ruderer von vier Nationen wurden vier Siege herausgeholt, von denen der Erfolg des Kölner Ruderoereins von 187 7 im Achter über den Sieger des Londoner Head of the River-Ren­nens, den Thames Rowing-Club London, wohl der schönste ist. Füth (Rüsselsheim) verteidigte seinen Vorjahressieg im Einer sehr eindrucksvoll; über zwei Längen ließ er seinen Klubkameraden von Opel und den Engländer Warren hinter sich. Der Wassersportoerein Godesberg gestal­tete den Start im Vierer ebenfalls siegreich. Köln 77 holte sich noch den Junior-Zweier, verlor dagegen den Zweier-Ohne knapp gegen SN. Antwerpen Die nur von belgischen Vereinen umkämpfte Nordsee-Meisterschaft errang SN. Brüs­sel mit drei Längen vor SN. Gent.

Kanonen-Lagdspringen in Warschau.

Rittmeister Brandt wiederholt seinen Vorjahrssieg.

Der gestrige Tag des internationalen Warschauer Reitturniers brachte vor etwa 5000 Zuschauern ein Kanonen-Iagdspringen, in dem sich erneut die deut­schen Vertreter hervortaten. Unter 73 Bewerbern gelangte Deutschland mit sechs Pferden in den Stich­kampf um den Sieg und belegte mit Alchimist (Ritt­meister Brandt) und Tora (Oblt. K. Hasse) die beiden ersten Plätze. Rittmeister Brandt, der den Wettbewerb im Vorjahre auf Baron IV gewann, konnte sich somit zum zweiten Male in die Sieger­liste dieses schweren Springens eintragen. Nur Alchimist, Tora und Schneemann behaupteten sich zusammen mit Zbieg (Rittmeister Sokolowski, Po­len) bis zum dritten Stechen, in dem die vier Hin­dernisse schon Ausmaße bis zu 5 Meter Breite und 1,90 Meter Höhe aufwiesen. Nur Alchimist, der am Vortage ganz knapp geschlagen worden war, bewäl­tigte auch hier noch den Kurs fehlerlos, während Tora und Zbieg je vier, Schneemann (Hptm. von Barnekow) acht Fehler machten. Auch die folgenden Plätze fielen an Deutschland, der alte Schimmel Wotan und Olaf, beide unter Hptm. v. Barnekow, hatten noch das zweite Stechen bestanden. Der Er» fola der deutschen Reiter wurde äußerst beifällig aufgenommen.

Weitere Sportberichte im 3. Blatt.

angriff vergrößerten die Blauweißen jedoch ihren Vorsprung wieder. Eine gute Zusammenarbeit des rechten Flügels vollendete Enders durch eine glänzende Einzelleistung. Dies war den Gästen zu­viel. Sie machten starke Anstrengungen, um das Resultat zu verbessern, was ihnen auch in der 70. Minute gelang. Ein durch Handspiel verursachter Strafstoß vor der Strafraumlinie war die Ursache. Kurz vor Schluß war es den Gästen, nachdem die Blauweißen verschiedene Chancen nicht auszunutzen wußten, vergönnt, den Ausgleich zu erzielen.

Kritik: Bei den Gästen, die teilweise recht hart spielten, waren der Linksaußen Sachs, Mittelläufer und die beiden Verteidiger die besten Spieler. Der Tormann war durch unentschlossenes Herausls" 'en nicht ganz schuldlos an den beiden ersten Toren

Bei den Blauweißen, die in der Aufstellung Fi­scher, Zeiler, Schäfer, Langsdorf, Heilmann, Mank, Schellhaas, Ranft, Enders, Schmelz, Hain antrat n, wollte es nicht immer klappen. Das Fehlen Lv- perts beunruhigte teilweise die Sicherheit in der Verteidigung. Am angenehmsten überraschte Fisch r im Tor. Der Sturm zeigte sich in einzelnen Smel- abschnitten noch recht unbeholfen.

Schiri Grote-Lollar fand bei den Gästen rvdjt immer Anerkennung mit seinen Entscheidungen

Germania Warburg 1900 1:1.

Auch dieses Resultat entspricht dem Spielverlauf, denn was die eine ober andere Partei in dem Spielablauf an Torgelegenheiten herausarbeitete, war nicht so unterschiedlich, daß ein Sieg als ver­dient hätte angesprochen werden können. lieber» Haupt fehlte dem Spiel fast vollkommen jede Linie. Es war mehr Kampf als Spiel.

Der Spielverlauf war nicht allzu ereignisreich. Die Unternehmungen der beiden Stürmerreihen in in den Anfangsminuten scheiterten meistens an den Verteidigungen. Die Blauweißen fanden sich zuerst. Dem Sturm wollte jedoch vorerst nichts gelingen. Schellhaas köpfte eine Flanke von Hain knapp neben den Pfosten. Ein Strafstoß von Schmelz strich haar­scharf über die Latte. Erst in der 30. Minute spitzelte Enders eine Vorlage Ranfts in die linke untere Ecke. Diese Freude dauerte jedoch nicht lange, da hatten die Germanen ausgeglichen. Ein ab gemehrter Ball kam zu dem Halbrechten, und dieser schoß wuchtig ein. Wenig später wären die Platzbesitzer fast zu ihrem zweiten Erfolg gekommen. Einen scharfen Schuß holte Fischer aus der äußersten un­teren Ecke, bekam den Ball aber nicht zu fassen, und nur den dazwischenfahrenden Lippert gelang es, die Gefahr zu beseitigen.

Nach der Pause wurde das Spiel etwas leb­hafter. Schnell wechselten die Situationen. Zu Er­folgen kam es aber nicht mehr. Lediglich verschie­dene Ecken auf beiden Seiten waren die Ausbeute. Ganz zum Schluß erreichte das Spiel feinen Höhe­punkt, als die Germanen zum kraftvollen Endspurt ansetzten. Hier zeigte sich aber Lippert in seiner ganzen Größe. Noch so sicher erscheinende Aus­sichten machte er durch fern schnelles Dazwischen­fahren zunichte.

Kritik: Germania Marburg hatte in der Ver­teidigung und dem Mittelläufer die besten Leute. Der Sturm konnte sich mit feinem durchsichtigen Spiel nicht durchsetzen.

Bei den Blauweißen war die Verteidigung Lip­pert, Schmelz, Fischer, der beste Mannschaftsteil. In der Läuferreihe lieferte Mank ein gutes Mittel­läuferspiel. Schmitz leistete ein großes Arbeits- Pensum und auch Erhard war jederzeit auf dem Posten. Der Sturm mit Schellhaas, Ranft, Enders, Heilmann, Hain hatte mehr schwache als mite Momente.

Germania Warburg II 1900 II 0:3.

Die Reserve zeigte sich von der besten Seite unö gewann recht sicher. Es war eines der besten Spiele, was man von der Mannschaft sah.

Das ist so schön beim Motorrad: Es braucht nur einen schmalen Pfad!

^nfinenlal-Reifen