7.Reichs-MdeMeiibewerbausderMasserkuppe
Deutschlands fluabegeisterte Jugend beim Modellwettbewerb auf der Wasserkuppe. (DNB.-Heimatbilderdienst. — Aufnahme: Schneider.)
einen
Der Fußball an psingsten
stimmen. Nach einem stillen Gedenken für auf der Fahrt von Essen nach der Wasserkuppe mit dem Motorrad tödlich verunglückten Wettbewerbsteilnehmer schloß Major Huber den 7. Reichs- Modellwettbewerb mit einem Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler und die deutsche Luftfahrt.
Die Ergebnisse:
Bei 987 Gesamtstarts konnte die Wettbewerbsleitung 806 Starts nicht werten, da sie die Mindestbedingungen nicht erfüllt hatten. Gemeldet waren insgesamt 346 Modelle, von denen 340 zugelassen wurden.
In der Gesamtwertung nach Landesgruppen wurde 1. Sieger die Landesgruppe Pommern mit 5351 Punkten, die auch den Ehrenpreis des Reichsluftsportführers, 150 Mark in bar und einen großen Werkzeugkasten zugesprochen erhielt:
stark in Erscheinung wie an Ostern, es gab diesmal weitaus weniger Spiele, aber doch teilweise recht reizvolle Begegnungen. Im Kampf um den A u f - stiegzur Gauliga wurde in den Gauen ©üb« west, Baden, Württemberg und Bayern gespielt. Eine weitere Entscheidung fiel in Württembergs wo Union Bückingen sich den Aufstieg in die erste Klasse
tete den Kampf befriedigend.
Gpielvereinigung 1900 Gießen.
1900 — Hanau 1860 3:3 (2:0).
Dieses Resultat entspricht dem Spielverlauf. Wohl hatte mancher der Zuschauer damit gerechnet, daß den Blauweißen, nachdem ihnen gegen den teils böigen Wind eine 2:0 Führung geglückt war, ein eindeutiger Sieg zufallen würde. Die Gäste wußten sich aber entsprechend einzustellen, und an der taktisch spielenden Hintermannschaft zerbrachen immer wieder die Angriffe der Platzbesitzer
Mit dem starken Wind als Bundesgenosse ist die Ueberlegenheit der Gäste recht deutlich. Zahlreiche Angriffe rollten auf das Tor der Blauweißen, und es wurde mehr wie einmal bedenklich in ihrem Strafraum. Trotzdem waren es die Platzbesitzer, die in Führung gingen. Einen weiten Abschlag von Schäfer nahm Hain auf und flankte hinter die zu weit aufgerückte Verteidigung. Schmelz, der nachsetzte, dirigierte den Ball an dem herauslaufenden Tormann vorbei ins leere Tor. Auf dieselbe Art und Weise kamen sie auch zum zweiten Erfolg. Wieder war es Schmelz, der eine hohe Vorlage von Heil- mann an dem ihm entgegeneilenden Torwächter vorbei ins Netz beförderte.
Nach der Pause gelang es den Gästen, auf 2:1 zu verbessern. Ein Durchspiel des Jnnenstrums schloß der Halbrechte mit erfolgreichem Schuß ab. Im Gegen-
Treffen um den „T s ch a m m e r - P o k a l" ihre Reife für die erste Klasse noch nicht beweisen. Die Elf war wuchtig und schnell, blieb aber spielkulturell weit hinter den Friedbergern zurück. Dabei hatte Friedberg noch das Pech, kurz vor Beginn an Stelle des nicht erschienenen Wittmann den Mittelläufer E i s e n r e i ch ins Tor stellen zu müssen Außerdem konnte nach der Pause Mittelstürmer Mass infolge einer Verletzung nur noch als Statist mitwirken Trotzdem war aber Fneoberg stets die bessere Mannschaft. Mass brachte den VfB. in der 10. Minute in Führung, zwei Minuten später fiel durch den Halblinken Roth der Ausgleich. Kurz vor der Pause führte Friedberg durch einen Kopfball des Linksaußen Keßler 2:1, und eine Minute vor Schluß schoß der Rechtsaußen S ü - ßenberger, übrigens der beste Mann auf dem Platze, das dritte Tor. Knorr (Gelnhausen) lei«
LPD. Von der Wasserkuppe, 1. Juni, s Eine weitere starke Hebung und Verbreiterung des < Niveaus im deutschen Modellbausport waren das ( hervorstechendste Kennzeichen des 7. Reichs- i Modellwettbewerbs auf der Wasser- ! kuppe in der Rhön in dem 340 Modelle in Kon- i kurrenz traten. Große Zuschauermengen pilgerten wiederum zum Berg der Flieger hinauf. Bestleistungen in den Ausscheidungs-Wettbewerben innerhalb der einzelnen Landesgruppen des DLV. hatten । bis zu 25 Modellbauern aus den Landesgruppen , die Teilnahmeberechtigung für den Reichs-Modell- j Wettbewerb erbracht.
Nahezu 80 v. H. der Wettbewerbsteilnehmer stellten die Luftsportscharen der HI. und die i TNodellarbeitsgemeinschaften des Jungvolks.
In der technischen Prüfung, welche dem Wett- 1 bewerb vorausging, waren 340 Modelle von gemeldeten 346 zugelassen worden.
Mit Reichsluftsportführer Oberst Mahncke weilten zahlreiche Ehrengäste auf der Wasserkuppe: Ministerialdirigent Dr. Untrieser und Oberst M o j e r aus dem Reichsluftfahrtministerium, Vertreter des Reichserziehungsministeriums, der Reichs- jugendführung und der Gliederungen der Partei. Gauleiter Staatsrat W e i n r i ch und der stellver- tretende Gauleiter Landrat Dr. Burkhard! (Fulda) wohnten dem zweiten Wettbewerbstag bei.
Die feierliche Flaggenhifsung und Eröffnung des Wettbewerbs mußte infolge des dichten Nebels und eines Regenschauers auf 10.30 Uhr verschoben werden. Doch dann stellte sich eine Witterung ein, welche die Aufnahme des Wettbewerbs immerhin ermöglichte, wenn auch die kalten und böigen Windverhältnisse größere Leistungen sehr erschwerten, wie die an den beiden Pfingstfeiertsgen vorherrschende ungünstige Witterung den Ablauf des Wettbewerbs beinahe in Frage gestellt hätte.
Major Huber, der Leiter des Wettbewerbs, begrüßte bei der Eröffnungsfeier die Ehrengäste und die Wettbewerbsteilnehmer und umriß in eindringlichen, markanten Worten die Aufgaben und den Sinn des Modellbausports. Trotz der Bruchgefahr und dem Fehlen für Modellwettbewerbe unerläßlicher günstiger meteorologischer Voraussetzungen setzte ein lebhafter Startbetrieb an den fünf Startstellen ein, wie eine vorzügliche Organisation einen mustergültigen Wettbewerbsbetrieb ermöglichte.
Am Abend des ersten Pfingstfeiertages vereinigten sich die Wettbewerbsteilnehmer mit 1000 Hit- lerjungen und Iungvolkpimpfen aus dem großen Zeltlager der HI., das auf der Wasserkuppe von der Gebietsführung Kurhessen errichtet worden war, am Fliegerdenkmal, wo Oberst Mahncke von einer Steinkanzel aus eindringliche Worte des Gedenkens an die Pioniere und Helden der Luftfahrt richtete, Mahnworte an die junge deutsche flugbegeisterte Generation. Ein Holzstoß flammte auf und das Lied vom guten Kameraden erklang.
Die Witterungsverschlechterung des zweiten Wettbewerbstages ließ erst gegen 12 Uhr Startmöglich feiten zu, so daß sowohl für Handstarts, wie auch für Hochstarts der Stört freigegeben wurde. Eifrig und unablässig wurde gestartet, und die Wettbewerbsleitung verlängerte den Start bis 18 Uhr.
In seiner'Schlußansprache bei der Preisverteilung beglückwünschte Major Huber von der Reichsluft- sportführung die Wettbewerbsteilnehmer zu ihren trotz der ungünstigen Witterungslage hervorragen- den Leistungen, in deren Rahmen sogar ein
neuer Rhön-Streckenrekord von 11000 Weier aufgestellt wurde, Leistungen, die zuversichtlich für die Lösung künftiger Aufgaben im Modellbausport
wieder gesichert hat.
Um den „T s ch a m m e r - P o k a l" gab es zwei Spiele in Hessen, aus denen der VfB. Friedberg und Kassel 03 als Sieger hervorgingen Beide Mannschaften nehmen als letzte Vertreter des Gaues 12 an den weiteren Runden um den Pokal teil.
Das Programm der Freundschaftsspiele brachte interessante Paarungen. Die beiden Rivalen im Kampf um die „Deutsche" landeten eindrucksvolle Siege. Der 1. FC. Nürnberg gewann in Frankfurt gegen eine Kombination Eintracht-Fuhballsport- verein 4:2 lind Schalke schlug Schwarzweiß Essen 6:2. Hannover 96 weilte im Gau Hessen und siegte in Marburg und gegen Kurhessen Kassel mit 2:1 bzw. 3:1. Die Gaumeister von Südwest und Hessen, Wormatia Worms und Hanau 93, trafen sich in Worms; die Einheimischen gewannen 3:0. Sonst gab es noch zahlreiche Treffen, in denen vielfach Mannschaften der Bezirksklasse recht starke Partner der Gauligavereine waren. Im Reich kamen ebenfalls zahlreiche Spiele, zum Teil mit ausländischen Gästen, zur Durchführung. Bulgariens Meister Lev- sky Sofia gewann in Königsberg gegen Prussia Samland 5:1 und unterlag MSV. v. d. Goltz Tilsit 1:2 und der Teplitzer FK. schlug den Sachsenmeister Polizei Chemnitz mit 4:3. Aus dem Ausland ist als wichtigstes Ereignis das Länderspiel zwischen Ungarn und Italien zu erwähnen, das in Budapest von den Italienern glücklich mit 2:1 (1:0) gewonnen wurde.
Um den „Tschammer-pokal"
Spielv. Kassel — SL. 03 Kassel 1:2 (0:1).
Vor 1200 Zuschauern standen sich an Pfingsten die Kasseler Vereine Spielverein und „03" im Pokalspiel gegenüber, aus dem „03" als knapper, aber verdienter Sieger hervorging. Durch einen von Pape verschuldeten Elfmeter ging „03" in Führung und durch Horn fiel in der 75. Minute mitten in einer starken Ueberlegenheit des Spielvereins der zweite Treffer. Der Spielverein strengte sich dann nochmals mächtig an und kam schließlich durch den Halblinken Schwarz zum Ehrentor.
Der Fußballsport trat an Psingsten nicht so I VfB. Friedberg — Kewa Wachenbuchen 3:1 (2:1). „ l Kewa Wachenbuchen, die sich in den Aufstiegs-
doch teilweise recht spielen die Zugehörigkeit zur Gauliga erkämpfte, “ £ konnte in diesem vor 800 Zuschauern abgewickelten
2. Sieger: Landesgruppe X Westfalen, 4007 Punkte; 3. Sieger: Landesgruppe VII Sachsen, 3843 Punkte; 4. Sieger: Landesgruppe V Magdeburg, 3688 Punkte; 5. Sieger: Landesgruppe I Ostpreußen, 2955 Punkte.
ßin^elfieger:
1. Joachim Schmidt (Allenstein) 1613 Punkte, Preisträger des Wanderpreises des Deutschen Luftsportoerbandes. 16 Ehrenpreise des Reichserziehungs- minifteriums wurden den Landesgruppen des Deutschen Luftsportoerbandes zugesprochen. Den Ehrenpreis des Reichsjugendführers erhielt die HI.-Schar des Allenfteiners Joachim Schmidt (Werkzeugschrank). Schmidt selbst erhielt ein Buch mit der Widmung des Reichsjugendführers.
Einen zweiten Ehrenpreis der Reichsjugendfuh- rung für die beste Leistung eines Iungvolkpimpfes erhielt die Schar des Hans Joachim Haas aus Gladbeck (Westfalen). . ä
Einzelsieger im Handstart: Klasse A, Dauer: 1. Joachim Schmidt (Allenstein) 461 Sekunden; 2. Bruno Krause (Pr.-Eylau) 367 Sek.; 3. Ulrich Guidtke (Berlin-Tegel) 265 Sekunden. Strecke: 1. Günther Pieper (Stettin) 8000 Meter; 2. Klaus Pawelke (Kätscher) 4100 Meter; 3. Johannes Grie- pentrog (Stargard) 2700 Meter. Klasse B: 1. Franz Schulze (Salzwedel) 501 Sekunden; 2. Rudolf Betz (Jena) 367 Sek.; 3. Hans Joachim Haas (Gladbeck), 288 Sek. Strecke: 1. Walter Kautenhahn (Penig) 4500 Meter; 2. Rudolf Elger (Leipzig) 1850 Meter; 3. Walter Hartmann (Kahla) 1800 Meter. Klasse C: Dauer: 1. Wolfgang Puch (Burg) 139 Sek.; 2. Walter Arland (Lützschena), 74 Sek.; 3. Otto Müller (Raguhn) 67 Sek. Strecke: 1. Walter Böckstiegel (Westfalen) 650 Meter; 2. Paul Armes (Zeuthen) 5K0 Meter. Klasse D: Dauer: 1. Wolfgang Jlgner (Breslau), 296 Sek.; 2. Kurt Pauly (Leipzig), 102 Sek.; 3. Franz Patales (Quakenbrück) 90 Sek. Strecke: 1. Ernst Quaas (Gelsenkirchen) 960 Meter; 2. Franz Patales (Quakenbrück) 750 Meter; 3. Alfons Menzel (Dresden) 600 Meter.
Hochstart: Klaffe A und B: Dauer: 1. Gerhard Richter, Altdamm, 755 Sekunden; 2. Alfred Däummichen, Berlin, 335 Sekunden; 3. Hans Garbrecht, Freienwalde, 310 Sekunden. Strecke: 1. Hans Denker, Brambaur, 2980 Meter; 2. Willi Haubert, Gispershausen, 2500 Meter; 3. Bruno Ruft, Hildesheim, 1920 Meter.
Sonderpreise wurden für neue deutsche Werkstoffe zugesprochen: Ein Sonderpreis von 1200 Mark für eine außergewöhnliche Konstruktion, die erstmalig in Deutschland in der Luftfahrt bzw. einer ihrer Gliederungen angewendet wurde, erhielt Lip pritsch, Dresden, für ein f erngesteuertes Flugmodell, das mit einem Röhrenempfänger ausgestattet war und einwandfreie Flugfähigkeit auf Kommando der Startleitung zeigte. Es führte einen Flug von 104 Sekunden Dauer aus. Der Konstrukteur der Sende- und (Empfängeranlage dieses einzigartigen und bedeutsamen Geräts ist der Dresdener Student Sykora.
Gleichfalls einen Sonderpreis von 200 Mark erhielt Sinn, Göppingen, für ein selbstgesteuertes und gleichzeitig mit einer Fernsteuerung versehenes Modell.
Für Selbststeuergeräte wurde ein Sonderpreis Egar Kuhn, Fulda, zugesprochen, dessen Modell 194 Sekunden in der Lust blieb und 700 Meter zurücklegte.
18 Wettbewerbsteilnehmer erhielten für besonders gute Bauausführung Sonderpreise, an erster Stelle das Modell von Paul Armes, Berlin. Für ein schwanzloses Ganzmetall-Modell erhielt Hansen, Baden-Baden, einen Anerkennungspreis.
Deutsche Rudersiege in Ostende.
Zu einem großartigen Erfolg für unsere deutschen Ruderer gestaltete sich an Pfingsten die internationale Regatta in Ostende auf der idealen Kampfstätte des Brügge-Ostende-Kanals. Gegen die besten Ruderer von vier Nationen wurden vier Siege herausgeholt, von denen der Erfolg des Kölner Ruderoereins von 187 7 im Achter über den Sieger des Londoner Head of the River-Rennens, den Thames Rowing-Club London, wohl der schönste ist. Füth (Rüsselsheim) verteidigte seinen Vorjahressieg im Einer sehr eindrucksvoll; über zwei Längen ließ er seinen Klubkameraden von Opel und den Engländer Warren hinter sich. Der Wassersportoerein Godesberg gestaltete den Start im Vierer ebenfalls siegreich. Köln 77 holte sich noch den Junior-Zweier, verlor dagegen den Zweier-Ohne knapp gegen SN. Antwerpen — Die nur von belgischen Vereinen umkämpfte Nordsee-Meisterschaft errang SN. Brüssel mit drei Längen vor SN. Gent.
Kanonen-Lagdspringen in Warschau.
Rittmeister Brandt wiederholt seinen Vorjahrssieg.
Der gestrige Tag des internationalen Warschauer Reitturniers brachte vor etwa 5000 Zuschauern ein Kanonen-Iagdspringen, in dem sich erneut die deutschen Vertreter hervortaten. Unter 73 Bewerbern gelangte Deutschland mit sechs Pferden in den Stichkampf um den Sieg und belegte mit Alchimist (Rittmeister Brandt) und Tora (Oblt. K. Hasse) die beiden ersten Plätze. Rittmeister Brandt, der den Wettbewerb im Vorjahre auf Baron IV gewann, konnte sich somit zum zweiten Male in die Siegerliste dieses schweren Springens eintragen. Nur Alchimist, Tora und Schneemann behaupteten sich zusammen mit Zbieg (Rittmeister Sokolowski, Polen) bis zum dritten Stechen, in dem die vier Hindernisse schon Ausmaße bis zu 5 Meter Breite und 1,90 Meter Höhe aufwiesen. Nur Alchimist, der am Vortage ganz knapp geschlagen worden war, bewältigte auch hier noch den Kurs fehlerlos, während Tora und Zbieg je vier, Schneemann (Hptm. von Barnekow) acht Fehler machten. Auch die folgenden Plätze fielen an Deutschland, der alte Schimmel Wotan und Olaf, beide unter Hptm. v. Barnekow, hatten noch das zweite Stechen bestanden. Der Er» fola der deutschen Reiter wurde äußerst beifällig aufgenommen.
Weitere Sportberichte im 3. Blatt.
angriff vergrößerten die Blauweißen jedoch ihren Vorsprung wieder. Eine gute Zusammenarbeit des rechten Flügels vollendete Enders durch eine glänzende Einzelleistung. Dies war den Gästen zuviel. Sie machten starke Anstrengungen, um das Resultat zu verbessern, was ihnen auch in der 70. Minute gelang. Ein durch Handspiel verursachter Strafstoß vor der Strafraumlinie war die Ursache. Kurz vor Schluß war es den Gästen, nachdem die Blauweißen verschiedene Chancen nicht auszunutzen wußten, vergönnt, den Ausgleich zu erzielen.
Kritik: Bei den Gästen, die teilweise recht hart spielten, waren der Linksaußen Sachs, Mittelläufer und die beiden Verteidiger die besten Spieler. Der Tormann war durch unentschlossenes Herausls" 'en nicht ganz schuldlos an den beiden ersten Toren
Bei den Blauweißen, die in der Aufstellung Fischer, Zeiler, Schäfer, Langsdorf, Heilmann, Mank, Schellhaas, Ranft, Enders, Schmelz, Hain antrat n, wollte es nicht immer klappen. Das Fehlen Lv- perts beunruhigte teilweise die Sicherheit in der Verteidigung. Am angenehmsten überraschte Fisch r im Tor. Der Sturm zeigte sich in einzelnen Smel- abschnitten noch recht unbeholfen.
Schiri Grote-Lollar fand bei den Gästen rvdjt immer Anerkennung mit seinen Entscheidungen
Germania Warburg — 1900 1:1.
Auch dieses Resultat entspricht dem Spielverlauf, denn was die eine ober andere Partei in dem Spielablauf an Torgelegenheiten herausarbeitete, war nicht so unterschiedlich, daß ein Sieg als verdient hätte angesprochen werden können. lieber» Haupt fehlte dem Spiel fast vollkommen jede Linie. Es war mehr Kampf als Spiel.
Der Spielverlauf war nicht allzu ereignisreich. Die Unternehmungen der beiden Stürmerreihen in in den Anfangsminuten scheiterten meistens an den Verteidigungen. Die Blauweißen fanden sich zuerst. Dem Sturm wollte jedoch vorerst nichts gelingen. Schellhaas köpfte eine Flanke von Hain knapp neben den Pfosten. Ein Strafstoß von Schmelz strich haarscharf über die Latte. Erst in der 30. Minute spitzelte Enders eine Vorlage Ranfts in die linke untere Ecke. Diese Freude dauerte jedoch nicht lange, da hatten die Germanen ausgeglichen. Ein ab gemehrter Ball kam zu dem Halbrechten, und dieser schoß wuchtig ein. Wenig später wären die Platzbesitzer fast zu ihrem zweiten Erfolg gekommen. Einen scharfen Schuß holte Fischer aus der äußersten unteren Ecke, bekam den Ball aber nicht zu fassen, und nur den dazwischenfahrenden Lippert gelang es, die Gefahr zu beseitigen.
Nach der Pause wurde das Spiel etwas lebhafter. Schnell wechselten die Situationen. Zu Erfolgen kam es aber nicht mehr. Lediglich verschiedene Ecken auf beiden Seiten waren die Ausbeute. Ganz zum Schluß erreichte das Spiel feinen Höhepunkt, als die Germanen zum kraftvollen Endspurt ansetzten. Hier zeigte sich aber Lippert in seiner ganzen Größe. Noch so sicher erscheinende Aussichten machte er durch fern schnelles Dazwischenfahren zunichte.
Kritik: Germania Marburg hatte in der Verteidigung und dem Mittelläufer die besten Leute. Der Sturm konnte sich mit feinem durchsichtigen Spiel nicht durchsetzen.
Bei den Blauweißen war die Verteidigung Lippert, Schmelz, Fischer, der beste Mannschaftsteil. In der Läuferreihe lieferte Mank ein gutes Mittelläuferspiel. Schmitz leistete ein großes Arbeits- Pensum und auch Erhard war jederzeit auf dem Posten. Der Sturm mit Schellhaas, Ranft, Enders, Heilmann, Hain hatte mehr schwache als mite Momente.
Germania Warburg II — 1900 II 0:3.
Die Reserve zeigte sich von der besten Seite unö gewann recht sicher. Es war eines der besten Spiele, was man von der Mannschaft sah.
Das ist so schön beim Motorrad: Es braucht nur einen schmalen Pfad!
^nfinenlal-Reifen


