Ausgabe 
2.6.1936
 
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In tiefer Trauer:

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Papst Pius XL, der am Pfingstmontag in sein 8 0. Lebensjahr eingetreten ist, wohnte der feierlichen P a p st m e s s e bei, die am Sonntag­morgen vom Kardinaldekan in der Peterskirche zu Rom gehalten wurde, und erteilte nach deren Be-

Der Direktor der Tribuna, Forges Davan- zati, ist am Pfingstmontagmittag einer Lungen­entzündung erlegen. Forges Davanzati stand drei Jahrzehnte lang in der vordersten Reihe des ita­lienischen Journalismus. Vor zwei Jahren wurde er in den italienischen Senat berufen.

Am 31. Mai entschlief sanft unsere liebe Mutter, Schwie­germutter und Grobmutter

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DieTrauerfeier findet Mittwoch, 3.Juni, nachm. 3Uhr statt

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Die englische Regierung hat bei Falfield in Cloucestersshire eine Gasschutzschule eröffnet, in der jährlich rund 800 Instrukteure ausgebildet werden. Die Bereitstellung von 3 0 Millionen Gasmasken für die englische Bevölkerung ist in vollem Gange.

Zu im Ausland verbreiteten Gerüchten über einen A u f st a n d erklärt die Regierungvon Paraguay, daß im ganzen Lande völlige Ruhe herrsche. Anlaß zu den Gerüchten habe offenbar die Verhaftung einer kleinen Gruppe von Politikern, die gegen Präsident Franco arbeite, gegeben.

Wetterbericht

des Relchswetterdienskes. Ausgabeort Frankfurt.

gegengenommen hatten. Im vorigen Jahr beteilig« ten sich in der Meisterklasse 108 Schreiber, in diesem Jahr rund 400, woraus hervorgeht, wie erfolgreich die Arbeit der Deutschen Stenographenschaft auf diesem Gebiet in einem Jahr war.

Kunst und Wissenschaft.

Der Führer ehrt den Erbauer der Ordensburgen Vogelsang und Eröfsinsee.

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Frankfurt a.M., 2. Juni. (Vorbericht.) 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb Rinder (10 Ochsen, 14 Bullen, 71 Kühe, 24 Färsen), 452 Kälber, 2833 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 45 Mark, Bullen 43, Kühe 25 bis 42, Färsen (Kalbinnen) 40 bis 44, Kälber 38 bis 76, Schweine 51 bis 57 Mark. Marktverlauf: Kälber mittel­mäßig; Rinder und Schweine wurden zugeteilt.

Am 1 Pfingstfeiertag verschied uns allen unerwartet mein treusorgender lieber Mann, unser lieber Bruder, Schwager, Onkel und Pate, der Schreiner

Johann Horst

In tiefem Schmerz:

Kath. Horst, geb. Graulich

Gieren (Weserstrabe 15), den 2. Juni 1936.

Die Trauerfeier findet Mittwoch, den 3. Juni, nachmit­tags 2 Uhr in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt.

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Nachdem die Erinnerungen gegen den Umlegungs­plan rechtskräftig erledigt sind und der der Um­legung zugrunde liegende Bebauungsplan genehmigt ist, erkläre ich den Umlegungsplan hiermit vollzieh­bar. Als Tag der Ausführung gilt Samstag, den 6. Juni 1936. Die Ueberweisung der neuen Grund­stücke erfolgt an diesem Tage um 9 Uhr an Ort und Stelle. 3562C

Die den Beteiligten überwiesenen Grundstücke und die an Stelle der eingeworsenen Stücke tretenden Entschädigungsansprüche treten mit diesem Zeitpunkt in Ansehung aller rechtlichen Beziehungen, insbeson­dere hinsichtlich des Eigentums aller übertragbaren dinglichen Rechte und aller Verfügungs- und sonsti­gen Eigentumsbeschränkungen, an die Stelle der durch sie ersetzten Grundstücke.

Gießen, den 27. Mai 1936.

Der Vorsitzende des Umlegungsausschusses.

Dr. Hamm, Bürgermeister.

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Auf Vorschlag des Reichsministers für Volks­aufklärung und Propaganda hat der Führer und Reichskanzler dem Architekten Clemens Klotz aus Köln, dem Erbauer der Ordensburgen Vogel­sang und Eröfsinsee, aus Anlaß seines 50. Geburts­tages am 31. Mai 1936 den Professor-Titel

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Zustrom der aus subpolaren Gebieten stammenden Kaltluft hat sich über Mitteleuropa ein flaches Hochdruckgebiet entwickelt. Es brachte auch unserem Gebiete in der vergangenen Nacht eine kräftige Ausstrahlung, so daß vereinzelt sogar leich­ter Frost eintrat. Das über dem Westausgang des Kanals liegende Tiefdruckgebiet wird sich weiter entwickeln. Bei häufig aufheiterndem Himmel und südlichen Winden stellt sich Wärmezunahme ein, die aber bald wieder Anlaß zur Bildung gewittriger

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endlgung seinen feierlichen Segen. In der festüch geschmückten Peterskirche waren sämtliche in Rom anwesenden geistlichen Würdenträger, die Vertreter des diplomatischechn Korps am Hl. Stuhl, Abge­sandte sämtlicher italienischer Diözesen und viele Tausende von Pilgern aller Nationen anwesend.

Deutscher Gteuographentag in Bayreuth.

In Bayreuth erfolgte in Anwesenheit von 4000 Mitgliedern der Deutschen Stenographen­schaft die Austragung der diesjährigen Mei­st e r s ch a f t in der Kurzschrift und im Ma­schinenschreiben sowie die feierliche Einweihung des Hauses der Deutschen Kurzschrift', womit die Uebersiedlung der Reichsführung der Deutschen Stenographenschaft von Kulmbach nach Bayreuth vollzogen wurde. Der Reichsführer der Deutschen Stenographenschaft, Pg. Karl Lan g, legte am Grabe Hans Schemms einen Kranz nieder. Vor dem Neubau des Hauses der Deutschen Kurz­schrift versammelten sich Tausende von 8esiteilneh- mern zur feierlichen Einweihung. Der Architekt Ritter von Popp übergab die Schlüssel an den Führer der Deutschen Stenographenschaft. Der Lei­ter der Landesstelle Bayerische Ostmark Pg. Kolbe hob hervor, daß es ein Werk von Reichsbedeutung sei, das hier entstanden ist. Es folgten Begrüßungs- worte von Oberregierungsrat Kolb, des Geschäfts­führers des NS.-Lehrerbundes. Der Reichsfuhrer der Deutschen Stenographenschaft, Lang, bemerkte, das Haus der Deutschen Kurzschrift werde eine Stätte der Arbeit sein, deren Auswirkungen sich über das ganze Reich und darüber hinaus in die ganze Welt erstrecken würden.

Aus dem Meisterschaftsschreiben, an dem 400 Wettbewerber teilnahmen, gingen 57 als Deutsche Meister hervor, davon 27 mit dem Prädikat hervorragend". Die ersten zwölf Plätze wurden wie folgt belegt: 1. Frl. Olga Fischer, Berlin, auf Mercedes; 2. Frl. Grete Röhrbein, Berlin, auf Mercedes: 3. Frau Ilse Preusch 0 ff, Falken­stein i. 33., auf Continental: 4. Frl. Irma Hein­rich, Chemnitz, auf Continental; 5. Frl. Lisbeth Fischer, Chemnitz, auf Continental; 6. Frl. Ilse Benck, Kiel, auf Continental; 7. Dora Birn­baum, Loebau (Sachsen), auf Ideal; 8. Frau Hildegard Vogt, Schweidnitz (Schlesien), auf Ideal; 9. Frl. Ilse Funk, Zella-Mehlis, aus Mercedes; 10. Frl. Maria Müller, Mannheim, auf Ideal; 11. Frau Gerda Wesling, Mielken­dorf bei Kiel, auf Mercedes; 12. Frl. Maria Mei - n i g, Buckenhof bei Erlangen, auf Mercedes. Gegenüber dem Vorjahre ist eine bedeutende Quali­tätssteigerung festzustellen, die sich sowohl auf die Durchschnittsgeschwindigkeit, wie auch .. auf die Sauberkeit der Darstellung, die Formschönheit der Briefe, sowie die Sicherheit der eigenen und frem­den Stenogramm-Uebertragung bezieht. Der beste Herren-Sieger, Johann Schaber aus Koblenz, erscheint erst als 19. auf der vollständigen Siegerliste. Es wurde derart schnell gearbeitet, daß die Schreiber das ihnen angesagte Programm in kürzerer Zeit in Reinschrift (Maschine) abliesern konnten, als sie es mit Hilfe der Kurzschrift ent-

Ztalienreise des Vundeskanziers Schuschnigg

Wien, 2. Juni. (DNB.) Montag um 22 Uhr ist Bundeskanzler Dr. Schuschnigg ganz über­raschend mit dem Rom-Schnellzua nach Italien a b g e r e i st. Die Tatsache der Abreise des Bundes­kanzlers nach Italien wird amtlich bestätigt. Un­gewiß ist nur, nach welcher Stadt sich Dr. Schusch­nigg begeben wird. Die amtliche Meldung lautet: Bundeskanzler Dr. Schuschnigg hat sich im An­schluß an die Pfingstfeiertage zu einem kurzen Er­holungsaufenthalt an die italienische K ü st e begeben und wird Ende dieser Woche wieder in Wien eintreffen." Es scheint festzustehen, daß der Bundeskanzler eine Unterredung mit Mussolini haben wird, entweder in Rom oder in einer italienischen Küstenstadt. Selbstverständlich werden an diese Reise weitgehende Vermutungen geknüpft. Am wahrscheinlichsten wird angesehen, daß die Reise mit der in derWiener Zeitung" ver­öffentlichten Verordnung über die Bun­desdienstpflicht zusammenhängt, da man einen Prote st schritt der Kleinen En­tente erwartet. Auch innerpolitische Gründe werden ins Treffen geführt, da die Ge­gensätze zwischen Schuschnigg und der H e i m w e h r immer noch nicht beigelegt seien, im Gegenteil schei­nen die Heimwehren ihre Widerstandsstellung aus­bauen zu wollen.

Zu der Jtalienrelse des österreichischen Bundes­kanzlers wird von zuständiger italienischer Seite erklärt, daß Schuschnigg wie im vorigen Jahre auch jetzt wieder zu einem kurzen Urlaub nach Italien komme, wo er sich i n e i n e m B a d e- ort einige Tage ausruhen wolle. Eine Begeg­nung mit Suvich sei nicht ausgeschlossen, doch wird versichert, daß Vorbereitungen für eine Unter­redung mit Suvich oder Mussolini noch nicht ge­troffen worden seien.

Verstärkung der britischen Garnisonen in Palästina.

London, 2. Juni. (DNB. Funkspruch.) Aus Aegypten sind zwei weitere Bataillone Infanterie nach Palästina in Marsch gesetzt worden, so daß dort jetzt im ganzen fünf Infanterie-Bataillone mit entsprechenden Luftstreitkräften, Tanks und Panzer­kraftwagen-Abteilungen zum Einsatz gelangt sind. Die neuerliche Verstärkung der Truppeneinheiten deutet einerseits auf eine Verschlechterung der Lage hin, anderseits auf die Absicht, den Aufruhr mög­lichst in diesem Monat niederzuschlagen. Da aller Voraussicht nach die Ernte im Laufe des Monats beendet sein wird, befürchtet man, daß mit Beendi­gung der Ernte arbeitslos werdende Arbeiter sich den Aufrührern anschließen werden.

Danzig-polnische

Wirischastsvechandlungen.

Danzig, so, Mai, (DNB,) In polnisch-Danziger Verhandlungen wurde sestgestellt, daß die Dan­ziger Firmen, die an der Ausfuhr aus Polen

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Aussichten für Mittwoch: Wolkig bis heiter, tagsüber ziemlich warm, späterhin aufkom­mende Neigung zu gewittrigen Störungen, südliche Winde.

Lufttemperaturen am 1. Juni: mittags 13,8 Grad Celsius, abends 7 Grad; am 2. Juni: morgens 5,7 Grad. Maximum 15 Grad, Minimum heute nacht 0,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 1. Juni: abends 18,8 Grad; am 2. Juni: morgens 12,5 Grad. Sonnenscheindauer 6,9 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwort­lich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor KümmeL D. A. IV. 36: 10 000. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch-und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

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sowie an der Einfuhr nach Polen Mitwirken, in­folge der polnischen Devisenvorschriften nicht schlechter behandelt werden dürfen als Firmen, die in Polen ansässig sind, daß die Be­zahlung von Danziger Firmen durch polnische Abnehmer usw. nach Möglichkeit vereinfacht werden muß und der Warenbezug aus und über Danzig keiner unterschiedlichen Be­handlung ausgesetzt werden darf. Zwei Unter­ausschüsse sollen sich mit dem Warenverkehr und dem Zahlungsverkehr befassen. Außerdem wird ein gemischter Ausschuß für Devisenfragen vorgesehen, der die Schwierigkeiten, die sich für die polnisch- Danziger Wirtschaftsbeziehungen aus den polni­schen Devisenvorschriften ergeben, aus dem Wege schaffen soll.

Kleine politische Nachrichten.

General der Kavallerie a. D. v. Pappritz, ehemaliger Gouverneur von Königsbergs ist in Oranienburg gestorben. Günther v. Pappritz war 1856 in Radach (Brandenburg) geboren. An der China-Expedition 1900/01 hatte Pappritz als Ma­jor im Generalstab des vstasiatischen Expeditions­korps teilgenommen. *

Der ungarische Kultusminister H 0 m a n traf am Pfingstmontag von seiner Deutschlandreise nieder in Budapest ein. Zu seiner Begrüßung war der deutsche Gesandte v. Mackensen auf dem Bahnhof erschienen.

Der König von Belgien hat den bisherigen Mi­nisterpräsidenten van Zeeland gebeten, die Bil­dung einer neuen Regierung der nationalen Eini­gung zu übernehmen. Van Zeeland hat diesen Auf­trag aus persönlichen Gründen abgelehnt.

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