Aus aller Welt
Oel aus Steinkohle.
Oie Gchwelgemeinschast des Ruhrbergbaus
Klotz (Köln a. Rh.), Architekt zu Puttlitz (Hamburg), Baurat Schulte - Frohlinbe (Berlin, Bauabteilung der Deutschen beitsfront),
Das Seebad der ASG.„Krasi durch Freude"
MarxistischerRadikalismus in Spanien.
Madrid, 2. Febr. (DRB.) Am Sonntag fanden in allen größeren Städten Spaniens Kundgebungen der Marxisten statt. Sozialdemokraten, Kommuni st en und Syndika- l i st e n marschierten in Madrid mit Frauen und Kindern durch die Hauptstraßen. Rote Fahnen, von denen die meisten das Sowjetsymbol zeigten, erhobene Fäuste, rote Blusen und Krawatten, die unaufhörlich gespielte Internationale sowie Hoch- und Niederrufe aller Art charakterisierten die Kundgebung. Vor dem Sitz des Ministerpräsidenten übergab eine Abordnung der Arbeiterschaft A z a n a ihre Forderungen auf möglichst «schnelle Durchführung des marxisti- Ischen Minde st Programms.
Zemsehsprechdienst Berlin-Leipzig eröffnet.
3u Beginn der Leipziger Messe. — Jernsehunterhaltung über 200 Kilometer.
Die Reichsleitung des Reichsarbeitsdienstes >m eigenen Haus
Gute Abschlußbilanz -er Berliner Automobilausstellung
König an seinen Hof gezogen hat. Der Veranstaltung wohnten auch Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger und Staatsrat Oberbürgermeister Dr. Krebs bei.
Ein Skiläufer bei Innsbruck verunglückt und vermißt.
Bei Axams westlich von Innsbruck riß ein Schneebrett von 300 Meter Breite, das sich plötzlich ablöste, zwei Skiläufer aus Innsbruck mit sich in die Tiefe. Der eine Skiläufer konnte sogleich unversehrt geborgen werden, der andere ist noch nicht gefunden worden.
Schweres Strahenbahnungtück in Prag.
Vor dem Museum am Wenzelplatz in Prag ereignete sich ein schweres Straßenbahnunglück. Ein Wagen der Linie 11 entgleiste und fuhr in einen entgegenkommenden Straßenbahnwagen hinein. Ein Personenkraftwagen geriet dabei zwischen die beiden Straßenbahnwagen und fing Feuer, da der Brennstoff explodierte. Der Dozent Dr. Joseph R e j s e k, Chefarzt an einem städtischekr Krankenhaus in Prag, der sich in dem Kraftwagen befand, wurde auf der Stelle getötet. Außerdem
warfen werden. Der Arbeiter wird bei uns für zwei Mark alles erhalten, sogar die Bademäntel und seinen Strandkorb. Er braucht nichts mitzubringen als seine Leibwäsche. Dies sei nur der erste Schritt zur Verwirklichung eines Riesenprogrammes, das sich über Jahrzehnte erstrecken und eine ungeheure Ausweitung der Erholungsmöglichkeiten im Festlande, an der Küste und auf den Schiffen bringen werde.
Die Auswahl der Architekten wurde vom Leiter des Amtes „Schönheit der Arbeit" Architekt Pg. Speer oorgenommen. Der Kreis setzt sich aus bewährten Kräften der älteren Generation wie aus jüngeren Baukünstlern zusammen. Er werden von folgenden elf Herren Entwürfe aufgestellt: Professor Bestelmeyer (München), Professor Fahrenkamp (Düsseldorf), Regierungs-Baurat G i e ß l e r (Sonthofen/Allgäu), Regierungs-Baumeister G o n s e r (Stuttgart), Architekt G u t - s ch o w (Hamburg), Architekt Holzbauer (München), Professor Jäger (München), Architekt
In der Ehrenhalle der Auiomobll-Ausst-llung stunden vor den fünf Wagen des Fuh
-und-rttaus-nd- immer wieder in b-stnn schweigen und begreifen das Wort des bas über dieser Ehrenhalle steht. ^J-h
durchgeführt, die die regelmäßige Lieferung von flüssigen und verdichteten Treibgasen übernommen hat, wie sie vor vor allem unter den Namen Ruhrga so l und Metha schnell bekannt geworden sind und insbesondere von Lastkraftwagen und Omnibussen bevorzugt werden.
In einer neuen Gemeinschaftsaründung ist nun der Ruhrbergbau noch einen Schritt roeitergegangen. Es handelt sich um die beabsichtigte Aufnahme der Steinkohlenverschwelung im Großen, um die Gewinnung von inländischem Heiz- und Dieselöl zu fördern. Der grundlegende Beschluß des Rheinisch-Westfälischen Kohlensyndikats ist in diesen Tagen gefaßt worden. In diesem Zusammenhang verdient Erwähnung, daß das Steinkohlenbergwerk Barsinghausen schon im vergangenen Jahre mit dem Bau einer Schwelanlage nach dem Carbolux-Verfahren begonnen hat und Deisterkohle verschwelen wird. Auch im Saargebiet soll eine Anlage erstellt werden. Neben diesem Gemeinschaftsunternehmen des Ruhrbergbaues treten noch einige Gesellschaften mit eigenen Anlagen hervor. Durch die Gemeinschaftsarbeit in diesem Neuland für Großversuche wird eine Zersplitterung der Kräfte und eine Minderung des Effekts von vornherein vermieden.
Der Führer hat in seiner Rede bei der Eröffnung der Internationalen Automobilausstellung in Berlin erklärt, daß er auf den Plan und die Vorteile der weiteren Mobilisierung im Interesse des deutschen Fortschritts nicht verzichten wolle. Die deutsche Automobilindustrie unterstützt dieses Wollen durch Verbesserungen im Wagen- und Motorenbau, angefangen beim Kohlenstaubmotor bis zum Diesel- Kleinwagen, der vor allem das Staunen des Auslandes erregt hat. Der Ruhrbergbau entfaltet eine nicht minder nachdrückliche und erfolgreiche Initiative auf dem Gebiete der inländischen Treibstoffversorgung, eine Initiative, die keine Kosten scheuen darf, wenn es um die Verwirklichung eines nationalen Programms geht. H.
BeHin, 1 März. (DNB.) Zur Einweihung des neuen Dienstgebaudes der Reichsleitung des Ar- beltsdlenstes m Berlin-Grunewald hatte der Reicks- arbettsfuhrer, Staatssekretär Hier!, zu einem Kameradschaftsabend eingeladen. Der Neubau ist ein hufeisenförmiger einziger Block in der Schinkel- straße m dem m rund 300 Zimmern die gesamte Reichsleltung des Reichsarbeitsdienstes unterae- bracht 'st. Line kurze Ansprache von Generator- beitsfuhrer Dr. D e ck e r schilderte den langen schwierigen Weg, den Staatssekretär Hierl und seine Mitarbeiter bis zur Gestaltung des heutigen Ar- nvit^bienstes gehen mußten. Er erinnerte an das Werkfoldatenlied „Es tont auf grüner Heide" das 1932 zum erstenmal gesungen wurde und' den Willen ßum NS.-Arbeitsdienst verkörpere. Damals saßen Hier! und die Seinen noch in einer Dachstube im Münchener Braunen Haus an der vorbereiten, den Arbeit, die heute ihre Früchte trägt. Von den weiteren Kämpfen und Erfolgen hob Dr Decker besonders den 29. Juni 1934 hervor, an dem der Führer den Arbeitsdienst in Westdeutschland besuchte. Dr. Decker dankte der Deutschen Arbeitsfront, die im Zeichen innerster Verbundenheit unter dem gleichen Gesetz der „Ehre der Arbeit" stehend zu dem Bau verhalf. Er schloß mit
den drei Grundbegriffen des Arbeitsdienstes »Treue, Gehorsam, Kameradschaft .
An diese Ansprache waren die Vorträge eines Sprechchors und einzelner Sprecher eingefügt, die in Dersform, teils ernst, teils heiter, von der Arbeit und den Aufgaben der einzelnen Aemter der Reicksleitung berichteten. Dazwischen wurde die Hörfolge durch Lieder belebt, Die jeweils die stimmungsmäßige Zusammenfassung des Vorgetragenen gaben.
Die anschließende Führung durch die hellen Gänge und die freundlichen, einfachen Arbeitszimmer zeigte, daß die Reichsleitung ein Gebäude erhalten hat, das dem Geiste des Arbeitsdienstes entspricht. Die Gäste blieben noch lange mit dem Reichsarbeitsführer und sämtlichen Amtsleitern der Reichsleitung zusammen. Partei, Staat, Wehrmacht und Presse waren durch führende Persönlichkeiten vertreten.
Um Mitternacht spielten bei Fackelschein der Reichsmusikzug, der Reichsspielmannszug, die Arbeitsdienstabteilung „Wilhelm Ehrlich", Buch, und die Arbeitsdienstabteilung „Friedrich der Große", Potsdam, den Großen Zapfenstreich des Reichsarbeitsdienstes, der an den alten bayerischen großen Zapfenstreich erinnert.
Der Frankfurter Opernball.
LPD. Frankfurt a. M., 1. März. Der Frankfurter Opernball, der am Samstagabend in den festlich geschmückten Räumen des Frankfurter Opernhauses vor sich ging, stand unter dem Motto: „Nacht ohne Sorgen — Sanssouci". Und wenn man in den frühen Morgenstunden des Sonntags die fröhlichen Gesichter der über Erwarten zahlreichen Besucher sah, war der Schluß ohne weiteres berechtigt, daß diese Nacht in der Tat ohne Sorgen verbracht worden war. Am zwanglosesten ging es in der Schalterhalle zu, wo die hervorragendsten Künstler der Oper und des Schauspielhau es in Darbietungen der heiteren Kunst sich gegen eitig zu übertreffen suchten. Eine etwas ernstere Note hatten die Vorführungen, die auf der großen Bühne des Opernhauses den Abend eröffnet hatten. Es gab zunächst ein prächtiges Bühnenbild mit dem Schloß Sanssouci im Hintergründe. Die Hofgesellschaft sammelt sich, und bann erscheint, begleitet von seiner Schwester, der Markgräfin von Bayreuth, der Alte Fritz, in Aussehen und Spiel trefflich verkörvert durch Robert Taube. In buntem Wechsel folgten dann Vorführungen der Künstler, die der große
gehabt hat. Er hatte bereits längere Zeit vor der .tot einen Plan zum Ueberfall auf das Sturm- lokal der SA. entworfen und ihn der Bezirksleitung vorgetragen. Als diese den Plan zunächst ablehnte, bezeichnete er das als eine „Schweinerei". Unter Beteiligung mehrerer kommunistischer Funktionäre, unter denen sich auch einige der Angeklagten be° anben, würben noch mehrere Sitzungen veranstaltet, in benen sich Jahnke ausbrücklich barauf berief, bah ein Parteibefehl vorliege. Bei bem eigen Feuerüberfall würbe ber Inhaber bes Sturmlokals, ber Gastwirt Heinrich Böhse getötet unb brei SA. -Männer schwer verletzt. Die fünf zum Tobe Verurteilten hatten mit voller Ueberlegung gehanbelt unb waren beshalb bes gemeinschaftlich versuchten unb vollenbeten Morbes schulbig zu sprechen.
Berlin, 29. Febr. (DNB.) »Für das große Seebad der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", das auf der Insel Rügen entstehen wird, sind die Vorarbeiten im vollen Gange, so daß noch in diesem Frühjahr mit der Fertigstellung der Vorentwürfe gerechnet werden kann. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley führte vor den zur Mitarbeit berufenen Architekten über die Bedeutung des Bauvorhabens u. a. aus: Die Idee dieses Seebades fei vom Führer selbst. Da der deutsche Arbeiter sich in den vorhandenen Bädern nicht vollständig wohlfühle, solle ein neues Riesenseebad mit 20000 Betten errichtet werden. Diese Anlage müsse das Schön st e werden, was man sich denken könne, der schöpferischen Phantasie des Baukünstlers würden bei dieser Aufgabe keine Grenzen gesetzt. Da ber Urlaubsaufenthalt, ben bie Organisation „Kraft burch Freude" vermittelt, heute noch im allgemeinen nicht über zehn Tage ausgedehnt werden kann, so müsse der Urlaub intensiviert werden, um bei der kurzen Zeit wirksam zu sein. Für ben gesunden Menschen bedeute
daß für diesen Wagen vor dem Finanzamt in München am 14. September 1923 für ein Jahr eine Steuer von 16 800 000 Mark gezahlt wurde. Am 8. Januar 1924 wurde dieser Wagen wie „alle Fahrzeuge, Fahrräder und sonstigen Beförderungsmittel, die den Zwecken der aufgelösten nationalsozialistischen Bewegung gedient hoben", als „dem Staate verfallen" erklärt. Der Wagen wurde bann von ber Bayerischen Polizei benutzt unb erst nach zehn Jahren ganz zufällig roieber aufgefunben. Dasselbe Schicksal erlebte auch ber nächste Wagen, ein 16/50 PS Benz. Von biefem Wagen ist noch ein Kaufvertrag zu sehen, ber auf bie gerabezu astronomische Summe von 19 296 120 000 000 Mark (neunzehn Billionen!) lautet. Dann sinb noch zwei 15/70/1 0-(& PS-Mercedes - Kompressor - Wage.« ausgestellt, bie in ben letzten Jahren des Kampfes um die Macht den Führer durch ganz Deutschland getragen Haden. Einer vgn ihnen weist sogar die stolze Zahl von 370 00 zurückgelegten Fahrkilometer au .
Erholung, andere Eindrücke in sich aufzunehmen.
Je besser und schneller diese Umschaltung vor sich , gehe, um so besser sei die Erholung. Unter diesem I Professor Tessenow (Berlin). Gesichtspunkt müsse die Anlage des Seebades ent-' --------
Zum ersten Male auf der Welt ist durch die Deutsche Reichspost ein Fernsehsprechoer- kehr eingerichtet worden. Die erste Uebertragung von Fernsehbildern in Verbindung mit einem Ferngespräch auf große Entfernungen wurde am Sonntag zu Beginn der Leipziger Messe mit einer gleichzeitigen Feier in Berlin unb Leipzig burch ben Reichsverkehrsminister, Freiherrn von Eltz - Rü - d e n a ch, vollzogen. Freiherr von E l tz - R ü - denach führte u. a. aus: Vor zwei Jahren habe man mit der Einrichtung bes Fernfehrunb- u n k s bereits einen Markstein auf bem Wege ber Fernsehentwicklung passiert. Nach biefem ersten Schritt, fuhr der Minister fort, arbeiteten wir auf zwei Ziele hin, ben Aufbau eines über ganz Deutschlanb sich erstreckenben Fernsehsenber- n e tzes, wie es für ben Runbfunk bereits burchge- ührt ist, unb bie Einrichtung ber Fernseh - Unterhaltung, bie an eine Kabelverdindung zwischen ben Fernsprechstellen geknüpft ist. Die Stunbe, die wir jetzt erleben, ist von einschneidender Bedeutung für die Gesckichte des Nachrichtenwesens. Die Fernsehunterhaltung erfüllt einen weiteren Traum der Menschheit.
Der Minister gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß die erste Verbindung gerade mit Leipzig hergestellt sei und so den zahlreichen Messebesuchern des Auslandes ein neues Werk deutscher Technik vor Augen geführt werde, das einen Teil der grölen deutschen Aufbauarbeit darstelle. Der Minister schloß mit dem Gruß an den Führer. Der Leipziger Oberbürgermeister Dr. Gördeler, dessen Ansprache durch Lautsprecher in die Berliner Fern- ehsprechzelle übertragen wurde, sprach seine Freude darüber aus, daß die Stadt Leipzig als Endpunkt der ersten Fernsehsprechlinie der Welt gewählt worden sei.
Als erster sprach der Reichsverkehrsminister mit Oberbürgermeister Dr. Gördeler. Reichsleiter Rosenberg hatte Dr. B a n n e i tz , der sich seit mehr als acht Jahren mit dem Fernsehproblem besaßt hat, zum Gesprächspartner. Weiter führten Ge
re r s H> lichem S> liebe den Kraftwaaen, denn hat " fünf“ mögen" gl-ichzettig° der zw-ll- Wagen Führers überhaupt, ist ein 8 / 32 P ensjahren
eine nette Geschichte non dem e i ft e n 9 Führers, ebenfalls einem Seine, Zu "zahlen, fer wat. den Verhältnissen der erster, N-chkneg-, zeit entsprechend, mit Seegras , - einer
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an bie Polsterung des „Konkurrenten h ritz die Se-gra-süllung auf. Em« raschung, als man den angefresienen 6 bC6e?bdritte Wagen »ar dann ein 10/3OJPS Benz. Auf einer Originalsteuerkarte lies
Aus bem Ruhrgebiet wirb uns geschrieben: Das Deutsche Reich ist ein erbölarmes L a n b. Diese Tatsache ist im Hinblick auf bie zu- nehrnenbe Motorisierung auf allen Gebieten von entscheidenber Bedeutung. Jrn Jahre 1935 betrug bie Einfuhr an Benzin mehr als eine Million Tonnen bei einer Gigeneneugung von 365 000 Tonnen. Bei Dieselöl ist bas Verhältnis noch ungünstiger. Bei einem Gesamtverbrauch von etwa 830 000 Tonnen errechnete man für bas Jahr 1935 eine Eigenerzeugung von 80 000 Tonnen unb eine Einfuhr in Höhe von 750 000 Tonnen. Diese hohe Einfuhr belastet bie beutsche Devisenbilanz unb macht bas Tempo ber wirtschafts- und wehrpolitischen Motorisierung teilweise vom Auslände abhängig.
Es liegt also im Rahmen eines gesunden nationalen Wirtfchaftsprogramms, dieses Mißverhältnis zu unseren Gunsten zu ändern ober zum minbeften infolge ber Zunahme ber Motorisierung nicht noch ungünstiger werben zu lassen. Hier setzt bie große Ausgabe bes beutschen Bergbaues und der Kahlenchemie ein. Auch in der Treibstofffrage wandelt sich die Kohle immer mehr vom „rohen" Brennstoff zum Rohstoff in veredelter Form. Das Problem der Kohleverflüssigung — und zwar der Braun- und der Steinkohle — ist seit Jahren in den Laboratorien gelöst, jedoch ist man infolge des Preisoerfalls auf dem Weltmarkt nur zögernd an bie technische Auswertung im großen herangegangen. Immerhin konnte bie beutsche Benzinerzeugung im vergangenen Jahre um etwa 115000 Tonnen gesteigert werben, was einem Plus von 46 Prozent entspricht unb ben beutschen Mehrverbrauch ziemlich ausgeglichen hat. Außerdem hat der Ruhrbergbau im Herbst 1935 die R u h r - B e n z i n - A. - G. als Gemeinschaftsunternehmen zur Herstellung von Benzin aus Steinkohle gegründet. Die Ergebnisse dieses Versuchs werden von diesem Jahre ab in die Erscheinung treten. Die Arbeiten werden in Tuchfühlung mit der Ruhrchemie-A. -G.
spräche Staatskommissar Dr. Lippert, Oberst F e 11 g i e b e l als Vertreter des Reichskriegsministeriums, der Leiter des Reichsverbandes der Deutschen Presse und Hautschriftleiter des „Völkischen Beobachters", Hauptmann Weiß u. a.
Am Nachmittag wurden die Fernsehgespräche für die deutsche und ausländische Presse sowie die Arbeiter fortgesetzt, die an der Schaffung der Anlage Tag unb Nacht gearbeitet haben, um sie pünktlich betriebsfertig zu übergeben. Währenb ber ersten Fernsehgespräche erläuterte Oberpostrat Flanze bie technischen Einrichtungen. Der Fernsehsprech- bienft beruht auf ben gleichen technischen Grunb- gebanten wie bas auf ber letzten Funkausstellung vorgeführte „G e g e n s e h e n". An ben Enbstellen befinben sich bie Sprechzellen. Außer bem eigentlichen Fernsprechapparat enthält bie Sprechzelle ein Bilbfenster, in bem ber Teilnehmer seinen Gesprächspartner sieht, unb weiterhin eine Photo- zellen-Anorbnung, bie sein eigenes Bilb über bas Kabel fenbet. Das fernempfangene Bilb erscheint auf bem Fluoreszenzschirm ber Röhre, ber von bem zeilenweise über biese Bilbfläche bewegten Katho» benstrahl, bem sogenannten Lichtspiel, zum Aufleuchten gebracht wirb.
Kaum hat man in ber schall- unb lichtbichten Zelle Platz genommen, leuchtet auch schon bas Bilbfenster in grünlich-gelbem Lichte auf. Wenige Augenblicke muß man sich an bas zuckenbe Licht bes Kathobenstrahls gewöhnen, ben Lichtpinsel, ber bas Bilb bes Sprechers abtastet unb nach Leipzig überträgt. Aber schon nach wenigen Sekunben erkennt man im Lichtfenster ben Sessel unb ben Tisch ber Leipziger Zelle, auf bem ein Telefonapparat steht. Dann hat man seinen Partner im Bilbfenster erkannt, unb es hat seinen befonberen Reiz, bas zunächst erstaunte, bann strahlenbe Mienenspiel zu beobachten, bas in allen Einzelheiten genau zu erkennen ist. U e b e r etwa 200 Kilometer Entfernung hat man sich unterhalten unb gesehen, als ob man im gleichen Raum miteinanber wäre
OroßerGammelerfolg der Arbeitsfront
Berlin, 1. März. (DNB.) Am Sonntag fand im ganzen Reich eine Sammelaktion ber Deutschen Arbeitsfront für bas Winterhilfswerk, bie s e ch st e Reichs st raßensammlung statt. Propagandaumzüge ganzer Betriebe und ber in den 'Werkscharen zusammengefahten arbeitenden Jugend, Korsofahrten mit Pferdefuhrwerken unb Autos, von ben verschiebensten Organisationen ausgefuhrte Platzkonzerte unb schmetternde Trompetensignale gaben den Sammlungen den wünschenswerten äußeren und inneren Schwung unb unterstützten bie aut zwei Millionen Sammler. Der Reichsorganlsa- tionsleiter Dr. Ley ging als Führer seiner Organisation mit bestem Beispiel voran unb ließ sich auf einer mittags unb obenbs burchgefuhrten Sammlung bie großen Sammelbüchsen füllen. Am sväten Abenb melbeten bie nieisten Bezirke »restlosen Ausverkauf" ber Abzeichen Wieber war eine Schlacht gegen bie Not erfolgreich geschlagen.
5 Todesurteile im Neuköllner Kommunistenprozeß. Berlin, 29. Febr. (DNB.) Ini bem TOort- unb Lanbfriebensbruchprozeß gegen 25 Kommunisten wegen Beteiligung an bem feigen F e u e r u ber - fall auf das SA. - Verkehrs lokal in Neukölln am 15. Oktober 1931 verkündete das Berliner Schwurgericht das Urteil. Die Angeklagten Zim- mermann, Schröter, Schweers Blank und Schulz wurden wegen gemeinschaftli ch e n v e r - suchten und voUenbetenMorbes in Tateinheit mit schwerem Landfriedensbruch zu m T n hVunb -mm Verlust ber bürgerlichen Ehren- Mte auf^urteilt. W-g-n Beihlls- würben 5 weitere Angeklagte zu l e 1 4 Ja h r e n Zuchthaus unb 10 Jahren Ehrverlust, je 1 An- acflaater zu 12 Jahren, 10 Jahren unb 7 Jahren Zuchthaus unb 10 Jahren bzw. 5 Dohren Ehrverlust brei Angeklagte zu 6, 5 unb 3 Jahren Zuchthaus verurteilt. Bei sieben Angeklagten würbe bas ^Da°-"s-rich?°h°tt- die U-b-rz-ugung gewonnen, daß der ins Ausland geftürfjtete tommun,iftifdje Parteisekretär Jahnke ber 21« ft if t er 3 u dieser Gewalttat gewesen ist unb daß er hierbei im weitesten Umfange d 1 e U n t e r- stützung höherer Stellen der KPD.
Berlin, 1. März. (DNB.) Zwei Wochen lang waren die Ausstellungshallen am Kaiserdamm mit ber Großen Internationalen Automobil- unb Motorrabausfteüung Berlin 1936 Anziehungspunkt für Hunberttausenbe. 2 5 0 0 ausländische Händler und Vertreter haben die Ausstellung besucht und viele Abschlüsse getätigt. Aus dem Reich kamen nicht weniger als 265 Sonderzüge nach der Reichshauptstadt. Alle Automobilfabriken brachten ihre Gefolgschaften nach Berlin, um ihnen Gelegenheit zu geben, an Ort und Stelle ihre eigenen und andere Jnbustrieerzeugnisse zu studieren.
Der Schlager bei den Personenkraftwagen war das erste Fahrzeug mit dem Dieselmotor. Eine besondere Industrie scheint sich für den Lastanhänger an Personenkraftwagen zu entwickeln, da hier große Nachfrage vorherrschte. Als Ausfluß wirtschaftlichen Wohl- ergehens kann man die gleichmäßige Nachfrage sowohl nach kleinen als auchnach M i 11 e l ro a g e n bewerten. Die Käufe in diesen Klassen halten sich beinahe die Waage. Aber auch das Geschäft in schweren Wagen ist zufriedenstellend. Auch die Lastkraf twagenindu- ftrie kann sich nicht beklagen, zumal bie kleinen Lieferwagen unb bie bis zu 3,5 Tonnen starke Bestellungen erhielten. Dabei war bas Interesse des Auslandes für Einbau-Dieselmotoren sehr groß. Sie werden in den Heimatländern benutzt zum Einbau in fertige Karosserien, da die Zollschranken für Fertigwaren sehr hoch sind.
Das Geschäft mit O m n i b u s s e n nach dem Ausland lag weit höher als im Vorjahr, da der Deutsche im Bau von guten und dabei gefällig wir- kenden Karosserien vielen Ländern voraus ist. Wenn schon im letzten Jahr das Ausländsgeschäft einen starken Auftrieb erhalten hat dann muß nach den bisher vorliegenden Ergebnissen mit Genug- tuung feftgefteUt werden, daß die ansteigende Kurve anhalten wird. Es wäre müßig, die Derkaufszahlen der einzelnen Firmen anzu,uhren. Sie alle haben in dem nächsten halben Jahr fleifcig zu schäften, um alle Aufträge zu erfüllen. Bei em,?cn..5abr'te" wird d-r Produkiionsstand sogar weit Uber dem bes Vorjahres liegen.
Die Wagen des Mm«.


