Leuten seines Schlages nicht gerechnet werden kann. Das junge Amerika ist auch geistig im Auf- bruch begriffen, und die neue Literatur, das Kunstgewerbe, ja sogar der Baustil zeigen einen neuen Antrieb. Nicht etwa zum Kommunismus hin, den Amerika nach wie vor zu 98 o. $). ablehnt, sondern
eine modernisierte Wendung zur gemeinschaftlichen Lösung der großen Aufgaben der Nation. Die Vereinigten Staaten werden mehr und mehr heimat- gebunden und sind auf dem Wege, zu einem einheitlichen Volk mit Traditionen heranzureifen
Insel m Pazifik.
Das Geburtsjahr der freien Philippinen.
Von unserem -ell -Berichterstatter
jetzt die ganze Fischerei-Jndustrie der Philippinen und verdrängt allmählich die Chinesen im Klein- und Zwischenhandel. Die Vereinigten Staaten andererseits haben sich wichtige Rechte vorbehalten: alle Finanzgesetze, alle Außenanleihen. Jegliche Außenhandelsgesetzgebung sowie die Einwanderungsvorschriften bedürfen der Genehmigung durch Präsident Roosevelt. Letzte Instanz in allen Streitigkeiten ist weiterhin das Oberste Bundesgericht in Washington. Präsident Quezon, der für sechs Jahre gewählt wurde, muß der Regierung in Washington jährlich einen Rechenschaftsbericht vorlegen; Amerikaner haben die gleichen Grundeigentumsrechte wie die Filipinos, und — der Präsident der Vereinigten Staaten kann jederzeit „zur Erhaltung der philip-
wortet. Die Marine ist anderer Ansicht und hat ihre Flotten st ützpunkte in den Philippinen beibehalten.
Was die nächsten Jahre bringen werden, ist unter diesen Umständen schwer zu sagen. Japanische Kolonisten, die in den Philippinen kein Land erwerben oder packten können, haben sich in großer Zahl auf der Insel Davao angesiedelt und benutzen Ländereien, die auf den Namen ihrer eingeborenen Frauen eingetragen sind. Japan kontrolliert schon
Wirtschaft.
Oie Industrie und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:
1402: Neue Bestimmungen über private Verrechnungsgeschäfte und Aski.
1403: Erleichterungen für die Zahlungen im Grenzverkehr.
1404: Zuständigkeit der Devisenstellen für die Erteilung von Devisengenehmigungen an Patentanwälte.
1405: Bekanntmachung KP 83 der Ueberwachungs- • stelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise.
1406: Termine der Leipziger Frühjahrsmesse 1936. 1407: Zusatzprotokoll zum deutsch-belgischen Zahlungsabkommen.
1408: Anlage von Sperrguthaben.
1409: Devisengenehmigungen zur Durchführung von Auslandreisen durch Fahrtengruppen Jugendlicher oder jugendliche Einzelwanderer.
Bhein-Mainische Börse.
Mitlagsbörse fest.
Frankfurt a. M., 31. Dez. Die Börse war zum Jahresabschluß fest und zeigte allgemein etwas lebhafteres Geschäft. Die Beteiligung der Kundschaft hat etwas zugenommen, insbesondere am Rentenmarkt war Kaufinteresse zu verzeichnen, auch die Kulisse nahm einige Käufe in Erwartung weiterer Geschäftsbelebung im neuen Jahre vor. Die Gesamthaltung erhielt wiederum etwas Anregung von günstigen Industrie-Abschlüssen und dergl.
Am Aktienmarkt war die Kursentwicklung nicht ganz einheitlich, es überwogen aber Befestigungen bis zu 1 v. H. Am Montanmarkt traten Staylverein auf die erwähnten Dividendenhoffnungen mehr hervor mit 75,5 (74,5), außerdem stiegen Hoesch Eisen auf 85,25—86 (85,25), die übrigen Werte lagen voll behauptet. Am Elektromarkt ergaben sich zumeist Erhöhungen von 1 v. $)., Felten
Die
November 1935.
pinischen Regierung" intervenieren.
Demgegenüber ist Präsident Quezon entschlossen, in den zehn Jahren „Bewährungsfrist" zu zeigen, daß das Land auf eigenen Füßen stehen kann: er organisiert mit Hilfe des bisherigen amerikanischen Generalstabschefs ein Volksheer, er ernennt die Richter, er diktiert die Wirtschaftsplanung, und manche Amerikaner fragen entsetzt: haben wir die Filipinos befreit, damit sie „den Faschismus" einführen?
plus 1,5 v. H., Siemens plus 1,25 v. H. Von chemischen Werten notierten IG. Farben mit 149,50 bis 149,75 (149), dagegen Scheideanstalt 218 (219) und Deutsche Erdöl 106 (106,50). Von Maschinenwerten standen Muag mit plus 1,65 v. H. an der Spitze, die übrigen Papiere erhöhten sich bis 0,75 v. H. Kunstseideaktien gewannen 0,25—0,50 v. H., Schiffahrtswerte lagen ebensoviel höher. Etwas matter lagen Deutsche Linoleum mit 142 (143), Reichsbank mit 179,50 (180,50),
Am Rentenmarkt war die Tendenz ebenfalls fest, und in einigen Spezialwerten entwickelte sich lebhafteres Geschäft. Bevorzugt wurden Kommunal- Umschuldung, die eine weitere Erholung um 0,25 v. H. auf 88,25 aufwiesen. Zinsoergütungsscheine 91,90 (91,80), Altbesitz unv. 110,75 ebenso späte Schuldbuchforderungen mit 97,13. Zertif. Dollar- Bonds zogen etwa 0,50 v. H. an. Am Pfandbriefmarkt bestand Anlageinteresse, Frankfurter und Nass. Ldsbk. Wiesbaden je 96,50 (96,40), Kommunal- Obligationen und Liquidations-Pfandbriefe blieben voll behauptet, ebenso Stadtanleihen. Der Auslandsrentenmarkt lag wieder sehr still und kaum verändert.
Im Verlaufe war die Entwicklung am Aktienmarkt etwas uneinheitlich, es erfolgten z. T. Gewinnmitnahmen. IG. Farben 149,50 nach 149,75, Scheideanstalt weiter abbröckelnd auf 217,50 (218), etwas höher nochmals Aku mit 51,75 nach 51,65. Sonst kamen noch u. a. zur Notiz: Cement Heidelberg 119 (118), B. M. W. 119 (117,75), Südd. Zucker 198,50 (197,50), Mainkraft 88,13 (87). Im Freiverkehr stiegen Adlerwerke auf 92 (91), Growag auf 80 (78,50), sonst wurden noch bewertet: Pokorny 100 Geld, Weilwerke 98 Brief, Neue Wayß & Freytag 83, Ufa-Aktien 49. Tagesgeld weiter etwas versteift auf 3,50 (3) v. H.
*
Am 31. Dezember 1933 fand keine Abendbörse statt.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Manila, im Dezember 1935.
Am 15. November wurde mit Pomp und Zeremonie das s e l b st ä n d i g e Staatswesen der Philippinen begründet und sein erster Präsident Manuel Luis Quezon feierlich in sein Amt eingeführt. Fünfzehntausend Gäste wohnten dem Staatsakt bei, an der Spitze der Vizepräsident der Vereinigten Staaten, der Kriegsminister und über vierzig Mitglieder des Bundeskongresses. Die USA. legten die Herrschaft über die Inselgruppe nieder, und der bisherige Gouverneur wurde „High Com- missioner", ähnlich wie in Kanada, wo auch ein ständiger Vertreter des Mutterlandes residiert. So endete eine fast vierhundertjährige Periode der Unfreiheit: von 1565 bis 1898 regierten die Spanier, von 1898 bis 1935 (oder 1945, wie weiter unten geschildert wird) die Amerikaner. Ob die Filipinos nach dieser langen Zeit reif zur Autonomie sind, ob sie ihre wirtschaftliche und politische Un- abhängiakeit verteidigen können, das sind die großen Fragen, die der Feier ein etwas ernsteres Gepräge gaben.
Nach der Ansicht vieler Amerikaner ist der einfache Tao in den. Philippinen ebensowenig zur Selbständigkeit geeignet wie der mexikanische Peon. Dazu'kommt die Verschiedenheit der drei Sprachen Tagalog, Jlocano und Visayan, die weite Kultur- klust zwischen den oberen Schichten in Manila und den Mangyans in Mindora, die Differenz der Religion zwischen den Christen im Norden und im Mittelland und der moslemitischen Moros im Süden.
Wirtschaftlich gehen die Philippinen einer ungewissen Zukunft entgegen. Die Vereinigten Staaten find fast der einzige Markt, wo die Erzeugnisse der Inseln in lohnendem Umfang abgesetzt werden können. Das Gesetz, durch das Amerika den Philippinen die Unabhängigkeit gab, entzieht ihnen gleichzeitig diesen Markt in fühlbarem Maße. Denn dieses Gesetz wurde ja nicht nur der schönen Augen der Filipinos wegen im amerikanischen Kongreß angenommen. Die Abgeordneten aus den Baumwolljtaaten behaupteten, daß das Kokosnußöl der Philippinen dem Baumwollöl Konkurrenz mache. Manilas Hanf störte angeblich die Kreise der amerikanischen Seilerwaren. Dor allem aber schmerzte der Zuckerrohr- Zucker aus den Philippinen, der die Preise des Rohr- und Rübenzuckers in Louisiana, Colorado, Utah und anderen Staaten der Union hinuntertrieb. Daher sagte man den Filipinos: Wenn ihr die Freiheit durchaus wollt, so müßt ihr auch die Folgen tragen. Ein fremdes Land kann nicht die gleichen Vorrechte beanspruchen wie eine Kolonie. Und so richtete man in dem Gesetz eine Ueber- gangszeit von zehn Jahren ein. Die Einfuhr von Zucker, Hanf und Kokosnußöl wird fortan kontingentiert; alles, was über die Quoten hineinkommt, muß versteuert werden. Vom sechsten Jahre an wird ein A u s f u h r st e u e r auf alle philippinischen Waren gelegt, die nach Amerika ausgeführt werden. Die Steuer beginnt mit 5 v. H. des Zolls und steigt jährlich um 5 v. H. bis sie im zehnten Jahre 25 v. H. erreicht. Nach zehn Jahren müssen alle Waren voll verzollt werden, genau so wie die aus dem übrigen Ausland. Während der zehn Jahre behält die philippinische Regierung die Steuererträge, um sie zum Abbau der schwebenden Schuld zu benutzen. Diese Maßnahmen sind eine starke finanzielle Belastung des jungen Staates; gleichzeitig hat man die Einwanderungsschranke errichtet, um die amerikanischen Arbeiter vor der billigen Konkurrenz der Filipinos zu schützen. Präsident Roosevelt hat jedoch versprochen, obige Steueroor- schriften in der Praxis nachprüfen zu lassen, um festzustellen, ob sie eine zu große Härte darstellen. Eine diesbezüglich entsandte Kommission hat ihre Tätigkeit bereits begonnen.
Politisch entsteht vielleicht die Frage, ob Japan im Interesse von „Ruhe und Ordnung" die Philippinen annektieren wird, wird das Korea und Formosa und den früheren deutschen Südsee- Jnseln erging. Die japanische Regierung erklärt, diele Absicht nicht zu haben. Tatsache ist, daß die Inseln gegen einen Angriff kaum verteidigt werden könnten, und das amerikanische Kriegsministerium, das bisher die Philippinen verwaltete, hat aus diesem Grunde stets die Freigabe befür-
Fwd. Die Einlagen bei den deutschen Sparkassen sind im November 1935 erneut gestiegen. Die Spareinlagen erhöhten sich um 37,5 Millionen Mark auf 13 309 Mill. Mark. Der Zuwachs setzte sich im einzelnen aus einem Einzahlungsüberschuß von 30,3 Mill. Mark, Zinsgutschriften von 2,9 Mill. Mark und sonstigen Buchungsvorgängen in Höhe von 4,3 Mill. Mark zusammen.
Gegenüber dem Vormonat sind die Umsätze im Sparverkehr stark zurückgegangen. Die Einzahlungen verminderten sich um 78,9 Mill. Mark auf 392,5 Mill. Mark, die Auszahlungen um 74 Mill. Mark auf 362,2 Mill. Mark. Die Abnahme der Umsätze ging beträchtlich über das saisonübliche Maß hinaus. So verringerten sich die Einzahlungen im November 1934 nur um 67,4 Mill. Mark, im November 1933 sogar nur um 35,9 Mill. Mark; entsprechend waren auch die Auszahlungen in den gleichen Zeiträumen nur um 63,1 Mill. Mark und 51,9 Mill. Mark gesunken.
Der starke Rückgang der Umsätze, der schon seit einer Reihe von Monaten zu beobachten ist, dürfte in erster Linie buchungstechnisch bedingt sein. In Ausführung des Reichsgesetzes über das Kreditwesen vom 5. Dezember 1934 sind die Sparkassen genötigt, ihren Sparverkehr durchweg von solchen Einlagen zu bereinigen, die den Zwecken des Zahlungsverkehrs dienen. Wenn auch die große Mehr
zahl der Sparkassen unter den Spareinlagen nur noch Geldeinlagen geführt hatte, dje im Sinne des § 22 des Reichsgesetzes über das Kreditwesen als „Spareinlagen" zu bezeichnen sind, so gab es doch noch eine Reihe von Sparkassen, bei denen die Gehaltskonten ihrer Kunden u. a. unter den Sparbüchern liefen. Daß diese Konten, die im allgemeinen wohl hohe Umsätze, am Monatsende aber nur einen geringen Bestand aufweisen, nunmehr wohl fast ohne Ausnahme in den Depositenverkehr übernommen wurden, hat naturgemäß die Höhe der Ein- und Auszahlungen im Sparverkehr verringert.
Die Umsatzhöhe ist ferner zweifellos wiederum durch die Einzahlungen auf die vom Publikum gezeichneten 500 Millionen Reichsmark 4,5prozentige Schatzanweisungen des Deutschen Reiches beeinflußt worden.
Besonders stark sind wiederum die Depositen-, Giro- .uni) Kontokorrent-Einlagen der Sparkassen, Girokassen und Kommunalbanken gestiegen; diese erhöhten sich rechnerisch um 63,5 Mill. RM. auf 2048 Millionen RM. und überschritten damit erstmalig den bisherigen Höchststand vom August 1930. Vergleichsweise hatten diese Einlagen im November 1933 nur um 45,4 Mill. RM. und im November 1934 sogar nur um 33,2 Mill. RM. zugenommen. Unter Ausschaltung der Umbuchungen zwischen dem Depositen-, Giro- und Kontokorrentverkehr und dem
Sparverkehr sowie der übrigen, nicht durch den reinen Zahlungsverkehr bedingten Veränderungen sind sie im Berichtsmonat sogar um 68,2 Mill. RM. gestiegen.
Faßt man die Spareinlagen und die Depositen-, Giro- und Kontokorrent-Einlagen im Unterbau der deutschen Sparkassenorganisation zusammen, so ergibt sich, daß die Gesamteinlagen um 100,9 Mill. Reichsmark auf 15 357 Millionen RM. zugenommen haben. Ohne Berücksichtigung der Gutschriften von Zinsen, sowie der übrigen, nicht durch den reinen Zahlungsverkehr bedingten Veränderungen haben sich die Gesamteinlagen um 98,3 Mitt. RM. erhöht. Dieser Zuwachs ist um 40 Mitt. RM. größer als im Jahre 1934 und nur um 7 Mill. RM. niedriger als im Jahre 1933. Innerhalb der einzelnen Monate des laufenden Jahres rangiert er an der vierthöchsten Stelle.
Oie deutschen gewerblichen Genosien- schasten an der Jahreswende
Vom Deutschen Genossenschaftsverband wird dem Fwd. u. a. geschrieben: Das verflossene Wirtschaftsjahr 1935 hat den 3300 im Deutschen Genossenschaftsverband vereinten gewerblichen Genossenschaften erneut die Möglichkeit einer aktiven Unterstützung der mittelständischen Wirtschaft gegeben.
Für die Kreditgenossenschaften läßt sich am Ende des Wirtschaftsjahres 1935 feststellen, daß ihre gesamten Betriebsmittel die Zwei-Milliarden-Grenze überschritten haben. Dabei ist die erfreuliche Steigerung der Einlagen Ausdruck des Vertrauens in die städtischen Kreditgenossenschaften. Diese Einlagensteigerung war die Veranlassung zu einem verstärkten Kreditgeschäft in sämtlichen Sparten. Besondere Aufmerksamkeit wurde der Frage der Bauzwifchenfinanzierung zuteil.
Bei den Waren-Einkaufsgenossenschaften zeigen die vorliegenden Monatsziffern, daß die Umsätze der Einkaufsgenossenschaften auch im Jahre 1935 weiter angenommen haben. Man dürfte nicht zu weit gehen, wenn man die genossenschaftlichen Warenumsätze im Einkaufsgeschäft auf über 1,5 Milliarden Mark in 1935 annimmt gegen 1,3 Milliarden Mark im Vorjahre.
Rohstoffzuteilung für neuerrichtete Betriebe.
Fwd. Es besteht Veranlassung, erneut darauf hinzuweifen, daß es dringend erforderlich ist, sich vor Eröffnung eines neuen Fabrikationsbetriebes bei der zuständigen Ueberwachungsftelle über die Voraussetzungen und Möglichkeiten entsprechender Rohstoffzuteilung und damit Ingangsetzung des Betriebes zu unterrichten. Andernfalls kann nicht damit gerechnet werden, daß von der Ueberwachungsftelle die für die Aufnahme der Fabrikation erforderlichen Rohstoffe zugeteilt werden, da in erster Linie die bereits bestehenden Betriebe mit Rohstoffen versorgt werden müssen. Die Erlaubnis der Handwerks- und Gewerbekammern sowie der Polizeibehörden, die nach anderen Voraussetzungen erteilt wird, bietet keine Gewähr dafür, daß die notwendigen Rohstoffe von der Ueberwachungsftelle zugeteilt werden.
*
*Zertifizierung deutscher Ausland» b o n d s. Wie die Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung mitteilt, sind die Effektengirobanken ermächtigt worden, ausgeloste deutsche (ausgenommen saarländische) Auslandbonds oder die von der Konversionskasse für deutsche Auslandschulden dagegen umgetauschten deutschen Auslandbonds mit Bescheinigungen über die Handelbarkeit im Jnlande zu verletzen. Die Einreichung bei den Effektengirobanken hat durch Vermittlung einer Bank zu erfolgen.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
£. P. in St. Vorausgesetzt, daß es sich im vorliegenden Falle um eine Genossenschaft im Sinne des Genossenschaftsgesetzes vom 1.5.1889 handelt, gilt folgende gesetzliche Regelung: „Mit dem Tode eines Genossen gilt dieser mit dem Schlüsse des Geschäftsjahres, in welchem fein Tod erfolgt ist, als ausgeschieden. Bis zu diesem Zeitpunkt wird die Mitgliedschaft des Verstorbenen durch seine Erben (hier Kinder als Erbengemeinschaft) fortgesetzt (§ 77 Genossenschaftsgesetz). Für evtl, zu leistende Nachschüsse haftet der Nachlaß des verstorbenen Mitglieds, die Erben haften hier nur insoweit, als sie nach den Bestimmungen des BGB. für Verpflichtungen des Erblassers einzutreten haben." Sollte es sich jedoch bei der fraglichen Genossenschaft nicht um eine solche im Sinne des Genossenschaftsgesetzes handeln, was bei dem unklaren Ausdruck der Anfrage möglich ist, so wäre eine erneute Anfrage an den Briefkasten zu raten.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach. mittag geschlossen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Sranffurt a. M.
Berlin
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 211.
Jranttun a. 2)1.
Berlin
Schluß« kurs
Schluß!.
Abendbörse
Schluß« kure
Schlußk. Mittagbörse
Datum
30-12
31-12
30.12.
31 12.
6% Deutfche Reichsanlethe v. 1927
100,4
100,5
100,5
100,5
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
97,13
97,25
97,13
97,25
6y2% Doung-Anleihe von 1930 ..
Deutsche Ant.-Ablos.-Schuld mit
102,5
103
103,5
103,5
Auslos.-Rechten .............
110,75
110,9
110,75
4l/»% Deutsche Retchspostschatzan-
Weisungen von 1934, 1.......
100
99,75
99,9
99,9
6% etjem.8% Hess. Volksstaat 1929
(rückzahlb. 102%)............
97
97
97,25
4yz% ehem.8% Hessische Landes-
bank Darmstadt Gold R. 12.... 6y2% ehem. 4y,% Hess. Landes-
96,25
96,4
96,25
96,4
Hypothekenbank DärmstadtLigui 4'/r% ehem. 8% Darmst. Komm.
100,75
100,75
—
—
Landcsb.Goldschuldverschr. R. 6
Oberhessen Provinz-Anleihe mit
92,5
93
—
—
117,5
117,75
119,5
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4y2% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank
112,4
113,65
113
113,4
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 ßy2% ehem. 4'/2% Franks. Hyp.-
96,4
100,95
96,5
100,95
—
—
6%% ehem. 4y2% Rheinische
Hyp.-Bank-Ltgu.-Goldpfe.....
4y2% ehem. 8% Pr. Landespfand-
101
101
100,9
101
briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 4’/2% ehem. 7% Pr. Landespfand- briesanst., Gold Komm. Obl.VI
97
97
97
97
97
97
97
97
Steuergutsch.Verrechnungsk. 34-88
107,9
107,4
107,9
I 108
4% Oesterretchische Goldrente....
_
29
29,5
29,65
4,20% Oesterretchische Silberrente
1,2
1,2
1,25
1,25
4% Ungarische Goldrente.......
9
8,9
8,8
8,95
8,75
9,05 8,9
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
8,75
4%% dsSgl. von 1913..........
8,85
12,13
8,75
12,3
9
9
12,4
5% äbgest" Goldmexikaner von 9
4% Türkische Bagdadbahru-Anlethe
12,3
Serie 1....................
9,5
9,5
9.6
——
Frankfurt a.M.
Berlin
Schluß« kurs
Schlußk. Abendbörse
Schlußkurs
Schlußk. Mittagbörse
Datum
30 12
31-12
30-12-
31-12.
4% veögl. Serie ll ............
5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903 4y2%Rumän,vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vercinh. Rente ..
2y.% Anatolier.............
9,5
5,7
4,9
38,65
9,5
5,6
8,4
4,9
38,75
5,5
8,6
4,85
38,9
5,6
8,6
4,9
38,9
Hamburg-Amerika-Paket .....0
Hamburg-Südam. Dampfschiff. O Norddeutscher Lloyd .........O
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. O Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und. Dtsconto.
Gesellschaft................0
Dresdner Bank..............0
Retchsbank ................12
14,65
16,25
85,5
113,5
84
83,75
83,75
180,5
15
16,5
86
113,75
84
84
84
179,5
14,9
26
16,75
86
114
83,75
83,75
83,75
180,5
15
26,5
17,13
86,5
113,75
84
84
84
179,25
A.E.G......................0
Bekula.................... 10
35
135,5
112.5
126,75 111,25 125.25
131,4
119,5
165
121
35,4 135
113,5
127
112,5
125,25
133,5
130,25
120,13
166,13
122,5
34,75
135,75
113
126,5
112
125,4
132
131,13
119,4
164,5
121
35,13 135,5 113,5
126 112,65 124,75
134 129,4 119,5 165,5
122
Elektr. Lieferungsgesellschast... 5
Licht und Kraft ........... 6 ya
Felten & Guilleaume......... 4
Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 6
Rheinische Elektrizität ........6
Rhein. Wests. Elektr..........6
Schustert L Co...............4
Siemens L HalSke............7
Lahmeyer L Co..............7
Buderus ...................
Deutsche Erdöl ..............4
Harpener...................C
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen ..
Ilse Bergbau ...............
Ilse Bergbau Genüsse........
Klöcknerwerke ...............
Mannesmann-Röhren........C
94
106,5
109,5
85,25
125,9
81,65
79,25
94 106,5 109,5
86
153 125,5 81,65
79,5
93,75
106,5
109,5
85,4
125,25
81,5
79,13
94,25
106,25
109
85,75
157
125,25
81,5
I 79
Schlußkurs
Schlußk. Abeno- börse
Schlußkurs
Schlußk. Mittagbörse
Datum
30 12.
31 12.
30-12.
31-12.
ManSselder Bergbau.......
.. 5
117,25
117,65
117,25
117,5
Koköwerke ................
.. 6
—
—
116,25
115,65
Rheinische Braunkohlen ....
12
—
210
210
209,75
Rheinstahl ................
.. 4
103,4
103,5
102,75
103,4
Vereinigte Stahlwerke......
.. 0
74,25
75
74,13
74,9
Otavt Minen .............
.. 0
17,65
17,65
17,65
17,65
Kaliwerke Aschersleben......
.. 5
120
119,75
119,25
121
Kaliwerke Westeregeln......
.. 5
114
115,5
114,25
115,25
Kaliwerke Salzdetfurth.....
?y2
173
173
173,4
174
F. G. Farben-Jndustrte.....
.. 7
149
149,5
148,9
149,4
Scheideanstalt.............
.. 9
. 219
217,5
——-
——-
Goldschmidt ..............
.. 5
106,25
106,5
105,9
106,5
Rütgerswerke .............
.. 6
—
113,25
113,25
113
Metällgesellschaft...........
.. 4
110,65
110,5
—
110,9
Philipp Holz mann .........
.. 4
87
86,75
86,65
86
Zementwerk Heidelberg ....
.. 7
118
119
—
Cementwerk Karlstadt.......
.. 6
128
128
—
Schultheis Pahenhoser .....
.. 4
—
—
100,5
101
Aku (Allgemeine Kunstseide)
.. O
51,25
51,75
51,13
bl ,65
Bemberg.................
.. 5
100
101
99,75
99,9
115
Zellstoff Waldhof ..........
.. 5
115,5
115,75
115,75
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. O
79,75
79
79,75
78
Dessauer Gas .............
.. 7
——
—-
120,25
120,75
Daimler Motoren..........
.. O
91,25
91
90,9
90,25
Deutsche Linoleum.........
.. 8
143
142,13
143,25
141,5
Orenstein & Koppel ........
.. O
——
——
74,5
74,5
Westdeutsche Kaufhof.......
.. 0
24,75
25
24,9
24,9
Chade ....................
77.
284,5
286,5
284,5
286,5
Accumulatoren-Fabrik......
. 12
168,13
168
167,25
168
Conti-Gummi.............
.. 8
159
159
159
158,5
Grttzner..................
.. O
I 25
I 25,75
I 25,25
Mainkrastwerke Höchst a.M>.
.. 4
87
88,13
——
Süddeutscher Zucker.......
. 10
1 197,5
I 198,5
1 198,5
I 198,5
30-Dezember
31 .Dezember
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Brief
Geld
I Brief
Buenos Aires
0,671
0,675
0,671
0,675
Brüssel.....
41,88
41,96
41,90
41,98
Rio de Jan. .
0,137
0,139
0,137
0,139
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,68
54,78
54,68
54,78
Danzig.....
46,80
46.90
46,80
46,90
London .....
12,245
12,275
12,245
12,275
HelstngforS..
5,395
5,405
5,395
5,405
Paris ......
16,42
16,46
16,42
16,46
Holland ....
168,83
169,17
168,83
169,17
Italien....
19,98
20,02
19,98
20,02
Japan .....
0,715
0,717
0,715
0,717
Ingottawiea
5,654
5,666
5,654
5’666
Oslo.....
61,49
61,61
61,49
61,61
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon...
11, ii
11,13
11,11
11,13
Stockholm..
63,14
63,26
63,14
63,26
Schweiz ...
80,82
80,98
80,84
81,00
Spanien..
34,02
34,08
34,03
34,09
Prag......
in,3is
10,335
10,33
Budapest ..
_
Neuyork ...
2,486
2,490
2,486
2,490
Banknoten.
Berlin, 31 .Dezember
Geld
Brie,
Amerikanische Noten..............
2,438
2,458
Belgische Noten..................
41,76
41,92
Dänische Noten .................
54,47
54,69
Englische Noten .................
12,21
12,25
Französische Noten...............
16,37
16,43
Holländische Noten...............
168,41
169,09
Italienische Noten................
—
—
Norwegische Noten ..............
61,33
61,57
Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling
—
Rumänische Noten...............
—
—•
Schwedische Noten...............
62,97
63,23
Schweizer Noten.................
80,66
80,98
Spanische Noten.................
Ungarische Noten................
33,67
33,81
—


