Oer Antikommunismus eine defensive Bewegung.
Italienische Klarstellungen.—Entlarvung -er imperialistischen Politik Liiwinow-Finkelsteins.
Rom, 30. Noo. (DNB.) In Fortsetzung seiner Polemik gegen Litwinow-Finkelstein weist der Direktor des „Giornale d'Italia" am Montag nochmals die gegen Italien gerichteten Verdächtigungen seiner Spanien-Politik zurück und verlangt von Litwinow-Finkelstein die sofortige Bekanntgabe seiner Unterlagen.
„Giornale d'Jtalia" sagt dabei, wenn Litwinow- Finkelstein dieser Forderung nicht nachkomme, so heiße das nur, daß seine Angaben erfunden seien, was heute schon feststehe. Litwinow-Finkelstein treibe dlso eine provokatorische Politik, mit der die eigentlichen düsteren Ziele verschleiert werden sollen. In Wirklichkeit liegen die aggressiven Absichten bei Sowjetrußland. Das genaue dokumentarische Material, das das halbamtliche „Giornale d'Jtalia" über die Vorgänge in Spanien veröffentlicht habe, liefere den Beweis, daß man in Moskau die Völker in zwei Lager teilen wolle, und daß Spanien für die erste Aktion großen Stiles gegen die faschistischen Staaten und Ideen auserkoren worden sei. Die angebliche Friedenspolitik Litwinow-Finkelsteins sei eine klare Kriegspolitik, wie sich das auch aus dem Moskauer Bericht des „Temps" vo-m 28. November ergebe, wonach ein sowjetrussischer Offizier beim Erscheinen Stalins auf dem Sowjetkongreß klipp und klar erklärte: „Die rote Armee werde nicht nur verhindern, daß der faschistische Angriff auf sowjetrussischen Boden getragen werde, sie werde vielmehr ihrerseits marschieren, um ihn auf seinem eigenen Boden zu schlagen."
Diese typischen Worte seien, so betont das Blatt, der beste Kommentar für die großen Rüstun - gen Sowjetrußlands, das seinen heftigen Expansionsdrang ebenso sehr in der äußeren Mongolei, wie mit seinen Drohungen gegenüber den kleinen baltischen Staaten Lettland, Estland und Finnland offenbare. Diesem neuen s o w j e t r u s - fischen Imperialismus werde der Deckmantel des unteilbaren Friedens umgehängt. Die kommunistische Offensive mache die Abwehr zu einer allgemeinen Pflicht, und Litwinow-Finkelstein sollte nicht vergessen, daß immer neue sowjetrussische Transport- und Munitionsschiffe für die spanischen Roten, zuweilen sogar unter Mißbrauch der englischen Flagge, den W'i ins Mittelmeer und nach Spanien nehmen.
In dem gleichen Artikel heißt es schließlich, daß, wenn Litwinow-Finkelstein heute die Stimme gegen die antikommunistische Bewegung und die entsprechende Verständigung zwischen Berlin und Rom bzw. Berlin und Tokio erhebe, so müsse festgestellt werden, daß der Antikommunismus eine defensive Bewegung sei, die nicht gegen Sowjetrußland, sondern gegen den Kommunismus und damit gegen die Komintern gerichtet sei. Die Moskauer Regierung habe immer behauptet, mit der Komintern nichts gemein zu haben. Der unüberlegte Protest Litwinows-Finkelsteins verrate aber einen inneren Zusammenhang zwischen den beiden Stellen, den man bis jetzt vergebens durch ein Spiel mit Worten habe verschleiern wollen.
Eden Wer das deutsch-japanische Abkommen.
London, 30. Nov. (DNB.) Außenminister Eden gab am Montag im Unterhaus auf Befragen eine Erklärung über das deutsch-japanische Abkommen ab. Eden führte aus:
„Der Wortlaut des am 25. November in Berlin von den Vertretern der deutschen und der japanischen Regierung unterzeichneten Abkommens ist den britischen Botschaftern in Berlin und Tokio von den Außenminister der beiden Länder kurz vor der Veröffentlichung mitgeteilt morden. Hierbei versicherte der deutsche Außenminister dem britischen Botschafter, daß irgendein militärisches oder anderes Bündnis zwischen Deutschland und Japan nicht vorhanden sei. Der japanische Außemininster erklärte, daß überhaupt kein Geheimvertrag bestehe. Ich habe keine Mitteilung darüber, daß Italien schon ein ähnliches Abkommen mit Japan abgeschlossen hat. Was die Haltung der britischen Regierung angeht, so ist im Unterhaus bekannt, daß die Regierung ausdrücklich jede Tendenz einer Teilung der Welt in verschiedene Lager, besonders auf ideologischer Grundlage, ablehnt. Die Politik der britischen Regierung besteht weiterhin darin, alles in unserer Macht stehende zu tun, um freundschaftliche Beziehungen zwischen allen Nationen zu fördern."
Die Komintern in Barcelona?
Der Eindruck des deutsch-jaHanischen Abkommens.
Paris, 30. Nov. (DNB.) „Matin" will nähere Aufklärungen über die Absichten Sowjetrußlands machen können, insbesondere hinsichtlich der zukünftigen Tätigkeit der Komintern. Die Unterzeichnung des deutsch-japanischen Abkommens, so schreibt das Blatt, habe in Sowjetrußland einen sehr viel st ä r k e - ren Eindruck gemacht, als man dies allgemein glauben machen wolle.
Eine Gruppe in Moskau fei der Ansicht, daß Sowjetrußland sich nicht eher in einen Konflikt einlassen dürfe, bevor es nicht einer zumindesten wohlwollenden Haltung der bürgerlichen Staaten sicher sei. Zu diesem Zweck habe man vorgeschlagen, den politischen Sih der Komintern aus Sowjetrußland zu verlegen. Es handle sich jedoch nur um das politische Sekretariat, während der technische Dienst und die Geheimarchive nach wie vor in Moskau bleiben sollten. Die Versammlungen der Dritten Internationale aber sollen in Zukunft an dem neuen Sih stattsinden.
Der ursprüngliche Gedanke, das politische Büro der Komintern nach Paris zu verlegen, sei auf- gegeben worden, da man eine zu heftige Reaktion in der französischen Öffentlichkeit befürchte. Es scheine jedoch, als ob man sich nunmehr auf Barcelona geeinigt habe. Diese Lösung habe nach Ansicht der bolschewistischen Kreise auch den Vorteil, den Kampf endgültig nach dem Westen Europas zu übertragen. Die katalanischen Behörden hätten schon ihre begeisterte Zustimmung zu diesen Plänen gegeben,
Die schwarze Flat des Liebeis.
Ein englischer Hirtenbrief.
London, 30. Nov. (DNB.) In einem Hirtenbrief, der am Sonntag in allen römisch- katholischen Kirchen der Erzdiözese von St. Andrew und Edinburgh verlesen wurde, nennt der Erzbischof Dr. MacDonald den Kommunismus die größte geistige, moralische und soziale Gefahr, der die Welt heute gegenüberstehe. Wo auch immer der Kommunismus sein anmaßendes Haupt erhebe, bleibe eine gräßliche Spur der Gewaltätiqkeiten, des Blutvergießens und des Frevels zurück. Diese Macht behaupte sich durch eine Tyrannei, die angesichts ihrer Rechtlosigkeit und Rücksichtslosib- keit in der Geschichte nichts ihresgleichen finde. Die unaussprechlichen Greuel, die den Aufstieg der kommunistischen Macht in Rußland begleitet hätten, und die schrecklichen Verbrechen, die während der letzten Monate von der roten Revolution in Spanien begangen worden seien, seien lediglich die Durchführung des kommunisti- schen Planes, der, wenn die richtige Stunde komme, auf jedes Land der Welt angewandt werden würde. Es könne wahrlich gesagt werden, daß sich in der Geschichte niemals zuvor eine solche schwarze Flut des Nebels über die Welt ergossen habe, wie sie sich jetzt von Moskau aus verbreite.
Molotow verherrlicht das Judentum.
Hemmungslose Beschimpfungen Deutschlands.
Moskau, 30. Nov. (DNB.) Eine anderthalbstündige Rede des Vorsitzenden des Rates der Volkskommissare, Molotow, vor dem Rätekongreß bestand in dem Schema, daß den meisten Kongreßreden zugrunde gelegt war: In der Verherrlichung der „Sowjetdemokratie" und in hemmungslosen Beschimpfungen gegen den „Faschismus", die offenbar eine Antwort auf die Reden des letzten Nürnberger Kongresses der NSDAP, darstellen sollen. Bekanntlich hatte es damals die Sowjetpresse vorgezogen, die Nürnberger Anklagen gegen den Bolschewismus vor der Öffentlichkeit der Sowjetunion voll und ganz zu verschweigen.
Molotow sprach nunmehr von „modernen Menschenfressern" und führte als Beispiel dafür — die deutsche Judengesetzgebung an! Ihr
gegenüber betonte er, daß die bolschewistische Auffas- sung der Judenfrage sich mit einem Ausspruch Stalins decke, der erklärt hätte, daß der „Antisemitismus als gefährlicher Rest des Kannibalismus für die werktätigen Massen besonders bedrohlich sei. Aktiver Antisemitismus werde in der Sowjetunion mit dem Tode bestraft. Ferner erklärte Molotow, daß die Haltung des Bolschewismus zur Judenfrage dadurch bestimmt fei, daß das jüdische Volk den genialen Befreier der Arbeiterklasse Karl Marx hervorge- bracht habe. In der Sowjetunion würden die Juden als „talentierte Organisatoren und Verteidiger der Sache des Sozialismus" gefördert.
Schließlich kam Molotow auch auf das deusich- japanische Abkommen gegen die Komintern zu sprechen und versuchte, es als eine „Verschwörung gegen den Frieden" hinzustellen. Dabei verstieg er sich zu der Behauptung, daß der Kommunismus den Frieden, die gegen ihn gerichteten Kräfte jedoch den Krieg bedeuteten.
Moskau putscht auch in Indien.
London, 30. Nov. (DNB.) Am Montag gab der Unterstaatsfekretär für Indien, Butler, im Unterhaus eine Erklärung über die Lage an per indischen Nordwest grenze ab. Er teilte mit, daß die Grenzstämme den Wunsch geäußert hätten, daß britische Truppen einen Demonstrationsmarsch durch die fraglichen Gebiete veranstalteten, da sie dem Treiben des die Unruhen verursachenden Fakirs sonst nicht Einhalt gebieten könnten. Um die regierungstreuen Eingeborenen zu stärken, sei dieser Marsch beschlossen worden, dem manche Stämme ernsten Widerstand entgegengesetzt hätten. Verluste seien wegen der Geländeschwierigkeiten unvermeidlich gewesen. Während der dreitägigen Aktionen seien 19 Offiziere und Mannschaften getötet und 119 verwundet worden. Butler bestätigte dann noch auf Anfrage, daß die Stammesangehörigen, die die Unruhen verursachten, nicht aus dem britischen Teil des Gebietes, sondern aus den angrenzenden Bezirken kämen.
Außerordentlich bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang ein Artikel in der „Evening News", in dem betont wird, daß auch bei diesen Unruhen Moskau sei ne Hand im Spiele gehabt habe. Durch den Fakir von Jmpi habe Moskau verbreiten lassen, daß die Engländer in Indien erledigt seien, und daß man ihnen getrost trotzen könne. Jetzt stehe die indische Regierung vor der Notwendigkeit, eine schwierige und kostspielige Strafexpedition zu organisieren, um das britische Ansehen an der Grenze und jenseits der Grenze wiederherzustellen.
Die deutsch-spanische Freundschaft.
Geschäftsträger General a. D. Faupe» überreicht sein Beglaubigungsschreiben.
Salamanca, 30. Nov. (DNB.) Der neuernannte Geschäftsträger des Deutschen Reiches, General a. D. Faupel, überreichte am Sonntagabend dem Bevollmächtigten für auswärtige Angelegenheiten der spanischen Nationalregierung, ©errat, im Hauptquartier des Generals Franco fein Beglaubigungsschreiben.
Dabei hielt der Geschäftsträger General a. D. Faupel folgende Ansprache: „Euer Exzellenz! Ich habe die Ehre, Euer Exzellenz mein durch den deutschen Reichsaußenminister, Freiherrn von Neurath, unterzeichnetes Einführungsschreiben zu überreichen. Diese Ernennung bedeutet für mich die größte Genugtuung, da ich schon in meiner Eigenschaft als Präsident des Jbero-Arnerikanischeen Instituts und der Deutsch-Spanischen Gesellschaft, beide in Berlin, Gelegenheit hatte, für die Engergestaltung der kulturellen Bande, die unsere beiden Länder einen, zu arbeiten.
Es ist für mich eine besondere Ehre, dieses Amt in dem historischen Augenblick anznlreten, wo mit immer größerer Klarheit zum Ausdruck kommt, daß der Kommunismus die größte Gefahr und eine dauernde Bedrohung für den ersehnten Frieden darstellt und daß er der gemeinsame Gegner aller zivilisierten Völker ist." Der Leiter der außenpolitischen Abteilung der spanischen Nationalregierung, ©errat, dankte
dem deutschen Geschäftsträger für seine Worte und gab der Genugtuung darüber Ausdruck, daß gerade der dem spanischen Volke schon seit langem bekannte und für die Vertiefung der kulturellen Beziehungen zwischen beiden Ländern so überaus verdiente General a. D. Faupel zum Geschäftsträger des Deutschen Reiches bei der spanischen Nationalregierung ernannt worden sei.
Darauf erfolgte die Einführung des deutschen Geschäftsträgers beim Staatschef General Franco und die Vorstellung der Beamten der deutschen diplomatischen Vertretung. In den dabei gehaltenen Ansprachen wurde
die traditionelle Freundschaft und Verbundenheit zwischen Deutschland und Spanien gefeiert Nach Beendigung des offiziellen Aktes blieben Staatschef General Franco und seine Mitarbeiter noch längere Zeit im zwanglosen Gespräch mit dem Geschäftsträger F a u p e s und den übrigen deutschen Herren zusammen.
Sowohl bei der Hin-, wie auch bei der Rückfahrt wurden dem deutschen Geschäftsträger durch eine verstärkte Ehrenwache eines marokkanischen Eliteregimentes und Guardia Civil militärische Ehren erwiesen. In feierlicher Form wurde der deutsche Geschäftsträger durch den Chef der spanischen Nationalregierung sowohl von seinem Hotel abgeholt, als auch wieder dorthin zurückgeleitet.
Sestise Kämpfe an der Madrider Front.
Salamanca, 30. Nov. (DNB.) Der Heeresbericht gibt bekannt, daß die Nationalen am Sonntag die Kampftätigkeit wieder aufnahmen. Die Front der Roten wurde westlich von Madrid in nördlicher Richtung durchbrochen. Dabei wurden das Dorf Pozuelo de Alarcon und die diesen Ort beherrschenden Höhen , die von Feind stark befestigt waren, eingenommen. Die Bolschewisten haben allein bei dem Angriff einer einzigen Kolonne der nationalen Truppen über 400 Tot» und hundert Gefangene verloren. Eine andere nationale Kolonne fügte dem Gegner bei einem Sturmangriff schwere Verluste zu. Hier ließen die Bolschewisten über 200 Tote auf dem Kampfplatz. Außerdem fiel zahlreiches Waffenmaterial und viel Munition den nationalen Streitkräften in die Hände.
Amtliche Nachrichten von der N o r d a r m e e besagen ferner, daß die Nationalen die Ortschaft Hu- mera westlich von Pozuela de Alarcon (etwa vier Kilometer norwestlich von Madrid) besetzt haben. In der Nacht zum Sonntag haben ßuftftreitträfte der nationalen Regierung die Häfen von -Al i - cante und Cartagena mit zahlreichen schweren Bomben belegt. Obwohl bolschewistische Jagdflieger und Kriegsschiffe d en Bombenangriff zu ftnren versuchten, wurden sichtbare Erfolge erzielt.
Nationale Flugzeuge bombardierten am Sonntag die Eisenbahnstationen Pedro Abad el Carpio und Montoro (etwa 40 Kilometer östlich von Cordoba) und die in der Nähe der Bahnhöfe haltenden Züge, die beschädigt wurden.
Drei sowjetrussische Dampfer in Cartagena versenkt.
London, 30.3too. (DRV.) General Q u e i p o d e Llano teilte am Hlonfag über den Rundfunksender von Sevilla mit, daß bei der Beschießung von Cartagena drei sowjetrussische Dampfer versenkt worden seien, von denen einer eine Granatenladnng an Bord gehabt habe.
Erfolgreiche nationale Luftangriffe.
Front vor Madrid, 1. Dez. (DNB. Funk- spruch vom Sonderberichterstatter des DNB ) An der Madrider Front kam es am Mon'ag zu heftigen Kämpfen um die westlich von der Hauptstadt gelegene Ortschaft Pozuelo d e Alarcon. Nachdem während des Vormittags die nationale Artillerie die feindlichen Stellungen unter Feuer gehalten hatte,, erschienen gegen 14 Uhr fünf nationale Bombenflieger in Begleitung einer Jagdstaffel. Bei herrlich klarem Wetter warfen die Flugzeuge aus etwa 800 Meter Höhe ungehindert ihre Bombenlast ab, die beim Feind beträchtlichen Schaden und riesige Verwirrung verursachte. Etwa eine Stunde später, nachdem die nationalen Flieger bereits wieder fort waren, erschienen zwei rote Bomber, die ungefähr an der gleichen Stelle die nationalen Stellungen bombardierten. Da sie jedoch außerordentlich hoch flogen, war der von ihnen angerichtete Schaden nur gering.
Ungeachtet der Gefechtstätigkeit bei Pozuelo griffen die nationalen Truppen am Montag auch die Madrider I n n e n st a d t von der Universitätsstadt ausgehend erneut an. Nationale Artillerie beschoß vor allem die Geaend um die Montana-Kaserne. An der Ponton-Brücke kam es zu heftigen Feuergefechten, da die Roten alles daran fetzten dwse Brücke unbrauchbar zu machen. Im Park der Casa de Campo bat sich ein regelrechter Stellungskrieg entwickelt. Die Bolschewisten wehren sich ver- zweifelt und bringen immer neue Verstärkungen heran, doch müssen sie fast täglich vor den un- aufhaltsam vordringenden nationalen Truppen eine mehr oder weniger große Strecke zuruckweichen.
Nach in Salamanca eingetroffenen Berichten belegten bte nationalen Flugzeuge am Montag an der Aragon-Front die feindlichen Stellungen
bei Fuendepotos und Alcubierre, sowie die Straßk- von Villamayor nach Farlete erfolgreich mit Bomben. An der © ü d s r o n t bombardierten sie bi« vorgeschobenen roten Stellungen an der Landstraße von Villaharta nach Pozoblanco und von Espiel nach Älcaracejos (nördlich von Cordoba).
Rationale Erfolge an der SMaya-Front.
Lissabon, 1. Dez. (DNB. Funkspruch.) Qn seiner Rundfunkansprache über den Sender Sevilla meldete General Queipv de Llano am Montagabend neue nationale Erfolge an der Biskaya-Front, wo mehrere strategisch wichtige Punkte besetzt werden konnten. Gegenangriffe der Bolschewisten in der Nähe Bilbaos und bei Villarea (Provinz Alaoa) wurden mit großen Verlusten für die Roten zurückgeschlagen. In Astu- r i e n meldeten sich 228 Ueberläufer bei den nationalen Truppen.
Der Vormarsch an der Front von Madrid geht, wie der General weiter erklärte, zwar langsam, jedoch unaufhaltsam vorwärts. Straße nach Straße wird von den nationalen Gruppen in erbitterten Kämpfen den Roten entrissen. Zum Schluß seiner Ansprache forderte der General die vermögende Zivilbevölkerung auf, die Familien der an der Front Kämpfenden mit allen Mitteln zu unterstützen.
Die bolschewistischen Bestien.
Salamanca, 1. Dez. (DNB. - Funkspruch.) Vom Sonderberichterstatter des DNB.: Der rote Rundfunksender Madrid gab am Montagnachmü- tag die Hetzrede eines Anarchisten wieder, die ein bezeichnendes Licht auf die verbrecherischen Absichten und die V e r t i e r t h e i t der marxistischen und anarchistischen Horden wirft.
Der anarchistische Mordbrenner scheute sich nicht, öffentlich zu erklären, daß der Kampf jetzt soweit gediehen sei, daß man nicht mehr von humaner Gestaltung des Krieges sprechen dürfe. Gegen die „Faschisten" sei jedes Mittel recht.
„Dir werden uns nicht mehr scheuen", so schloß der Redner, „unsere Bomben und unseren Granatenhagel auf die Zivilbevölkerung zu werfen und die Familien der Faschisten zu töten und zu verwunden. Dir wollen der Delt beweisen, zu was wir fähig sind. Denn die Delt uns Kanaille nennt, so wollen wir auch wirklich Kanaillen fein.“
Auch der Rundfunksender Barcelona rief am Montagabend zum „Austilgungskrieg" gegen das nationale Spanien auf. Man werde nichts unver-
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Note Milizen in Malaga
unter sowjetrussischem Kommando.
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London, 1. Dez. (DNB. Funkspruch.) Wie Reuter aus zuverlässiger Quelle aus Gibraltar meldet, sind ein sowjetrussischer General und mehr als 100 sowjetrussische Offiziere in Malaga eingetroffen und haben das Kommando über die dortige rote Miliz übernommen. Zweimal täglich würden die Milizmänner von den sowjetrussischen Offizieren ausgebildet: im Laufe dieser Woche erwarte man 2 Ö sowjet- russische Flugzeuge in Malaga.
„präsident^Casarwvas geht nach Paris auf „Urlaub".
Paris, 30. Nov. (DNB.) Havas meldet aus Barcelona, daß der Präsident des katalanischen Parlaments, Casanovas, am ©onntagnachmittag nach Paris abgereist sei. Wie der Havas-Bericht- erftatter weiter meldet, habe Casanovas um einen Urlaub von einigen Tagen nachgesucht. In der letzten Zeit sei Casanovas im Innenministerium zu- rückgehalten worden, um die Ergebnisse einer Unter« suchung über politische Umtriebe gewisser extremistischer Organisationen abzuwarten. Der Havas-Mel« düng zufolge habe es sich aber nicht um eine Verhaftung gehandelt.
Der innere Kampf in der französischen Volksfront.
Paris, 1. Dez. (DNB. Funkfpruch.) Die Pari- fer Presse beschäftigt sich immer eindeutiger mit der Frage, welche Partei aus der „Volks"' front zuerst ausbrechen werde. Daß es innerhalb der Volksfront bedenklich gärt, wird als stillschweigende Voraussetzung hingenommen.
Anlaß zu dem Meinungsstreit gibt vor allem die Bemerkung des Kommunisten Thorez, wonach das Schicksal der „Volksfront nicht von einem bestimmten Ministerium abhänge, d. h., daß ein Sturz der Regierung Blum nicht das Ende des Volksfront- Versuches zu bedeuten brauche.
Gegen diese kommunistische Auffassung wendet sich die marxistische Zeitung „Populaire" mit alleip Nachdruck und schreibt u. a.: Thorez scheint sich ein» „Volksfront-Regierung unter dem Vor- sisi. eines anderen Marxisten als Leon Blum als möglich vorzustellen. Das fei entweder ein Witz ober eine etwas gewagte Behauptung. Die sozialdemokratische Partei stehe hinter ihrem Vorsitzenden. Wenn man also plane, den Ministerpräsidenten Leon Blum zu stürzen, dann würde man auch seine Partei als solche zu Fall bringen. Die Kommunisten müßten an ihre Verantwortung denken. Nach mehrfachen Erklärungen Blums zu schließen würde die kommunistische Partei, wenn sie gegen die Regierung Blum stimme, sofort den Rücktritt der Regierung heraufbeschwören, gleichviel wie das ziffernmäßige Abstimmungsverhältnis ausgehen würde. Es hänge von den Kommunisten allein ab, ob die Feinde der „Volks"- front-Regierung triumphieren sollen.
Scharfe Kritik am französisch-sowjetrussischen Pakt. Paris, 30. Noa. (DNB.) In einer Versamm- hing nationaldenkender Franzosen in Versailles geißelte Senator H a y e den französisch-sow- jetrussischen Patt. Wenn Frankreich in Europa vereinzelt dastehe, so deshalb, weil seine Politiker mit Sowjetrußland und sogar mit der Komintern paktieren. Der Kampf gegen d i e ko mm unistische Gefahr wurde auch von sämtlichen anderen Rednern gefordert.
Paris, 30. Nov. (DNB.) Unter Vorsitz von Ministerpräsident Blum hat am Montagabend eine Besprechung der Minister stattgefunden, die für die Landesverteidigung zuständig sind. Auch Außenminister Delbos wohnte den Bev- handlungen bei.
I Siel, 30. § aus dem l liier für die a 6e am 20. N tragische Weise in diesem lagt Wen** & Muni* MM. Älle Sä W herbes Mn Kn de ssche Still als :> Xrauergc 1 ityffitn Mit der iitriiti Särge, uttzliiil. Die übi riM die in die ii dn Kapelle a M mit einen Gier hallen d Klebenden Ka Mgen und die birine.
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