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Samstag, I. August 1956
186. Jahrgang
178 Erstes Blatt
Friedensfest Olympia
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Das Ergebnis des kunstwettbewerbs
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Meit achtet und den Aufstieg zu neuer Grüße steten hat.
[5 erste Nation dieser Welt hat Deutschland Lsibesübungen in der Erziehung r gleichberechtigten Rang gegeben. Dhrer und alle seine Mitarbeiter haben in
H wir wieder Achtung vor uns selbst gewon- ijcfoen und wieder stark geworden sind, darum Ivnnen wir den anderen Nationen mit Ach-
ven Kämpfer eine kurze Ansprache zu richten, wie es Herodot und Thukydides im alten Olympia getan haben. Ich danke von Herzen den internationalen und deutschen Preisrichtern, die mit Hingabe ihres Amtes gewaltet haben, und ich hoffe, daß die ausstellenden Künstler Freude an dieser durch Professor Tessenow in so vollendeter Weise hergerichteten Ausstellung haben und viele der Kunstwerke begeisterte Freunde finden, die sie kaufen und ihr Heim damit schmücken.
Anschließend gab Staatssekretär a. D. Dr. L e ■
fatlon vollbringen kann, wenn sie einem Ereignis eine besondere Kote verleihen will. Für die eigentlichen Olympischen Spiele in Berlin ist alles das, was man auf diesem Gebiete bisher gesehen hat, übertroffen worden, auch alles, was in Los Angeles vor vier Jahren geleistet worden ist. Damals haben die Amerikaner schon Großes vollbracht, aber diese großen Dinge scheinen im Vergleich zu dem, was das Deutsche Olympische Komitee, unterstützt durch seine Regierung, vollbracht hat, altmodisch. Sogar die Mitglieder der verschiedenen fremdländischen olympischen Ausschüsse sind sprachlos über diese seit Monaten "gemachte Anstrengung, dieser sportlichen Wett- veranstaltung den größten Rahmen zu geben.
Der „F i g a r o" betont, man möge nicht von Militärsport oder von Vorbereitung auf den Krieg sprechen; denn das ist Politik, und die Sportsleute wollen davon nichts wissen. Wenn diese These richtig wäre, müßte man von der Voraussetzung ausgehen,. daß das Dritte Reich die Absicht habe, Frauen in die Schützengräben zu schicken, denn auch die jungen Mädels marschierten auf. Wer aber so urteile, möge sich doch einmal die Mühe machen, die deutschen Sportsleute zu beobachten. Der würde mühelos zugeben, daß diese Jugend keineswegs kriegerisch eingestellt sei, daß sie einfach mit der
tätiijn und lebendiger Anteilnahme den Sport zu ^Angelegenheit der ganzen Nation und! te olympische Idee zur Herzenssache jedes Deutschen gemacht. Im neuen Deidüsclland ist die olympische Idee des völkerver-
wald die er st en olympischen Sieger, und zwar in den K u n st w e t t b e w e r b e n bekannt:
Mil ungeheurem Beifall nahmen die Zuhörer das außerordentlich günstige Abschneiden der deutschen Weltkampfleilnehmer auf, die nicht weniger als 5 goldene, 5 silberne und 2 bronzene Medaillen erringen konnten; ein wahrhaft prächtiger Auftakt der XI. Olympischen Spiele und der bisher größte deutsche Erfolg bei den
Olympischen kunstweltbewerbenl
Herbert Kastinger (Kampfstätte für Auto-, Rad- und Pferdesport in Wien).
II. Malerei und Graphik.
a) Gemälde in jeder Technik. Goldene Medaille: fällt aus. Silberne Medaille: Oesterreich für Rudolf Hermann Eisenmenger (Läufer vor dem Ziel). Bronzene Medaille: Japan für Takahara Fujita (Eishockey).
b) Zeichnungen und Aquarelle. Goldene Medaille: fällt aus. Silberne Medaille: Italien für Romano Dazzi (4 Kartons für Fresken in der Faschistenakademie für Leibesübungen, Rom). Bronzene Medaille: Japan für Sujaku Suzuki (japanisches klassisches Pferderennen).
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Der Olympische Kunstwettbewerb.
Feierliche Eröffnung durch Reichsminister Or. Goebbels.
5 Goldene, 5 Gilberne, 2 Bronzene Medaillen von Deutschen errungen
Sonne in den Augen und der Freude im Herzen lebe.
Das großartigste sportliche Treffen.
Em englisches Urteil.
London, 1. Aug. (DNB. Funkspruch.) Im Leitartikel weist „Daily Telegraph" darauf hin, daß heute bei der Eröffnung der Olympischen Spiele in Berlin die Flaggen von 50 Nationen aus den fünf Kontinenten auf dem Reichssportfeld flattern werden. Persönlicher und nationaler Wett- streit werde seinen Höhepunkt in den Kämpfen erreichen, die die internationale Verständigung mehr bessern könnten, für die der Sport ein so wirkungsvoller Werber sei.
Deutschland habe für die Olympischen Spiele nie zuvor gesehene Vorbereitungen getroffen. Eine neue Stadt sei um das Stadion herum entstanden, und für eine Viertelmillion Zuschauer sei jede Bequemlichkeit geschossen.
Wenn nun auch die Wetterbedingungen günstig sein würden, dann würde hier das großartig st e sportliche Treffen vor sich gehen, das die Welt jemals gesehen hat, und das im Geiste von allen Ländern der Erde verfolgt werden würde.
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be!n» e st Olympia!
% stolze Werk einer Hatton.
Der Eindruck in Italien.
Werk einer Ration sei, die es verstanden habe, die Vorbereitungen des olympischen Schauplatzes mit einer ganz ungewöhnlichen Tätigkeit zu treffen.
„Gazzetta dello Sport" betont, ganz Deutschland, das ganze Volk und das ganze Land seien von der olympischen Atmosphäre durchdrungen. Die Olympiade^ sei eine Frage der Ehre, des Stolzes und der Würde für das Volk, welches sie organisiere. Deutschland erfülle diese Grundsätze in vollkommener Weise. Nicht Gruppen von Menschen arbeiteten am Bau der Olympiade, sondern ein von entschlossenem Arbeitsfieber gepacktes Heer.
Alles übertroffen!
Begeisterung der französischen Berichterstatter.
Paris, 1. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die französischen Berichte über den Auftakt der Olympischen Spiele in Berlin lauten fast durchweg begeistert:
Der Berliner Berichterstatter der Agentur havas schreibt: Schon bei den Winterspielen in Garmisch-Partenkirchen haben sich die aus- ländischen Besucher eine genaue Vorstellung davon gemacht, was die deutsche Organ!-
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Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Zum Beginn.
5:re Jahrtausende unserer Zeitrechnung hat das
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Reichsminister Dr. Goebbels besichtigte die Olympische Kunstausstellung.
Unser Bild aeiat Reichspropaqandamimster Dr. Goebbels (links) mit dem Reichsbeauftragten für tünftlerifdje Formgebung, Hans Schweitzer, in der italienischen Abteilung. (Scherl-Bilderdi-nst-M.)
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Berlin, 31. Juli. (DNB.) In der Halle VI des Ausstellungsgeländes am Kaiserdamm unter dem Funkturm wurde Freitag mittag in feierlicher Form die Olympische Kunstausstellung, der K u n st w e t t - bewerb der XI. Olympischen Spiele Berlin 1936, durch Reichsminister Dr. G o e b - b e l s eröffnet. Dem Festakt wohnten zahlreiche Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees, des Organisationskomitees, des Diplomatischen Korps, Vertreter der Partei und ihrer Gliederungen, der Wehrmacht, zahlreiche Gauleiter und Reichsstatthalter, viele Mitglieder des Kultursenats, sowie zahlreiche Ehrengäste bei.
An diesen Wettkämpfen der Kunst beteiligten sich die Bildhauer, Waler, Graphiker und Architekten aus 23 Rationen mit ungefähr 900 Werken, die auf dem fast 5000 qm umfassenden Hallengelände der Halle VI in einem einheitlichen, dem Zweck angemessenen festlichen Eharakter zur Ausstellung kommen. Die musikalischen Siegerwerke und die Schöpfungen der Dichter werden an anderer Stelle der Oeffentlichkeit vorgetragen werden.
In der festlich ausgeschmückten, mit den Wappen der 23 beteiligten Nationen dekorierten Ehrenhalle begrüßte der Präsident des Organisationskomitees, (ötaatefetretor a. Ä. Lewaio,
Reichsminister Dr. Goebbels, den Präsidenten des Internationalen Olympischen Körniges Graf d e Baillet-Latour und den italieniDyen Propagandaminister A l f i e r i. Er führte etwa folgendes aus: Es ist mir eine freudige und angenehme Pflicht, den 23 Nationen, die sich an der Kunstausstellung beteiligt haben, den wärmsten Dank hierfür auszusprechen. Es gehört unter die tiefsten und glücklichsten Gedanken des Begründers der Olympischen Spiele, Baron Pierre de Couber- t i n, daß er von Anfang an den Wunsch Hegte, mit den sportlichen Kämpfen der Olympischen Spiele Wettbewerbe der schönen Künste, der Malerei, der Poesie und Musik zu verbinden. In seinem nunmehr in deutscher Sprache vorliegenden olympischen Erinnerungen schildert er, wie er jahrelang gewartet, um diesen Gedanken in die Wirklichkeit zu versetzen. Er wollte die, wie er sagt, seit anderthalb Jahrtausenden unterbrochene glückliche Ehe zwischen den Musen und den muskelstarken Männern wieder festigen, aber es dauerte wiederum zwei Olympiaden, bis zum ersten Male in Stockholm, dieser vorbildlichen Durchführung der Olympischen Spiele, eine Kunstausstellung mit ihnen verbunden war. Um den Preis der Poesie hatte sich Coubertin damals selbst unter einem Pseudonym beworben und eine Goldene Medaille erhalten. Aber eins fehlte bisher bei den früheren Kunstausstellungen, wo doch von besonderer Wichtigkeit ist, daß auch die Muse der Musik neben der Muse der D i ch t k u n st und den Musen der bildenden Künste vertreten war. Das ist zum ersten Male hier in Berlin verwirklicht. Und wir wollen noch ein weiteres tun, indem wir einen großen Europäer, und zwar den in aller Welt berühmten schwedischen Forscher und Forschungsreisenden Dr. Sven Hedin bitten, am 5. August im Stadion an die dort versammelte Menge und die akti-
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nlwengeborene heilige Feuer verbun- 3Egbert fißit zwölf Tagen und Nächten ist es von 3 ßairi) IU Land, von Volk zu Volk als Sinnbild f i c:) w i g erneuernder Jugend und r.3 2’3 eil dien des Friedens geeilt. Im Hain von entzündet, wird es über der Wettkampf- ^3 jtäire >er Hauptstadt des neuen Deutschlands lohen. i hat die olympische Idee einen herrlichen.
I. Baukunst:
a) städtebauliche Entwürfe: Goldene Medaille: Deutschland für Werner March (Reichs- sportfeld); silberne Medaille: Vereinigte Staaten von Nordamerika für Charles Downing Lay (Marinepark, Brooklyn); bronzene Medaille: Deutschland für Theo Nußbaum (Stadtplan Köln: Sportflächen im Stadtgebiet);
b) architektonische Entwürfe: Goldene Medaille: Oesterreich für Hermann Kutschern (Skistadion); silberne Medaille: Deutschland für Werner March (Reichssportfeld); bronzene Medaille: Oesterreich für Hermann Stiegholzer und
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üMi land, 1. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Eekhr Olympischen Spiele, schreibt der „Cor- ri ue della Sera" mit Bezug auf die beut« scheur-eranstalter des gewaltigen Ereignisses, sollen ,K3V y bi ? Straft eines Volkes feiern uni) ber ,:zeiaen, was ein Volk gelte, bas sich nach Leiden wieder aufgeridjtet habe.
Mlclf Hitler, der Führer eines durch liljtolin und geistige Lin,rach, wieder aufge- bii)!»n mächtigen Volkes, habe die XI. Olym- pii<)( eröffnet, erklärt die „Gazzetta del Popolo .
sich die Geschichtsschreiber einst mit u inner Zeit beschäftigen werden, dann werden s'ieanch bei dieser Olympia verweilen müssen, dii<richt eine Rekordjägerei, sondern das stolze
^ntz-oieileiHt den schönsten Sieg bisher davongetragen.
I 5:eri gegen die Übertragung der Spiele an das uuh einen Lührer geeinte Deutschland hat eine «A^beiipiilofe Hetze in der Welt eingesetzt, gegen n'Av-De cksilland, das sich lieber auf sich selbst besonnen 5 E/^Vuniit I« Ketten abgeworfen hat, das entsprechend c'?c'^eri Stimmungen der antiken Spiele ein freies oi'-.- öril! würdig ihrer Ausrichtung, geworden war, Llbi die olympische Idee hat sich als stärker er- ^^'-wiiüsei und ohne Ueberheblichkeit darf man nach E??g»bena irteil der ganzen Welt, die jetzt bei uns zu ist, behaupten, daß gerade das neue Z«2t>,DM!ffchland eine würdige, ja eine °^»iib li a e Stätte für die Durchführung o^b e k l lympifchen Spiele i ft.
Q.ua.2, 2)eichchland, geformt nach dem Willen des Füh- ^s-lrerd inb beseelt von seinem Geiste ist schöner, freier 3 2^=;unlJ gijünber geworden, ein Land des wahren 2 ri;ieD e n 5, das mit starker Hand feine Kultur-
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„li-ius, Altius, Fortiu s", der olympisch Wahlspruch, ist auch der unsere geworden, Eit s — schneller mögen die Segnungen des meinlhichen Fortschritts den Völkern beschieden seir^ 2 l t i u s — höher mögen sie in die Sphäre des :I"mpischen Ideals rücken, F o r t i u s ker, nige das Band sein, das sie verbindet, starker ber-: Gl. ube an die Kraft der Idee und starker auch die i tic fnung, daß die Heimkehrenden — um mit 'bem I-äfibenten des Internationalen Olympischen Gras Baillet-Latour, zu sprechen — den p"S^:tie»(|tneig d e s Friedens aus dem gastlichen anö mit heimnehmen zum Schutze der Kul- zum Segen der Volker.
rmliefern olympischen Geiste des Friedens mag --L-ö/rami n rgigen Tage der friedliche Wettstreit der ber Welt beginnen, zur Ehre ber Lander d un'4 itm Ruhme des Sports, ein wahres Frie-
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S JtunJa ntgegentommen. Und wie wir im Innern
0 Frieden wieder gefunden haben, so wün- 3 2 wir auch den Frieden in der Welt, * " ein.ik' 'lympischen Frieden, ber unsere Eigenart unb
Sil: 2iahrt, wie wir die Eigenart unb Sitte ande-
biiTyewen Sports mit ber antiken Geisteskultur zu einisiverrlichen Synthese ber Harmo- ni ^Mischen Können, Geist unb Seele gemeßen. Zu welcher Höhe ber Führer sein Volk in fern Gebanken geführt hat, zeigen nicht nur bien ftrbereitungen für bie XI. Olympischen Spiele, jei|i|en nicht nur bie gewaltigen, nach bem Willen 8- 6 besk Führers geschaffenen olympischen Kampf- unb 51 or 5 Fei^siitten, fonbern auch der Empfang unserer k 3 £ GaH,»gleich welcher Nation.


