merdezirk. Uedrigens fei ausdrücklich betont, daß es jetzt in der Uebergangszeit ein Durchfallen nach den neuen Vorschriften und Richtlinien noch nicht gibt, jo lange diese nicht in Kraft sind.
Die G r u n d f o r d e r u n g e n in den neuen fachlichen Vorschriften schaffen Klarheit über die Menge der verschiedenen Kenntnisse, die der Prüf' fing unbedingt besitzen muh, die M i n d e st a n - f o r t» e r u n g e n über das Mah dieser Kenntnisse. Sie sind aber der wichtigste Teil für die Prüfenden wie für die Prüflinge. Sie enthalten genaue An» gaben über die Mindestbeschaffenheit der Arbeits- proben. An Hand dieser Vorschriften muh die schlechte Arbeitsprobe beurteilt werden können. Durch Vergleiche sind genaue Angaben über die Mängel der Arbeitsprobe möglich. Bei manchen Arbeiten werden Fehler, die nicht gemacht werden dürfen, sogar direkt angegeben. In der Vollkommenheit und Klarheit dieser Beschreibungen liegt der Wert der Prüfungsordnung. Es find sogar Angaben nötig über die Arbeitsmaschinen, die verwendet werden dürfen, damit nicht der Prüfling benachteiligt ist, der in einer weniger gut eingerichteten Werkstatt geprüft wird als ein anderer.
Es liegt im Zuge der neuen Nachwuchsfchulung des Handwerks, dah der Gedanke der Grundausbildung auch bei der Auswahl der Aufgaben i n der einzelnen Sparte gewährleistet bleiben muh. Bei der Festsetzung der Arbeitsproben für Spezialsparten darf einer Sparte nicht allzuviel geschenkt werden: wo auf der einen Seite etwas erlassen wird, müssen auf der anderen Seite höhere Anforderungen gestellt werden. Im Interesse der
Klarheit liegt es auch, dah genau angegeben wird, wieviel Arbeitsproben in der einzelnen Sparte zu verlangen sind. Dadurch wird wiederum verhindert, dah ein örtlicher Meisterprüfungsaus- schuh unzureichende Anforderungen stellt. Einheitlich wird der Grundsatz verfochten, dah zu den Arbeitsproben keine vorbereiteten Teile mitgebracht werden sollen. Ebenso soll das Meisterstück ganz vom Prüfling selbst angefertigt werden. Die Vorschriften sollen auch gerade die Selbstverständlichkeiten enthalten, auf die Fachleute so oft glauben verzichten zu können. Die Genauigkeit der Vvr- fchriften schützt den Meisterprüfungsausschuh und den Prüfling.
Mit der Einführung des großen Befähigungsnachweises ist die Meisterprüfung Voraussetzung für die Selbständigkeit im Handwerk geworden. Damit ist sie für den Einzelnen lebenswichtig und für die Gesamtheit eine Einrichtung von höchster Verantwortlichkeit. Da bereits in zwei bis drei Monaten die neuen fachlichen Vorschriften für alle Vollhandwerke ausgearbeitet fein sollen, werden schon die meisten Handwerker nach diesen neuen Vorschriften geprüft, die nach den Bestimmungen des großen Befähigungsnachweises die Meisterprüfung bis 1939 nachholen müssen. Die Lehrlinge von heute werden in der Zwischenprüfung schon auf das Neue vorbereitet: sie ist im Anfang der Berufslaufbahn eine Grenze für solche, die offensichtlich auf das falsche Geleise geraten sind. So wird sich künftig vom Beginn der Lehrzeit bis zur Selbständigmachung ein Ring schließen.
G.Jl.-fport
Gießener Studenten bei den Deutschen Hochschulmeister- schasten in Bonn erfolgreich.
Mit einer stattlichen Anzahl von Wettkämpfern war die Universität Gießen in Bonn bei den Meisterschaften der Deutschen Studentenschaft vertreten. Wenn auch die Sieger meist von den großen Hochschulen wie Köln, Berlin, München, Breslau gestellt wurden, so bewies doch gerade unsere kleine Universität, daß man sie nicht ohne weiteres im sportlichen Wettkampf übersehen darf.
Bei den Juniorenmeisterschaften wurde P i tz e n 1 Sieger im 100-Meter-Lauf mit 11,6 Sek. Im Mannschaftskampf der Grundausbildung (1. bis 3. Semester) belegte unsere Mannschaft den vierten Platz unter rund 40 Hochschulen.
Die Wettkampfmannschaft der Universität Gießen hatte in ihrem Mannschaftskampf, der aus 200, 800, 3000 Meter, 110-Meter-Hürden, Hochfprung, Weitsprung, Kugelstoßen, Speerwerfen, 4X100- Meter und 4X400-Meter bestand, viel Pech und mußte sich mit dem 26. Platz begnügen. So bekam z. D. Gießen in beiden Staffeln wegen Ueberschrei- tung der Wechselmarken nur eine ganz geringe Punktzahl. Trotzdem kann unsere Hochschule mit den gezeigten Leistungen zufrieden sein.
^FC.Teuionia" Watzenborn-Steinberg
I. Mannschaft — I. Mannschaft Lollar 1:3 (0:2).
Mit dem Rückspiel am Samstagabend (Watzenborn-Steinberg I. Mannschaft gegen Lollar I. Mannschaft) beendet der FC. Teutonia die Gesellschaftsspielserie vor der Sperre. Beide Mannschaften traten ersatzgeschwächt an. Bei den Teutonen machte sich wohl das Fehlen von Schäfer und Lang am meisten bemerkbar. Nachdem am vorvergangenen Sonntag die Teutonen in Lollar mit 6:3 Toren gewannen, gab es diesmal ein anderes Bild. Das Spiel selbst befriedigte in keiner Hinsicht. Eine Tatsache, die umso mehr überrascht, als es doch gerade beide Mannschaften waren, die sich stets die feschesten und schönsten Spiele lieferten. Diesmal
wurden nun die verhältnismäßig zahlreichen Zuschauer enttäuscht. Während der ersten Halbzeit, bet gleichwertig verteiltem Spiel, gelang es Lollar zweimal zu Erfolgen zu kommen. Zum ersten Tor sandte der freistehende Rechtsaußen unhaltbar ein. Dann fand ein Weitschuß den Torwart Happel nicht auf feinem Platz und Lollar führte 2:0. Auf der Gegenseite waren die Lollarer die Glücklichen. Pfosten und Querlatte waren wiederholt Retter in der Not und so ging es nun in die Pause.
Bei Wiederbeginn des Spieles machte sich bei den Stürmern der Teutonen eine auffallende Unlust bemerkbar. Wohl gelang es Fett, auf 1:2 zu verkürzen. Die Gäste wurden dann eine halbe Stunde lang in ihren eigenen Strafraum zurückgedrängt, doch Lollar verteidigte geschickt.
Nachdem der Spieler K. Haas freiwillig und der Verteidiger Burger auf Befehl des Schiedsrichters das Feld verließen, konnten die Teutonen nicht verhüten, daß Lollar durch einen Durchbruch zum dritten Tore kam.
Die 1. Jugendmannschaft fuhr nach Garbenteich und gewann gegen die dortige Jugendmannschaft überlegen mit 7:0 Toren.
Die »letzten Vier" der Frauen in Wimbledon.
In Wimbledon wurden am Dienstag auch die „letzten Vier" im Fraueneinzel ermittelt; es find dies „oben" Helen Jacobs (Amerika) und Jadwiga Jedrzejowska (Polen) und „unten" Simone Mathieu (Frankreich) und Hilde Sperling (Dänemark). Frau Mathieu schaltete die deutsche Ranglistenerste Frl. Horn 7:5, 6:3 aus. Im Gemischten Doppel wurde das deutsche Paar Horn-Lund von Mathieu-Petra (Frankreich) 6:4, 10:8 ausgeschaltet. Eine Heber» raschung gab es im Männerdoppel, wo die Franzosen Bo.otra-Brugnon über die Dorjahrssieger, die Australier Crawsord-Quist 3:6, 7:5, 2:6, 9:7, 6:2 aeroannen. Don Cramm-Henkel spielten gegen die Amerikaner Allison-van Ryn. Der Kampf mußte beim Stande von 6:4, 8:10, 4:6, 6:3 wegen Dunkelheit abgebrochen werden.
HeimischeLeichtathlelenbeldenGallmeistekschastm
Spielvereinigung 1900 Gießen.
Bei herrlichstem Wetter fanden Sonntag die Leichtathletik-Meisterschaften des Gaues Hessen in Kassel statt. Nicht alle 1900er-Dertreter konnten zu Erfolgen' in den von ihnen bestrittenen Konkurrenzen kommen. So fiel Bepperling dem sehr scharfen Tempo im 800-Meter-Lauf zum Opfer. Dieser Lauf brachte insofern eine große Ueberrafchung, als es dem unbekannten Seibert aus Staffel gelang, die hervorragende Heil von 1:54,8 Minuten zu laufen und dabei Leute wie Neu (Kassel) und Linke (Wetzlar) auf die nächsten Plätze zu verweisen. Ebenso überstand Franz Koch den 200- Meter-Dorlauf nicht, es fehlte am nötigen Stehvermögen.
Lediglich Arthur Kilo hat feinen Meistertitel im Diskus siegreich verteidigt und zwar mit einer Leistung von 42,50 Meter vor Otto Luh, DfB.- Reichsbahn, der knapp unter 40 Meter blieb. Im Kugelstoßen erreichte Kilo 13,31 Meter und belegte hiermit den 4. Platz. Sieger blieb hier Otto Luh. Damit haben sich die beiden Gießener Werfer für den am kommenden Sonntag stattfindenden Gaukampf Westfalen — Hessen in Corbach qualifiziert.
Auch Hans Peters zeigte sich in guter Form. Hinter Ries, CT. Kassel, und E Neidel, Tv. Heuchelheim, belegte er mit der guten Zeit von 4:16,8 Minuten den dritten Platz, der Sieger benötigte
4:14 und E Neidel, der an Peters im Spurt noch vorbeiging, 4:16.
Turnverein Heuchelheim.
Bei den am Sonntag in Kassel ausgetragenen Gaumeisterschaften konnten die Leichtathleten des Tv. Heuchelheim trotz starker Konkurrenz zu guten Erfolgen kommen. Ludwig U l m konnte leider, durch ungünstige Zugverbindung am rechtzeitigen Erscheinen verhindert, an dem 100-Meter-Lauf nicht teilnehmen. So mußte er die ihm weniger gut liegende 200-Meter-Strecke laufen. Sein 5. Platz mit 23,9 Sekunden ist beachtlich.
Erwin Neidel lief die 1500 Meter und konnte einen schonen 2. Platz mit 4:16,2 Minuten hinter Ries (Kassel) und vor Peters (1900 Gießen) belegen. Peters, der bei den letzten 100 Meter noch 5 Meter vor lag, muhte sich dem guten Endspurt des jungen Neidel ergeben.
Hans Neidel konnte feine Zeit im 5000-Meter- ßauf von 15:58 Minuten, die er bei den Kreis- meisterfchaften gelaufen hatte, nicht wiederholen. Mit 16:16 Minuten konnte er sich den Titel eines Gaumeisters über 5000 Meter holen. Keine Konkurrenz, große Hitze und Gegenwind drückten auf das Tempo.
Am kommenden Sonntag wird Hans Neidel den Gau in Corbach bei einem Gaukampf gegen den Gau Westfalen im 5000-Meter-Lauf vertreten.
Das firewtiirnfefl in MM.
Am Samstag, 4 , und Sonntag, 5. Zuli.
Die Vorbereitungen für bas Kreisturnfest in Wieseck am kommenden Samstag, Sonntag und Montag find abgeschlossen. Die Unterbringung der Wettkämpfer ist dank der Wiesecker Gastfreundschaft fichergestellt. Man darf mit einem guten Verlauf des Festes rechnen. Am Samstagnachmittag werden die Wettkämpfer erwartet. Bereits um 16 Uhr findet eine Kampfrichtersitzung für Riegenführer und volkstümliche Wettkämpfer statt, anschließend folgt die Flaggenhifsung. Im Anschluß daran wird mit den Wettkämpfen begonnen. Am Abend wird eine Gefallenen-Gedenkfeier die Turner vereinigen. Die Wettkämpfe des Sonntags beginnen kurz nach 6 Uhr und dauern in den verschiedenen Wettkampfarten bis zum Nachmittag. Man erwartet in den Wettkämpfen sehr gute Ergebnisse, da der Kreis über eine Reihe ausgezeichneter Turner verfügt. Der Montag bringt das Kinderturnen und das Volksfest.
Die Öffentlichkeit ist weitgehend auf das Fest aufmerksam gemacht worden. Die Turner des Kreises feien hiermit aber noch einmal besonders aufgerufen. Mit dem starken Besuch des Turnfestes ist der Zweck verfolgt: Alle Turner und Turnerinnen, alle Besucher des Turnfestes sollen neue Anregungen erhalten, um nachher wieder mit neuem frischem Mut an die turnerische Tagesarbeit heranzugehen!
hervorragendes Meldeergebnis.
Das Meldeergebnis zu den Wettkämpfen ist außerordentlich gut ausgefallen. An den Wettkämpfen nehmen ca. 250 Turner mehr teil als im vergangenen Jahr. An diesen Meldungen sind 20 Vereine mehr als im Vorjahre beteiligt, und die Teilnahme der Dereinsriegen wird sich auch um 45 v. H. erhöhen.
wertvolle Plakette für den Zwölfkampffieger.
Die Gemeindeverwaltung hat den Turnern des Feftvrtes alle nur denkbare Unterstützung bei den bisherigen Arbeiten für das Fest zuteil werden lassen. Sie wird auch weiterhin alles nur Mögliche tun, um der Veranstaltung den notwendigen Rückhalt zu geben. Wie groß das Interesse der Gemeindeverwaltung an dem Turnfest ist, wird rein
äußerlich schon dadurch kundgetan, daß sie für den ersten Zwölfkampfsieger eine wertvolle Plakette gestiftet hat.
Der Gruß des krelsfachamtsleilers.
Zum 3. Kreisturnfest euch Allen, liebe Turnschwestern und Turnbrüder, ein herzliches „Gut Heil — Heil Hitler!" als Gruß.
Wenn sich im Laufe der Jahrzehnte seit der Begründung der Turnkunst durch Friedrich Ludwig Jahn die jetzt im Reichsbund für Leibesübungen aufgegangene Deutsche Turnerschaft zu einem so großen und geschlossenen Bund entwickeln konnte, dann waren es mit die Turnfeste, die an diesem Aufstreben hervorragenden Anteil haben. Turnfeste waren stets über den Rahmen der dort zur Durchführung kommenden Wettkämpfe hinaus Feier- und Weihestunden voll leuchtender Innerlichkeit, in denen sich echtes turnerisches Leben und Streben offenbarte. Auf diesen Festen, die von tiefem, inneren Gemeinschaftsleben zeugten, strömten die deutschen Turnschwestern und Turnbrüder zusammen, losgelöst von der stillen Alltagsarbeit in den Vereinen, um in Treubekenntnissen zu Volk und Vaterland dem tieferen Sinn turnerischer Arbeit Ausdruck zu geben. So soll auch das diesjährige Kreis- turnfeft, das erste unter der neuen Reichsbundflagge, ein wahres Spiegelbild turnerischer Betätigung in ihrer Vielgestaltigkeit werden. Mögen diese Feststunden allen denen, die durch turnerische Arbeit Dienst am Volke tun, neue Spannkraft, Freude und Frohsinn bringen, um dann wieder zu Hause den ihnen vom Reichsbund für Leibesübungen gestellten Aufgaben gerecht zu werden. Laßt uns durch unsere Arbeit in der Leibeserziehung unser Teil dazu beitragen, den Menschentyp heranzubilden, den Deutschland braucht, um den Bestand unseres Volkes, das unser Führer Adolf Hitler wieder einig, frei, stark und wehrhaft gemacht hat, für alle Zeiten zu sichern.
Heil Hitler
Karl Daupert, Kreisfachamtsleiter für Turnen.
Rat und Auskunft:
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Barhenne, Gnanthstr.5, Fernspr. 3169
1856
1936
Enning 6ffl5JullB56
1936
GWsSllMst am Sonntag, öem 5.3uli 1936 Beginn nachmittags ab 15 Uhr, wozu wir unsere Mitglieder nebst Angehörigen herzlich einladen. Gäste können eingeführt werden.' Der Vorstand. 41950
Schuhhaus
6r. 36-42
Gr. 36-42
1.95
Edmund Darre
Gießen, Seltersweg 87
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JtDtdtcyelämpmngott Schwarzarbeit fönnen Arbeit« Aoge bete von Handwerkern nur mit Namensnen- nung u. unter Vorlage besGewerbenachweise, ausgenommen werden
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Die Geburt unserer Tochter Gisela zeigen hocherfreut an
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und Frau Hildegard, geb. Äoeiel
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