Ausgabe 
1.7.1936
 
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Oer gerettete Hauer Schmidt.

Aus aller Welt

wurde Friesland von den Gewitterschäden betroffen. Vier große Bauerngehöfte gerieten durch Blitz­schlag in Brand und wurden vollständig ein­geäschert. Groß ist auch der Schaden unter dem Viehstand, da viele Rinder, die sich während des Unwetters auf der Weide befanden, vom Blitz er­schlagen wurden. Der Gesamtschaden dürfte erheb­lich sein.

Verheerende Gewitter über Südbulgarlen.

Ueber einen großen Teil Südbulgariens gingen schwere Gewitter nieder, die großen Flurschaden anrichteten und auch Menschenopfer forderten. In der Nähe der Stadt Stara Sagora hatten sechs Per­sonen vor dem strömenden Regen Zuflucht unter einem großen Baum gesucht, in den der Blitz schlug. Alle sechs Personen wurden vom Blitz erschla­gen und völlig verkohlt.

Gewitterflug im Segelflugzeug.

Am Dienstagnachmittag konnte einer der dienst- ältesten Flugkapitäne der Lufthansa, Flugmillionär Otto B a b e k u h l, einen einstündigen G e Wit­te r f l u g im Segelflugzeug über der Reichshaupt- stadt ausführen. Nach dem Flug, der bei einem Höhengewinn von etwa 1200 Meter bis in die Gegend des Tegeler Schießplatzes führte, landete Babekuhl in strömendem Regen glatt auf dem Flug­hafen Tempelhof, von wo aus auch der Start er­folgt war. Außerordentlich beachtlich an diesem Flug ist die Tatsache, daß es sich erst um den zweiten Segelflug des Lufchansakapitäns überhaupt han­delte.

Großfeuer in Hersfeld.

In Hersfeld brach in der Teerwarenfabrik von Georg Börner ein Schadenfeuer aus, das in den großen Vorräten in der Dachpappenabtei­lung reiche Nahrung fand und sich mit rasender Schnelligkeit ausbreitete. Feuerwehr und Arbeits­dienst wurden zur Bekämpfung des Brandes ein­gesetzt, der nach mehrstündigen Löscharbeiten ab­gedämmt werden konnte. D^s Fabrikgebäude, in dem die Dachpappenabteilung untergebracht war, wurde ein Raub der Flammen. Die Ermitt­lungen über die Ursache des Brandes find noch nicht abgeschlossen.

In einem Brunnenschacht erstickt.

In Kaiserslautern stieg der 32 Jahre alte Paul C o l l e t im Auftrage eines dortigen Werkes in einen Brunnenschacht zur Entnahme einer Wasser­probe. Collet verlor durch die im Brunnen ange­sammelten Bodengase das Bewußtsein Der 35 Jahre alte Eugen Jochim stieg ihm in den Brunnen­schacht nach. Als auch er nicht mehr zurückkehrte, wurde die Feuerwehr alarmiert, die beide heraus­holte und sofort Wiederbelebungsversuche anstellte. Bei Jochim waren sie erfolgreich: er wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Jedoch bemühte sich die Feuerwehr vergebens, auch Collet wieder ins Leben zurückzurufen.

Streik auch in der pariser komischen Oper.

Nach Beendigung der Dienstagabend-Vorstellung 1 der Komischen Oper blieb ein Teil der Künstler und i das Personal im Hause und hielt dieses be- i setzt, um einige Forderungen durchzusetzen. Um : zwei Uhr nachts veranstalteten die Streikenden zum Zeitvertreib unter den Klängen eines Teiles des Orches.'rs der Komischen Oper einen Ball.

den die Weinbaugemeinden aus den Landesbauern- fchaften Hessen-Naffau, Rheinland und Saar­pfalz insgesamt 394 deutsche Städte mit Patenwein versorgen, wobei wieder, wie im Vorjahre, die einzelnen Städte größtenteils mehrere Patenschaften übernommen haben. Die Stadt Frankfurt wird beispielsweise in diesem Jahre Patenwein aus den Weinbaugemeinden Kiedrich und Sprendlingen (Hessen-Nassau), Kinheim (Rheinland) sowie Lei­stadt (Saarpfalz) trinken.

Dr. Ley lädt Hauer Schmidt und Familie zurkraft-durch-Freude"-Fahrl ein.

Der Bonner Kinvesentsührer zum Tode verurteilt.

das Unwetter auch ein Todesopfer. In Wiede­mannsdorf wurde der Landwirt Bader von den Wassermassen fortgerissen, gegen eine Mauer ge­schwemmt und so schwer verletzt, daß er bald da­nach starb. Steine und Kies wurden auf Weiden und Gehöfte geschwemmt und Möbel und landwirt­schaftliche Geräte von den Fluten mitgeführt.

Blitzschlag im Weinberg.

Ueber dem Neuwieder Becken ging ein schweres Gewitter nieder. Vier Leute aus Wollendorf, die mit Weinbauarbeiten beschäftigt waren, suchten in einer Schutzhütte Unterkunft. Kaum hatten sie die Hütte betreten, da schlug ein Blitz ein. Die vier Leute, darunter zwei Personen im Alter von 68 und 70 Jahren, trugen schwere Brandwun­de n am ganzen Körper davon. Die Aerzte hoffen, sie am Leben zu erhalten.

Verheerendes Unwetter über Holland.

Eine Reihe schwerer Gewitter ist über den Niederlanden niedergegangen. Vielerorts wurde verheerender Schaden angerichtet. Unwettermeldun­gen, die aus allen Teilen des Landes einlaufen, besagen, daß sechs Personen vom Blitz er­schlagen worden sind. Besonders schwer

Reichsminister Dr. Goebbels im Zeltlager Larlshagen.

In dem Zeltlager der 2000 Berliner Hitlerjungen, das feit dem 20. Juni bei Carlshagen in Pommern errichtet worden ist, be­deutete der Dienstagnachmittag für die Jungen einen Höhepunkt, denn ganz unerwartet trafen Reichsminister Dr. Goebbels mit Gattin und Obergebietsführer A x m a n n im Lager ein. Vor dem Eingang tritt schnell die Lagerwache an und Bannführer Ra atz begrüßte den Reichsmmister und den Obergebietsführer, die dann unter dem Jubel der Jungen durch die Lagerstadt gingen. Dr. Goebbels besuchte darauf das Lager der Ma­rine-Hitlerjugend. Anschließend an die Besichtigung sprach Obergebietsführer Axmann zu den Hitler- jungen über die Bedeutung der Zeltlager für die Erziehungsarbeit an der Hitlerjugend. Unter dem brausenden Jubel der 2000 Jungen verließ Dr. Goebbels das Lager.

Ehrung für Kurdirektor Kommerzienrat Richard Kirchner in Wildungen.

In der letzten Generalversammlung der Fürstl. Wildunqer Mineralquellen AG. gab Bürgermeister S e m p f bekannt, daß der langjährige Kurdirektor Kommerzienrat Richard Kirchner anläßlich feines 75 Geburtstages in Anerkennung seiner hohen Verdienste um Bad-Wildungen unter Zustimmung des Gauleiters und einmütiger Billigung der Rats­herren zum Ehrenbürger der Stadt Bad-Wll- dungen ernannt, und daß ferner die Sudstraße m Richard-Kirchner-Straße" umbenannt sei. Der Vorschlag des Aufsichtsrats der F^stl. WUdunger Mineralquellen AG., aus dem gleichen Anlaß eine Richard-Kirchner-Stiftung" für unbemittelte Kur­gäste" 2u schaffen und die Büste Richard Kirchners kn d°r Wandelhalle an der G°°rg-Dikt°r-0uelle aufzustellen, wurde von der Generalversammlung einstimmig angenommen.

394 deutsche Städte trinken deutschen Patenwein.

Wie aus der Zuteilungslrste der Patenschaf­ten zumFest der deutschen Traube und des Weines" hervorgeht, das in diesem Jahre vom 19. bis 27. September stattfindet, wer-

Unser Bild zeigt Hauer Schmidt (in der Mitte) nach seiner Bergung aus dem Schacht beim Wieder- sehen mit einem seiner Söhne und seiner Mutter. (Presse-Jllustration-Hoffmann-M.)

es mit Hilfe eines mutigen Fußgängers, ihn zu stellen. Ein Schlag über den Kopf machte ihn un­schädlich. Er legte ein Geständnis ab.

Bei der Verhandlung erinnerte der Vorsitzende an den Fall Seefeldt. Hier habe die Anklage auf Mord gelautet, so daß die bestehenden Gesetze ge­nügt hätten, dem Rechtsempfinden Rechnung zu tragen. Nach den bisherigen Bestimmungen habe auf Kindesentführung Gefängnis bis höchstens fünf Jahre, bei mildernden Umständen sogar nur Geld­strafe gestanden. Das genüge für unser Rechts­empfinden nicht. Wir müßten der Reichsregierung daher dankbar fein, daß sie nun zum Schutz der deutschen Familie eingegriffen habe.

Anschließend wurden die Personalien des Ange­klagten festgestellt. Giese kam bereits mit 18 Jah­ren zum ersten Mal mit dem Strafgesetz in Kon­flikt. Er entführte zwei Kinder in er­presserischer Absicht und erhielt dafür zwei Jahre Gefängnis. Nach Ansicht des Gerichtes ist diese Tat nicht auf jugendlichen Leicht­sinn, sondern auf eine verbrecherische Nei­gung des Angeklagten zurückzuführen. Der Ange­klagte hat ferner längere Strafen wegen Diebstahls, Unterschlagung, Falschmünzerei und Verrats mili­tärischer Geheimnisse verbüßt. Die Beweisaufnahme brachte nichts wesentlich Neues. Ein medizinischer Sachverständiger erklärte, der Angeklagte sei ein ausgesprochen asozialer und krimineller Charakter und für feine Tat voll verantwortlich. Das Gericht lehnte den Antrag des Verteidigers, das Gutachten eines Psychiaters einzuholen, ob nicht doch § 51 gegeben fei, ab. Es verurteilte den An­geklagten unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte zum Tode.

licher Mensch zu werden. Der Angeklagte wurde wegen fortgesetzter widernatürlicher Unzucht zu einem Jahr und drei Monaten Gefängnis verurteilt. Franziskanerbruder wegenSittlichkeits- verbrechens festgenommen.

Aachen, 30.Juni. (DNB.) Die Staatspoli­zei stelle Aachen teilt mit: Vor einigen Tagen wurde ein 22jähriger Franziskanerbruder aus dem Johannes-Höver-Haus in Aachen dem Richter vorgeführt, da er im dringenden Verdacht steht, sich unsittlich an minderjährigen Kin­dern vergangen zu haben. Er hat drei Mäd­chen im Alter von sechs bis elf Jahren und einen neunjährigen Knaben, der ein kleines Mädchen im Alter von zwei Jahren bei sich hatte, in sein Haus kommen lassen, weil zwei der Kinder um etwas Wasser zum Trinken baten. Im Hause verabreichte er ihnen eine Tasse Kaffee und ein Butterbrot. Während die fünf Kinder auf der Treppe beisammen faßen, verging er sich an den drei großen Mädchen und dann an dem Jungen in fchamlofer Weife.

Franziskanerbruder wegen Schmuggels und Oevisen- vergehens vor Gericht.

Cleve, 30. Juni. (DNB.) Vor der Großen Strafkammer standen fünf Franziskaner-Brüder und 14 weitere Angeklagte wegen schwerer Schmug­gel- und Devisenoergehen. 2 316 000 Kilogramm Getreide wurden von Holland nach Deutschland ein­geschmuggelt und dafür 231300 Reichsmark unter Nichtbeachtung der Devisenvorschriften nach Hol­land gebracht. Die Niederlassung Petrusheim in Baal bei Weeze (Kreis Geldern), hart an der hol­ländischen Grenze, nimmt vorwiegend asoziale Ele­mente, Landstreicher usw. auf, um sie durch land­wirtschaftliche Tätigkeit wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Das Petrusheim war zur Zeit der zur Anklage stehenden Vorgänge ein sogenanntes Grenzdurchschnittsgut. Der holländische Besitz von 56 Morgen war 1929, offenbar um leichter schmuggeln zu können, durch den früheren Vorsteher des Heims hinzuerworben worden. Die Erträgnisse der auf holländischem Bo­den gelegenen Aecker durften nach Deutschland ein­geführt werden. Aus diesem Umstand erwuchs die Verleitung zur Einfuhr weit größerer Ernteerträge als sie der eigene Acker jemals hervorbringen konnte. Daneben'wurden noch Benzin, Tabak, Zi­garetten und Lebensrnittel eingeschwärzt. Der An­geklagte Bruder Kalixtus, bezeichnete es als ein offenes Geheimnis, daß im Petrusheim geschmug­gelt wurde. Er selbst will allerdings als Küchen­meister nur mit 15 000 Zigaretten, 5 Kilogramm Tabak und 30 Kilogramm Tee beteiligt gewesen sein.

Oer längste Thermik-Segelflug über der Ebene.

Dieser Tage segelte Flugkapitän Helm von der Deutschen Lufthansa mit einemRhönsperber" neun Stunden über Berlin und erreichte damit den läng st en bisher ausgeführten Ther­miksegelflug über der Ebene. Helm, der erst kürzlich einen 200 Kilometer langen Segelflug

Flugkapitän Helm. (Presse-Bild-Zentrale-M.) von Berlin aus unternommen hatte, startete im Schlepp seines Segelfluglehrers, Dip.-Jng. Peter Riedel, dem bekannten Hindenburg-Pokal-FUe- ger, der vor 14 Tagen als erster Segelflieger den Oerefund zwischen Schweden und Dänemark im reinen Segelflug überquerte. Schon nach 5 Mi­nuten Schleppflug in nur 500 Meter Hohe über Berlin klinkte Helm fein Segelflugzeug aus und be­gann den Thermikflug. Längere Zeit in den gro­ßen Cumuluswolken blind fliegend, erreichte Helm eine Höhe bis zu 2500 Meter, also 2000 Meter Höhe über Start. Nur wenige Berliner sahen den lautlos Stunde um Stunde seine Kreise ziehenden großen Vogel, der schließlich kurz vor Einbruch der Dunkelheit landete. Helm hat mit diesem Flug innerhalb von acht Tagen alle Bedingungen zur Erreichung des Leistungssegelfliegerabzeichens er­füllt, indem er statt eines Dauerfluges von fünf Stunden gleich neun Stunden über dem Anflugplatz in der Luft blieb. Aus diesem Grunde ist Flug- fapitän Helm auch nicht auf Strecke gegangen, was bei gutem Segelflugwetter natürlich möglich gewesen märe. Die Hervoragende ©egelf leger- feiftung des alten Flugkapttans ist em leuchtendes Beispiel der Kameradschaftlichkeit der jungen Gruppe Lufthansa des DLV., deren Segelfluglehrer der Rekordsegel lieger und jetzige Flugzeugführer der Lufthansa Peter Riedel ist...Riedel und eine meisten älteren Schüler können für die Segelflug- fdmlung nur die wenigen freien Stunden und Tage benutzen, die der Dienst auf den Strecken des gro­ßen internationalen Flugnetzes der Flughanfa für diese so wichtige Schulung fretlafct, die auch den alten Rekordslieger in die tiefsten Geheimnisse der Atmosphäre eindringen läßt.

Bonn, 30. Juni. (DNB.) Am Dienstag hatte sich vor dem Bonner Schwurgericht der 32jährige Franz Eduard Giese aus Bottrop wegen erpresse­rischer Kindesentführung zu verantworten. Der Tatbestand ist folgender: Der Direktor der Oberrealschule bei Bonn erhielt am 16. Juni einen telephonischen Anruf, in dem er gebeten wurde, den 12jährigen Sohn eines Bonner Kaufmannes nach Haufe zu schicken, da dessen Vater bei einem Kraftwagenunfall verletzt worden sei. Die Mutter erwarte ihn an der Endhaltestelle der Straßenbahn. Hier empfing den Jungen ein unbekannter Mann und lockte ihn in einen Kraft- wagen unter der Vorspiegelung, ihn zum Vater ins Krankenhaus fahren zu wollen. An einer ent­legenen Stelle hielt der Verbrecher an, fesselte den Jungen an ein en Baum und ver - klebte ihmden Mund mit Leukoplast und Iso­lierband derart, daß nur die Nasenlöcher frei blie­ben. Dann ließ Giese dem Vater des Kindes durch zwei Jungen einen Brief zugehen, in dem er ein Löfegeld von 18 0 0 RM. forderte. Er drohte Darin, im Falle der Nichtzahlung den Jungen zu ertränken.

Der Vater wandte sich nun trotz der Drohungen des Verbrechers vernünftigerweise sofort an die Kriminalpolizei, die die Stadtausgänge so­wie die Umgebung des Hauses des Erpreßten be­wachen ließ. Am Nachmittag erschien ein von Giese beauftragter Junge, der die ge­forderte Summe im Geschäft des Kaufmannes ab­holte. Man folgte ihm und kam so auf die Spur des Täters. Als dieser bemerkte, daß man ihn ver­folgte, suchte er zu entfliehen. Erst nach einer auf­regenden Verfolgung durch ein Warenyaus gelang

Adria-Insel Brioni wird italienisch.

Wie dasNeue Wiener Tagblatt" mitteilt, wur­den der Grund, sowie alle Gebäude und Kuranstal­ten der Adria-Insel Brioni von den Erben des österreichischen Industriellen Kuppelwieser um 10 Millionen Lire an die italienische Regierung verkauft. Die Insel Brioni, die früher zum Hoheits- gebiet der österreichisch-ungarischen Monarchie ge­hörte, und nach dem Zusammenbruch unter ita­lienische Herrschaft kam, war vollständig im Besitz des genannten Industriellen gewesen, der dort zahl­reiche Lungenheilanstalten, Sportanlagen usw. er­richten ließ. Die Meldung desNeuen Wiener Tagblattes" wird von zuständiger italienischer Seite bestätigt.

Versuche mit Regenanlagen.

Der badische Staat hat zur Zeit der Gemeinde Kleinkems bei Lörrach eine moderne Be­regnungsanlage zu intensiven Versuchszwecken zur Verfügung gestellt. Die Anlage soll das in der Rheinebene liegende 40 Hektar große Ackerland, das sehr kiesigen Untergrund besitzt und schon bei kurzer Trockenheit nur beschränkte Wachstumsmög­lichkeit bietet, ertragreicher gestalten. Zwei fahr­bare Pumpen mit starken Dieselmotoren sind un­mittelbar am Rheinufer aufgestellt und führen das Rheinwasser den Verteilungsstellen zu. Die Regenanlage besitzt eine Stundenleistung von 70 Kubikmeter und erzeugt in der gleichen Zeit eine Niederschlagsmenge von 10 bis 12 Millimeter. Die beregnete Fläche ist in acht Parzellen eingeteilt, welche von sechs Aufbaustellen beregnet werden.

Der Reichsleiter der DAF. hat an den Hauer Schmidt unmittelbar nach dessen Rettung folgen­des Telegramm gesandt:Hauer Schmidt, Kranken­haus Bergmannsheil, Bochum. Ich beglückwünsche Sie zu Ihrer großartigen Rettung und übermittle Ihnen und Ihrer ganzen Familie eineKraft- durch-Freude"-Fahrt nach Wunsch zu Lande ober zu Wasser. Dr. Robert Ley."

Lin BUH schlägt in Schmelings Haus.

In das in Saarow (Mark) gelegene Besitztum des Boxers Max Schmeling schlug ein Blitz ein. Schmeling und seine Frau saßen bei Tisch, als ein furchtbarer Schlag erfolgte und das ganze Zim­mer hell aufleuchtete. Der Blitz zündete und das rohrgedeckte Dach stand im Nu in Flammen. Die Feuerwehr konnte den Dachstuhl und das obere Geschoß nicht mehr retten. Das Haus, das im Stil eines westfälischen Bauernhauses gehalten ist, beherbergte in dem oberen Stockwerk die Schlaf- und Gästezimmer. Dort wurde in einer Ausdehnung von 120 bis 150 Quadratmeter alles vom Feuer vernichtet.

Wolkenbruch über dem Allgau.

Ein schweres Gewitter mit wolkenbruch- artigem Regen ging über der Gegend von Thal­kirchdorf im Allgäu nieder. Ungeheure Regen­massen setzten alle Straßen unter Wasser. Beson­ders schwer wurde die Ortschaft Wiedemannsdorf betroffen. Die Staatsstraße mußte gesperrt werden. Die Verheerungen waren derart, daß die Bahn­strecke LindauKempten gesperrt werden mußte. Die Züge erlitten Verspätungen. Leider forderte

Bei Hitze und Ermattung, auf Reisen, bei Sport und Spiel schenkt Odol L83 jenes einzig- artige Gefühl -der Erfrischung und Belebung. L83) Darüber hinaus wirkt Odol L83 vorbeugend ge- gen Infektionen der Mund- und Rachenhöhle.