Ausgabe 
1.7.1936
 
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Viele Hände müssen zur Herstellung auch der einfachsten Erzeugnisse am Werke sein. Die ganze Arbeitsgemeinschaft eines Volkes und fein Ver­kehrswesen, olles ist bei der Erzeugung neuer Güter in irgendeiner Form mitbeteiligt. Ohne diese Vor­arbeit und Mitarbeit ist nichts möglich, denn am Anfang allen wirtschaftlichen Geschehens steht die Arbeit.

II. Oer Handel bringt die Güter vom Erzeuger zum Verbraucher.

In der Möbelfabrik von Schulz & Lehmann sind die vor kurzem noch so zahlreich vorliegenden Auf­träge ausgeführt. Die Gefolgschaft will und soll weiter beschäftigt werden. Sie arbeitet zur Zeit für das Lager. Seit einigen Tagen ist bereits der Reisende des Betriebes unterwegs und besucht die Kundschaft. Er zeigt ihnen die neuen Entwürfe, nennt Preise und empfiehlt die Qualitätsarbeit der Gefolgschaft von Schulz & Lehmann.

In irgendeiner Stadt prüft der Möbelhändler Otto Krause aufmerksam das Angebot, vergleicht mit den Werbeschriften anderer Werkstätten und entschließt sich dann zu einer Bestellung. Er hofft, daß die neuen Küchenmöbel von Schulz & Lehmann Anklang finden werden. Herr Krause kann es sich nicht leisten, sie für längere Zeit im Laden stehen zu lassen. Dazu ist sein Betriebskapital zu klein. Er kauft die Möbel auch nicht gegen sofortige Bar­zahlung, sondern mit einer Zahlungsfrist von drei Monaten.

Eine Woche später bringt der Spediteur, sorg- fälüg in Lattenverschlägen verpackt, die Möbel­sendung. Die Rechnung über 980 Mark ist schon cm Vortag eingetroffen. Dabei war ein Brief, in dem Schulz & Lehmann bitten, die Zahlungs­verpflichtung durch die Unterschrif des beige­legten Wechsels, fällig in drei Monaten, a n - zuerkennen. Während der Möbelhändler Otto Krause nach sorgfältigem Auspacken und Prüfen der Sendung den Wechsel durch seine Unterschrift annimmt" (der Bankmann sagtakzeptiert") und sich damit wechselmäßig d. h. den strengen Be-

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In Verbindung mit der Einweihung eines Bü­cherei-Ergänzungsbaues konnte die Marburger B l i n d e n ft u d i e n a n st a l t am 28. Juni die Feier ihres 20jährigen Bestehens begehen. Die An­stalt wurde während des Weltkrieges begründet, als viele ihres Augenlichtes beraubte Soldaten von der Front zurückkehrten und sich nach einem neuen Beruf umsehen muhten. Sic hat sich in den 20 Jah­ren ihres Bestehens zu einem Unternehmen ent­wickelt, das einzigartig in der Welt dasteht und dank seiner vorbildlichen Einrichtungen bereits Hunderten von Blinden einen neuen Lebensinhalt vermittelte. Die Bibliothek der Anstalt hat sich von 250 Blindenschriftbänden im Jahre 1916 auf ge­genwärtig 21135 Bände entwickelt und umfaßt vornehmlich theologische, philosophische und juristische Fächer. Seit Begründung der Blindendrucke- r e i im Jahre 1920 wurden dort 490 Blindendruck­werke herausgebracht, darunter in den letzten Jah­ren u. a. Adolf HitlersMein Kampf", Bis- marcksGedanken und Erinnerungen", Goeb- b el s'Vom Kaiserhof zur Reichskanzlei", B e u - m e l b u r g sSperrfeuer um Deutschland usw. Eine 1924 angegliederte mechanische Werkstätte fer­tigt Blindenschrifttafeln, Spiele, Stenographierma­schinen, elektrische Doppelschreibmaschinen usw. Die seit 1921/22 bestehende Aufbauschule mit Reform- Realgymnasialziel, die einzige höhere Blindenlehr- anstalt für Deutschland und die angrenzenden deutschsprachigen Länder, umfaßt den Unterricht von Untertertia bis zur Reifeprüfung. Zahlreiche erfolg­reiche Püfungen, darunter etwa 400 Staats- und Fakultätsprüfungen, wurden von den Schülern im Laufe der Jahre abgelegt. Die Schüler find in einem eigenen Heim, das in einem verkehrsarmen, idylli­schen Seitentälchen des Marbachtales liegt, unter­gebracht und haben dort auch die Möglichkeit, auf einem Spielplatz ihren Körper zu kräftigen. Mit Erfolg führte die Anstalt in den letzten Jahren aud) Lehrgänge zur Einführung in das Zeitungs-

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wesen durch. '

Neue Dagnerdokumenle aufgefunden.

Nach einer Meldung derMünchener Zeitung" sind in einem Schulhaus im bayerischen Mittel­schwaben neueWagner-Dokumente gefun­den worden. Es soll sich dabei um einen Original» brief Richard Wagners und einen Klavierauszug derMeistersinger" als Druckbogen mit eigenhän­digen Korrekturen Wagners handeln. Das letzte Do­kument könnte von größter Bedeutung sein, da es wertvollen Einblick gibt in die Drucklegung und Vollendung desMeistersinger"-Klavierauszuges. Die Dokumente stammen von dem Kapellmeister Ludwig Eberle, der sich um die Berliner Erst­aufführung derMeistersinger" große Verdienste erwarb und die Papiere als Anerkennung von Richard Wagner erhalten hat. Gefunden wurden sie bei einem Bruder Eberles, der als Lehrer in Mit- telfchwaben wirkt.

fenfchaft gemäß. Hier ist etwas verwirklicht, was feit Goethe viele Menschen sich wünschten, eine Ver­bindung wissenschaftlicher Akkuratesfe mit künstle­rischer Tiefsicht.

Hans Richter:Ferrols beruhm. test er Sohn". Roman. Geheftet 2,70 Mk., Ganz- leinen 4 Mark. Verlag Scherl, Berlin SW. 68. (183) Finnland mit feinen taufend Seen und feinen klippenreichen Flüssen, ist der Schauplatz die- es Romans, in de mder Verfasser von dem Leben einer Neufundländer-Hundefamilie erzählt und von den Schicksalen der Menschen, denen die Tiere ge- hören. Ein deutscher Arzt, der in der ländlichen Abgeschiedenheit eines Gutshofes in Finnland fei­nen wissenschaftlichen Forschungen nachgeht, ist der Besitzer dieser Hunde. Seine Tochter fuhrt den Haushalt. In diesen kleinen Kreis tritt eines Tages ein erkrankter deutscher Steuermann. Durch ihn wird bald das Leben der Gutshofbewohner in neue Bahnen gelenkt. In buntbewegten Szenen rollt die spannende Handlung ab, bei der die treuen Neu­fundländer bedeutsam eingreifen.

Klaus Zelter: Sonnensegler. Die Geschichte eines Segelflugzeuges. (Die junge Reihe.) Albert Langen/Georg Müller, München 1936. (176) Was die Beharrlichkeit des Willens ver- mag, offenbart diese prächtige Geschichte vom Bau eines Segelflugzeuges, das in gemeinschaftlicher Arbeit von einer kampf- und flugbegeisterten Mann- schäft gebaut wirb. Besessen von ihrer Idee, rnei- ftern biese Jungen ihre Aufgabe unb ruhen nicht eher, bis berSonnensegler" sich stolz in bie Lüfte erhebt.

Mikkjel Fönhus: Der Wolfstöter. Eine Erzählung. (Die junge Reihe ) Albert Langen- Georg Müller, München. (174.) Nils Harre, der Wolfstöter, von dem der norwegische Dichter in dieser Geschichte erzählt, jagt bis zur Erschöp­fung, ohne Gewehr, nur mit Speer und Messer bewaffnet, hinter den gierigsten Räubern seiner nordischen Heimat her. Mit Spannung nehmen wir teil an diesem abenteuerlichen Kampf zwischen Mensch und Tier, der ohne Furcht vor dem Tode bis zur äußersten Entscheidung geführt wird, und bei dem allein Mut und Stärke, die höchsten mann- lichen Tugenden, den Ausschlag geben.

Sie kann das, obwohl weder das Ergebnis der Betriebsarbeit dieser Woche verkauft, noch das der vorhergehenden Wochen bezahlt wurde. Die Abneh­mer zahlen ja nicht in bar, sondern auf Kredit gegen Hergabe von Wechseln. Aber diese Wechsel find ein geeignetes Kreditinstrument und werden von der Bank gekauft. Die Bank ist es, die bei diesem Vorgang die Arbeitsleistung der Betriebs­gemeinschaft von Schulz & Lehmann bevorschußt. Das ist ja auch ihre volkswirtschaftliche Aufgabe. Denn es ist Sache der Kreditinstitute, bei der Fi­nanzierung der Gütererzeugung zu helfen und Hilfe­stellung bei der Entlohnung der Arbeit zu leisten.

Wie es in der Bank weiter zugeht, und welche vielfachen Funktionen sie zu erfüllen hat, das soll im weiteren Kapitel gezeigt werden.

(Fortsetzung folgt.) ____________

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeork Frankfurt.

Noch immer setzt sich die Zufuhr feuchter Meeres- lüft, die aus verschiedenen Breiten des Atlantik auf das Festland zukommt, fort. Eindringende frische Meeresluft wird noch im Laufe des Mittwoch zum Auftreten gewittriger Niederschläge Anlaß geben. Anschließend setzt wieder langsam eine Besserung ein, doch ist das Aufkommen beständig schönen Wetters noch nicht wahrscheinlich.

Aussichten für Donnerstag: Noch ver­breitete gewittrige Niederschläge, die im Laufe des Mittwochs einfetzen, wieder mehr wechselhaft be> wölktes Wetter mit noch einzelnen kurzen, teilweise aber gewittrige Nachregen. Im ganzen noch warm, doch ziemlich schwül, südwestliche Winde.

AussichtenfürFreitag: Zunächst vielfach aufheiternd und warm und schwül, dann erneut ge­wittrige Schauer.

Lufttemperaturen am 30. Juni: mittags 22,7 Grad Celsius, abends 17 Grad; am I.Juli: morgens 14 5 Grad. Maximum 28,6 Grard, Minimum heute nacht 11 5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 30. Juni: abends 23 Grad; am 1. Juli: morgens 22,7 Grad. Sonnenfcheindauer 2,6 Stunden.,

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil 1. 23.: H L. Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. V. 36: 9760. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch-und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

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I. Am Anfang steht die Arbeit.

In einer gesunden Volkswirtschaft besteht ein un­gestörter Kreislauf von der Arbeit über Geld, Ban­ken, Börse wieder zur Arbeit. Diese etwas schwie­rigen Zusammenhände sollen im folgenden ein­gehend an einem Beispiel erläutert werden.

Jahrzehntelang wächst irgendwo im deutschen Mittelgebirge der Wald Die seine Bäume einst pflanzten, sind heute vergessen. Ihre Urenkel und deren Söhne sind inzwischen herangewachsen. Eines Wintertags kommen sie mit Aexten und Sägen. Die vom Förster gezeichneten Hoä)stämme fallen einer nach dem anderen Tagelang hallt der Arbeits­lärm der Waldarbeiter, bis die Stämme fertig zu­recht geschnitten und entastet da liegen. Dann haben die Bauern der Walddörfer lange Zeit hindurch zu tun, auf ausgefahrenen Waldwegen das Holz zur Sägemühle zu bringen. Dort schrillen die Kreissägen, und es häufen sich die Stapel mit frisch geschnittenen Brettern.

Nach einiger Zeit verladen die Arbeiter der Sägemühle wieder einmal eine Waggonladung voll Bretter. Jrn sinnreichen Getriebe des deutschen Verkehrswesens rollt der Eisenbahnwagen lange Strecken über Weichen, durch Bahnhöfe, an immer wachen Wcichenstellerhäusern und Bahnwärter­buden vorbei und steht dann auf dem Güterbahnhof einer großen Stadt. Ein Lastauto rollt heran, kräftige Hände packen zu, laden aus. Wenige Stun­den spater füllt sich das Bretterlager der Möbel-

Am Montagnachmittag 4 Uhr entschlief sanft nach kurzer, schwerer Krankheit mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Bruder, Schwager und Onkel

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im Alter von 60 Jahren.

Die trauernden Hinterbliebenen:

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stimmungen des Wechselgesetzes entsprenchend zur Zahlung am Verfalltage verpflichtet, kommen die ! Möbel ins Schaufenster. Zur gleichen Zeit, wie ein Brief mit dem Wechsel an Schulz & Lehmann ab­geht und diesem damit eine sogenannte Kredit- Unterlage verschafft, stehen die Möbel im Schaufenster und lenken die Blicke der Vorüber­gehenden auf sich.

Durch die Kreditgewährung der Industrie und des die Warenverteilung vermittelnden Groß­handels stehen in den Läden und Schaufenstern des Einzelhandels die mannigfaltigsten Erzeugnisse der Wirtschaft und bieten sich in reicher Auswahl den Verbrauchern an, denn es ist die Aufgabe des Handels, die Güter vom Erzeuger zum Verbraucher zu bringen.

III. Lohnzahlung.

Es ist Mittwoch und übermorgen muß die Mö­belfabrik Schulz & Lehmann die Wochenlöhne an ihre Gefolgschaft auszahlen. Das Bankguthaben bei der Bank ist im Augenblick sehr niedrig und reicht nicht aus. Größere Zahlungseingänge sind bis Freitag morgen nicht mehr zu erwarten. Schulz & Lehmann setzen sich mit ihrer Bank in Verbin- bung. Sie stehen mit dem alten, angesehenen Bank­haus, das schon seit Jahrzehnten am Orte ansässig und mit der heimischen Wirtschaft aufs engste ver­bunden ist, seit einer Reihe von Jahren in ver­trauensvollen Geschäftsbeziehungen: auf Grund frü­herer Abmachungen haben sie daher die Möglich­keit, einen Wechselkredit in Anspruch zu neh­men. Deswegen hatten sie ja auch für die Liefe­rung an den Möbelhändler Otto Krause, wie bei ihren anderen Kunden, einen Wechsel ausgestellt und von ihmq u e r s ch r e i b e n" (d. h. seine Unterschrift, quer an den linken Rand gefetzt, an- bringen) lassen.

Am Donnerstagvormittag geht der kaufmännische Lehrling von Schulz & Lehmann zur Bank unb gibt drei Wechsel, darunter den auf Otto Krause über 980 RM., ab. Am Bankschalter wird sofort geprüft, ob die dreiAbschnitte", wie der Bank­mann sagt, durch Aufkleben von Wechselstempel­marken auf der Rückseite richtig versteuert sind. Am Nachmittag werden in der Wechselabtei­lung der Bank die drei Wechsel weiter bearbeitet. Da sie ordnungsgemäß- ausgestellt und auf der Rückseite durch die Unterschrift von Schulz & Leh­mann richtig an die Bank übertragen sind, wird eine Abrechnung ausgestellt. Die Bank kauft die Wechsel. Dabei zieht sie für die Zeit bis zur Fälligkeit der drei Abschnitte einen Zinsbetrag ab, sie nennt dasdiskontiere n". Dann wer­den dem Konto von Schulz & Lehmann die End- bcträge der diskontierten Wechsel nach Abzug einer Provision gutgeschrieben.

Am Freitag kann der Bote von Schulz & Leh­mann die benötigten Lohngelder abheben und erhält sie in der geeigneten Zusammenstellung von kleinen Scheinen und Münzen jener Art. Im Kontor der Möbelfabrik lassen sich daher die bereits aus­geschriebenen Lohntüten schnell füllen, und am Feierabend trägt die Gefolgschaft ihren wohlver­dienten Arbeitslohn nach Hause.

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